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Denker und Dichter

Schlagwort: Wähler

Ganz normale Zustände – Was kann schon schiefgehen?

Ganz normale Zustände – Was kann schon schiefgehen?

Eine Regierung regiert und reagiert nun einmal. Was sollte sie sonst tun? Wenn etwas geschieht, das ihr nicht gefällt, macht sie es rückgängig. Wir reden ja nicht gerade von Sonnenaufgang oder Winterende, den die Regierung rückgängig machen will, sondern politischen Ereignissen wie Wahlen, was doch in ihre Kernkompetenz fällt.

«Kanzlerin in Südafrika Merkel bezeichnet Kemmerichs Wahl als „unverzeihliche Vorgang”

In Thüringen ist der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Kanzlerin Merkel sagt nun, das Ergebnis müsse rückgängig gemacht werden.

06.02.2020 …

Die Wahl habe mit einer „Grundüberzeugung” gebrochen, sagte Merkel, „sowohl von mir als auch der CDU”»1 (Spiegel)

Moment einmal. Das ist doch ganz normal. Wir wissen alle, daß in einer Demokratie das Volk der Souverän ist. So steht es im Grundgesetz. Das Grundgesetz ist nazi, schon weil der Begriff Volk drinsteht. So haben es uns Medien und Regierung in den letzten Jahren gelehrt. Schlimmer noch, in Deutschland handelte es sich beim Staatsvolk sogar um das „deutsche Volk”. Das erkennen Zeitgeister unschwer als absolut nazi. Richtig ist, sich selbst erblich abzuschaffen durch Vermischung.

Eine Demokratie zeichnet sich dadurch aus, daß in ihr alle Macht vom Volke ausgeht. (Ganz nebenbei ist damit jede Demokratie nazi, weil es so etwas wie ein Volk gar nicht geben darf, höchstens eine über offene Grenzen täglich frei fluktuierende Bevölkerung, wobei jeder dazugehört, der irgendwie eingedrungen ist. Das Prinzip hat übrigens auch schon Los Angeles benutzt, als Venice Beach eingemeindet wurde. Dort hatte ein Milliardär seiner italienischen Frau zuliebe ein kleines Venedig mit vielen Kanälen hingebaut, so wie in der Antike ein König die Hängenden Gärten zuliebe seiner Gemahlin, die eine Tochter der Berge war, errichten ließ. Das war natürlich wie wir alle wissen die übliche patriarchalische Unterdrückung, Scherz beiseite.)

Das kleine Venedig an der Pazifikküste war beliebt, doch der benachbarten Großstadt ein Dorn im Auge. Was für kostbare Bauplätze waren dort ungenutzt?! Bei Abstimmungen wollte Little Venice selbständig bleiben. Also tauschte Los Angeles listig das Wählervolk aus, indem Little Venice über offene Grenzen ‚bereichert’ wurde. Auf Geheiß der Großstadt meldeten sich plötzlich viele Einwohner Los Angeles im kleinen Little Venice als Mieter an, wodurch sie dort Wahlrecht erhielten, die Ureinwohner überstimmten und so den Anschluß an die Großstadt erzwangen, die gleich mit dem Zuschütten von Kanälen begann. Das ist Demokratie wie sie leibt und lebt! Das müssen wir ebenso nachmachen wie die glorreiche Einfuhr afrikanischer Bevöl* – ach nee, da war doch was. Irgendwie nicht so glorreich, aber egal, wir müssen alle Fehler, die sich der dünn besiedelte Kontinent der USA zum Schaden indianischer Ureinwohner erlaubte, in viel größerem Maßstab zum Schaden indigener Europäer unbedingt wiederholen, und viel gründlicher, mit deutscher Systematik. Sogar die Selbstabschaffung überläßt man besser den Deutschen, weil die das viel gründlicher hinkriegen als Fremde, Sieger oder sonstige jemals vermöchten.

Alle Macht geht also vom Volke aus und kehrt nie wieder zurück, wie Aphoristiker seit 1968 wissen. Damals wurde gerade der Prager Frühling gepanzert, um die wahre Volksdemokratie zu verteidigen. Eine Demokratie ist halt wehrhaft und muß sich davor schützen, daß ihr Souverän, das Volk, von dem die Macht halt längst ausgegangen ist, gegen die wahre Demokratie aufmuckt. Das geht nicht, im Namen der Demokratie. Versteht doch jedes Kind.

