Denker und Dichter

Schlagwort: Gesinnungsverlage

Zwei Bücher sind gewachsen

Zwei Bücher sind gewachsen

Meine Bücher wachsen. Bald werden sie erwachsen sein und sich flügge machen. Spaß beiseite. Mein Buch über den Klimawahn hat sich gemausert. Es hat einen Umfang angenommen, bei dem Druckkosten, Vielfalt des Inhalts und Lesezeit an Grenzen stoßen. Holt euch das Buch und lest es!

Auch einige bezaubernde Geistesblitze aus deutschsprachigen Verlagen sind eingetroffen.

«Absender: <███@buechergilde.██>
An: <deichmohle@███>
Datum: 05 Nov 2019 14:26:59 +0100

Darüber hinaus müssen wir immer im Auge behalten, alle thematischen Be­rei­che, sowohl in der Belletristik als auch im Sachbuch, abzudecken um dem Großteil unserer Mitglieder gerecht zu werden.»

Die Büchergilde ist unter die Logiklehrer gegangen. Um alle the­ma­ti­schen Bereiche abzudecken und einem Großteil der Mitglieder gerecht zu wer­den, lehnt sie Deichmohle mit seinen Themen Klimapanikskepsis, Fe­mi­nis­mus­kri­tik und Mi­gra­ti­ons­kri­tik ab. Logisch, nicht? So werden die aus­ge­grenz­ten Tabuthemen abgedeckt: durch Nichtveröffentlichung.

«Absender: <███@rosenheimer.██>
An: <deichmohle@███>
Datum:Do, 07 Nov 2019 08:29:45 +0100

Betreff: AW: Kurz, brisant und knackig

… Unser Verlag veröffentlicht im Wesentlichen Bildbände, Hei­mat­ro­ma­ne, Frauenschicksale, … Deshalb kann ich Ihnen kein positives Signal senden und bitte um Verständnis für diese Entscheidung.»

Der Verlag weiß, daß „im wesentlichen” ein Substantiv ist, das Groß­schrei­bung rechtfertigt. Vermutlich steckt in dem Wesentlichen etwas drin, oder die Bücher werden im Körperinneren veröffentlicht.

Der Rosenheimer Verlag bittet um Verständnis für seine Ablehnung. Weil er Frauenschicksale veröffentlicht, ist ihm natürlich absolut nicht zu­zu­mu­ten, Männerschicksale zu veröffentlichen! Das geht gar nicht! Wie kom­men Deichmohle oder männliche Verlierer nur auf eine so schräge Idee? Man ver­öf­fent­licht einfach keine Männerschicksale! Das ist Frauen vorbehalten! Ba­sta! Was für ein Kretin und Dummkopf ist Deichmohle, wenn er das im­mer noch nicht gemerkt hat?! Dieser Welt sind einheimische männliche Ver­lie­rer scheiß­egal. Und nun sollen wir brav verrecken und nicht länger nerven.

Klimaangst und anderer Unfug

Neubeginn unsrer Kultur” ist dagegen um Kapitel über Probleme der Gesellschaft im Spiegel von Chanson und Schlager, sowie Dokumentation von Häme seitens Empathiegestörter gewachsen. Brecht die Mauer bornierten Desinteresses, kauft und lest!

Ein Verlag tritt nach – wie Verlage mit politischen Dissidenten umgehen

Ein Verlag tritt nach – wie Verlage mit politischen Dissidenten umgehen

Zur Liste ging eine Zuschrift ein, die hervorragend das pathologische Empathieversagen gegenüber einheimischen männlichen Verlierern vorführt, das zum Grundzug der feministischen Ära geworden ist.

„Mit Enttäuschung musste ich lesen, dass der Verlag, in dem ich arbeite, Sie auch abgelehnt hat, wir aber nicht aufgeführt sind. Dabei haben wir Ihre lächerlich kruden Weisheiten immer noch zum Lachen an der Pinwand hängen. Wären Sie daher so freundlich und würden Ihre Liste erweitern?” (Alexander Schulz, offenbar Gmeiner Verlag)

„und weiterhin viel Erfolg bei der Suche” fuhr er fort, wobei nicht die Verlagssuche, sondern das geschilderte Abblitzen männlicher Verlierer gemeint war.

Zynischer geht es nicht mehr: sie lachen kollektiv Verlierer aus, die solche Gehässigkeit erst hervorgebracht hat. Dabei kommen sie sich noch überlegen vor, vermutlich sogar ‚moralisch’. Es ist eine Perversion, die nur mit dem Faschismus verglichen werden kann, als antisemitischer Haß nach genau gleichem logischen Muster funktionierte: Man macht mißliebige Menschen kaputt und weidet sich dann an ihrem Zustand. Solche Zyniker sind die Faschisten von heute.

Alexander Schulz hat ganz nebenbei noch den Denkfehler begangen, Einsende- und Kontaktverbote mit Manuskriptabsagen zu verwechseln. Wer begeht den Zynismus, Verlierer erst durch Abweisung zu schaffen und danach zu verspotten?

Aber haben wir den richtigen, denn es könnte ja Namensvetter bei anderen Verlagen geben?

Es wäre sehr unwahrscheinlich, daß mehrere Verlage in örtlicher Nähe zum kleinen Ort Albstadt einen Mitarbeiter namens Alexander Schulz haben.

In Meßkirch residiert der Gmeiner Verlag.

Was tut dieser Gutmensch mit dem Zynismus eines KZ-Wächters im Gmeiner Verlag?

