Denker und Dichter

Schlagwort: Bonobo

Intelligenz, geschlechtliche Ergänzung und Feminismus

Intelligenz, geschlechtliche Ergänzung und Feminismus

Während in der Welt krasse Ereignisse uns überrollen, ein geistiger Umbruch anläuft, der grundlegender ausfallen dürfte als die unheilvolle Kulturrevolution seit 1968, die zu überwinden heilsam und erstmals möglich wird, gibt es auch kleine, unscheinbare wissenschaftliche Fortschritte.

Seit 1980 ist meine Spezialität, kleine, für Außenstehende unbedeutend wirkende wissenschaftliche Fakten zu finden, mir zu merken, und zu einem Mosaik zusammenzusetzen. Daraus entstanden meine Sachbücher, die letztlich eine neue Philosophie enthalten, die der feministischen Epoche den Boden unter den Füßen wegzieht.

Eine kleine unwichtige Fußnote liefert ein heute, am 5.7.2019 veröffentlichter Artikel von Springer Wissenschaft.

Zum Verständnis der Zusammenhänge müssen wir folgendes beachten: Die Schimpansen gelten als nächste lebende Verwandte des Menschen, was bedeutet, daß beider Vorfahren im Stammbaum der Primaten sich zuletzt getrennt haben. Die Angaben gehen auseinander. Ältere Quellen gaben gut 5 Millionen Jahre an, die beide Arten sich auseinander entwickelt haben. Wenn ich mich recht besinne, gab es auch Angaben wie 6 Millionen Jahre, und kürzlich auch Untersuchungen, die für eine Trennung bereits vor 7 Millionen Jahren sprechen. Doch diese Zahlen sind unbedeutend für meine Fragestellung: Wie haben sich Intelligenz und Geschlechterrollen entwickelt?

Wie in meinen Sachbüchern aus neueren wissenschaftlichen Arbeiten zitiert, gibt es bereits bei Schimpansen Vorkommnisse, daß ein Männchen Zugang zu von ihm erjagtem Fleisch gegen sexuelle Gunst eines empfängnisbereiten, fruchtbaren Weibchens tauscht. Anders als bei Menschen ist der Zeitpunkt ihrer Fruchtbarkeit beim Schimpansenweibchen für beide Geschlechter offensichtlich. Nur um diesen fruchtbaren Sex scheint es zu gehen, was den evolutionären Zusammenhang mit Fortpflanzung und Weitergabe eigener Gene erhärtet.

Anthropologen und Archäologen stimmen damit überein, daß geschlechtliche Arbeitsteilung mit der Menschwerdung begann, ebenso wie das für die Entwicklung der Sprache gilt. Beide sind typische Charakteristika der menschlichen Art geworden. Auch gibt es Theoriën, denen zufolge sowohl die Entwicklung menschlicher Sprache und Kommunikation, als auch geschlechtlicher Arbeitsteilung und Balz oder Flirt mit sozialen Mitteln einen wesentlichen Antrieb bildeten für die Zunahme und Entwicklung menschlicher Intelligenz.

Soweit ist dies nicht neu, in meinen bisherigen Sachbüchern bereits dokumentiert. Doch heute stellte sich beim Lesen der Studië ein neues Detail ein. Bekanntlich ist die Abspaltung von Schimpansen und Menschen vor etwa 5 bis 7 Millionen Jahren eine unvollständige Aussage. Wir haben nämlich etwas vergessen. Schlimm, schlimm. Eine ganze Art haben wir vergessen: Die Bonobo. Früher wurden sie für eine Unterart oder Rasse der Schimpansen gehalten. Seit ihnen zuerkannt wurde, eine eigene Art zu bilden, sind sie umstritten. Überspitzt gesagt halten die einen sie für seltsame und seltene Affen, die anderen – vor allem Radikalfeministinnen – verehren sie überschwänglich. Denn das Verhalten der Bonobo ist wie ein feuchter Traum der Radikalfeministinnen, der in ein paar isolierten winzigen Nischen tropischer Überflußgesellschaft verwirklicht worden ist.

