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Denker und Dichter

Schlagwort: Psychedelik

Moderne Gehirnwäsche mit aus der Psychedelik stammenden Methoden

Moderne Gehirnwäsche mit aus der Psychedelik stammenden Methoden

Gehirnwäsche funktioniert heute nicht mehr so wie zu Zeiten eines Goebbels; auch die Methoden Lenins oder Maos sind überholt. Das ist auch ein Grund, weshalb veraltete Methoden so angefeindet werden: weil sie im Zusammenbruch unsrer Kultur, den Kulturrevolutionäre betreiben, als einzige Gegenkräfte und somit Gefahr angesehen werden.

So wie sich sowohl Kommunisten als auch Faschisten in ihrer Zeit als ‚fortschrittlich’ empfanden, ihre neue Methodik ebenso ‚progressiv’ und ‚befreierisch’ ansahen wie Feministen, so sehen die Betreiber heutiger Umerziehung und Gehirnwäsche sich selbst als ‚Beglücker’ der Menschheit, als Bringer von Frieden, Wohlbefinden und Glückseligkeit, Andersdenkende dagegen als finstere Relikte einer rückschrittlichen, zunehmend verteufelten Kulturstufe der Menschheit.

Dies spiegelte sich damals wie heute in der Kunst, die zunehmend geprägt wurde von Ideologien, sich immer weiter davon entfernte, allgemeingültige menschliche Befindlichkeit auszudrücken wie klassische Kunst es überwiegend tat. Deshalb wurde seit der ersten feministischen Welle vieles, was daraus hervorging, als krankmachend empfunden. In den 1920ern war der Befund das Empfinden von ‚Krankheit’, während einige sich amüsierten und die schrägsten Gelüste auslebten, die Masse litt. Sexuelle Selektion entfaltete ihre Sprengkraft, doch das blieb noch unsichtbarer als heute, weil Sex noch tabu war.

Kommunisten schufen revolutionäre Kunst, verachteten die ‚konterrevolutionäre’, also weitgehend unpolitische, allgemein-menschliche der bürgerlichen Gesellschaft. Faschisten wiederum übernahmen aus der bürgerlichen Gesellschaft das Gefühl der ‚Krankheit’, weil sich damit sowohl zeitgenössische bürgerliche Kunst und Kultur, als auch die konkurrierende kommunistische verteufeln ließ. Daraus formten sie die Idee der ‚entarteten Kunst’.

Nach einer kurzen Pause der Erschöpfung und zaghaften Versuchen der Gesundung nach Ende des zweiten Weltkriegs bis Mitte der 1960er Jahre ging dieser Zirkus weiter. Diesmal jedoch wurden ganz neue Medien eingesetzt, erst Fernsehen, ganz neue Methoden der Bearbeitungen von Klängen und Filmen, schließlich Digitaltechnik und Internet. Dazu aber: Psychedelika.

Die neueste Form der Hirnwäsche, wie sie unter dem geschwurbelten Namen „Quantenmechanik des menschlichen Hirns und Bewußtsein” von der BBC vorgestellt wurde, zeigt die Theorie zu dem, was sich auf jedem Festival elektronischer Musik und in Klubs für solche Musik abspielt. Doch es ist nicht nur Phänomen bestimmter Musikrichtungen, sondern Mehrheitsmentalität junger Leute geworden, bis hin zu Wissenschaftlern, die an berühmten Universitäten wie Oxford oder Stanford wissenschaftliche Fächer wie Quantenmechanik studieren. Sogar in Lehrvideos aus solchen für hochseriös gehaltenen Quellen fand ich dieselbe Verquirlung von esoterischen Hippieträumereien mit philosophischen Reflexionen über die Grundlagen der Quantenmechanik. Historisch geht es auf ein Experiment zurück, mit dem ein Streit zwischen Einstein und Quantenphysikern aufgrund eines Einfalls von Bell beigelegt wurde. Bell hatte eine Formel für Wahrscheinlichkeiten entwickelt, die je nachdem, ob Einstein oder die Gegenseite recht hatte, größer oder kleiner als 2 sein mußte. Doch wie diese messen?