Oh, der Zyniker hat den Bereich Vermarktung (denglisch: Marketing) der Sparten Spannung und Kultur übernommen. Na, das ist ja spannend und kultiviert: Kultiviert wie ein zynischer KZ-Wächter, nämlich gänzlich empathiebefreit, bar jeglichen Rests an Fähigkeit zum Mitfühlen oder gar menschlichen Anstands. Spannend ist auch der Vermarktungs-GAU, den solches Verhalten bedeutet: Erst ein Verlag, der intern abgelehnte Verlierer und Autoren an der Pinwand verhöhnt und auslacht, sodann ein Vertriebler, der das Ansehen des Verlages mit zynischen Kommentaren beschädigt.

Das verlagsinterne Verhalten ist kein Einzelfall: Der Blaulicht Verlag hatte mich öffentlich mit lächerlichen persönlichen Ausfällen untersten Niveaus (Stichwort: „Sie haben wohl einen kleinen Penis?”) beleidigt und angegriffen, was in das verrissene Buch „Nein!” als Kapitel mit einer Analyse der Diffamierungsmethode eingefügt worden ist. So werde ich es mit allen Büchern tun: Jede beschämende Ausfälligkeit, mit der psychopathische, gegenüber einheimischen männlichen Verlierern empathieunfähige Zyniker, die ihre Macht sadistisch mißbrauchen, meine Bücher oder mich angreifen, wird dokumentiert, analysiert und in genau dem Buch vorgestellt werden, das sie so ins lächerliche ziehen wollten. Wenn das Buch schon im Druck ist, so geschieht das in der nächsten Ausgabe. Nicht ich werde kapitulieren, sondern die linksfeministischen Psychofaschisten werden bedingungslos kapitulieren müssen wie damals die Nazis.

Übrigens ist für Feministen das private immer politisch, wenn sie etwas zu meckern haben, unsere Kultur kaputtmachen wollen. Versucht aber jemand, ihre Sicht- und Handlungsweise zu kritisieren, so soll es sich um Privatsache handeln, die niemanden etwas angehe, für die Betroffene verhöhnt und öffentlich ausgelacht werden. Umgekehrt wäre es richtig gewesen: Feministen hatten nachweisbar oft persönliche Ursachen, die sie einem frei erfundenen ‚Patriarchat’ unterschoben – siehe meine Sachbücher „Flaschenpost in die Zukunft ” (vor allem Band 2). Kritiker jedoch haben mit den Folgen zu tun, die feministische Politik bei Verhalten und Mentalität der von ihnen massiv gegenderten und indoktrinierten Generationen ausgelöst hat. Umgekehrt wird ein Schuh draus!

Die Unfähigkeit zur Empathie für männliche Verlierer ist das Grundproblem und der Kardinalschaden dieser Epoche.

Wie sich Gesinnungsmedien und Verlage mit Empathieversagen und Haß blamiert haben

Wie sich Gesinnungsmedien und Verlage mit Empathieversagen und Haß blamiert haben

Seit den 1980ern wa­ren Le­ser be­gei­stert, die in mei­nen Bü­chern die ein­zi­ge Stim­me der Wahr­heit ih­rer von Ide­o­lo­gie ge­präg­ten Zeit bei den be­han­del­ten The­men und ei­nen gei­sti­gen Durch­bruch sahen.

 

«Dei­ne Aus­füh­run­gen tref­fen den Na­gel zu 100% auf den Kopf. Ich ha­be ge­nau das­sel­be er­lebt wie du (bin Jahr­gang 1960) und bin hoch er­freut, daß end­lich je­mand den Mut hat, die Er­fah­run­gen der letz­ten Jahr­zehn­te of­fen aus­zu­spre­chen. Ein­schließ­lich der Rol­len, wel­che die so­ge­nann­ten ‚Flücht­lin­ge’ in dem Sze­na­rio spie­len. MfG Pe­ter» (Pe­ter, 8 / 2017)

«100% rich­tig al­les. Das könn­te 1 zu 1 von mir sein, exakt mei­ne Er­kennt­nis­se ge­trof­fen. Dan­ke!» (Ke­vin, 8 / 2017)

«Hal­lo Herr Deich­moh­le,

sie sind der Ein­zi­ge auf wei­ter Flur (ein Ru­fer in der Wü­ste), der die Wahr­heit aus­spricht. Ich ha­be schon mehr­mals gleich­al­tri­ge (um 50 J.) Frau­en nicht be­kom­men, weil sie viel jün­ge­re Aus­län­der hat­ten. Was Sie schrei­ben, ist ent­we­der ein Ta­bu oder wird ins Lä­cher­li­che ge­zo­gen.» (Ro­ki­24, 19.10. 2017, 7:24)

Zu­wei­len trafen net­te und be­stä­ti­gen­de Ab­sa­gen ein zwi­schen bös­ar­ti­gen und sol­len hier ge­nau­so do­ku­men­tiert wer­den; so gut ge­meint sie wa­ren, nützt mir nur der Er­folg. Es ist wie bei Frau­en: Es hilft nicht, mich ‚ganz nett’ zu fin­den. Fort­le­ben tut der, der ihr Kin­der zeugt. Al­les an­de­re ist ei­ne mo­men­ta­ne Fluk­tu­a­ti­on, von der nichts in der Welt ver­bleibt. So wie bei Frau­en nur Zeu­gung zählt, so bei Ver­la­gen nur ein er­folg­reich ver­öf­fent­lich­tes Buch. Für net­te Sät­ze kann ich mir nichts kau­fen; sie ver­hal­len, hin­ter­las­sen kei­ne blei­ben­den Spu­ren auf der Er­de.

