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Denker und Dichter

Schlagwort: Männerbewegung

Eine Pseudomännerbewegung blamiert sich

Seit 30 Jahren erarbeite ich neue Argumente gegen Feminismus und stelle ein Gegenmodell auf. Ich war der erste Aktivist im Sprachraum, der die neuen Themen anschnitt, darunter feministische Zensur, und hatte bereits in den 1990ern die umfassendste Sammlung von Haß seitens führender und prägender Feministinnen.
Arne Hoffmann verweigert seit 20 Jahren jede Erwähnung, Link oder Aufnahme in Blogroll. Genauso ignorieren mich inzwischen die meisten einschlägigen anderen Blogger und Internetquellen, die mit feministischen Prinzipien liebäugeln, wie im vorletzten (und früheren) Artikel belegt, oder sich Denkfehler leisten, wie ebenfalls in Artikeln belegt.
Sie spielen Platzhirsch und grenzen anderen durch Totalignorierung aus. Mit solchem unsolidarischen Verhalten haben sie die sogenannte ‚Männerbewegung’ beschädigt, die ein chaotischer Verbund ist, der leider um feministisch geprägte Platzhirsche und Themen kreist.
Die echte Feminismuskritik wurde nicht etwa vom Feminismus oder der feministisch geprägten Gesellschaft abgeschossen, sondern den letzten Schuß gaben sogenannte ‚Männerrechtler’, von denen der Durchbruch abhing. Indem sie mauerten und ungelesen verrissen, genau wie es Feministen typischerweise tun, verhinderten sie einen Durchbruch und damit eine bessere Konkurrenz.
Dabei ging es nicht nur darum, daß echte Feminismuskritik neu, also ungewohnt ist, im ersten Moment nicht gleich verstanden wird, sondern auch um ihren eigenen Status als Platzhirsch. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es viele vom Kaliber „Warren Farrell”, die letztlich eine Hilfstruppe des Feminismus darstellen, den sie um Einbeziehung von Männern und deren Problemen erweitern, statt aus einer verhängnisvollen Ideologie gänzlich auszubrechen.
Diese Kreise haben keine eigene Leistung. Sie haben weder Theorie noch Systematik. Sie haben auch keine Lust, systematische Theorie zu lesen. Das wäre viel zu mühsam. Stattdessen besitzen sie die Frechheit, in Unkenntnis zu verreißen und genau das zu Unrecht vorzuwerfen, was für sie selbst gilt. Denn was die Männerszene liefert, ist wirr. Zahlreiche logische Fehler habe ich bereits nachgewiesen. Derzeit wird zum Beispiel, aus dem angelsächsischen Raume stammend, das Thema „Hypergamie” hochgejubelt. Bei uns wird dann abgekupfert und nachgemacht, wobei die Leute sich dann noch wunder für klug halten, weil sie Argumente übersetzt und übernommen haben. Gratuliere.
Leider sind die übersetzten und übernommenen Argumente falsch. Das habe ich in mehreren Artikeln und Buchkapitel dargelegt. Es gibt ethnologisch Hypergamie, Isogamie und Hypogamie. Isogamie galt für Heiraten unter regierenden Königs- und Fürstengeschlechtern. „Tu felix Austria nube” beruht auf Isogamie. Feminismus hat den Grad sozialer Hypergamie verringert, weil einfach über erfolgreichen Frauen nicht mehr genug unvergebene Männer sind. Das ist eine Frage der Logik, die allerdings offenbar nicht nur Feministen, sondern auch Pseudomännerrechtler im deutschsprachigen Raum überfordert.
Das Problem der Gesellschaft beruht gerade auf der verringerten Hypergamie, weshalb laut einer Studie die Schere zwischen Arm und Reich so stark auseinanderklafft. Bei mehr gemischten Ehen sänken die sozialen Gegensätze schlagartig auf den ausgeglicheneren Stand der 1960er Jahre. Aber damit ist die Pseudomännerrechtsbewegung geistig überfordert. Lieber holzt sie mit falschen Argumenten, als sich die Mühe zu machen, meine richtigen Argumente zu verstehen.
Das wirkliche Problem ist nicht Hypergamie, sondern einseitige sexuelle Selektion von Frauen an Männern, die auch dann viele Männer diskriminiert, wenn in sozialer Hinsicht kaum noch unvergebene Männer über dem Status der Frau zu finden sind. Weibliche Wahl diskriminiert auch dann massiv viele Männer, wenn am Schluß ein gleichrangiger oder niederrangiger Mann gewinnt. Es ist auch nicht Hypergamie, sondern die evolutionäre Kraft sexueller Selektion, die eine krasse Empathielücke hervorbringt. Das erkläre ich in meinen Büchern, die von der Pseudomännerbewegung nicht gelesen, und daher auch nicht verstanden wurden: Gene werden über Männer gefiltert. Logischerweise setzt das voraus, daß sich nicht jeder fortpflanzt, denn sonst fände ja kein filtern statt. Zum Ausschuß dieser Männer gehört, ihnen Empathie zu versagen. Doch das scheint abermals den Platzhirschen der Bewegung zu hoch zu sein. Blöd nur, wenn die, die etwas nicht begreifen, dann noch die Frechheit besitzen, sich zum Richter aufzuschwingen, der andere beurteilt. 
Hier dokumentiere ich die gefährliche Mischung aus Dummheit, unsolidarischem Verhalten und Frechheit. Am Ende wirft man mir noch vor, was sie selbst auszeichnet: Wirrheit.

