Denker und Dichter

Das mißbrauchte Kind Greta Thunberg und 60 Jahre falsche Klimavorhersagen im Panikmodus

Das mißbrauchte Kind Greta Thunberg und 60 Jahre falsche Klimavorhersagen im Panikmodus

Heutige Übertreibungen verführen die einen, wogegen andere ratlos werden. Zwei Lager stehen sich polarisiert gegenüber. Doch wir sollten uns klarmachen, daß gefährlicher und schlimmer als die gefühlten Gefahren, die groß herausgestellt werden, die politische Hysterie ist, die solche Übertreibungen hervorbringen, nähren und befeuern.

Beispielhaft wird uns vorgeführt, wie durch gefühlige, wütende Angriffe politisierter Haß erzeugt wird. Dergleichen gab es schon einige Generationen, aber hier tritt das Wirkprinzip in seltener Zuspitzung deutlicher sichtbar hervor als früher: Weiblich, jung, mit seelischer oder psychischer Störung, weckt Schutzinstinkte, bewegt uns, zu helfen, wobei wir vor Rührung nicht mehr fragen sollen, ob es überhaupt berechtigt ist oder ein riesiger Haufen Unsinn.

Sehen es wir einmal anders: Nach einer Geschichte politischer Hysterie, die mehr als 120 Jahre währt, treten nun Ursachen und treibende Kräfte in so krasser Übertreibung hervor, daß jeder es sehen muß, der nicht selbst von der Hysterie angesteckt wurde.

Eine Schande ist es, leidende Kinder für seine Zwecke einzuspannen und so zu mißbrauchen.

Dem seit über 120 Jahre wirksamen Prinzip, an Kavaliersinstinkte und Hilfsbereitschaft zu appelieren, um mit hysterischer Kraft politische Ziele durchzusetzen, hat nun das Kindchenschema entdeckt, den biologischen Kern, aus dem die Bevorzugung ursprünglich stammte.

Die Kindheit gestohlen haben ihr jene, die sie politisch einsetzten, nicht jedoch irrational erfundene Gegner einer ebenso irrational und panikartig gefühlten Gefahrbehauptung.

In der üblichen Verdrehung solcher politisierter Krankheit wirft sie der Welt vor, was sie selbst an Leid in sich trägt, oder was als Reaktion auf psychotische Hysterie mit politischen Forderungen unbedingt nötig wäre: „Wir werden euch nicht davonkommen lassen”. Wo Psychopathen beginnen, die Normalen mit Verfolgung zu bedrohen, ist alles zu spät. Verrückte Hysterie, die eingebildeten Problemen, falscher Wahrnehmung der Wirklichkeit und utopischer, entgleister Ideologie entspringt, darf niemals anerkannt werden, sonst ist es mit der Gesellschaft vorbei. Ähnlich darf man auf individueller Ebene Kranke nicht in ihrer Krankheit bestätigen. Mit solch einem Wahnsinnsanfall darf man niemals Einzelne oder politische Bewegungen davonkommen lassen, denn sonst ist kollektivem Irrsinn Tor und Tür geöffnet, so wie es vor gut 120 Jahren begann.

Weil Menschen Gewohnheitstiere sind, glauben sie, was neu und ungewohnt ist, sei eine lächerliche Übertreibung, wogegen ähnliche Erscheinungen früher, an die sie sich längst gewöhnt haben, oder mit denen sie in der Kindheit bereits aufgezogen wurden, ganz normal gewesen seien. Ein schwerer Fehler. Denn wenn wir die Ursache der Hysterie nicht abstellen, die seit kurz vor 1900 in immer rascherer Folge immer höher schwappt, Massenpsychosen kollektiver Irrationalität auslöst, dann wird uns politisierter Wahnsinn am Ende zerreißen.

Die kollektive Hysterie gleicht jener, die ich in „Abrechnung mit dem Feminismus” für alle Wellen beschreibe. Einen Unterschied gibt es jedoch: Bislang bildeten sich Erwachsene etwas ein, weil sie von angeboren schiefer Wahrnehmung, die Kinder und Frauen bevorzugt, männliche Verlierer jedoch diskriminiert, damit sie sich nicht fortpflanzen, getäuscht worden waren, als die ausgleichende Kultur der Geschlechterergänzung schwächelte. In diesem Augenblick begannen Neigungen, Bedürfnisse und Interessen beider Geschlechter, die Kultur kompatibel, zueinander passend geformt hatte, auseinanderzufallen, sich in die Quere zu kommen, so daß beide Seiten sich zunehmend gegenseitig verletzten. Doch Feminismus deutete die Ursachen ihres Leidensdrucks falsch und bekämpft mit fanatischer, quasireligiöser Wut und der Besessenheit von Ideologien, die an Gläubige erinnert, die sich mit Ruten selbst blutig schlagen, oder von Diktaturen aufgewühlten Massen, die jenen zujubeln, die sie ins Verderben führen, genau jene menschliche Kultur und natürlichen Ausgleichsmechanismen, die nötig wären, ihr Leid zu lindern und wieder eine liebenswerte Welt mit von Liebe getragenen Bezügen zwischen Männern und Frauen zu schaffen. Damit meine ich nicht die Liebesbeziehung eines Paares, sondern weit mehr: eine soziale Liebe, die beide Geschlechter verbindet in einem Tausch. Nur die Empathieblockade gegenüber autochthonen männlichen Verlierern stellt ein noch tieferes Problem dar als solche Hysterie.

Wenn wir von dem Umstand absehen, daß diese Kinder von Erwachsenen indoktriniert und instrumentalisiert werden, gleicht der Mechanismus der Klimagläubigen genau dem der feministischen Wellen, von den weiblichen Akteuren, ihren emotionalen, gefühlig-weiblichen Mitteln, und dem Hofieren durch weiße Ritter und Medien, was übrigens auch schon vor dem Ersten Weltkrieg begann.

Politische Hysterie ist viel schlimmer und gefährlicher als ihre einzelne Erscheinung. Es wird deswegen zwar eine irre Summe Geldes sinnlos verbrannt, ohne irgendeinen Nutzen, doch das wurde in Finanzkrisen und für Massenmigration ebenso. Sagte nicht ein grüner Politiker sinngemäß „Das Geld kann auch sinnlos ausgegeben werden, Hauptsache die Deutschen haben es nicht mehr?” Wurde nicht vor wenigen Jahren eine Benzinsteuer vorgeschlagen, um Massen Flüchtlinge zu finanzieren, die hiesige Männer bei der Fortpflanzung verdrängen, was einem Androzid gleichkommt und echte Folgen haben wird: viele kluge Männer werden ohne leibliche, autochthone Nachkommen sterben. In Zukunft wird es sie daher kaum noch oder gar nicht mehr geben. Damit verglichen ist die Klimahysterie weniger gefährlich. Doch alle diese Katastrophen werden vom gleichen fatalen Prinzip politischer Hysterie getragen. Diese Hysterie ist nach dem vollständigen Empathieversagen gegenüber einheimischen männlichen Verlierern das zweite Kernproblem unsrer Gesellschaft.

