Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Gegenseitigkeit

Neid als Ursache des Feminismus und zeitgenössischer Probleme

Neid als Ursache des Feminismus und zeitgenössischer Probleme

Seit Urzeiten unterschieden sich überall die sozialen Aufgaben beider Geschlechter deutlich und stark; beide ergänzten sich, woraus ein Tausch und Füreinander zwischen beiden Geschlechtern entstand. Dies ließ verbindende Bezüge, anteilnehmende Gefühle und Verantwortung füreinander reifen. Äußerlich gesehen war Männerkleidung in alter Zeit oft farbenfroh und ornamentiert, dennoch meist sehr verschieden von weiblicher.

Ethnologisches Verständnis erfordert, Werte und Vorstellung der eigenen Epoche, Umgebung und Kultur aufzugeben. Männer waren nicht weibisch, wenn sie farbenfrohe und mit Ornamenten geschmückte Trachten trugen, die auch keine Mode waren, sondern über viele Generationen tradiert. Im Gegenteil, Frauen der westlichen Zivilisation ‚stahlen’ Farbe, männliche Berufskleidung und Trachten, und verweiblichten sie.

Zum Beispiel: Germanische Krieger trugen einst den Pagenschnitt, zu sehen noch auf Fresken der Westgoten in Ravenna. Dieser war bis vor wenigen Jahrhunderten männlich und militärisch. Während der ersten feministischen Welle verwandelten ‚Flapper’ der 1920er den Pagenschnitt in eine weibliche Mode. Seitdem gilt er als weibisch oder unmännlich.

Klassische Männer hatten alle Gefühle und Ausdrucks­mög­lich­kei­ten einschließlich Tränen, waren dabei aber männlich und stark. Siehe den vorigen Band der „Flaschenpost”. Während des Sturms und Drangs, einer literarischen Zwischenära nach dem Barock, ungefähr zeitgleich mit der Französischen Revolution, beschrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem literarischen Durchbruch, seinem ersten Erfolgsbuch „Die Leiden des jungen Werthers”, wie Werther Lotte die Gesänge des Ossians mit Tränen in den Augen vorlas. Später nahm weiblicher Neid auf alles männliche den Männern jene Ausdrucksmöglichkeit weg, so daß sie weiblich wurde und folglich für weibisch und unmännlich bei Männern galt. Gleiches betrieben feministische Wellen auf vielen Ebenen.

Feministische Wellen gründen auf Neid statt Liebe. Statt Männer und Männlichkeit zu lieben, beneiden feministisch angekränkelte Frauen Männer und Männlichkeit, wollen wie Männer sein und selbst die Attribute der Männlichkeit haben. Das ist die grundlegende sexuelle Perversion des Feminismus.

Daher raubten Frauen Männern männliche Rollen, Ansehen, Attribute, einschließlich Farben und Tränen. Als Folge verarmte Männlichkeit zunehmend, während Weiblichkeit alles erhielt. Ursache ist feministischer und weiblicher Neid statt echter Liebe.

Dies war ein kurzer Auszug aus dem fünften Band der „Flaschenpost in die Zukunft” mit dem Arbeitstitel: „Die Botschaft: Rettung der Identitäten”. 26 meiner früheren Bücher sind hier aufgeführt.

Feminismus kämpft gegen sich selbst und eingebildete Gegner, oder: Jede feministische Welle ist Sargnagel der vorigen feministischen Welle

Feminismus kämpft gegen sich selbst und eingebildete Gegner

oder: Jede feministische Welle ist Sargnagel der vorigen feministischen Welle

In meinen Sachbüchern wird belegt, wie feministische Wellen wiederholt wütend gegen das rebellierten, was vorherige feministische Wellen durchgesetzt hatten. Sie waren – vielleicht mit gutem Grund – unzufrieden mit der Stümperei, die frühere Frauenbewegungen betrieben, überlieferte Kultur damit verschlimmbessert hatten.

So belegte ich in „Ideologiekritik am Feminismus: Kampf gegen Mann, Natur und Kultur”, wie Frauenvereine der auslaufenden ersten Welle weltweit durchsetzten, daß Frauen von Arbeiten und Aufgaben entlastet würden, darunter auch im besetzten Japan. Sie waren empört davon, daß Frauen arbeiten mußten – Männer zwar härter und mehr, doch das sah ihr frauenfixierter Blick nicht. Sie forderten Entlastung. Ein dänischer Autor vermerkte, wie jene Frauenrechtlerinnen im teuren Nerz ein Luxusleben führten, das zu finanzieren manch ein Mann sich halb oder ganz totgearbeitet hat. Sie feierten exklusive Parties, die der „Gleichheit und Brüderlichkeit” ihrer Rhetorik zuwiderliefen. Wenig später beklagten Feministinnen wie Betty Friedan die Unterforderung der Frau; die Gesellschaft verlange zu wenig von ihnen. Statt verschwörungstheoretisch gegen ein erfundenes ‚Patriarchat’ zu wettern, das auf so geheimnisvolle Weise daran schuld sein solle, daß selbst Feministinnen nicht begründen können, worin diese ‚Schuld’ denn bestehen solle, hätten sie sich selbst als die Schuldigen an dem Problem erkennen müssen. Traditionelle Kulturen waren besser ausgereift und ausgeglichen als der Murx, den die erste feministische Welle verbreitete, und der Grund war, daß Frauen der zweiten Welle noch wütender rebellierten als zuvor.

Wir können das schlechte Spiel noch eine Welle zurückverfolgen. Vor der sogenannten ‚ersten Welle’ am Ende des 19. Jahrhunderts, mit der die Zählung üblicherweise beginnt, gab es eine viktorianische Frauenbewegung, die oft auch ‚Tugendbewegung’ genannt wurde, unter anderem für Sittenstrenge und Alkoholverzicht kämpfte, und von der heutigen feministischen Bewegung als Vorläufer anerkannt wurde. Diese hat laut folgendem Artikel das ‚Hemisphärenmodell’ durchgesetzt, das heute als ‚klassisches patriarchalisches Modell’ angesehen wird, obwohl es tatsächlich aus einer früheren feministischen Welle hervorging.