Bei den Bonobo haben die Weibchen ein sexuelles Matriarchat errichtet, das männliche Mühen unterläuft. Zur Begrüßung – oder sozialen Manipulation – scheint es Kurzsex aller Weibchen mit beliebigen Männchen zu geben. Wer da von wem abstammt ist unerfindlich. Kein grüner Traum von Aufhebung des Inzestverbots, kein pornographischer Traum von Masseneinwanderungen, sich mit den hellhaarigen Schönen des Nordens ein letztes Mal zu wälzen, bevor sie in nächster Generation aufgrund der orgiënhaften Verdrängungskreuzung für immer ausgestorben sind, kommt an das heran, was die Bonoboweibchen eingeführt haben. Wie bereits in früheren Kapiteln und Artikeln geschildert, haben die Weibchen der Bonobo wie die Feministinnen der Menschen grenzenlose Nester oder für alle offene Grenzen geschaffen. Männchen versuchen zwar, fremde Männchenhorden von ihrer Gruppe (d.h. indirekt von den fruchtbaren Weibchen) fernzuhalten, doch werden sie von den Eindringlingen genauso ignoriert wie von den eigenen Weibchen, die Fremde vermutlich mit sozialem Kurzsex begrüßen. Die Gruppe wird Kinder Fremder großziehen.

Da jedes Bonobomännchen von Geburt an eine Art Kuckold ist, der nichts zu sagen hat, lohnt sich keine Mühe, weil sie sich nicht in Fortpflanzungserfolg bezahlt machen kann. Daher haben Bonobos keine Verteidiger, keine guten Jäger, noch nicht einmal fleißige Arbeitsgruppen von Männern. Sie können daher nur in von der Natur geschenktem Überfluß an Früchten ohne tüchtigere Wettbewerber anderer Arten und ohne Freßfeinde überleben. Wo es keinen Überfluß, oder Wettbewerber, oder Freßfeinde gibt, können Bonobo nicht überleben, sind daher vom Aussterben bedroht. Ihre geringe Zahl ist nicht Schuld des bösen Menschen, sondern ihrer begrenzten Möglichkeiten, die Folge weiblicher Machtübernahme sind.

Die Bonobos haben sich nun in etwa zu gleicher Zeit abgespalten wie Schimpansen und Menschen; man könnte sagen, drei Geschwister gingen verschiedene Wege. Nach meiner Erinnerung stritten sich Wissenschaftler vor einigen Jahren, ob die Trennung von Schimpanse und Mensch oder die von Bonobo und Mensch oder die von Schimpanse und Bonobo geringfügig jünger sei.

Sei es drum. Betrachten wir einmal die Entwicklung der Intelligenz und Fähigkeiten. Dazu haben wir drei Modelle.

1. Das menschliche Modell. Der Mensch ist geprägt durch deutliche und vielfältige geschlechtliche Rollendifferenzierung, die es in allen Kulturen gab. Der Mensch hat mit Abstand die größte Intelligenz entwickelt, und auch die größte Anpassungsfähigkeit.

2. Das Modell der Schimpansen. Schimpansen stehen in der Mitte zwischen Mensch und Bonobo. Es gibt bereits erste schwache Ansätze zu Geschlechterrollen wie bei dem Tausch von Fleisch gegen Befruchtung. Schimpansen sind fähig zur Jagd, haben in verschiedenen Gebieten überlebt, sind nicht auf wenige Überflußinseln beschränkt, aber auch nicht so anpassungsfähig wie der Mensch, den es in allen Klimazonen gibt. Schimpansen haben wie der Mensch auch erste Ansätze zu ‚Tischsitten’ und kultureller Überlieferung; so haben einige Schimpansenstämme gelernt, Nahrung im Fluß zu waschen, und dies an ihre Nachkommen weitergegeben.

3. Das Modell der Bonobo. Bei den Bonobo haben Weibchen starke Dominanz erlangt, indem sie mit ihrem sozialen Kurzsex aller mit allen männliche Hierarchie und Einfluß ausgehebelt haben. Für Bonobomännchen ist es sinnlos, sich um Rang und Autorität zu streiten, weil es keinen Vorteil bei der Fortpflanzung bringt. Genauso sinnlos ist es, Gefahren einzugehen, um den Stamm zu verteidigen, Nahrung zu jagen, oder überhaupt mühsame Arbeit zu verrichten. Man könnte das Bonobo-Modell überspitzt feministisch und kommunistisch in einem nennen; es ist ein Modell des Scheiterns.

Wie wirkt sich das nun auf die Intelligenz aus? Wo steht jede der drei Geschwisterarten Mensch, Schimpanse und Bonobo, die das Gegenteil des Menschen tat, nämlich statt Geschlechterrollen zu entwickeln noch die animalische männliche Hierarchie unterlief, bei der Entwicklung der Intelligenz? Lest selbst.