Nun folgen üblicherweise Einwände wie: „Aber es ist doch für eine gute Sache. Wir müssen doch die Welt retten!” Nun, wovor müssen wir die Welt retten? Vor Hysterie und Empathieversagen!

«Wieder falsch! 50 Jahre falscher öko-apokalyptischer Vorhersagen»1 (mit Dank an Leute wie Tony Heller, die so treffende Artikel gesammelt haben)

Vor 50 Jahren kam das Karussell der Klimakatastrophen richtig in Fahrt. Begonnen hat es anscheinend vor 60 Jahren.

«Spätestens seit 1960 wächst bei den Meteorologen und Klimaforschern die Überzeugung, daß etwas faul ist im System des Weltwetters: Das irdische Klima sei im Begriff umzuschlagen. Symptome dafür entdeckten die Experten inzwischen in fast allen Weltenregionen. Am Anfang standen Meßdaten über eine fortschreitende Abkühlung des Nordatlantiks.» (Der Spiegel, 12.8.1974)

Wo Überzeugungen wachsen, wächst nicht unbedingt die Objektivität.

1967 wurde eine Hungersnot bis 1975 vorhergesagt. Schon 1969 drohte dann blauer Dunst, bis 1989 unsre Erde zu verschlingen. Fürchtet euch, liebe Greta-FreundInnen.

Nach Hungersnot 1967 und blauem Dunst 1969 bedrohte im nächsten Jahr 1970 eine schreckliche Eiszeit Menschheit und Erde.

So schnell gaben die Hungerpaniker nicht auf. Sie wetteiferten mit der Eiszeitangst. 1970 stellten hochwissenschaftliche Ökologen fest, daß bereits im Jahr 1974 die Rationierung von Wasser in den USA drohe, wogegen ab 1980 dort auch Lebensmittel rationiert werden müssen. Das wäre dann so ein System wie Essensmarken in Dritten Reich gewesen. Allerdings blieb das Stoff für einen Science Fiction Film.

Doch Hungerpaniker hatten die Eiszeitpaniker unterschätzt, die alternative Katastrophenpropheten aus dem Felde schlugen.

1971 begann die Eiszeitangst zu wachsen. Aber immer schön auf alte weiße heterosexuelle Männer schimpfen, die erstens nüchtern denken können, zweitens Lebenserfahrung und ein gutes Gedächtnis, oder die Fähigkeit zur Forschung in Archiven besitzen, nicht wahr?!

Nun, die Eiszeit kam auch 1972, jedenfalls in den Vorhersagen. Bekanntlich sind Vorhersagen schwierig, sofern sie die Zukunft betreffen.

Besorgter Brief an den Präsidenten.

Abkühlung aus natürlichen Gründen bedrohte 1972 die Welt. Irgendwie haben wir ohne Greta und Klimahüpfen überlebt. 1974 kochte die Welle so richtig hoch.

«12.8.1974 WETTER
Katastrophe auf Raten

Kommt eine neue Eiszeit? Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs — ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten. …

Am Anfang standen Meßdaten über eine fortschreitende Abkühlung des Nordatlantiks. Dort sank während der letzten 20 Jahre die Meerestemperatur von zwölf Grad Celsius im Jahresdurchschnitt auf 11,5 Grad. Seither wanderten die Eisberge weiter südwärts und wurden, etwa im Winter 1972/73, schon auf der Höhe von Lissabon gesichtet, mehr als 400 Kilometer weiter südlich als in den Wintern zuvor.

Zugleich wuchs auf der nördlichen Halbkugel die mit Gletschern und Packeis bedeckte Fläche um rund zwölf Prozent, am Polarkreis wurden die kältesten Wintertemperaturen seit 200 Jahren gemessen. In Großbritannien und Island wurden die Folgen des Kälte-Trends bereits spürbar. Auf Island ging die Heuernte um 25 Prozent zurück, auf der Britischen Insel schrumpfte die jährliche Wachstumsperiode der Pflanzen um etwa zwei Wochen. …

In Argentinien, in Indien und Südafrika sanken im letzten Winter die Temperaturen auf Werte. wie sie seit Beginn der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung vor etwa 300 Jahren noch nie registriert wurden. …

Vor 800 Jahren
Weinanbau in England.» (Spiegel)

Die Vegetationszeit schrumpfte um zwei Wochen; weltweite Besorgnis wurde gemeldet.

«Wenn die Serie von Mißernten sich fortsetze, so warnte jüngst der US-Biologe Paul Ehrlich, gebe es für die Einwohner vor allem in den von einem Drittel der Menschheit bevölkerten Monsunländern „keine Rettung”. … Nur eine rasche Hilfsaktion der Industrienationen, fürchtet Ehrlich, könne die Katastrophe abwenden.» (Spiegel 12.8. 1974)

An unseren Geldbeutel wollten Eiszeitbefürchter damals auch schon. Das ist das Grandiose einer moralischen Panik: der gutmütige Bürger sieht es ein und zahlt. So ähnlich funktioniert auch Entwicklungshilfe, doch entwickelt wird eine Bevölkerungsexplosion, die alle Probleme vergrößert und uns verschlingt.

Noch eine Eiszeit, die bislang nicht stattfand, aber vielleicht die Greta-Jünger beim solaren Minimum auf dem kalten Fuß erwischt. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. 1974 waren die Medien jedenfalls von der Eiszeit bedroht.

Die neue Eiszeit kommt ganz schnell! Wir haben keine Zeit. Jetzt schreiben wir das Jahr 1974, und die Eiszeit lungert um die nächste Ecke. Hallo, Greta! Bitte jetzt tapfer warmhüpfen, sonst friert ihr ganz fürchterlich ein im radikalfeministisch-hysterisch-verstörten Nordland.

1974 war bereits ein sehr produktives und erfindungsreiches Jahr für Klimakatastrophen. Ein deutscher Forscher malte einen Weltuntergang wegen magnetischen Polsprungs an die Wand. Das hat was, ist mal ein ganz anderer Angstauslöser. Magnetangst!

