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Denker und Dichter

Schlagwort: Landwirtschaft

Nun werden auch Bauern geopfert

Nun werden auch Bauern geopfert

Nun werden auch Bauern geopfert. Ich schreibe übrigens nicht vom Schachspiel, sondern unsrer Wirklichkeit. Ein glaubhafter Artikel berichtet skandalöses zu einem weiteren Thema: Die Landwirtschaft, die uns seit Jahrtausenden ernährt, wird gerade mit gesetzlichen Vorschriften und EU-Bürokratie kaputtgemacht.

Während Maßnahmen gegen die Coronakrise größere Versammlungen verbieten, Bauern folglich nicht demonstrieren können, wird ein Gesetzesvorhaben vorgezogen und durchgepeitscht, das Landwirtschaft lahmlegen, die wirtschaftliche Existenz von Bauern bedrohen und sogar unsre Böden gefährden dürfte.

«Mißbrauch der Corona-Krise
Schlag gegen die Landwirtschaft soll vorgezogen werden
von Holger Douglas So, 22. März 2020

Die Bundesregierung mißbraucht die Corona-Krise, weil die Bauern jetzt nicht demonstrieren können. …

Im Schatten der Corona-Krise will die Bundesregierung offenbar ihren entscheidenden Schlag gegen die Landwirtschaft vorziehen und schnell, still und heimlich über den Tisch bringen. Denn bereits am kommenden Freitag, 27. März, plant der Bundesrat über die neue Düngeverordnung zu entscheiden. Damit soll die Entscheidung um eine Woche vorverlegt werden. …

Denn neben anderen hatten wir von TE mehrfach nach den fehlenden Daten gefragt und bisher keine Antwort erhalten. Das bedeutet: Das UBA will nicht, daß die falschen Werte und Berechnungen herauskommen. Für ihren Propagandaeffekt reicht es, daß Städter glauben, die Landwirte würden zu viel düngen und damit das Grundwasser verunreinigen.

So werden in Österreich Meßwerte in vier unterschiedlichen Tiefen im Boden genommen. Nach unten hin nehmen sie ab und gehen gegen null. In Deutschland dagegen werden nur die Meßwerte dicht unter der Erdschicht genommen und die besonders hohen Werte nach Brüssel gemeldet. Das Umweltbundesamt hat also absichtlich mit falschen Werten an die EU die Grundlagen für eine Verschärfung der Düngeverordnung geschaffen.

Wie nervös die Handelnden in Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt sind, zeigt das Verhalten von Staatssekretär Flassbarth. Während eines Treffens mit Landwirten wurde er gezielt mit der Frage nach dem tatsächlichen Nitratanteil aus der Landwirtschaft konfrontiert. Flassbarth zeigte Nerven und brach den Termin vorzeitig ab. …

Das Düngeverbot würde weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Tierhalter haben. Ihre Güllekanäle werden vollaufen, weil niemand mehr weiß, wohin mit der Gülle. Dem Landwirt bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder er verkauft oder entsorgt alle Tiere, oder er düngt trotz Verbot weiter. Das ist für ihn existenziell.

Landwirtschaft ohne Tierhaltung und die entsprechende Gülle als Dünger ist in weiten Teilen Deutschlands nicht möglich – schon gar nicht die Biolandwirtschaft. …

Die ist eine der zentralen Angriffspunkte, weswegen die Bauern seit Herbst auf die Straßen gehen und so heftig protestieren. Denn die sieht vor, daß die Landwirte schrittweise ihre Düngemengen vermindern müssen. Das bedeutet für die Pflanzen Mangelernährung. Der Ertrag geht kontinuierlich zurück und die Böden werden zerstört. Das in mühsamer Arbeit über Generationen aufgebaute Kulturgut „Ackerboden” wird vernichtet.»1 (Tichys Einblick)

Wie kommt es dazu? Bekannt ist, daß die EU Mitgliedsstaaten mit einer Vielzahl von Vorschriften drosselt. Darüber klagten Privatleute und Firmen bereits in den 1970er Jahren, als über die EU ‚geschlechtsneutrale’ Beschreibungen durchgedrückt wurden, was damals noch bestehenden Kulturresten widersprach; es wurde geklagt, nicht einmal eine Bardame oder Amme dürfe noch gesucht werden; jetzt würden sie männliche Bewerber zum Säugen von Kindern nehmen müssen. Auf diese Weise wurde gelebte Kultur zwangsweise verändert; was damals eine schweigende Mehrheit lebte, existiert nicht mehr, so daß manche Streitpunkte heute nicht mehr verstanden werden, weil die schweigende Mehrheit von einst mitsamt ihrer Lebensform beseitigt wurde. EU-Regelungswut war damals bereits so schädlich wie heute; man denke an das ‚Kettensägemassaker’, das die EU bei alten Obstsorten auslöste.

Wegen landwirtschaftlicher Überproduktion wurden nach EU-Regeln Stillegungsprämien gezahlt. Es gab einen ‚Butterberg’, weil mehr Milch gemolken wurde, als sich verkaufen ließ. Diese wurde zu Butter verarbeitet, die teils nicht verkauft werden konnte, daher auf dem so genannten ‚Butterberg’ landete. Ein Teil davon wurde später zu Butterfett („Butaris”) verarbeitet, um den Überschuß loszuwerden. Also bezahlte man Bauern für Stillegung, etwa dafür, ein Feld nicht zu bestellen, oder weniger Kühe zu halten. Sie erhielten also Geld dafür, weniger oder keine Kühe zu halten. Das gehört zu den zahlreichen Paradoxa, auf denen das Bürokratiemonster EU von Anfang an errichtet worden war.

So weit, so schlecht. Ein Bauer kann darauf verzichten, seinen Acker zu bestellen, um Prämien zu kassieren. Er kann Kühe verkaufen oder schlachten lassen, um Prämie zu erhalten. Doch er kann Obstbäumen nicht sagen: „Du lieber Obstbaum, bitte trag nächstes Jahr keine Früchte, denn ich möchte Stillegungsprämie von der EU-Bürokratie kassieren.” Leider versteht ihn der Obstbaum nicht und wird trotzdem Früchte bilden. Deshalb verlangte die EU als Nachweis, daß keine Früchte auf den Markt gelangen, daß die Bäume gefällt wurden.

