Alle gegen Männer – rechts, Mitte und links verraten uns
Seit 1968 eine Mischung aus kommunistischen und feministischen Studentenrevolutionären mit einer Jugendrebellion einen kulturrevolutionären den Ton angab, werden zuvörderst Männer, aber auch europäische Ureinwohner und fruchtbar Veranlagte zunehmend angefeindet, verdrängt und bekämpft. Das ist keine bloße Theorie, sondern hat für Millionen Leid gebracht, Lebensziele unerreichbar gemacht, warmes Mitempfinden durch mit revolutionärer, politreligiöser Verve betriebene seelische Härte verdrängt. Solche Härte hat im Alltag seelisch grausame Wirkung, auch wenn sich dessen außer den Betroffenen niemand bewußt ist. Die Vertreter dieser Richtung sehen das anders: Sie halten ihre Denkweise für den Inbegriff der Moral und sehen sich selbst als Begründer einer ‚menschlicheren’ Gesellschaft, die darauf fußt, leidbringende Verirrungen, die es vorher nicht gab oder äußerst selten waren, zu erfinden, verbreiten und Maßstab zu erheben, das normale fruchtbare Leben dagegen an den Pranger zu stellen – bis hin zum Gleichsetzen mit ‚Faschismus’. Das hat die Wirkung, normale Lebensziele für viele unerreichbar und ihr Dasein unerträglich zu machen.
Diese Verkehrung der Tatsachen – die Verbreiter von Leid sehen sich selbst als Menschheitsbeglücker – wurde zum spätestens seit 1968 gültigen Prinzip der Feministen, Linken und Woken. Um welches Thema es auch ging, stets konnte man sich darauf verlassen, das was diese Kreise empfanden, wahrnehmen und äußerten, stets genau verkehrt herum war. Sie verwechselten stets Täter und Opfer, Ursache und Wirkung. Was sie forderten war schlimmstmögliche Zerstörung, während irgendwas angeblich ‚gerettet’ werden sollte – derzeit auch beispielsweise das Klima.
Daher setzte sich bei zu kritischem Denken fähigen Menschen der Reflex durch, stets das genaue Gegenteil anzunehmen von dem, was Feministen, Linken, Grüne und ihre Lieblinge äußerten. Das war 65 Jahre lang ein verläßlicher Leitfaden, der vor Verirrungen bewahrte. Man könnte daher annehmen, wenn die Linken so zuverlässig daneben liegen, einfach zu den Rechten zu gehen. Doch das wurde die zweite Enttäuschung des Lebens. Denn die Irrationalität und Verdrehtheit, mit der Linke und Feministen seit 1968 die gesamte Gesellschaft bis zur Mitte und den etablierten Konservativen angesteckt hatte, übernahm die CDU unter Kohl, der ab 1982 Gender-Mainstreaming zum Hauptpolitikziel im Inland, der EU und weltweit erhob. Die damalige schweigende Mehrheit konservativer Familienfrauen sah sich von dieser Entwicklung verraten, fühlte sich verkohlt und wurde von Medien zum Verschwinden verschwiegen.
Als Helmut Kohl durch einen Koalitionswechsel der FDP an die Macht kam, hofften in den ersten Tagen viele, es würde wieder werden vor 1969, die guten Zeiten wieder beginnen. Die als ‚Jahrhundertwerk’ gepriesene Familienrechtsreform war längst zur Jahrhundertkatastrophe geworden. Ehen zerbrachen reihenweise, was sich für Frauen damals finanziell lohnte. Väter erlebten Kindesentzug, mußten aber meist hohe Unterhaltszahlungen leisten. Ein Scheidungsfilz entstand, von dem spezialisierte Gutachter, Anwälte und Jugendämter profitierten. Darunter war feministisch gesinntes Personal, das vom Maximieren des Geldflusses vom Mann hin zur Frau lebte. Das ebbte erst ab, als auch Frauen öfter in die Rolle des Zahlers statt des Empfängers gerieten.
Die menschliche Universalie kultureller Geschlechterergänzung wurde durch feministische Propaganda und insbesondere Gender-Mainstreaming beseitigt. Dies wurde nicht nur im Inland, sondern auch in der EU, UN, internationalen Verträgen und Organisationen festgeschrieben. Mein Buch „Die Genderung der Welt” weist aus Quellen nach, wie sich CDU/CSU-geführte Regierungen dafür rühmten, dabei führend in der Welt zu sein. Ein radikaleres Gegenteil ist kaum denkbar zu den in den 1970er Jahren noch stark konservativen Frauen, die sich „schweigende Mehrheit” nannten und traditionelle Familien zusammenhalten wollten, sich der CDU-Opposition gegen die damalige sozialliberale Koalition verbunden fühlten. In der Opposition hatte die CDU/CSU nicht nur vor Experimenten gewarnt, sondern der Regierung vorgeworfen, zu viel für Minderheiten zu tun, statt sich um die Mehrheit zu kümmern – an der Macht geschah dann das Gegenteil.