«So hält der österreichische Wissenschaftsautor Peter Kaiser („Die Rückkehr der Gletscher”) die gegenwärtigen Wetterveränderungen für Vorzeichen, die auf einen kommenden Zusammenbruch des irdischen Magnetfelds hinweisen — auf einen „Polsprung”, bei dem die magnetischen Erdpole ihren derzeitigen geographischen Ort wechseln würden.

Ein solcher Vorgang, der sich nachweislich in der Erdgeschichte schon mehrfach ereignet haben muß, würde laut Kaiser die Erdkruste in Bewegung setzen, gewaltige Flutwellen auslösen, Vulkankrater aufreißen — kurz: ein Weltuntergangs-Inferno heraufbeschwören, wie es in den Mythen nahezu aller Völker beschrieben wird. Vorsorge gegen das apokalyptische Unheil hält Kaiser für wirkungslos, mithin für unnütz.» (Spiegel 12.8.1974)

Unser Geld ist in Klimaforschung doch gut investiert, oder? Einen solchen Unterhaltungswert hat die Erkundung von Elementarteilchen selten. Vor allem brauchen wir noch sehr viel Geld, um mit den ganzen Katastrophen fertigzuwerden, die sie uns beschert. Freilich muß ich die Häme bremsen; einen so schädlichen Antiwert wie Gender- und feministische Fächer kann ein Fach, das immerhin reale Größen wie Temperaturen mißt, sich kaum leisten. Genderjammerstudien dagegen gelingt es, unser Geld für eingebildete Dinge, die es in der realen Welt so wenig gibt wie eine Million Gender, zu verbraten. Das ist noch höhere Kunst, die sich völlig von den Schranken der Natur befreit und dann klagt, wenn die menschliche Natur sich ihrer Utopie entzieht. Aber zurück zum erfindungsbegabten Jahr 1974. Wir haben nämlich noch nicht alle Umweltkatastrophen dieses Jahres erwähnt.

Immerhin kam 1974 auch eine noch heute für politisch korrekt geltende Panik auf: Ozonloch.

Große Gefahr für das Leben auf Erden!

Nun ja, vielleicht auch nicht. Da wir auch am Ozonloch nicht sterben, die nächste Panik bitte! Halt, ich bin voreilig. Die Eiszeitängstlichen gaben noch nicht auf. 1975 drohte die Götterdämmerung in Form der nächsten Eiszeit.

«Das Ende der Welt beginnt mit einem Sommer, der keiner mehr ist. Es bleibt kalt. Der Schnee vom letzten Winter bleibt liegen. Für Nigel Calder, ehemals Herausgeber des angesehenen britischen New Scientist, ist diese ‚Götterdämmerung’ im Mythos nordischer Völker realistisches Szenarium für unsere Zukunft, den Beginn der nächsten Eiszeit. Droht eine neue Eiszeit? Calder hält dies für wahrscheinlich und veröffentlichte jüngst zum Beleg ein Buch mit aktuellen Forschungsergebnissen.» (Süddeutsche Zeitung, 10.4.1975)

Liebe Greta, schade daß du noch nicht geboren warst! Als das Ende der Welt drohte, hätten wir uns auf Klimademonstrationen warmhüpfen können, damit wir nicht zu einem arktischen Eisblock gefrieren!

1976 drohte weiterhin die große Abkühlung. Bibber.

Die Klimaforschung machte im nächsten Jahr große Fortschritte; 1977 wurde die Gefahr einer globalen Katastrophe erkannt, und auch die Fachkräfte des CIA mischten mit einer Studie mit. So einen schönen Trend möchte man doch nicht untätig an sich vorbeigehen lassen.

«Amerikanische Journalisten beschrieben die Kälte im Osten des Landes als „Vorgeschmack auf die nächste Eiszeit”. Frost bis minus 50 Grad und Schnee bis sechs Meter Höhe verwandelten große Teile der Vereinigten Staaten in eine Polarlandschaft. Unter diesen Vorzeichen gewinnt eine Klima-Studie des amerikanischen Geheimdienstes CIA höchste Aktualität. Die Verfasser der Studie sehen als Folge schon soziale Unruhen, ein Abwandern aus Notstandsgebieten und politischen Krisen. … Die Klimaveränderung, so befürchtet es auch der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling, könne „in eine globale Katastrophe münden”, in den bisher härtesten Test für die Zivilisation.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.2.1977)

So viele falsche Vorhersagen! Da kann man doch sauer werden, sagte sich der Regen. Saurer Regen wurde die nächste angesagte Großkatastrophe. Waldsterben! Die Grünen tanzten im Quadrat und fingen viele leichtgläubige, gutmütige Bürger ein, denen die Natur am Herzen liegt, dabei nicht durchschauen, wenn sie von durchgeknallten Ideologen instrumentalisiert werden.

1980 tötete saurer Regen das Leben in Seen. 1990 gab es dann Entwarnung.

Der saure Regen hat’s auch nicht gebracht. Schon witterten die Eiszeitwarner Aufwind. Geht vielleicht noch mehr Kälteangst? Kein Ende des 30jährigen Abkühlungstrends in Sicht! warnt ein internationales Team von Spezialisten.

Irgendwie war es das dann aber. Die Eiszeit zieht nicht mehr. Wir brauchen eine andere Panik. 1988 war ein kreatives Jahr. Man erfand gleich zwei gegenläufige Paniken, eine vor Dürre, und eine vor steigendem Wasserspiegel. Prima, da ist für jeden was passendes dabei!

Oh weh, schlechtes Ende der 1970er Eiszeitangst: Höchsttemperaturen. Dann klappt es ja vielleicht mit Trockenheitsangst.

Mist, hat schon wieder nicht geklappt. Nächstes Mal aber bestimmt! Wir haben ja noch die alternative Angst vor zu viel Wasser im Meer. Binnen 30 Jahren ab 1988 versinken die Malediven im Meer!