Also diktierte die GröKaZ (Größte aller hyperdemokratischen Kanzlerinnen) aus Afrika, das Ergebnis einer Wahl müsse rückgängig gemacht werden. Nun sind sowohl wahlberechtigte Bürger als auch ihre Volksvertreter, die es nach Wahlen so richtig zusammentreten, ähm nein vertreten, laut Verfassung, die bei uns Grundgesetz heißt, nur ihrem Gewissen verpflichtet. Selbiges Gewissen meldete sich nun mit Angela Merkel, der Mächtigen mit der Vaginaraute. Daher ist es nur folgerichtig, daß Angela nun Volk und Volksvertretern in jenes Gewissen redete, dem sie allein verpflichtet sind. Es steht ja gewissermaßen schon in der Verfassung, daß Abgeordnete auf die Gewissensbisse hören müssen, die unsre große feministische Verführerin ihnen einredet.

Es geht nicht an, daß Bürger oder Abgeordnete mit einer ‚Grundüberzeugung’ der Regierung brechen. Die Überzeugung und Haltung der Regierung ist in einer Demokratie heilig, das weiß doch jedes Kind! Wir leben in einer lupenreinen Musterdemokratie. Wer das nicht kapiert, ist verstockt, nazi, mit dem kann man nicht mehr reden. Der muß ausgegrenzt werden. Der muß von Medien und Politikern rund um die Uhr beschimpft und bedroht werden, bis er zurücktritt oder seinen Job verliert, damit er nicht mehr eine so unanständige Person mit seiner Hände Arbeit ernähren kann. Logo. Seiner Familie geht es dann halt schlecht. Und weil es sich niemand leisten kann, seine Familie dem Ruin zu überantworten, was ein ganz unverantwortliches Verhalten wären, vermag auch niemand so böse, widerwärtige, einfach regierungswidrige Ansichten zu äußern. Gottlob! Preisen wir in den Kirchen die Regierung für ihre richtige Haltung! Beten wir zum Abgott politisierter Kirchenfürsten, die es immer schaffen, sich auf die richtige Seite zu stellen, nämlich die der Regierungsmentalität. Das gelang ihnen im DR, in der DDR, und heute schaffen sie es wieder. Sie haben halt Rückgrat und Charakter, diese Kirchenfürsten. Deshalb ging Ostrom, später Byzanz, einst Träger von Wissenschaft und Technik in der Antike, auch unter. Weil der Papst ganz zufrieden war, daß osmanisch-türkische Stämme die griechisch-armenische Bevölkerung Kleinasiens verdrängten mit so ein paar klitzekleinen Pogromen und ebenso kleiner Benachteiligung, als gleichzeitig Christentum durch Islam verdrängt wurde. Ähnliches war vorher schon im weitgehend christlichen Nordafrika, Karthago, Ägypten und Syrien geschehen.

Wer möchte schon eine Konkurrenz, die mehr Ansehen, Wissenschaft und Technik besitzt als man selbst? Wer möchte schon einen Wettbewerber, der mit Konstantinopel ein wirtschaftliches Handelszentrum hat, das eigene Städte wie Venedig immer noch überstrahlt? Niemand. Es war also absolut vernünftig von damaligen Päpsten, Byzanz zu opfern, angeforderte Hilfe zu verweigern, um den lästigen Wettbewerber loszuwerden. Das klappte gut. Wenige Jahrhunderte später standen die Osmanen zweimal vor Wien, hatten Balkan, Ungarn, und sogar nordosteuropäische Gebiete wie Bessarabien kurzzeitig besetzt. Man kann also wirklich nicht behaupten, unser heutiger Endzeitpapst sei so viel dümmer als Päpste des Mittelalters. Man denke an Gregor VII., der in einer Art Staatsstreich der Kirche die Macht an sich riß, unseren Kaiser zu Buße zwang und damit ein Zeitalter der Verfolgungen eröffnete, in denen Kaiser aus Angst vor Kirchenbann und Exkommunikation gezwungen werden konnten, Abtrünnige und Andersdenkende zu verfolgen. Einfach unfehlbar diese katholischen Päpste! So unfehlbar wie Franziskus der Endzeitpapst, dessen historische Leistung darin besteht, nicht das konkurrierende, strahlende Byzanz abzuschaffen, um selbst als einzige Strahlkraft übrigzubleiben, sondern das eigene Abendland. Wir haben damit erfolgreich geschafft, nicht mehr andere aus Eigennutz untergehen zu lassen, sondern den eigenen Untergang zu betreiben.