Wenn Leute sich überschätzen, und dann noch runtermachen, was sie weder kennen noch begreifen, kann es sehr peinlich werden.

Doch das ist nicht das einzige Problem vieler, die sich für eine ‚Männerbewegung’ halten. Darüber hinaus teilen sie ausgerechnet den Empathieschaden von Feministen und Gesellschaft gegenüber Männern, sobald es um auch bei ihnen unbeliebte Gruppen geht, wie männliche Verlierer sexueller Selektion, InCel, darüber hinaus aber auch Verlierer im Sinne von Fortpflanzung und Evolution. Damit stehen sie im Kernproblem auf der falschen Seite. Da sie obendrein auch noch unsolidarisch handeln, sind sie nicht nur überflüssig, sondern schädlich, indem sie eine echte Opposition hintertreiben. Das wird ihnen und uns allen auf die Füße fallen. Zum Beispiel wächst die Verbitterung unter InCel, weil sich die Bedingungen verschlimmern. Da die Pseudomännerbewegung diese ausgrenzt und nicht hilft, läuft unsre Gesellschaft in eine Zerreißprobe, die von fremdem Männerüberschuß aus Gegenden mit aggressiveren Verhaltensweisen noch verschärft wird.

 

Ausraster unsolidarischer Niveaulosigkeit

Ausraster unsolidarischer Niveaulosigkeit

Sehr geehrter Herr ███,

Sie sind es, der die Nase hoch trägt und uns alle mit Haß blamiert. Haß gegen Feministinnen, Haß gegen Feminismuskritiker.

«Feminismuskritik interessiert keinen Menschen. Ich hasse diese Brut.»

Herr Möbius belastet uns mit seinem ungeschickten Buchtitel „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes” noch heute, doch der hat wesentlich besser argumentiert als Ihre Rundumschläge auf der Basis wörtlich genommener biblischer Mythen und Unterstellungen, und der Beleidigung politischer Gegner (der Feministinnen) als Hühner. Herr Möbius – oder eher sein Verlag, der einen reißerischen, ungeschickten Buchtitel wählte – hat in bester Absicht bis heute blamiert und Feministinnen mehrerer Wellen Steilvorlagen geliefert. Das tun Sie auch! Ist Ihnen in Ihrem Höhenrausch (den man auch größenwahnsinnig nennen kann) gar nicht aufgefallen, daß Sie den Vorwurf der Feministinnen von ‚toxistischer Männlichkeit’ geradezu unfreiwillig bestätigen? Wie peinlich, wenn eine vermeintliche Widerlegung des Vorwurfs von ‚toxischer Männlichkeit’ von dieser geradezu trieft, mit ihren persönlich Tiefschlägen auf dem Nullniveau von „gack-gack-gack”.