Da Frauen sowohl biologisch sexuelle Selektion ausüben, als auch Kleinkinder säugen und daher erzieherisch anfangs stärker prägen als Väter, darf uns nicht verwundern, daß familiäre Formen und geschlechtliche Arbeitsteilung ursprünglich aus dem Interesse der Frauen heraus geschaffen wurden. Es ist wie üblich ein krasser Trugschluß, sie auf ‚patriarchalisch’ Kräfte zurückzuführen. In freier Wildbahn, ohne moderne Technik, Papa Staat und andere Helferlein, entsprach die Arbeitsteilung einem dringenden Bedürfnis von Frauen, die schwanger werden und Kinder gebären konnten, die dann zu versorgen waren. Das ist mit Jagd und anderen gefährlichen oder große Mobilität verlangenden Arbeiten kaum vereinbar. Wir brauchen nicht einmal auf klassische Argumente wie Kraft und Mühe zurückzugreifen, die das noch weiter erhärten.

Ursprünglich war die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen – nicht etwa nur zwischen Gatte und Gemahlin – folglich dringender Bedarf des weiblichen Geschlechts. Es ist auch so, daß Frauen Untersuchungen zufolge stärkere Neigung haben, Männer aus weiblichen Gruppen herauszuhalten als umgekehrt Männer Frauen aus männlichen halten. Doch abstrakte Strukturen entwickeln ein Eigenleben, das sie von ihren Ursprüngen entfernt. Die Ergänzungsstrukturen entwickelten sich von einer Bevorzugungsmaßnahme für Frauen weg hin zu einem Ausgleichsmechanismus, einem Tausch der Geschlechter, zur Familie, zu Sippen, Stämmen, später Nationen und Staaten, sowie einer allgemeinen Arbeitsteilung, ohne die unsere moderne Welt weder funktionieren könnte noch jemals entstanden wäre.

«Die industrielle Revolution brachte eine Zunahme der Beschäftigung von Frauen mit sich. Die Feministinnen ihrer Zeit mochten das nicht, weil sie glaubten, der Platz einer Frau sei zu Hause, die Arbeit außerhalb des Hauses sei Aufgabe der Männer, und das ihr Zuhause — nicht aber Lohnarbeit — weiblicher Bereich sei. Sie kämpften lange und hart darum, die Trennung von Heim und Berufsarbeit an dieser Linie zu erreichen. Das Erreichen dieses Ziels war eines der Ergebnisse der viktorianischen Epoche.»1 (fathersforlife)

Wir können dem entnehmen, daß bereits die erste feministische Welle gegen etwas rebellierte, was ihrer Vorläuferinnen, die protofeministische viktorianische Frauenbewegung, aufgebaut hatte. Ursprünglich hatten Frauen, von in dieser Hinsicht bereits verwirrten adeligen abgesehen, mehr Aufgaben als nur im Hause. Von Teppichknüpferinnen des Orients bis hin zu Frauenzünften des Mittelalters hatten Frauen auch berufliche Verantwortung übernommen, nur eben nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung und Tausch mit Männern, was am klarsten in frühen, nicht monetären ethnischen Stammesgesellschaften wird. Ab 1730 drangen die Ideen der Aufklärung in das bürgerliche Leben vor, verdrängten zunehmend gewachsene kulturelle Strukturen. Leider erbrachte dies in Geschlechterfragen keine Besserung, sondern eine Verschlechterung des ursprünglich komplexen, vielfältigen und ausgewogenen Austauschs. Denn die Vernunft, die sich erkühnte, gewachsene natürliche Formen ‚vernünftiger’ umzugestalten, wurde von durchaus unvernünftiger, angeborener Fehlwahrnehmung irregeleitet. Bereits vor der Aufklärung waren Misandrie, Frauenverherrlichung – die schon die Minnezeit prägte – und die falsche Annahme verbreitet, Frauen seien früher im Naturzustande ‚unterdrückt’ gewesen. Tatsächlich verhält es sich umgekehrt: Weibliche Wahl treibt die Evolution; alle Frauen dürfen sich fortpflanzen, aber ohne kulturellen Ausgleich vermögen dies nur wenige Männer. (4,5 : 1 lautet das Verhältnis in den letzten 60.000 Jahren, vor 10.000 Jahren gar nur katastrophale 17 : 1) Für eine Beschreibung der Folgen siehe: „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln”.

«Robertson klärte, wer die falsche Vorstellung der vergangenen 200 Jahre formte. er schrieb daß – „um die Sicht zu propagieren (die zentral ist in der Ideologie der ‚Frauenbefreiung’), daß vor dem Aufkommen des modernen Feminismus Mütter nur deswegen zu Hause blieben, weil sie keine Alternative hatten – feministische Verfasser zu mühsamen und sich widersprechenden Umdeutungen der Frauenbewegungen vor 1960, ihren Zielen und Leitbildern, gezwungen waren”.[2]

Wer schuf die Hausfrauenrolle?

Was sind diese falschen Vorstellungen? Die erste ist, daß die Frauenbewegungen des 19,. Jahrhunderts wie ihre Gegenstücke des 20. Jahrhunderts eine Bemühung gewesen seien, Frauen aus den Fesseln des Hausfrauendaseins zu befreien. Die Tatsachen zeigen das genaue Gegenteil. Frauenorganisationen des ganzen Jahrhunderts kämpften, Frauen nicht von der Küche zu befreien, sondern von außerhäuslicher Erwerbsarbeit.