Spötter sagen, das lasse sich spieltheoretisch erklären. Grundprinzip sei bis heute, daß es keine Partei rechts der CDU geben dürfe – oder sie werde rigoros weggedrückt. Daher wären der CDU die rechten Stimmen sicher, weshalb sie sich ständig weiter nach links bewege, um anderen Parteien das Wasser abzugraben, so daß ein Wettlauf nach links eingesetzt habe, der irgendwann beim Aufprall an der linken Außenwand endete. Allerdings erklärt dieses Modell nicht, wieso das Auftauchen einer rechts verorteten Partei diesen Wettlauf nicht beendet habe. Inzwischen haben sich kulturrevolutionäre Bestrebungen im Getriebe, Etablissement, Vorschriften und Gesetzen bis in die EU und Weltorganisationen dermaßen verbindlich festgesetzt, daß es kein Zurück mehr geben kann. Jeder, der an den Zuständen jetzt noch Kritik äußert, wird als Feind und Bedrohung behandelt.
Die nächsten Schübe sowohl feministischer Ideologie als auch schädlicher Politik der CDU schenkte uns Angela Merkel. Ähnliches tritt in den letzten Jahren zunehmend auch auf dem rechten Flügel auf.
Statt daß die vielgescholtenen Rechten, denen die bis in Medien und Literaturbetrieb prägenden Linken und Feministen alles mögliche nachsagen, gegen Femininsmus und Unterdrückung männlicher Verlierer einstünden, versuchen dort einflußreiche Kräfte eher, Stimmen zu gewinnen, indem sie sich mit etablierten Feministinnen wie Alice Schwarzer verbünden – deren publizierten Männerhaß wir vergeblich seit Jahrzehnten dokumentieren –, weil diese auch gegen TRANS sind. Es besteht ein ‚traditioneller’ Gegensatz zwischen Radfems (besonders radikalen Feministinnen, die oft jeden Kontakt mit Männern oder Trägern des Y-Chromosoms ablehnten) und Transfrauen. Hier ist eine sehr verderbliche Allianz am Entstehen, und alle sind gemeinsam gegen die Mehrheit zu Verlierern gemachter einheimischer Männer und gegen die menschliche Universalie kultureller Geschlechterbezüge.
Solche Irrationalität beginnt meistens im geschlechtlichen Bereich, strahlt dann aber schnell auf alle Bereiche der Politik und Gesellschaft aus, ob bei Linken oder bei Rechten. Traditionellerweise waren es in den USA Republikaner, die zu Ländern und Bevölkerungen standen, die um Freiheit rangen. Das taten selbst die USA nicht ganz uneigennützig – wirtschaftlichen Interessen wie dem Öl wird ein erheblicher Einfluß nachgesagt – aber trotzdem hatte das eine gewisse Vernunft, Moralität und Zuverlässigkeit, wenn es ernst wurde. Das gilt nicht mehr.
In seiner zweiten Amtszeit umgab sich der jetzige Präsident Trump mit sehr eigenartigen Beratern. Einige entstammten aus seinem privaten Umfeld, was gewöhnlich als Vetternwirtschaft bezeichnet wird, andere waren schräge Figuren wie sein für Gesundheit zuständiger Minister mit – nun ja – verrufenen Ansichten, und nicht deshalb weil er rechts wäre.
Das muß gesagt werden, denn Linke, Woke und Feministen schimpfen ja empört über jeden, dem sie noch einen winzigen Fetzen Restvernunft unterstellen. Jeder, dem das Gehirn noch nicht ideologisch zu Brei geklopft worden ist, der noch logisch denken kann, erscheint ihnen als ungeheure Gefahr für das, was sie für ‚Fortschritt’ halten – aber ein Rückfall in kulturlose Mißstände ist, was animalische Urinstinkte wie sexuelle Selektion voll durchbrechen läßt.