Die mit herkömmlicher Logik und solider Arbeit auf Kriegsfuß stehenden Hippies hatten sich, weggeschossen von dem damals legalen LSD, dazu aufgemacht, der Welt enthobene Denk- und Verhaltensweisen zu entwickeln. Überwiegend kam dabei versponnene Esoterik heraus, die wüst mit fernöstlicher Mystik umherphantasierte. Auch sexuell versuchten sie sich von allen traditionellen Strukturen zu lösen. Außer an Geschlechtskrankheiten und zunehmender Sucht (mit harten Drogen, keinen klassischen Psychedelika) scheiterte das vor allem an der Wirklichkeit: menschlicher Biologie, Tatsachen der Evolution. Statt diese zu erforschen wie es meine Bücher tun, wähnten sie, sich ein Wolkenkuckucksheim herbeiträumen zu können. So wurden sie vom Feminismus überrollt und zu dessen getreuen Erfüllungsgehilfen, oft noch ganz schwammig im Hirn von zuviel Psychedelika und anderen Drogen. Doch einige kreative Ideen gab es: Ein Wissenschaftler (kein Hippie) hatte die Idee zum verdrehten Doppelstrang der DNS; außerdem hatten sie den Einfall, wie sich das von Bell theoretisch beschriebene Experiment durchführen lassen könnte. Übrigens verlor Einstein. Wenn es einen Gott gibt, so mag er wirklich würfeln, und spukhafte Fernwirkung ist nicht wirklich ausgeschlossen, wenn es um den Bestand von Verschränkungen geht.

«Willkommen im Reich der Quantenphysik. … Die Quanten­information, um die es an diesem Kongreß spezifisch geht, ist so etwas wie die Tochter der Quanten­physik und der Informations­theorie …

Die Hippie-Physiker befaßten sich wieder mit jenen grundsätzlichen Fragen der Quanten­theorie, die Bell einst aufwarf und die der Quanten­information schließlich den Weg ebneten. Im Enthusiasmus des New Age verrannten sich die Exponenten teilweise ins Esoterische – doch das habe ihren Errungenschaften bezüglich der Quanten­physik keinen Abbruch getan, stellt Kaiser fest.

In Sachen politisches Engagement stehen die Physiker von Benasque ihren Hippie-Wegbereitern in nichts nach. Viele sind politisch aktiv. Die meisten irgendwo links. Einige hart links; Kommunisten, Anarchisten (→ Paul Feyerabend).

Daß man als Wissenschaftler Feminist, Antirassist und Klassen­kämpfer ist, ist für Marcelo França Santos keine Selbst­verständlichkeit – es ist eine Bedingung: „Ganz einfach, weil es sich die Forschung nicht leisten kann, auf das menschliche Potenzial zu verzichten, das sonst flöten geht.”»1

Hier sehen wir das Problem, sogar noch ein viel größeres als 1968: Damals waren es einige durchgeknallte Hippies unter Einfluß von LSD, heute ist es eine breite Mehrheit junger Menschen an linksradikalen Universitäten, die von über 50 Jahren Radikalfeminismus und Linksradikalen auf dem langen Marsch durch die Institutionen völlig umgedreht wurden. Sogar die einst besten Eliteuniversitäten der Welt sind heute von linksradikalem Gedankengut durchdrungen, sozusagen eine geistige ANTIFA. Sogar Quantenmechanik wird betrieben von Leuten, die feministische Ideologie verinnerlicht haben. Damit sind viele der klügsten Hirne unsrer Zeit von einer radikalen Kulturrevolution besessen, die unsre Lebensgrundlage zerstört. Das ist enorm viel schlimmer als die Lage 1968 gewesen ist, als es sich noch um eine begrenzte Zahl von Wirrköpfen handelte.

Gleichzeitig werden Botschaften gleicher Art auf Festivals über die Mikrophone in die Loops eingebracht, während mit Psychedelika zugeballerte Jugendliche tanzen und gar nicht merken, was für Hirnwäsche in den ‚coolen Rave’ einfließt. Deshalb analysiere ich, was da abgeht, um gegen die Gehirnwäsche zu immunisieren.

„Die psychologischen Konsequenzen davon als ein objektives Glaubenssystem erlauben Selbstwahrnehmung ohne Bindung des vorgestellten Selbst, was dramatische Zunahme geistiger Klarheit, sozialer Bewußtheit und Selbstregulation bedeutet, was oft umschrieben wird damit, ‚im Augenblick zu sein’.”