Das 19. war auch das erste Jahrhundert des Kapitalismus, der bereits in der ersten Dekade Frauen und Kinder in die Arbeitswelt zog, weil das Geschäft Arbeiter brauchte und Löhne geringhalten wollte. Um das zu bekämpfen, organisierte sich eine Bewegung, die hauptsächlich von Frauen geleitet wurde. Es waren diese Aktivisten, familienorientierte christliche Frauen, bei denen das Modell der „getrennten Sphären” mode war, ein Konzept, von dem Feministen später behaupten würden, es sei das Werk eines ‚frauenversklavenden Patriarchats’. …

Alexis de Tocqueville bemerkte, wie das Konzepte getrennter Sphären in den USA der 1830 wirkte. „Amerikanische Frauen engagieren sich ausschließlich in ‚ruhigen Kreisen häuslicher Beschäftigungen’… in keinem Land wurde so beständig dafür gesorgt wie in den USA, zwei klar getrennte Linien des Handelns zu ziehen für beide Geschlechter, und sie beide miteinander Schritt halten zu lassen, aber auf stets verschiedenen Wegen.” Mit anderen Worten, US-Amerikaner beantworteten die Führung der frühen Frauenbewegung, indem sie ein getrenntes, aber gleichwertiges Rollensystem ausarbeiteten.

Wer schuf ungleiche Löhne?

Diese Entwicklungen enthüllen die Täuschungen und Irrtümer der zweiten feministischen Welle. Es ist die Idee, das „Patriarchat” habe sich verschworen,Frauen getrennten, aber ungleichen Löhnen zu unterwerfen. Wieder zeigen die Fakten das Gegenteil, wie Robertson enthüllt. Die Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts kämpfte nicht um einen männlichen Lohn, sondern ein Familiengehalt. Es bevorzugte nicht Männer, sondern Familienernährer. Diese Grundsatz entsprang ihrer vordringlichen Besorgnis, Mütter sollen fähig sein, ihre ganze Zeit dem Aufziehen von Kindern und der Haushaltsführung zu widmen. Um das zu tun, mußten sie versorgt werden, und es war ihr Ehemann und Vater, der diese Versorgung liefern mußte, was bedeutete, daß sie einen ausreichenden Lohn verdienen mußten, nicht nur sich selbst, sondern ihre ganze Familie zu versorgen.

Die langwährenden Bemühungen, ein Familiengehalt zu etablieren, waren schließlich erfolgreich. Robertson schreibt, daß „es geschätzt wurde, daß 1960 ein Familiengehalt von 65 Prozent aller Arbeitgeber der USA und von 80 Prozent großer Firmen gezahlt wurde.”»2 (fathersforlife)

Gegner der Feministinnen erster Welle waren zu 90 Prozent Frauen, wie in „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft. Erster Band zur ersten Welle” dargelegt. Die Vorstellungen der ersten Welle von weiblicher Berufstätigkeit richteten sich gegen das von ihren viktorianischen Vorläuferinnen vor kurzem erst geschaffene Modell. Ähnlich war das, wogegen die zweite feministische Welle rebellierte, erst von ihren Vorläuferinnen der ersten und der protofeministischen viktorianischen Welle etabliert worden. Doch niemals begriffen sie das, sondern unterstellten Männern und einer hysterischen Verschwörungstheorie eines ‚Patriarchats’, was an eine Wahnvorstellung grenzte, an dem schuld zu sein, was ihnen mißfiel.

«Es ist eine Bewegung, deren Führerinnen Gleichheit als gleichmäßige Verteilung von Männern und Frauen bei allen Arbeiten, auf jeder Ebene aller Unternehmen betrachten … 50/50 querbeet. [Anmerkung des Übersetzers: Sind Arbeiten nicht attraktiv, sollen sie weiter Männern überlassen werden, kommen Feministen nicht auf die Idee, gleiche Beteiligung von Frauen zu erzwingen] Daher sind sie geschworene Feinde der heimgestaltenden Rolle, die zu etablieren so viele Frauen in den vorhergehenden 150 Jahren gekämpft hatten.

Diese falsche Vorstellung einer kleinen, einsamen Avantgarde ist in vielerlei Hinsicht verkehrt. Zunächst ist die Darstellung der Gegenkräfte falsch, denen sich diese neuen Feministen gegenübersahen. Angeblich sollte es die etablierte Ordnung, das Patriarchat sein. Tatsächllich bestand die Opposition zu diesem neuen Feminismus zu einem Großteil aus den Führerinnen des alten Feminismus. Sie waren die familienorientierten Frauen, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts als soziale Feministinnen” bekannt wurden. Sie waren die sozialen Feministen wie Frances Perkins, die erste weibliche Arbeitsministerin, die dafür kämpfte, das Familienlohnsystem zu erhalten, und die half, Mütterhilfsysteme einzurichten, so wie Aid to Dependent Children (ADC), die auf der traditionellen Familienstruktur gründeten.»3 (fathersforlife)

Interessant ist, wie feministische Wellen systematisch gegen das protestieren, was die vorige feministische Welle durchgesetzt hat. Wir haben das nun beim Übergang von der viktorianischen protofeministischen Welle zur ‚ersten Welle’ gesehen, dann nochmals beim Übergang der ‚ersten Welle’ zur zweiten Welle. Interessant ist nun, daß sich das Spiel beim Übergang von der zweiten zur ‚dritten’ Welle gerade wiederholt. Kürzlich erschien in der EMMA, so etwas wie ein Leitorgan der deutschen zweiten feministischen Welle, ein Artikel, der den Sinn des Genderismus in Abrede stellte. Zugleich wird Vertreterinnen der dritten Welle vorgeworfen, totalitär zu sein.