Daher nahmen viele an – trotz anfänglichen Zögerns muß ich das auch eingestehen – daß ich aus dem Haß jener, die alles genau verdreht wahrnehmen – auf Trump darauf schloß, der könne ein tüchtiger Mann sein, weil die alles verdrehenden Leute ihn für verkehrt erklärten. Das mag innenpolitisch nicht ganz falsch sein, obwohl sich nicht erkennen ließe, daß woker Unsinn aus Universitäten, Medien und Politik verschwinde. Eher werden tendenziös woken Medien tendenziös rechte Medien entgegengesetzt, was zwar besser ist als gar keine Opposition, aber breite Teile der Gesellschaft und insbesondere männliche Verlierer weiterhin ausschließt. Denn Rechte wollen Sieger und kurzfristig Stimmen, setzen Mythen gegen Kulturrevolution. Eine solide kulturelle Geschlechterergänzung erscheint auch mit etlichen Rechten unmöglich.
Sodann redete Präsident Trump dem Diktator und imperialistischen Angreifer Putin die Schlagworte nach, versuchte die angegriffene Ukraine zu beschuldigen, selbst schuld zu sein, von Putin angegriffen worden zu sein. Trump wünschte offenbar, daß die Ukraine einfach Gebiete abtritt, was verfassungswidrig wäre, nur um mit einem schmutzigen ‚Deal’, der wie in Afghanistan in einem Desaster enden würde, den Rücken für andere Ziele frei zu haben: vermutlich Taiwan. Nun steht auf einem anderen Blatt, daß es töricht war, jemals in Afghanistan einzugreifen, was die Taliban gestärkt und auch Bundeswehrsoldaten unnütz ihr Leben gekostet hat. Die Parole, der Rest Deutschlands würde am Hindukusch verteidigt, war von vornherein blühender Unsinn.
Präsident Trump verlangte von ukrainischen Präsidenten Selenskyj Neuwahlen, die nach der ukrainischen Verfassung während eines Krieges verboten sind. Das war auch einer der Propagandaforderungen des Musterdemokraten Putins, bei dem es keine ernsthaften Gegenkandidaten gab, oder der einzige im sibirischen Gefängnis landeten, wo er unter mysteriösen Umständen starb, die auf Ermordung hindeuten. 2020 hatte dieser bereits einen Anschlag mit dem hochgefährlichen Gift Novichok gerade eben überlebt. Andere die unbequem werden fallen rein zufällig aus einem Fenster – kein Einzelfall, sondern serienweise. Wer gelb und blau trug, konnte schnell verhaftet werden. Später reichte es, ein leeres Blatt Papier in die Luft zu halten. Das wurde offenbar als gefährliche verbotene Demonstration angesehen. Gegen den Angriffskrieg zu sein ist als ‚Verleumdung der russischen Streitkräfte’ mit Jahren im Gefängnis strafbar, und das Wort ‚Krieg’ darf auch nicht ausgesprochen werden außer von Putin selber, der sich einmal selbst öffentlich verplapperte, wenn ich mich recht besinne. Ansonsten heißt es streng ‚spezielle Militäroperation’. Echte Kriegsverbrechen zu erwähnen wäre sehr schwere ‚Verunglimpfung der russischen Streitkräfte’.
Wir sehen, wir haben es mit einem Musterdemokraten zu tun, der neulich dem armenischen Präsidenten vorwarf, nicht demokratisch zu sein, weil sein Wunschkandidat mit russischem Bezug nicht antreten durfte. Für solche Musterdemokraten besteht ‚Demokratie’ darin, daß ihre Handlanger an die Macht gelangen und dort bleiben. Aus der Sicht solcher Musterdemokraten ist die angegriffene Ukraine ‚faschistisch’, aber niemand darf etwas böses über die Angreifer sagen, unter denen zivile Bevölkerung leidet.
Trump nun zeigte sich zuversichtlich, den Krieg innerhalb eines Tages beenden zu können, weil er wohl auf seine guten Kontakte zu Putin von früher vertraute. Die Tragödie, daß auch Rechte sich als starr und festgefahren entblößen, nach einem Überfall wie auf die Ukraine nicht umdenken können, nicht bemerken, wie grundlegend die Weltlage sich geändert hat, teilt er leider mit vielen Rechten in der BRD, die ebenfalls beginnen, den Boden der Realität – und der Moralität – unter den Füßen zu verlieren.
Um so entsetzter war ich, als Kommentare eingingen aus der ohnehin viel zu dünnen geistigen Opposition von sich als konservativ, nicht einmal rechts verstehenden Denkern, die ebenfalls Putins Sicht auf die Ukraine übernahmen. Ich brauche mich nicht zu wundern, wenn Vernunft und die Mehrheit männlicher Verlierer der Kulturrevolution auf beiden Seiten ähnlich unverständlich wirken und auf Ablehnung treffen.
