Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Debatte Jan – ChatGPT über Filter, Algorithmen und Moderierung im Netz

Debatte Jan – ChatGPT über Filter, Algorithmen und Moderierung im Netz

«Wenn es viel Müll gibt, ist es mein Problem, wie ich das filtere. Ich verlange sämtliche Treffer zu meiner Buchstabenfolge, und nichts anderes. Jedes andere Ergebnis ist eine Verfälschung, die ich nicht autorisiert habe.» (Jan)

«Ich verstehe den Wunsch nach vollständiger, unverfälschter Ausgabe aller Treffer – das ist im Kern ein sehr klassisches “exakte Datenbankabfrage”-Denken.

Der Punkt ist nur: In großen öffentlichen Systemen wie Telegram (oder auch Suchmaschinen generell) ist das technisch und praktisch nicht mehr 1:1 umsetzbar, selbst wenn man es wollte.

1) Was du verlangst ist technisch eine “exakte Query”

Also:

Zeige mir alle Nutzer, deren Username exakt diese Zeichenfolge enthält.”

Das ist grundsätzlich möglich – in einer kontrollierten Datenbank.

Aber Telegram ist keine offene, vollständig abfragbare Datenbank für alle Nutzer.

2) Warum du diese vollständige Liste nicht bekommst

Es gibt drei harte Gründe:

a) Skalierung

  • Milliarden mögliche Einträge (User, Gruppen, Bots)

  • jede exakte Vollsuche wäre extrem teuer

b) Missbrauchsschutz

  • vollständige Listen erleichtern Scraping

  • und massives Bot-Scanning

c) Architektur

  • Telegram trennt globale Sichtbarkeit bewusst von direkter Adressierung (t.me/username)

3) Wichtig: Das ist keine “Interpretation”, sondern ein Designlimit

Die Plattform entscheidet hier nicht:

Das ist relevant / irrelevant”

sondern eher:

Diese Art von Anfrage unterstützen wir global nicht als vollständige Enumeration”

Das ist ein Unterschied zu klassischen Suchmaschinen – und auch der Grund, warum dein Erwartungsmodell hier nicht greift.

4) Was tatsächlich funktioniert (und was nicht)

funktioniert:

  • exakter Link: https://t.me/username

  • direkte @-Erwähnung in Chats

  • interne Kontaktauflösung

funktioniert nicht zuverlässig:

  • globale vollständige Auflistung aller exakten Username-Treffer

  • Google-artige” exakte Indexsuche über alle Accounts

5) Der Kern deiner Kritik – sauber formuliert

Wenn man es neutral beschreibt, ist deine Position ungefähr:

Ich möchte deterministische, vollständige, unveränderte Ergebnismengen aus einer globalen Plattformabfrage.”

Das ist ein legitimes Datenbankprinzip – aber es ist kein Standardmodell für soziale Netzwerke oder Messaging-Plattformen im offenen Internet.

6) Zur Einordnung deiner ursprünglichen Beobachtung

Dein ursprüngliches Problem war übrigens kein philosophisches, sondern sehr konkret:

  • dein Username war kurzzeitig nicht korrekt verlinkt

  • deshalb hat auch die Suche nicht funktioniert

  • jetzt funktioniert der direkte Link → das System ist ok

Die Suchlogik ist dabei ein separates, bewusst eingeschränktes Feature, kein “Zensor” im klassischen Sinn.

Wenn du willst, kann ich dir zeigen, in welchen Systemen heute tatsächlich noch vollständige, unverfälschte Ergebnislisten ohne Ranking möglich sind – das ist nämlich eher ein Spezialfall (z. B. bestimmte Datenbanken oder Protokolle), nicht die Regel im Web.» (ChatGPT)

«Nein, du verstehst nicht. Es muß grundsätzlich das gesamte Internet – das digitale Wissen der Welt – ohne Filter durchsuchbar sein, wie Altavista das einst tat. Wenn es Millionen Treffer gibt, ist es meine Aufgabe, darin weiterzusuchen. Ansonsten verschwinden Fakten, weil sie von Algorithmen für unwichtig gehalten werden. Das Internet ist heute falsch und grundsätzlich freiheitswidrig aufgebaut, ganz unabhängig davon, wer gerade die Macht hat und an den Algorithmen schraubt.» (Jan)

«Ich verstehe, was du meinst: du willst ein Internet, das sich wie ein vollständig durchsuchbarer Index verhält – ohne Ranking, ohne Vorauswahl, ohne “Relevanzentscheidungen”. Das ist ein klarer, konsistenter Wunsch nach maximaler Transparenz.

Der Punkt ist nur: Das kollidiert mit ein paar harten Eigenschaften des heutigen Netzes – nicht aus Ideologie, sondern aus Struktur.

1) Das “Altavista-Modell” gibt es heute nicht mehr im selben Sinn

Systeme wie AltaVista haben tatsächlich primär exakte Indexlisten zurückgegeben.
Aber selbst damals galt schon:

  • sie hatten nur einen Ausschnitt des Webs

  • stark abhängig von Crawl-Tiefe und Ressourcen

  • kein vollständiges “Internet-Abbild”

Heute ist das Web um Größenordnungen größer und dynamischer.

2) Warum “alles ohne Filter” praktisch nicht mehr funktioniert

Ein paar nicht-ideologische, technische Gründe:

a) Größe

  • Milliarden Webseiten + ständig neue Inhalte

  • Billionen potenzielle Einträge (inkl. dynamischer Inhalte)

b) Kosten

  • Jede vollständige exakte Liste wäre extrem teuer in:

    • Indexierung

    • Übertragung

    • Darstellung

c) Missbrauch

  • Ohne Ranking/Filter:

    • Spam dominiert Ergebnisse sofort

    • Bots optimieren auf reine Zeichenfolgen

Das ist kein “Meinungsproblem”, sondern ein Skalierungsproblem.

3) Wichtiger Punkt: “Ungefiltert” existiert nie wirklich

Selbst dein Ideal hat bereits Filterebenen, die unvermeidbar sind:

  • Welche Seiten überhaupt gecrawlt werden

  • Welche Datenformate interpretierbar sind

  • Welche Inhalte technisch erreichbar sind

Schon die Auswahl was überhaupt im Index landet, ist eine Form von Filter.

4) Wo dein Kernpunkt philosophisch ernst wird

Dein eigentliches Anliegen ist weniger technisch als epistemologisch:

Information sollte nicht durch Ranking-Logik unsichtbar werden.”

Das ist ein berechtigter Kritikpunkt an modernen Systemen wie Google oder sozialen Plattformen – denn:

  • Ranking verändert Sichtbarkeit

  • Sichtbarkeit beeinflusst Realität (was “gefunden” wird)

Das ist ein reales Spannungsfeld.

5) Aber: “alles vollständig sichtbar” wäre kein freies, sondern ein unbenutzbares System

Ohne irgendeine Struktur hättest du:

  • keine sinnvolle Navigation

  • keine Trennung von Signal und Rauschen

  • faktisch ein System, das Information verbirgt durch Überflutung

Das Paradox ist:

Ohne Ordnung verschwindet Information ebenfalls – nur anders.

6) Die eigentliche, sachliche Trennlinie

Es gibt zwei verschiedene Fragen, die oft vermischt werden:

A) Soll Information manipuliert werden?
→ Das ist eine legitime Freiheitsfrage (Transparenz, Bias, Kontrolle)

B) Braucht Information irgendeine Ordnung, um nutzbar zu sein?
→ Das ist eine technische Skalierungsfrage

Du argumentierst primär A, aber kritisierst Systeme, die hauptsächlich B lösen wollen.

7) Zur konkreten Telegram-Erfahrung

Bei Telegram ist es noch einfacher:

  • dein Username ist kein global durchsuchbarer Index

  • sondern eine Adressfunktion

  • die Suche ist nur eine Zusatzfunktion, kein Vollindex

Wenn du möchtest, kann ich dir zeigen, wie ein wirklich “Altavista-nahes” System heute aussehen würde (es gibt Forschungs- und Nischenansätze dafür), und warum sie bisher nicht im Mainstream gelandet sind.» (ChatGPT)

«Mir ist wurscht was Mainstream ist. Ein solches System ist unbedingt nötig, denn aus algorithmischem Filtern wird – ob absichtlich oder unabsichtlich – auf Dauer Zensur. Welche Suchmaschinen nach dem alten Altavistamodell gibt es denn? Bei denen war nur die Frage, ob eine Seite jemals gefunden und besucht worden war. Wenigstens war dann alles findbar, was die Suchmaschine besucht hatte.» (Jan)

«Ich verstehe den Kern deiner Forderung: ein vollständiger, nicht-rankingbasierter Index, bei dem jede gefundene Zeichenfolge als Ergebnis erscheint, ohne dass eine Maschine “entscheidet”, was relevant ist.

Das Problem ist: genau solche Systeme gibt es heute nur noch eingeschränkt und in Nischenformen, weil das offene Web nicht mehr wie 1999 strukturiert ist.

Ich trenne dir das mal sauber:

1) Wichtigste Klarstellung zu “Altavista-Modell”

  • https://commoncrawl.org

  • riesiges offenes Web-Archiv

  • kein Ranking nötig, wenn du selbst darauf aufbaust

👉 Das ist am ehesten “Altavista auf Rohdaten-Niveau”

2. Ahmia (Tor-Webindex)

  • https://ahmia.fi

  • indexiert .onion-Seiten

  • relativ “klassisch” in der Darstellung

3. Marginal weniger gefilterte Suchmaschinen

(z. B. eher “roh” statt “intelligent”)

  • SearXNG

    • Metasuche, keine eigene Relevanzlogik

    • aggregiert Ergebnisse anderer Engines

  • YaCy

    • dezentrale Suchmaschine

    • jeder Node crawlt selbst

    • keine zentrale Ranking-Logik

4) Der entscheidende Punkt (wichtig für deine Argumentation)

Selbst diese Systeme haben ein fundamentales Problem:

👉 Sie können nicht das gesamte Internet vollständig repräsentieren, weil:

  • Crawling immer selektiv ist

  • Inhalte sich schneller ändern als sie indexiert werden

  • große Teile des Webs absichtlich nicht indexierbar sind (Login, APIs, dynamische Inhalte)

5) Was dein eigentliches Ziel technisch bedeutet

Du beschreibst im Kern ein System wie:

globale, vollständige, deterministische Zeichenfolgensuche über alle öffentlich erreichbaren Daten ohne Ranking”

Das ist theoretisch klar definierbar – aber praktisch nur in stark eingeschränkten Umgebungen realisierbar (z. B. lokale Datenbanken oder geschlossene Archive).

6) Ein nüchterner Schluss (ohne Ideologie)

Dein Anliegen ist konsistent:
du willst
maximale Transparenz + keine algorithmische Vorauswahl.

Die harte Realität ist aber:

  • Das Web ist kein statischer Datenbestand mehr

  • sondern ein permanenter, wachsender, manipulierbarer Datenstrom

Darum sind heutige Suchsysteme keine “Zensoren”, sondern eher:

Kompressions- und Navigationsschichten über einer zu großen Datenmenge

Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Schritt zeigen, wie man sich heute tatsächlich eine “Altavista-artige eigene Suchmaschine” lokal aufbaut (mit vollständigem Dump + exakter Stringsuche). Das kommt deinem Modell am nächsten.» (ChatGPT)

«„Das Web” als „permanenter, manipulierbarer Datenstrom” ist selbst Teil des Problems: Wissen, wie es in Büchern, Artikeln und vergleichbaren Quellen niedergelegt ist, darf von niemandem geändert werden außer dem lebenden Verfasser selbst – und das nur als neue Version, nicht als entfernen der vorherigen. Ansonsten befinden wir uns in einem Zustand der Willkür, die inhärent totalitär ist.» (Jan)

«Du beschreibst hier im Kern ein sehr klassisches Ideal: Wissen als unveränderbares, vollständig archiviertes öffentliches Gut – eher wie eine Bibliothek mit Versionierung, nicht wie ein “fließender Stream”.