Dies ist inhaltlich genau das, was Hippie-Psychedeliker der 1960er Jahre predigten, nur in längeren Sätzen, die wie wissenschaftliche Nüchternkeit klingen. Sowohl durch Meditation als auch durch Psychedelika versuchten Hippies, ihr Selbst von Bindungen zu lösen („attachments”), was von emotionalem Druck der Betroffenheit befreie. Gleiches lehren übrigens heute Flirtmeister und Pick-Up-Artisten, die genauso von „Ego abschmelzen” und Ego-Tod” reden wie es seit Leary, Alpert und Metzner üblich ist, die 1964 ein Manual über die psychedelische Erfahrung anhand des tibetischen Totenbuches schrieben, was zusammen mit den Acid-Tests und der Fahrt Ken Keseys („Einer flog über das Kuckucksnest”) mit seinen „Merry Pranksters” die Geburtsstunde der Hippiebewegung war. Auf dieses Buch gehen jene Begriffe und Ziele zurück. Auch das „im Augenblick sein” wurde sowohl als Ziel der Meditation, als auch wichtiges Element des Trips mit LSD oder anderen Psychedelika beschrieben. Wer nämlich nicht „im Augenblick ist”, sich nicht treiben läßt, sondern festklammert, wird einen schlechten Trip erleben, wenn nicht gar einen Horrotrip. Das wurde verglichen mit der Wanderung des Toten tibetanisch-buddhistischer Vorstellung durch verschiedene Zustände (vier Bardos). Wenn sich der Tote von Zuständen ergreifen läßt, sich festhält, so scheitert er an den Prüfungen und wird sehr niedrig wiedergeboren. Auch in diesem Falle ist jener Gedanke bis heute grundlegend – bis hin zu Flirtlehrern und Pick-Up-Artisten, die ebenfalls durch „Lösen vom Ego” diesen Zustand erreichen wollen, weil sie nur dann leicht Frauen verführen und die Prüfungen („Shit-Tests”) der Frauen bestehen können.

Doch nicht nur bei Flirtlehrern ist diese einstige Hippiementalität angekommen, sondern auch in wissenschaftlichen Kernfächern wie der Quantenmechanik. Nun wäre das nicht schlimm, wenn die Hippies nicht einige grundlegende Fehler begangen hätten, aufgrund derer sie sich in radikale Utopien wie Feminismus und Linksradikalismus verrannten. Beide aber sind, wie oben zitiert, nun prägend für jene, die eigentlich unsre geistige Elite sein sollten, tatsächlich aber charakterlich verdorben und durch Gehirnwäsche umgekrempelte Werkzeuge einer Gesinnungsdiktatur geworden sind, die zu verhindern ich seit über 30 Jahre schreibe, doch meine Bücher werden totalignoriert, nicht gelesen, auch von Pseudomännerrechtlern oder neuen Rechten nicht – eingebildete Halbwissende.

Meditation und ihre extreme Beschleunigung durch psychedelische Erfahrung können sehr starke Wirkung und Wandlungen ermöglichen, weshalb seit den 1960ern Linke und Feministen, die jene Bewegung gekapert haben, konservativen immer haushoch überlegen waren, obwohl sie haarsträubenden gefährlichen Unsinn verbreiten, an dessen Schadwirkung wir täglich stark leiden.

Schauen wir uns das näher an: „Ohne Bindung („attachment”) des vorgestellten Selbst”. Das ist ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dem sich viele Jugendliche verführen lassen, wenn es monopolisiert in einer Hand ist – der falschen Hand, nämlich der von ideologischen Kulturrevolutionären, die systematisch die kulturelle Überlieferung auflösen und zerstören. Unsre ganze Gesellschaft krankt inzwischen an Massen von isolierten Selbsten, die ohne Bindung, zunehmend sogar bindungsunfähig, umhertreiben. Sie sind willkommene Treibmasse moderner Ideologen, die sie leicht einfangen und für hysterische Kampagnen benutzen können.

Entscheidend ist die Einbindung Einzelner in kulturelle Zusammenhänge, wie ich seit den 1980ern untersuchte, was sonst übrigens kein anderer tut. Man hat meine Bücher seit Jahrzehnten immer wieder abgetan, bis die Aktualität geschwunden war. Zu jeder Zeit habe ich neue Themen aufgebracht, die kein anderer, weder bei uns, noch im englischen Sprachraum, hatte, neue Argumente und Konzepte entwickelt. Das wirkte immer zu radikal und befremdlich. Jahre später glaubten sie dann, meine Bücher nicht mehr nötig zu haben. Außerdem glauben diese Halbschlauen dann, alles schon zu wissen – Jahre nachdem ich es vorher schon geschrieben hatten, als sie es noch nicht wußten. Aber dann haben sie nur einzelne Fakten irgendwo angelesen, verstehen aber die Zusammenhänge, die ich lieferte, immer noch nicht. Auch deshalb ist es eine Tragödie, daß bei allen meinen derzeit 34 theoretisch verfügbaren, aber ungelesenen Büchern der Durchbruch von absolutem Desinteresse verweigert wurde. Bücher, die 0 mal verkauft wurden, hatten keine Chance. Es liegt auch nicht an mangelnder Qualität, die sich, da es niemanden gibt, der sie gelesen hätte, weil es ja genau 0 Leser gibt, gar nicht behaupten ließe.