«Ge­sen­det: Sonn­tag, 22. Ok­to­ber 2017 um 18:10 Uhr
Von: „███-Ver­lag” <in­fo@███.de>
Be­treff: AW: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch
Sehr ge­ehr­ter Deich­moh­le,

vie­len Dank für die Zu­sen­dung Ih­res Ma­nu­skripts. Sie lie­gen mit vie­len The­sen in den Bü­chern, die Sie uns bis­lang an­ge­bo­ten ha­ben, si­cher­lich nicht falsch. Aber un­ab­hän­gig da­von muß ich Ih­nen lei­der für al­le ab­sa­gen. Da­mit ist aber kein Qua­li­täts­ur­teil ver­bun­den. Pro­gram­ma­ti­sche und Mar­ke­ting be­zo­ge­ne Über­le­gun­gen spie­len bei ei­nem Ver­lag na­tür­lich auch ei­ne Rol­le.

Wir wün­schen Ih­nen, daß Sie bei ei­nem an­de­ren Ver­lag Er­folg ha­ben.

Al­les Gu­te da­für wünscht Ih­nen ver­bun­den
mit so­li­da­ri­schen Grü­ßen»

Jetzt folgt die Pa­ra­de der Emp­a­thie­ver­sa­ger, die sich durch un­über­leg­te und vor­ei­li­ge Ant­wor­ten ei­ne Blö­ße ga­ben. Dies sind kei­ne Ein­zel­fäl­le; die mei­sten Zeit­ge­nos­sen sind bei die­sem Ta­bu­the­ma … blockiert… Vie­le Ver­le­ger ver­steck­ten sich hin­ter Flos­keln; ih­re Ge­dan­ken ent­spre­chen ge­nau dem, was ich hier do­ku­men­tie­re. Glei­ches gilt für Le­ser: … Dies ist ei­ne be­rech­tig­te und not­wen­di­ge Pu­bli­kums­be­schimp­fung.

«Von: ███ <███@brendle-verlag.██>
An: ‚Jan Deich­moh­le‘
Ge­sen­det: Don­ners­tag, 19. Ok­to­ber 2017, 12:23:48 MESZ
Be­treff: AW: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

ein männ­li­cher Ver­lie­rer soll­te sich an männ­li­che Ge­win­ner oder was auch im­mer wen­den, nicht an ei­ne eman­zi­pier­te Frau. Ver­scho­nen Sie mich al­so mit wei­te­ren An­fra­gen.

Mit freund­li­chen Grüßen
███»

Hier er­hal­ten wir es schwarz auf weiß be­kräf­tigt: ei­ne eman­zi­pier­te Frau (oder ei­ne Fe­mi­ni­stin) ver­ur­sacht zwar gern männ­li­che Ver­lie­rer, über­nimmt aber kei­ner­lei Ver­ant­wor­tung für ihr Tun und ist voll­stän­dig emp­athie­los, un­fä­hig zu An­teil­nah­me, Mit­füh­len oder mensch­li­chem An­stand. Sie wim­melt aus Über­zeu­gung und mit Ab­sicht die Schlüs­sel­bü­cher je­ner ab, die sie im Le­ben da­mit be­reits ge­schä­digt hat. Weh­lei­dig klagt sie über die ‚Be­lä­sti­gung’, mit den Fol­gen ih­res Tuns kon­fron­tiert zu wer­den, wo­von sie ‚ver­schont’ wer­den möch­te: Frau­en wer­den ge­schont, Män­ner zur Strecke ge­bracht – das be­deu­tet ‚Eman­zi­pa­ti­on’.

Männ­li­che Ver­lie­rer sind ihr schnurz­egal; sie will gar nicht dar­über nach­den­ken, an wen die­se sich wen­den könn­ten. Ge­ne­rell sol­len Frau­en nicht ein­mal dar­über nach­den­ken, was sie Män­nern an­tun. Al­len­falls männ­li­che Ge­win­ner soll es even­tu­ell in­ter­es­sie­ren – die­se wer­den al­ler­dings kaum mo­ti­viert sein, sich ih­ren Ge­win­ner­sta­tus von Ver­lie­rern neh­men zu las­sen; sie sind Nutz­nie­ßer und Ver­bün­de­te des fe­mi­ni­sti­schen Sta­tus Quo.

«Ge­sen­det: Mon­tag, 16. Ok­to­ber 2017 um 10:44 Uhr
Von: „bp.Ver­lag“ <bp.ver­lags­haus@███>
Be­treff: Re: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch

Dann hal­ten wir es lie­ber mit der Un­eh­ren­haf­tig­keit.

Vie­len Dank für Ihr er­neut ge­sand­tes Ma­nu­skript, für des­sen The­se sich in un­se­rem Ver­lag lei­der kein Platz fin­den läßt.

Be­ste Grü­ße
███» [Irr­tum: Ich sen­de kein Ma­nu­skript mehr­fach.]

Dem zeit­ge­nös­si­schen Vor­ur­teil wi­der­spre­chen­de The­sen fin­den kei­nen Platz im Ver­lag, sei­en sie noch so sorg­fäl­tig wis­sen­schaft­lich be­wie­sen, re­cher­chiert und im Le­ben nach­ge­wie­sen.

«Von: ███@bookspot.de
Ge­sen­det: Frei­tag, 20. Ok­to­ber 2017 09:16
An: Jan Deich­moh­le
Be­treff: Aw: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch

Ver­scho­nen Sie uns end­lich mit die­sem Schwach­sinn!»