«Innovative Problemlösung bei Menschenaffen: die Rolle visueller Rückkopplung bei der Aufgabe mit fließenden Erdnüssen

Authoren und Zugehörige
Sonja J. Ebel, Martin Schmelz, Esther Herrmann, Josep Call
Erste Internetveröffentlichung: 5 .Juli 2019

Neuere Studien haben gezeigt, daß Orang Utan aus Sumatra (Pongo abelii) und Schimpansen (Pan troglodytes) die FPT Aufgabe lösen können (Hanus et al. 2011; Mendes et al. 2007), wogegen keine der geprüften Orang Utan aus Borneo (Pongo pygmaeus), Gorillas (Gorilla gorilla) und braune Kapuzineraffen (Cebus apella) das schafften (Hanus et al. 2011; Renner et al. 2017). …

Jedoch bleibt offen, weshalb kein Bonobo die Aufgabe lösen konnte im Vergleich mit Schimpansen.»1 (Springer)

Fußnote

1 «Innovative problem solving in great apes: the role of visual feedback in the floating peanut task
Authors and affiliations
Sonja J. Ebel, Martin Schmelz, Esther Herrmann, Josep Call
First Online: 05 July 2019
Recent studies have shown that Sumatran orang-utans (Pongo abelii) and chimpanzees (Pan troglodytes) can solve the FPT (Hanus et al. 2011; Mendes et al. 2007), whereas none of the Bornean orang-utans (Pongo pygmaeus), gorillas (Gorilla gorilla) and brown capuchin monkeys (Cebus apella) tested did (Hanus et al. 2011; Renner et al. 2017). All Sumatran orang-utans (N?=?5) solved the task spontaneously (and about 20% of the Bornean orang-utans showed unsuccessful spitting behaviour) and so did 21% of the chimpanzees (unsuccessful spitting behaviour: 17%; Hanus et al. 2011; Mendes et al. 2007). Interestingly, none of the chimpanzees from another population were successful at first with their familiar water dispenser, but when they were presented with a novel water dispenser, 11% solved the task (and 26% showed unsuccessful spitting behaviour; Hanus et al. 2011) …
However, why no bonobo in comparison to chimpanzees solved the task remains an open question.» (https://link.springer.com/article/10.1007/s10071-019-01275-0#Sec2)

Der feministische Affe

Der feministische Affe

Weder Mensch noch Tier sollten mit übler Nachrede bedacht werden; was hier geschrieben wird, bezieht sich auf derzeitige Darstellung der Tiere, richtet sich nicht gegen diese selbst. Eine der Tierarten, deren ihnen zugeschriebenen Eigenschaften große Begeisterung bei Feministen, Anhängern von Gender und ihrem Umfeld auslöst, ist die der Bonobos. Sie erscheinen ihnen wie eine Verwirklichung bunt-genderistischer Utopien: Starke, entgrenzte Weibchen, entgrenzte Sexualität, die geradezu auf Geschlechtsverkehr aller mit allen hinausläuft, einschließlich Inzest, Müttern mit den eigenen Kindern, und sämtlichen Fremden, die es zu ihnen schaffen.1 Es bedeutet Zusammenbruch und gänzliche Abschaffung aller zentralen menschlichen Werte, Tabus und Grundlagen sozialen Lebens, von Kultur und menschlichen Universalien unserer Art.

Sehr schlecht ist das für Männchen. Denn sie haben keine Möglichkeit, ihr eigenes Fortleben in Kindern in irgend einer Weise zu sichern. Geht es in der eigenen Gruppe schon drunter und drüber, so daß keine Mühe, keine Anstrengung irgend etwas nützt – was den für uns natürlichen Wettbewerb verhindert –, so wird es noch drastischer, wenn fremde Gruppen vorbeiziehen. Wohl versuchen die Männchen dann, mit abschreckenden Rufen die männlichen Eindringlinge zu verscheuchen, doch nimmt sie keiner ernst. Sie werden so wirksam verhöhnt wie Massenmigrationskritiker in feministischen Zeiten mit der ideologischen ‚Fremdenfeindlichkeitskeule’. Die Weibchen lassen die Fremden heran, gewähren kurzen Begrüßungssex fremden Invasoren, so daß niemand weiß, von wem ihre Kinder abstammen werden. Die eigenen Männer können so drastisch in der Fortpflanzung verdrängt werden und lediglich darauf hoffen, selbst anderen Gruppen ähnliche Streiche zu spielen, dort ihre Kuckuckskinder zur Aufzucht durch Fremde zu zeugen.