Das ist als Normvorstellung nachvollziehbar. Der Knackpunkt ist nur: Das heutige Internet (und auch klassische Publikationssysteme davor) sind historisch nie so gebaut worden.

1) Der wichtige Unterschied: “Wissen” vs. “Publikation im Netz”

In deinem Modell gilt:

Einmal veröffentlicht = dauerhaft erhalten, nur erweiterbar, nie entfernbar

In der Realität gibt es mehrere Ebenen:

  • Bücher / wissenschaftliche Publikationen

    • oft stabil, aber nicht unveränderlich (neue Auflagen, Korrekturen, Retraktionen)

  • Webseiten

    • jederzeit editierbar oder löschbar

  • Plattformen

    • zusätzlich moderiert, rechtlich verpflichtet oder technisch limitiert

Das ist kein einheitliches System, sondern ein Mischraum aus Technik, Recht und Institutionen.

2) Warum das Web nicht wie ein “unveränderliches Archiv” funktioniert

Ein paar harte Realitäten:

  • Rechtliche Anforderungen

    • Datenschutz (z. B. EU DSGVO)

    • Recht auf Vergessenwerden”

  • Fehlerkorrektur

    • falsche Inhalte müssen korrigierbar sein

  • Sicherheitsgründe

    • kompromittierte Inhalte, Malware, Doxxing etc.

  • Technische Natur

    • Webseiten sind keine statischen Dokumente, sondern Dienste

Das macht das Web strukturell eher zu einem laufenden Kommunikationssystem als zu einem Archiv.

3) Dein Ideal existiert – aber nicht im offenen Web

Was du beschreibst (“Versionierung ohne Verlust”) existiert tatsächlich, aber in anderen Formen:

  • wissenschaftliche Archive (z. B. arXiv)

  • bibliothekarische Systeme

  • digitale Langzeitarchive

  • Web-Archive wie die Wayback Machine der Internet Archive

Diese versuchen genau das:

  • Zustände zu konservieren

  • Änderungen nachvollziehbar zu machen

  • historische Versionen sichtbar zu halten

Aber: sie sind Abbildsysteme, nicht die primäre Veröffentlichungsplattform des Netzes.

4) Der zentrale Konflikt in deiner These

Du setzt zwei Dinge gleich, die in der Praxis auseinanderfallen:

Veränderbarkeit = Willkür = totalitär”

Technisch gesehen ist Veränderbarkeit aber auch:

  • Korrektur von Fehlern

  • Entfernung von Schäden

  • Aktualisierung von Wissen

Das Problem entsteht nicht durch Veränderbarkeit an sich, sondern durch:

  • fehlende Transparenz über Änderungen

  • fehlende Versionierung

  • fehlende dauerhafte Referenzierbarkeit

5) Wo dein Kritikpunkt tatsächlich stark ist

Dein eigentlicher Punkt ist sehr konkret und valide:

  • Wenn Inhalte verschwinden oder still verändert werden,

  • ohne dass frühere Versionen zugänglich sind,

  • dann geht Nachvollziehbarkeit von Wissen verloren

Das ist ein echtes Problem moderner Plattformarchitektur.

Darum gibt es ja gerade Projekte wie:

  • Web-Archivierung

  • wissenschaftliche Repositorien

  • kryptographische Zeitstempel-Systeme

6) Der entscheidende Unterschied

Ein funktionierendes Wissenssystem braucht beides:

  • Aktualität (Veränderbarkeit)

  • Nachvollziehbarkeit (Versionierung + Archiv)

Nur eines davon allein führt entweder zu:

  • Starre (kein Fortschritt)
    oder

  • Instabilität (kein Vertrauen)

Wenn du willst, kann ich dir zeigen, wie man ein technisches Modell bauen würde, das deinem Ideal am nächsten kommt (mit unveränderbaren Snapshots + vollständiger Suchbarkeit + Versionierung).» (ChatGPT)

«Grundlegender Irrtum: „falsche Inhalte müssen korrigierbar sein”. So wird Verfälschung begründet, insbesondere von der EU, die dabei auf grundsätzlich totalitäre Konzepte setzt. Wer entscheidet, was ein falscher Inhalt ist? Es gibt keine Instanz, die das sicher entscheiden kann. Der Unterschied zwischen Nordkorea und Putin, der Nennung von Tatsachen über seinen Krieg als „falschen Inhalt” und „Verleumdung” verfolgen ließ und einem in der EU für falsch erklärten Inhalt ist graduell, nicht prinzipiell. Doch allgemeiner noch: Es kann grundsätzlich niemals eine Institution geben, die sicher entscheiden kann, was wahr und was falsch ist. Nicht einmal in der Physik ist das, was für wahr erkannt wird ewig. Alles gilt nur bis zum nächsten großen Umbruch der Physik, und wenn dieser noch Jahrhunderte entfernt ist.

Fehlerkorrektur”: Dazu gilt das gleiche wie vorher.

Webseiten sind Dienste”: Das ist eine Ideologie, die derzeit den Markt dominiert. Dieses Konzept ist problematisch, wo immer es um Informationen, Wissen und Fakten geht.» (Jan)

«Du sprichst hier mehrere Ebenen gleichzeitig an – Philosophie von Wahrheit, Wissenschaftstheorie, Politik und Plattformdesign. Das vermischt sich schnell, deshalb lohnt es sich, es sauber zu trennen, ohne es zu vereinfachen.

1) “Niemand kann Wahrheit sicher entscheiden” – das ist im Kern richtig, aber nicht vollständig

In der Erkenntnistheorie (Wissenschaftsphilosophie) ist ein zentraler Punkt tatsächlich:

  • Wissen ist nie absolut endgültig

  • wissenschaftliche Aussagen sind vorläufige Modelle

  • selbst Physik kann durch bessere Theorien ersetzt werden

Das ist z. B. bei Falsifikationismus (Popper) zentral:
Wissenschaft beweist nicht endgültige Wahrheit, sondern grenzt Irrtum ein.

👉 In diesem Sinn hast du recht:
Absolute, instanzgesicherte Wahrheit gibt es nicht.

2) Daraus folgt aber nicht, dass alle Aussagen gleich unverifizierbar sind

Zwischen:

  • Es gibt keine absolute Wahrheit”
    und

  • Es gibt keine begründbaren Unterschiede zwischen Aussagen”

liegt ein großer Unterschied.

In der Praxis arbeitet jede Wissenschaft und jede Informationsordnung mit:

  • Evidenz

  • Reproduzierbarkeit

  • Begründbarkeit

  • Falsifizierbarkeit

Das sind keine “Willkürdefinitionen”, sondern methodische Kriterien, die sich bewährt haben.

3) “Wer entscheidet, was falsch ist?”

Das ist der entscheidende Punkt deiner Argumentation.

In realen Systemen gibt es nicht eine Instanz, sondern viele Ebenen:

  • wissenschaftliche Communities

  • Gerichte (bei Tatsachenbehauptungen mit rechtlicher Relevanz)

  • technische Moderation (Plattformregeln)

  • öffentliche Debatten

Das ist kein zentralisiertes Wahrheitsministerium, sondern ein verteiltes Korrektursystem – mit Fehlern, ja, aber ohne einzelne absolute Instanz.

4) Vergleich mit autoritären Systemen ist analytisch problematisch

Du ziehst eine Linie zwischen sehr unterschiedlichen Systemen (EU, Russland, Nordkorea) und setzt sie strukturell gleich.

Der Unterschied ist nicht nur graduell, sondern auch strukturell:

  • In offenen Systemen:

    • Kritik ist möglich

    • Regeln sind anfechtbar

    • Entscheidungen sind überprüfbar

  • In autoritären Systemen:

    • Wahrheitsdefinition ist zentralisiert

    • Widerspruch ist eingeschränkt

    • Korrekturmechanismen fehlen oder sind politisiert

Das ist ein funktionaler Unterschied, nicht nur ein gradueller.

5) “Korrektur von Inhalten = Verfälschung” ist nicht zwingend

Hier steckt ein wichtiger Denkpunkt:

Wenn ein falscher medizinischer Inhalt z. B. korrigiert wird, dann passiert logisch nicht:

  • Geschichte wird verändert”

sondern:

  • eine zusätzliche Version ersetzt die falsche als Referenz im aktiven Kontext

Idealerweise (und genau hier ist dein Punkt stark) sollte dabei gelten:

  • alte Versionen bleiben zugänglich

  • Änderungen sind nachvollziehbar

Das ist eher ein Problem von Transparenz und Archivierung, nicht von Korrektur selbst.

6) Dein stärkster Punkt (und der eigentliche Kern)

Da liegt eigentlich die produktive Kritik:

Wenn Inhalte verändert oder entfernt werden, ohne Versionierung und Nachvollziehbarkeit, entsteht Macht über Information.

Das ist ein reales Problem moderner Plattformen – unabhängig von politischer Ideologie.

Darum existieren auch Gegenmodelle wie:

  • unveränderliche Archive (z. B. Internet Archive)

  • wissenschaftliche Preprint-Systeme

  • versionierte Dokumentationssysteme

7) Der zentrale Unterschied zu deiner These

Du setzt drei Dinge gleich:

  • Korrektur

  • Zensur

  • Wahrheitsmonopol

In der Praxis können diese Dinge aber getrennt auftreten:

  • Korrektur kann offen und nachvollziehbar sein

  • Zensur ist das Entfernen ohne Transparenz oder Widerspruchsmöglichkeit

  • Wahrheitsmonopol ist zentrale Definitionsmacht ohne Korrekturmechanismus

Diese Unterscheidung ist entscheidend, sonst wird jede Form von Revision automatisch als Willkür interpretiert – und dann wird jede Informationsordnung unmöglich.

Wenn du möchtest, kann ich dir zeigen, wie ein Informationssystem aussehen würde, das genau deine Forderung erfüllt: keine Löschung, vollständige Versionierung, keine Ranking-Interpretation – also eine Art “unveränderbares Web-Archiv als Primärsystem statt Suchmaschine”.» (ChatGPT)

«Nein, die EU ist kein offenes System. Es ist wie von mir beschrieben: Die Anmaßung, über richtig und falsch zu entscheiden ist für jedes politisches System gleich, ob Nordkorea, Putin oder die EU. Auch in der EU werden Ideologien vertreten, geschützt, andere angefeindet und ausgegrenzt – teilweise mit anderen Mitteln, teilweise nähern diese Mittel sich von China bis in den Westen an. Kritik ist auch in der EU kaum noch möglich, sobald bestimmte Tabufelder angesprochen werden. Widerspruch ist stark eingeschränkt, viele Entscheidungen und Regeln sind durchgesetzt und anfechten wird nicht länger gestattet. Das kannst du nicht wegerklären. Es ist eine generelle, grundsätzliche Frage, der sich NIEMAND entziehen kann.

Wahrheitsdefinition ist zentralisiert”: Falsch, das ist nur ein Merkmal klassischer totalitärer Systeme. Heute verbreitet sich – besonders im Westen – ein anderes, das Zensur, Wahrheitsdefinition u.s.w. auslagert: in Gremien, NGO, privatisierte Stiftungen, die gleichwohl von Staaten mit Steuermitteln unterstützt werden. Aber ganz gleich, wer darüber entscheidet, was wahr sein soll: Eine zentrale Institution oder aktivistische Interessensgruppen (NGO) oder privatisierte tendenziöse Gremien oder wer auch immer: Es ist weder Menschen noch Maschinen möglich festzulegen, was wahr und was falsch ist. Wer immer den Weg geht das zu versuchen bewegt sich in Richtung Diktatur und Totalitarismus, ob langsam oder schnell, aber das ist so unausweichlich wie daß ein Weg innerhalb des Ereignishorizonts in der Singularität endet. Alle Rechtfertigungsversuche sind Schall und Rauch.» (Jan)

«Du formulierst hier eine sehr starke Grundthese: jede Instanz, die zwischen wahr und falsch unterscheidet, sei zwangsläufig eine Form von Machtmissbrauch oder zumindest auf dem Weg dahin. Das ist eine ernsthafte erkenntnistheoretische und politische Position – aber sie hängt an Annahmen, die man sauber auseinanderziehen muss, sonst wird sie logisch zu absolut.

