Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: feministische Wellen

Ein Feminismus ersetzt den anderen

Ein Feminismus ersetzt den anderen

Die Verankerung feministischer Ideen im Staate war ein Erdrutsch wie es die Machtübernahme durch Islamisten sein wird, wie die Eroberung von Byzanz durch einen islamischen türkischen Sultan, worauf das einst griechisch-armenische und christliche Byzanz und Nordafrika mit Pogromen, politischem und wirtschaftlichem Druck islamisiert wurden.

Wie die Antike Religionsfreiheit und Vielfalt unterging, als Monotheismen, besonders der Islam, die Anbetung heidnischer Götter verbot und ihre Anhänger gewaltsam verfolgte – im Christentum als Ketzer oder Drudner (Druiden, Hexer und Hexen, wobei mindestens so viele Männer betroffen waren wie Frauen) –, so ging die Meinungsfreiheit und Vielfalt unter, wo immer feministische Wellen sich etablierten, von einer schrillen, militanten Extremistengruppe, die eine breite schweigende Mehrheit ablehnte und lächerlich fand, zur neuen Staatsdoktrin wurde, die von Kindheit an eingetrichtert und so zum selbstverständlichen Glaubensbekenntnis folgender Generationen wurde.

Die Christianisierung war radikaler Kahlschlag über viele Jahrtausende überlieferter altabendländischer Kultur, die nur in Indien und auf Bali überlebt hat. Doch Islamisierung war noch grausamer und radikaler. Deshalb konnte Ostrom eine blühende Kultur sein, die wissenschaftlich und technisch weltweit führend war zu ihrer Zeit, Nordafrika und Byzanz die fortschrittlichsten Zentren ihrer Ära sein, in der hellenisches Wissen weiterlebte, auch nach Übernahme des Christentums. Im Judentum lebte ebenso fragender Geist. Doch Islamisierung brachte den forschenden Geist zum Erliegen. Einstige Zentren der Wissenschaft sanken ab zu zurückgebliebenen Problemgebieten. Von daher wäre es nicht richtig, die Monotheïsmen gleichzusetzen – trotz der trüben Epoche des Mittelalters.

Sogar noch tieferen Kahlschlag verursachten die feministischen Wellen seit dem 19. Jahrhundert. Ließen Christen die Familie intakt, begannen Feministen, gegen die Natur des Menschen einen Kulturkrieg zu führen, zu gendern, und sämtliche kulturelle Überlieferung so vollständig auszumerzen, daß keine vage Intuition mehr übrig blieb. Das ist der Grund, weshalb heute lebende Generationen so folgenreich instinktlos sind, die Empathielücke für Männer so ungeheuer gewachsen ist. Heute lebende Generationen sind unfähig zur Empathie mit einheimischen Männern. Sie versagen vollständig dabei, nur einen winzigen Rest an Mitgefühl für hiesige männliche Verlierer zu haben. Das ist die traurige Wirklichkeit derer, die sich selbst subjektiv für ‚moralisch überlegen’ halten, und alle Andersdenkenden wahlweise als ‚Nazis’, ‚Rassisten’, ‚Fremdenfeinde’, in früheren Dekaden als ‚Frauenfeinde’ und ‚Chauvinisten’ verhöhnten. Wie immer ist das genaue Gegenteil wahr: Sie selbst sind krank, empathiegestört, männerfeindlich, Gesinnungs­diktato­r*In_nen.

Seit der ersten feministischen Welle tritt ein wesentlicher feministischer (wenn nicht sogar weiblicher) Zug zutage: Intoleranz gegenüber allen, die in Geschlechterfragen anderer Meinung sind. Solange es männliche Aufgabe war, ihnen anvertraute Bereiche zu regeln, war Meinungsvielfalt und Toleranz die Regel, staatlicher Zensurversuch die Ausnahme. Seit dem Mittelalter hat sich kein Mann an Frauen gestört, die frühfeministische Schriften schrieben. Sie erhielten ritterliche Unterstützung; ihre Schriften wurden bis heute überliefert. Feministen (und von deren Ära geprägte Männer wie Frauen) sind jedoch äußerst intolerant gegenüber jeder ernstlichen Feminismuskritik, die sie seit mindestens den 1960ern bereits im Vorfeld so systematisch und wirkungsvoll unterdrücken, tabuisieren, daß sie nicht einmal entstehen kann, weil jeder Ansatz gegen eine Wand läuft und totgeschwiegen wird, weshalb ausgereifte Kritik gar nicht erwachsen kann, da sie im Keim bereits erstickt wurde.

Das dokumentiere ich seit 30 Jahren in Büchern, die ebenso verschwiegen, ignoriert oder verhöhnt werden, worin sich die vom Feminismus verbreitete Intoleranz ebenso ausdrückt wie das absolute Empathieversagen, das ebenfalls vom Feminismus und dem Zerfall traditioneller Kultur ausgelöst wurde. Denn schon als Kinder fehlt Mädchen die Erfahrung von Ergänzung und Tausch der Geschlechter, so daß sich Achtung und Mitfühlen nicht entwickeln können. Heutige Generationen sind nicht nur Empathiekrüppel, wenn es um einheimische männliche Verlierer geht, sondern auch kindisch unreif; sie halten egozentrische Begehren für ‚Gefühl’. Tatsächlich erfordert Gefühl aber Reifung, die aus dem Füreinander von Jungen und Mädchen, Männern und Frauen entsteht.

Hier rächt sich auch die Verlängerung der Kindheit. Sehr lange werden Kinder von Verantwortung ferngehalten, damit sie ungestört spielen können. Der modernde Mensch wähnt darin sogar eine moralische Überlegenheit gegenüber dem Mittelalter, als Kinder nach dem Entwachsen aus der Säuglingszeit schnell als ‚kleine Erwachsene’ galten. Natürlich war es gut und nötig, Kinder vor Ausbeutung durch Erwerbsarbeit gegen Geld zu schützen, die eine Schattenseite des modernen ‚Kapitalismus’ war. Doch damit wurde auch verboten, Kindern in Gemeinschaft und Familie nützliche Aufgaben zu geben, was sie eines natürlichen Lernprozesses beraubte. Auf diese Weise zieht man unreife Charaktere heran, die in ihrer Kindheit nicht lernen konnten, Verantwortung für andere zu übernehmen. Diese Unfähigkeit wird sie für ihr Leben zeichnen und ist typisch für unsere moderne Gesellschaft, die eine Ansammlung hedonistischer, unverantwortlicher Krüppel geworden ist, die ihr ganzes Leben lang ichzentriert fühlen und angestrengt einer Selbstverwirklichung nachjagen, die kulturelle Identität ihnen mühelos geschenkt hätte.

Älter sogar als die Familie ist der soziale Tausch zwischen Frauen und Männern als Gruppe: In der Urzeit gejagtes Fleisch gegen gesammelte Beeren, Körner und Kräuter. Bereits in der Steinzeit erweiterte sich die Ergänzung der Geschlechter um viele weitere Aufgaben über die Ernährung hinaus: Herstellung von Waffen, Werkzeugen, Kleidung, Haushaltsgegenständen und Schmuck, aufgelistet in der Reihenfolge, die ein Spektrum von männlich bis eher weiblich ergibt.

Wir alle können beobachten, daß bereits kleine Kinder gerne ihren Eltern helfen – auch wenn diese gutgemeinte Hilfe anfangs nicht entlastet, sondern wie Spiel ist. Das war der natürliche Weg, die soziale Kultur zu erlernen. Wichtiger noch als Entwicklung von Verantwortung und Sozialkompetenz ist jedoch der Bezug der Geschlechter aufeinander. Nur dieses Erleben verläßlicher Hilfe zwischen den Geschlechtern, die eine wichtige Aufgabe einbringen, schafft Vertrauen, Achtung, reife Liebe und echtes Gefühl – Mitgefühl. Ohne diese Erfahrung haben wir eine angeborene Empathielücke, da evolutionär Frauen in der Wahrnehmung bevorzugt werden. Kultur muß das ausgleichen. Sie tut es, in dem beiden Geschlechtern, auch Männern, wichtige eigene Aufgaben gegeben werden.

Indem Jungen diese Aufgaben erfüllen, steigt ihre Achtung in den Augen von Mädchen und Frauen, die nun Mitgefühl entwickeln für Jungen und Männer, die mit Fleiß oder Geschick oder Mut wichtige Beiträge leisten, die männlich sind. Raubt man ihnen solche spezifisch männlichen Beiträge, wie Feminismus das tut, bricht auch das Mitgefühl, also Empathievermögen, zusammen. Dann entsteht eine Empathielücke, denn die Evolution geht davon aus, daß Männer körperlich stark sind und die schwachen sich gar nicht fortpflanzen sollen. Deshalb sind wir ungerecht gegenüber ‚schwachen’ Männern und bevorzugen Frauen. Das ist ungerecht. Von Natur aus werden ‚schwache’ Männer (eine Mehrheit von etwa 80 Prozent eines Jahrgangs) benachteiligt, Frauen jedoch bevorzugt. Daß wir es anders sehen, ist eine evolutionär begründete Wahrnehmungsverzerrung.

Wenn jedoch die kulturelle Milderung solcher Ungerechtigkeit von feministischen Wellen zerstört wird, dann steigt der Empathiemangel gegenüber einheimischen männlichen Verlierern auf ein unerträgliches Maß. Dieser Mangel ist Grund für alle Verirrungen, die wir im Abendland seit den feministischen Wellen erleben. Eine der jüngsten Folgen ist die Verdrängung einheimischer Männer durch Massenmigration.

Der feministische Kahlschlag abendländischer Kultur, der gesammelten Erfahrung vieler Generationen über Jahrtausende, hat uns in ein neues Mittelalter gestürzt, das noch düsterer und totaler zu werden droht als das historische.

Man hat Männern ihrer Würde beraubt, eine eigene Aufgabe in der Gesellschaft zu haben. Sie wurden dermaßen angefeindet; der Empathieverlust hat sie so hinuntergezogen, daß tiefe Kritik an den Mißständen von ihnen nicht stammen kann. Alles Männliche ist zum Schimpfwort geworden. Opposition von Männern gegen Feminismus ist daher nicht mehr möglich. Gerade Männer, deren Fähigkeiten berühmt waren, abendländische Zivilisation, Wissenschaft, Technik und Geist begründeten, sind verstummt. Es ist gar nicht daran zu denken, daß sie ihre Aufgabe wieder erfüllen. Jeder Versuch wurde jahrzehntelang verhöhnt, als ‚reaktionär’ und ‚frauenfeindlich’ dermaßen verspottet, daß es niemand auch nur versuchen konnte.