Solch lächerliche Männchen, die von Frauen2 dominiert3 werden, haben Folgen für die Gruppe. Dieser ‚polyperverse’ feuchte Traum feministischer4 Genderisten, bunter Willkommenklatscher und Kulturrevolutionäre zerstört alle Fähigkeiten, die Männer unserer Art einst auszeichneten und für den Erfolg der menschlichen Art verantwortlich waren. Gemeinsame Jagd auf wilde Tiere? Läuft nicht! Männchen, die in der eigenen Gesellschaft nicht ernstgenommen werden, können sich weder gegen feindliche Bonobos verteidigen, noch Familien mit Jagdbeute ernähren.5 Gibt es Konkurrenz um Futter wie reife Früchte, so werden tüchtigere Arten sich die Nahrung sichern6, Bonobos7 aber verdrängen8. Auch gegen Raubtiere am Boden können sie sich nicht verteidigen. Sie leben also nur in ‚Inseln des Überflusses’, die zugleich ‚geschützte Inseln’ sind, ohne Freßfeinde und ohne Futterkonkurrenz. Kein Wunder, daß Bonobos sehr selten und vom Aussterben9 bedroht sind.

Nur dort wo Überfluß in einer geschützten Nische der Natur die Rollen von Papa Staat, Familienernährer und Armee in einem übernimmt, konnten die feministischen Affen ihr Experiment durchziehen.10 Die nur scheinbar zügellose Sexualität ist tatsächlich ein Machtmittel, das den schwächeren Bonobodamen erlaubt, die körperlich stärkeren Männchen ihrer Art zu unterwerfen.11

Einer unbestätigten Theorie zufolge ist ein Kniff der Bonobo-Äffinnen12, ständige Fruchtbarkeit vorzutäuschen, um die Männchen in einen väterlichen Beschützermodus zu versetzen, der dem von Feministinnen mißbrauchten Kavaliersinstinkt bei Menschen ähnelt.13

Die Art lebt vom Überfluß der Natur, so wie Feministinnen am Tropf der von ihnen bekämpften ‚weißen heterosexuellen’ Steuerzahler hängen, besonders den Männern unter ihnen. Radikalfeministen, zitiert in „Kultur und Geschlecht”, freuten sich nicht nur über die Bonobos, nach denen sich eine im Internet benannte, sondern auch über einen Steinzeitstamm in Neu Guinea, in dem Frauen einem Bericht zufolge über eine Generation hinweg alle Jungen nach der Geburt getötet haben sollen, so daß nur junge Mädchen nachwuchsen.

Ich weiß nicht, ob die besprochenen Berichte stimmen – doch in diesem Bericht geht es darum, wie radikale feministische Szenen ticken und ihre Argumentation funktioniert. Sollten einzelne oder alle ihrer Behauptungen widerlegt werden, umso besser. Wir beschäftigen uns mit den logischen Folgen, die ihre Berichte und Deutungen nach sich zögen, wenn etwas daran wäre.

Die Frauen jenes Steinzeitstammes sollen sich, laut jubilierenden (und vielleicht phantasierenden) Radikalfeministinnen über die Kriegszüge der Männer geärgert haben. Umgekehrt sagte ein Stammesältester (wenn ich mich richtig erinnere, aus Neu Guinea) einmal verdutzten Reportern, „der Krieg sei erfunden worden, um die Herrschaft der Frauen über Männer zu überwinden”. Wieviel Glaubwürdigkeit dem beigemessen wird, ist jedem selbst überlassen; jedenfalls passen beide Aussagen zusammen wie Vorder- und Rückseite derselben Medaille, führen vor Augen, wie labil und zerbrechlich das Gleichgewicht der Geschlechter ist, das Feminismus, ausgehend von seit Jahrhunderten nachweisbarer Frauenbevorzugung und misandrischer Sicht, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vollständig zu zerschlagen bemüht ist.

Das von mehreren feministischen Wellen und Generationen immer weiter radikalisierte Experiment der Kulturrevolution kann auch als der Versuch gedeutet werden, Evolution und Kultur des Menschen vollständig rückgängig zu machen, uns in zweibeinige Bonobos zu verwandeln.

Fußnoten

1 «Sex ist dabei diplomatisches Mittel zum Zweck und dies in jeglicher Kombination: Männchen mit Weibchen, Männchen mit Männchen, Weibchen untereinander und Ältere mit Jüngeren.» (http://www.scinexx.de)

2 «Zwergschimpansen leben in einer matriarchalischen Gemeinschaft. Der Anführer ist ein erfahrenes Weibchen» (http://www.scinexx.de)

3 «die jedoch von einem dominierenden Weib geführt werden. In diesen Gruppen stellen die Männer die rangniedrigsten Mitglieder der Gruppe dar.» (Thomas Spahn)