Schon mein erstes Buch behandelte die menschliche Universalität von kulturellen Strukturen, die beide Geschlechter arbeitsteilig verbinden. Das ist entscheidend. Das war der erste, tiefste und grundlegendste Angriffspunkt aller feministischer Wellen; genau dabei ist menschliche Kultur, die wir so dringend brauchen wie Sprache, am radikalsten zerstört worden.

Genau deshalb aber ist solche psychedelische Agenda von den Hippies bis zu linksradikalen und feministischen Quantenmechanikern so gefährlich. Es erklärt auch, weshalb sie haltlos wurden und überhaupt in CancelCulture, geistige ANTIFA, Feminismus und Linksradikalismus abgedriftet sind: Weil etwas grundlegendes menschliches fehlt. Wohl ist es richtig, daß Meditation und – richtig eingesetzt – auch Psychedelika heilen und bei der Entwicklung helfen können, aber sie können noch leichter schaden, ganz besonders, wenn nur wild Party gemacht wird, oder eine destruktive Utopie leitet. Das Ego von Ängsten zu lösen ist eine gute Idee, aber der Mensch ist ein soziales Wesen, tief verwurzelt in seiner Kultur. Wir werden sehen, daß die psychedelischen Quantenmechaniker das genaue Gegenteil verbreiten.

Entscheidend dafür, daß nicht Steinzeitkeule einerseits, unbegrenzte sexuelle Selektion durch Frauen andererseits einen Kriegszustand schaffen, sind kulturelle, arbeitsteilige Formen und Riten, die beiden Geschlechtern Identität, Sicherheit, Empathiefähigkeit und Liebesfähigkeit verleihen. Die feministisch-linksgrüne und von ihr verdrehte psychedelische Utopie zerstört das. Ergebnis ist eine radikale Männerfeindlichkeit, genauer: Haß auf weiße hetereosexuelle Männer, insbesondere alte, die faschistisches Ausmaß und Züge angenommen hat. Nicht einmal Hitlers Andeutungen seiner Endlösung waren so offen und kraß wie das, was erst feministische Propaganda war, heute aber Zeitgeist und omnipräsent ist in Kinderstuben. Menschliches Leben ist im Abendland völlig aus den Fugen geraten wegen dieser Dystopie. Eine politische Hysterie nach der anderen überrollt uns. Bald ist der Zustand erreicht, wo eine Mehrheit Menschen nicht mehr zurechnungsfähig ist. All das wegen einer Kulturzerstörung, die auch das esoterische Geschwurbel unter dem Deckmantel von ‚Quantenphysik’ stark verschärft.

„Allgemeiner kultureller Glaube ist, daß wie eine historische Sicht auf das Leben brauchen für moralische Werte.”

Das ist der Glaubenssatz einer Kulturrevolution. Geschichte und jegliche überlieferte Identität seien überflüssig. Sie hätten bessere moralische Werte. Dein Ich, deine Identität, dein Geschlecht, dein Volk, deine Kultur – in die Tonne damit! Du bist jetzt ein Mensch, der auf einem Quantenmeer treibt, besoffen von Ideologie, dessen Identität dahingeschmolzen wurde mit Psychedelika, treibst dahin „im Augenblick”, ohne Vergangenheit, ohne Orientierung durch Geschichte oder einer eigenen Kultur. Damit bist du wehrloses Treibgut, umhergestoßen auf deinem Trip von den Kräften der Wirklichkeit, die du nicht mehr verstehst. Umso klüger dünken sich die ‚Quantenmechaniker’, die dein Hirn jetzt so bearbeiten, daß du dich pudelwohl fühlst. Also keine Sorge, dein Ich, dein Selbst, deine Identität, dein Geschlecht, deine Kultur, dein Volk sind zwar weg, dahingeschmolzen in lustiger antirassistischer Vermischung, nach der es noch Schwarze und Asiaten, aber keine Weißen mehr geben wird, wodurch sich die Weißenfrage dann endgültig gelöst haben wird im Sinne der neuen Ideologien, aber nicht bange werden, der DJ mischt ein paar coole Raves, zu denen du bedröhnt stampfen kannst, der Quantenpsychedeliker läßt glückbringende Neuronen feuern, damit du dich wohl fühlst, während du abgeschafft wirst und ausstirbt aufgrund der demographischen Bombe, glückselig dank wissenschaftlicher Gehirnwäsche. Auf zur nächsten Floskel:

„Dies ist logisch, denn da unsre traditionelle Tendenz uns als imaginäre Individuen definieren läßt, verbindet und gestaltet das unser Hirn neural zu dysfunktionalen kognitiven Prozessen, wie zwanghaftes Einstufen und der psychologische Bedarf, Erwartungen aufzuerlegen.”