Berühmt ist bei uns seit der Germanenzeit der Apfel. In unsrer vorchristlichen Religion waren die Götter sterblich und alterten, wenn sie nicht täglich Äpfel der Göttin Iduna aßen, die sie vor dem Altern schützten. Das Thema hat Wagner im „Ring der Nibelungen” aufgegriffen, wo es allerdings Freia ist, die den Riesen für den Bau von Odins Burg überlassen werden muß, bis sie das Rheingold gaben, um die Göttin zu befreien. In der Zwischenzeit alterten sie.

Weshalb hat der Apfel eine solche Bedeutung? Ohne moderne Technik, Kühlanlagen und Fahrzeuge, gäbe es in unseren breiten während des Winters wenig Vitaminquellen. Besonders Vitamin C wäre knapp. Eine Anpassung an nördliche Breiten ist die helle Haut der Ureinwohner, die gerade durch Massenmigration verloren geht. Sie erlaubt nämlich, eines der Vitamine im Sonnenlicht selbst zu bilden. Im Winter gab es weder frisches Obst noch Gemüse, mit dem wir den Vitaminbedarf, darunter an Vitamin C, hätten stillen können, mit wenigen Ausnahmen. Manche Apfelsorten ließen sich den Winter über lagern, bildeten so eine Quelle für Vitamin C; in sehr alter Zeit vielleicht mancherorts die einzige. Deswegen spielte der Apfel eine so wichtige Rolle im vorchristlichen, vorväterlichen Glauben. Später kamen einige weitere Vitaminquellen hinzu. Südlich des Mains wurde Sauerkraut über den Winter bewahrt. Nördlich der Mainlinie mochte das vergohrene Kraut manchen eher Übelkeit auslösen, wie mir als Kind, wogegen die Friesen im Winter Grünkohl auf dem Felde stehen hatten, der während des Frosts erst richtig genießbar und schmackhaft wurde. In einem Bereich Skandinaviens und Schottlands war es die Schellbeere, Moltebeere oder Lakka, verschiedene Namen je nach Land, die als sehr vitaminhaltige Frucht hohe Beliebtheit hatte und eingemacht oder zu Marmelade gemacht den Winter über mit Vitaminen versorgte.

Diese Bedeutung hatte bei uns einst der Apfel. Daher erstaunt es nicht, daß es im deutschsprachigen Raum einst besonders viele Apfelsorten gab, die Fleiß und Geschick unsrer Vorfahren gezüchtet hatten: 6000 Sorten sind in alten Büchern nachgewiesen. Diese waren nach alter Sitte meist als Vollstammbäume gepflanzt: große, knorrige Bäume mit reichem Ertrag, aber so hoch, daß es Leitern bedarf, um das Obst zu pflücken. Das ist heutigem Gewerbe aber zu mühsam und teuer; moderne Sorten werden am liebsten auf Zwerg- oder Buschbäumen gepflanzt, so daß sie bequem ebenerdig von einem Kind gepflückt werden könnten.

Die EU-Reglementierungswut hat auch bei Sorten, ob Obst oder Gemüse, verhängnisvoll totreglementiert. Sorten dürfen nur verkauft werden, wenn es dafür eine offizielle EU-Genehmigung gibt, wofür jedes Jahr eine Art Patentgebühr zu zahlen ist. Das lohnt sich aber nur bei modernen Massensorten, die geradezu industriell hergestellt werden, gut transportierbar und daher härter sein müssen, aber meist weniger saftig und eher geschmacklos sind. Für ein paar Dutzend Normsorten werden Zulassungsgebühren bezahlt, das Erbe vieler tausend Sorten darf offiziell in Läden gar nicht verkauft werden. Das gilt nicht nur für Äpfel, sondern so ziemlich alle Obst- und Gemüsesorten.

Das Ergebnis ist natürlich, daß sich niemand um Sorten kümmert, die gar nicht verkauft werden dürfen, auch zu unbequem und wenig lukrativ erscheinen. Der Bestand an alten, seltenen Gemüsesorten ist ebenfalls hochgradig gefährdet; sie sind vom Aussterben bedroht. All das sind ‚Segnungen’ der von Anfang an bekloppten EU-Bürokratie. Doch schon damals waren Regierungen aller etablierten Parteien vernarrt und verrannt in die neue Nachkriegsideologie, die mit der gleichen Verbissenheit aufgezwungen wurde wie Vorkriegsideologie. Gelernt hatten sie nichts. Sie waren nicht vernünftiger geworden, sondern hatten einfach die Ideologie gewechselt, so wie heute die SA gegen die vermeintlich ‚antifaschistische’ ANTIFA getauscht wurde, ohne von der Vorgehensweise einen Deut besser zu sein.

Die EU wurde als Allheilmittel verkauft. Für die EU wurden alle Vertreibungsgebiete aufgegeben. Denn laute Argumentation der EU-Gläubigen war es ja nun möglich, in jedes Land der EU zu fahren oder sich dort niederzulassen. Allerdings hat Polen die Rückkehr Vertriebener durch jahrzehntelange Verzögerungen zu verhindern gewußt, indem die EU-Gesetze einfach noch nicht umgesetzt wurden, so daß Vertriebene das Land, das einmal ihnen gehört hatte, auch dann nicht zurückkaufen durften, wenn sie genug Geld dafür hatten. Polens Regierung wartete so lange, bis die meisten Vertriebenen am Alter gestorben waren, womit sich das Problem erledigt hatte. Unsre Vertriebene und ihre Nachfahren bauten mit ihren Steuern, die über die EU zum Aufbau anderer Länder umgeleitet wurden, das Land wieder auf und modernisierten es, aus dem sie oder ihre Vorfahren vertrieben worden waren, aber für die Vertreiber und deren Nachkommen. Auch das war typisch EU und BRD-Politik.