Kor­rek­tur: Die Da­men, Her­ren oder sich ge­ra­de un­be­kannt Gen­dern­den sind zu schwa­chen Gei­stes und Sin­nes, um ein Buch ver­tra­gen zu kön­nen, das ihr Welt­bild er­schüt­tert. Wie ei­ne Schnee­flocke jam­mern sie nach Scho­nung, um sich Kon­fron­ta­ti­on mit der Re­a­li­tät und den Fol­gen ih­res Tuns zu er­spa­ren. Le­ser der Zu­kunft mö­gen ent­schei­den, auf wel­cher Sei­te der Schwach­sinn vor­liegt.

«Von: ███ <███@fmg.me­dia>
An: ‚Jan Deich­moh­le‘
Ge­sen­det: Frei­tag, 20. Ok­to­ber 2017, 08:26:24 MESZ
Be­treff: AW: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch
Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

bit­te neh­men Sie mich aus Ih­rem Ver­tei­ler und sen­den mir kei­ne Ma­nu­skrip­te mehr zu.

Ih­re Buch­kon­zep­te pas­sen the­ma­tisch nicht in un­se­rem1 Ver­lag und fin­den bei mir per­sön­lich in­halt­lich auch kei­ne Un­ter­stüt­zung.
Vie­len Dank und die be­sten Grü­ße»

Ra­di­kal­fe­mi­nis­mus wird seit Ge­ne­ra­ti­o­nen von ei­ner gro­ßen Zahl gro­ßer Ver­la­ge ver­legt; nach Ih­rer Ar­gu­men­ta­ti­on fin­det Ra­di­kal­fe­mi­nis­mus folg­lich „per­sön­lich in­halt­lich Un­ter­stüt­zung”. Kri­tik dar­an fin­det sol­che Un­ter­stüt­zung je­doch nicht. Dan­ke für die Auf­klä­rung. 😛

Von: ███ <███@rein­hardt.ch>
Ge­sen­det: Mon­tag, 23. Ok­to­ber 2017 15:48
Be­treff: Re: WG: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch
Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le

… Wir ha­ben auch das drit­te nun ge­prüft. Lei­der muss ich Ih­nen mit­tei­len, dass Sie in un­se­rem Ver­lag mit Ih­ren An­sich­ten falsch sind und wir kei­nes Ih­rer Bü­cher ver­öf­fent­li­chen möch­ten.

Bit­te se­hen Sie von wei­te­ren Ma­nu­skript­ein­sen­dun­gen ab.»

Es ist schon schlimm, wenn dis­kri­mi­nier­te Män­ner den Mund öff­nen, was sie evo­lu­ti­ons­bio­lo­gisch nicht tun dür­fen, fe­mi­ni­stisch noch we­ni­ger, und dann gar noch ‚fal­sche’ An­sich­ten ha­ben! Fal­sche An­sich­ten sind na­tür­lich ein zwin­gen­der Ab­leh­nungs­grund in ei­ner Ge­sin­nungs­dik­ta­tur. Wer Iro­nie fin­det, darf sie be­hal­ten.

«Ge­sen­det: Mon­tag, 23. Ok­to­ber 2017 um 14:37 Uhr
Von: ███ [Eire Ver­lag]
Be­treff: AW: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch

Herr Deich­mo­le.2

Ich ge­hö­re zu den Frau­en. Ihr Buch und ich pas­sen nicht zu­sam­men. Bit­te ver­zich­ten Sie auf wei­te­re An­fra­gen.»

Wenn Frau­en grund­sätz­lich je­de Kri­tik an den Fol­gen ih­rer Hand­lungs­wei­se ab­leh­nen, ist der Zu­stand to­ta­ler Se­lek­ti­ons­dik­ta­tur und gren­zen­lo­ser Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit er­reicht. Frau­en wol­len al­les al­lein ent­schei­den, mit den Fol­gen aber nicht kon­fron­tiert wer­den, un­ein­ge­schränkt un­ver­ant­wort­lich blei­ben. Das ist nicht nur in­fan­til; es ist ein kol­lek­ti­ver De­fekt, der je­de Ge­sell­schaft in den Zu­sam­men­bruch treibt. Sol­che un­ver­ant­wort­li­che Per­so­nen hät­ten nie­mals in Be­ruf oder Po­li­tik ge­las­sen wer­den dür­fen.

Wä­re es rich­tig, was die Da­me be­haup­tet: „Ich ge­hö­re zu den Frau­en. Ihr Buch und ich pas­sen nicht zu­sam­men.”, näm­lich daß The­ma und Buch von Frau­en ab­ge­lehnt wür­den, so wä­re das äu­ßerst pein­lich für das weib­li­che Ge­schlecht. Es han­delt sich näm­lich um mas­si­ven Macht­miß­brauch, zu­nächst bei der se­xu­ël­len Se­lek­ti­on, die vie­le in­tel­li­gen­te und ge­bil­de­te Män­ner dis­kri­mi­niert, so­dann, in­dem je­der Be­richt über die Fol­gen weib­li­chen Tuns un­ter­drückt wird.