Arrogante, brutale Tiefschläge, wie das, was Sie da ablassen, blamieren uns über Generationen hinweg, auch wenn Sie derzeit einige kaputte Leser finden, die sich von Ihrer Frechheit beeindrucken lassen. Sie sind gefährlich, weil Sie einer künftigen Welle Feminismus den Boden bereiten. Ich grabe jeglichem Feminismus von der ersten Welle bis künftigen nicht nur das Wasser ab, sondern ziehen ihnen den Boden unter den Füßen weg. Ich beweise. Sie stänkern. Ich arbeite solidarisch. Sie unsolidarisch.

Ihre Arroganz ist vom gleichen Typ wie die der Faschisten in den 1930er Jahren, die nach dem von der feministischen Welle angerichteten Chaos (das nicht vorwiegend am Weltkrieg lag, denn das vom Weltkrieg nicht betroffene Schweden, Australien und Neu Seeland litten unter den gleichen Erscheinungen) mit Brutalität beantworteten. Sie gehen einen höchst gefährlichen Irrweg.

«Feminismuskritik interessiert keinen Menschen. Ich hasse diese Brut.»

Sie tragen Haß im Herzen. Statt solidarisch zu sein und echte Feminismuskritiker wie mich zu unterstützen, erklären Sie ihnen Ihren Haß. Genauso war der größte Fehler der Nazis, daß sie Haß im Herzen trugen, denn Deutschland wurde damals benachteiligt und betrogen. Aber mit Haß wurden wir so blamiert, daß uns niemand mehr erlaubt, uns als Opfer zu sehen. Sie gehen gerade den gleichen falschen Weg im Namen der Männer. Und wenn sie zigmal Leser finden, ist das schlimm für uns alle.

«Alle Argumente liegen seit Jahren auf dem Tisch, in den USA seit 1992 (Warren Farrells „Myth Of Male Power”), in Deutschland seit Arne Hoffmanns Adaption „Sind Frauen bessere Menschen” (2001).»

Keiner von diesen Herren hat eine echte oder tiefgreifende Kritik geleistet. Warren Farrell ist Feminist der ersten Stunde, Schützling der Radikalfeministin von 1968 (Gloria Steinem) gewesen. Keiner von beiden hat irgendeine grundlegende Kritik erarbeitet, sondern wenden feministische Grundsätze auf Männer an. Es sind sogenannte Gleichheitsfeministen. Das ist geistig ein schwaches Bild, aber keine Rechtfertigung für Entgleisungen. Ihr bodenlos gehässiger Artikel ist genauso ein Tiefschlag wie radikalfeministische Ergüsse und blamiert uns alle. Ihre Position ist inhaltlich so schwach und feministisch, wie Sie verbal überradikal sind. Ihre Radikalität ist sinnlos, denn sie bringt argumentativ nichts. Radikalität im guten Sinne geht geistig an die Wurzeln, so wie ich das tue. Sie sind eine zerstörerische Kraft.

Das ist auch für Journalistenwatch und die Konservativen ein schlechtes Omen. Im übrigen habe ich wohl gesehen, wie sie finanziert werden: Von einem Think Tank, der die Interessen der USA im Nahen Osten vertritt.

«JouWatch wird unterstützt durch das Middle East Forum. Das Middle East Forum (http://www.meforum.org/) ist ein so genannter „Think tank” und arbeitet daran, amerikanische Interessen im Mittleren Osten zu definieren und für diese zu werben. 1990 gegründet, wurde das Forum 1994 zu einer unabhängigen Organisation.»1

Die USA haben dort Syriën und Libyen destabilisiert, den IS großgemacht und damit die Flüchtlingswelle losgetreten, die unsere Zukunft gerade ruiniert. Zwar hat Präsident Trump das ursprünglich ändern wollen, doch geriet er unter den Einfluß des tiefen Staates, seit er seinen Berater Bannon entließ, und handelt seitdem auch destruktiv. So hat er, als von den USA finanzierte Terroristen einen Chemiewaffenangriff simulierten oder inszenierten, um ihn Assad in die Schuhe zu schieben, ohne Abwarten einer Faktenprüfung das Opfer der Intrige – Assad – angegriffen, zugunsten der Terroristen, die in Bedrängnis geraten waren und sich auf diese Weise mit US-Hilfe retten wollten, wogegen Assad siegreich war und sehr dumm sein müßte, in solcher Lage ein derartiges Verbrechen mit absehbaren Folgen zu begehen.