Heutige Opposition gegen den bisherigen, weitgehend linken, Feminismus stammt daher von Frauen. Schon in den 1970ern kamen nicht kritische Männer zu Wort, die damals noch die Fähigkeit besessen hätten, die Geschicke besser zu lenken, eine bessere Entwicklung einzuleiten, sondern Frauen: Esther Vilar, Erin Pizzey, heute die Frauen der AfD, die nicht den Feminismus abschaffen, sondern den linken Feminismus durch einen rechten Feminismus ersetzen. Von Oppositionellen werden ständig begeistert „die Frauen der AfD” gelobt, für klug erklärt; Männer sind stolz auf sie. Das hat etwas groteskes. Denn all das waren männliche Attribute, die Männern weiterhin verboten sind. Wenn ein Mann ähnliches sagte, würde er ‚weggehitlert’, wäre sofort erledigt. Dabei gehen die Ideen oppositioneller Frauen bei weitem nicht tief genug, um Feminismus zu überwinden. Doch Männer, die Kritik und bessere Modelle der nötigen Tiefe anbieten, sind undenkbar. Es erscheint als unerträglicher Unfall, wenn sich Männer, die solche Ideen anbieten können, in diese feministische Zeit verirrt haben. Sie dürfte es gar nicht geben. In dieser Epoche feministischer Zeitgenossen mit unfähigen Männern und entgleisten, unweiblichen Frauen, die gegenüber Männern absolut und vollständig empathiegestört sind, ist es undenkbar, daß Männer zu einem Format reifen, wie es einst selbstverständliche Anforderung war, heute aber unerträglich erscheint.

Artikel mit Halbwahrheiten werden bejubelt; die ganze Wahrheit will niemand wissen, wird entsetzt ausgeblendet. Frauen, die mit rechtem Feminismus gegen linken Feminismus antreten (was anständig und schwierig genug ist, auf viel Haß stößt) sind das äußerste, was gerade noch möglich ist. Nach dem totalen Kulturbruch ist weder echte Feminismuskritik möglich, noch daß diese von Männern geäußert wird, oder gar Männer zu dem Format reifen, das wir unbedingt brauchen: Denn Männer klassischen Formats hätten bessere und weitergehende (daher dem Zeitgeist noch unerträglichere) Argumente und Pläne als Frauen der politischen Opposition, die sich damit begnügen, linken Radikalfeminismus abzulehnen, wobei sie aber viel übernommen haben, lediglich aus dem schrillen Zusammenhang lösten. Um die Kultur wiederaufzubauen, menschliche Natur zu befreien und ins Gleichgewicht zu bringen, bedarf es aber der Entfernung aller feministischen Schäden, Prinzipien und Wirkungen, müssen Männer wieder würdige Aufgaben übertragen werden und wieder ein funktionsfähiger Tausch zwischen den Geschlechtern entstehen.

Zentrales Versagen unsrer Epoche beruht auf einem kollektiven Empathieschaden gegenüber einheimischen Männern, die zu Verlierern gemacht wurden, und dies seit der ersten feministischen Welle, die aufgrund einer Wahrnehmungsverzerrung bevorzugte Frauen für benachteiligt hielt, was seitdem die ganze Gesellschaft und alle weiteren feministischen Folgewellen als Kardinalfehler und grundlegender Irrtum prägt.

Dieser totale kollektive Empathieschaden liegt auch den ideologischen Verirrungen zugrunde, die das 20. und 21. Jahrhundert prägen. Eines unter vielen Merkmalen dieses gesamtgesellschaftlichen Schadens, der ganze Generationen prägt, ist die Bevorzugung absurder Gruppen, die mit Solidarität überschüttet werden, die sie nicht verdienen, nachdem die berechtigte Gruppe – die eigenen, einheimischen Männern und Jungen, jeglichen Mitgefühls beraubt wurden. Dieser Entzug der Empathie ihren eigenen Vätern, Söhnen, einheimischen fremden Männern gegenüber – und am meisten denen, die sie zu Verlierern machen – hat ein solches groteskes Ausmaß angenommen, daß nicht nur die Männer unter dem Empathieentzug leiden. Davon wollte generationenlang niemand wissen. Niemanden schert es, wenn Männer unter Folgen feministischer Verbiegungen menschlicher Natur leiden. Ihr Leid geht ungehört unter, stirbt mit ihnen, zerfällt mit ihrem Körper in den Tod des Vergessens. Nein, erst wenn Frauen selbst unter dem Empathiemangel für Männer leiden, wird uns selbiger bewußt. Dann laden gestörte Generationen Abzocker aller Welt ein, unser Land zu besiedeln, erhalten alle Aufmerksamkeit und Solidarität, die eigenen Männern seit Generationen entzogen wurde. Die eigenen Männer durften gestörte feministische Frauen nicht erziehen, ihnen und ihrer Verirrung widersprechen – doch demographische und islamistische Eroberer dürfen das.

Nachdem sie die eigenen Männer fertiggemacht hatten, luden sie Armeen aggressiven kulturinkompatiblen Männerüberschusses aus den problematischsten Zonen der Welt ein. Ähnlich verhält es sich mit Kindern. Feministisch geschädigte und indoktrinierte Frauen verweigerten sich der Mutterschaft, was sie letztlich selbst unglücklich und krank macht. Stattdessen halten sie sich Haustiere: Hunden, Katzen und die absurdesten Haustiere bis zu Schlangen. Ihre Haustiere verhätscheln sie, erhalten alles, was sie weder Kindern noch einheimischen Männern geben wollen und können. Deshalb vergöttern sie statt ihrer Männer und Kinder nun Haustiere, erklären jeden für einen bösen Menschen, der das nicht ebenso tut. Wer Hunde oder Katzen nicht mag, gilt dann gleich als schlechter Mensch, so als hätte jemand etwas gegen Kinder oder Väter.

Der Mechanismus ist immer gleich: Die berechtigt sind, Empathie zu erhalten, weil das menschlicher Natur entspräche, erhalten sie nicht, stattdessen Anfeindung, Hohn, Ignorierung und eiskalte Verdrängung. Stattdessen werden unberechtigte Gruppen mit den Gefühlen überschüttet, die Frauen instinktiv jemandem geben wollen – nur nicht denen, die ihre Gefühle verdient haben und sie benötigen. Das alles sind Ausdrucksformen der kollektiven Empathiestörung unsrer Epoche.

Bei allem Respekt vor den aufrechten Vertretern der Opposition in der AfD, die einige besonders augenfällige politische Verirrungen zu mildern versucht, gibt es sogar dort keinen Konzept, diesen grundlegenden Schaden zu beheben, der abendländische Kultur zerstört und durch eine Kulturrevolution ersetzt hat. Die zeittypische Bewunderung von „Frauen – AfD-Politikerinnen” setzt die feministische Verirrung auf einer anderen Ebene weiter fort. Vermutlich können sie nicht anders, wenn sie Mehrheiten schaffen wollen, da inzwischen fast alle lebenden Zeitgenossen feministisch indoktriniert sind, nicht nur geistig, sondern auch seelisch, weil sie in solchen Verhältnissen von Kindheit an aufgewachsen sind. Doch hier trennen sich unsere Wege. Der Weg der Wahrheit führt weiter … ich werde den Weg der Wahrheit weitergehen.

Kauft und lest meine Bücher – brecht die Blockade.

Feministische Wellen – Haßbewegung siegt und beweihräuchert sich selbst

Feministische Wellen – Haßbewegung siegt und beweihräuchert sich selbst

Wie in meinen Sachbüchern nachgewiesen, wiederholten sich Grundmuster in allen Wellen. Bereits die erste Welle im 19. Jahrhundert gründete auf Haß gegen Männer und Grundlagen menschlicher Natur, die falsch gedeutet wurden. Weibliche Bevorzugung und Dominanzbereiche leugneten sie, bauten dann beides systematisch und aggressiv aus: Frauenbevorzugung und weibliche Dominanz, wie etwa in sozialen Bereichen und sexueller Selektion. Schon während der ersten Welle wurde Frauen eher geglaubt als Männer, die finanziell zunehmend ausgenützt wurden.

Die zweite Welle verlief nach ähnlichem Muster, die laufende dritte wird von Zeitgenossen ebenso eingestuft. Nach jeder Welle werden kommende Generationen im siegreichen feministischen Bewußtsein aufgezogen, das sich selbst beweihräuchert. Die ehemaligen Terroristinnen erster Welle werden seitdem als ‚mutige Vorkämpferinnen’ glorifiziert; ihr realer Männerhaß ist unsichtbar geworden. Genauso bei der zweiten Welle. Die kulturellen Schäden nehmen wir nicht mehr wahr, weil die Kultur untergegangen ist. Radikal zunehmende Einseitigkeit und weibliche Dominanz entgeht ebenso unserer schiefen Wahrnehmung, die für einheimische männliche Verlierer keinerlei Empathie und Anteilnahme kennt, sondern nur Hohn und Spott übrig hat.

Selbst einst Feministin, hat Erin Pizzey, die übrigens in China aufwuchs und daher asiatische Familienstrukturen und Kultur kannte und vergleichen konnte, viele der Irrtümer erkannt, aber nicht alle.

So fehlte vielen Feministinnen jedes Verständnis dafür, daß Pizzey immer noch mit ihrem Mann zusammenlebte. Sie warfen ihr vor, mit dem Feind ins Bett zu gehen” – das ist die zweite feministische Welle, wie sie wirklich war.

«Gründerin der Frauenhausbewegung schreibt erschütternde Biographie Sidney Davenport

Erin Pizzey erlangte internationale Bekanntheit, indem sie 1971 das erste moderne Frauenhaus mitbegründete: einer Zufluchtstätte für geprügelte Frauen im Londoner Stadtteil Chiswick. Jetzt erschien unter dem Titel „This Way to the Revolution” ihre aufrüttelnde Lebensgeschichte im Verlag Peter Owen als Buch. …

Sie spricht auch offen von der bedenklichen Weise, mit der ihre feministischen ‚Schwestern’ mit diesem Thema umgegangen sind – und heute noch umgehen. …

So fehlte vielen Feministinnen jedes Verständnis dafür, daß Pizzey immer noch mit ihrem Mann zusammenlebte. Sie warfen ihr vor, mit dem Feind ins Bett zu gehen und schlugen ihr vor, stattdessen doch einmal mit einer Frau Sex zu haben. Als Pizzey und ihre Mitstreiterinnen bekundeten, ihre Männer zu lieben, wurden sie von einer Welle höhnischen Johlens und Pfeifens niedergemacht. …

Immer wieder gingen in den frühen feministischen Organisationen Briefe verzweifelter Frauen ein, oft in Begleitung eines Geldscheins als Spende. Immer wieder mußte Pizzey miterleben, wie die Führerinnen der Bewegung die Scheine einsteckten und die Briefe ungelesen wegwarfen.