Hui, das war ja voriges Jahr, 2018, doch die Malediven gibt es noch. Liebe Leute, das Abendland verfügt doch laut meines Büchleins „Die Abschaffung der abendländischen Erfindungsgabe und Völker” über eine spezifische Gabe, die auf angeborenes Verhalten nordisch-europäischer Neugeborener zurückgeht, die bereits in den ersten 6 Monaten lernen, auf die Umwelt zu reagieren und diese zu beeinflussen, d.h. ändern. Das könnte der Grund sein, weshalb wir mehr bahnbrechende geistige Umstürze hervorbrachten als die im Durchschnitt intelligenteren Chinesen. Wir sind übrigens gerade dabei, diese Gabe über Durchmischung für immer auszulöschen. Jedenfalls könnte die Schattenseite solcher Lust an der Veränderung sein, auch unsinnige, verblendete, ideologische Veränderung der Welt eher zu betreiben als andere Ethnien. Was objektive Wissenschaft, Technik und neue Formen der Kunst schuf, kann auch politische oder weltanschauliche Verirrung fördern. Wer sonst würde mit solcher Verbissenheit schädliche Utopien ersinnen? Also da geht noch mehr! Nur zwei konträre Paniken im Jahre 1988 wäre einfach zu wenig. Nein, jenes glorreiche Jahr bescherte uns noch eine dritte Umweltkatastrophe.

Lange, heiße Sommer sind das Zauberwort, mit dem wir nach langer Suche endlich die richtige Panik gefunden haben!

Schade, hat wieder nicht geklappt. Aber vielleicht wird es nochmal. Irgendwann werden wir die richtige Panik finden! Hier gäbe es noch mehr Material, aber bevor ich mich zu Sprüchen wie „Wer nichts will und wer nichts kann / wird wohl Klimaforscher dann” hinreißen lasse, die ich später bereuen würde, wenn ich einem seriösen Vertreter seines Faches gegenüberstehe, lasse ich mal ein paar Verirrungen aus.

Mit der Klimaerwärmung haben wir nun endlich die richtige Panik gefunden, jedenfalls in den Klimamodellen der hochwissenschaftlichen Ökologen, die das Ergebnis eines „menschengemachten Klimawandels” bei ihren Forschungen voraussetzen. Halt einmal, kennen wir das nicht vom Feminismus? Die haben seit jeher Benachteiligung von Frauen vorausgesetzt, bis dieser Jan Deichmohle ihnen nachwies, daß seit Entstehung der Zweigeschlechtlichkeit vor 750 Millionen Jahren bei fast allen Tierarten, einschließlich des Menschen, das männliche Geschlecht diskriminiert wird, und zwar heftig, wogegen das weibliche angeboren bevorzugt wird. Aber Schwamm drüber! Die Institute forschen nun mal ganz seriös und wissenschaftlich und sind dabei hochmotiviert, ihre falschen Voraussetzungen, die ihre Existenzgrundlage sind, mit allerlei Datenverdrehungen zu bestätigen.

Alle Klimamodelle dieser hochseriösen, wertneutralen, objektiven – oh Entschuldigung, tatsächlich von hysterischen Kräften und Voreingenommenheit geprägten Gestalten sagten nach oben ausbrechende Erdtemperaturen voraus, die es in der Wirklichkeit nicht gegeben hat. Schlecht für die Realität! Sie hält sich nicht an die ‚Wissenschaft’. Wem sollen wir glauben? Der Wirklichkeit oder der überaus hochseriösen Tendenzwissenschaft, die von Klimagläubigen betrieben wird?

Prediger der Sekte der Vegetarier haben übrigens 2002 herausgefunden, daß wir von Hungersnot verzehrt werden, wenn wir uns nicht zur Religion der Vegetarier bekehrt haben! So straft Gott eben die Ungläubigen.

Nachdem auch die Fleischesser unter uns trotz Verzehrs von Fleisch, Fisch oder Milchprodukten überlebt haben, war 2004 eine neue Katastrophe fällig. Zur Abwechslung mal wieder was für Freunde arktischen Klimas. Statt Überhitzung drohte zwischendurch mal wieder ein arktisches Großbritannien. Ich kriege schon eine Gänsehaut.

Klimawandel ist schon was schreckliches. Greta will, daß jeder von uns die Angst spürt, die sie seit ihrer Kindheit fühlt und zu therapieren versucht, indem sie diese völlig wahnsinnig mit einer erfundenen Katastrophe verknüpft und dann aktivistisch ausagiert, so wie Generationen feministischer Wellen vor ihr.

Bangla Desch ist eins der ärmsten Länder der Welt, ziemlich islamisch und hinduphob – aber Mitleid mit der verbliebenen hinduistischen Minderheit, die von religiösen Eiferern bedrängt wird, wäre wirklich ‚politisch inkorrekt’ in der bunten Republik. Habt Mitleid! Der hochangesehene ‚Weltklimarat’ IPCC, auf dessen ‚Forschungen’ unsre derzeitige Klimaangst zurückgeht, hat davor gewarnt, daß große Teile Bangla Deschs bis 2050 untergehen werden! Werft schon mal Teddybären für jungen männlichen Geburtenüberschuß aus Bangla Desch und stellt Töchter bereit, damit die nicht so sexuell frustriert werden wie unsre einheimischen männlichen Verlierer, bei denen es aufgrund von Empathieversagen gegenüber hiesigen Männern eh egal ist, bis vielleicht mal einer Amok läuft und hinterher in die rechte Ecke geschoben wird.

«Mitverantwortlich für diese fragwürdige Fokussierung ist die von einigen IPCC-nahen Wissenschaftlern heraufbeschworene Klimakatastrophe. Der IPCC prognostizierte 2007, daß Bangladesch bis 2050 etwa 17 Prozent seiner Landesfläche durch den Meeresspiegelanstieg einbüßen wird. 20 Millionen Bangladeschis würden dadurch zu Klima-Flüchtlingen werden und das Land 30 Prozent seiner Nahrungsproduktion verlieren. Wenn es nach James Hansen vom NASA Goddard Institute for Space Studies ginge, dann würde das gesamte Land bis zur Jahrhundertwende in den Fluten verschwinden. Rette sich wer kann. …

Zum anderen könnte man ja einfach mal die Satellitendaten zurate ziehen und nachschauen, wie viel kostbares Land denn eigentlich jedes Jahr so in den Meeresfluten versinkt. Genau dies haben 2008 Wissenschaftler vom Center for Environment and Geographic Information Services (CEGIS) in der Hauptstadt Dhaka bereits getan. Hierzu werteten sie Satellitenbilder der letzten 32 Jahre aus. Zu ihrer Überraschung fanden sie, daß Bangladeschs Fläche in dieser Zeit im Durchschnitt um 20 Quadratkilometer pro Jahr angewachsen ist.»3 (kalte Sonne)