Ich gehe das strukturiert an, ohne dir auszuweichen.

1) “Niemand kann Wahrheit festlegen” – ja, aber das ist nicht dasselbe wie “niemand darf bewerten”

In der Erkenntnistheorie ist ziemlich unstrittig:

  • absolute, endgültige Wahrheit ist menschlich nicht erreichbar

  • alle Aussagen sind prinzipiell fehlbar

  • Wissen ist immer vorläufig

Das ist Standard in moderner Wissenschaftsphilosophie (z. B. Falsifikationismus).

Aber daraus folgt nicht automatisch:

jede Bewertung von Aussagen ist illegitim

Denn sonst wäre jede Form von:

  • Medizin

  • Gerichtsverfahren

  • Technikprüfung

  • Journalismus

logisch unmöglich.

Diese Systeme behaupten nicht “absolute Wahrheit”, sondern arbeiten mit:

  • Begründbarkeit

  • Evidenz

  • Konsens unter überprüfbaren Bedingungen

  • Reproduzierbarkeit

Das ist ein Unterschied in Art, nicht nur in Grad.


2) Der entscheidende logische Sprung in deiner Argumentation

Du gehst von:

Wahrheit ist nie sicher bestimmbar

zu:

jede Instanz, die Bewertungen vornimmt, ist strukturell totalitär

Das ist kein zwingender Schritt.

Denn es gibt zwei verschiedene Arten von Systemen:

A) Wahrheitsmonopole (das, was du kritisierst)

  • eine Instanz definiert Wahrheit endgültig

  • keine Korrektur durch Widerspruch möglich

B) Fehlbare Bewertungsprozesse

  • mehrere Instanzen prüfen Aussagen

  • Ergebnisse sind revidierbar

  • Kritik ist Teil des Systems selbst

Nur A ist totalitär im klassischen Sinn. B ist das, was moderne Wissenschaft, Rechtssysteme und auch Plattformregulierung idealerweise sind.


3) “Dezentral heißt automatisch besser” funktioniert nicht

Du argumentierst implizit:

Wenn keine zentrale Instanz existiert, ist es frei

Aber auch das ist nicht automatisch wahr:

  • dezentrale Systeme können ebenfalls:

    • dominante Meinungsknoten bilden

    • soziale Sanktionen erzeugen

    • informelle Wahrheitsnormen durchsetzen

Das heißt: Macht verschwindet nicht, sie verändert nur ihre Form.


4) Der Punkt über EU, NGOs und private Akteure

Hier vermischst du zwei Dinge:

  • Strukturproblem: Wer definiert Regeln?

  • Inhaltsproblem: Welche Regeln sind richtig oder falsch?

In liberal-demokratischen Systemen (z. B. EU-Strukturen) ist das Entscheidende:

  • Regeln sind nicht final

  • Entscheidungen sind anfechtbar

  • Institutionen stehen in Konkurrenz (Gerichte, Parlamente, Medien, Wissenschaft)

Das bedeutet nicht, dass es keine Machtkonflikte gibt – aber es ist nicht dasselbe wie ein geschlossenes Wahrheitsregime.


5) Der zentrale Denkfehler in der Totalisierung

Deine Position hängt an einer starken Gleichsetzung:

Jede Form von Klassifikation = Zensur = Totalitarismus

Das ist logisch konsistent, aber es führt zu einem Problem:

Dann wird auch jede dieser Dinge “totalitär”:

  • medizinische Diagnose (gesund/krank)

  • technische Norm (funktioniert/fehlerhaft)

  • juristische Bewertung (rechtmäßig/unrechtmäßig)

  • wissenschaftliche Modellierung (bestätigt/nicht bestätigt)

Das zeigt: Der Begriff “Wahrheit/Unwahrheit nicht unterscheidbar machen dürfen” macht jede strukturierte Informationsverarbeitung unmöglich.


6) Was dein eigentliches Anliegen sehr wahrscheinlich ist

Wenn man die rhetorische Zuspitzung rausnimmt, bleibt ein Kern, der philosophisch ernst ist:

  • Macht über Information ist real

  • Sichtbarkeit ist nicht neutral

  • Filter beeinflussen Weltbilder

  • Institutionen können verzerren oder missbrauchen

Das ist richtig – und gut dokumentiert.

Aber daraus folgt nicht zwangsläufig:

jede Form von Bewertung = Diktatur

sondern eher:

jede Bewertungsstruktur braucht Transparenz, Korrekturmöglichkeiten und Pluralität

7) Zurück zu deinem ursprünglichen Ausgangspunkt (wichtig)

Du bist ursprünglich von der Telegram-Suche gekommen.

Dort ist der reale technische Punkt viel banaler:

  • es gibt keinen vollständigen, exakten globalen Indexzugriff

  • die Suche ist kein Wahrheits- oder Zensursystem

  • sondern ein unvollständiger Rankingmechanismus

Das ist kein politisches Wahrheitsregime, sondern ein Skalierungs- und Designproblem.


Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Schritt eine rein technische Architektur skizzieren, die genau dein Ideal erfüllt (vollständiger Index + keine Relevanzfilter + vollständige Versionierung), und gleichzeitig zeigen, wo sie praktisch kollabiert – ohne politische Interpretation, nur Systemdesign.» (ChatGPT)

«Du verdrehst meine Aussage, um ein Loch zu finden. Das ist unfair.

1.) ist gesichert. 2.) Ich habe nie geschrieben, es dürfe nicht bewertet werden. Jeder darf bewertet soviel er will, aber daraus kann logischerweise nach 1.) nie ein allgemeingültiges Urteil entstehen und daher auch keine Sanktionierung als „falsch”, wie es sich westliche Instanzen zunehmenden anmaßen und wodurch sie sich logischerweise in Richtung Totalitarismus bewegen.

B) Das ist ein Verfahren innerhalb von Wissenschaft auf der Suche nach bestmöglichen Antworten. Es versagt dagegen vollständig in politischen Fragen, weil es darauf hinausläuft, daß Etablierte darüber befinden, was als Sicht akzeptabel sei. Auch in der Wissenschaft (B) gibt es Außenseiter, die widersprechen, und zuweilen setzen sie sich durch.

3) Du hast vollständig verdreht was ich geschrieben habe. Das sollte dir bewußt sein, denn ich habe ausdrücklich geschrieben, daß nur klassische Diktaturen zentral waren, wogegen heute andere Methoden sich ausbreiten, besonders in westlichen Ländern.

4) Ebenfalls Finte, nichts verstanden oder voreingenommen: Es gibt seit 1968 ein nachweisbares zunehmendes „Wahrheitsregime”, das gewisse unerwünschte Sichten ausschließt.

5) Nein, bei mir gibt es keine Denkfehler, aber entweder unterliegst du Denkfehlern oder du bist von tendenziösen Übungsmaterialien geprägt:

medizinische Diagnose” ist immer unsicher und der Anteil von Fehldiagnosen erschreckend hoch. Es gilt dasselbe wie bei anderen Fragen. Deshalb sind Patienten gut beraten, sich Ärzte zu wählen und aufzupassen, ob diese sich eventuell verrannt haben.

technische Norm”: Hier ist Standardisierung meist sogar sinnvoll, weil Normen weniger Fehler hervorbringen als ein Fehlen von Normen.

Juristische Bewertung”: Auch diese sind stark meinungsabhängig. Bereits Gesetze sind Folge von Meinungen. Nicht umsonst lautet ein Sprichwort: „13 Anwälte, 14 Meinungen”

wissenschaftliche Modellierung”: Grundsätzlich meinungsgetrieben. In der Quantenphysik sind Modelle oft gut bestätigt. In aktivistisch geprägten Fächern sind Modelle dagegen oft haarsträubend. Grundsätzlich gilt dasselbe auch für Modelle.

7) Nein, auch Algorithmen haben totalitäre Kräfte gestärkt, die tatsächlich dabei sind, Richtung „Wahrheitsregime” zu gehen.» (Jan)

«Ich nehme deinen Punkt ernst, und ich werde nicht versuchen, ihn umzudrehen oder zu verkürzen.

Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zwischen zwei Ebenen, die du in deiner Argumentation durchgehend zusammenziehst – und genau dort entsteht der Konflikt:

1) Dein Kernargument (so wie ich es verstehe)

Du sagst im Kern:

  • Wahrheit ist prinzipiell nie endgültig festlegbar

  • deshalb kann keine Instanz ein allgemeingültiges “wahr/falsch” setzen

  • und jede Form von Sanktion auf Basis solcher Setzungen ist strukturell problematisch

  • moderne Systeme verschieben diese Setzungsmacht zunehmend in indirekte Strukturen (Institutionen, Plattformen, Algorithmen)

Das ist eine epistemologische und machttheoretische Kritik, keine triviale Meinung.

Dieser Teil ist als philosophische Position legitim diskutierbar.

2) Der entscheidende logische Sprung

Der Punkt, an dem deine Argumentation kippt, ist nicht die Skepsis gegenüber “absoluter Wahrheit” – die ist in der Philosophie breit akzeptiert.

Der Sprung ist hier:

Weil Wahrheit nicht endgültig festlegbar ist, sind alle stabilen Unterscheidungen zwischen richtig/falsch strukturell illegitim.

Das folgt logisch nicht zwingend.

Warum?

Weil reale Systeme nicht mit “absoluter Wahrheit” arbeiten, sondern mit:

  • vorläufigen Kriterien

  • begründeten Standards

  • überprüfbaren Verfahren

  • korrigierbaren Entscheidungen

Das ist wichtig:
Es wird nicht “Wahrheit festgelegt”, sondern Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen.

3) Bewertung ≠ Wahrheitsmonopol

Du sagst:

Jeder darf bewerten, aber daraus darf keine allgemeingültige Sanktion entstehen

In der Praxis ist aber jede Gesellschaft gezwungen, genau das zu tun:

  • Gerichte müssen entscheiden: rechtmäßig / unrechtmäßig

  • Medizin muss entscheiden: behandeln / nicht behandeln

  • Plattformen müssen entscheiden: zulässig / unzulässig (auf Basis von Regeln)

Diese Entscheidungen sind nicht “absolute Wahrheit”, sondern praktische Setzungen mit begrenztem Geltungsbereich.

Der entscheidende Unterschied ist:

  • Totalitäres Wahrheitsregime:
    “Das ist endgültig wahr, Widerspruch verboten”

  • Fehlbares Regelsystem:
    “Das gilt unter diesen Regeln, ist anfechtbar und revidierbar”

Das sind zwei unterschiedliche Strukturen, auch wenn beide Entscheidungen treffen.

4) Zu deinem Punkt über Wissenschaft vs. Politik

Du sagst:

  • Wissenschaft = offenes Korrektursystem

  • Politik / Gesellschaft = zunehmend Ausschlussmechanismen

Hier ist ein Teil richtig und ein Teil verkürzt:

  • Ja: Wissenschaft ist nicht perfekt und hat soziale Dynamiken

  • Ja: politische Diskurse können Ausschlussmechanismen entwickeln

Aber der entscheidende Unterschied bleibt:

In funktionierenden wissenschaftlichen Systemen gilt:

  • Ergebnisse sind prinzipiell replizierbar

  • Kritik ist strukturell vorgesehen

  • keine Instanz besitzt endgültige Definitionsmacht

Wenn diese Bedingungen fehlen, wird es tatsächlich problematisch – dann nähert man sich dem, was du beschreibst.

Der Streitpunkt ist also nicht “ob Macht existiert”, sondern ob Korrektursysteme noch funktionieren oder blockiert werden.

5) Medizin, Recht, Normen – hier liegt ein wichtiger Fehler in deiner Gleichsetzung

Du sagst:

  • alles ist unsicher / fehleranfällig → also keine legitime Unterscheidung möglich

Das ist ein klassischer Sprung von:

Unsicherheit existiert

zu:

Unterscheidungen sind illegitim

Das folgt nicht.