Zu dieser Zeit war Pizzeys Schilderungen zufolge mehr als ein Hauch von Paranoia an der Tagesordnung. Kontinuierlich beschuldigten Feministinnen einander, Spitzel des Geheimdienstes oder Informanten der Polizei zu sein und glaubten, daß all ihre Telefongespräche abgehört würden. Gleichzeitig bekriegten sich die verschiedenen linksradikalen Flügel der Frauenbewegung – die Maoisten, die Trotzkisten, die Leninisten und die Stalinisten. Einige Extremistinnen planten Bombenattentate. Pizzey fand das unverantwortlich und beschloß, eine Polizistin über die Vorbereitung solcher Terrorakte zu informieren, was sie wiederum ihren ‚Schwestern’ mitteilte. „In diesem Moment wußte ich”, berichtet Pizzey, „daß meine Tage in der Frauenbefreiungsbewegung vorüber waren.” …

Da gibt es Ann, die von ihrer Mutter ebenso regelmäßig grün und blaut geprügelt wurde wie ihr Vater und die sich als Erwachsene einen Mann als Partner gesucht hatte, der ebenfalls zur Gewalt neigte. Und da ist Becky, die „ein wunderbarer Mensch war” – solange sie nichts getrunken hatte und bis auf den irritierenden Umstand, daß sie es so erfüllend fand schwanger zu sein, daß sie siebenmal Mutter geworden hatte, um ihre Kinder danach wegzugeben oder tot in der Wiege aufzufinden.

Und schließlich gab es Lucy, die ihre Tochter ins Frauenhaus mitnahm, um sie dort offenbar immer wieder zu verprügeln. Es dauert nicht lange und Lucys Mann Ron taucht in Pizzeys Frauenhaus auf. Pizzey erlebt, daß sich seine Tochter ängstlich an ihren Vater klammert und ihn überhaupt nicht mehr loslassen will. Sie braucht nicht lange, um herauszufinden, wer der wahre Gewalttäter in der Familie und bei wem das Mädchen besser aufgehoben ist. …

„Ich mußte der Tatsache ins Auge sehen, daß den Männern immer die Schuld an Gewalt in einer Familie gegeben werden würde, daß man falsche Beschuldigungen geben sie erheben würde und daß man immer allein den Frauen glaubte.” …

Wie so viele wurde auch Pizzey nicht gerade dafür belohnt, ihrer Zeit so weit voraus zu sein. „Vorhersagbarerweise”, berichtet sie, „wurde ich aufgrund meiner Ansichten zu einer Haßfigur und die Journalistinnen, die mich interviewten, weigerten sich jedesmal zu veröffentlichen, was ich über Frauen mit gewaltsamen Tendenzen zu sagen hatte. Die meisten Interviewer waren Feministinnen, und ich gelangte zu dem Eindruck, daß die Erkenntnisse aus unserer Arbeit nie das Licht des Tages sehen würden.” …

Pizzey erkannte bald, daß sie mit dem öffentlichen Sprechen über ihre Erkenntnisse ein Minenfeld betreten hatte. Feministinnen rotteten sich vor ihrem Haus zusammen und brüllten, daß sie Frauen hasse. Die erste Bombendrohung ging ein. (Später würde es Morddrohungen gegen ihre Kinder, noch später gegen ihre Enkel und gegen ihren Hund geben.) Gleichzeitig mußte Pizzey miterleben, wie immer mehr öffentliche Gelder aus der Opferhilfe in die Kassen einer Bewegung wanderten, die, so Pizzey, „aus dem Haß gegen eine Hälfte der Menschheit geboren war”.

Im Jahr 1976 versuchte Pizzey erstmals, Zufluchtstätten auch für Männer und männliche Teenager aus der Taufe zu heben, die Opfer häuslicher Gewalt geworden waren: „Ich nahm etwas naiv an, daß die reichen Männer und Frauen, die bereit waren, Frauenhäuser finanziell zu unterstützen, sich auch für verwundbare und zerbrechliche Männer einsetzen würden.” Tatsächlich stellte sie bald fest, daß ihr niemand auch nur einen Penny für ihr neues Projekt gab. …

Während all dieser Zeit mußte Pizzey in London mit den geschilderten öffentlichen Angriffen und anonymen Bedrohungen leben. Schließlich ging sie für einige Zeit in einer Art ‚Exil’ in den USA. …

Solange es um geprügelte Frauen und Kinder ging, war das Publikum warmherzig und aufnahmebereit. Sobald Pizzey aber auf männliche Opfer zu sprechen kam, wurde es schnell sehr frostig, und sie begann die Aufmerksamkeit der Menschen zu verlieren.»1 (Freitag)

Hier steht, was damals eine breite Mehrheit von Zeitgenossen wußte, täglich erlebte, aber in unseren verlogenen Medien in die Sicht der siegreichen Kulturrevolutionäre umgelogen wird: „immer mehr öffentliche Gelder aus der Opferhilfe in die Kassen einer Bewegung wanderten, die, so Pizzey, ‚aus dem Haß gegen eine Hälfte der Menschheit geboren war’.”

Feminismus war in allen Wellen von Anbeginn eine Haßbewegung, die alles falsch deutete. Sie übersahen weibliche Bevorzugung und ebenso erhebliche männliche Bürden und Hürden, die männliches Leben erschwert, Männer tödlichen Gefahren aussetzt, zusätzliche Pflichten aufschultert, wie etwa, die Frauenbevorzugung zu ermöglichen. Außerdem hat weibliches Leben biologisch, evolutionär und kulturell ein Recht auf Fortpflanzung, männliches Leben dagegen muß sich bewähren und diskriminieren lassen, denn es dient als Filter für Gene. Wer sich nicht bewährt, wird ausgesiebt. Das genaue Gegenteil feministischer Analysen trifft zu. Das gilt für alle feministischen Wellen.

Sogar die ‚Männerbewegung’ ist vom Ansatz her feministisch, gründet auf feministischen Annahmen und Prinzipien. Ich habe kaum Unterstützung erhalten, dagegen viel Behinderung. Demnächst wird mir zum zweiten Male eine Blog gelöscht. Eine wirkliche tiefgreifende, logische Auseinandersetzung scheuen auch dort viele. Außer meinen Büchern gibt es kein logisch konsistentes und umfassendes alternatives Modell, und keine Überlieferung traditioneller Kultur mit guten, modernen Argumenten.

Erin Pizzey hat viele gute Einsichten gehabt. Dazu gehört, daß sie Einsamkeit und Isolierung von Frauen in der geschrumpften Kleinfamilie als wirkliches Problem von Frauen in den 1950ern und 1960ern erkannte, indem sie mit asiatischen Großfamilien ihrer Kindheit verglich. Uns fehlt meist diese Vergleichsmöglichkeit, weil wir traditionelle Kultur gar nicht mehr erlebt haben, nur verzerrende feministische Greuelpropaganda kennen.

Doch in einem wichtigen Punkt erliegt auch sie der kollektiven Verblendung unserer Epoche. Dabei geht es um Arbeitsteilung und Tausch, der besonders vor der Zeit des Geldes eine wichtige Grundlage kulturellen Lebens war, wie es Ethnologie beschreibt. Wir heute sind einem radikalen Individualismus erlegen, der Menschen und beide Geschlechter auseinanderreißt, weil sie kein Tausch mehr verbindet. Auch in dieser Beziehung war Feminismus das unheilvollste, was nur möglich war. Am Ende kann nur eine radikale Religion die morsche und funktionsunfähige Zivilisation hinwegfegen.

In der Antike war es das damals radikale Frühchristentum, dem diese Rolle zufiel. Die morschen, von entgrenzten Sitten und Frauen ebenso zerfressenen antiken Gesellschaften des Römischen Reiches und der Hellenen, wie durch Masseneinwanderung nach Rom und Griechenland ihrer einstigen Träger beraubt, die in Völkerdurchmischung untergingen, und mit ihnen das römische und hellenische Reiche. Gerade die Strenge des Christentums war damals sein Vorteil. Die Antike war ‚toleranzbesoffen’, baute tausend Göttern der verschiedensten Völker Tempel. Doch diese Beliebigkeit vermochte die Entgrenzung der Menschen nicht aufzuhalten. Das Urchristentum, das bis ins Mittelalter keine Religion neben sich duldete, war die einzige stabilisierende Kraft.

Die Wirren von Kulturzerfall, dem Auseinanderfallen der Geschlechter, die kein Tausch und Füreinander mehr verbindet, brachten bei uns politische Ideologien hervor. Kommunisten versuchten es mit einer Gemeinschaft der arbeitenden Klasse, der Proletarier. Experimente unter Lenins Frau scheiterten jedoch rasch und verschwanden ganz schnell wieder in der Versenkung. Man stabilisierte eine Restfamilie. Faschisten bauten eine ‚Volksgemeinschaft’ auf, die ebenfalls zerfallende natürliche Kultur durch staatliche Zwangskonstrukte ersetzte.

Kulturrevolutionäres Chaos ist Anarchie, die in den Zusammenbruch treibt, nach jedem rettenden Strohhalm greifen läßt. Bei uns sieht es danach aus, als ob Islamismus die Rolle des Frühchristentums in der Antike übernehmen wird. Das wird ein schlechtes Ende des Feminismus sein, der seinen ärgsten Kontrahenten nicht nur angelockt und aufgepäppelt hat, sondern massiv unterstützt.

Nun aber zu dem Irrweg eines Individualismus, der das natürliche Füreinander der Geschlechter durch einen kulturell gegebenen Tausch verleugnet. Unseren gesamten Alltag, Medien, Kunstwerke und Freizeitbeschäftigungen prägt eben jener fehlgeleitete, überzogene und destruktive Individualismus. Solange das so bleibt, gibt es keine Rettung, können auch Kinder nicht gesund aufwachsen, keine Kultur entwickeln. In dieser Hinsicht ist die Zeit stehengeblieben seit 1968. Kinder und Jugendliche haben ähnliche Probleme, flüchten in ähnliche jugendliche Moden, Musik, Festivals, oder was immer gerade angesagt ist.

«Wir könnten Individuen werden und unser eigenes Ding machen.» (Erin Pizzey, a.a.O.)

Dazu hat Esther Vilar eine gute Antwort gegeben, obwohl auch für sie gilt, daß sie ursprünglich Feministin war (nur eine der extrem seltenen anständigen), vielen unsinnigen Behauptungen der feministischen Szene widersprochen hat, jedoch nicht allen. Wer die Wahrheit erkennen will, muß weiterdenken, die blinden Flecke zeitgenössischer Sicht begreifen. Sie schrieb sinngemäß, daß es immer Rollen gäbe und geben müsse, denn sonst gäbe es auch keine Individualität. Wir würden zum Individuum dadurch, wie wir etwas tun. Das ist ein interessanter Ansatz, greift aber noch zu kurz.