Ist das nicht putzig? Die sich selbst für ‚Wissenschaftler’ in Form von ‚Quantenmechaniker’ halten, jubeln uns einen krassen Logikfehler unter, der als selbstverständlich voraussetzt, was tatsächlich Folge ihrer Ideologie ist: Traditionelle Individuen hätten dysfunktionale Vorgänge von Wahrnehmung und Erkenntnis. Das ist die übliche Verdrehung, die sich bei Feministen und ihrem Umfeld immer findet: Ihre eigene Wahrnehmung ist gestört, doch sie projizieren das auf andere. Menschen sind soziale Lebewesen, die ohne Kultur und Sprache keine funktionsfähige Wahrnehmung haben, also genau umgekehrt. Individuen sind nicht imaginär, sondern ein so wichtiges Ergebnis menschlicher Reifung wie die Ausbildung von Sprache. Der nächste ideologische Rundumschlag, der in pseudowissenschaftlichem Kauderwelsch untergejubelt wird, ist „zwanghaftes Einstufen”.

Hört, hört: Wenn wir erkennen, daß es Männer und Frauen gibt, so ist das eine Einstufung, das Erkennen einer logischen Kategorie, und damit zwanghaft. Denn die kulturrevolutionären Genderisten wollen ja, daß sich auch Geschlecht verflüchtige als eine soziale Konstruktion, wenn wir nur genug Gehirnwäsche oder Psychedelika einwerfen, um nichts mehr erkennen zu können. Tatsächlich sind binäre Unterscheidungen Voraussetzung dafür, daß sich aus einem Meer stufenloser Geräusche sinnbildende Phoneme abheben, wodurch sprachliche Verständigung erst möglich wird. Ebenso kann Kultur und zwischenmenschliches Mitfühlen und Glück erst aufgrund des binären Gegensatzes zwischen männlich und weiblich entstehen. Wären die Propagandisten Wissenschaftler, müßten sie das erkennen, doch sie sind vernebelt von Ideologie, sozusagen Opfer ihrer eigenen Propaganda.

Auch das zerfließen von Innen und Außen ist Teil der psychedelischen oder meditativen Erfahrung; als Erlebnis mag es interessant sein, doch es ist eine Illusion. Am Ende von Meditation oder Trip gilt es, zurück in die Wirklichkeit zu gelangen. Esoterische Spinner und ideologische Wirrköpfe sind auf ihrem Trip hängengeblieben. Grüne sind stark von Psychedelikmißbrauch geprägt gewesen bei ihrer Gründung; auch eine Mitbegründerin von Extinction Rebellion (XR) hatte die Idee zu dieser Bewegung bei einer schamanischen Sitzung mit Ayahuasca, einem der heftigsten Psychedelika überhaupt. Wer daraus eine Ideologie formt, schädigt Menschen mit esoterischem Geschwurbel, die letztlich von einer religiösen Erfahrung ununterscheidbar ist. Genauso gut könnten sie sagen: „Auf meinem Trip habe ich Gott gesehen. Ich war Gott. Es ist illusorisch, eine Grenze zwischen Gott und uns selbst wahrzunehmen.”

Jeder Satz füllt unser Phrasenschwein. Wenn für jede Phrase eine Münze in mein Sparschwein geworfen würde, wäre ich reich.. Jetzt verrühren sie noch Wörter wie „Evolution”, „Glück” und „Erfüllung” in ihren Floskelbrei, ohne zu verstehen oder definieren, was sie in diesem Zusammenhang bedeuten. Hauptsache, es klingt irgendwie ‚wissenschaftlich’. Der die das Genderist empfindet subjektiv Anregung, wenn sie nicht eingestuft wird bei ihren Interaktionen. Frühere Generationen, schon um 1900, haben nur über solche Feministen gelacht. Das war ein Fehler. Denn so absurd ihr geschraubter Floskelsalat damals wie heute war, so zerstörerisch war er für unsre Kultur, sogar unseren körperlichen Fortbestand – durch autochthone Nichtfortpflanzung ist das Ergebnis ein Aussterbeereignis jener weißen Kulturträger, die einst unsre Zivilisation begründeten.