Der IPCC prophezeit eine Katastrophe nach der anderen, die nicht nur ausbleibt, sondern sogar von der Tendenz her in genau falsche Richtung ging. Schlimmer können verkehrte Vorhersagen gar nicht sein. Wieso? Weil es um viel Geld geht. Das Geschäft mit der Umweltangst lohnt sich genauso wie das feministische Schmutzgeschäft mit dem Beschuldigen einheimischer Männer, der Einbildung, benachteiligt zu sein, die Zerstörung unsrer Kultur, der profitable Entzug von Kindern, um Unterhalt und Alimente zu kassieren. All das sind schädliche Auswüchse des Sozialstaates, die nicht nur ruinieren, sondern das Schlimmste im Menschen hervorbringen, aus gutmütigen Menschen gehässige Ausbeuter und fanatische Eiferer machen, die sich in ihrem Wahn auch noch einbilden, etwas gutes zu tun, wenn sie andere ausbeuten, quälen, kaputtmachen. Wie feministische Druckgruppen, nach deren Muster inzwischen viele Minderheiten geschaffen und organisiert wurden, arbeiten auch Umweltideologen mit ähnlicher Methodik. Hysterie und weltfremde Utopien haben sie gemeinsam, ebenso ihr Wirkprinzip mit irrationalen Ängsten, Leidensdruck und Wut.

‚Aber lieber Jan’, höre ich rufen, ‚du kannst doch nicht leugnen, daß die Südseeatolle untergehen’? Danke für das Stichwort! Damit sind wir bei der Klimakatastrophe von 2007 und 2009 angelangt.

2007 gingen dann Südseeatolle und Pazifikinseln unter. Das dauerte eine Weile, denn 2009 versanken sie immer noch.

Darf ich einmal ein ganz albernes Märchen erzählen, was nämlich unsre noch nicht hysterischen Vorfahren im 19. Jahrhundert einst dachten? Da kommt ihr nie drauf! In einem alten Buch, gedruckt in schön geschwungenen Schnörkeln Fraktur, las ich folgendes: „Südseeatolle versinken nicht bei steigendem Meerespegel, sondern wachsen.” Das sind natürlich ganz böse Vorurteile unsrer Altvordern aus kolonialen Zeiten. Die hatten doch keine Ahnung damals! Wir klugen Revoluzzer sind sehr viel schlauer.

Na, so eine Überraschung! Da wären unsere überklugen Revoluzzer, Besserwisser und Kulturrevolutionäre ja nie draufgekommen! Aber zu Bismarcks Zeiten war es schon bekannt.

Lieber Jan, du kannst doch nicht leugnen, daß Tuvalu untergeht! Klimaleugner! Untergangsleugner! Leugner der Tatsache, daß Männer nicht diskriminiert werden, wohl aber Frauen. Eine junge Klimagöre wollte Leugner im Gefängnis sehen. Straftatbestand: Leugnung einer Lüge, die von der Politik vorgeschrieben wird.

Aber Jan, nicht ablenken. Wenn Tuvalu wächst, dann schrumpft wenigstens Kiribati!

Einzelfälle, lieber Jan, alles Einzelfälle!

«2018 aktualisierte Kench seine Forschung in „Nature Communications” unter Betrachtung von Luftbildern der 101 Inseln von Tuvalu. Zwischen 1971 und 2014 sei der Meeresspiegel in dieser Region mit rund 0,4 Millimetern pro Jahr zwar doppelt so schnell gestiegen wie im globalen Durchschnitt, zugleich habe die Landmasse der Inselnation aber um 2,9 Prozent (73,5 Hektar) zugenommen – wobei etwa drei Viertel der Inseln gewachsen, manche aber auch geschrumpft seien.»2 (salonkolumnisten)

Drei Viertel der Inseln sind gewachsen. Worum geht es folglich bei der Katastrophenangst? Na klar, um euer Geld! Euer Geld wollen sie euch aus der Tasche luchsen. Das ist alles. Feministen, Umwelthysteriker, Globalisierer, alle wollen sie euer Geld! Manche zusätzlich eure Töchter und junge Frauen, die sonst deine Freundin sein könnten.

«Der Untergang findet allerdings nur auf dem Papier statt.

Es gehört zum etablierten Prozedere internationaler Klimakonferenzen, daß die Präsidenten von Südsee-Inselstaaten wie Kiribati auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Heimat hinweisen und großformatige Umsiedlungen der Bevölkerung ins Spiel bringen. Das ist verständlich und nachvollziehbar, immerhin geht es um viel Geld: Ab 2020 soll die Weltgemeinschaft über den Grünen Klimafonds jährlich 100 Milliarden US-Dollar für die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels bereitstellen.» (salonkolumnisten, a.a.O.)

Tja, dann zahlt mal schön, nachdem ihr auf hysterischen Schwindel reingefallen seid! Genau wie die in BRD-West seit 1968 abgezockten Männer, die den Entzug ihrer Rechte, ihrer Kinder, das Aufhetzen von Frauen und Mädchen gegen einheimische Männer noch mit harter Arbeit, ihrem Vermögen und ihrer Zukunft bezahlen.

Oh, der selbsternannte ‚Weltklimarat’ IPCC hat sich in Bangla Desch und im Pazifik mit grotesk falschen Vorhersagen gleich doppelt blamiert! Na, ob er sich mit der Erwärmungshysterie vielleicht nochmals blamiert, wenn jetzt eine Abkühlung eintritt? Fortsetzung folgt!

2009 gab es nur noch 50 Tage Zeit, die Welt vor einer Katastrophe zu retten.

Unglaublich, daß wir überlebt haben. So viele Katastrophenängste, und immer noch keinen Herzinfarkt, und kein Psychiater, der sich kollektiver Hysterien annimmt. Es ist unbedingt wichtig, daß wir unsre Wirtschaft abwürgen, um die Welt zu retten, uns vor lauter Panik nicht mehr fortpflanzen, unsre eigenen Männer verdrängen, und ganz ganz furchtbar wichtig: Wir müssen HysterikerInnen ernst nehmen. Unbedingt. Unsre Selbstzerstörung hängt davon ab; sie könnte scheitern, wenn wir eines morgens mit klarem Kopf aufwachen und denken: „Was für ein Mist! Die spinnen doch. Verrückte Einbildung. Wir haben uns von HysterikerInnen belätschern lassen.”

Das darf auf keinen Fall geschehen. Sonst könnte es auch in künftigen Jahrhunderten noch europäische Ethnie und Zivilisation geben.