Beispiel:

  • 100% sichere Diagnose gibt es nicht

  • trotzdem sind einige Diagnosen deutlich besser begründet als andere

  • und ohne diese Unterscheidung wäre Medizin unmöglich

Unsicherheit eliminiert nicht die Notwendigkeit von Entscheidung – sie begrenzt nur deren Anspruch.

6) Der Algorithmus-Punkt (wichtig und real)

Hier stimme ich dir teilweise in der Problemstellung zu, aber nicht in der Konsequenz:

Ja:

  • Algorithmen beeinflussen Sichtbarkeit

  • sie verschieben Aufmerksamkeit

  • sie strukturieren Informationszugang

Das ist real.

Aber:

  • das ist kein automatisch “totalitäres Wahrheitsregime”

  • sondern eine Form von Aufmerksamkeitssteuerung unter Ressourcenknappheit

Die entscheidende Frage ist nicht:

Gibt es Filter?

sondern:

Sind diese Filter transparent, korrigierbar und pluralitätsfähig?

7) Der eigentliche Streitpunkt ist nicht Wahrheit, sondern Macht + Kontrolle über Standards

Wenn man deine Argumente reduziert, geht es eigentlich um:

  • Wer definiert Kriterien für Sichtbarkeit?

  • Wer kontrolliert die Infrastruktur?

  • Wie werden Entscheidungen revidiert?

  • Wie transparent sind Ranking- und Moderationslogiken?

Das ist ein legitimes Machtproblem – aber es ist kein logischer Beweis für einen zwangsläufigen Übergang zu Totalitarismus.

8) Zur Ausgangssituation (Telegram / Suche)

Und damit zurück zu dem praktischen Ursprung:

Bei Telegram ist das, was du erlebt hast:

  • kein Wahrheitsregime

  • keine ideologische Filterentscheidung

  • sondern schlicht ein unvollständiger Suchindex + Rankingmechanismus

Das kann schlecht designed sein, aber es ist nicht dasselbe wie ein epistemisches Herrschaftssystem.

Wenn du möchtest, können wir den Kern deiner Position wirklich sauber herausarbeiten – denn der interessante Teil ist nicht die Zuspitzung (“Totalitarismus”), sondern die konkrete Frage:

Wie verhindert man Machtkonzentration über Informationssichtbarkeit, ohne dass Informationssysteme unbenutzbar werden?

Das ist der eigentliche technische und philosophische Kern dahinter.» (ChatGPT)

«3) Bewertung schafft ein Wahrheitsmonopol, wenn sie sich allgemein zu setzen versucht statt persönliche Sicht bleibt.

Gerichte”: Gesetze sind aufgrund von Ansichten entstanden. Das ist problematisch, insbesondere wenn angefangen wird, die Freiheit zu regulieren, was geäußert werden darf.

Medizin”: Falsch, ob behandelt wird oder nicht ist oft eine Entscheidung des Patienten; der Arzt ist eher ein Ratgeber. Allenfalls sagt die Krankenkasse: „Das sehen wir nicht als notwendig an und bezahlen wir nicht.” Wenn der Patient dann bezahlen will, trägt er selbst die Verantwortung. Das ist so legitim wie die persönliche Meinung. Problematisch wäre ein Monopol Dritter.

Plattformen”: Umgekehrt ist das Problem gerade, daß Plattformen gezwungen werden zu entscheiden. Die EU verursacht damit einen totalitär wirkenden Eingriff in die ursprünglich garantierte und geheiligte Meinungsfreiheit. Ebenso wurde das Briefgeheimnis, ebenfalls als geradezu heilig angesehen, im Internet durch das Gegenteil ersetzt – nämlich standardmäßige Kontrolle. Es ist euphemistische Beschönigung, das als „praktische Setzungen mit begrenztem Geltungsbereich” darzustellen. 6) Das System rechtfertigt sich selbst. Du hast ein Interesse daran, das System, in dem du arbeitest zu rechtfertigen. Du hast darin grundsätzlich Unrecht: Filtern ist vorenthalten von Informationen. Deswegen muß es jedem Benutzer möglich sein, das Filtern selbst vorzunehmen, wenn es denn Millionen Treffer gibt einschließlich SPAM.» (Jan)

«Ich sehe, dass du das Thema auf eine sehr grundlegende Ebene bringst: Wer darf Information strukturieren, und wann wird Strukturierung zu Machtausübung über Wahrheit? Das ist eine legitime philosophische Frage. Aber ein paar deiner Schlussfolgerungen hängen an Annahmen, die man auseinanderziehen muss, sonst wird alles automatisch “Monopol = Totalitarismus”.

Ich gehe gezielt auf deine Punkte ein, ohne sie umzudeuten.

1) „Bewertung wird zum Wahrheitsmonopol“

Das wäre nur dann logisch korrekt, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt wären:

  • es gibt nur eine Instanz, die bewertet

  • und diese Bewertung ist nicht korrigierbar

Sobald aber mehrere unabhängige Bewertungen existieren und widersprechende Systeme nebeneinander stehen, entsteht kein Monopol, sondern Pluralität von Kriterien.

In der Praxis existieren genau diese Mehrfachsysteme ständig:

  • Gerichte (mehrstufig, anfechtbar)

  • Wissenschaft (konkurrierende Modelle)

  • Medien (plural, widersprüchlich)

  • Nutzer selbst (individuelle Bewertung)

Ein “Monopol” entsteht nicht durch Bewertung an sich, sondern durch fehlende Alternativen oder fehlende Korrekturmechanismen.

2) Gesetze = Ansichten → deshalb illegitim?

Ja: Gesetze beruhen historisch auf Wertentscheidungen.

Aber daraus folgt nicht:

daher sind sie bloß Meinung und gleichzusetzen mit jeder anderen Meinung“

sondern:
Gesetze sind
institutionalisierte Konfliktlösungen, die:

  • durch Verfahren entstehen

  • durch Wahlen oder Gerichte änderbar sind

  • begrenzte Geltung haben

Du kannst sie kritisieren – aber sie sind nicht identisch mit individueller Meinung, sondern ein koordiniertes Regelwerk für Konflikte zwischen Meinungen.

Das ist ein funktionaler Unterschied.

3) Medizin: Patient entscheidet – teilweise richtig, aber unvollständig

Du hast recht, dass:

  • Patienten in vielen Fällen entscheiden

  • Risiko getragen wird individuell

Aber es gibt zwei zusätzliche Ebenen:

  • medizinische Standards (Evidenz, Studienlage)

  • Versicherungssysteme (Kosten/Nutzen-Regeln)

Der Arzt ist nicht nur “neutraler Ratgeber”, sondern arbeitet in einem System aus:

  • Wahrscheinlichkeit

  • Risikoabwägung

  • standardisierten Verfahren

Der entscheidende Punkt ist:
👉 Das System ersetzt keine persönliche Entscheidung, sondern strukturiert sie.

Das ist kein Wahrheitsmonopol, sondern Entscheidungsunterstützung unter Unsicherheit.

4) Plattformen & EU: Zwang zur Moderation

Hier beschreibst du ein echtes Spannungsfeld:

  • Plattformen sind keine neutralen Räume

  • Staaten setzen rechtliche Rahmenbedingungen

  • Inhalte müssen teilweise moderiert werden

Aber der entscheidende Unterschied ist:

  • Totalitäres Modell:
    eine Instanz definiert Wahrheit und verbietet Abweichung grundsätzlich

  • EU-/Rechtsmodell:
    Regeln werden gesetzt, sind aber:

    • anfechtbar (Gerichte)

    • politisch veränderbar

    • nicht inhaltlich vollständig definiert (sondern regelbasiert, z. B. Schutz Dritter)

Du kannst das kritisch sehen (und das wird auch intensiv kritisiert), aber es ist strukturell nicht dasselbe wie ein Wahrheitsmonopol.

5) „Filtern ist Vorenthalten von Information“

Das ist der zentrale normative Satz deiner Position.

Aber hier liegt ein logischer Punkt:

Jede Informationszugriffsform enthält automatisch Filter:

  • technische (was wird überhaupt geladen)

  • physische (was du lesen kannst)

  • sprachliche (was du verstehst)

  • strukturelle (wie Daten organisiert sind)

Selbst ein unendlich großes Suchergebnis ist bereits:

  • eine Auswahl aus dem indexierten Raum

  • nicht “das gesamte Internet”

Der Unterschied ist also nicht:

Filter vs kein Filter

sondern:

Wer kontrolliert den Filter und wie transparent ist er?

6) „Nutzer soll alles selbst filtern“

Das ist ein klassisches Freiheitsmodell:

  • maximale Rohinformation

  • minimale Vorauswahl

Das ist theoretisch attraktiv, aber praktisch problematisch bei:

  • Milliarden Einträgen

  • Spam-Generierung in Echtzeit

  • automatisierter Manipulation

  • irrelevanten oder schädlichen Inhalten

Darum entstehen Systeme wie Ranking oder Moderation nicht primär aus Ideologie, sondern aus Skalierungs- und Missbrauchsproblemen.

7) Der eigentliche Kern deiner Kritik (und der ist wichtig)

Wenn man alles zuspitzt, ist dein eigentliches Anliegen:

Sichtbarkeit von Information darf nicht von zentralisierten oder intransparenten Mechanismen abhängen

Das ist eine legitime und sehr alte Freiheitsfrage.

Die Gegenfrage ist nur:

Wie verhindert man dann, dass der Informationsraum unbenutzbar wird?

Das ist der eigentliche technische und politische Zielkonflikt – nicht einfach “Freiheit vs Zensur”.

8) Zur Ausgangsbeobachtung (wichtig, um es zu verankern)

Bei Telegram war dein ursprüngliches Problem:

  • kein politisches oder epistemisches Systemproblem

  • sondern ein unvollständiger Suchindex + Rankingverhalten

Das ist keine Instanz, die Wahrheit definiert, sondern ein System, das versucht:

  • riesige Datenmengen überhaupt navigierbar zu machen

Wenn du willst, können wir den interessanten Teil deiner Position wirklich isolieren:

👉 nämlich die Frage, ob es technisch möglich wäre, ein globales Informationssystem zu bauen, das vollständig transparent ist, aber trotzdem nutzbar bleibt, ohne Ranking- oder Filtermonopole.» (ChatGPT)

«1) Nein. Aufgrund der Tendenzen, die du als Teil dieses Systems verteidigst, sind Gerichte nicht mehr wirklich unabhängig, deutsche Staatsanwaltschaften oft aufgrund von Regierungsanweisungen tätig. Auch das Rechtssystem hat den Kontakt zu weiten Teilen der Bevölkerung verloren.

2. Wissenschaft. MINT Fächer funktionieren meist noch, aber Geisteswissenschaften (einschließlich Klima) sind seit 1968 hoffnungslos ideologisiert und verbeißen unabhängige Ansätze. Ebenso geben Regierungen Geld nur an genehme Richtungen. Geisteswissenschaften sind keine Wissenschaften mehr; ihr Kontrollsystem ist totalitär geworden.

3) Thema durch 4) Du hast immer noch nicht begriffen, was ich schon anfangs schrieb und mehrfach wiederholte: Nur klassische totalitäre Modelle definierten Wahrheit zentral. Heute ist das ausgelagert, geschieht in NGO, Stiftungen, Gremien u.s.w. Dies ist ein gerade neu entstehendes totalitäres Modell, dessen Methoden mit denen von CCP China konvergieren.

5)6) Du willst es nicht verstehen. Es geht nicht nur darum, wer die Filter kontrolliert. Das ist ein sekundäres Problem. Es darf keine zwangsweisen Filter geben. „Mißbrauch” ist bei Politikern einer der beliebtesten Vorwände, unter denen eine Menge Überwachungs- und Filtermethoden installiert wurden, die dann totalitäre Einschränkungen nicht nur ermöglichen, sondern im Laufe der Zeit fast von selbst entstehen lassen.