Umgekehrt wird, wie immer, ein Schuh draus: Wenn Handlungen nicht eingestuft werden, haben sie auch keine Bedeutung, können keine Verbindung schaffen zwischen Individuen, oder zwischen Mann und Frau. Deshalb werden sie rein egoistisch; die Gesellschaft zerfällt in Anarchie, was die Apologeten begeistert, die im Herzen selbst Anarchisten sind. In Anarchie entsteht größtmögliche Entfremdung der Geschlechter und größtmögliches Ungleichgewicht. Sexuelle Selektion wird zur totalen Dominanz, die kein Gegengewicht kennt und durch nichts begrenzt wird. Völlige Versklavung von Männlichkeit sind ebenso die Folge wie totaler Empathieausfall gegenüber den eigenen Männern. Aber solche Realität sehen unsre utopischen Phantasten nicht.

Erst wenn Handlungen Bedeutung haben, können sie Menschen verbinden, Kommunikation werden. Aber das ist zuviel der Logik, die entweder von Gehirnwäsche oder Substanzen weggeschmolzen wurde und nie wieder zurückkehrte bei den Schwurblern, die an Universitäten als ‚Wissenschaftler’ bezahlt werden, oder unsre jungen Menschen am Mischpult belätschern.

Im „großen Schema der Dinge” eines „globalen Netzwerks”, in welchem „sich selbst verstärkende Zyklen” geschaffen werden sollen, wie es ihre Weltanschauung konstruiert, sind individuelle Unterschiede hinderlich, weshalb sie „von einer Kettenreaktion” im Bewußtsein verwischt und abgeschafft werden sollen.

Über die Aktivierung bestimmter Typen neuraler Aktivität sollen Menschen in „kreative Zyklen des Verhaltenskonstruktion in unsrer Umgebung” gebracht werden – eine nette Umschreibung für Manipulation des Bewußtseins aus einer Ideologie heraus, die nicht nur Identität, Geschlecht, Familie, geschlechtliche Ergänzung und Völker leugnet, deren Auslöschung (unter dem üblichen Vorwand einer Pluralität) zum Ziel hat, sondern darüber hinaus durch Aktivierung bestimmter neuraler Aktivitäten Bewußtsein lenken will.

Nach diesem sozio-ideologischem Kauderwelsch, der letztlich Ableger der 1960er Psychedeliker ist, und sich anhört, als habe eine der von Soros gegründeten Organisationen es bezahlt, beauftragt oder gefördert, geht es im Video zurück zu seichter Behandlung moderner Physik.

Mehr dazu steht in meinen Büchern, aber die liest ja niemand.

Fußnote

1 https://www.republik.ch/2019/09/07/die-physiker

Kultur und Geschlecht überarbeitet

Kultur und Geschlecht überarbeitet

Kultur und Geschlecht” ist nicht mein erstes Buch, wohl aber das erste, das von einem richtigen Verlag veröffentlicht wurde, der Qualität und zuvor ungelesene verblüffende Sichten und Argumente bemerkte, weshalb er das Buch auf seine Kosten herausbrachte. Die Gedankenarbeit am Thema geht allerdings zurück bis 1980. Die folgenden Verlagsveröffentlichungen hatten auch textlich einen älteren Kern aus den 1990ern. Anschließend ergaben sich literarische Neuentwicklungen. Bei jedem meiner derzeit 32 veröffentlichten Bücher habe ich dazugelernt, was sich sowohl sprachlich als auch in der Darstellung spiegelt. Dennoch ist die Erstveröffentlichung ein Durchbruch, der alles weitere ermöglichte, uns neues zu sagen hat.

Dieses Buch gibt es ab sofort als Schwarzweißdruck, eBuch, und ab 11.2.2020 als Farbdruck, den ich empfehle, weil es mehr hergibt. Die meiste Arbeit bestand darin, Tücken der Plattform zu überwinden, deren Formatierungsfehler bei Farbdruck zu umgehen, was mit etwas Geduld und Schweiß bei eigentlich unproduktiver Arbeit nun geglückt ist.