Dem ist zu entnehmen, daß Sie auch finanziell und politisch in eine heikle, eher düstere Abhängigkeit geraten sind.

«Es interessiert niemanden, was an guten Argumentationen möglich ist. Wollte ich welche abliefern, könnte ich das jederzeit auch selbst.»

Nein, das können Sie nicht. Sie werden schon wieder größenwahnsinnig. Ihr Amoklauf durch biblische Mythen, die sie in Ihrem Höhenflug oder Testosteron- oder Drogenrausch der Hochmut als Argument gegen Feminismus einsetzen, ist Beweis genug dafür, daß Sie nicht dazu in der Lage sind. Sie haben Glück, daß Feministinnen Sie nicht ernstnehmen, sonst könnten diese Ihre Argumentation mühelos lächerlich machen und in Stücke reißen. Mit Ihrem unsinnigen, niveaulosen Geholze blamieren Sie die gesamte Männerbewegung.

Solide wissenschaftliche Beweise gibt es in meinen Büchern, die Sie zu hochmütig sind zu lesen. Ich leiste seit 30+ Jahren die Grundlagenarbeit, zu der Sie geistig nicht in der Lage sind – Sie glänzen durch eine subjektive, unsachliche Aggressivität, die ein Spiegelbild der feministischen ist. Es ist ziemlich peinlich, wenn Männer heute genauso wenig Format besitzen wie feministische Frauen.

Auch Arne Hoffmann hat eine jahrzehntelange Tradition, meine Argumente zu ignorieren, jeden Verweis auf Bücher oder Blog zu verweigern, um seiner Illusion einer linken Männerbewegung zu frönen, die nur Ansichten enthält, die ihm in den Kram passen. Auch das ist eine Form von Gesinnungsstaat, der Geist unterdrückt. Seltsam ist nur, wie hier dezidiert Linke und vermeintlich Konservative wie Journalistenwatch angeblich sein will, bei der Unterdrückung echter Kritik zusammenarbeiten. Einig bei der Unterdrückung echter Feminismuskritik: Der Linke Arne Hoffmann, der in Jahrzehnten niemals Solidarität gegenüber mir zeigte, obwohl ich länger dabei bin als Sie, und der (neue) Chefredakteur des ‚konservativen’ Journalistenwatch in Abhängigkeit von US-Interessen im nahen Osten. Solcher Filz hat den Fortschritt genauso stark behindert wie Feministen, Linke und Grüne, denn Ihr Ignorieren hat den Durchbruch wichtiger Argumente und Bücher verhindert. Feministinnen brauchten gar nichts zu tun. Gleichheitsfeministische Männer haben das für sie geschafft.

Dies ist ein offener Brief.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Deichmohle

P.S.

«Ach? Ist das so? Potztausend. Tatsache ist, daß der für deutsche Feministinnen relevante Buchdruck mit beweglichen Lettern von Gutenberg erfunden wurde (1472). Männer haben auch das Radio, das Fernsehen, den Computer usw. erfunden. Hier haben Sie Ihre Verbindung zum Feminismus.»

Irrationales Geschwafel. Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen der Erfindung des Buchdrucks und dem Auftauchen des Feminismus. Ihr unlogisches Geholze gibt den Ausführungen keinerlei Glaubwürdigkeit. Daß Männer bahnbrechende Erfindungen machten, finden sie andernorts bewiesen und glaubwürdig gezeigt; was Sie tun ist dermaßen unsachlich, daß es nicht ernstgenommen werden kann.

«Von: Max ███
Gesendet: Donnerstag, 17. Januar 2019 21:05
An: Chefredaktion JouWatch; deichmohle███
Betreff: Aw: WG: Artikel für Jouwatch

Sehr geehrter Herr Deichmohle,

Sie tragen die Nase ein bißchen hoch. Der fragliche Autor heißt Max ██, ist Maskulist, Antifeminist, kennt sämtliche Größen der ‚Männerbewegung’ z.T. persönlich, war Betreiber von feminismuskritik.eu, Mann der ersten Stunde bei wgvdl.com, Prä-Mitbegründer von „Manndat” und hat sich seit zwanzig Jahren mit dem Feminismus und der sog. ‚Männerbewegung’ eingehend befaßt. Sollten Sie Fragen haben, fragen Sie ihn einfach. Zufällig ist das der Mann, der Ihnen gerade schreibt. Er ist nämlich auch der Chefredakteur von jouwatch (siehe Impressum).