Nun aber zum Kettensägemassaker. Ich erzähle es nur für Äpfel, doch betraf es genauso andere Früchte wie Birnen, Kirschen und so weiter. Die Vollstammbäume gab es überwiegend als ‚Streuobst’; weil die Bäume so hoch waren, wurden sie oft nicht geerntet, sondern bei Reife fielen die Früchte irgendwann von selbst zu Boden, wo sie dann aufgesammelt, sofort gegessen oder zu Saft oder Obstwein verarbeitet wurden. Alte Stiche zeigen eine typische deutsche Siedlung alter Zeit: Um den Ort herum erstreckte sich ein Gürtel von Streuobstwiesen, außerhalb dessen sich Äcker und Felder anschlossen. Als nun die EU mit Stillegungsprämien winkte, sägten die Gewerbetreibenden begreiflicherweise nicht die gut verkäuflichen Normsorten um, mit denen ein Geschäft zu machen war. Nein, sie gingen mit der Kettensäge an jene Bäume, die eh kein Geld brachten, wogegen der Grund, auf dem sie standen, zu versteuern ist. Eine Riesenmenge alter Vollstammbäume mit uralten Sorten wurde weggesägt. Anschließend gab es statt früher 6000 Apfelsorten des einst deutschsprachigen Raums nur noch 3000, doch auch von denen oft nur noch ein oder wenige Exemplare, so daß viele Sorten mit Aufwand gerettet werden mußten.

Zu den Wohltaten der EU-Bürokratie gehörte auch, die günstige elektrische Glühfadenbirne zu verbieten, um eine damals sehr teure sogenannte „Energiesparlampe” zu verkaufen, die leider Quecksilber enthielt, damit keineswegs die Umwelt schonte, sondern vergiftete, eine Belastung von Menschen und Haushalt wurde. Doch egal, die Regierung tat etwas, sonnt sich in diesem Tun; ob es schadet, war der Regierung damals wie heute scheißegal. Politik etablierten BRD-Stils war so zu tun, als ob man etwas tut, oder irgendwas in guter Absicht zu tun, ohne sich zu überlegen, ob damit geschadet wird. Sie haben schon damals die Umwelt und Menschen (z.B. mit Quecksilber) vergiftet, um sich in dem (unberechtigten und irrationalen) Gefühl zu sonnen, etwas ‚für die Umwelt zu tun’. Das ist bei heutigen Hysterien wie derzeitiger CO2-Angst kaum anders.

Vernünftig überlegt war nichts daran. Die Nachkriegszeit war getrieben von dem emotionalen Willen, „es besser zu machen”, nur nicht von Vernunft und vernünftigem, umsichtigem Anstreben, die Interessen ihrer Bevölkerung zu fördern. Das Sprichwort sagt: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.” Dem ist wenig hinzuzufügen. Der typische BRD-Politiker hat Absichten, die er für ‚gut’ hält. Zwar hat er keine Ahnung, wie seine Politik wirkt, und ob sie das Gegenteil bewirkt, aber er sonnt sich im wohligen Gefühl, ‚gute Absichten’ zu haben, weswegen er mit einer weltweit unerträglich gefundenen Überheblichkeit jeden Andersdenkenden als vermeintlich ‚bösen Menschen’ herabsetzt, weil dieser seine eigenen, doch so ‚guten’ Absichten gefährde. Diese Perversion gefühligen, moralisch überheblichen Denkens steckt auch hinter der heutigen, beschämenden Dauerhetze in Medien und Altparteien gegen Opposition und Andersdenkende wie AfD, Trump, Salvini, Orbán, Putin und andere. Es hat auch etwas von Feminismus, daß Gefühle den Verstand, Haltung und Gesinnung wertfreie Objektivität verdrängt haben.

Schon immer war Deutschland größter Nettozahler; seit dem Austritt der Briten tragen unsre Steuerzahler eine weitere Bürde, nämlich den Großteil (10 Milliarden) der britischen Zahlungen (13 Milliarden).

Das waren nur einige vieler Verrücktheiten, die unsre Gesellschaft nicht sehen will, als ‚politisch inkorrekt’ verdrängt und vergessen hat.

Doch nun stellt sich heraus, daß der EU systematisch falsche Zahlen geliefert wurden. Das ist kein Einzelfall. Seit 1968 haben linke Revoluzzer und FeministInnen prägenden Einfluß in der BRD gewonnen; Fälschung von Statistiken war bereits in den 1970er Jahren hauptberufliche Beschäftigung von Feministen. Esther Vilar wies darauf hin in ihren Büchern zum Thema (erschienen ab 1971) und in der Fernsehdebatte mit Alice Schwarzer (1975), die durchgehend falsche, verdrehte Zahlen nannte, um ihre feministischen Thesen zu begründen. Eine Methode dabei nannte Esther Vilar damals „die halbierte Statistik”, bei der nur weibliche Opfer oder Probleme erfaßt, männliche aber weggelassen wurden, als gäbe es sie nicht.

Seitdem hat die Methode gefälschter Statistiken steile Karriere in BRD-West und nach dem Zusammenschluß mit Mitteldeutschland (ex-DDR) in BRD gesamt gemacht. Es sind keinesfalls nur ex-StaSi-Methoden, an denen die Demokratur heute krankt.

So werden seit Jahrzehnten Arbeitslosenstatistiken verfälscht, indem zunehmend neue Regeln aufgestellt wurden, wer denn als Arbeitsloser erfaßt wird. Nach und nach fielen hinaus: wer es aufgegeben hat, nach Arbeit zu suchen, wer keine Leistungen vom Staat erhält, frühverrentet wurde, um ihn aus der Arbeitslosenstatistik loszuwerden, wer in eine, womöglich sinnlose und kostspielige, Maßnahme geschickt wurde, etwa eine Umschulung zu einem Beruf, den es bald nicht mehr geben wird. Nein, ich übertreibe nicht. Das habe ich selbst bei anderen beobachtet, wir einem einstigen Bekannten aus Studienzeiten, der noch schnell zu einem Druckvorstufengraphiker (oder ähnlich benannt) umgeschult wurde, bevor der Berufszweig digitalisiert wurde, so daß alles, was er auf Staatskosten gerade gelernt hatte, nutzlos war. Aber das nur am Rande als das übliche, tägliche kleine Versagen. Meine Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf diese Weise wurden Zahlen verschiedener Regierungen unvergleichbar, weil ja früher anders erhoben wurde als heute. Langfristiger Anstieg konnte so vertuscht werden.