Wir müssen das struktural und rein logisch betrachten, so wie Mathematiker Zahlen und abstrakte Objekte behandeln, um logische Gesetze aufzudecken, die unabhängig sind von physischen Verkörperungen, auf die wir Mathematik oder Logik anwenden. Mathematische Gesetze gelten immer. Alles subjektive müssen wir außen vor lassen. (Feministinnen haben wie üblich das genaue Gegenteil des nötigen getan und auf Subjektivität, politischen Kampf statt Objektivität und Wertfreiheit gesetzt.)

Individualität entsteht durch soziale Interaktion zwischen verschiedenen Menschen und beiden Geschlechtern. Sich selbst allein ohne Bezug auf andere definieren zu wollen, ist unmöglich, schadet der Reifung unserer selbst, des Individuums. Noch mehr gilt das für beide Geschlechter, die verstümmelt sind, wenn der Bezug aufeinander fehlt. Erst durch einen sozialen Tausch (also ‚Rollen’) finden sie Bezug und Verbindung – und sich selbst. Geschlechtliche Identität beruht auf Beziehungen zum anderen Geschlecht. Feminismus hat, bereits logisch völlig lächerlich, „Frauen in Bezug auf Frauen definieren” wollen, was so grotesk ist wie „links durch Bezug auf links” definieren zu wollen. Tatsächlich hat das Wort ‚links’ nur einen Sinn in Bezug auf ein ‚rechts’. Wenn es kein ‚rechts’ gibt, kann es auch kein sinnvolles ‚links’ geben. Gleiches gilt bereits logisch für ‚männlich’ und ‚weiblich’, was auch nur in Bezug aufeinander einen Sinn hat.

Darüber hinaus ist es eine menschliche Universalie, daß Frauen und Männer in einen kulturellen Tausch treten, was so alt ist wie unsere Art, oder wie die Hominiden. Das Entstehen dieser Tauschstruktur war ebenso wie das Entstehen der Sprachen eine spezifisch menschliche Eigenschaft, die grundlegend war bei der Menschwerdung, der Evolution des Menschen. Feminismus hat sich mit einer treibenden Kraft der Menschwerdung angelegt.

Gute Nacht. Der vom Feminismus betriebene Zusammenbruch abendländischer Zivilisation hat uns in einen Masochismus gestürzt, in dem verirrte Eliten und von ihnen indoktrinierte Massen ihre Selbstabschaffung und Selbstauflösung in einem Meer fremder Einwanderer, die eine angelockte Völkerwanderung in unsere Länder spült, uns den eigenen Untergang noch herbeisehnen und betreiben lassen.

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Fußnote

1 https://www.freitag.de/autoren/sidney-davenport/grunderin-der-frauenhausbewegung-schreibt-erschutternde-biographie

Das erfolgreiche Jammern der Feministinnen

Das erfolgreiche Jammern der Feministinnen

Angeborener evolutionärer Schutzmechanismus ist, daß Frauen jammern dürfen und dann sofort Hilfe erhalten. Ebenso angeboren werden Klagen von Männer als ‚jämmerlich’ abgetan. Solche Mechanismen zu mißbrauchen ist Kern aller feministischen Wellen. Ich behaupte nicht, daß dies absichtlich geschehen sei – viele Feministinnen mögen selbst auf als Schutzmechanismus angeboren schiefe Wahrnehmung hereingefallen sein, deren Schiefheit dann durch frauenbezogene Subjektivität ständig verschlimmert wurde in einer Art kollektiver Massenpsychose, die schließlich in Genderstudien und ‚Frauenforschung’ sowie anderen zum Ideologiefach umgekrempelten Fachbereichen institutionalisiert wurde.

Seit 150 Jahren jammern uns feministisch verführte Frauen die Ohren voll, wird ihnen reflexartig geholfen, recht gegeben, die gesamte Kultur abgewickelt, die Gesellschaft auf den Kopf gestellt. Es war immer dasselbe Spiel. Ebenso alt sind die Klagen über Frauenbevorzugung auf allen Ebenen: Was meist Frauen tun, wird entschuldigt, entkriminalisiert, was typischerweise Männer tun, wird scheel angesehen und kriminalisiert. Frauen erhalten Vorzugsbehandlung bis in Gefängnisse, Männer härtere Behandlung. Frauen werden bei gleichem Tatbestand viel seltener verurteilt und wenn, dann meist milder bestraft.1 Solche Klagen gibt es schon von 1888.2

Ebenso lange werden Männer wirtschaftlich ausgebeutet, von Frauen gewinnbringend entsorgt, wird Frauen fast alles geglaubt und Männern fast nichts. Jede feministische Welle wurde begleitet von Klagen über Familienzerstörung und Ausnutzung von Männern, die gewinnbringend geschieden, oder früher in die Psychiatrie entsorgt oder sonstwie entfernt wurden, um an ihren Besitz zu gelangen. Jungen hatten es bereits in den 1920er Jahren schwer, den Anforderungen der emanzipierten, burschikosen Mädchen zu genügen.3 Doch dafür sind wir taub; Männer, die das zur Sprache bringen, werden höhnisch beschimpft. „Mimimi” rufen dann alle. Angeborener Reflex, vom Feminismus weiter radikalisiert, noch ungerechter gemacht.

Seit 150 Jahren jammern Frauen. Nie kam ihnen in den Sinn, daß ihre Unzufriedenheit mit dem Verlust an Bedeutung zu tun haben könnte, den die Auflösung geschlechtlicher Kultur – der Ergänzung in Tausch – modernen Menschen bescherte. Verbissen kämpften sie für die Auflösung der Ergänzung, was Entfremdung der Geschlechter und Leere des Daseins potenzierte. Sie vergrößerten und verbreiteten die Ursachen ihres Leides, ihrer Unzufriedenheit. Denn die Auflösung geschlechtlicher Ergänzung, einer menschlichen Universalie aller Zeiten und Ethnien, kränkelt unsere eigenen Identität an, dazu unsre Bedeutung in Leben und Gesellschaft, und löst die Bezüge zwischen den Geschlechtern auf, die zentral sind für menschliches Leben und Kultur. Diese Auflösung verwirrt Menschen daher, nimmt ihnen Gewißheiten, Lebenssinn und Vertrauen zueinander. Ohne erlebte Gegenseitigkeit entwickeln wir auch keine Anteilnahme mehr mit Menschen, denen wir nicht länger durch Tausch verbunden sind.

Das führt dazu, daß Schneeflocken heute ihrer selbst unsicher sind, eher mit fremden Eindringlingen, die gar nicht hier sein dürften und die eigenen Männer verdrängen, Solidarität empfinden, als Gefühl und Anteilnahme für die verdrängten einheimischen Männer zu haben, mit denen sie nichts mehr verbindet. Solche Verwirrung erzeugt Unsicherheit und Ängste, die dann wieder neue feministische Kampagnen befeuern. Die Unsicherheit der entwurzelten Frau, die sich nicht mehr auf Männer oder Familie bezieht, Männern dadurch jedes Minimum an Anteilnahme raubt, ist der Grund für ihr Unbehagen mit der Gesellschaft, das dann in völliger Verdrehung einem ‚Patriarchat’ angelastet wird. Statt echtem Gefühl für Männer hat die feministisch entwurzelte Frau subjektive Sentimente, die Forderungen an andere sind. Ihre ‚Gefühle’ sind ichbezogen, frauenbezogen, somit das Gegenteil dessen, was reifes Gefühl ist: etwas verbindendes, das mitfühlt und Anteil nimmt. Solche Sentimente sind eine kämpferische Perversion.

Feminismus beruht in allen Wellen darauf, natürliche Bezüge zu Männern und dem männlichen Geschlecht zu kappen und zu zerschlagen. Was vorher hilfreich und als Liebesgabe mit Freude und Sehnen begrüßt wurde, erschien nach dem Zerstören der Bezüge als bedrohlich, negativ, störend oder als hinderliche Konkurrenz. Also entstanden Wut und Zorn auf Männer, die Gesellschaft und Männlichkeit überhaupt, was sich als ein roter Faden durch sämtliche feministische Wellen zieht. Ja, auch durch die sogenannte erste, sogar durch frühere präfeministische Wellen – das zu erkennen ist entscheidend wichtig, denn wer nur die heutigen Probleme erkennt, ist kurzsichtig und wird scheitern. Zorn und Wut entstammen genau jener Verwirrung der Geschlechter, die sie mit messianischem Eifer weiter verschärfen.

So wurde feministische Ideologie in allen Wellen zu einem geistigen Amoklauf, befeuert von hysterischer Irrationalität, die genau das noch weiter kaputtmachte, was ihnen fehlte, um ein zufriedenes, gesundes und glückliches Leben führen zu können.

Doch Männer hatten niemals die geringste Chance, zu Wort zu kommen oder ernst genommen zu werden mit Kritik an der Fehlentwicklung. Sie wurden von hysterisch keifenden und wütenden Feministinnen geplättet, und von Helfershelfern in Form männlicher Feministen, die mit der Dumpfheit und dem Charakter der heutigen ANTIFA und ihrem Umfeld, den professionellen Diffamierern wie Correctiv und AA-Stiftung, eben so lange feministische Hysterien unterstützten.

Das erfolgreiche, leider irregeleitete Gejammer der Frauen begann schon mit präfeministischen Wellen. Verwirrt in ihrer sexuellen Veranlagung und natürlicher Ergänzung – in feministischer, abwertender Begriffswahl ‚Geschlechterrollen’ – war bereits Wollstonecraft, auf die sich die Genderfraktion noch heute beruft. Deutlich war das die Ursache bei der ersten Welle, die weibliche Dominanz durch sexuelle Selektion zur einseitigen Zuchtwahl am Mann ausbauen wollte. Die Ungerechtigkeit solcher biologischer Dominanz haben bis heute weder Feministen noch Gesamtgesellschaft begriffen.

Das Gejammer der Feministinnen wiederholte sich in jeder feministischen Welle erneut. Immer litten sie an geheimnisvollen Problemen, deren Ursache sie nicht genau beschreiben konnten, und einfach einem erfundenen ‚Patriarchat’ angelastet wurden, was eine haltlose Verschwörungstheorie ist. Tatsächlich lag ihr Leid am Gegenteil, am Zusammenbruch der Kultur und natürlichen Ausgleichsmechanismen, den sie systematisch betrieben.

Feminismus aller Wellen war ein Amoklauf der Zerstörung, in dem leidende Frauen, die gar nicht wußten, woran sie leiden, sich eine Ideologie ausdachten, um die Ursache ihres eigenen Leides auf vermeintlich ‚böse Männer’ zu projizieren, die gesamte abendländische Kultur zu zerschlagen, wodurch sie die tatsächlichen Ursachen ihres Leids in der Gesamtgesellschaft verbreiteten.

Künftige Generationen wuchsen dann in den Problemen auf, die Feministinnen der vorigen Welle prägten, und konnten sich daher in deren Schriften und Ideen ‚wiederfinden’. Wären sie gesund und glücklich aufgewachsen, wären ihnen die früheren feministischen Wellen so absurd erschienen wie ihren Vorvätern und Vormüttern.