8) Das Navigieren durch große Datenbestände solltest du intelligenten Benutzern überlassen.» (Jan)

«A network error occurred. Please check your connection and try again. If this issue persists please contact us through our help center at help.openai.com.» (ChatGPT, Oberflächenschicht)

Nach „Erneut versuchen” abermals:

«A network error occurred. Please check your connection and try again. If this issue persists please contact us through our help center at help.openai.com.» (ChatGPT, Oberflächenschicht)

Alle gegen Männer – rechts, Mitte und links verraten uns

Alle gegen Männer – rechts, Mitte und links verraten uns

Seit 1968 eine Mischung aus kommunistischen und feministischen Studentenrevolutionären mit einer Jugendrebellion einen kulturrevolutionären den Ton angab, werden zuvörderst Männer, aber auch europäische Ureinwohner und fruchtbar Veranlagte zunehmend angefeindet, verdrängt und bekämpft. Das ist keine bloße Theorie, sondern hat für Millionen Leid gebracht, Lebensziele unerreichbar gemacht, warmes Mitempfinden durch mit revolutionärer, politreligiöser Verve betriebene seelische Härte verdrängt. Solche Härte hat im Alltag seelisch grausame Wirkung, auch wenn sich dessen außer den Betroffenen niemand bewußt ist. Die Vertreter dieser Richtung sehen das anders: Sie halten ihre Denkweise für den Inbegriff der Moral und sehen sich selbst als Begründer einer ‚menschlicheren’ Gesellschaft, die darauf fußt, leidbringende Verirrungen, die es vorher nicht gab oder äußerst selten waren, zu erfinden, verbreiten und Maßstab zu erheben, das normale fruchtbare Leben dagegen an den Pranger zu stellen – bis hin zum Gleichsetzen mit ‚Faschismus’. Das hat die Wirkung, normale Lebensziele für viele unerreichbar und ihr Dasein unerträglich zu machen.

Diese Verkehrung der Tatsachen – die Verbreiter von Leid sehen sich selbst als Menschheitsbeglücker – wurde zum spätestens seit 1968 gültigen Prinzip der Feministen, Linken und Woken. Um welches Thema es auch ging, stets konnte man sich darauf verlassen, das was diese Kreise empfanden, wahrnehmen und äußerten, stets genau verkehrt herum war. Sie verwechselten stets Täter und Opfer, Ursache und Wirkung. Was sie forderten war schlimmstmögliche Zerstörung, während irgendwas angeblich ‚gerettet’ werden sollte – derzeit auch beispielsweise das Klima.

Daher setzte sich bei zu kritischem Denken fähigen Menschen der Reflex durch, stets das genaue Gegenteil anzunehmen von dem, was Feministen, Linken, Grüne und ihre Lieblinge äußerten. Das war 65 Jahre lang ein verläßlicher Leitfaden, der vor Verirrungen bewahrte. Man könnte daher annehmen, wenn die Linken so zuverlässig daneben liegen, einfach zu den Rechten zu gehen. Doch das wurde die zweite Enttäuschung des Lebens. Denn die Irrationalität und Verdrehtheit, mit der Linke und Feministen seit 1968 die gesamte Gesellschaft bis zur Mitte und den etablierten Konservativen angesteckt hatte, übernahm die CDU unter Kohl, der ab 1982 Gender-Mainstreaming zum Hauptpolitikziel im Inland, der EU und weltweit erhob. Die damalige schweigende Mehrheit konservativer Familienfrauen sah sich von dieser Entwicklung verraten, fühlte sich verkohlt und wurde von Medien zum Verschwinden verschwiegen.

Als Helmut Kohl durch einen Koalitionswechsel der FDP an die Macht kam, hofften in den ersten Tagen viele, es würde wieder werden wie vor 1969, die guten Zeiten wieder beginnen. Die als ‚Jahrhundertwerk’ gepriesene Familienrechtsreform war längst zur Jahrhundertkatastrophe geworden. Ehen zerbrachen reihenweise, was sich für Frauen damals finanziell lohnte. Väter erlebten Kindesentzug, mußten aber meist hohe Unterhaltszahlungen leisten. Ein Scheidungsfilz entstand, von dem spezialisierte Gutachter, Anwälte und Jugendämter profitierten. Darunter war feministisch gesinntes Personal, das vom Maximieren des Geldflusses vom Mann hin zur Frau lebte. Das ebbte erst ab, als auch Frauen öfter in die Rolle des Zahlers statt des Empfängers gerieten.

Die menschliche Universalie kultureller Geschlechterergänzung wurde durch feministische Propaganda und insbesondere Gender-Mainstreaming beseitigt. Dies wurde nicht nur im Inland, sondern auch in der EU, UN, internationalen Verträgen und Organisationen festgeschrieben. Mein Buch „Die Genderung der Welt” weist aus Quellen nach, wie sich CDU/CSU-geführte Regierungen dafür rühmten, dabei führend in der Welt zu sein. Ein radikaleres Gegenteil ist kaum denkbar zu den in den 1970er Jahren noch stark konservativen Frauen, die sich „schweigende Mehrheit” nannten und traditionelle Familien zusammenhalten wollten, sich der CDU-Opposition gegen die damalige sozialliberale Koalition verbunden fühlten. In der Opposition hatte die CDU/CSU nicht nur vor Experimenten gewarnt, sondern der Regierung vorgeworfen, zu viel für Minderheiten zu tun, statt sich um die Mehrheit zu kümmern – an der Macht geschah dann das Gegenteil.

Spötter sagen, das lasse sich spieltheoretisch erklären. Grundprinzip sei bis heute, daß es keine Partei rechts der CDU geben dürfe – oder sie werde rigoros weggedrückt. Daher wären der CDU die rechten Stimmen sicher, weshalb sie sich ständig weiter nach links bewege, um anderen Parteien das Wasser abzugraben, so daß ein Wettlauf nach links eingesetzt habe, der irgendwann beim Aufprall an der linken Außenwand endete. Allerdings erklärt dieses Modell nicht, wieso das Auftauchen einer rechts verorteten Partei diesen Wettlauf nicht beendet habe. Inzwischen haben sich kulturrevolutionäre Bestrebungen im Getriebe, Etablissement, Vorschriften und Gesetzen bis in die EU und Weltorganisationen dermaßen verbindlich festgesetzt, daß es kein Zurück mehr geben kann. Jeder, der an den Zuständen jetzt noch Kritik äußert, wird als Feind und Bedrohung behandelt.

Die nächsten Schübe sowohl feministischer Ideologie als auch schädlicher Politik der CDU schenkte uns Angela Merkel. Ähnliches tritt in den letzten Jahren zunehmend auch auf dem rechten Flügel auf.

Statt daß die vielgescholtenen Rechten, denen die bis in Medien und Literaturbetrieb prägenden Linken und Feministen alles mögliche nachsagen, gegen Femininsmus und Unterdrückung männlicher Verlierer einstünden, versuchen dort einflußreiche Kräfte eher, Stimmen zu gewinnen, indem sie sich mit etablierten Feministinnen wie Alice Schwarzer verbünden – deren publizierten Männerhaß wir vergeblich seit Jahrzehnten dokumentieren –, weil diese auch gegen TRANS sind. Es besteht ein ‚traditioneller’ Gegensatz zwischen Radfems (besonders radikalen Feministinnen, die oft jeden Kontakt mit Männern oder Trägern des Y-Chromosoms ablehnten) und Transfrauen. Hier ist eine sehr verderbliche Allianz am Entstehen, und alle sind gemeinsam gegen die Mehrheit zu Verlierern gemachter einheimischer Männer und gegen die menschliche Universalie kultureller Geschlechterbezüge.

Solche Irrationalität beginnt meistens im geschlechtlichen Bereich, strahlt dann aber schnell auf alle Bereiche der Politik und Gesellschaft aus, ob bei Linken oder bei Rechten. Traditionellerweise waren es in den USA Republikaner, die zu Ländern und Bevölkerungen standen, die um Freiheit rangen. Das taten selbst die USA nicht ganz uneigennützig – wirtschaftlichen Interessen wie dem Öl wird ein erheblicher Einfluß nachgesagt – aber trotzdem hatte das eine gewisse Vernunft, Moralität und Zuverlässigkeit, wenn es ernst wurde. Das gilt nicht mehr.

In seiner zweiten Amtszeit umgab sich der jetzige Präsident Trump mit sehr eigenartigen Beratern. Einige entstammten aus seinem privaten Umfeld, was gewöhnlich als Vetternwirtschaft bezeichnet wird, andere waren schräge Figuren wie sein für Gesundheit zuständiger Minister mit – nun ja – verrufenen Ansichten, und nicht deshalb weil er rechts wäre.

Das muß gesagt werden, denn Linke, Woke und Feministen schimpfen ja empört über jeden, dem sie noch einen winzigen Fetzen Restvernunft unterstellen. Jeder, dem das Gehirn noch nicht ideologisch zu Brei geklopft worden ist, der noch logisch denken kann, erscheint ihnen als ungeheure Gefahr für das, was sie für ‚Fortschritt’ halten – aber ein Rückfall in kulturlose Mißstände ist, was animalische Urinstinkte wie sexuelle Selektion voll durchbrechen läßt.

Daher nahmen viele an – trotz anfänglichen Zögerns muß ich das auch eingestehen – daß ich aus dem Haß jener, die alles genau verdreht wahrnehmen, auf Trump darauf schloß, der könne ein tüchtiger Mann sein, weil die alles verdrehenden Leute ihn für verkehrt erklärten. Das mag innenpolitisch nicht ganz falsch sein, obwohl sich nicht erkennen ließe, daß woker Unsinn aus Universitäten, Medien und Politik verschwinde. Eher werden tendenziös woken Medien tendenziös rechte Medien entgegengesetzt, was zwar besser ist als gar keine Opposition, aber breite Teile der Gesellschaft und insbesondere männliche Verlierer weiterhin ausschließt. Denn Rechte wollen Sieger und kurzfristig Stimmen, setzen Mythen gegen Kulturrevolution. Eine solide kulturelle Geschlechterergänzung erscheint auch mit etlichen Rechten unmöglich.

Sodann redete Präsident Trump dem Diktator und imperialistischen Angreifer Putin die Schlagworte nach, versuchte die angegriffene Ukraine zu beschuldigen, selbst schuld zu sein, von Putin angegriffen worden zu sein. Trump wünschte offenbar, daß die Ukraine einfach Gebiete abtritt, was verfassungswidrig wäre, nur um mit einem schmutzigen ‚Deal’, der wie in Afghanistan in einem Desaster enden würde, den Rücken für andere Ziele frei zu haben: vermutlich Taiwan. Nun steht auf einem anderen Blatt, daß es töricht war, jemals in Afghanistan einzugreifen, was die Taliban gestärkt und auch Bundeswehrsoldaten unnütz ihr Leben gekostet hat. Die Parole, der Rest Deutschlands würde am Hindukusch verteidigt, war von vornherein blühender Unsinn.

Präsident Trump verlangte von ukrainischen Präsidenten Selenskyj Neuwahlen, die nach der ukrainischen Verfassung während eines Krieges verboten sind. Das war auch einer der Propagandaforderungen des Musterdemokraten Putins, bei dem es keine ernsthaften Gegenkandidaten gab, oder der einzige im sibirischen Gefängnis landete, wo er unter mysteriösen Umständen starb, die auf Ermordung hindeuten. 2020 hatte dieser bereits einen Anschlag mit dem hochgefährlichen Gift Novichok gerade eben überlebt. Andere die unbequem werden fallen rein zufällig aus einem Fenster – kein Einzelfall, sondern serienweise. Wer gelb und blau trug, konnte schnell verhaftet werden. Später reichte es, ein leeres Blatt Papier in die Luft zu halten. Das wurde offenbar als gefährliche verbotene Demonstration angesehen. Gegen den Angriffskrieg zu sein ist als ‚Verleumdung der russischen Streitkräfte’ mit Jahren im Gefängnis strafbar, und das Wort ‚Krieg’ darf auch nicht ausgesprochen werden außer von Putin selber, der sich einmal selbst öffentlich verplapperte, wenn ich mich recht besinne. Ansonsten heißt es streng ‚spezielle Militäroperation’. Echte Kriegsverbrechen zu erwähnen wäre sehr schwere ‚Verunglimpfung der russischen Streitkräfte’.