Heutige Opposition hat sich in den Jahren ab 2015 zunächst über offenbar schiefe Erhebung von Kriminalitätsdaten aufgeregt, wodurch ebenfalls Statistiken generiert wurden, die dem Narrativ der Regierung, deren höchstes Dogma ist, möglichst viele Einwanderer aus Problemgebieten ihrer eher unwilligen Bevölkerungsmehrheit aufzuzwingen, wozu einseitige Medienpropaganda mit Kindergesichtern gehört, während Grenzen angegriffenwerden wie in einem antiken Krieg, aber genauso eine Statistik, die Kritikern um die Ohren gehauen werden kann. Auch diese Statistik war ähnlich zustandegekommen wie die feministischen, über die sich Esther Vilar zu recht in den 1970er Jahren aufgeregt hatte.

Welcher Kniff wurde nun bei den Bauern verwendet? Man glaubt es kaum! Bei der Messung von Rückständen der Düngemittel wurden in der BRD, anders als in Nachbarländern, nur die obersten Zentimeter des Bodens gemessen, wo Düngemittel von Natur aus konzentriert wurden. Die übliche Messung tieferer Erdschichten wurde in der BRD einfach weggelassen, unterschlagen. So einfach lassen sich heutzutage Meßreihen drastisch fälschen. Denn in den tieferen Erdschichten gehen die Rückstände von Düngemitteln asymptotisch gegen Null; sie sind schlicht unerheblich, so gut wie nicht vorhanden. Doch aufgrund der einseitigen Zahlen, die von der BRD an die EU gemeldet wurden, tut diese nun, als drohe bei uns eine Katastrophe, zwingt die BRD-Regierung, ein drastisches Gesetz zu erlassen, das Düngung verbietet oder einschränkt, was die Existenz von Bauern gefährdet. Denn bei uns ist Landwirtschaft in vielen Gebieten nur durch Mischung von Tierhaltung und Ackerbau möglich. Ohne Düngung mit Gülle würde nichts wachsen, die Böden verderben. Seit Jahrtausenden ernähren wir uns so, genauer: seit Ende der Eiszeit, seit 11.000 Jahren, als wärmeres Klima Landwirtschaft ermöglichte, in einer neolithischen Revolution das Leben modernisierte, Staatenbildung und Vorräte ermöglichte. Doch nun könnte bald Schluß damit sein, weil unser Regime – Regime deshalb, weil nicht nur die jetzige Regierung, sondern alle etablierten Parteien mitspielen, die sogenannten Blockparteien, wogegen tägliche Hetze die einzige echte Opposition gegen den kollektiven Wahnwitz kleinhält.

Wie kommt ein Staat oder Regime dazu, zum Schaden ihrer eigenen Bevölkerung systematisch jahrelang falsche Daten an die EU zu melden, die vorhersehbar drastische Maßnahmen auslösen werden? Nun, auch das ist kein Einzelfall™, sondern betrifft viele Schlüsselthemen. Erinnern wir uns: Meßstationen für Stickoxide standen viel zu nah an Straßen, vor allem Ampeln, wo Wagen anhalten und anfahren, daher notwendig ein Vielfaches abgeben als anderswo. Auch das geschah in der BRD, widersprach dem Usus anderer Länder, die in Metern Abstand maßen, daher recht andere, niedrigere Meßwerte erhielt. Offensichtlich haben wie so vernagelte, durchgeknallte Umweltfanatiker in Entscheidungsfunktionen, nicht nur in der Regierung selbst, sondern Altparteien, Verwaltung, den einstmals mit Wissenschaft beauftragten Universitäten und Forschungsstätten, die heute aber dafür bezahlt und dazu gedrängt werden, tendenziöse Ergebnisse und Ideologie zu produzieren, daß systematisch zu unserem eigenen Nachteil falsch gemessen wird.

Das erinnert mich an ein anklägerisches Stück, das wir im bereits nicht mehr ganz objektiven Schulunterricht gelesen hatten, wo es hieß „Das Gewicht ist falsch!” oder so ähnlich. Ich besinne mich an einen Schlußsatz der Art: „Das vermochte ich nie zu vergessen. Zeitlebens irrte ich durch die Welt und sah, daß die Waage der Gerechtigkeit falsch ging.” Nun, genau das ist bei uns der Fall. Die Waage der Gerechtigkeit dieses Regimes namens BRD geht falsch, was bereits begann, bevor die Ex-DDR mit der BRD vereinigt wurde. Die gutgläubigen Mitteldeutschen, die nach sozialistischer Diktatur auf Freiheit hofften, sind betrogen worden, haben sich einem System angeschlossen, das ebenfalls den Keim des Absturzes in Unfreiheit in sich trug.

Feministen, Globalisten, Klimahysteriker treiben neben Linksradikalen oder Überbleibseln der DDR und StaSi die BRD vor sich her, prägen sie von innen, fälschen systematisch Statistiken zu ihrem Nachteil. Hatten die FeministInnen der 1960er und 1970er Jahre alle Leiden von Männern aus ihren Statistiken entfernt, diese halbiert, indem (fast) nur weibliche Opfer gezählt wurden, so ändert man heute alle paar Jahre Erhebungsregeln, baut Meßstationen regelwidrig zu nahe an Ampeln, um dann wegen banalen Befunden Großalarm zu geben, oder läßt einfach die tiefer gelegene Hälfte der Daten im Erdreich weg. In unserem Staat sitzen Personen an Schalthebeln, die so verbohrt sind, daß sie uns schaden, indem sie falsche Daten herstellen und verbreiten, aus denen EU-Strafen gegen Deutschland folgen müssen.

Wenn Bauern ihre Gülle nicht mehr verwenden können, um die Felder zu düngen, wie es seit Erfindung der Landwirtschaft am Ende der Eiszeit geschieht, bricht ihre Existenz vielfach zusammen, weil sie die Gülle teuer entsorgen müssen, aber auf den kargen Böden ohne Düngung wenig wächst, was der Ernährung tauglich und verkäuflich ist. Unsre Landwirtschaft ist in ihrer Existenz gefährdet, und auch die Boden könnten zerstört werden.