Aber nun zurück zu Angelas Feminat! Da hat doch eine Wahl mit ihrer Grundüberzeugung gebrochen. Schlimm! Wähler dürfen doch nicht die Überzeugung ihrer Regentin brechen, und dann noch eine Grundüberzeugung! Wo kommen wir da hin? In einer Demokratie muß ein Volk doch bekanntlich das wählen, was die allwissende Regierung will, und wenn das Wählervolk nicht spurt, ist es voll nazi, undemokratisch, und muß daher schleunigst gegen ein anderes ausgetauscht werden. Ist einfach so. Die Grundüberzeugung der CDU darf schon gar nicht gebrochen werden; ihr kennt sie alle. Die Grundüberzeugung der CDU lautet nämlich seit Parteigründung, es dürfe keine Partei rechts von ihr geben. Das verträgt die CDU nicht; dann rastet sie aus, verliert ihren Verstand und die Contenance, fängt an, Andersdenkende wüst und unflätig zu beschimpfen. Das muß man verstehen. Die CDU ist halt verletzt worden, weil man ihre Grundüberzeugung gebrochen hat. Wie funktioniert selbige? Ganz einfach: nach den Regeln der Spieltheorie. Da es keine Partei rechts von der CDU geben darf, wird diese, wenn es verbotenerweise doch eine gibt, sofort nazifiziert und weggehitlert. Mit der NPD ging das jahrzehntelang gut. Manche munkelten, ein Drittel dieser Partei bestehe aus Verfassungsschützern, die für einen Großteil der schlimmsten verbalen Entgleisungen verantwortlich waren, mit denen die Partei in einen braunen Sumpf gezogen wurde, der sie für anständige Menschen unwählbar machte. Wegen dieses großen Anteils der Verfassungsschützer scheiterten bislang auch alle Verbotsverfahren gegen die Partei: Denn wenn die Verfassungsschützer zurückgezogen würden, mit deren Äußerungen ein Verbot schlecht begründet werden konnte, blieb halt nicht genug übrig, um vor Gericht erfolgreich zu sein. Spötter sagten daher, der braune Schmutz habe sich mit staatlicher Unterstützung verbreitet, damit keine wählbare Partei rechts der CDU entstehen könne.

Genauso verfuhren CDU und Staat bei allen Neugründungen. Eine Zeitlang schienen ‚Republikaner’ hoffnungsvoll, die sich auf die große US-amerikanische Volkspartei der Republikaner beriefen, aber vergeblich, weil bei ihnen immer wieder ein brauner Rand einsickerte und verortet wurde, mit dem von einer Wahl abgeschreckt werden konnte. Ähnlich erging es der DVU und anderen Kleinparteien, die alle auf gleiche Weise zur Strecke gebracht wurden. Umso entsetzter war die CDU, als die übliche Nazikeule bei einer neugegründeten Alternative plötzlich nicht mehr funktionierte, weil diese Partei klare Unvereinbarkeitsregeln hatte und das vertrat, was früher die CDU, FDP, teilweise sogar SPD vertreten hatte. Wie bitte? Was habe ich da geschrieben? Vertreten die Parteien denn gar nicht mehr, wofür sie einst gegründet wurden? Was ist da geschehen?

Das Wort fiel bereits: Spieltheorie. Wir haben eine Vielzahl Parteien. Rechts von der CDU/CSU ist nur die Wand, oder ein Sumpf, der von der CDU fleißig braungefärbt wird, damit kein anständiger Bürger ihn zu betreten wagt. Links aber gibt es keine Abgrenzung, dafür aber Wettbewerber. Wer also Stimmen fischen will, um die nächste Wahl zu bestehen, kann dies nur links tun. Dort gibt es ja wählbare Angebote, nicht aber rechts. Also müssen sämtliche Parteien sich um Stimmen links von ihnen bemühen, weshalb sie logischerweise bei jeder Wahl weiter nach links rutschen, bis die CDU/CSU Positionen vertritt, die einst sozialistisch oder gar kommunistisch waren. Alles rechts vom Kommunismus gilt ja nun als nazi! Folglich gibt es einen freien Fall nach links außen, der sich ständig beschleunigt, solange es keine wählbare Alternative rechts der nunmehr kommunistischen CDU gibt, deren Linksrutsch durch eine Kanzlerin erheblich beschleunigt wurde, die selbst Kader der kommunistischen DDR gewesen war und, wie man munkelt, auch FDJ-Funktionärin für Propaganda. Das paßt sehr gut zur heutigen Propaganda, die von ihr und ihrem Regime ausgeht.