«Judith Butler schwärmte vor einigen Jahren von den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah als „progressiv” und nannte sie einen „Teil der globalen Linken”. Auch ihre Faszination für die Burka hält die Philosophin nicht zurück. Das mobile Stoffgefängnis sei eine „Übung in Bescheidenheit und Stolz”, das nicht etwa Frauen zum Verschwinden bringt, sondern einen „Schutz vor Scham symbolisiert” und deshalb zu konservieren sei»4 (EMMA)

Der zitierte Artikel nennt Gender Studien den Sargnagel des Feminismus. Wir können ergänzen: den Sargnagel des Feminismus zweiter Welle, so wie dieser seinerzeit der Sargnagel des Feminismus erster Welle und der Befreiung der Frau von den Mühen der Arbeit gewesen war, und die erste Welle wiederum der Sargnagel der frühfeministischen viktorianischen Frauenbewegung mit ihrem strikten Hemisphärenmodell der Geschlechter.

Alice Schwarzer, deren Männerhaß vielfach unübersehbar wurde, beim undistanzierten Feiern des Männerausrottungspamphlets S.C.U.M. von Valerie Solanas, bei ihren zu Männerwitzen umfunktionierten Judenwitzen, oder der Darstellung des männlichen Chromosoms und des Mannes als Verkrüppelung, wehrt sich gegen die dritte Welle, weil diese die Massenmigration unkritisch weiter unterstützt – was Feministen zweiter Welle seit 50 Jahren auch betrieben haben –, obwohl die schädlichen Folgen sich immer deutlicher zeigen. Weswegen? Die zweite Welle, darunter Alice Schwarzer, waren stark lesbisch geprägt. Daher leiden sie nicht am Verlust starker Männer. Bei heterosexuellen Feministinnen dagegen zeigt sich die Perversion ihres Hasses auf Männer, Männlichkeit und Kultur viel deutlicher: Nachdem Männern alles genommen wurde, was sie sozial erstrebenswert machte, ihnen half, die Hürde sexueller Selektion durch Frauen zu bestehen, vermochten einheimische Männer nicht mehr die unterdrückten Instinkte feministisch geprägter Frauen auszulösen. Denn diese Instinkte sind wie in Steinzeit und Urzeit, verlangen starke, überlegene Sieger. Also haben junge heterosexuelle Feministinnen (meist der dritten Welle) ein stärkeres Bedürfnis, inkompatible, unbegleitete Männer kriegstauglichen Alters aus den problematischsten und rückständigsten Zonen der Welt hereinzulassen, weil sie bei ihnen finden, was sie Europäern strengstens verboten haben.

Doch nun stellt sich die Frage: Was war vor dieser frühfeministischen Welle, deren Herumpfuschen an einer über Jahrtausende gewachsene Geschlechterkultur den Absturz in ein größeres Problem nach dem andern auslöste?

Das Hemisphärenmodell, das Frauen den geschützten, komfortablen Heimbereich zuordnet, den Männern aber Arbeit und Familienernährung außerhalb, war als industrielles Prinzip von viktorianischen und frühen Feministen durchgesetzt worden, nicht von Männern, deren Bürden dadurch stiegen. Männern oblag nun die alleinige Pflicht, das nötige Familieneinkommen zu erarbeiten. Weil ihr wirtschaftlicher Erfolg nun alleinige Stütze von Familie und Gattin waren, mußten Männer streng reguliert und verpflichtet, also letztlich gemaßregelt werden, damit sie sich ihrer Pflicht nicht entziehen, weil das für Familie und Gemahlin einer Katastrophe gleichgekommen wäre. Daher stammt eine gewisse Scheu unter Männern, die schlechte Erfahrungen mit einem misandrischen Staat und ausnutzenden Frauen gemacht haben, die sie gemeinsam abzocken.

Die Fehlentwicklung gerade des Feminismus zweiter und dritter Welle, das für Frauen, Anwälte und Staat profitable Familienunrecht, das auf Unterhaltsmaximierung und Zahlungsmaximierung von Mann an Frau ausgerichtet ist, hat ein modernes Sklavenhaltersystem errichtet. Sklaven sind zahlungsverpflichtete Männer, die über Steuern Feministinnen bezahlen, die gegen Männer und Männlichkeit kämpfen, sie überflüssig in der Gesellschaft und lächerlich machen, bereits die Identität und natürlichen Gefühle kleiner Kinder schädigen und letztlich kaputtmachen.

Profitabel ist es von schlechten Gesetzen gemacht worden, Männer und Väter zu entsorgen, um danach fürstlich von ihnen zu leben, sich selbst zu ‚verwirklichen’, während der Ausgenutzte arbeiten muß, um seiner Finanzsklavenhalterin Unterhalt, Alimente und Ausgleich zu erarbeiten und zahlen, die selbst Zeit für Müßiggang, Schimpfen auf Männer, Geschlechterkrieg gegen Männer hat, die versklavt hart dafür arbeiten müssen, ihr das zu ermöglichen. Der Mann darf sich nicht selbst verwirklichen, muß überzogene Zahlungserwartungen der Gerichte, Anwälte und Exe erfüllen, sich als Lastesel in der Tretmühle drehen, während sie mit seinem Geld tun kann, was sie gerade lustig ist. Aus diesem Grund stiegen Männer wie die von MGTOW aus ihrem Hamsterkäfig aus und drehten dem traditionellen System wie Frauen den Rücken zu.