Trumps widersprüchliches Verhalten, erst den Friedensnobelpreis selbst anzustreben, sich dann zu ärgern, ihn nicht erhalten zu haben, deswegen bei einer Regierung zu protestieren, die mit der Vergabe nichts zu tun hat, sich später nach einer besser gelungenen speziellen Militäroperation in Venezuela in einen bisherige Konflikte mit dem Iran weit übersteigenden Krieg hineinziehen zu lassen, ist eine Steilvorlage für Satiriker – diese klagen bereits, arbeitslos zu werden, weil die Wirklichkeit bereits ihre eigene Parodie sei. Damit hat er aus Sicht der iranischen Mehrheit, die verzweifelt ein Ende der Ayatollah-Diktatur herbeisehnt, „aus den falschen Gründen das richtige getan”. Auch bei Trump und einigen anderen Rechten – ebenso bei uns – ist festzustellen, daß sie beginnen, vieles verkehrt herum wahrzunehmen, zu empfinden und deuten, so wie es die Linken regelmäßig seit den 1960er Jahren tun.
Trump hat erst den Iraner versprochen „Hilfe ist unterwegs”. Später aber ging es ihm offenbar mehr um einen Deal als um die Befreiung der breiten iranischen Mehrheit vom Joch der radikalreligiösen Diktatur. In der Zwischenzeit sollen Berichten zufolge binnen weniger Tage je nach Angaben Zehntausende oder Tausende friedliche unbewaffnete Demonstranten von Kräften des iranischen Regimes erschossen worden sein. (Genaue Zahlen sind wegen Internetsperre nicht ermittelbar, aber nach dem, was ich in Berichten über Aussagen von Ärzten in Krankenhäusern hörte, halte ich das obere Ende der Spanne für realistisch. Unabhängige Schätzungen variieren stark aufgrund der Informationssperre.)
Bereits während des Zwölftagekrieges geschah der Abbruch auf seinen Druck, was den gerade sich verschärfenden Aufstand der Iraner gefährdete, da die Revolutionsgarden wieder die Oberhand gewannen und das Regime Zeit gewann, sich besser vorzubereiten.
Trumps Forderungen an die Ukraine, die dem Standpunkt des Angreifers Putin ähnelten, begründete er einmal damit, daß in dem Krieg ständig sinnlos Menschen stürben – was sehr edel klingt. Jedoch ist dies nicht der Grund, sondern sein persönliches Interesse, im Wahlkampf gegebene Versprechen einzulösen und sich auf Asien konzentrieren zu können. Präsident Selenskij wurde mit persönlicher Abneigung behandelt – manche munkeln, das liege daran, daß er im Wahlkampf keine Daten über Bidens Sohn bekannt gegeben habe, mit denen er punkten wolle. Wie dem auch sei haben die Linken hier einige berechtigte Kritikpunkte, wenn sie Widersprüche und persönliche Interessen kritiseren – und dabei die viel systematischeren eigenen Widersprüche und persönlichen Interessenskonflikte vergessen. Verachtet wurde auch die Leistungsfähigkeit der Ukraine: Zunächst erklärte jemand aus dem US-Militär, sie bräuchten keine Hilfe der Ukraine bei der Drohnenabwehr. Inzwischen haben die Ukrainer das US-Militär ausgestochen mit ihren neu entwickelten Drohnen und ihrer Erfahrung, diese zum Schutze auch der arabischen Golfstaaten eingesetzt. Ebenso erklärte Trump offenbar den Krieg für die Ukraine nicht gewinnbar und sah diese in Verliererposition.
Schal wird Trumps moralisches Argument mit Menschenleben dadurch, daß die Ukraine nunmehr Roboter entwickelt hat, die ferngesteuert bereits russische Stellungen eingenommen haben. Dabei brauchten keine Menschen in die Stellungen eindringen, gab es beim Angriff selbst für die Ukraine also keine menschlichen Verluste. Wer derzeit in der Verliererposition ist, das ist Putin. Trump hat auch in Bezug auf die Ukraine zuverlässig alles falsch eingeschätzt.
In wichtigen Fragen haben die Linken, Feministen und Woken ihr Monopol auf falsche Wahrnehmung verloren – leider nicht, indem sie sich gebessert hätten, sondern indem einige Rechte beginnen, ähnlich verdreht zu denken und handeln. Eine nicht verdrehte Mitte zwischen ihnen existiert bei uns leider nicht.












































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