Hinzu treten noch beschränkte Souveränität nach zwei verlorenen Weltkriegen, ein Schuldkomplex und Masochismus, der sich aus diesem Schuldkomplex ergibt. Man könnte in der Frühzeit der BRD noch einige andere Faktoren finden, die zu dieser Fehlentwicklung beigetragen haben. Inkompetenz begann schon mit Adenauer, der noch einer der besten war. Er stellte das Rentensystem von einer Versicherung, in die jeder für sich selbst einzahlen muß, um auf eine ‚Solidargemeinschaft’, bei der letztlich erwerbstätige Kinder für ihre Eltern zahlen. Auch Adenauer wollte schlauer sein als Bismarck. Es geht immer schief, wenn eine Generation glaubt, klüger zu sein als ihre Vorfahren. Er sagte damals: „Kinder bekommen die Leute doch immer.” Dabei hatte er richtig Künstlerpech, denn zeitgleich kam die sogenannte „Anti-Baby-Pille” auf den Markt, deren fürchterlich kinderfeindlichem Namen auch ihre gesellschaftliche Wirkung entsprach. Das neue Rentensystem Adenauers begann schon bei seiner Schaffung zu kollabieren. Schlau, schlau!

Doch Demographie ist nicht der einzige Grund, weshalb unser Rentensystem in sich zusammenbricht, genauso die Krankenkassen, ebenfalls von Bismarck erfunden und begründet. Die Regierung verwaltet nämlich getreulich die von Bürgern eingezahlten Gelder. Das tun die Regierungen der BRD seit jeher so getreulich, daß diese Gelder regelmäßig in Prestigeprojekte der jeweiligen Regierung geflossen sind. Wann immer ein wenig Geld gebraucht wird, um einem ideologischen Hobby zu frönen, wurde etwas bei der Rentenkasse oder Krankenkasse abgezwackt und für andere Zwecke veruntreut. So kam es, daß Krankenkassen zunächst Rekordüberschüsse meldeten, weil Steuerzahler mit horrenden Beiträgen erfolgreich gezwackt worden waren, um im nächsten Jahr bestürzt eine Riesenmilliardenlücke zu vermelden, so daß zur Vermeidung einer Insolvenz die Gebührenschraube weiter angezogen werden mußte. Nanu? Wie das?

Derzeit ist das Hobby der Regierung ja, sich anstelle des verfassungsmäßigen Staatsvolkes ein neues zu züchten, indem aus den rückständigsten und kriegerischsten Gebieten der Welt mit dem meisten Terrorismus, der meisten Gewalt, dem niedrigsten Durchschnitts-IQ, der auf diesem Planeten zu finden ist, Millionen Männer eingelassen werden, die alle ein humanitäres Recht auf unser Steuergeld, unsre Mädchen und Empathie haben, wogegen die schwer arbeitende Urbevölkerung kein Recht auf ihr eigenes Steuergeld, einheimische Männer kein Recht auf Empathie oder gar Mädchen haben. Das Züchten eines neuen Volkes ist eine große, kostspielige Aufgabe, die hunderte Milliarden kostet, die sich sogar unsre weise Regierung nicht so einfach aus den Fingern saugen kann. Also bedient sie sich an Rentenkasse und Krankenkasse, die prompt Rekordlücken melden, so daß wir weltweit bald fast den geringsten Rentensatz haben, und die einst vorbildliche, im Ausland bewunderte Krankenversorgung auch nicht mehr richtig funktioniert.