Was tut die Regierung? Sie benutzt die von ihr selbst durch 2monatige Untätigkeit verschuldete Coronakrise, als sie den Virus sich verbreiten ließen, ohne etwas zu tun, weil sie den Ernst der Lage unterschätzten und ihren heiligsten Glaubensgrundsatz, deutsche Grenzen sollten nicht geschlossen werden (anders als saudi-arabische, die mit deutscher Hilfe vor unerwünschtem Grenzübertritt gesichert werden), nicht aufgeben wollten. Lieber ließ man zwei Monate exponentieller Verbreitung des Virus zu, um dann abrupt mit einer Vollbremsung Wirtschaft und Leben lahmzulegen, was bei vernünftigem Handel wie in Singapur nicht nötig gewesen wäre.

Die Regierung instrumentalisiert nun diese Krise, indem sie ein Gesetz durchpaukt, das aufgrund der falschen Meßdaten von der EU der BRD aufgenötigt wird. Das Gesetz wurde sogar vorgezogen, während Bauern aufgrund der Maßnahmen nicht demonstrieren dürfen.

Was entnehmen wir daraus? Es sind keineswegs nur Themen wie uns verbissen aufgenötigte Massenmigration, bei der Regierung und Altparteien den Verstand verloren haben, sich verbohrt Ideologie und Utopie verschrieben haben. Es betrifft viele Themen, ist ein systematischer Zustand. Bei der Migration hatten das Regime auch gleichzeitig bei uns (noch) gültiges Recht ausgehebelt, um 2015 die Grenzen noch offener zu halten als sowieso bereits, sondern hinter dem Rücken von Öffentlichkeit und Parlament auch noch in der EU darauf gedrungen, dort (ohne demokratische Rechtfertigung) globalistische Vorschriften zu erlassen, die uns dann solche Migration großen Stils aufzwingen, auf die Systemkräfte geradezu geil sind, und ihren Rechtsbruch nachträglich zu rechtfertigen. Anstatt unser Recht einzuhalten, wurde es also systematisch gebrochen, um ihr Ziel zu erreichen, sodann in der EU am Parlament vorbei ein Zwang festgeschrieben, aus dem heraus unsre gebrochenen Gesetze nachträglich passend zu ihrer Migrationsbesessenheit geändert werden müssen.

Diese fiesen Winkelzüge bekam aber nur die Opposition mit. Eine Bevölkerungsmehrheit ließ sich von propagandistischen Medien einlullen, die nur verdreht und eingerahmt berichtet. Doch das geschah zu vielen Themen. Seit 1968 und der 2. radikalfeministischen Welle ist es üblich. Nur haben wir uns daran gewöhnt. Viele sind bereits von Kindheit an feministisch erzogen, solche Zustände gewöhnt, merken daher nicht mehr den Fehler. In allen Schlüsselfragen werden Bundesdeutsche betrogen, auf einen masochistischen Kurs gesetzt, der ihnen schadet. Deshalb grassieren Verschwörungstheorien. Denn es ist zu verlockend zu glauben, hinter solch zynischem Verhalten, das immer maximalen Schaden auslöst, müsse ein Plan stecken. Doch dafür ist mir kein Nachweis bekannt. Das gilt auch für den Multimilliardär Soros, der mit von ihm finanzierten Organisationen massiv Druck ausübt, eine selbstzerstörerische Politik zu betreiben, was Orbán in Ungarn erkannte und bekämpft. Doch es wäre falsch, Soros oder Schreiber obskurer Bücher der 1920er Jahre für Ursachen des Problems zu erklären, einen Plan zu unterstellen. Gewiß sind die Organisationen von Soros schädlich, doch die Probleme sind älter, bestanden schon, bevor er auf den Plan trat.

Soros betrieb, was bei Börsenspekulanten „Zeckentrading” oder „Zeckenhandel” genannt wird. Der Spekulant verhält sich wie eine Zecke, die auf einen Zweig klettert und auf Beute wartet. Sobald ein Tier unter dem Zweig ist, läßt die Zecke sich fallen und beißt zu. Ähnlich handeln Leerverkäufer, aber auch Großspekulanten wie Soros: Sie suchen eine Schwäche, um dann in großem Stile gegen die Aktie oder Währung zu spekulieren. So bringen Leerverkäufen Aktienkurse zum Abstürzen und verdienen daran. Soros handelte ähnlich mit Währungen, zwang die Bank von Thailand in die Knie, was ihm Milliardengewinne, Thailand aber eine Wirtschaftskrise bescherte. Soros gilt auch der Mann, der die Bank von England bezwang, was ihm wiederum Milliarden, viele Briten aber Entwertung ihrer Pensionen einbrachte. Dieses Geld wird nun in die Förderung von Massenmigration gesteckt, und es ist zu vermuten, daß es dabei ähnlich zugeht: Zwar ist hochgradig schädlich, was von Soros ausgeht, doch er hätte keine Chance, wenn wir nicht schon vorher schwach, verblendet und auf einem selbstzerstörerischen Kurs gewesen wären, lange bevor Soros sein Vermögen machte. Es ist gefährlich, seine eigenen Fehler und Dummheiten zu übersehen, um die Schuld dann bei einem Sündenbock zu suchen, der diese schon bestehenden Fehler und Dummheiten nur ausnutzt. Soros ist lästig, aber wir sind selbst schuld daran, Schaden einzuladen mit naiver, schlechter Politik, die uns aus ‚guten Absichten’ schlimmstmöglich schadet.

Zu vielen Fragen gibt es verlockend einfache, aber vermutlich falsche Erklärungen, die unerklärliches, schädliches Geschehen einem Plan zuschreiben, obwohl es diesen vielleicht gar nicht gibt. Denn es wird mehrerlei unterschätzt: Menschliche Dummheit und Verblendung, sowie die abendländische Neigung, die Welt zu verändern, was sowohl geistige Fortschritte erbringen kann wie objektive Wissenschaft und Technik, aber auch heilloses Verrennen in Ideologien und Utopien. Wir müssen unser Bewußtsein ändern. Wir müssen aufwachen, die Irrtümer zeitgenössischer Utopien erkennen, uns aus ihnen befreien. Dazu dienen auch meine Bücher. Wenn wir unser Denken verändern, können wir uns retten, sonst nicht. Selbst wenn es doch einen Plan gäbe, den Historiker der Zukunft vielleicht nachweisen könnten, wäre dieser unerheblich. Wir selbst sind verantwortlich dafür, uns von unseren Irrtümern und der gefühligen Verblendung zu befreien.