Fußnote

3 https://kaltesonne.de/bangladesch-und-die-pazifikinseln-wachsen-trotz-steigendem-meeresspiegel-klimamodellierer-benotigen-dringend-nachhilfe-in-geologie/

2 https://www.salonkolumnisten.com/mythenjagd-13-tuvalu-und-kiribati-versinken-im-meer/

1 https://cei.org/blog/wrong-again-50-years-failed-eco-pocalyptic-predictions

10 Kommentare

  1. Karin Pfeiffer

    Gut zu lesen, danke! Das zunehmende Tempo, mit der eine Kultur in den Abgrund der Irrationalität fährt, macht mir Angst. Seit mehr als zehn Jahren beobachte ich, wie viele Personen in meiner Umgebung Wetter und Tagestemperaturen nach der Propaganda deuten und nicht nach dem eigenen sinnlichen Empfinden. Jedes Wettergeschehen wird als katastrophal betrachtet, die Sonne sei eigenartig heiß, Starkregen eine neue Erscheinung, Trockenheit noch nie dagewesen. Die dazwischen lange andauernden Phasen von Nässe und Kälte werden nicht registriert und sofort vergessen. Wettervorhersagen sind völlig abgedreht, gemeldet werden ständig viel zu hohe Temperaturwerte. Aber genau diese extremen Vorhersagen prägen sich ein: die Menschen bilden sich ein, was sie hören und blenden aus, was sie erleben. Selbst bei kühlen Temperaturen sieht man leicht angezogene Radfahrer, schließlich haben wir ja eine „Klimaerwärmung“.
    Ich habe längst resigniert. Mein Freundeskreis ist leicht geschrumpft, weil ich mit militanten Weltverbesserern nichts anfangen kann. Es ist sinnlos, mit solchen Personen zu verkehren, es macht nur traurig und wütend. Die westliche Welt driftet aufgrund von Wahrnehmungsstörungen und Denkschwäche in den Wahnsinn. Wir erleben den Untergang einer großen Kultur. Das Männerbashing ist ebenfalls furchtbar traurig. Die Frauengestalten in der Politik sind eine Zumutung.

    • Jan

      Dem stimme ich zu. Danke, es tut gut zu lesen, daß es anderen auch so geht.Lähmend ist emotionaler Druck auf Andersdenkende seit den 1970er Jahren, als bereits jeder Student, der nicht links und feministisch dachte, als wahlweise „geistig zurückgeblieben“ oder „böser Feind und Unterdrücker“ eingestuft wurde. Meine Bücher wurden seit den 1980er Jahren ignoriert, verlacht und angefeindet. Seitdem entwickelte sich eine zunehmend stärkere Wahrnehmungsschwäche und krasses Empathieversagen gegenüber einheimischen Männern, das ich in Quellen bereits 1968 nachgewiesen habe.

      Obwohl sie schon seit den 1990ern latent wirkt, kocht nun seit zehn Jahren die Klimahysterie zunehmend hoch.

      Wichtig wäre, mit Büchern endlich den Durchbruch zu schaffen, die das verdrängte bewußt machen. Mein neuestes Buch „Kurzes“ habe ich nochmals erweitert und bearbeitet; es beginnt jetzt mit dem Thema Klimahysterie.

      Kurzes:
      http://www.lulu.com/shop/jan-deichmohle/kurzes/paperback/product-24233210.html

      Ich habe auch eine Farbversion des Buches, aber seit ich bei ePubli ohne Angabe von Gründen gelöscht und so zensiert wurde, finde ich leider keinen kostengünstigen Anbieter für Farbdruck mehr:
      https://publish.bookmundo.de/shop/index.php/catalog/product/view/id/459180/s/kurzes-aufsatze-und-kapitel-zu-verschiedenen-themen-209808-publish-bookmundo-de/

      • Karin Pfeiffer

        Hallo, Herr Deichmohle,
        In den 70ern des vergangenen Jahrhunderts habe ich an einer Hochschule in Köln studiert. Weltanschauliche Diskussionen waren zwar hitzig, aber vergleichsweise offen und fair. Keine offene Feindseligkeit, kein Nachtreten, keine verbalen Totschlagkeulen wie heute. Aber das ist meine beschränkte Erfahrung, andere mögen es anders erlebt haben. Möglicherweise aufgrund meines vorgerückten Alters bin ich nicht mehr bereit, meine noch verbleibende Lebenszeit an dumme Personen zu verschwenden. Und so haben sich einige Wege getrennt. Es mag politisch nicht korrekt sein, aber wer diesen Greta-Irrsinn unhinterfragt schluckt, der ist in meinen Augen ein „educated fool“.
        Männerfeindlichkeit habe ich damals auch nicht wahrgenommen, wiewohl die kämpferische Weiberwirtschaft und die kreischenden Emanzen rund um die Zeitschrift „Emma“ bereits aktiv waren. Daß der militante Feminismus später einmal Schneisen des Irrsinns zwischen die Geschlechter treiben würde, habe ich mir damals nicht ausmalen können. Zur Installierung einer politischen „Weiberwirtschaft“ habe ich meine eigenen Ansichten. Die sind alles andere als zeitgeistkonform. Ich bin selbst eine Frau. Irgendwo habe ich mal einen schönen Spruch gelesen, sinngemäß so: „Blühe Blume, wo du gesät.“
        Wehret den Anfängen, so die kluge Warnung. Wenn Protagonisten einer neuen Idee es schaffen, die Bewegung mit kommerziellen Mitteln auszustatten, entstehen Arbeitsplätze. Das ist der Grundstock für kommerzielles Wachstum. Durchwuchert das kommerzielle Geflecht erst einmal weite Bereite der Gesellschaft, so wird selbst die dümmste Idee ihr selbstzerstörerisches Potential entfalten können, und niemand besitzt die Macht, diesen Selbstläufer zu stoppen. Zu große Personenkreise haben ein wirtschaftliches Interesse, daß das Gebilde bestehen bleibt! Man muß befürchten, daß die Klimakirche diesen Status bereits erreicht hat. Ein Kind, zumal ein krankes, wird als Symbolfigur auf den Schild gehoben, gehuldigt wie eine Heilige! Und niemand scheint zu merken, wie krank eine Gesellschaft sein muß, in der solches geschehen kann! Es ist eine Verhöhnung der menschlichen Vernunft und schlicht unerträglich. Die gehässigen Kommentare und ungerechtfertigten ad-personam-Angriffe sind offensichtlich Ausdruck einer ohnmächtigen Wut in Teilen der Gesellschaft.
        Das Nichternstnehmen der lächerlichen Anfänge der Klimabewegung ist der Sündenfall, welcher den machtbewußten Betreibern ermöglicht hat, mit einer Fakewissenschaft vom anthropogenen Klimawandel das Denken und Handeln eines Gemeinwesens zu besetzen. Die „Klimakirche“ hat ihre Agenda strategisch geschickt vorangetrieben, und nun feiert man den Erfolg. Chapeau! Reden ohne Denken – genau dies findet statt, wenn über das „Klima“ geredet wird. Die Herrschaft der Worte, und nur wenige haben etwas aus der Lektüre 1984 gelernt. Jeder, der sich als gebildet präsentieren will, führt dieses Leerwort im Munde. Sogar jene, die eine anthropogene Ursache anzweifeln. Kaum jemand kommt auf die Idee zu fragen, ob es denn wirklich eine „Erwärmung“ gibt. Was unser Wetter betrifft, so könnte ich persönlich nicht sagen, daß es wärmer geworden wäre. Aber in meiner Umgebung glauben das alle. Sie leiden unter enormer Vergeßlichkeit, was das Wetter betrifft. Nach zwei heißen Sommertagen kriecht wieder das Hitzetotgespenst aus den Löchern. Wem noch ein Rest Hirn zwischen den Ohren geblieben ist, wird jedoch erkennen: Weather as usual.
        Ehe wir etwas reparieren wollen, müssen wir doch erst einmal feststellen, ob es überhaupt kaputt ist. Aber nein, man zäumt das Pferd vom Schwanz her auf. Man setzt die „Erwärmung“ voraus. Ich befürchte, daran werden auch aufklärende Schriften nicht viel ändern. Kleine Bemerkung zum Abschluß: Mein gesellschaftspolitisches Weckerlebnis die sogenannte Rechtschreibreform. Jahrelang habe ich mit engagierten Sachargumenten für die Beibehaltung der klassischen Schreibweisen „gekämpft“, mußte aber erkennen, daß hinter den Pseudosprachwissenschaftlern eine politische Agenda stand. Die Parallelen zur „Rettung des Klimas“ sind verblüffend! Gegen politisierte Strategen, die aus Geltungssucht und Machtstreben ein kommerzielles Unternehmen aufgebaut haben, ist nicht anzukommen.
        Ich bin also durchaus pessimistisch, was den Fortgang der traurigen Sache betrifft.