Viel Spaß beim Lesen. Außerdem stelle ich das Buch eines Kollegen zu einem sehr speziellen Thema vor, nämlich der Entwicklung des psychedelischen Szene von den 1960ern bis heute. Was hat uns das zu sagen? Einiges. Der geistige Umbruch, der heute oft mit der Jahreszahl 1968 verbunden wird, eigentlich aber schon früher begann, in jenem Jahre nur sichtlich und politisiert ausbrach, wäre nämlich ohne eine Kraft undenkbar gewesen, die heute gern übersehen wird. Außer Zerfall der Geschlechterergänzung und der sexuellen Revolution aufgrund wirksamer verfügbarer Verhütungsmittel hat die psychedelische Bewegung Denken und Verhalten geändert, anfangs eher unpolitisch. Ob sie eine konservative oder links-revolutionäre Entwicklung nimmt, war zunächst unklar. Sie hat geistige und seelische Quellen angezapft, die vorher vergessen oder unbekannt waren; wie diese benutzt werden, liegt nicht an den Quellen, sondern jenen, die sie anzapfen.

«„Schöne neue Welt” – Die Welt der Gegen-Aufklärung
Von Ingrid Ansari 9. März 2017

Der schon 1932 veröffentlichte Zukunftsroman wird immer noch weltweit gelesen und zitiert. Anscheinend haben viele das Gefühl, daß die Welt, die Aldous Huxley in seinem Roman schildert, in vielen Teilen Wirklichkeit wurde. Sehen wir uns das näher an. …

Ständige Berieselung durch „Synthimusikanlagen”, E-Magneto-Golf und Massensportveranstaltungen, Licht- und Duftorgeln, Fühlfilme mit taktilen Effekten, Vibrovakuum-Massagen sorgen für Unterhaltung und körperliches Wohlgefühl. Einzelgänger werden nicht geduldet. …

So führen die Bewohner des Weltstaats ein angenehmes, aber triviales, abhängiges Leben ohne jede Möglichkeit, ihre Lage zu hinterfragen und zu reifen. Der mündige Bürger wäre DIE Gefahr. …

In seinem 1959 herausgebrachten Text „Brave New World Revisited” schreibt Huxley: „Die Prophezeiungen von 1932 werden viel früher wahr, als ich dachte.” …

Das „Gender Mainstreaming” gibt vor, die Gleichstellung von Männern und Frauen langfristig weiter zu führen und ‚Toleranz’ zu fördern. Schon in Kitas und Grundschulen sollen im Namen der Akzeptanz angenommener sexueller Gender-Vielfalt in Rollenspielen und anhand von Anschauungsmaterialien neue Formen des Zusammenlebens und sexuelle Praktiken jeder Art nahe gebracht und diskutiert werden»1 (Tichys Einblick)

Damals stand die Welt auf der Kippe. Neue geistige und seelische Kräfte drängen aus dem Unterbewußten der Menschheit nach oben: In welcher Form werden sie in unser Bewußtsein treten? Werden sie heilen oder schaden, gesund oder krank machen? Werden sie aufbauen oder zerstören, helfen oder verkrüppeln? Solche Kräfte sind mehrdeutig. Es war anfangs nicht ausgemacht, daß jene gewännen, die wir heute die 1968er nennen. Auch eine andere Entwicklung der Geschichte war denkbar. Die Aufgabe eines guten Schriftstellers ist es, solch eine Entwicklung zu denken und mitzuteilen. Wenn sein Werk dann gelesen wird, vermag es, die oft winzige nötige Kraft zu sein, die darüber entscheidet, in welche Richtung eine auf der Spitze stehende Pyramide umkippt. Daß sie kippen wird, steht außer Zweifel. An uns liegt es, wohin. Die Bücher guter Verfasser und die Zahl jener, die sich zum Lesen entschließen, entscheiden darüber. Gäbe es mehr Leser dieser Bücher als der von Büchern der Gegenseite, würde die Pyramide in eine hilfreiche Richtung purzeln. Lesen dagegen mehr die Bücher der Gesinnungsverbieger, wird sie uns auf die Füße fallen.

Aldous Huxley ist zugleich auch ein Vater der psychedelischen Bewegung gewesen mit seinem Werk „Die Pforten der Wahrnehmung”. 1963 verstorben, wurde er dafür von den 1964 entstandenen Hippies verehrt. Damit steht er nicht alleine. Sowohl in den USA als auch in Deutschland gab es anfangs eher konservativ verortete Wegbereiter.