Zur Sache:

Wie schreibt Akif Pirincci? – Plump? Hat wenig Ahnung von der Materie? Wie schrieb Eugen Prinz sein „Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus”? – Plump? Es tut mir leid, Ihre persönliche Auffassung von ‚plump’ ist Ihre, Andere erkennen darin einen persönlichen Stil.

Zitat: „Ein wilder Strudel unbewiesener und wohl auch falscher Behauptungen – eine Korrelation von Buchdruck und Feminismus ist genauso unsinnig wie vieles in dem Geschwafel.”

Ach? Ist das so? Potztausend. Tatsache ist, daß der für deutsche Feministinnen relevante Buchdruck mit beweglichen Lettern von Gutenberg erfunden wurde (1472). Männer haben auch das Radio, das Fernsehen, den Computer usw. erfunden. Hier haben Sie Ihre Verbindung zum Feminismus. Feministinnen nutzen männliche Erfindungen, um ihr Gift zu versprühen. Nennen Sie es eine Korrelation, wenn Sie wollen.

Zitat: „Ähnlich hat mißratene Feminismuskritik seit 1900 immer wieder verloren und sich auf lange Sicht blamiert. Dabei liefere ich alle paar Tage sachlich fundierte Artikel, die auf hohem Niveau mit modernen Argumenten den Feminismus auseinandernehmen. Was stimmt in der konservativen Szene (und bei den Männerrechtlern) nicht? Solide Argumente werden ignoriert, dafür plumpes Gegacker veröffentlicht, mit dem sich keine Überzeugungsarbeit leisten läßt.”

Was ist bitteschön der Vorteil eines ‚modernen Arguments’ gegenüber einem herkömmlichen, guten Argument? Und vor allem: Was hätten denn alle modernen Argumente genützt seit zwanzig Jahren? Ist jemand an Argumenten interessiert bei den Feministen? Das hätte ich bemerkt. Nein, die Damen und Herren wollen nichts beweisen, sondern etwas erreichen. Alle Argumente liegen seit Jahren auf dem Tisch, in den USA seit 1992 (Warren Farrells „Myth Of Male Power”), in Deutschland seit Arne Hoffmanns Adaption „Sind Frauen bessere Menschen” (2001). Es interessiert bis heute keine Sau an den maßgeblichen Stellen in Politik und Medien. Aber schön argumentieren können Sie schön, Herr Deichmohle, alle Achtung.

Zitat: „Daß mit dem Auftauchen feministischer Wellen das Abendland in den Sinkflug überging, belegen meine Bücher seit längerem. Ihr Artikel belegt das nicht, sondern motzt nur ohne zu begründen herum.”

Genau. Belege sind genügend da, wir brauchen keine weiteren. Wir können begründungslos frei herummotzen. Wir können uns überhaupt jede Eskalation erlauben. Wir haben es jahrzehntelang argumentativ versucht. Es ging nicht. Feministen sollten sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß sie heutzutage einfach „in die Fresse kriegen” (A.Nahles).

Zitat: „Sie sollten lieber solide Artikel veröffentlichen, die handwerklich das neueste und treffendste sind, was Feminismuskritik zu bieten hat, statt Gegacker.”

Gackern Sie nicht, Herr Deichmohle. Feminismuskritik interessiert keinen Menschen. Ich hasse diese Brut. Und das bringe ich zum Ausdruck. Authentizität statt schön gesetzter Worte, die niemanden interessieren. Skandalisierung statt Argumentation. Das ist die ‚moderne Schiene’, wenn auch hier nicht ganz klar ist, was an einer ‚modernen’ Schiene besser sein soll, als an einer herkömmlichen. Es spielt aber keine Rolle.

Zitat: „Solide und durchdachte Feminismuskritik wird ignoriert”

Fein bemerkt. Sapperlott. Ein Lichtblick in Ihrer Mail.