Nun haben jede Wähler, unter denen noch zu viele Reste des einstigen Staatsvolkes sind, auch noch falsch gewählt! Sie haben die Regierung provoziert, indem zu viele von ihnen trotz täglicher Medienhetze gegen die Opposition eine Partei gewählt haben, die es nach der heiligen Grundüberzeugung der Kanzlerpartei CDU gar nicht geben darf, nämlich eine demokratische Alternative rechts von der linksradikal-kommunistisch infiltrierten CDU. Das ist entsetzlich. Wir müssen uns jetzt alle schämen, aber keineswegs für die glorreiche Regierung, ih wo! Um Angela beneidet uns die Welt. Sie ist beliebt bei Herrn Trump, hat sich mit Putin gezofft, der zum Glück nicht nachtragend ist, hat Orbán verprellt, die Briten, die sich ihretwegen mit einem Brexit verabschiedet haben. Dafür setzte sie auf Macron, dessen blutige Unterdrückung der Gelbwesten mit ausgeschossenen Augen, erschossenen Alten, zwar seit über einem Jahr läuft, aber von Medien so gut wie nicht berichtet wurde. Denn Macron ist ja ein Gesinnungsfreund unsrer oberweisen Regierung, so wie die saubere Hillary Clinton, für die ein SPD-Politiker im Wahlkampf Hausbesuche machte. Man stelle sich mal vor, Präsident Trump hätte in der BRD Hausbesuche für die AfD gemacht! Dann wäre aber was los, so von wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates. Aber Trump ist ja ganz finster und böse, wogegen unsre Blockparteien moralisch hoch über alles erhabene Lichtgestalten sind, wie alle wissen, die sich unsre Medien anschauen, in denen das ja täglich verkündet wird. Daher darf sich natürlich ein Politiker der guten SPD in den Wahlkampf der souveränen USA gegen den bösen Trump einmischen, wogegen die bösen Republikaner sich nicht für die AfD einmischen dürfen. Verständlich. Einfach logisch, oder? Im übrigen ist natürlich Trump nur gewählt worden, weil sich die ebenso bösen Putin-Russen eingemischt haben, falls es nicht Marsmännchen waren, der Schneemensch Jeti aus dem Himalaya oder ET der Außerirdische. Wer weiß das schon? Jedenfalls kann es keinesfalls mit rechten Dingen zugegangen sein, daß Emails von Hillary Clinton rechtzeitig auftauchten, um ihre schmutzigen Verbindungen und Absichten zu offenbaren. Unmöglich!

Also Macron wird natürlich geschont. Massenproteste, die blutig unterdrückt werden, ein oder mehrere Dutzend von ‚Sicherheitskräften’ unbekannter Art ausgeschossene Augen und Tote sind nun wirklich nicht berichtenswert, weil Macron ja auf der richtigen Seite steht, also gut ist. Da berichtet man doch lieber über eine Demo in Moskau mit ein paar tausend Teilnehmern. Das ist in der Millionenmetropole Moskau ein Klacks, wurde aber groß herausgestellt. Hunderttausende, die ständig durch Frankreich zogen, sind dagegen ja vernachlässigbar. Die Demo in Moskau hatte übrigens folgenden Hintergrund: Ein Oppositionspolitiker hatte für seine Kandidatur eine Unterschriftenliste vorgelegt, bei der sich jedoch mehr als die gesetzlich erlaubte Prozentzahl der Unterschriften als falsch erwiesen, weshalb ihm die Zulassung zu einer Wahl verweigert wurde. Deshalb wollten nun einige Tausend demonstrieren. Sie erhielten auch eine Genehmigung für ihre Demonstration, aber nicht auf dem zentralen Autobahnring, der nicht lahmgelegt werden sollte. Verständlich. Doch genau das wollten die Demonstranten: unbedingt auf diesen zentralen Straßenring, auf den sie nun verbotenerweise einsickerten, statt dort zu demonstrieren, wo es ihnen erlaubt worden war. Man munkelte auch noch, es habe einige Waffenfunde gegeben. Ganz schön schlimm dieses Putin-Rußland, daß es diese Demonstration so fürchterlich unterdrückt hat. Das wäre zwar in der BRD auch nicht gegangen, einfach am falschen, nicht genehmigten Ort zu demonstrieren, aber egal. Gleiche Maßstäbe werden in diesem System ja niemals angelegt.

Eine Gesinnungs- und Haltungsregierung legt überall ungleiche, doppelte, mehrfache Maßstäbe an. Wenn eine Grüne „Altpartei” sagt, ist es normal. Benutzt jemand von der AfD denselben Begriff, ist selbiger ganz dolle nazi. Darunter geht es nicht mehr. Alles, was die Regierung nicht will, ist nazi. Wähler, nazi. Opposition, nazi. Ausländische Diplomaten mit anderen Ansichten, nazi. Alle sind nazi, die eigene Mutter ist nazi, nur die Person selbst ist nicht nazi.