Wer so ein­sei­tig, par­tei­ïsch, emo­ti­o­nal, frau­en­be­zo­gen, in­to­le­rant und ide­o­lo­gisch re­a­giert wie oben zi­tier­te Da­me, dis­qua­li­fi­ziert sich für al­le einst Män­nern über­tra­ge­ne Auf­ga­ben, jeg­li­che Tä­tig­keit, die Fol­gen für an­de­re hat. Dar­aus folgt, daß Fe­mi­ni­sten nie­mals auch nur ein fin­ger­breit hät­te nach­ge­ge­ben wer­den dür­fen. Es war ein schwe­rer, ver­häng­nis­vol­ler Feh­ler, sie zu eta­blie­ren, der un­se­re ge­sam­te Zi­vi­li­sa­ti­on ge­ra­de in den Zu­sam­men­bruch treibt.

«Ge­sen­det: Mon­tag, 23. Ok­to­ber 2017 um 09:21 Uhr
Von: „Lek­to­rat | ho­mun­cu­lus ver­lag“
Be­treff: Re: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch
Hal­lo Herr Deich­moh­le,

bit­te schicken Sie uns kei­ne wei­te­ren Ma­nu­skript­an­ge­bo­te. Dan­ke.»

Heu­te ver­brei­tet sich kol­lek­ti­ve Sip­pen­haft für Bü­cher: ‚Wenn ein Buch miß­fällt, wol­len wir von die­sem Au­tor nie ein Buch.’ Ein ha­bi­li­tier­ter The­o­lo­ge er­klär­te, so­gar die mit­tel­al­ter­li­che In­qui­si­ti­on ha­be nur ein­zel­ne Wer­ke ver­dammt, nicht aber an­de­re Wer­ke des­sel­ben Ver­fas­sers.3

«Von: mer­ve
Ge­sen­det: Mon­tag, 23. Ok­to­ber 2017 07:10
An: ‚Jan Deich­moh­le‘
Be­treff: AW: bri­san­tes The­ma – li­te­ra­ri­scher Durch­bruch
Gu­ten Mor­gen, Herr Deich­moh­le,

dan­ke für Ihr An­ge­bot. Wir ha­ben kein In­ter­es­se an ei­ner Pu­bli­ka­ti­on und bit­te4 Sie höf­lich, von wei­te­ren Ein­sen­dun­gen Ab­stand zu neh­men.

Mit freund­li­chen Grü­ßen»

Im Ge­gen­satz zum Mit­tel­al­ter ver­dam­men christ­li­che Ver­la­ge heu­te an­de­re Bü­cher ei­nes un­er­wünsch­ten Ver­fas­sers kol­lek­tiv:

«Neu­feld Ver­lag <███@neu­feld-ver­lag.██>
An: ‚Jan Deich­moh­le‘
30. Okt. um 10:00
Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­mo­le5,
wir bit­ten Sie von wei­te­ren An­fra­gen ab­zu­se­hen.
Stel­len Sie sich ei­ne Welt vor, in der je­der will­kom­men ist!
Vi­si­ten­kar­te Neu­feld Ver­lag»

Ein­hei­mi­sche und männ­li­che Ver­lie­rer sind ganz of­fen­sicht­lich so un­will­kom­men, daß ih­nen Ein­sen­dun­gen ver­bo­ten wer­den.

Es gab noch weitere ausfällige Absagen von Empathieversagern und Hassern zu meinem derzeit jüngsten Buch „Abgelehnt”. Alle sind in selbiges Buch aufgenommen und kommentiert worden.

«carow-verlag.de██
██.carow@carow-ver­lag.██
10.10.2017 um 14:12 Uhr …

Wenn Du für Dei­ne Mach­wer­ke, dei­ne weh­lei­di­gen Er­güs­se, kurz: Dei­ne Schwur­be­lei­en… Au­ßer­dem liegst Du völ­lig falsch, un­ter­drücken kann man nur et­was, was man hat. Aber wir *WOL­LEN* Dich nicht. Nie­mals. Nicht für al­les Geld der Welt. Ob­wohl, das wä­re lu­stig, die Er­lö­se aus Dei­nem, ver­dammt, mir fällt kei­ne far­bi­ge Me­tha­pher6 mehr ein, die nicht straf­recht­lich re­le­vant sein könn­te, in Frau­en-Pro­jek­te stecken, Du ar­mer, ar­mer un­ver­stan­de­ner, un­ter­drück­ter und zu kurz ge­kom­me­ner Mann.

Hier hast Du ei­nen Kullerkeks, der trö­stet und bleibt Dir hof­fent­lich nicht im Hal­se stecken. Denn das wür­de mir doch je­de Men­ge künf­ti­gen Spass7 rau­ben.

Hast Du ei­gent­lich ei­ne ro­te run­de Na­se?»

Das ist die Ge­häs­sig­keit, mit der Fe­mi­ni­sten bei­den Ge­schlechts seit min­de­stens 1968 An­ders­den­ken­de nie­der­ma­chen, sich an dem Leid er­göt­zen, das sie an­de­ren zu­fü­gen. Sie sind da­mit mo­ra­lisch von der glei­chen Ka­te­go­rie wie KZ-Wäch­ter, de­nen es Spaß macht, KZ-In­sas­sen zu quä­len, sich über de­ren Leid be­lu­sti­gen. Mit an­de­ren Wor­ten: C██ führt die see­li­sche Per­ver­si­on die­ser Epo­che vor, die Ver­kör­pe­rung mensch­li­cher Nie­der­tracht. C██ – of­fen­bar al­le bei­de – zei­gen sich als fe­mi­ni­sti­sche Fa­schi­sten, die sich an sa­di­sti­scher Ver­höh­nung de­rer er­göt­zen, die sie selbst nie­der­ge­macht ha­ben. Sie zei­gen das, was Fe­mi­nis­mus ist: ei­ne kol­lek­ti­ve Per­ver­si­on der Bös­ar­tig­keit statt an­teil­neh­men­der rei­fer Lie­be. Fe­mi­nis­mus ist ei­ne psy­chi­sche Krank­heit, frei­lich ei­ne kol­lek­ti­ve Mas­sen­psy­cho­se, die oben­drein po­li­ti­sch ist. Fe­mi­nis­mus ist die see­li­sche Pest, die ih­re Op­fer ver­gnügt ver­höhnt. Fe­mi­nis­mus ist Grau­sam­keit, Haß und Nie­der­tracht. Fe­mi­nis­mus ist gren­zen­lo­se mensch­li­che Ge­mein­heit. Fe­mi­nis­mus ist die see­li­sche Pest der Epo­che.