Zitat: „Es wird Zeit, daß Medien intelligente männliche Positionen bringen, und nicht ein Gegacker, das ähnlich unsachlich daherschwätzt wie das feministische. Wahrscheinlich halten der Verfasser und oberflächliche, von Sachkenntnis ungetrübte Leser solch einen Strudel wirrer Behauptungen auch noch für witzig.”

In der Tat, so ist es. Überwiegend fanden die Leser den Artikel witzig. Sie können von mir eine wissenschaftlich fundiertere Abhandlung in der „Blauen Narzisse” lesen, erschienen in zwei Folgen im Jahr 2013. Die Leserinnen, die das nicht witzig fanden, sind ziemlich böse ausgeflippt. Zielvorgabe perfekt erreicht. Die Brut soll ruhig merken, daß die Zeit des schöngeistigen Argumentierens in fein gesetzten Worten vorbei ist. Sie hatten zwanzig Jahre lang ihre Chance, sich auf Argumente einzulassen und haben es dennoch vorgezogen, sich die Ohren zuzuhalten. Daß Sie übrigens meinen Namen nicht sofort mit dem Thema in Verbindung gebracht haben, finde ich bedenklich. Sie sagten doch, Sie beschäftigen sich schon lange mit dem Thema? Ich wußte, wer Sie sind.

Es interessiert niemanden, was an guten Argumentationen möglich ist. Wollte ich welche abliefern, könnte ich das jederzeit auch selbst. Es wäre Zeitverschwendung. Angriff ist gefragt. Die Brut dem Spott zum Fraß vorwerfen, ist gefragt. Freistil, sozusagen. Samthandschuhe aus, Panzerfaust an.

Mit freundlichen Grüßen
Max ███»

Statt guten Artikeln unsachliche Tiraden

Sehr geehrte Dame und Herr,

seit etwa 2 Jahren bringt Journalistenwatch meine Artikel nicht mehr, mit der fadenscheinigen Begründung, das Portal habe sich auf Nachrichten umgestellt, obwohl diese vom gleichen Typ sind wie meine Artikel. Nachdem Feminismuskritik offenbar hintenangestellt wurde, erscheint nun ein Artikel dazu bei Ihnen, der ganz offensichtlich plump und persönlich angreifend ausfällt.

«Seit das feministische Weibsengegacker salonfähig geworden ist, geht es mit der westlichen Welt den Bach runter. …

Halt den Hühnerschnabel und geh Körner picken. Gack-gack-gack»2 (Journalistenwatch)

Hier hat jemand, der wenig Ahnung vom Thema hat, auf persönlicher Ebene angegriffen, was schlechter Stil und wenig überzeugend ist.

«Arschlecken, Katharina. … Der weibliche Unmensch hat erst in Gestalt der unruhestiftenden Feministin das Licht der Welt erblickt, und das auch erst, nachdem der Buchdruck erfunden war.» (a.a.O.)

Ein wilder Strudel unbewiesener und wohl auch falscher Behauptungen – eine Korrelation von Buchdruck und Feminismus ist genauso unsinnig wie vieles in dem Geschwafel. Schon mal etwas davon gehört, daß Chinesen den Buchdruck erfunden haben, es aber trotzdem keinen Feminismus dort gab? Oder daß es feministische Bestrebungen schon im, vermutlich auch vor dem Altertum gab? Aber so viel Logik paßt nicht in das Kleinhirn des im Testosteronrausch abgedrehten Verfassers, der an einer weit verbreiteten Krankheit leidet, nämlich sich für kompetent in Sachen Frauen zu halten, obwohl er keine Ahnung von Tuten und Blasen hat.

«Wo der Islam dominant wird, hat sich jedes feministische Gedöns binnen kürzester Zeit erledigt. Es verschwindet einfach unter Kopftuch und Burka.» (a.a.O.)

Logik ist weder Sache des Feminismus noch des Verfassers des Journalistenwatch-Artikels. Was hinter Kopftuch verschwindet, hat sich deswegen nicht erledigt. Schon mal etwas von islamischem Feminismus gehört? Den gibt es und wird es in Zukunft vermehrt geben, wenn unsrer schon tot ist.