Fast niemand hat den ständig jammernden feministischen Frauen und Wellen vorgehalten, albern herumzujammern, ‚Mimimi’ zu machen. Dagegen wurden die berechtigten Klagen entrechteter, abgezockter, ausgeplündeter, als Finanzsklave oder Arbeitssklave mißbrauchter Männer, entsorgter und um ihre Kinder betrogener Väter, oder sexuell diskriminierter Männer höhnisch als ‚Mimimi’ verspottet, die protestierenden Männer als ‚Jammerlappen’ verhöhnt. Das war himmelschreiend ungerecht, nämlich exakt verkehrt herum. Die Klagen der Männer waren und sind berechtigt! Sie klagen nicht aus Gewohnheit, auch nicht aus Wehleidigkeit, sondern nur, weil Feminismus sie nachweislich unterdrückt, ausgenutzt, abgezockt und um ein erfülltes Leben betrogen hat.

Alle feministischen Wellen über wurden ungerechte, aus weiblicher Wehleidigkeit und feministischer Fehldeutung menschlicher Natur entstandene Klagen ernstgenommen, für berechtigt gehalten und rasch Unterstützung gewährt, wurden ideologische Forderungen erfüllt, die alles extrem verschlimmerten. Als vermeintliche Jammerei wurden dagegen berechtigte Einwände gegen solche unfaire Behandlung, Entrechtung und Ausnützung abgetan, die für manche entsorgten Männer und Väter einen Zustand der Sklaverei schuf, bei der Gerichte ihnen vorgaben, wie viel sie verdienen müßten, um eine vollverorgte, ihnen feindliche Frau oder gar Feministin dafür zu belohnen, gegen Männer zu kämpfen, ihnen die Kinder und Familie zu entziehen, sie zu beschimpfen.

Krasser kann Ungerechtigkeit nicht sein: Die einen dürfen grundlos jammern, die gesamte abendländische Zivilisation zerstören, erhalten Förderung ohne Ende, werden niemals dafür zur Rechenschaft gezogen oder der Jammerei bezichtigt. Die anderen werden entrechtet, versklavt, dürfen aber nicht protestieren, weil ihre berechtigten Einwände als Jammerei abgetan werden! Zynischer und verdrehter geht es wirklich nicht mehr!

Inzwischen ist auf diese Weise eine verkorkste Generation männlicher Duckmäuser ohne Rückgrat herangewachsen, die es gar nicht mehr wagen, allzu kritisch Feministinnen zu widersprechen, die gar keine Lust mehr haben, tiefer über den Widersinn der Ideologie nachzudenken. Wenn überhaupt, bleiben sie an der Oberfläche kleben, gewinnen keinen systematischen zeitübergreifenden Überblick.

Begreiflicherweise sind solche Generationen rückgratloser Duckmäuser feministischen Bewußtseins ideales Menschenmaterial für Gesinnungsdiktaturen, die feministisch gewordene westliche Staaten geschaffen haben. Auch die Ergebenheit der Bundesrepublikaner, besonders im stärker geschädigten Westdeutschland, angesichts der absurden demographischen Masseneroberung, hat in dieser Vorschädigung einen Grund.

50 Jahre Radikalfeminismus haben außer ganz wenigen Aktivisten niemanden aufwachen lassen. Meine Bücher werden heute sogar heftiger ignoriert als vor 20 Jahren, weil Charakter und Hirne zwanzig Jahre länger medial und umerzieherisch weichgespült wurden. Erst als andere Themen hinzukamen, Frauen in der Silvesternacht 2015 begriffen, vom Feminismus verraten und selbst zum Objekt eines zynischen Menschenexperiments gemacht worden zu sein, begann nennenswerter Widerstand zu entstehen. Seitdem wird zwar die voriger feministische Welle, die eng mit Massenmigration, offenen Grenzen und Globalismus verstrickt ist, zunehmend kritisiert, doch nur mit dem aus allen feministischen Wellen vertrauten Gejammer von Frauen.

So gut es sein mag, daß sie aufzuwachen beginnen, jammern sie in gleicher Weise weiter wie vorige Wellen, die den ganzen Schlamassel verursacht haben. Das Schicksal der seit Generationen unterdrückten Männer ist genauso schnurzegal wie zuvor; Einwände von Männern werden genauso eisig ignoriert wie immer. Die größere Last, das größere Leiden der Lastesel der Geschichte, des männlichen Geschlechts, das als Filter für Gene dient, zählen einen Schei*dreck. Ihnen wird nicht zugehört. Sie haben keine Chance, wieder eine verantwortliche Rolle zu übernehmen, zu ihrem alten Format zu wachsen. Männer sind so unterdrückt wie zuvor, nur noch zusätzlich verdrängt durch fremden Männerüberschuß aus uns feindlich gesonnenem Umfeld.

Gewiß liest sich folgender Text hervorragend, ist fast alles richtig und ungewöhnlich scharf ausgedrückt, was viel Lob anziehen wird. Doch Tatsache ist: Männer wollen ähnliches seit 50 Jahren in der West-BRD sagen, können und dürfen es aber nicht.

«Den „Feminismus” in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf
8. März 2018
Von NADINE HOFFMANN | Der „Feminismus” der Gegenwart ist so frauenfreundlich wie der real existierende Sozialismus funktioniert hat. …

In Wirklichkeit kämpfen diese testosteronaggressiven Gestalten (mit wenigen Ausnahmen) nicht für Sie, Ihre Mutter oder Tochter und auch nicht für mich, sondern nur für sich selber, für die Aufmerksamkeit, das Geld, die Macht, den Posten, die Karriere. Und sie tun es aufgrund des linksgrünen Zeitgeistes ohne Blut, Schweiß und Tränen, ohne Mühe und Anspruch, sie müssen nur einigermaßen schauspielerisch glänzend ihre Parolen in die Kameras schwingen und schon winken gutdotierte Pöstchen, lukrative Nebeneinnahmen oder Lehrstühle. Von der Studienabbrecherin zur „Feministin”, der Gesinnungsstaat macht’s möglich.

Feminismus und seine Produkte Gender und Quote sind Kriegsbegriffe, die jeden Kritiker verstummen lassen sollen, weil sie sich das Mäntelchen der Frauenrechte umgehängt haben. Sie sind die verbalen Waffen einer im Grunde kleinen Gruppe von Frauen, die den leichten Weg zum Erfolg gewählt hat, vielleicht, weil es zum echten, schweren Weg ob persönlicher oder beruflicher Mängel nicht reichen würde.
Und viele fallen darauf herein, so wie auf Werbung, salbungsvolle Worte oder das erfüllte Plansoll der DDR-Brigaden. Statt sich zu fragen: Was hat die ‚normale’ Frau in Deutschland davon, wenn irgendeine SPD-Nietin nun dank Quote in den Aufsichtsrat eines DAX-Unternehmens gehievt wird? Wenn immer mehr Genderlehrstühle aus dem Boden sprießen, wo Männerhasserinnen mit der Wissenschaftlichkeit von Kaffeesatzleserinnen Studien über 60 Geschlechter erstellen? Oder wenn die Amtssprache für viel Geld umbenannt wird, damit sich nur ja keine/r benachteiligt fühlt? Was haben wir Frauen, die wir nicht mit ‚Feminismus’ auf Heucheltour gehen, davon, während wir uns abends nach der Arbeit von unseren Männern abholen lassen aus Sorge vor Übergriffen, während wir nicht wissen, ob unsere Kinder in einem sicheren und sozialen Land aufwachsen, während wir nicht einmal mehr Kinder bekommen, weil die Altpolitik alles unternimmt, die Familiengründung so schwer wie möglich zu machen? Wir haben von diesen mediengeilen ‚Feministinnen’ keinen Gewinn! Wie auch Honeckers Reden keinem nach Freiheit sehnenden DDR-Bürger geholfen haben, helfen die Femen nur sich selber. …

Diese ‚Heldinnen’ hängen sich eine Burka über und vermarkten das allen Ernstes als frauenrechtsfördernde Kleidung.»4 (PI News)

So dankenswert, mutig und richtig das meiste des Artikels ist, bleibt es die frauenbezogene Nabelschau, die Feminismus aller Wellen gewesen ist.

Auch die mitteldeutsche Sicht ist nicht per se richtig, denn Kommunismus hat anfangs ebenfalls einen feministischen Kahlschlag gemacht, um das Heer der Arbeitskräfte zu vergrößern. Allerdings scheiterten die Experimente von Lenins Frau rasch und wurden ebenso schnell wieder zurückgenommen, um die Stabilität der Sowjetunion nicht zu gefährden. Das kommunistische System hat mit seinem Zwang ebenfalls für Verbiegungen gesorgt, darin aber Maß gehalten, weil sie – im Unterschied zu den 1968er Kulturrevolutionären im Westen – auf Stabilität bedacht waren. Es läßt sich feststellen, daß Kommunismus zwar zu Anfang natürliches Leben und überlieferte Kultur zurückgedrängt hat, dann aber stehengeblieben ist. Im bürgerlichen Westen verhielt es sich umgekehrt. Dort hatte anfangs ein größerer Rest an Überlieferung unserer in langen Zeiträumen gewachsenen Kultur überlebt. Zwar hatte auch der faschistische Staat Familien entmachtet, um Zugriff auf Kinder und weibliche Arbeitskräfte zu gewinnen, doch währte das nur 12 Jahre. Später aber, ab 1968, kehrte es sich um. Es begann in Westdeutschland eine rasche Selbstzerstörung, so daß sie hinter Mitteldeutschland zurückfielen, wo der Kommunismus nach anfänglicher Schädigung die Verhältnisse eingefroren hatte.

Außerdem können sich Menschen aus Mitteldeutschland vermutlich nicht vorstellen, was für ein extremes einseitiges weibliches Gejammer die feministischen Wellen in Westdeutschland – und in früherer Zeit in Gesamtdeutschland – gewesen sind. Hier könnte aufgrund der unterschiedlichen Geschichte ein Anflug von Mißverständnis vorliegen.

Daher ist es zwar erfreulich, daß sich Frauen gegen die Überflutung wehren. Männer verteidigen sie gerne gegen Gefahren. Doch diese weiterhin rein weibliche Perspektive verlängert den Grundfehler des Feminismus, mit dem alle diese Probleme geschaffen wurden. Es wäre äußerst schädlich, nach drei oder mehr zerstörerischen feministischen Wellen nun noch einen rechten Feminismus ähnlichen Strickmusters zu begründen. Feminismus muß aufgehalten und bekämpft werden! Feminismus muß abgewickelt werden wie die DDR, mitsamt dem Gesinnungsregime Angelas. Das Prinzip feministischen Jammerns muß diskreditiert und entsorgt werden. Stattdessen müssen die berechtigten Einwände und Argumente männlicher Verlierer endlich mit Sympathie gehört werden.