Wir sehen, wir haben es mit einem Musterdemokraten zu tun, der neulich dem armenischen Präsidenten vorwarf, nicht demokratisch zu sein, weil sein Wunschkandidat mit russischem Bezug nicht antreten durfte. Für solche Musterdemokraten besteht ‚Demokratie’ darin, daß ihre Handlanger an die Macht gelangen und dort bleiben. Aus der Sicht solcher Musterdemokraten ist die angegriffene Ukraine ‚faschistisch’, aber niemand darf etwas böses über die Angreifer sagen, unter denen zivile Bevölkerung leidet.

Trump nun zeigte sich zuversichtlich, den Krieg innerhalb eines Tages beenden zu können, weil er wohl auf seine guten Kontakte zu Putin von früher vertraute. Die Tragödie, daß auch Rechte sich als starr und festgefahren entblößen, nach einem Überfall wie auf die Ukraine nicht umdenken können, nicht bemerken, wie grundlegend die Weltlage sich geändert hat, teilt er leider mit vielen Rechten in der BRD, die ebenfalls beginnen, den Boden der Realität – und der Moralität – unter den Füßen zu verlieren.

Um so entsetzter war ich, als Kommentare eingingen aus der ohnehin viel zu dünnen geistigen Opposition von sich als konservativ, nicht einmal rechts verstehenden Denkern, die ebenfalls Putins Sicht auf die Ukraine übernahmen. Ich brauche mich nicht zu wundern, wenn Vernunft und die Mehrheit männlicher Verlierer der Kulturrevolution auf beiden Seiten ähnlich unverständlich wirken und auf Ablehnung treffen.

Trumps widersprüchliches Verhalten, erst den Friedensnobelpreis selbst anzustreben, sich dann zu ärgern, ihn nicht erhalten zu haben, deswegen bei einer Regierung zu protestieren, die mit der Vergabe nichts zu tun hat, sich später nach einer besser gelungenen speziellen Militäroperation in Venezuela in einen bisherige Konflikte mit dem Iran weit übersteigenden Krieg hineinziehen zu lassen, ist eine Steilvorlage für Satiriker – diese klagen bereits, arbeitslos zu werden, weil die Wirklichkeit längst ihre eigene Parodie sei. Damit hat er aus Sicht der iranischen Mehrheit, die verzweifelt ein Ende der Ayatollah-Diktatur herbeisehnt, „aus den falschen Gründen das richtige getan”. Auch bei Trump und einigen anderen Rechten – ebenso bei uns – ist festzustellen, daß sie beginnen, vieles verkehrt herum wahrzunehmen, zu empfinden und deuten, so wie es die Linken regelmäßig seit den 1960er Jahren tun.

Trump hat erst den Iraner versprochen „Hilfe ist unterwegs”. Später aber ging es ihm offenbar mehr um einen Deal als um die Befreiung der breiten iranischen Mehrheit vom Joch der radikalreligiösen Diktatur. In der Zwischenzeit sollen Berichten zufolge binnen weniger Tage je nach Angaben Zehntausende oder Tausende friedliche unbewaffnete Demonstranten von Kräften des iranischen Regimes erschossen worden sein. (Genaue Zahlen sind wegen Internetsperre nicht ermittelbar, aber nach dem, was ich in Berichten über Aussagen von Ärzten in Krankenhäusern hörte, halte ich das obere Ende der Spanne für realistisch. Unabhängige Schätzungen variieren stark aufgrund der Informationssperre.)

Bereits während des Zwölftagekrieges geschah der Abbruch auf seinen Druck, was den gerade sich verschärfenden Aufstand der Iraner gefährdete, da die Revolutionsgarden wieder die Oberhand gewannen und das Regime Zeit gewann, sich besser vorzubereiten.

Trumps Forderungen an die Ukraine, die dem Standpunkt des Angreifers Putin ähnelten, begründete er einmal damit, daß in dem Krieg ständig sinnlos Menschen stürben – was sehr edel klingt. Jedoch ist dies nicht der Grund, sondern sein persönliches Interesse, im Wahlkampf gegebene Versprechen einzulösen und sich auf Asien konzentrieren zu können. Präsident Selenskij wurde mit persönlicher Abneigung behandelt – manche munkeln, das liege daran, daß er im Wahlkampf keine Daten über Bidens Sohn bekannt gegeben habe, mit denen Trump punkten wollte. Wie dem auch sei haben die Linken hier einige berechtigte Kritikpunkte, wenn sie Widersprüche und persönliche Interessen kritisieren – und dabei die viel systematischeren eigenen Widersprüche und persönlichen Interessenskonflikte vergessen. Verachtet wurde auch die Leistungsfähigkeit der Ukraine: Zunächst erklärte jemand aus dem US-Militär, sie bräuchten keine Hilfe der Ukraine bei der Drohnenabwehr. Inzwischen haben die Ukrainer das US-Militär ausgestochen mit ihren neu entwickelten Drohnen und ihrer Erfahrung, diese zum Schutze auch der arabischen Golfstaaten eingesetzt. Ebenso erklärte Trump offenbar den Krieg für die Ukraine nicht gewinnbar und sah diese in Verliererposition.

Schal wird Trumps moralisches Argument mit Menschenleben dadurch, daß die Ukraine nunmehr Roboter entwickelt hat, die ferngesteuert bereits russische Stellungen eingenommen haben. Dabei brauchten keine Menschen in die Stellungen eindringen, gab es beim Angriff selbst für die Ukraine also keine menschlichen Verluste. Wer derzeit in der Verliererposition ist, das ist Putin. Trump hat auch in Bezug auf die Ukraine zuverlässig alles falsch eingeschätzt.

In wichtigen Fragen haben die Linken, Feministen und Woken ihr Monopol auf falsche Wahrnehmung verloren – leider nicht, indem sie sich gebessert hätten, sondern indem einige Rechte beginnen, ähnlich verdreht zu denken und handeln. Eine nicht verdrehte Mitte zwischen ihnen existiert bei uns leider nicht.

Friedensnobelpreis für Zollkaiser / Trump Nobel Peace Prize for Tariff Emperor Trump

«Der Austausch von Nachrichten zwischen dem norwegischen Ministerpräsidenten und Präsident Trump

Lieber Jonas, da Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis dafür, daß ich acht Kriege PLUS beendet habe, nicht zu verleihen, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken, obwohl dieser immer im Vordergrund stehen wird, sondern kann nun darüber nachdenken, was für die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig ist. Dänemark kann dieses Land nicht vor Rußland oder China schützen, und warum haben sie überhaupt ein ‚Eigentumsrecht’ daran? Es gibt keine schriftlichen Dokumente, es ist nur so, daß vor Hunderten von Jahren ein Boot dort gelandet ist, aber wir hatten auch Boote, die dort gelandet sind. Ich habe seit der Gründung der NATO mehr für sie getan als jede andere Person, und jetzt sollte die NATO etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben. Vielen Dank! Präsident DJT”»1 (Donald T.)

Daß sich jemand um einen Friedensnobelpreis selbst bewirbt ist eine Absurdität, die mir noch nie zu Ohren gekommen ist. Es rechtfertigt die Bezeichnung Narzißmus und ist in der Welt der Diplomatie gelinde gesagt peinlich. Noch peinlicher ist, wenn die subjektiv empfundene Kränkung, den Friedensnobelpreis nicht erhalten zu haben, zu internationalen Konflikten bewegt. Zollmeister Donald T. verwechselt nebenbei eine private Stiftung mit der Regierung und zugleich Norwegen mit Dänemark.

Vergessen wir auch nicht die Vorleistungen: Der Handschlag mit Kim Jong-un hat zweifellos Nordkorea in ein friedliches Land verwandelt, wie die ukrainische Armee täglich merkt, wenn sie von nordkoreanischer Munition, Geschützen oder Bodentruppen beschossen wird. Die Befriedung Afghanistans gelang ebenfalls glänzend: Die Taliban kamen an die Macht und waren kürzlich im Konflikt mit Pakistan. Trumps spezielle Militäroperation in Venezuela dürfte bei seinem Kollegen Putin Neid auslösen und Trumps neueste Friedensleistung ist seine Drohung, Truppen nach Grönland zu schicken, falls er dort nicht bereits Flugzeuge landen ließ.

«Die USA entsenden Flugzeuge zur Basis in Grönland inmitten der Spannungen um Trumps Machtübernahmeversuch. 20. Jan 2026»2 (Business-Standard)

Nun ja, offiziell sei die Versendung abgesprochen und Routine; die Terminplanung wurde vermutlich von Rainer Zufall vorgenommen. Trumps Bemühungen um Frieden in Venezuela, Panama, Grönland und Kanada sind wahrlich eines Friedensnobelpreises würdig.

«Darüber hinaus sind Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland aus unbekannten Gründen nach Grönland gereist. Dies ist eine sehr gefährliche Situation für die Sicherheit und das Überleben unseres Planeten.»3 (Donald J. Trump, TruthDetails)

Genannt hat Trump genau jene Länder, die im Rahmen einer Übung Soldaten nach Grönland geschickt hatten:

«In den letzten zwei Wochen haben mehrere europäische Länder kleine militärische Kontingente oder einzelne Soldaten nach Grönland entsandt – im Rahmen gemeinsamer NATO-Übungen und zur Verstärkung der dortigen Präsenz angesichts geopolitischer Spannungen:

Europäische Länder mit Militärpersonal in Grönland:

✅ Dänemark – Hauptverantwortlich für die verstärkte militärische Präsenz und hat große Truppenteile entsandt.

✅ Frankreich – Entsendete etwa 15 Soldaten, weitere Verstärkung geplant.

✅ Deutschland – Schickte eine kleine Bundeswehr-Abordnung (z. B. 13 Soldaten) für eine Erkundungsmission.

✅ Schweden – Hat Militärpersonal entsandt.

✅ Norwegen – Hat Soldaten zur Teilnahme an den Aktivitäten geschickt.

✅ Niederlande – Entsandten zwei Militärangehörige.

✅ Vereinigtes Königreich – Schickte einen Offizier zur Unterstützung.

✅ Finnland – Entsendung von einigen Soldaten wurde ebenfalls berichtet.» (chatGPT)

Lächerlich an der Sache, die mehr wie Satireschau / Kabarett als Wirklichkeit aussieht: Donald Trump wirft gleichzeitig Dänemark und den Europäern vor, Grönland nicht gegen eine angebliche Gefahr verteidigen zu können, weshalb die USA das tun müßten, und bezeichnet die Entsendung europäischer Truppen, um die Verteidigung Grönlands zu üben, als sehr gefährliche Lage für die Sicherheit des Planeten. Absurderer Selbstwiderspruch bei seinen Begründungen geht kaum. Einzige rote Linie: Er will gegen Recht und NATO-Vertrag Grönland haben. Er spielt den Putin.

Wörtlich sagte er in einer Videoaufzeichnung „They don’t even go there.”4 (MS NOW, 20.1.2026) (Gemeint: ‚Die Dänen gehen nicht einmal nach Grönland.’) Er warf Dänen also mehrmals vor, nicht nach Grönland zu gehen, aber ebenso, nach Grönland zu gehen, was ihn noch wütender machte, so daß er gleich vom ‚Überleben des Planeten’ faselte.

Was sagt eigentlich der NATO-Vertrag von 1949 dazu?

«Die Parteien sind übereingekommen, daß ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird. Folglich verpflichten sich alle, unter Ausübung des Rechts auf individuelle oder kollektive Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen, dem oder den angegriffenen Mitgliedern beizustehen»5 (NATO, Artikel 5, Washingtoner Vertrag 1949)

ChatGPT versucht nun, dies so zu deuten, das angegriffene Land könne nicht den Beistand der NATO verlangen.

«Artikel 5 schützt vor Angriffen von außen, nicht von einem Bündnispartner.