«Nach etwa 300.000 Jahren Menschheitsgeschichte des Homo Sapiens, davon etwa 295.000 Jahre zugebracht mit der sorgfältigen Beobachtung der Geschlechter, kam in jüngster Vergangenheit ein Bestseller heraus mit dem Titel „Die Bibel”. Neue Erkenntnis: Bei unserem Klugscheißerchen handelt es sich um eine getunte Rippe, die dem Brustkorb des ersten Menschen entnommen wurde.» (a.a.O.)

Bringen Sie das einmal in einer öffentlichen Debatte mit Feministen und Andersdenkenden und lassen Sie sich auslachen. Ich werde im Publikum mitlachen. Denn das ist verbale Schaumschlägerei ohne den leisesten Anflug eines Arguments. Eine Fabel aus dem Schöpfungsmythos des Alten Testaments als Argument einzusetzen, ist an Peinlichkeit und Dummheit nicht mehr zu überbieten; demnächst werden wir noch damit beschäftigt werden, ob Adam oder Eva zuerst in den Apfel der Erkenntnis gebissen habe, und ob das der gleiche Apfel sei, den Paris der Aphrodite überreichte, womit letztlich über die Entführung der Helena der trojanische Krieg ausgelöst wurde. Der Jouwatch-Schreiber ist im Rausch – wurde das unter Drogen geschrieben, oder ist er wirklich so naïv, in seinem berechtigten Zorn über feministische Verarsche antike Mythen für ein Argument zu halten, ist es einfach nur Überheblichkeit? Da habe ich 30+ Jahre mehr Erfahrung, wie man so etwas vernünftig auseinandernimmt. Unsere Professoren klassischen Stils gaben uns einen guten Rat: „Kennt eure Grenzen. Wer nicht merkt, von etwas keine Ahnung zu haben, blamiert sich fürchterlich.” Sowohl bei heutigen Konservativen als auch Männerrechtlern sind etliche eitle Schaumschläger unterwegs, die mehr von charismatischer Vermarktung verstehen als von intelligent durchdachter Argumentation; ihre Niederlage ist vorhersehbar.

In einigen Absätzen steckt ein wahrer Kern, der in meinen Büchern auch solide begründet und hergeleitet, hier jedoch durch blühend unsinnige Tiraden in den Dreck gezogen wird. Ich will mal gnädig sein und nicht den Rest des Gegackers genauso auseinandernehmen, was kein Problem wäre.

Ähnlich hat mißratene Feminismuskritik seit 1900 immer wieder verloren und sich auf lange Sicht blamiert. Dabei liefere ich regelmäßig sachlich fundierte Artikel, die auf hohem Niveau mit modernen Argumenten den Feminismus auseinandernehmen. Was stimmt in der konservativen Szene und bei vielen Männerrechtlern nicht? Solide Argumente werden ignoriert, dafür plumpes Gegacker verbreitet, mit dem sich keine Überzeugungsarbeit leisten läßt.

Daß mit dem Auftauchen feministischer Wellen das Abendland in den Sinkflug überging, belegen meine Bücher seit längerem. Ihr Artikel belegt das nicht, sondern motzt nur … herum.

Hier läuft etwas gründlich schief: Sie sollten lieber solide Artikel veröffentlichen, die handwerklich das neueste und treffendste sind, was Feminismuskritik zu bieten hat, statt Gegacker. Solide und durchdachte Feminismuskritik wird ignoriert. Es wird Zeit, daß Medien intelligente männliche Positionen bringen, und nicht ein Gegacker, das ähnlich unsachlich daherschwätzt wie das feministische. Wahrscheinlich halten der Verfasser und oberflächliche, von Sachkenntnis ungetrübte Leser solch einen Strudel wirrer Behauptungen auch noch für witzig.

Ich empfehle, einige meiner Sachbücher zu lesen, um zu sehen, was heute an guten Argumentationen möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Deichmohle

www.deichmohle.de

Übersicht von bislang 28 veröffentlichten Büchern: www.quellwerk.com

Fußnoten

1 https://www.journalistenwatch.com/impressum/

2 https://www.journalistenwatch.com/2019/01/13/feministenquatsch-toxische-maennlichkeit/

© 2020 Jan Deichmohle

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