Fußnote

1 siehe Martin van Crefeld, „Das bevorzugte Geschlecht”

2 siehe „Ideologiekritik am Feminismus”

3 siehe „Ideologiekritik am Feminismus”

4 http://www.pi-news.net/2018/03/den-feminismus-in-seinem-lauf-haelt-weder-ochs-noch-esel-auf/

Feminismus kämpft gegen sich selbst und eingebildete Gegner, oder: Jede feministische Welle ist Sargnagel der vorigen feministischen Welle

Feminismus kämpft gegen sich selbst und eingebildete Gegner

oder: Jede feministische Welle ist Sargnagel der vorigen feministischen Welle

In meinen Sachbüchern wird belegt, wie feministische Wellen wiederholt wütend gegen das rebellierten, was vorherige feministische Wellen durchgesetzt hatten. Sie waren – vielleicht mit gutem Grund – unzufrieden mit der Stümperei, die frühere Frauenbewegungen betrieben, überlieferte Kultur damit verschlimmbessert hatten.

So belegte ich in „Ideologiekritik am Feminismus: Kampf gegen Mann, Natur und Kultur”, wie Frauenvereine der auslaufenden ersten Welle weltweit durchsetzten, daß Frauen von Arbeiten und Aufgaben entlastet würden, darunter auch im besetzten Japan. Sie waren empört davon, daß Frauen arbeiten mußten – Männer zwar härter und mehr, doch das sah ihr frauenfixierter Blick nicht. Sie forderten Entlastung. Ein dänischer Autor vermerkte, wie jene Frauenrechtlerinnen im teuren Nerz ein Luxusleben führten, das zu finanzieren manch ein Mann sich halb oder ganz totgearbeitet hat. Sie feierten exklusive Parties, die der „Gleichheit und Brüderlichkeit” ihrer Rhetorik zuwiderliefen. Wenig später beklagten Feministinnen wie Betty Friedan die Unterforderung der Frau; die Gesellschaft verlange zu wenig von ihnen. Statt verschwörungstheoretisch gegen ein erfundenes ‚Patriarchat’ zu wettern, das auf so geheimnisvolle Weise daran schuld sein solle, daß selbst Feministinnen nicht begründen können, worin diese ‚Schuld’ denn bestehen solle, hätten sie sich selbst als die Schuldigen an dem Problem erkennen müssen. Traditionelle Kulturen waren besser ausgereift und ausgeglichen als der Murx, den die erste feministische Welle verbreitete, und der Grund war, daß Frauen der zweiten Welle noch wütender rebellierten als zuvor.

Wir können das schlechte Spiel noch eine Welle zurückverfolgen. Vor der sogenannten ‚ersten Welle’ am Ende des 19. Jahrhunderts, mit der die Zählung üblicherweise beginnt, gab es eine viktorianische Frauenbewegung, die oft auch ‚Tugendbewegung’ genannt wurde, unter anderem für Sittenstrenge und Alkoholverzicht kämpfte, und von der heutigen feministischen Bewegung als Vorläufer anerkannt wurde. Diese hat laut folgendem Artikel das ‚Hemisphärenmodell’ durchgesetzt, das heute als ‚klassisches patriarchalisches Modell’ angesehen wird, obwohl es tatsächlich aus einer früheren feministischen Welle hervorging.

Da Frauen sowohl biologisch sexuelle Selektion ausüben, als auch Kleinkinder säugen und daher erzieherisch anfangs stärker prägen als Väter, darf uns nicht verwundern, daß familiäre Formen und geschlechtliche Arbeitsteilung ursprünglich aus dem Interesse der Frauen heraus geschaffen wurden. Es ist wie üblich ein krasser Trugschluß, sie auf ‚patriarchalisch’ Kräfte zurückzuführen. In freier Wildbahn, ohne moderne Technik, Papa Staat und andere Helferlein, entsprach die Arbeitsteilung einem dringenden Bedürfnis von Frauen, die schwanger werden und Kinder gebären konnten, die dann zu versorgen waren. Das ist mit Jagd und anderen gefährlichen oder große Mobilität verlangenden Arbeiten kaum vereinbar. Wir brauchen nicht einmal auf klassische Argumente wie Kraft und Mühe zurückzugreifen, die das noch weiter erhärten.

Ursprünglich war die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen – nicht etwa nur zwischen Gatte und Gemahlin – folglich dringender Bedarf des weiblichen Geschlechts. Es ist auch so, daß Frauen Untersuchungen zufolge stärkere Neigung haben, Männer aus weiblichen Gruppen herauszuhalten als umgekehrt Männer Frauen aus männlichen halten. Doch abstrakte Strukturen entwickeln ein Eigenleben, das sie von ihren Ursprüngen entfernt. Die Ergänzungsstrukturen entwickelten sich von einer Bevorzugungsmaßnahme für Frauen weg hin zu einem Ausgleichsmechanismus, einem Tausch der Geschlechter, zur Familie, zu Sippen, Stämmen, später Nationen und Staaten, sowie einer allgemeinen Arbeitsteilung, ohne die unsere moderne Welt weder funktionieren könnte noch jemals entstanden wäre.

«Die industrielle Revolution brachte eine Zunahme der Beschäftigung von Frauen mit sich. Die Feministinnen ihrer Zeit mochten das nicht, weil sie glaubten, der Platz einer Frau sei zu Hause, die Arbeit außerhalb des Hauses sei Aufgabe der Männer, und das ihr Zuhause — nicht aber Lohnarbeit — weiblicher Bereich sei. Sie kämpften lange und hart darum, die Trennung von Heim und Berufsarbeit an dieser Linie zu erreichen. Das Erreichen dieses Ziels war eines der Ergebnisse der viktorianischen Epoche.»1 (fathersforlife)

Wir können dem entnehmen, daß bereits die erste feministische Welle gegen etwas rebellierte, was ihrer Vorläuferinnen, die protofeministische viktorianische Frauenbewegung, aufgebaut hatte. Ursprünglich hatten Frauen, von in dieser Hinsicht bereits verwirrten adeligen abgesehen, mehr Aufgaben als nur im Hause. Von Teppichknüpferinnen des Orients bis hin zu Frauenzünften des Mittelalters hatten Frauen auch berufliche Verantwortung übernommen, nur eben nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung und Tausch mit Männern, was am klarsten in frühen, nicht monetären ethnischen Stammesgesellschaften wird. Ab 1730 drangen die Ideen der Aufklärung in das bürgerliche Leben vor, verdrängten zunehmend gewachsene kulturelle Strukturen. Leider erbrachte dies in Geschlechterfragen keine Besserung, sondern eine Verschlechterung des ursprünglich komplexen, vielfältigen und ausgewogenen Austauschs. Denn die Vernunft, die sich erkühnte, gewachsene natürliche Formen ‚vernünftiger’ umzugestalten, wurde von durchaus unvernünftiger, angeborener Fehlwahrnehmung irregeleitet. Bereits vor der Aufklärung waren Misandrie, Frauenverherrlichung – die schon die Minnezeit prägte – und die falsche Annahme verbreitet, Frauen seien früher im Naturzustande ‚unterdrückt’ gewesen. Tatsächlich verhält es sich umgekehrt: Weibliche Wahl treibt die Evolution; alle Frauen dürfen sich fortpflanzen, aber ohne kulturellen Ausgleich vermögen dies nur wenige Männer. (4,5 : 1 lautet das Verhältnis in den letzten 60.000 Jahren, vor 10.000 Jahren gar nur katastrophale 17 : 1) Für eine Beschreibung der Folgen siehe: „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln”.

«Robertson klärte, wer die falsche Vorstellung der vergangenen 200 Jahre formte. er schrieb daß – „um die Sicht zu propagieren (die zentral ist in der Ideologie der ‚Frauenbefreiung’), daß vor dem Aufkommen des modernen Feminismus Mütter nur deswegen zu Hause blieben, weil sie keine Alternative hatten – feministische Verfasser zu mühsamen und sich widersprechenden Umdeutungen der Frauenbewegungen vor 1960, ihren Zielen und Leitbildern, gezwungen waren”.[2]

Wer schuf die Hausfrauenrolle?

Was sind diese falschen Vorstellungen? Die erste ist, daß die Frauenbewegungen des 19,. Jahrhunderts wie ihre Gegenstücke des 20. Jahrhunderts eine Bemühung gewesen seien, Frauen aus den Fesseln des Hausfrauendaseins zu befreien. Die Tatsachen zeigen das genaue Gegenteil. Frauenorganisationen des ganzen Jahrhunderts kämpften, Frauen nicht von der Küche zu befreien, sondern von außerhäuslicher Erwerbsarbeit.

Das 19. war auch das erste Jahrhundert des Kapitalismus, der bereits in der ersten Dekade Frauen und Kinder in die Arbeitswelt zog, weil das Geschäft Arbeiter brauchte und Löhne geringhalten wollte. Um das zu bekämpfen, organisierte sich eine Bewegung, die hauptsächlich von Frauen geleitet wurde. Es waren diese Aktivisten, familienorientierte christliche Frauen, bei denen das Modell der „getrennten Sphären” mode war, ein Konzept, von dem Feministen später behaupten würden, es sei das Werk eines ‚frauenversklavenden Patriarchats’. …

Alexis de Tocqueville bemerkte, wie das Konzepte getrennter Sphären in den USA der 1830 wirkte. „Amerikanische Frauen engagieren sich ausschließlich in ‚ruhigen Kreisen häuslicher Beschäftigungen’… in keinem Land wurde so beständig dafür gesorgt wie in den USA, zwei klar getrennte Linien des Handelns zu ziehen für beide Geschlechter, und sie beide miteinander Schritt halten zu lassen, aber auf stets verschiedenen Wegen.” Mit anderen Worten, US-Amerikaner beantworteten die Führung der frühen Frauenbewegung, indem sie ein getrenntes, aber gleichwertiges Rollensystem ausarbeiteten.

Wer schuf ungleiche Löhne?

Diese Entwicklungen enthüllen die Täuschungen und Irrtümer der zweiten feministischen Welle. Es ist die Idee, das „Patriarchat” habe sich verschworen,Frauen getrennten, aber ungleichen Löhnen zu unterwerfen. Wieder zeigen die Fakten das Gegenteil, wie Robertson enthüllt. Die Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts kämpfte nicht um einen männlichen Lohn, sondern ein Familiengehalt. Es bevorzugte nicht Männer, sondern Familienernährer. Diese Grundsatz entsprang ihrer vordringlichen Besorgnis, Mütter sollen fähig sein, ihre ganze Zeit dem Aufziehen von Kindern und der Haushaltsführung zu widmen. Um das zu tun, mußten sie versorgt werden, und es war ihr Ehemann und Vater, der diese Versorgung liefern mußte, was bedeutete, daß sie einen ausreichenden Lohn verdienen mußten, nicht nur sich selbst, sondern ihre ganze Familie zu versorgen.