Medien berichten immer über das falsche, nie über das richtige. Alles wird verdreht. Einer Meldung der Medien zu glauben ist wie ein Schildbürgerstreich. Man bauscht ein nichts auf, um Putin zu treffen, oder Orbán, oder Salvini, oder Trump, oder oder oder, vertuscht aber gewaltige Probleme, sobald es um Verbündete der eigenen Linie geht, etwa bei Macron. Nur zu blöd, daß Angela es inzwischen geschafft hat, sogar gegenüber Macron Eiszeit ausbrechen zu lassen. Bald wird sie in ihrer Führerinnenbunkermentalität vollständig isoliert sein, mit Ausnahme der CDU und WerteUnion natürlich, die alle Katastrophen mittragen, um dem Wähler dann zu erzählen, sie seien doch schon immer dagegen gewesen und die wahre Opposition. Das muß man sich mal vorstellen. Die Kanzlerpartei einer Gesinnungsdiktatur spielt sich unter dem Namen „WerteUnion” als Opposition zu sich selbst auf. In Schilda ist alles möglich.

Ein wesentlicher Umbruch erfolgte in BRD-West mit der Kulturrevolution seit 1968. Seitdem läuft eine hysterische Selbstzerstörung wie bei den Roten Garden Maos in der gleichzeitigen und gleichnamigen Kulturrevolution, die in China längst Geschichte ist. Heute ist Chinesen peinlich, was damals geschah, die vielleicht schädlichste Verirrung chinesischer Geschichte. Doch wir wären nicht Deutschland, wenn wir nicht viel mustergültiger und systematischer vorgingen als der Rest der Welt, einschließlich den fleißigen und systematischen Chinesen. In China endete die Kulturrevolution nach wenigen Jahren, wurde verschämt versteckt. In der BRD nimmt die Kulturrevolution seit 1968 ständig an Fahrt und Radikalität zu, so daß ihr Sog 2020 gigantisch geworden ist.

Wichtig dabei ist, sich daran zu erinnern, daß die eigene Generation immer sehr viel klüger ist als alle Vorfahren. Zwar sagen Weise, wir seien Zwerge, die auf den Schultern von Riesen, unseren Vorfahren stünden, aber wer hört in einer bekloppten Welt schon auf Weise? Niemand! Na also.

Ganz schlau fand sich übrigens die Generation, die das Dritte Reich trug. Man fand sich sehr viel moderner, fortschrittlicher und klüger, verspottete die altmodischen Konservativen der Kaiserzeit, denen „der Kalk aus den Kleidern rinne”. Übrigens ähnelt das verblüffend der 1968er Parole von Linksradikalen, „Unter den Talaren / der Muff von 1000 Jahren”. Linke wie rechte Kulturrevolution, die faschistische so wie die links-grün-feministische, verwenden ähnliche Methoden, Einstellungen und diffamieren die bürgerliche Gesellschaft auf ähnliche Weise. Man wollte auch damals alles besser machen und fand sich jugendbewegt. „Knorke” hieß es damals, 1968 eher „dufte”. Aber beide, Rechtsradikale von damals wie Linksradikale von heute, glauben alles besser zu wissen. Fridays For Future geifert im feministischen Stil gegen ‚weiße heterosexuelle alte Männer’ und glaubt, alles viel besser zu wissen. Gefühl zählt mehr als Objektivität, denn alles geschehe ja ‚aus einer guten Absicht’. Im Matheinstitut fand ich ein Buch aus den 1930er Jahren, indem ein überzeugter Fanatiker polemisierte: Auch dieser Bursche glaubte klüger zu sein als etablierte Wissenschaft. Da der Titel wenig über den Inhalt aussagte, war das Buch wohl bei der Ausmistung nach dem 2. WK übersehen worden, als so ziemlich das gesamte Schrifttum der Zeit entsorgt wurde. So berechtigt das einerseits erscheint, stellt sich dabei ein logisches und philosophisches Problem: Worin besteht formal der Unterschied zwischen der Bücherverbrennung, mit denen die echten Faschisten ihre Machtergreifung sicherten, und der inversen, eher stillschweigenden Bücherentsorgung nach dem Zusammenbruch der Diktatur? Selbst wenn wir argumentieren, solch ein gefährliches Zeug werde zu recht beseitigt, damit es keinen Schaden anrichte, bleibt das Problem, wer wie feststellt, was schädliches Zeug ist, was aber legitime Meinungsäußerung, die unverzichtbare Grundlage einer Demokratie ist?