Wir sehen also, daß jenes heute als ‚klassisch’ angesehene Modell, das von frühen Feministinnen installiert wurde, nicht die Lösung heutiger Probleme sein kann. Letztlich waren Frauen gelangweilt in dem, was manche später ‚goldenen Käfig’ nannten. Sie waren unterfordert, nicht überfordert, weil die Gesellschaft zu wenig von ihnen verlangte, wie eine Feministin der zweiten Welle schrieb. Dieses ‚Hemisphärenmodell’ galt übrigens im 19. Jahrhundert als ‚emanzipiert’ und war in Mode. Bismarck soll eine solche Ehe geführt haben, in der seine Frau in ihrer häuslichen Sphäre das Sagen hatte, ohne Einmischung des Mannes, wogegen er seine äußere Sphäre hatte. Andere sollen ihn für diese – damals ungewöhnliche – Haltung bewundert haben. Wir können noch weiter zurückgehen zu den alten Griechen, und werden in der hellenischen Literatur bei den drei großen Tragikern fündig, Homer und Hesiod. Eine Neigung zu solcher Einteilung scheint also alt und im Hintergrund über lange Zeiten wirksam zu sein. Bis zu einem gewissem Grade entspricht sie der menschlichen Natur – nur in gewissem Grade, das ist der Knackpunkt. Denn das Modell ist eine starke Vereinfachung, bei der etwas entscheidendes fehlt. Sehen wir uns dazu alte nomadische Kulturen an.

In „Die Genderung der Welt” zitierte ich als einzigen anständigen, nicht von Genderideologie überfrachteten Entwicklungshilfebericht einen katholischen Pater, der bei nomadischen Stämmen in Afrika gearbeitet hatte. Es gab, wie überall auf der Welt, eine klare geschlechtliche Arbeitsteilung. Männer hüteten und besaßen Herden großen Viehs, mit dem sich in heutiger Ausdrucksweise ‚eine Familie ernähren’ ließ. Viehherden nähren, Tiere können geschlachtet oder verkauft werden, was im Verantwortungsbereich der Männer lag. Die Frauen jedoch – und dies ist der Unterschied zu dem vereinfachten, rudimentären, nicht mehr richtig funktionierenden frühfeministischen Modell, das gut zur industriellen Revolution paßte, die Arbeit aus der ursprünglichen Kultur entfremdete und zur bezahlten Erwerbsarbeit machte –, waren eben nicht nur Hausfrauen für ihre Kleinfamilie.

Stattdessen gab es einen Tausch verschiedener Arbeiten und Produkte. Haushaltsgegenstände, Kleidung, so gut wie alles, was benötigt wird, gab es ursprünglich nicht in einem Laden, Kaufhaus oder im Weltnetz für Geld zu kaufen. Die meisten Dinge wurden nicht für Geschäfte und Verkauf, sondern für den eigenen Bedarf hergestellt.

Frauen fertigten Haushaltsbedarf an: Sie flochten Körbe und das meiste, was im Haushalt gebraucht wird. Eine genauere Aufstellung, wer was machte, kann bei dem Pater oder Ethnologen nachgelesen werden. Die Verteilung variiert von Kultur zu Kultur, obwohl einige wichtige Grundaufgaben ziemlich verläßlich gleich an entweder Männer oder Frauen verteilt sind, so wie es offenbar evolutionär angelegten Neigungen entspricht.

Es gab also einen Tausch zwischen Männern und Frauen auch bei Bedarfsgegenständen und Nahrung. Jahrmillionen waren Männer vor allem Jäger, Frauen überwiegend Sammler, die Beeren, Wurzeln und andere wildwachsende Nahrung einsammelten. An dieses Modell hat sich unsere Natur im Laufe von Jahrhunderttausenden, wenn nicht sogar Jahrmillionen, angepaßt. Es versagte in dem Augenblick, als die neolithische Revolution ermöglichte, sich überwiegend von der Landwirtschaft zu ernähren. Die Bedeutung der Jagd ging zurück. Strukturell bedeutete das eine Krise der Geschlechterrollen, denn es war nötig, neue zu finden. Wie in meinen Büchern belegt, brachen in jener Übergangszeit die Fortpflanzungschancen von Männern bis auf katastrophale 17 Mütter auf einen Vater zusammen, was bedeutet, daß sich mindestens 94 % der Männer nicht fortpflanzen konnten.

In „Kultur und Geschlecht” wurden Stämme der Regenwälder erwähnt, in denen es – auf verschiedenen Kontinenten – Männer waren, die Urwaldriesen in gefährliche Höhen hinaufkletterten, wo sich Bienennester in Löcher des Stammes gegraben hatten. In gefährlichen Höhen griffen sie mit bloßen Händen in die Nester, von den Bienen wütend stechend verteidigt, was auch Räucherwerk nicht verhindern konnte –, um die Waben mit Honig herauszuangeln. Solche gefährlichen und schmerzlichen Arbeiten, bei denen man leicht zu Tode fallen kann, sind immer männlich. Der Honig wurde dann von den erfolgreichen Männern mit den Frauen geteilt. Die Gabe von Honig sei, so hieß es, auch ein erster Schritt Richtung intimer Beziehung – womit wir zur sexuellen Selektion durch Frauen kommen und männlichen Methoden, sie zu bestehen. So betrachtet sind die meisten männlichen Leistungen eine Erfordernis, um von Frauen geliebt zu werden, und eine Gabe an Frauen. Feminismus hat alles völlig falsch verstanden. Denn der Sinn der spezifisch männlichenTätigkeit war, eine Gabe zu sein, was nach Emanzipation nicht mehr möglich ist. Ihren eigentlichen sozialen und geschlechtlichen Sinn hat Arbeit somit verloren.

In allen ursprünglichen, natürlichen Kulturstufen gab es einen solchen umfassenden Tausch, der eher ein Gruppentausch aller Männer mit allen Frauen war, nicht beschränkt auf eine Familie und einen Haushalt. Somit entfällt der Verpflichtungsdruck der feministischen Variante, denn eine Trennung läßt die Frau nicht aus dem Tauschsystem fallen. Sie tauscht ihre Gaben ja nicht nur mit dem Mann, sondern mit der Gruppe der Männer, sozusagen der ganzen Gemeinschaft. Es besteht mehr Selbstverantwortung als im Hemisphärenmodell, erst recht als im modernen Sozialstaat, der halt für alle sorgen soll, brav Geld lockermachen, wenn jemand keine Arbeit hat, oder einfach faul und bequem vom Fleiß anderer leben will.