Zwei Menschheitszentren alter Kulturen sind mir bekannt: Einerseits Europa und Morgenland vom Zweistromland (Mesopotamien, Sumer) bis Skandinavien, andererseits China. Beide sind etwa gleich alt. China hatte größere Bevölkerung als hiesige Reiche, eine durchgehendere Geschichte. Die Chinesen gibt es heute noch, nach Jahrtausenden, wogegen Römer, Hethiter, Sumerer und viele andere Völker, von denen die Staffel abendländischen Geistes weitergereicht wurde, verschwunden sind. Auch der chinesische Staat ist sehr alt. Obwohl China mit einem durchschnittlichen IQ von 105, Fleiß und Disziplin beste Voraussetzungen bot, ist der Wandel vom Glauben an Einhörner zur objektiven Wissenschaft und zu Technik nicht dort erfolgt, sondern im Abendland. Das hat Gründe, wie ich in einem meiner Bücher darlegte – anhand von Studien zur Verhalten und Entwicklung von Neugeborenen, die je nach Ethnie in den ersten 6 Lebensmonaten starke Unterschiede zeigen; doch das wurde von unsren seit Generationen voreingenommenen Institutionen als ‚politisch inkorrekt’ versteckt. Bei uns ist nicht länger höchstes Ziel, die Wahrheit zu erkennen, sondern bestimmte moralische Prinzipien vorzuschreiben. Die Philosophie der Aufklärung, die Menschen vernünftiger machen, ihnen helfen wollte, ist zu einem Mittel von Unterdrückung, des Ausblendens der Realität, zur Verbreitung wahnhafter Utopien geworden. Auch das ist ironisch. Einst angetreten, Vernunft in die Welt zu bringen, Irrationalität zu überwinden, verbreiten ihre mißratenen Sprößlinge von heute Irrationalität, mit der Vernunft ausgetrieben wird.

Abendländler haben einen angeborenen (ja, heute als schlimm geltendes Wort, aber Untersuchungen sprechen dafür) Drang, der sie sowohl grundlegende Erfindungen hervorbringen, als auch leichter Ideologien und Utopien verfallen läßt. Das eine ist die Kehrseite des anderen. Nicht Intelligenz alleine, sondern vor allem dieser Drang ist Ursache dafür, daß vor allem Menschen des Abendlandes wissenschaftliche Prinzipien anstelle magischen mittelalterlichen Denkens setzten. Ginge es nur um Intelligenz, wäre das beständigere und bevölkerungsreiche China mit dem größeren mittleren IQ uns aller Wahrscheinlichkeit nach zuvorgekommen. Doch so war es nicht. Vielleicht werden Chinesen mit IQ, Fleiß und Disziplin uns beim Anwenden wissenschaftlicher und technischer Regeln, die wir einst entwickelten, überholen. Doch bei uns leben Menschen, die so etwas aus dem Nichts erfunden haben. Schattenseite dieses Drangs, die Welt (des Geistes) umzugestalten, sind Heilsversprechen vieler Art, darunter moderne Ideologien seit dem Zeitalter der Aufklärung, über Marx/Engels und den Kommunismus, Feminismus, Faschismus bis zu heutigen Ideologien im Dunstkreis von Globalismus, Umwelthysterie, Gender-Mainstreaming und anderen Verirrungen.

Gender-Mainstreaming wurde übrigens auch bereits in den 1980er Jahren zum Staatsziel erhoben und international in EU, UNO, ‚Entwicklungshilfe’ und Verträgen festgeschrieben. Bei allen wichtigen Themen haben sich machthabende Kreise in Regierung, Staat und Institutionen in schädliche und weltfremde Utopien verrannt. Wenn es uns nicht gelingt, die Verbohrten zu entmachten, diese uns zerstörenden Utopien loszuwerden, haben unsre Kinder keine gute Zukunft mehr, werden Asien und andere Kontinente die Zukunft ohne uns gestalten, China und ähnliche Länder zur prägenden Weltmacht der Zukunft werden, deren Wissenschaftler der Zukunft vielleicht unsren jähen Absturz analysieren und sich wundern, was für durchgeknallte utopische Ideologien wir uns auferlegt hatten, bis diese uns vorhersehbar abgewürgt und unrettbar beschädigt hatten.

Fußnote

1 https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/missbrauch-der-corona-krise-schlag-gegen-die-landwirtschaft-soll-vorgezogen-werden/

Die Geburt der Zivilisation

Die Geburt der Zivilisation

Die älteste überlieferte Dichtung ist eine Zusammenstellung alter Sagen: die Ilias von Homer. Sie handelt von einem Krieg, der wegen einer Frau und um Frauen geführt wird.

«Dort aus allen erkor ich der Kleinode viel und geehrte
Mir voraus und brachte ſie all’ Agamemnon zur Gabe,
Atreus Sohn: er ruhend indes bei den rüſtigen Schiffen,
Nahm die Schätz’ und verteilt ein weniges, vieles behielt er.
Dennoch gab er den Helden und Königen Ehrengeſchenke,
Die noch jeder verwahrt; nur mir von allen Achäern
Nahm er’s, und hat das reizende Weib, womit er der Wolluſt
Pflegen mag! Was bewog denn zum Kriegszug gegen die Troer
Argos Volk? Was führt er hierher die verſammelten Streiter,
Atreus Sohn? War’s nicht der lockigen Helena wegen?
Lieben allein denn jene die Fraun von den redenden Menſchen,
Atreus Söhn’? Ein jeglicher Mann, der edel und weis’ ist,
Liebt und pflegt die ſeine mit Zärtlichkeit, ſo wie ich jene
Auch von Herzen geliebt, obwohl mein Speer
ſie erbeutet.
Nun er mir aus den Händen den Siegeslohn raubte mit Argliſt,
Nie verſuch’ er hinfort mich Kundigen! Nimmer ich trau ihm!» (Homer, Ilias, Neunter Gesang, S. 127)

Die beiden Helden der Achäer streiten sich weder um Macht noch Geld, sondern um ein schönes Mädchen.