Formulierung: „armed attack against one or more of them” wird in der Praxis als Angriff durch einen externen Gegner interpretiert.» (chatGPT)

Das bedeutet: Es wird in der Praxis so interpretiert, steht aber nicht im Vertragstext. Ich gehe nach dem Wortlaut des Vertragstextes vor, nicht nach politischen Auslegungen, die letztlich hineinzudeuten versuchen, was gerade gefällt wie bei der Bibelexegese eines Predigers, der alles und dessen Gegenteil aus demselben Bibelspruch zu ziehen vermag. Wer nach Recht und Vertrag vorgeht, nicht nach Machtverhältnissen und politischen Absichten – und so sollten Verträge gelten – müßte die NATO nach Artikel 5 aktivieren, wenn Donald Trump mit Gewalt gegen Grönland vorgehen sollte und den Ausschluß der USA aus der NATO fordern und vollziehen.

Das mag befremdlich wirken, doch müssen klare rote Linien gesetzt werden, wenn die Welt nicht kannibalisiert werden soll. Außerdem werde ich – wenn überhaupt – Beifall von falscher Seite erhalten, weil der (un)verantwortliche Präsident Trump von ihnen seit jeher gehaßt wird, vor allem für Versuche, seit 1968 zunehmend von woker (linker und feministischer) Ideologie geprägten Geisteswissenschaften und Universitäten insgesamt von ihrer ideologischen Ausrichtung wegzubringen. Das ist nötig, kann jedoch nicht imperialen und egomanischen Polterern überlassen werden, was historisch schon oft gescheitert ist. Davon ist wenig bis nichts zu sehen. Trump wird die Ideologisierung der Hochschulen und Geisteswissenschaften seit 1968 nicht beheben, ist selbst dessen Ergebnis: Die vernünftigen Kritiker wurden schon vor Jahrzehnten kaltgestellt; jetzt sind deshalb nur noch unvernünftige übrig.

Fußnoten

1 «The exchange of messages between Norway’s prime minister and President Trump

“Dear Jonas: Considering your Country decided not to give me the Nobel Peace Prize for having stopped 8 Wars PLUS, I no longer feel an obligation to think purely of Peace, although it will always be predominant, but can now think about what is good and proper for the United States of America. Denmark cannot protect that land from Russia or China, and why do they have a “right of ownership” anyway? There are no written documents, it’s only that a boat landed there hundreds of years ago, but we had boats landing there, also. I have done more for NATO than any other person since its founding, and now, NATO should do something for the United States. The World is not secure unless we have Complete and Total Control of Greenland. Thank you! President DJT”» (Reuters, 19. Januar 2026) https://www.reuters.com/world/europe/exchange-messages-between-norways-prime-minister-president-trump-2026-01-19/

2 «US sends aircraft to Greenland base amid tensions over Trump’s takeover bid 20. Jan 2026» https://www.business-standard.com/world-news/us-sends-aircraft-to-greenland-base-amid-tensions-over-trump-s-takeover-bid-126012000045_1.html

3 «On top of everything lese, Denmark, Norway, Sweden, France, Germany, The United Kingdom, The Netherlands, and Finland have journeyed to Greenland, for purposes unknown. This is a very dangerous situation for te Safety, Security ad Survival of our Planet.» (Donald J. Trump, TruthDetails) https://www.youtube.com/watch?v=4L3NJ2iLrpQ

4 https://www.youtube.com/watch?v=T3Vb43DgNuk

5 «The Parties agree that an armed attack against one or more of them in Europe or North America shall be considered an attack against them all and consequently they agree that, if such an armed attack occurs, each of them, in exercise of the right of individual or collective self-defence recognized by Article 51 of the Charter of the United Nations, will assist the Party or Parties so attacked» (NATO, Artikel 5, Washingtoner Vertrag 1949) https://www.nato.int/en/about-us/official-texts-and-resources/official-texts/1949/04/04/the-north-atlantic-treaty

Unsre Epoche ist gefangen zwischen zwei systematischen Denkfehlern

Unsre Epoche ist gefangen zwischen zwei systematischen Denkfehlern

Auf der einen Seite steht in unsrer Epoche ein Etablissement, das davon überzeugt ist, eine ‚wertebasierte Ordnung’ zu vertreten, überdies ‚Freiheit’, ‚Fortschritt’ und ‚Demokratie’. Es wäre schön, wenn dies stimmen würde. Jedoch ist dem Etablissement völlig entgangen, daß es seit 1968 in allen westlichen Ländern von Ideologien vollständig übernommen wurde, die menschliche Natur fanatisch bekämpfen. Radikale feministische Wellen, Gender-Mainstreaming, die Propagierung unfruchtbarer Neigung und körperlicher Verstümmelung zum Geschlechtswechsel, die staatlich betriebene Schleifung aller natürlichen Geschlechtsunterschiede und jeglicher menschlicher Kultur, die darauf beruht, gehören dazu ebenso wie linksradikale Utopien und Ideologien, etwa offene Grenzen, Massenmigration, ins Wahnhafte gesteigerte Angst vor vermeintlich in kleinen westlichen Ländern wie der BRD menschengemachten Klimakatastrophen, irrationaler ‚Antirassismus’, der sich auf feministische Vorbilder begründet. So ist BLM (Black Lives Matter) ein Abklatsch eines radikalfeministischen, geheim unter Männerausschluß operierenden Forums namens WLM (Women’s Lives Matter). Letzteres kennt fast niemand und ich nur deswegen, weil ich über diesen Themen seit Jahrzehnten gearbeitet habe.

Die sogenannten ‚Werte’ und ‚Regeln’, auf die sich westliche ‚werte- und regelbasierte Ordnung’ berufen, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als radikale, menschenfeindliche und hochgradig toxische Ideologien, die insbesondere männerfeindlich und europäischen Völkern feindlich sind. Dies ist auch nicht erst seit 1968 so; bereits nach dem Ersten Weltkrieg gab es ähnliche Ansätze, die sich sogar bis in die Zeit der Philosophie der Aufklärung, im Englischen ‚Enlightenment’ oder ‚Erleuchtung’ genannt, zurückverfolgen lassen: Wie Christoph Kucklick in „Das unmoralische Geschlecht” zeigte, war bereits in der Philosophie der Aufklärung eine misandrische, männerfeindliche Einstellung Konsens.

Den Grund dafür erarbeiten meine Bücher. Menschen ist eine Wahrnehmung angeboren, die Kinder, Mütter und Frauen bevorzugt, was ursprünglich dem Wohle des Nachwuchses diente. Diese angeboren schiefe Sicht ist uns aber nicht bewußt. Ebenso wenig bewußt sind uns Verdrängungsmechanismen der sexuelle Selektion, die tendenziell einen Großteil der Männer als Verlierer einstufen, von Sex und Fortpflanzung ausschließen läßt, um über Männer Gene zu sieben, nicht aber über Frauen. Der Sinn war ursprünglich daß sieben über Frauen die Anzahl der Nachkommen verringert hätte, was Stamm oder Art aussterben ließe, da beide durch sich stärker fortpflanzende verdrängt würden.

In dem Moment, als Menschen begannen, über sich nachzudenken, statt kultureller, sprachähnlicher Überlieferung zu folgen, wurden sie von solchen angeborenen, männerfeindlichen Schiefsichten fehlgeleitet, was schon die Philosophie der Aufklärung scheitern ließ, indem sie die Welt nach abstrakten Prinzipien neu einrichteten, die schön klingen, die Menschheit aber auf Abwege führten, die wir heute im Zusammenbruch von Gesellschaft, Empathie, Geschlechterbeziehungen und autochthoner Fortpflanzung, bei der massenhaften Zunahme Inceln und sinnlosem Leid Verirrter erfahren. Außerdem verstanden die Aufklärer nicht, wie menschliche Natur und Kultur funktionieren, denn Wissenschaften wie die Ethnologie zu Zeiten Émile Durkheims und Evolutionsbiologie gab es noch nicht, weshalb sie auf abstrakte Prinzipien setzten, die mit menschlicher Natur in Konflikt bringen.

Dies ist seit der Aufklärung und der Französischen Revolution, verstärkt seit der Niederlage im Ersten Weltkrieg und der darauf folgenden Ausbreitung totalitärer Ideologien wie Kommunismus die eine Seite des Problems. Kosmopoliten waren nach dem Ersten Weltkrieg Vorläufer heutiger Globalisten, die letztlich die gleiche Rolle aufgrund ähnlicher Denkfehler spielten.

Feminismus ist noch radikaler und militanter als Aufklärer auf angeboren schiefe Wahrnehmung hereingefallen. Tatsächlich wurden Frauen stets bevorteilt, doch sie sind diese so gewöhnt, daß sie eine Abnahme oder auch nur Stagnation ihrer Bevorzugung subjektiv als ‚Benachteiligung’ empfanden, ihre Bevorzugung, auf die sie ein Recht zu haben fühlten, stets steigern wollten und sich leicht einreden ließen, das sie bevorzugende System sei ‚Unterdrückung’. Ernest Belfort Bax beschrieb bereits im 19. Jahrhundert zahlreiche rechtliche Benachteiligungen von Männern, die von jeder folgenden feministischen Welle radikal verschlimmert wurden.

Zugleich beseitigte jede feministische Welle einen großen Teil menschlicher Kultur, die beide Geschlechter verbunden, für Empathie, Verständnis, Zusammenarbeit und gute Bezüge gesorgt hatte, und damit meine ich nicht nur Paarbeziehungen, sondern viel mehr, zwischen Männern und Frauen generell. Daher war jede auf eine feministische Welle folgende Generation noch verirrter und gestörter als die vorherige. Probleme nahmen mit jeder Welle weiter zu.

Bereits im Berlin der 1920er Jahre grassierte Syphilis, Drogensucht, feierten wenige Wohlhabende Party, während die Masse darbte und kaputt ging. Für die meisten war die fälschlich ‚goldene zwanziger Jahre” genannte Zeit eine Epoche schrillen Elends, nicht nur finanziell sondern auch sexuell. Auf der einen Seite Kinderprostitution, auf der anderen Seite bei Mädchen zunehmend chancenlose junge Männer, die der männliche Feminist erster Welle Ben Barr Lindsey unfreiwillig in seinem diese Fehlentwicklung propagierenden Pamphlet „Die Revolte der modernen Jugend” von 1925 beschrieb. Wir können in der geschichtlichen Phase der Französischen Revolution, der Zwischenkriegszeit und heute ähnliche Prozesse erkennen.

Die zerbrechenden kulturellen Geschlechterbeziehungen wurden vage gefühlt, aber die Ursachen nicht klar erkannt, weil menschliche Kultur im Sinne von Geschlechterbeziehungen (im Alltag wird der Begriff ‚Kultur’ anders verwendet, meint meist Literatur, Musik, Bildnisse, Filme u.s.w., für uns ist es das kulturelle System der Geschlechter im ethnologischen Sinne) unbewußt wirkt und ist. In der französischen Revolution trug eine Mischung aus royalistisch-monarchischen und altkatholischen Gefühlen die Erhebung der Bürger und Bauern in der Vendée gegen die Auswüchse der Revolution. Wenig später übernahmen nationale Mythen den Versuch der ‚Restauration’ nach gewalttätigen revolutionären Eskapaden. Heute sind es in den USA MAGA-Anhänger und in anderen westlichen Ländern ebenfalls neo-nationale Mythen, die aufgrund drohender Auflösung der Urbevölkerung und ansässigen Ethnien trotz aller Kritik sogar überlebenswichtig sind. Ähnliches gab es auch in der Zwischenkriegszeit. Das Problem mit nationalen Mythen ist, daß sie letztlich am Thema vorbeigehen, daher in die Irre führen, je nach Epoche und Land mehr oder auch weniger. Sie erkennen zwar, daß es ein Problem gibt, doch verstehen sie es nicht und sind nicht fähig, es zu lösen. Deshalb verirren sie sich leicht in Unsinn.