Die langwährenden Bemühungen, ein Familiengehalt zu etablieren, waren schließlich erfolgreich. Robertson schreibt, daß „es geschätzt wurde, daß 1960 ein Familiengehalt von 65 Prozent aller Arbeitgeber der USA und von 80 Prozent großer Firmen gezahlt wurde.”»2 (fathersforlife)

Gegner der Feministinnen erster Welle waren zu 90 Prozent Frauen, wie in „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft. Erster Band zur ersten Welle” dargelegt. Die Vorstellungen der ersten Welle von weiblicher Berufstätigkeit richteten sich gegen das von ihren viktorianischen Vorläuferinnen vor kurzem erst geschaffene Modell. Ähnlich war das, wogegen die zweite feministische Welle rebellierte, erst von ihren Vorläuferinnen der ersten und der protofeministischen viktorianischen Welle etabliert worden. Doch niemals begriffen sie das, sondern unterstellten Männern und einer hysterischen Verschwörungstheorie eines ‚Patriarchats’, was an eine Wahnvorstellung grenzte, an dem schuld zu sein, was ihnen mißfiel.

«Es ist eine Bewegung, deren Führerinnen Gleichheit als gleichmäßige Verteilung von Männern und Frauen bei allen Arbeiten, auf jeder Ebene aller Unternehmen betrachten … 50/50 querbeet. [Anmerkung des Übersetzers: Sind Arbeiten nicht attraktiv, sollen sie weiter Männern überlassen werden, kommen Feministen nicht auf die Idee, gleiche Beteiligung von Frauen zu erzwingen] Daher sind sie geschworene Feinde der heimgestaltenden Rolle, die zu etablieren so viele Frauen in den vorhergehenden 150 Jahren gekämpft hatten.

Diese falsche Vorstellung einer kleinen, einsamen Avantgarde ist in vielerlei Hinsicht verkehrt. Zunächst ist die Darstellung der Gegenkräfte falsch, denen sich diese neuen Feministen gegenübersahen. Angeblich sollte es die etablierte Ordnung, das Patriarchat sein. Tatsächllich bestand die Opposition zu diesem neuen Feminismus zu einem Großteil aus den Führerinnen des alten Feminismus. Sie waren die familienorientierten Frauen, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts als soziale Feministinnen” bekannt wurden. Sie waren die sozialen Feministen wie Frances Perkins, die erste weibliche Arbeitsministerin, die dafür kämpfte, das Familienlohnsystem zu erhalten, und die half, Mütterhilfsysteme einzurichten, so wie Aid to Dependent Children (ADC), die auf der traditionellen Familienstruktur gründeten.»3 (fathersforlife)

Interessant ist, wie feministische Wellen systematisch gegen das protestieren, was die vorige feministische Welle durchgesetzt hat. Wir haben das nun beim Übergang von der viktorianischen protofeministischen Welle zur ‚ersten Welle’ gesehen, dann nochmals beim Übergang der ‚ersten Welle’ zur zweiten Welle. Interessant ist nun, daß sich das Spiel beim Übergang von der zweiten zur ‚dritten’ Welle gerade wiederholt. Kürzlich erschien in der EMMA, so etwas wie ein Leitorgan der deutschen zweiten feministischen Welle, ein Artikel, der den Sinn des Genderismus in Abrede stellte. Zugleich wird Vertreterinnen der dritten Welle vorgeworfen, totalitär zu sein.

«Judith Butler schwärmte vor einigen Jahren von den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah als „progressiv” und nannte sie einen „Teil der globalen Linken”. Auch ihre Faszination für die Burka hält die Philosophin nicht zurück. Das mobile Stoffgefängnis sei eine „Übung in Bescheidenheit und Stolz”, das nicht etwa Frauen zum Verschwinden bringt, sondern einen „Schutz vor Scham symbolisiert” und deshalb zu konservieren sei»4 (EMMA)

Der zitierte Artikel nennt Gender Studien den Sargnagel des Feminismus. Wir können ergänzen: den Sargnagel des Feminismus zweiter Welle, so wie dieser seinerzeit der Sargnagel des Feminismus erster Welle und der Befreiung der Frau von den Mühen der Arbeit gewesen war, und die erste Welle wiederum der Sargnagel der frühfeministischen viktorianischen Frauenbewegung mit ihrem strikten Hemisphärenmodell der Geschlechter.

Alice Schwarzer, deren Männerhaß vielfach unübersehbar wurde, beim undistanzierten Feiern des Männerausrottungspamphlets S.C.U.M. von Valerie Solanas, bei ihren zu Männerwitzen umfunktionierten Judenwitzen, oder der Darstellung des männlichen Chromosoms und des Mannes als Verkrüppelung, wehrt sich gegen die dritte Welle, weil diese die Massenmigration unkritisch weiter unterstützt – was Feministen zweiter Welle seit 50 Jahren auch betrieben haben –, obwohl die schädlichen Folgen sich immer deutlicher zeigen. Weswegen? Die zweite Welle, darunter Alice Schwarzer, waren stark lesbisch geprägt. Daher leiden sie nicht am Verlust starker Männer. Bei heterosexuellen Feministinnen dagegen zeigt sich die Perversion ihres Hasses auf Männer, Männlichkeit und Kultur viel deutlicher: Nachdem Männern alles genommen wurde, was sie sozial erstrebenswert machte, ihnen half, die Hürde sexueller Selektion durch Frauen zu bestehen, vermochten einheimische Männer nicht mehr die unterdrückten Instinkte feministisch geprägter Frauen auszulösen. Denn diese Instinkte sind wie in Steinzeit und Urzeit, verlangen starke, überlegene Sieger. Also haben junge heterosexuelle Feministinnen (meist der dritten Welle) ein stärkeres Bedürfnis, inkompatible, unbegleitete Männer kriegstauglichen Alters aus den problematischsten und rückständigsten Zonen der Welt hereinzulassen, weil sie bei ihnen finden, was sie Europäern strengstens verboten haben.

Doch nun stellt sich die Frage: Was war vor dieser frühfeministischen Welle, deren Herumpfuschen an einer über Jahrtausende gewachsene Geschlechterkultur den Absturz in ein größeres Problem nach dem andern auslöste?

Das Hemisphärenmodell, das Frauen den geschützten, komfortablen Heimbereich zuordnet, den Männern aber Arbeit und Familienernährung außerhalb, war als industrielles Prinzip von viktorianischen und frühen Feministen durchgesetzt worden, nicht von Männern, deren Bürden dadurch stiegen. Männern oblag nun die alleinige Pflicht, das nötige Familieneinkommen zu erarbeiten. Weil ihr wirtschaftlicher Erfolg nun alleinige Stütze von Familie und Gattin waren, mußten Männer streng reguliert und verpflichtet, also letztlich gemaßregelt werden, damit sie sich ihrer Pflicht nicht entziehen, weil das für Familie und Gemahlin einer Katastrophe gleichgekommen wäre. Daher stammt eine gewisse Scheu unter Männern, die schlechte Erfahrungen mit einem misandrischen Staat und ausnutzenden Frauen gemacht haben, die sie gemeinsam abzocken.

Die Fehlentwicklung gerade des Feminismus zweiter und dritter Welle, das für Frauen, Anwälte und Staat profitable Familienunrecht, das auf Unterhaltsmaximierung und Zahlungsmaximierung von Mann an Frau ausgerichtet ist, hat ein modernes Sklavenhaltersystem errichtet. Sklaven sind zahlungsverpflichtete Männer, die über Steuern Feministinnen bezahlen, die gegen Männer und Männlichkeit kämpfen, sie überflüssig in der Gesellschaft und lächerlich machen, bereits die Identität und natürlichen Gefühle kleiner Kinder schädigen und letztlich kaputtmachen.

Profitabel ist es von schlechten Gesetzen gemacht worden, Männer und Väter zu entsorgen, um danach fürstlich von ihnen zu leben, sich selbst zu ‚verwirklichen’, während der Ausgenutzte arbeiten muß, um seiner Finanzsklavenhalterin Unterhalt, Alimente und Ausgleich zu erarbeiten und zahlen, die selbst Zeit für Müßiggang, Schimpfen auf Männer, Geschlechterkrieg gegen Männer hat, die versklavt hart dafür arbeiten müssen, ihr das zu ermöglichen. Der Mann darf sich nicht selbst verwirklichen, muß überzogene Zahlungserwartungen der Gerichte, Anwälte und Exe erfüllen, sich als Lastesel in der Tretmühle drehen, während sie mit seinem Geld tun kann, was sie gerade lustig ist. Aus diesem Grund stiegen Männer wie die von MGTOW aus ihrem Hamsterkäfig aus und drehten dem traditionellen System wie Frauen den Rücken zu.

Wir sehen also, daß jenes heute als ‚klassisch’ angesehene Modell, das von frühen Feministinnen installiert wurde, nicht die Lösung heutiger Probleme sein kann. Letztlich waren Frauen gelangweilt in dem, was manche später ‚goldenen Käfig’ nannten. Sie waren unterfordert, nicht überfordert, weil die Gesellschaft zu wenig von ihnen verlangte, wie eine Feministin der zweiten Welle schrieb. Dieses ‚Hemisphärenmodell’ galt übrigens im 19. Jahrhundert als ‚emanzipiert’ und war in Mode. Bismarck soll eine solche Ehe geführt haben, in der seine Frau in ihrer häuslichen Sphäre das Sagen hatte, ohne Einmischung des Mannes, wogegen er seine äußere Sphäre hatte. Andere sollen ihn für diese – damals ungewöhnliche – Haltung bewundert haben. Wir können noch weiter zurückgehen zu den alten Griechen, und werden in der hellenischen Literatur bei den drei großen Tragikern fündig, Homer und Hesiod. Eine Neigung zu solcher Einteilung scheint also alt und im Hintergrund über lange Zeiten wirksam zu sein. Bis zu einem gewissem Grade entspricht sie der menschlichen Natur – nur in gewissem Grade, das ist der Knackpunkt. Denn das Modell ist eine starke Vereinfachung, bei der etwas entscheidendes fehlt. Sehen wir uns dazu alte nomadische Kulturen an.

In „Die Genderung der Welt” zitierte ich als einzigen anständigen, nicht von Genderideologie überfrachteten Entwicklungshilfebericht einen katholischen Pater, der bei nomadischen Stämmen in Afrika gearbeitet hatte. Es gab, wie überall auf der Welt, eine klare geschlechtliche Arbeitsteilung. Männer hüteten und besaßen Herden großen Viehs, mit dem sich in heutiger Ausdrucksweise ‚eine Familie ernähren’ ließ. Viehherden nähren, Tiere können geschlachtet oder verkauft werden, was im Verantwortungsbereich der Männer lag. Die Frauen jedoch – und dies ist der Unterschied zu dem vereinfachten, rudimentären, nicht mehr richtig funktionierenden frühfeministischen Modell, das gut zur industriellen Revolution paßte, die Arbeit aus der ursprünglichen Kultur entfremdete und zur bezahlten Erwerbsarbeit machte –, waren eben nicht nur Hausfrauen für ihre Kleinfamilie.