Zwar kann und soll der Mann im wesentlichen als Familienernährer gelten – sonst wäre weder der urzeitliche Jäger, noch der Mann eines Urwaldstammes, noch der Hirtennomade attraktiv gewesen, für eine Liebesbeziehung oder Heirat in Betracht gekommen. Doch die Frau bringt genauso Fleiß auf und Gaben ein in den Tausch. In der Urzeit mochten das Knollen, Früchte, Nüsse und Wildgetreide gewesen sein, während Männer das nahrhafte Fleisch einbrachten. Bei den Viehnomaden wissen wir von Haushaltsgegenständen, die Frauen fertigten.

Übrigens gelten solche Stämme als ‚arm’, wenn sie außerhalb des Geldsystems leben und daher wenig Geld besitzen, wenn überhaupt. Doch solange sie kein Geld brauchen, weil sie alles benötigte selbst herstellen können, gehen solche Statistiken meilenweit an der Realität vorbei. Manch einem Mensch moderner Zeiten, der sehr viel mehr Geld besitzt, geht es viel schlechter, weil ihm viel mehr fehlt als einem noch sich selbst genügenden Stamm.

Frauen brauchen also im Falle einer Trennung nicht den Verlust ihrer Existenz befürchten, den Verlassenen nicht belasten, was von Männern den Druck nimmt, der letztlich im Ausstieg endet wie bei MGTOW. Das ursprüngliche Modell, bei dem die Familie eingebettet war in einen umfassenderen geschlechtlichen Gabentausch der Gemeinschaft, war also besser und ausgeglichener als das frühfeministische, verarmte Sphärenschema, das aber immerhin noch die Familie stärken wollte. („Gewollt ist oft schlecht gekonnt.”) Spätere Feminismen wollten dann das bereits verarmte Sphärenmodell zusammen mit der Familie (in klassischer Wortbedeutung) zerstören.

Wir sehen, wie Feminismus in allen Wellen schädliches bewirkt hat, ihre Vertreterinnen gegen die Folgen dessen rebellierten, was ihre Vorgängerinnen angerichtet hatten. Nachdem sich diese Hysterien ausgetobt und verbrannte Erde hinterlassen haben, tragen wir nun die Bürde und Verantwortung, eine funktionstüchtige und lebenswerte Kultur mit vielfältiger Ergänzung wieder aufzubauen. Übrigens hat Esther Vilar bereits in den 1970er Jahren ähnlich argumentiert. In drei Büchern zu diesem Thema schrieb sie ebenfalls sinngemäß, die natürliche Veranlagung ginge in Richtung geschlechtlicher Aufgaben. Wir sollten eine neue Aufteilung ersinnen. Wer für die Liebe sei, werde mitmachen.

Wenn wir die Liebe zwischen beiden Geschlechtern retten wollen, müssen wir Bezüge und Ergänzung wieder aufbauen. Sobald sich die Hysterie ausgebrannt hat, wieder Vernunft einkehrt, kann ich Vorschläge für den Wiederaufbau einer Geschlechterkultur einreichen.

Dieser Artikel wird in einem künftigen Buch „Abrechnung mit dem Feminismus” weiter ausgearbeitet enthalten sein.

Fußnoten

1 «The Industrial Revolution brought about increasing employment of women. The feminists of the time didn’t like that, because they thought that women’s place was in the home, that work outside the home was men’s domain, and that home — not working for wages — was women’s domain. They fought long and hard to achieve the separation of home and work along those lines. The achievement of those goals was one of the outcomes of the Victorian age.» (http://fathersforlife.org/hist/indrev.htm)

2 «Robertson makes it clear who formed the misperceptions of our past 200 years. He writes that – “in order to propagate the notion (central to their ideology of women’s liberation) that before the dawn of modern feminism mothers stayed at home to raise their children only because they had no alternative – feminist writers have been forced into a tortuous and self-contradictory interpretation of the pre-1960s women’s movement, its goals and its guiding principles.”[2]

Who created the housewife role?
What are these misperceptions? The first is that the women’s movement of the 19th Century was like its 20th Century counterpart, an effort to liberate women from the bondage of housewifery.
The facts show exactly the opposite. Women’s organizations throughout that century fought to liberate women not from the kitchen but from the workplace.
The nineteenth was also the first century of capitalism, and as early as its first decade it was pulling women and children into the workforce because businesses needed workers and wanted to depress wages. To combat this system a movement was organized, led largely by women. It was these activists, family-centered Christian women, who fashioned the “separate spheres” concept which feminists would later claim was the work of the woman-enslaving Patriarchy. …
Alexis de Tocqueville took note of how the separate spheres concept was working in the America of the 1830. “American women engaged themselves exclusively in ‘the quiet circle of domestic employments.’… in no country has such constant care been taken as in America to trace two clearly distinct lines of action for the two sexes and to make them keep pace one with the other, but in two pathways that are always different.” In other words, Americans responding to the guidance of the early woman’s movement worked out a separate but equal gender role system.
Who created unequal wage rates?
These developments reveal the fallacies of the second feminist misperception. It is that “the Patriarchy” connived to subject women to separate but unequal wage rates. The facts, as Robertson discloses them, again show otherwise. The women’s movement of the 19th Century struggled to establish not a male but a family wage. It did not favor men; it favored breadwinners. This policy derived from their primary concern that mothers should be able to devote full time to raising children and managing a home. To do that they had to be provided for, and it was the husband and father who had to do the providing, which meant that he had to earn a wage sufficient to support not only himself but his entire family.
The long enduring effort to institutionalize the family wage eventually succeeded. Robertson writes that “it has been estimated that by 1960 a family wage was paid by 65 percent of all employers in the United States and by 80 percent of the major industrial companies.”» (http://fathersforlife.org/hist/all_the_past2.htm?