4 «Parish war zwar Schülerin von Frans de Waal, aber zugleich von Sarah Hrdy – einer Begründerin feministisch orientierter Primatenforschung. Parish wies nach, dass sich Bonobo-Weibchen gegenseitig bevorzugen und Männchen oft meiden. Und Parish entdeckte, daß bei Bonobos die Weibchen dominant sind … Schimpansen- und Bonobo-Männchen sind um ein Fünftel schwerer als Weibchen und deshalb diesen körperlich überlegen. Doch gemeinsam sind die Bonobo-Weibchen stärker – Frauenpower durch Kooperation. Sie bilden Koalitionen und greifen Männchen gemeinsam an … In Zoos, wo wenig Gelegenheit zur Flucht besteht, werden die Kerle oft schrecklich von den Weibern zugerichtet. Bißwunden, fehlende Finger und Zehen, Kerben in Ohrmuscheln, ein durchtrennter Penis – alles kommt vor.» (http://www.wissenschaft.de/natur/biologie)

5 «Früchte machen den Hauptbestandteil der Nahrung aus, Blätter und Kräuter der Bodenvegetation ergänzen insbesondere in fruchtarmen Zeiten den Speiseplan. Daneben nehmen sie auch Insekten und andere Wirbellose zu sich. Entgegen früheren Annahmen jagen auch Bonobos gelegentlich kleine bis mittelgroße Wirbeltiere, wobei die Jagd im Gegensatz zu den Gemeinen Schimpansen von den Weibchen durchgeführt wird. (Martin Surbeck, Gottfried Hohmann: In: Current Biology. Band 18, Nr. 19, 2008, S. R906–R907, doi:10.1016/j.cub.2008.08.040)

6 «Wo Bonobos leben, sind die Baumkronen breit und damit auch nahrungsreich, enthalten die Früchte wenig Schadstoffe, und wachsen eiweißreiche Kräuter, auf die in mageren Zeiten zurückgegriffen werden kann. Diese geringe Nahrungskonkurrenz erlaubt Bonobos» (Volker Sommer: Welcher Affe steckt in uns? In: bild der wissenschaft. Nummer 4/2008)

7 «Einerseits ist die Nahrung in ihrer Urwaldheimat so üppig, daß Streit ohnehin milder ausfällt… Der üppige Urwald im ökologisch stabilen Herzen Afrikas begünstigte die Ausbildung eines Matriarchats» (http://www.wissenschaft.de/natur/biologie)

8 «Bonobos hingegen befinden sich unter keinem Nahrungsmittelerwerbsdruck. Sie leben in einer Überflußgesellschaft, was sowohl die Notwendigkeit der Verdrängung und Abschottung gegen artgleiche Nahrungskonkurrenten unnötig macht» (Thomas Spahn) [und ebenso gegen artfremde Wettbewerber]

9 «Nach ihrer Zählung steht der Zwergschimpanse (Pan paniscus), auch bekannt als Bonobo, kurz vor dem Aussterben in freier Wildbahn.» (science-at-home.de)

10 «Ausgewachsene Bonobo-Männchen sind meist größer und stärker als die Weibchen. Dennoch sind sie in manchen zwischengeschlechtlichen Konflikten die Verlierer. … Sie fanden heraus, daß einige Weibchen die höchsten Ränge einnehmen» (http://www.focus.de/wissen/diverses/)

11 «Sexualität ist mithin keine Methode des Friedenstiftens, wie es das Blumenkinder-Motto „make-love-not-war” suggeriert, sondern ein sozialer Schachzug, mit dem Weibchen Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verschieben. Dank ihrer lustbetonten Bündnispolitik können Weibchen begehrte Nahrungsbrocken vor den Männchen sichern. Sowohl eine gelegentliche Jagdbeute als auch die bis 20 Kilogramm schweren Trecularia-Früchte werden unter Weibchen aufgeteilt. Warum pochen Bonobo-Frauen selbst in Tierparks auf Dominanz, obwohl sie dort gut versorgt werden?» (http://www.wissenschaft.de/natur/biologie)

12 «Weibliche Aggression kann dort ebenfalls extrem sein. Als beispielsweise ein den Alpha-Status anstrebender Bonobo sich aggressiv gegenüber einem Baby verhielt, wurde er von einer Weibchen-Horde dermaßen zugerichtet, daß er auf Nimmerwiedersehen verschwand.» (wissenschaft.de/natur/biologie)

13 «Female bonobos trick their way to the top: Apes dominate their societies by LYING to males about when they can conceive
Bonobos live in highly social groups where females take the dominant role» (Richard Gray for MailOnline)

© 2021 Jan Deichmohle

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