Dies war nur ein Auszug aus dem Kapitel über Verlagsabsagen zum Buche. Nun schaltet mal eure innere Blockade aus und kauft die Bücher! Daß meine Bücher und ich noch unbekannt sind, liegt daran, daß sie politisch inkorrekt sind, aus Gesinnungsgründen seit 30 Jahren unterdrückt werden. Doch gerade deswegen sind sie gut und interessant. Seid nicht so feige und undankbar, alles hier gratis abgreifen zu wollen, ohne den geringsten Gedanken an jene Schwerarbeit, die dahinter steckt. Holt euch die Bücher!

Lest das neueste verlegte Buch NEIN! – es lohnt sich. Ja, es lohnt sich, NEIN! zu lesen.

Fußnoten

1 sic – der Dativ scheint der Feind des Akkusativs zu sein 😛

2 unfreundlich verkürzte Anrede und Schreibfehler beibehalten

3 https://www.deutschland-von-sinnen.de/2015/10/26/schlimmer-als-die-kirchenzensur/

4 sic, ‚n’ fehlt. Pluralis Majestatis?

5 sic

6 Schreibfehler wurden beibehalten

7 Dito, Fehler der / die / das Verfasser*In sind beibehalten

Propagandabuchmesse in Frankfurt

Propagandabuchmesse in Frankfurt

In den beiden vorigen Artikel habe ich euch bereits von ideologischer Einseitigkeit der Frankfurter Buchmesse berichtet. In Sachen Feminismus speisen Medien und Verlage uns seit 1968 mit einem Trommelfeuer der Propaganda ab, das über Erziehung von klein auf nun gänzlich indoktrinierte Generationen hervorgebracht hat, die Realität und Normalität für eine entsetzliche ‚politische Inkorrektheit’ halten. Für solche bedauernswerte, in fleischgewordenen Dystopien wie „1984” und „Schöne neue Welt” großgewordene Personen ist jeder geradezu ‚Nazi’, der noch natürlich denken und empfinden kann.

Der letzte Artikel hat eine quantitative Analyse geliefert, was für eine beeindruckend große Anzahl der Veranstaltungen im Internetkatalog der Buchmesse die Themen ‚Frauen’, ‚Flucht’ und ‚Migration’ behandelten. Gegenpositionen zu ‚Flucht’ und ‚Migration’ sind kaum präsent; die höchstens drei Stände, an denen sie zu finden sind, wurden angefeindet; ein Stand wurde von linken Aktivisten überfallen und leergeräumt: Alle Bücher und Auslagen wurden geraubt.

Bei den Themen Feminismus, Emanzipation und Frauen ist solche Einseitigkeit bereits seit 1968 erdrückend, wobei es nicht einmal kritische Verlage gab, die es sich zur Aufgabe machten, dagegenzuhalten. Fast 50 Jahre lang war eine Opposition zu feministischer Ideologie in Medien wie Buchverlagen so gut wie nicht existent. Höchstens erschienen selten einmal nicht allzu anstößige Einzelwerke nach vielen Mühen in regulären Verlagen. Einträge zum Stichwort ‚Männer’ gibt es zwar, sind aber meist entweder dezidiert feministisch, verweisen auf Feministen beiden Geschlechts, die meinen, sich über Männer äußern zu müssen, oder sind harmlose Unterhaltung ohne kritisches Potential.

Die einseitige Feminismuslastigkeit wird von den meisten Zeitgenossen gar nicht mehr bemerkt. Eher fällt ihnen die Linkslastigkeit auf. Wer offiziell zur ‚Kultur’ gehören will, muß links sein.

«Es war einmal eine Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse gilt als Aushängeschild für das Land und als Schutzraum für den freien Austausch von Meinungen für Menschen aus der ganzen Welt. Das war einmal. Eines der wichtigsten kulturellen Veranstaltungen der Bundesrepublik wird zum Opfer eines engstirnigen und intoleranten Kampfes gegen ‚rechts’. Andersdenkende werden bedroht, bestohlen und tyrannisiert. Eine Blamage ohne gleichen für die beteiligten Veranstalter, Politiker und sogenannten Kulturschaffenden.

„Der gemeinsame Messestand des Manuscriptum Verlages und der TUMULT auf der Frankfurter Buchmesse wurde in der vergangenen Nacht überfallen. Alle (!) Bücher und Hefte sowie das gesamte (!) Werbematerial wurden entwendet”, heißt es auf der Facebook-Seite der Vierteljahreszeitschrift Tumult und weiter: „Wir gehen fest davon aus, daß linke Aktivisten dem indirekten Aufruf des Börsenvereins gefolgt sind und ihre Auffassung von Meinungsfreiheit nun in die Tat umgesetzt haben.”