Wir haben daher ein grundsätzliches Problem, nämlich, wer bestimmt, was nazi ist und was nicht. Man hätte diese Problem nicht wachsen lassen brauchen, indem pragmatisch festgestellt würde, was konkret jene Diktatur hervorbrachte, sei belastet, ansonsten gebe es Meinungsfreiheit. Doch das tat man nicht. Seitdem haben wir Institutionen, die argwöhnisch darauf achten, was gedacht wird, und alles, was sie als nazi einstufen, unterdrücken. Das Problem daran ist, daß keine objektiven Kriterien dafür existieren, und ständig mehr, was zuvor unverfänglich war, nazifiziert wird. Ständig verschoben sich so Grenzen. Wieder können wir die Spieltheorie bemühen. Es ist ein lohnendes Geschäft, unbequeme Andersdenkende wegzuhitlern. Also tut man es. Anfangs sind es vielleicht wirklich schräge Fälle, bei denen Mitgefühl begrenzt bleibt. Doch die Logik der Vorgehensweise ist unerbittlich. Es kann kaum ausbleiben, daß Mißbrauch ständig zunimmt, weil er sich lohnt, und auch die eigene Moral ständig weiter verbiegt. Subjektiv sind alle natürlich überzeugt, völlig korrekt zu handeln, doch entgeht ihnen dabei, daß sie immer mehr für nazi halten, wodurch sie ständig intoleranter werden. Das Prinzip der inversen Bücherverbrennung oder inversen Intoleranz („keine Toleranz den Intoleranten”) zerstört schließlich die Toleranz selbst und endet in einer Schläger- und Terrorgruppe wie der ANTIFA.

«DONNERSTAG, 06. FEBRUAR 2020
Der Tag
Kemmerichs Familie benötigt Schutz vom LKA

Die Familie des gestern gewählten Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich muss von der Polizei geschützt werden. Nach RTL/ntv-Informationen erarbeitet das LKA derzeit ein Sicherheitskonzept für die Familie. Kemmerichs Kinder sollen heute teilweise unter Begleitschutz in der Schule gewesen sein.

Die Wahl Kemmerichs, die nur mit Stimmen der AfD möglich war, sorgt bundesweit weiterhin für heftige Proteste. Viele Bundespolitiker und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisieren die Wahl. Außerdem fordern mehrere Online-Petitionen den Rücktritt Kemmerichs. Zehntausende Menschen haben bereits unterzeichnet. Unbekannte haben zudem die FDP-Landesgeschäftsstelle mit „Fight Nazis! Fck FDP!” beschmiert – offenkundig eine Reaktion auf Kemmerichs Wahl.»2 (n-tv)

Das Nachkriegsprinzip zerstört sich selbst. Beschleunigt wird das von Generationskonflikt, wenn eine jüngere Generation sich einbildet, klüger oder moralischer zu sein als ihre Eltern oder Vorfahren.

Solcher Größenwahn Jugendlicher hat teilweise biologische Grundlagen. Jede Generation junger Männer muß sich Ansehen in der Welt erringen, um damit die etablierten, starken, schlauen, geübten Männer auszustechen, die ihnen Jahrzehnte Lebenserfahrung und Arbeitsroutine voraushaben. Mädchen und fruchtbare Frauen wählen angesehene, erfolgreiche Männer. Da haben junge Männer meist wenig zu bieten. Ihr Geist kann kaum so reif sein, weil die Ansprüche einer modernen Zivilisation hoch sind. In alter Zeit hätte ein junger Geist gereicht, um zu glänzen, doch heute ist alles so kompliziert, daß es oft Jahrzehnte braucht, um wirklich gut zu werden. So lange können Jungen nicht warten. Sie wollen Mädchen verführen und Freundinnen. Daher müssen sie das Regime sexueller Wahl umstürzen, weil sie auf hoffnungslos niedrigen Plätzen stünden, ginge es nach beruflichem Erfolg. Daraus erklärt sich, weshalb Jugendliche sich Moden schaffen, die Erwachsene meist ausgrenzen, die sich in ihren rasch wandelnden Moden kaum auskennen. Innerhalb solche Moden können dann unreife Jungen auftrumpfen, als ‚cool’ gelten und bei Mädchen ankommen, obwohl sie nüchtern betrachtet kaum etwas leisten. Auf einer Party oder bei ihren Hobbies kommen sie aber ganz toll an. Das ist auch ein Grund, weshalb die einst vernünftigere Auswahl von Männern nach geistiger Qualifikation durch Moden und Urzeitinstinkte ersetzt wurde. Politisch aber bedeutet es, daß sich Jugendliche gern Ideologien suchen, mit denen sie sich über die Welt ihrer Eltern und Vorfahren erheben können. Ob Faschist, Kommunist, Islamist, Linksradikaler, grüner vermeintlicher Retter der Menschheit vor dem lebensnotwendigen CO2, Feminist, glauben sie die Wahrheit gepachtet zu haben und klüger zu sein, obwohl sie große Dummheiten begehen. Doch wer in ihrer Bewegung strahlt, gilt etwas, dem fliegen Frauenherzen zu. Letztlich ist das die psychologische Grundlage für Jugendbewegungen und politische Ideologien.