«Nein, um die blühende Stadt nun kämpfet er und um die Weiber.» (Homer, Ilias, Achzehnter Gesang, S. 275)

Geraubte Reichtümer werden nicht einmal erwähnt, so nachrangig sind sie gegenüber Frauen.

«Aber Patroklos befahl den Genoſſen umher und den Mägden,
Phönix ein wärmendes Bett zu beſchleunigen ohne Verweilen. …
Dort nun ruhte der Greis, die heilige Früh’ erwartend.
Aber Achilleus ſchlief im innern Gemach des Gezeltes,
Und ihm ruhte zur Seit’ ein roſenwangiges Mägdlein,
Das er in Lemnos gewann, des Phorbas Kind, Diomede.
Auch Patroklos legt’ ihm entgegen ſich, aber zur Seit’ ihm
Iſis, hold und geſchmückt, die der Peleio’ ihm geſchenket,
Als er Skyros bezwang, die erhabene Stadt des Enyeus.» (Homer, Ilias, Neunter Gesang, S. 134-135)

Zufällig sagte ein Stammesältester Neu Guineas ähnliches: Der Krieg sei erfunden worden, um die Herrschaft der Frauen über den Mann zu beenden. Erste Anzeichen für größere Schlachten wurden aus der Problemzeit vor gut 10.000 Jahren gefunden, als die Eiszeit zuende ging, die neue Zwischeneiszeit erlaubte, die bereits gefundenen Nutzpflanzen wie wilden Weizen in größerem Umfange anzubauen. In der Jäger- und Sammler- Kultur der Urzeit war das Jagen eine ziemlich konstant männliche Aufgabe, das Sammeln dagegen überwiegend weiblich. Es ist plausibel, daß Landwirtschaft anfangs von denen begonnen wurde, die traditionell schon immer Wurzeln, Früchte und Körner sammelten. Auch Landwirtschaft wird typischerweise mit weiblichen Gottheiten dargestellt.

«Mulios, kühn und gewandt, der ein Eidam war des Augeias,
Seiner älteſten Tochter vermählt, Agamede, der Blonden,
Die Heilkräuter verſtand, ſo viel rings nähret die Erde.
» (Homer, Ilias, Elfter Gesang, S. 167)

Viele der Hellenen waren damals noch blond; offenbar waren sie aus dem Norden Europas gekommen, nordkaukasischen Typs. Die Tochter versteht sich auf heilende Kräuter, genährt von der Erde. Darin wirkt die alte, steinzeitliche Rollenverteilung von Mann und Frau nach, als Frauen sammelten, womit die Erde nährt.

Als die Eiszeit zuende ging, wurde aus dem zuvor wenig bedeutenden Sammeln, das eher ein Zubrot war zur Hauptnahrung, die Jäger heimbrachten, die Ernährungsgrundlage. Ackerbau erlaubte, auf gleicher Fläche viel mehr Menschen zu ernähren, als es durch Jagd möglich wäre. Außerdem war Ackerbau sicherer als wechselndes Jagdglück. Bis auf seltene Mißernten gab es Nahrung, die sich bis zur nächsten Ernte gut lagern ließ, wogegen Fleisch und Fisch rasch vergammeln und verderben. Das bedeutet: Die Landwirtschaft gewann enorm an Bedeutung. Wer sie ausübte, konnte die Familie allein gut und besser ernähren als ein Jäger. Wirtschaftlich brauchten die Frauen sozusagen keine Männer mehr; die Bedeutung männlicher Jagd brach zusammen. es braucht uns nicht zu verwundern, wenn Feministinnen jene Übergangszeit begeistert als eine Zeit der Matriarchate feiern, die übrigens ziemlich grausam gewesen sind. Weltweit, auf allen Kontinenten, in allen Ethnien, brach das Geschlechterverhältnis von Müttern zu Vätern gleichzeitig auf ein schreckliches Mißverhältnis von 17 : 1 zusammen. Offenbar kann nur die starke klimatische Erwärmung erklären, weshalb dieses Ereignis überall simultan auftrat, auch auf isolierten Kontinenten, zu denen keine Verbindung bestand. Denn das Klima ist das einzige, was sich weltweit änderte. Jede menschliche Veränderung wäre örtlich gewesen, niemals aber simultan auf allen Kontinenten unabhängig, ohne Kommunikation, ohne Verbindung, in gleicher Weise zur gleichen Zeit geschehen.

Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau war aber in den Grundzügen universal. Daher ist dies die logische Erklärung. Jene Matriarchate, die der Zusammenbruch männlicher Tauschgaben, der Bedeutungsverlust männlicher Jagd, dem damaligen Hauptberuf von Männern, hervorrief, waren grausam. Die Fortpflanzungschancen für Männer brachen zusammen; nur eine winzige Minderheit schaffte es, sich trotz der stark anschwellenden Diskriminierung durch sexuelle Selektion fortzupflanzen. Radikalfeministinnen, die ich in Büchern zitiert, schwärmten gar von einem Verjagen und Sterben der ‚überzähligen’ jungen Männer bis auf ganz wenige. Zeitgleich taucht eine Vielzahl steinzeitlicher Frauenfigurinen in jener Epoche auf.

Von daher sind Sagen wie die Ilias ebenso wie Aussprüche von Stammesältesten steinzeitlichen Stammes keineswegs absurd: Der Zusammenbruch eiszeitlicher Geschlechterrollen brachte ein krasses, matriarchalisches Ungleichgewicht der Geschlechter hervor, das mit dem Mißverhältnis von 17 : 1 Mütter zu Väter weltweit genetisch nachgewiesen ist, also mit dem besten, was wir haben: durch exakte Wissenschaft, die genau und unbestechlich in Zahlen quantifizieren kann. Dagegen sind Mythen Schall und Rauch; es sei denn, sie stimmen mit den nachweisbaren Zahlen überein. Die Welt war kraß aus dem Gleichgewicht durch diesen Altfeminismus am Ende der Steinzeit. Aus damaliger Zeit wurden erste Spuren größerer Schlachten gefunden, Gruppen in Kämpfen gestorbener Menschen in Gräberfeldern entdeckt.