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte geschrieben: „Auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren sich in diesem Jahr auch einige rechte bis rechtsextreme Verlage. Im Sinne der Meinungsfreiheit, die für uns nicht relativierbar ist, lassen wir diese Auftritte zu, rufen aber zur aktiven Auseinandersetzung damit auf.” In diesem Sinne ist der Komplettraubzug über den Verlagsstand auf jeden Fall eine Form der „aktiven Auseinandersetzung“. Und damit auch niemand meint, er müsse erst einmal schauen, ob es denn wirklich extrem zugeht bei Manuscriptum und TUMULT, schreibt der Börsenverein:

„Drei dezidiert rechte Verlage werden mit einem eigenen Stand vertreten sein: Antaios (Halle 3.1, Stand G 82), Manuscriptum (Halle 4.1, Stand E 46) und die Junge Freiheit (Halle 4.1, A 75).” Für die Genossen von der Antifa eine ideale Handlungsanleitung.

Aber ist Manufactum ein ‚dezidiert rechter Verlag’? Und ist ‚dezidiert rechts’ jetzt die Umschreibung für den Teil des zivilisierten Meinungsspektrums, bei dem die Zuschreibung ‚rechtsradikal’ oder ‚rechtsextrem’ nicht gelingt, die man aber gern in diese Ecke stellen möchte?

Die peinliche Rolle der Buchmesse-Veranstalter …

Der Anspruch und Untertitel von „TUMULT” lautet hingegen „Vierteljahresschrift für Konsensstörung”.

Das ist natürlich keine Einladung zur gemütlichen Gesinnungsstärkung am Bionade-Biedermeier-Stammtisch. Es klingt eher nach einem freiheitlichen, urdemokratischen und urliberalen Diskurs. … Selbst wenn man das Links-Rechts-Schema, das der Börsenvereins-Erklärung zugrunde liegt, zum Maßstab nimmt, dann ist Manuscriptum unter den denunzierten Verlagen der am wenigsten rechts stehende.»1 (achgut)

Die Messeleitung diffamiert nicht nur alle Verlage, die nicht links sind, sondern liefert damit zugleich Handlungsanweisungen an die Schlägertruppe der Antifa.

Überall sind auf der Buchmesse wie im heutigen Kulturleben, Künstlerszene, der Klubszene für Nachtschwärmer, linke Sprüche zu sehen, darunter auch radikale. Es reicht bereits, nicht links zu sein, um als ‚rechts’ eingestuft zu werden und unter Beobachtung zu geraten. Entweder wird wie berichtet ein Propagandastand der Amadeu-Antonio-Stiftung beobachtend gegenübergesetzt, oder der Verlag wird von der Messeleitung als ‚dubios’ eingestuft, worauf linke Aktivisten aus dem ANTIFA-Umfeld dann kriminell vorgehen, den Stand knacken und leerplündern. Das ist ein abgekartetes Spiel wie in einer Diktatur.

«Linke und rechte Gruppen
Lautstarke Tumulte bei Frankfurter Buchmesse
Aktualisiert am 14.10.17
Eine Veranstaltung des rechten Antaios-Verlags mit Björn Höcke ist am Samstagabend auf der Frankfurter Buchmesse aus den Fugen geraten. …

Auf der Frankfurter Buchmesse ist es am Samstagabend zu Tumulten bei einer Podiumsdiskussion des rechten Antaios-Verlags gekommen. Demonstranten versuchten, die Diskussion durch lautes Gebrüll zu stören. Es kam in der Messehalle 4.2 zu heftigen Wortgefechten und einzelnen Handgreiflichkeiten. …

Nach den etwa vierzigminütigen Protesten am Podium begleitete die Polizei die linken Demonstranten zum Ausgang, die Messe-Organisatoren erklärten die Antaios-Veranstaltung für beendet. Etwa 200 Besucher zogen schließlich in Halle 3 zum Antaios-Stand weiter.

Schon am Mittwoch war es zu einer Protestaktion gegen den rechten Antaios-Verlag gekommen. … Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zeigte Präsenz und kritisierte die Messe-Veranstalter für die Haltung, rechte Verlage auf der Messe zuzulassen.

Antaios und andere der ‚Neuen Rechten’ nahestehende Verlage warfen dem Börsenverein vor, ihre Stände nicht genügend vor linken Aktivisten geschützt zu haben. In der Nacht zum Freitag war der Gemeinschaftsstand von der Zeitschrift „Tumult” und dem Verlag Manuscriptum von Unbekannten leergeräumt worden.»2 (Hessenschau)

Was ‚rechts’ ist, entscheiden die machthabenden Eliten: im Zweifelsfalle alles, was ihrem Meinungsmonopol gefährlich wird.

«Frankfurter Buchmesse
Die sukzessive Beschränkung der Meinungsfreiheit
von Karlheinz Weißmann

Die Messeleitung gibt eine Erklärung ab. Es geht um Unverständnis und Empörung angesichts der Proteste und Aktionen gegen Stände von Ausstellern, begleitet von der Beleidigung und Bedrohung einzelner Personen und Sachbeschädigungen. Ein SPD-Bundestagsabgeordneter sieht sogar die verfassungsmäßige Ordnung in Gefahr.

Nein, die Rede ist nicht von der Gegenwart, sondern von der Vergangenheit: dem 14. Oktober 1967. Es geht nicht um die Agitation gegen die ‚rechten Verlage’ heute, sondern um die teils clownesken, teils gewaltsamen Angriffe der Außerparlamentarischen Opposition (APO) damals: gegen den Springer-Konzern, den Ullstein-Verlag, die Zeitungen Welt und Welt am Sonntag, aber auch die FAZ auf der Frankfurter Buchmesse.