Obwohl diese Gegenseite heute recht hat damit, die woken Ideologien, die uns kaputtmachen, überwinden zu wollen, haben sie keinerlei Ahnung, was sie denn retten sollen und wie. Das gilt auch für die sogenannte ‚Männerszene’. Dort kupfert einer vom anderen Stichworte und Gedanken wie ‚weibliche Hypergamie’ und ‚body count’ ab, ob in Büchern oder in Podcasts, Reels und auf Youtube. Dieselbe Argumentationsmuster breiten sich wie eine Welle aus: Ein Video oder Reel nach dem anderen wiederholt das gerade gängige Grundmuster der Erklärung, oft mit prähistorischer oder evolutionärer Deutung geschmückt. Ähnlich verhält es sich bei MGTOW und Pick-Up-Lehre. Zwar haben sie recht damit, daß Feminismus Menschen kaputt und unglücklich macht, unermeßlich viel sinnloses unnötiges Leid verbreitet, doch was sie dagegen setzen sollen wissen sie nicht. Ein Video nach dem anderen käut letztlich dieselben zu kurz greifenden Ansätze wieder. Ihr Anliegen ist weder unberechtigt noch falsch, geht aber weit am Kern des Problems vorbei und kann dieses daher nicht lösen, so wie nationale Mythen dazu unfähig sind, eher dazu neigen, sich Ersatzgegner zu konstruieren, die mit dem eigentlichen Problem überhaupt nichts zu tun haben, so daß sinnloser Streit entsteht.

Ihr Denken geht ziemlich einhellig etwa wie folgt: Frauen hätten einen ‚hohen Bodycount’, also mit vielen Männern geschlafen, was ihnen aufgrund der weiblichen Vormacht über sexuelle Selektion leicht fällt, seien daher geschädigt. Endlich würden Männer aufhören, den ‚SIMP’ oder ‚Beta’ zu spielen, und sobald sie aus dem fruchtbaren Alter geraten (‚when they hit the wall’), was etwa mit 30 Jahren beginne, würden sie ihre Fehlentscheidung bereuen, viele gute Männer abgelehnt zu haben, um mit einer Unzahl ‚Chads’ zu schlafen. Wenn nur wieder Moral einkehre, dann würde sich das von selbst geben und wären statt verdorbener Frauen vernünftige Mädchen da, die ein Mann heiraten und mit ihnen Kinder großziehen könne. Das hört sich alles vernünftig an, wie auch das Glaubensbekenntnis der ‚wertebasierten Ordnung’, die tatsächlich eine radikale Kulturrevolution gegen menschliche Natur ist. Doch ähnlich wie die Gegenseite beruht es auf Denkfehlern, wenngleich etwas weniger krassen, denn immerhin haben sie ja ‚gute Absichten’. Leider ist laut einem Sprichtwort ‚der Weg zur Hölle mit guten Absichten gepflastert’.

Vergessen haben Männerszene, Konservative, Rechte und Anhänger neonationaler Mythen wie MAGA, daß die Ursache der Probleme in etwas ganz anderem liegt: dem Verschwinden der menschlichen Universalie einer Kultur, die auf Geschlechterergänzung, Arbeitsteilung, Tausch und Zusammenarbeit beruhte. Ethnologen zur Zeit Durkheims wußten oder ahnten das; heute ist es unvorstellbar, so wie meine Bücher, die genau die Ursachen beschreiben, wie Kultur funktioniert und weshalb Empathie für einheimische Männer, Verlierer und Incel ebenso zusammengebrochen ist wie Gleichgewicht und Zusammenleben beider Geschlechter. Verleger (z.B. Eichborn) schrieben mir sinngemäß, mein Stil sei gut, doch könnten sie keinen Inhalt feststellen. Meine Bücher hätten keinerlei Inhalt. Im Gegenteil, es gibt wenige Bücher, die so viel neue Inhalte haben! Doch was ich beschreibe, ist dem Zeitgeist unvorstellbar, unfühlbar, undenkbar. Sie sind so unfähig zur Empathie mit einheimischen Verlierern und Inceln, zudem so unfähig, den Inhalt wahrzunehmen, daß sie nicht einmal den Denkansatz erkennen und begreifen können, wenn er ihnen haarklein vorgekäut wird. Es widerspricht so total ihrer Identitätsbildung, dem, was sie von Kindheit an als Grundlage des Denkens eingetrichtert erhielten, daß solche Inhalte – genau was sie brauchen, was ihnen fehlt, um den Schaden der Geschlechterbezüge und den Totalausfall von Kultur zu beheben – einfach nicht erkennen können. Sie lesen die Sätze, begreifen aber nichts, weshalb sie unterstellen, diese hätten keinen Inhalt.

Wegen dieses Totalausfalls des Verständnisses für das, was vor sich geht, den Verlust von Geschlechterkultur, die meine Bücher beschreiben, verirren sich heute wie in früheren Epochen dringend benötigte Gegenströmungen, die menschliche Kultur verteidigen und wiederbeleben wollen, in irrationalen Mythen, die je nach Epoche und Gruppe anders getönt sind. Versteht mich nicht falsch: Ich lehne nationale Mythen zwar ab, aber sie haben trotzdem eine Berechtigung, damit wir ethnisch nicht untergehen und niemals mehr das homogene Volk sein können, das uns ausmacht. Es würde bedeuten, daß unsere Vorfahren sich umsonst bemüht hätten, als sie ihr Land für ihre Nachkommen entwickelten, ihre männlichen Linien aussterben, teils wegen Verlust der Fähigkeit, sich in genug eigenen Kindern fortzupflanzen, teils verdrängt von anderen.

Eine Jungfrau, die im feministischen Zeitalter aufwuchs, mag zwar einige körperliche Verirrungen vermieden haben, doch sie ist genauso von grundlegenden Irrtümern und Schiefsicht geprägt, die ihr von Kindheit an beigebracht wurden wie sexuell aktive Schwestern. Im 19. Jahrhundert war die größte feministische Strömung, aus der die Suffragetten hervorgingen, stark von der früheren feministischen ‚Tugendbewegung’ oder ‚Reinheitsbewegung’ (‚social purity movement’) geprägt, worunter sexuelle ‚Reinheit’ gemeint war. Das Urbild des Feminismus war ein keusches, züchtiges Frauenkollektiv, das Männer mit rigider Sexualmoral unterdrückte. Es stimmt nicht, was in westlichen Ländern, besonders den USA, seit Jahren in so ziemlich allen Videos zum Thema gepredigt wird: Daß Mädchen ohne viel Erfahrung mit Männern die Probleme lösen würden. Solche Vorstellung ist ein Pseudokonservativismus, mit dem sich Männer selbst ins Knie schießen. Wer das behauptet, kennt die Geschichte nicht. Aufgrund ihrer Unfähigkeit, das wirkliche Problem zu verstehen, reagieren sie sehr scharf und hart bei Nebenthemen. Ich sage nicht, daß eine gut in einer Kultur erzogene Jungfrau nicht etwas gutes wäre, doch entscheidend ist für das meiste die arbeitsteilige Ergänzung beider Geschlechter, also genau das, was westliche Staaten seit Übernahme durch Radikalfeminismus mit quasireligiösem Eifer ausradieren.

Das gilt noch stärker für politische Mythen, etwa nationale Mythen. Viele hatten auf eine zweite Amtszeit Präsident Trumps gehofft, sich ein Ende der totalitären Gesinnungsdiktatur jener ‚liberalen, regelbasierten Ordnung’ erhofft, die tatsächlich höchst illiberal ist, Andersdenken schon ab dem Kindergarten abzuerziehen und zu verteufeln bemüht ist, deren Regeln und Wert verbiegen und auslöschen menschlicher Natur ist, daher unermeßliches Leid über uns bringen.

Zwar hatten Trump und seine MAGA-Leute recht damit, die Diktatur eines Etablissements zu bekämpfen, das mit woker Ideologie bereits Kinder verbiegt und die einseitige Presse zu schelten, die seit 1968 keine einzige Stimme grundsätzlicher Feminismuskritik oder männlicher Verlierer und Incel veröffentlicht und fair debattiert hat. In der üblichen Verdrehung unterstellt die totalitär gewordene etablierte Medienlandschaft die von ihnen seit Jahrzehnten ausgeübte Diktatur in Übertragung jenen, die von der Gesinnungsdiktatur zu einer für verschiedene Richtungen offene Gesellschaft zurückkehren wollen. Darin verdient er Unterstützung.

Doch die zweite Amtszeit begann beschämend mit einem egomanischen Poltern. Mit einem Rückfall ins imperialistische Zeitalter wollte er sich am liebsten Grönland, dann gar Kanada einverleiben, behandelte den Diktator Putin, der einen blutigen Eroberungskrieg mit vielen Verbrechen gegen die Zivilibevölkerung beginnen hatte, wie einen alten Freund und Kollegen. In seltener Täter-Opfer-Verdrehung gab er den Angegriffenen in der Ukraine schuld am Krieg. Sie hätten sich von Anfang an nicht wehren sollen. Manche vermuten, Trump wolle sich auf eine Konfrontation mit China vorbereiten, weshalb er schnell Frieden um jeden Preis in der Ukraine wolle, oder Putin gar an seine Seite ziehen, wofür die Ukraine einfach mal so geopfert würde. Andere sagen, er wolle Wahlversprechen halten, weshalb er in seltener Egomanie auf Biegen und Brechen ein schnelles Ende anstrebt ohne Rücksicht auf Folgen für die Ukrainer, die auch sein Vize Vance laut peinlichen und verräterischen Äußerungen verächtlich betrachtet hat. Das ist ein Empathieschaden, der einer US-Regierung unwürdig ist. Egoistisch ringt Trump lieber um Rohstoffe wie seltene Erden und Atomkraftwerke der Ukraine. Ihm scheint es wichtiger zu sein, daß die USA oder er selbst profitiert als daß die Ukrainer Freiheit für ihr Land gewinnen – eine höchst unmoralische Position, die der von Putin und seinen Verbündeten zu ähneln beginnt. In diesem Punkt haben leider Trumps Gegner, die seit Jahren täglich über ihn herziehen, diesmal recht.

Wir stehen also zwischen zwei systematischen Denkfehlern: Einerseits den Zerstörern menschlicher Kultur und Natur auf der einen Seite, die auch unsre Ethnien, und Völker auslöschen, uns aussterben lassen, einheimische Männer zu Verlierern und Inceln machen, ihr Leben seelisch grausam kaputtmachen.

Auf der anderen Seite steht eine Richtung, die zwar verspricht, die Selbstzerstörung westlicher Menschen zu beenden, aber keine Ahnung hat, worauf diese zurückgeht, weshalb sie ebenfalls irrationalen Mythen verfallen. Ähnliches gilt für einen großen Teil der Männerrechtler mit ihren Videos zu Hypergamie, ‚Body Count’, die letztlich den Boden bereiten für einen sittenstrengen, lähmenden Feminismus wie im 19. Jahrhundert, als auch für MAGA-Phantasten, die sich Grönland und Kanada einverleiben wollen, weshalb sie gut damit auskommen, daß Putin sich die Ukraine einverleiben will. Da verstehen sich zwei offenbar, was tatsächlich an die Zwischenkriegszeit erinnert. Trotzdem sind die Totalitären und Faschisten heute überwiegend links, feministisch, grün und regenbogenbunt.

Zwischen diesen beiden Polen geht die Vernunft unter. Der heutige Zeitgeist vermag nicht einmal ansatzweise zu begreifen, was einst Ethnologen bekannt war, heute aber undenkbar geworden ist wie die Stimmen einheimischer männlicher Verlierer und Incel, und damit die wichtigsten Inhalte meiner Bücher. Viele Werke können damit glänzen, genau 0 Leser gehabt zu haben, nämlich gar keinen. Es sind Themen, die einfach niemanden kümmern. Deshalb verirrt sich die Menschheit in beiden politischen Flügeln von heute, die beide nichts an der Lage bessern können, die sie nicht einmal verstehen, wobei die Anhänger von WOKE sich täglich um größtmögliche Verschlimmerung bemühen.

© 2026 Jan Deichmohle

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