Plausibel ist, daß die verdrängten Männer, also fast alle eines Jahrgangs, sich zusammenschlossen und kämpften. Dann wurde Krieg vielleicht, wie die Stammesältesten sagten, tatsächlich gegen die Herrschaft von Frauen in Schreckensmatriarchaten geführt, und auch die Ilias liegt nicht verkehrt. Männer errangen einen würdigen Platz in der Landwirtschaft, wurden Bauern – bis auf Adelige oder Krieger, Priester oder Wissende, was der alten Dreiteilung der Stände entspricht, die typisch war für indoeuropäische Kulturen bis ins Mittelalter.

Wie immer der Wandel geschah, so wurde allmählich mit viel Mühe, harter Arbeit und hohen Opfern eine besser ausgeglichene Kultur aufgebaut. Niemals gab es ein gerechtes Verhältnis von 1 : 1 zwischen Müttern und Vätern, denn das männliche Geschlecht dient biologisch als Filter für Gene. Immerhin aber verbesserte sich das Verhältnis in der europäischen Zivilisation, was gerade eine wichtige Ursache ihrer Blüte war.

Viel Mühe kostete es Männer dennoch, angesehen genug zu werden, um einer Gattin, zumal einer edlen Braut würdig zu sein. Noch heute beeindruckend Reichtümer werden aufgezählt, die der Bräutigam vorab schenkte, und weitere, die er versprach. Frisch vermählt zog er für die Seinigen in den Krieg und starb.

«Riß er ſie, ſchwang in den Nacken das Schwert und löſt’ ihm die Glieder.
Alſo ſank er daſelbſt und ſchlief den ehernen Schlummer,
Mitleidenswert, von der Gattin getrennt, für die Seinigen kämpfend,
Ihr, die jugendlich nicht ihm gelohnt die großen Geſchenke» (Homer, Ilias, Elfter Gesang, S. 155)

Wer die Natur mißverstand, die biologisch dominanten Frauen als ‚benachteiligt’ deutete, obwohl sie angeboren schon in unserer Wahrnehmung bevorzugt werden, hat schweres Unheil über die Menschheit gebracht, das Ungleichgewicht radikal verschlimmert. Denn gerade unsere Fehlwahrnehmung von Frauen als ‚leidend’ und ‚hilfsbedürftig’ ist eine evolutionäre Täuschung, die der Weitergabe der Gene an Kinder dient. Ebenso werden alle Männer, die kein hohes Ansehen haben, von Mitleid und Empathie ausgeschlossen, mit Spott und Häme bedacht, was ebenfalls auf einem evolutionären Schutzmechanismus beruht: Das männliche Geschlecht dient als Filter. Würden wir Mitleid haben mit einem männlichen Verlierer, wären wir fähig, uns in seine Lage einzufühlen, so würden wir sie ändern, ihm somit Liebe und Fortpflanzung gewähren – genau das würde das Filtersystem, auf dem Evolution beruht, zusammenbrechen lassen. Aus diesem Grunde geschieht es nicht.

Feminismus ist nun auf diese biologische und evolutionäre Schieflage hereingefallen, hat alles falsch verstanden, diese Schieflage danach aber rücksichtslos ausgenutzt, indem sie immer mehr Hilfen und Zuwendungen von Gesellschaft und Männern erpreßten für die sowieso schon bevorzugten Frauen, und die ohnehin immer und zu allen Zeiten durch Selektion diskriminierten Männer noch stärker zu diskriminieren. Auf diese Weise wurde zusätzlich zur biologischen Bevorzugung und Empathieverweigerung noch eine neue ideologische – feministische – Bevorzugung von Frauen und Empathieunfähigkeit gegenüber Männern hinzugefügt.

Wir nähern uns einer Katastrophe wie beim Zusammenbruch der eiszeitlichen Geschlechterrollen. Denn Rollen sind genauso wie Sprache eine menschliche Universalie, ohne die Menschen verstümmelt wären. Sie werden beide unbewußt in frühester Kindheit aus der Umgebung aufgeschnappt. Wer ohne Ergänzung der Geschlechter aufwächst, ist genauso innerlich verkrüppelt wie jemand, der ohne Sprache aufwächst und sich nicht ausdrücken kann.

Feministen haben hanebüchenen Mißbrauch mit der menschlich universalen Rollenergänzung betrieben. Sie hat nichts mit ‚Macht’ zu tun, schon gar nicht mit ‚Benachteiligung’ der Frau; im Gegenteil, Frauen wurden auch dabei bevorzugt behandelt, erhielten den Ertrag schwererer Mühen von Männer. Ursprünglich entstanden die Rollen aus weiblichem Bedarf, vor allem dem von Müttern und Schwangeren. Aus der Tatsache, das Aufgaben bei Menschen unter natürlichen Bedingungen verschieden waren, folgt keine ‚Benachteiligung’ des biologisch dominanten weiblichen Geschlechts. Es war also keine ‚Befreiung’, dagegen zu kämpfen, die Rollen zu zerbrechen. Stattdessen hat es die wichtigsten Ausgleichsmechanismen und Bezüge menschlichen Lebens zerstört. Aufbauend auf den Erfahrungen abendländischer Geschichte müssen wir eine neue, bessere Kultur begründen, die ein wirkliches 1 : 1 von Vätern zu Müttern ermöglicht.

Demnächst: Amneus und das väterliche Sorgerecht. Dies ist eine weitere heiße Fährte, um die zerbrochene abendländische Kultur wieder aufzubauen. Hinderlich sind weniger die Feministinnen, die nur irrationalen, hysterischen Unfug erzählen, aber bis heute keine gescheiten Argumente haben. Hinderlich sind vielmehr Generationen manipulierter Männer, die im Feminismus aufgewachsen diesen aufgesogen haben, unabhängig von ihrer weltanschaulichen Orientierung, von links bis rechts; ihre Ahnungslosigkeit ist ungeheuer; was sie sich zusammenreimen bleibt eine Ansammlung radikalfeministischer Irrtümer, die zum allgemeinen Bekenntnis gemacht wurden.

© 2020 Jan Deichmohle

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