        • Jan

          Ihren Ausführungen stimme ich überwiegend zu. Zur Rechtschreibreform schrieb die FAZ damals noch hellsichtig, die Dummheit von Argumenten und Vorgehen der Regierung löste die Befürchtung aus, wir würden auf anderen Gebieten ähnlich dumm regiert. Ähnliches hörte ich von Mathematikprofessoren um 1980. Die sagten, wann immer es um ihr Fach gehen, seien Presseartikel so haarsträubend schlecht, daß zu befürchten sei, auch bei anderen Themen werde genauso schlecht berichtet. Als Schriftsteller habe ich gegen die Schlechtschreibdeform gekämpft und die klassische Schreibung beibehalten.

          Jedoch waren Männerfeindlichkeit und Feminismus bereits in den 1970ern so kraß wie heute. Als jugendlicher Mann habe ich das erlebt. Erin Pizzey, die Erfinderin der „Frauenhäuser“, deren Idee vom Feminismus gekapert und verdreht wurde, hatte bereits früh erkannt, daß der Bedarf für „Männerhäuser“ mindestens genauso groß war (wenn nicht größer), die Mehrzahl der Frauen dort selbst gewalttätig. Deshalb fiel sie bei Feministinnen in Ungnade. Sie beobachtete, daß bereits in den 1970er Jahren überall in Redaktionen eine Generation radikal feministischer Frauen saß, die Andersdenken unterdrückten. Schon 1968 konnte ein Professor Goldberg von der New Yorker Universität sein Buch über interkulturelle Universalität von Geschlechterrollen, für die er weltweit Kulturen verglichen hatte, fast nicht veröffentlichen, weil es Feministen unbequem war und daher eine Rekordzahl Ablehnungen erhielt. 1971 erschien mit viel Mühe gerade noch eben Esther Vilars „Der dressierte Mann“; sie schrieb, alle deutschsprachigen Verlage außer einem hätten es schon abgelehnt gehabt, bis der letzte es veröffentlichte. Später wurde Esther Vilar von vier Feministinnen auf der Damentoilette zusammengeschlagen, mitsamt ihrem Kind bedroht, und mußte emigrieren. (Nebenbei: Weil ich über die feministische Gewalt gegen Esther Vilar sprach, wurde ich dieses Jahr eines Festivals verwiesen. Heute gilt es mancherorts schon als politisch inkorrekt, diese Tatsache nur öffentlich auszusprechen.)

          Solcher Gesinnungsdruck war schon in den 1970er Jahren an Universitäten der BRD-West zu spüren. Meine Bücher weisen das ab 1968 als massiven Druck nach. Schon die 1. Welle glänzte vor dem 1. Weltkrieg nicht nur mit Gewalt bis zu terroristischen Anschlägen, sondern auch mit Intoleranz, massivem Druck auf Herausgeber, ihnen ungenehme Sichten (Andersdenkender) nicht zu veröffentlichen, wobei ausdrücklich von „Aposteln des Feminismus, männlich wie weiblich“ gesprochen wurde. (Ernest Bax, 1913) Die Parallelen sind auch hierbei verblüffend. Die Methode politischer Hysterie war Markenzeichen bereits der 1. Welle und wurde damals in der Gesellschaft salonfähig gemacht und sodann verankert. Seitdem wird politische Hysterie von den verschiedensten Extremismen und Strömungen benutzt.

          Weltanschaulich offene Debatten waren bereits in den 1970er Jahren unmöglich. An der ANTIFA-Hochburg von heute gaben ähnlich aussehende „schwarze Blöcke“ und „Autonome“ den Ton an. Mir gegenüber gaben Linke in den 1970ern an, sie würden nachts in einer dunklen Straße Burschenschaftler zusammenschlagen. So wie heute die AfD angefeindet wurde, wurde damals der RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten, damalige CDU-Studentenorganisation) angefeindet. Wer nicht links und feministisch war, wurde als Student schon beim Betreten der Cafeteria in Vorlesungspausen argwöhnisch angeschaut wie wohl heute jemand mit blauem AfD-Wimpel. Als ich auf Widersprüche in feministischem Denken hinwies, wurde ich entsetzt angestarrt wie ein zurückgebliebener bürgerlicher Dorfdepp, der es eben immer noch nicht kapiert habe. Das war vor 1980! Man besprach den berüchtigten Mescalero-Artikel, der „klammheimliche Freude“ über RAF-Morde ausdrückte. Wer nicht links war, war isoliert, und Debatten fanden von vornherein in linken Kreisen statt. Es gab Streit, ja, aber nur zwischen KB (Kommunistischer Bund) und KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland, Maoisten, die Pol Pot unterstützten), anderen linksextremen Gruppierungen und als bürgerlicher Rand „UFO“ (Unabhängige Fachschaft ???, unpolitisch oder undogmatisch). Die UFOs wurden gerade eben so noch toleriert, aber immer noch als „bürgerlich“ verschrien, wogegen der RCDS (CDU) als Feind erbittert bekämpft wurde.