Stattdessen gab es einen Tausch verschiedener Arbeiten und Produkte. Haushaltsgegenstände, Kleidung, so gut wie alles, was benötigt wird, gab es ursprünglich nicht in einem Laden, Kaufhaus oder im Weltnetz für Geld zu kaufen. Die meisten Dinge wurden nicht für Geschäfte und Verkauf, sondern für den eigenen Bedarf hergestellt.

Frauen fertigten Haushaltsbedarf an: Sie flochten Körbe und das meiste, was im Haushalt gebraucht wird. Eine genauere Aufstellung, wer was machte, kann bei dem Pater oder Ethnologen nachgelesen werden. Die Verteilung variiert von Kultur zu Kultur, obwohl einige wichtige Grundaufgaben ziemlich verläßlich gleich an entweder Männer oder Frauen verteilt sind, so wie es offenbar evolutionär angelegten Neigungen entspricht.

Es gab also einen Tausch zwischen Männern und Frauen auch bei Bedarfsgegenständen und Nahrung. Jahrmillionen waren Männer vor allem Jäger, Frauen überwiegend Sammler, die Beeren, Wurzeln und andere wildwachsende Nahrung einsammelten. An dieses Modell hat sich unsere Natur im Laufe von Jahrhunderttausenden, wenn nicht sogar Jahrmillionen, angepaßt. Es versagte in dem Augenblick, als die neolithische Revolution ermöglichte, sich überwiegend von der Landwirtschaft zu ernähren. Die Bedeutung der Jagd ging zurück. Strukturell bedeutete das eine Krise der Geschlechterrollen, denn es war nötig, neue zu finden. Wie in meinen Büchern belegt, brachen in jener Übergangszeit die Fortpflanzungschancen von Männern bis auf katastrophale 17 Mütter auf einen Vater zusammen, was bedeutet, daß sich mindestens 94 % der Männer nicht fortpflanzen konnten.

In „Kultur und Geschlecht” wurden Stämme der Regenwälder erwähnt, in denen es – auf verschiedenen Kontinenten – Männer waren, die Urwaldriesen in gefährliche Höhen hinaufkletterten, wo sich Bienennester in Löcher des Stammes gegraben hatten. In gefährlichen Höhen griffen sie mit bloßen Händen in die Nester, von den Bienen wütend stechend verteidigt, was auch Räucherwerk nicht verhindern konnte –, um die Waben mit Honig herauszuangeln. Solche gefährlichen und schmerzlichen Arbeiten, bei denen man leicht zu Tode fallen kann, sind immer männlich. Der Honig wurde dann von den erfolgreichen Männern mit den Frauen geteilt. Die Gabe von Honig sei, so hieß es, auch ein erster Schritt Richtung intimer Beziehung – womit wir zur sexuellen Selektion durch Frauen kommen und männlichen Methoden, sie zu bestehen. So betrachtet sind die meisten männlichen Leistungen eine Erfordernis, um von Frauen geliebt zu werden, und eine Gabe an Frauen. Feminismus hat alles völlig falsch verstanden. Denn der Sinn der spezifisch männlichenTätigkeit war, eine Gabe zu sein, was nach Emanzipation nicht mehr möglich ist. Ihren eigentlichen sozialen und geschlechtlichen Sinn hat Arbeit somit verloren.

In allen ursprünglichen, natürlichen Kulturstufen gab es einen solchen umfassenden Tausch, der eher ein Gruppentausch aller Männer mit allen Frauen war, nicht beschränkt auf eine Familie und einen Haushalt. Somit entfällt der Verpflichtungsdruck der feministischen Variante, denn eine Trennung läßt die Frau nicht aus dem Tauschsystem fallen. Sie tauscht ihre Gaben ja nicht nur mit dem Mann, sondern mit der Gruppe der Männer, sozusagen der ganzen Gemeinschaft. Es besteht mehr Selbstverantwortung als im Hemisphärenmodell, erst recht als im modernen Sozialstaat, der halt für alle sorgen soll, brav Geld lockermachen, wenn jemand keine Arbeit hat, oder einfach faul und bequem vom Fleiß anderer leben will.

Zwar kann und soll der Mann im wesentlichen als Familienernährer gelten – sonst wäre weder der urzeitliche Jäger, noch der Mann eines Urwaldstammes, noch der Hirtennomade attraktiv gewesen, für eine Liebesbeziehung oder Heirat in Betracht gekommen. Doch die Frau bringt genauso Fleiß auf und Gaben ein in den Tausch. In der Urzeit mochten das Knollen, Früchte, Nüsse und Wildgetreide gewesen sein, während Männer das nahrhafte Fleisch einbrachten. Bei den Viehnomaden wissen wir von Haushaltsgegenständen, die Frauen fertigten.

Übrigens gelten solche Stämme als ‚arm’, wenn sie außerhalb des Geldsystems leben und daher wenig Geld besitzen, wenn überhaupt. Doch solange sie kein Geld brauchen, weil sie alles benötigte selbst herstellen können, gehen solche Statistiken meilenweit an der Realität vorbei. Manch einem Mensch moderner Zeiten, der sehr viel mehr Geld besitzt, geht es viel schlechter, weil ihm viel mehr fehlt als einem noch sich selbst genügenden Stamm.

Frauen brauchen also im Falle einer Trennung nicht den Verlust ihrer Existenz befürchten, den Verlassenen nicht belasten, was von Männern den Druck nimmt, der letztlich im Ausstieg endet wie bei MGTOW. Das ursprüngliche Modell, bei dem die Familie eingebettet war in einen umfassenderen geschlechtlichen Gabentausch der Gemeinschaft, war also besser und ausgeglichener als das frühfeministische, verarmte Sphärenschema, das aber immerhin noch die Familie stärken wollte. („Gewollt ist oft schlecht gekonnt.”) Spätere Feminismen wollten dann das bereits verarmte Sphärenmodell zusammen mit der Familie (in klassischer Wortbedeutung) zerstören.

Wir sehen, wie Feminismus in allen Wellen schädliches bewirkt hat, ihre Vertreterinnen gegen die Folgen dessen rebellierten, was ihre Vorgängerinnen angerichtet hatten. Nachdem sich diese Hysterien ausgetobt und verbrannte Erde hinterlassen haben, tragen wir nun die Bürde und Verantwortung, eine funktionstüchtige und lebenswerte Kultur mit vielfältiger Ergänzung wieder aufzubauen. Übrigens hat Esther Vilar bereits in den 1970er Jahren ähnlich argumentiert. In drei Büchern zu diesem Thema schrieb sie ebenfalls sinngemäß, die natürliche Veranlagung ginge in Richtung geschlechtlicher Aufgaben. Wir sollten eine neue Aufteilung ersinnen. Wer für die Liebe sei, werde mitmachen.

Wenn wir die Liebe zwischen beiden Geschlechtern retten wollen, müssen wir Bezüge und Ergänzung wieder aufbauen. Sobald sich die Hysterie ausgebrannt hat, wieder Vernunft einkehrt, kann ich Vorschläge für den Wiederaufbau einer Geschlechterkultur einreichen.

Dieser Artikel wird in einem künftigen Buch „Abrechnung mit dem Feminismus” weiter ausgearbeitet enthalten sein.

Fußnoten

1 «The Industrial Revolution brought about increasing employment of women. The feminists of the time didn’t like that, because they thought that women’s place was in the home, that work outside the home was men’s domain, and that home — not working for wages — was women’s domain. They fought long and hard to achieve the separation of home and work along those lines. The achievement of those goals was one of the outcomes of the Victorian age.» (http://fathersforlife.org/hist/indrev.htm)

2 «Robertson makes it clear who formed the misperceptions of our past 200 years. He writes that – “in order to propagate the notion (central to their ideology of women’s liberation) that before the dawn of modern feminism mothers stayed at home to raise their children only because they had no alternative – feminist writers have been forced into a tortuous and self-contradictory interpretation of the pre-1960s women’s movement, its goals and its guiding principles.”[2]

Who created the housewife role?
What are these misperceptions? The first is that the women’s movement of the 19th Century was like its 20th Century counterpart, an effort to liberate women from the bondage of housewifery.
The facts show exactly the opposite. Women’s organizations throughout that century fought to liberate women not from the kitchen but from the workplace.
The nineteenth was also the first century of capitalism, and as early as its first decade it was pulling women and children into the workforce because businesses needed workers and wanted to depress wages. To combat this system a movement was organized, led largely by women. It was these activists, family-centered Christian women, who fashioned the “separate spheres” concept which feminists would later claim was the work of the woman-enslaving Patriarchy. …
Alexis de Tocqueville took note of how the separate spheres concept was working in the America of the 1830. “American women engaged themselves exclusively in ‘the quiet circle of domestic employments.’… in no country has such constant care been taken as in America to trace two clearly distinct lines of action for the two sexes and to make them keep pace one with the other, but in two pathways that are always different.” In other words, Americans responding to the guidance of the early woman’s movement worked out a separate but equal gender role system.
Who created unequal wage rates?
These developments reveal the fallacies of the second feminist misperception. It is that “the Patriarchy” connived to subject women to separate but unequal wage rates. The facts, as Robertson discloses them, again show otherwise. The women’s movement of the 19th Century struggled to establish not a male but a family wage. It did not favor men; it favored breadwinners. This policy derived from their primary concern that mothers should be able to devote full time to raising children and managing a home. To do that they had to be provided for, and it was the husband and father who had to do the providing, which meant that he had to earn a wage sufficient to support not only himself but his entire family.
The long enduring effort to institutionalize the family wage eventually succeeded. Robertson writes that “it has been estimated that by 1960 a family wage was paid by 65 percent of all employers in the United States and by 80 percent of the major industrial companies.”» (http://fathersforlife.org/hist/all_the_past2.htm?

3 «It’s a movement whose leaders consider equality as equal distribution of men and women throughout the workforce, at every level in every enterprise…50/50 across the board. It is therefore the sworn enemy of the homemaker role that so many women struggled to establish during the previous 150 years.
This misperception about the small lonely vanguard is wrong in several ways. It’s wrong first of all in its depiction of the opposition these new feminists faced. It was supposed to be the established order, the Patriarchy. In fact, a great part of the opposition to the new feminism were leaders of the old feminism. They were the family-friendly women who in the mid-twentieth century came to be known as “social feminists.” There were social feminists like Frances Perkins, the first female Secretary of Labor, who fought to maintain the family wage system and who helped establish mother support systems, such as Aid to Dependent Children (ADC) based on the traditional family structure.» (http://fathersforlife.org/hist/all_the_past2.htm)

4 http://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569

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