3 «It’s a movement whose leaders consider equality as equal distribution of men and women throughout the workforce, at every level in every enterprise…50/50 across the board. It is therefore the sworn enemy of the homemaker role that so many women struggled to establish during the previous 150 years.
This misperception about the small lonely vanguard is wrong in several ways. It’s wrong first of all in its depiction of the opposition these new feminists faced. It was supposed to be the established order, the Patriarchy. In fact, a great part of the opposition to the new feminism were leaders of the old feminism. They were the family-friendly women who in the mid-twentieth century came to be known as “social feminists.” There were social feminists like Frances Perkins, the first female Secretary of Labor, who fought to maintain the family wage system and who helped establish mother support systems, such as Aid to Dependent Children (ADC) based on the traditional family structure.» (http://fathersforlife.org/hist/all_the_past2.htm)

4 http://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569

Feminismus und Perversion

Feminismus und Perversion

Staatliche Zensur war klassisch auf wenige Werke beschränkt, die aufgrund einer vermeintlichen Gefahr verboten wurden. Davon unterscheidet sich wesentlich ein viel radikalerer Typus systematischer Zensur, der auf Intoleranz wütender Minderheiten zurückgeht, die abweichende Meinungen auslöschen wollen. Diese viel schlimmere, folgenreichere und für die heutige Zeit typische Gesinnungszensur wurde von der ersten feministischen Welle erfunden. Ihr biologisch – evolutionärer Hintergrund ist angeborene weibliche Frauenbevorzugung, die uns Frauen vor ungenehmen Äußerungen schützen läßt. In Rußland flucht man beispielsweise gewöhnlich nicht bei Anwesenheit von Frauen, so daß man zuweilen hinausgeht, um einen Fluch ablassen zu können. In der abendländischen Zivilisation ist solche Rücksichtnahme auf Damen in verschiedener Form weitverbreitet gewesen.

Solange beide Geschlechter sich ergänzen, wie es menschlicher Natur und daraus entstandener Kultur entspricht, die letztlich eine Ergänzungsstruktur beider Geschlechter mit einem Tausch geschlechtsspezifischer Fürsorge und Arbeit darstellt, gab es damit kein Problem. Männer redeten frei untereinander, Frauen ebenso im eigenen Kreis. Ganz nebenbei beobachten wir, was auch Untersuchungen feststellten: Frauen lästern oft schärfer über Männer ab als umgekehrt Männer über Frauen. Jedoch sind es Frauen, die kritische Worte von Männern verübeln, nicht umgekehrt.

Sobald Feminismus die Kultur der Geschlechter zerbrach, entfielen die Geschlechtergruppen, die außerdem einen Bezug herstellten, über Tausch und Gegenseitigkeit Gefühle und Anteilnahme reifen ließen, was nun durch egoistische Kampfsentimente ersetzt wurde, weil nun alle gegeneinander konkurrierten, Interessenskonflikte auch zwischen den Geschlechtern entstanden, die eine Kultur vermieden hätte. Dadurch wurde zum Problem, was in eigenen Geschlechtergruppen harmonisch zusammenpaßte. Denn nun fanden sich Frauen unter Männer wieder, verübelten den natürlichen Umgang von Männern untereinander, den sie nicht gewöhnt sind und schwer ertragen, weil Frauen es nicht nötig haben, in Dominanzhierarchien um die Gunst von Frauen zu streiten (außer vielleicht Lesben). Daher empörten sich Frauen über das natürliche Verhalten von Männern, das nun nicht länger beglückend, sondern als ‚unterdrückend’ empfunden wurde – weil das natürliche System der Ergänzung durch Konkurrenz und Widerstreit der Interessen ersetzt worden war. Frauen empörten sich auch über die freie Meinungsäußerungen von Männern und begannen, diese mit der Moralkeule zu unterdrücken, zu ächten und zensieren. Das begann bereits vor dem Ersten Weltkrieg während der ersten feministischen Welle. (siehe z.B. Bax 1913)

In meinen Büchern verwies ich auch auf ein Zitat von Winston Churchill, der diese Entwicklung selbst erlebt hatte. (Flaschenpost in die Zukunft) Daraus entstand die Moralkeule, heute „politische Korrektheit” genannt. Bereits 1968 war es so gut wie unmöglich, grundsätzliche Feminismuskritik zu veröffentlichen. Sogar bekannte Professoren wurden damals bereits massiv behindert, konnten ihre Feministinnen ungenehmen Werke entweder gar nicht veröffentlichen, oder fanden diese massiv behindert und unterdrückt. (siehe meine Sachbuchreihe: Die beiden Geschlechter) Die Öffentlichkeit bemerkte das wenig, weil echte Feminismuskritik unsichtbar blieb, und mit dieser die enthaltenen Zensurbeweise. Allenfalls Aktivisten bemerkten erstaunt, wie stark sie behindert wurden.

Später breitete sich solche Intoleranz in der ganzen Gesellschaft aus, als feministisch geprägte Generationen heranwuchsen, die solche Gesinnungszwänge verinnerlicht hatten. Wir begehen einen Fehler, wenn wir die Intoleranz nur heute bei jetzigen Themen sehen, nicht aber die Quelle, aus der sie stammt. Die Quelle ist die naturfremde Geschlechtermischung. Wer also blind über den Islam lästert, der diese – leider mit Gewalt und schlechten Argumenten – beibehalten hat, läuft Gefahr, eigene schwere Fehler zu übersehen, ohne die wir niemals verblendet und hilflos eine demographische Invasion erlauben würden.