          Überall feministische Veranstaltungen, aber nirgendswo auch nur eine einzige feminismuskritische. Sowas gab es schon in den 1970er Jahren nicht, obwohl damals eine schweigende Mehrheit Frauen ebenso dagegen war wie bei früheren Wellen.

          „Weltanschauliche Diskussionen waren zwar hitzig, aber vergleichsweise offen und fair.“

          Dem muß ich aus eigener Erfahrung klar widersprechen. Weltanschauliche Diskussionen gab es nur unter Linken und Feministen. Andere gab es überhaupt nicht, waren nicht existent. Kein einziges Medium berichtete über sie, keine einzige Veranstaltung hatten sie. Man kannte gar niemanden, der auch gegen feministische Ideologie war und war daher auf sich allein gestellt. „Offene“ Diskussion ist also eine so falsche Vorstellung, wie etwas nur falsch sein kann. Fair ist daran auch nichts. Das Tabu wirkt bis heute. Nur wer nicht gegen das Tabu verstoßen hat, kann die 1970er Jahre für fair halten und dann irrtümlich annehmen, die später bemerkte Einseitigkeit sei neu. Nein, vorher haben viele es nur nicht gemerkt, weil sie selbst nicht betroffen waren, nicht mit Feminismuskritik aneckten, und sich dann später wunderten, als die gleichen, vom Feminismus aufgebrachten Methoden, später auch bei anderen Themenbereichen eingesetzt wurden.

          „Keine offene Feindseligkeit, kein Nachtreten“

          Oh! Ich kann es bezeugen! Wenn linke Studenten sogar damit angeben, gern mal ohne Zeugen nachts im Dunkeln einen Burschenschaftler zusammenzuschlagen, dessen einziges „Vergehen“ sein soll, einer Burschenschaft anzugehören, soll das keine offene Feindseligkeit sein? Oder das Anfeinden von Männern? Ein Mitstudent von mir wurde mit Buttersäure besprüht, als Feministinnen in den 1970er Jahren gegen „Anmache“ protestierten. Das in einer linken Kneipe (Theaterkeller), wohin damals Studenten gingen, um sich kennenzulernen. Was sollen Studenten denn tun, um ein Mädchen kennenzulernen? Sie haben doch keine andere Möglichkeit, als zu versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wenn dann jemand eine harmlose Frage stellt, um ein Gespräch anzuknüpfen, oder nur zufällig gerade das Pech hat, zur falschen Zeit im Theaterkeller zu sein, kam dann eine feministische Emanze mit Buttersäure. In der Stadt hingen übrigens zeitgleich EMMA-Plakate „Vor Männern kann man sich schützen. Immer mehr Frauen benutzen sie nicht“.

          Und was das Nachtreten angeht … das Anfeinden von Männern geschah schon damals systematisch. Wenn dann Gerüchte umlaufen, jemand sei ein „Chauvi“, weil er die „falsche Meinung hat“, oder ein „Spitzel“ – mich hat mal jemand offen gefragt, ob ich ein Spitzel sei -, dann läuft das Gerücht in der kleinen Studentenstadt um, und der Betroffene ist erledigt, so wie bei heutigen #MeToo-Kampagnen von Feministinnen. Das lief Ende der 1970er schon genauso, und ich habe es erlebt. Ich habe es dokumentiert. Aber gelesen werden die Bücher heute immer noch nicht.

          • Karin Pfeiffer

            Hallo, Herr Deichmohle,
            danke für die lange Replik . Ich schrieb ja, daß ich selbst es so erlebt habe, und offensichtlich befand ich mich am Rande des Treibens. Dennoch beobachte ich heute eine deutliche Zunahme der Intoleranz und der verbalen Gewalt gegen mißliebige, vornehmlich konservative Meinungen. Wenn vormals die Feindseligkeit gegen Andersdenkende hauptsächlich auf dem Campus ausgelebt wurde, so ist nun die gesamte Gesellschaft infiziert, und die Medien geben den Takt an.

          • Jan

            Hallo Frau Pfeiffer,
            das ist richtig, jetzt ist die gesamte Gesellschaft erfaßt worden. Studentenstädte und einige Zentren waren seit 1968 ein heißes Pflaster. Zugenommen hat sowohl die Breitenwirkung von Hysterien als auch die Anzahl der Tabuthemen. Mediale Umerziehung nimmt ebenfalls an Schärfe zu.

  2. n0by

    Es bleibt nur zu hoffen, dass Jan für seine fundierten, sachlichen Arbeiten bald die kommerzielle Anerkennung bekommt, die andere längst für weitaus weniger einsacken.
    https://www.nzz.ch/feuilleton/norbert-bolz-greta-thunbergs-mission-ld.1504962
    Bolz schreibt aber auch klasse!

    • Jan

      Der Artikel von Bolz hat mich inhaltlich enttäuscht. So wichtig und gut es ist, die Irrationalität anzusprechen, bleiben die Erklärungsmuster sehr oberflächlich psychologisierend. Strukturelle Zusammenhänge werden nicht erkannt, sondern vernebelt.

  3. n0by

    Wieder eine dieser fantastischen, fundierten Fleißarbeiten vom lieben, gelehrten Jan die begeistert, fort vom falsch fanatischen Feeling Nazifeminisierter mißbräuchlicher Macht. Danke Jan!
    https://n0by.blogspot.com/2019/09/rotgruner-nazifeminismus-gegen-gewitzte.html

    • Jan

      Oh, da macht jemand mit geschickter Schmeichelei Werbung für sich selbst. Wünschenswert wäre, wenn etwas wirrer Zynismus überwunden würde, damit aus sonst guten Gedanken ein Edelstein geschliffen werden kann. Das erfordert beharrliche Arbeit.

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