Seit 1967, dem Vorjahr von „’68”, gibt es Polizeipräsenz auf der Buchmesse, seitdem ist es nötig, daß Ordnungskräfte zur Verfügung gehalten werden, um sicherzustellen, daß auch diejenigen, die nicht links sind oder zum Mainstream zählen, eine Chance haben, ihre Auffassungen zur Geltung zu bringen, ihre Autoren und deren Arbeiten zu präsentieren. …

Zwischen dem Damals und dem Heute besteht ein großer Unterschied: Denn anders als damals ist die Messeleitung heute nur noch zähneknirschend bereit, die Meinungsäußerungsfreiheit in ihrem Verantwortungsbereich zu garantieren. …

Macht aber den ‚Rechten’ gleichzeitig klar, daß sie lästige Störenfriede sind. Ihre Ausstellungsfläche legt man – um der Lebendigkeit des Meinungsaustauschs willen – in unmittelbare Nähe von mehr oder weniger aggressiven Linken, die alles in ihrer Macht stehende tun, um deren Veranstaltungen zu sabotieren (Sprechchöre, Pöbeleien, überlaut aufgedrehte Lautsprecheranlagen, Trommeleinlagen). …

Wenn schon das Auftreten von JUNGE FREIHEIT, Cato, Manuscriptum, Tumult, Karolinger, Stocker, Antaios nicht zu verhindern ist, dann läßt man wenigstens seinen politisch-korrekten Unmut darüber deutlich genug werden und liefert dem einen oder anderen Aktionsbereiten gleich die Handreichung mit den Standnummern, damit er das Objekt seiner Begierde möglichst rasch finden und Maßnahmen ergreifen kann, gegen den Feind der Zivilgesellschaft. Der Vandalismus am Stand von Manuscriptum und Tumult war alles andere als Zufall.

Sympathisanten in jeder Redaktion

Auch daran ist zu erkennen, was die vor fünfzig Jahren in Gang gesetzte Kulturrevolution bewirkt hat: eine sukzessive Beschränkung der Meinungsfreiheit, die Heranzüchtung von Blockwarten, begierig darauf, Meldung zu machen oder gegen Unliebsame einzuschreiten und der Aufbau eines Medienblocks, der das höhnisch kommentiert oder mit Schweigen übergeht, sich jedenfalls niemals fragt, wie es eigentlich aussähe, wenn man den Spieß umdrehte.»3 (Junge Freiheit)

Auch der eher linken „Welt” sind die Vorfälle auf der Buchmesse peinlich.

«TUMULTE UM ANTAIOS-VERLAG
Es ist das Worst-Case-Szenario einer Buchmesse
Von Marc Reichwein | Stand: 19:13 Uhr

Die Tumulte auf Frankfurts Buchmesse sind traurig. Eine Gesellschaft, in der schon die schiere Präsenz von Verlagen jenseits des Mainstreams ein Politikum ist, hat mit Meinungsfreiheit ein Problem. …

Die Antifa wollte Höckes Teilnahme an einer Vorstellung des Buches mit dem Titel „Mit Linken leben” verunmöglichen.

Prügeln statt Reden …

Am Donnerstag hatten Aktivisten den Stand des Antaios-Verlags, eines Aushängeschilds der identitären Bewegung, mit Zahnpastavandalismus heimgesucht. In der Nacht auf Freitag hatten Störer den Gemeinschaftsstand des Waltrup-Verlags (Manuscriptum) und der Zeitschrift „Tumult” leer geräumt.

Ebenfalls am Freitag hatte sich der frühere Apo-Verleger Achim Bergmann im Gemenge am Stand der Jungen Freiheit einen Faustschlag eingefangen. Fäuste statt Worten, Handgreiflichkeiten statt Herausgeberschaften, Prügeln statt Reden: Es ist das Worst-Case-Szenario einer Buchmesse, die sich – seit Jahren schon, und diesmal besonders deutlich – für das Wort, für die Freiheit einsetzen will. Dialogbereitschaft ja. „Mit Rechten reden” (nicht zufällig heißt ein gerade erschienenes Buch so), nein danke?

Eine Gesellschaft, in der bereits die schiere Buchmessepräsenz von Verlagen, die sich publizistisch gegen den linksliberalen Mainstream stellen, zum Politikum gerinnt, hat mit der Meinungsfreiheit ein Problem. Eine Branche, die sich bereits bei Eröffnungsreden in Rechtfertigungsrhetorik ergeht (Wir schließen die Identitären nicht aus. Aber wir ermuntern jeden, gegen ihre Präsenz zu demonstrieren), vergißt, daß die Buchmesse bei aller Content-Beschwörung keine Gesinnungsbehörde ist. …

Wer verlegerisch auf dem Boden des deutschen Grundgesetzes agiert, soll und muss unbescholten ausstellen dürfen. Alles andere wäre ein Ministerium für Wahrheit.

Mundtot machen? Messestände plündern»4 (Welt)

Fußnoten

1 http://www.achgut.com/artikel/es_war_einmal_eine_buchmesse

2 http://www.hessenschau.de/kultur/buchmesse/buchmesse-lautstarke-tumulte-bei-antaios-veranstaltung,protest-buchmesse-100.html

3 https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/die-sukzessive-beschraenkung-der-meinungsfreiheit/

4 https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article169656233/Es-ist-das-Worst-Case-Szenario-einer-Buchmesse.html

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