Solche wütenden Frauen, die intolerant und militant Andersdenkende niedermachen, waren bereits für die streitbaren Schwestern der ersten feministischen Welle im 19. Jahrhundert typisch, eine Perversion, die in mehrfacher Hinsicht Methoden und Selbstdarstellung des späteren Faschismus erfand und vorwegnahm. Sehr deutlich wird auch die Ähnlichkeit zu wütend kreischenden und schreienden Feministinnen der 1968er Studenten- und Kulturrevolution.

Feminismus ist nicht nur von Anbeginn mit Meinungsunterdrückung verbunden, sondern auch mit Perversion: das, was Frauen an Männern lieben, wurde systematisch kaputtgemacht, ihnen weggenommen und verboten, schließlich fremde Invasoren gerufen, die noch nicht vom Feminismus entkernt und langweilig gemacht wurden. Sie schissen wortwörtlich auf die Familie:

Inzwischen wurden die Methoden – Intolerante Unterdrückung aller Ansichten, die eigener Befindlichkeit und Ideologie widersprechen, Abzocken arbeitender Männer für eigene Bevorzugung – auf neue Themenbereiche und weitere privilegierte Gruppen ausgedehnt. Feminismus hat ganze Generationen unreifer, infantil gebliebener Menschen hervorgebracht, die keine Verantwortung für sich selbst übernehmen, aber wütend jeden anfeinden, der ihre Unreife nicht teilt. Das ist ein Echo des feministischen Prinzips, mit missionarischem Eifer das eigene Leid (gestörter) Feministinnen in der ganzen Welt zu verbreiten und allen aufzuzwingen.

Diese Methode wurde ebenfalls von feministischen Wellen erfunden, um dann als profitables Geschäftsmodell immer weitere Kreise zu ziehen.

«Präsidentin einer Studentenunion entfesselte Kontroverse, indem sie sagte, sie wolle ‚weiße Leute unterdrücken’, jeder solle den Koran lesen, und Männer und Frauen dürften keine Freunde sein

Die Anführerin einer Studentenunion sagte, sie wolle weiße Leute unterdrücken
Zamzam Ibrahim wurde zur Präsidentin der Salforder Studentenunion gewählt
Sie schrieb eine Reihe hochkontroverser Nachrichten in sozialen Medien
Fräulein Ibrahim opponiert gegen die Vorbeugungsstrategie der Regierung zur Verhinderung von Radikalisierung

von Darren Boyle für MailOnline
veröffentlicht 08:38 EDT, 1. Juli 2017»1 (dailymail)

Perversion zeigen auch Szenen aus den Hamburger Krawallen:

Wie in „Feminismus und Wahnsinn” dokumentiert, ist Feminismus aller Wellen stark von wahnsinnigen Führungskräften geprägt worden. Ähnliche Probleme scheinen auch feministische Männer zu zeigen.

«Der 32jährige Christopher John Goldberg, der sich „Amir0x” in sozialen Medien nennt, war ein männlicher Feminist, der auf Twitter oft seinen Haß auf „Sexisten” und Unterstützer Trumps ausgedrückt hatte, außerdem den Frauenmarsch lauthals unterstützt. Während des GamerGate Debakels, das die Spielerwelt 2014 im Sturm einnahm, war er aktiv auf Seite der Feministinnen.

Der Mann aus Tobyhanna, Penn., wurde diesen Mittwoch wegen 64 Fällen des Besitzes von Kinderpornographie angeklagt und eines Falles, einen Rechner kriminell zum Laden des verbotenen Materials zu nutzen. …

Christopher John Goldbergs Verhalten zeigt ein weit verbreitetes Problem der progressiven Linken, besonders unter den selbsternannten „männlichen feministischen Verbündeten”. Individuen, die in der ‚Sozialen Gerechtigkeitsbewegung’ aktiv sind, wurden angeklagt der Verbrechen beginnend bei Mord, wie der feministische YouTuber Aleksandr Kolpakov, über mehrfache Fälle von Vergewaltigung, wie der männliche Feminist und technische Autor Matt Hickey. Devin Faraci, ein ausgesprochener männlicher Feminist und früherer Chefredakteur bei Birth Movies Death, wurde zum Rücktritt gezwungen nach Anschuldigungen sexueller Angriffe.»2 (dailycaller)

Fußnoten

1 «Student union president sparks controversy by saying she would like to ‚oppress white people‘, everyone should read the Koran and that men and women must not be friends
A Student Union leader has claimed she would like to oppress white people
Zamzam Ibrahim was elected President of Salford’s Student’s Union
She has posted a number of highly controversial messages on social media
Ms Ibrahim also opposes the government’s anti-radicalisation Prevent strategy
By Darren Boyle for MailOnline
PUBLISHED: 08:38 EDT, 1 July 2017» (http://www.dailymail.co.uk/news/article-4656926/Student-union-president-calls-Islamic-takeover.html)

2 «Thirty-two-year-old Christopher John Goldberg, who went by the name “Amir0x” on social media, was a male feminist who often took to Twitter to express his hatred at “sexists” and Trump supporters, in vocal support of the Women’s March. He was active during the GamerGate debacle that took the gaming world by storm in 2014, taking the side of feminists.
The Tobyhanna, Penn. man was charged this Wednesday with 64 counts of child porn possession and one count of criminally using a computer to download the illicit materials. …
Christopher John Goldberg’s behavior is indicative of a prevalent problem on the progressive left, especially among self-proclaimed “male feminist allies.” Individuals active within the social justice movement have been charged with crimes ranging from first-degree murder, like feminist YouTuber Aleksandr Kolpakov; to multiple counts of rape, like male feminist and tech writer Matt Hickey. Devin Faraci, an outspoken male feminist and former editor-in-chief at Birth Movies Death, was forced to resign following sexual assault allegations.»
http://dailycaller.com/2017/06/29/male-feminist-arrested-for-child-porn/

© 2019 Jan Deichmohle

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