«Al Hubbard … Als tiefgläubiger Katholik und Konservativer lehnte er jedoch die Herangehensweise von Timothy Leary sowie den hedonistischen Lebensstil der Hippies ab. … Im Jahr 1955 machte er den Schriftsteller Aldous Huxley mit LSD und der „Hubbard-Methode” vertraut.»2 (Wikipedia)

Es war also eher die Frage, welche geistigen Kräfte sich durchsetzen, Öffentlichkeit und eine erhebliche Anzahl Menschen prägen, den anderen Flügel verdrängen würde. Wer ehrlich ist, nicht Phrasen andrer erneut drischt, kommt auf interessante Ergebnisse, so auch das Buch „Das Leben als Reise. Reise nach außen und innen. Die Suche eines Verlierers” eines gewissen Mileaheds.

‚Verlierer’? Wer hat da ‚Verlierer’ gesagt? Das geht aber gar nicht! Das ist die falsche Sicht! So darf man nicht denken! Wer solche Begriffe benutzt, könnte auf gefährliche Gedanken kommen, die uns ganz unerträglich sind. Die Wortwahl allein disqualifiziert, denn mit solchen Wörtern läßt sich unsre schöne neue Welt, in der wir nicht erst seit 1984 leben, völlig verreißen. Weiß des Teufels Großmutter, die Angela der Hölle, was dabei alles herauskommen könnte? Ein Mann darf nicht ‚Verlierer’ sagen. Mit solchen Begriffen macht er sich unattraktiv; also ist das Wort tabu. Wir wollen gar nicht wissen, was wahr ist, weil diese Wahrheit unattraktiv macht. Also seid schön brav und lest das nicht, verstanden? Ihr landet sonst voll auf dem falschen Trip, der euch in Konflikt bringt mit der schönen neuen Welt, die unsre oberweise Regierung uns gütigerweise aufzwingt.

Aber wem sage ich das? Wenn ihr den lest, könnt ihr auch gleich Deichmohle lesen. Das ist auch nicht mehr viel schlimmer. Ich habe euch gewarnt. Aber wenn ihr es partout nicht lassen könnt, dann kauft halt diese verdammten Schandwerke, die so beschämend sind, daß ich bei Dutzenden Verlagen Einsendeverbot habe, weil sie niemals damit gequält werden wollen, ein Manuskript von Deichmohle auch nur angucken zu müssen. Der Anblick ist einfach unerträglich. Wenn sie nur das Deckblatt sehen, rasten sie schon aus, schicken mir eine schöne Beleidigung zurück, die ich euch wörtlich zitiere in meinen Büchern. So funktioniert die Methode Deichmohle! Hoffentlich gibt es bald wieder ein paar schöne, verräterische Ausraster. Ich provoziere nicht mehr genug; zu viele sind klug und antworten nicht. Nur wenn ihre Wut und Angst sie überwältigt, den Verstand aussetzen läßt, schreiben sie unüberlegt sofort eine wütende Antwort, die ihr Bewußtsein und Denken besser entblößt als jede überlegte Reaktion es vermöchte. Deshalb ist es meine Aufgabe als Schriftsteller, genau so zu schreiben, daß Gesinnungszensoren vor Wut den Verstand verlieren und durchdrehen, im Affekt unüberlegt reagieren und sich damit bloßstellen. Dies ist nun oft genug gelungen, in fast allen meinen Büchern dokumentiert, so daß ich es wagen kann, meine Methode offenzulegen.

Nur meine Bücher haben das Potential, unterdrückerische Gesinnungszensoren einer verdrehten Epoche so heftig zum durchdrehen zu bringen. Es ist ihre Qualität. Gerade die wütende Ablehnung beweist den Wert meiner Bücher. Die schlauen Unterdrücker haben seit Jahrzehnten mit Totschweigen reagiert und damit viel mehr Schaden angerichtet als tumbe Wüteriche. Es ist nun eure Aufgabe, liebe Leser, auch die Taktik eisigen Totschweigens zu durchkreuzen, indem ihr massenweise meine Bücher bestellt. Ich gebe mich nicht mit einigen Käufen zufrieden. Es muß ein richtiger Massenerfolg werden. Ich verspreche euch, daß die Gesinnungsdiktatur dann in sich zusammenbricht. Der Inhalt meiner Bücher wird dafür sorgen. Jeder Satz zündet. Jeder Satz explodiert im Denken. Meine Bücher sind nicht harmlos. Sie sind nicht ohne Grund verrufen. Sie richten mehr aus als eine zehnfache Dosis dessen, was Thema des Buches jenes verdächtigen Subjekts Mileahed ist.

Fußnoten

1 https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/schoene-neue-welt-die-welt-der-gegen-aufklaerung/

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Al_Hubbard

© 2020 Jan Deichmohle

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