Was lockte einst dazu, ein Hippie zu sein? Die Versprechung, leicht Mädchen abzukriegen. Was zog in den Bann von Gurus wie Baghwan? Außer esoterischem Schnickschnack oft dasselbe: Sektenmädchen galten zeitweise als leicht flachlegbar. Man lese mal den jungen Bertold Brecht; sein Frühwerk ist deftig erotisch, verführt Mädchen ohne Rücksicht, ob sie ins Unglück stürzen, ist rücksichtslos, bevor es plump und holzhammerartig kommunistisch wurde. Proletariertum zog an, weil es die Rücksichten altbürgerlicher Sexualmoral verweigerte. Rechten Diktatoren kreischten Mädchen zu wie den Beatles, Rolling Stones und anderen Pop- und Boy Gruppen der Zeit. Der Größenwahn junger Generationen, die klüger sein will als etablierte Welt, wird von sexueller Energie getragen, der Notwendigkeit, das eigene Prestige auf Kosten anderer zu steigern.

Solchen Größenwahn gibt es überall. Als ich bei der Deutschen Bank arbeitete, war dort gerade eine junge Generation in den Vorstand gelangt, die in Turnschuhen umherzog, damit eine bürgerliche Variante der 1968er Studentenrevolution waren, zumindest in ihrer Mode und Geistesverfassung, wenn wir mal vom politischen absehen. Sie waren vermutlich nicht links, aber wir müssen von Politik einmal absehen. Ob links, rechts, säkular oder islamistisch, oder unpolitisch, ist nebensächlich. All das sind nur Vorwände, die benutzt werden, damit eine junge Generation sich groß fühlen und über die etablierten Älteren erheben kann. Treibende Kraft ist, selbst zum Alpha zu werden und dann von all den schönen süßen Mädeln angehimmelt zu werden. Darum geht es wirklich. Alles andere ist Makulatur. Auch wenn sie selbst an ihre Ideologie glauben, ist sie belangloser Quatsch, der vom wesentlichen ablenkt.

In der Deutschen Bank glaubte diese junge Generation (nach der Ermordung Herrhausens durch die RAF), viel besser zu sein und mehr zu erwirtschaften, als die ‚stinklangweilige’ solide Bank bislang erbrachte. ‚15% Rendite? Wie armselig!’, meinten sie. ‚Alles unter 30% Rendite ist zu wenig. Das können wir besser.’ gaben sie an. Das habe ich selbst gehört bei ihrer Ansprache vor Mitarbeitern der IT-Tochterfirma, in der ich damals arbeitete (in der Alfred-Herrhausen-Straße). Dieser oberschlaue Vorstand in Turnschuhen hat also die gesamten soliden Bankgeschäfte gekeult, weil sie zu wenig Rendite erbrächten, dafür ein hochspekulatives Geschäft in London aufgebaut, wo hochbezahlte Trader wagemutige Geschäfte nicht nur mit Aktien, sondern Optionen machten, was ein Vielfaches normaler Bankgeschäfte einbrachte – bis sie sich kräftig verspekulierten, und letztlich von Staat und Steuerzahler gerettet werden mußten. Seitdem ist die Deutsche Bank ein leidender Problemfall. Sie waren schon schlauer als ihre Vorfahren, diese Vorstandsrevoluzzer! Ganz in die Pleite verabschiedet hat sich die Hypo Real Estate; der Düsseldorfer Hypothekenbank erging es kaum besser. Obwohl Pfandbriefe und Hypothekenkredite eigentlich besonders sicher sein sollten, haben moderne Geschäftsmodelle, die mehr Rendite bringen und weniger ‚langweilig’ sein sollten, ursprünglich solide Geschäfte an den Rand der oder in die Pleite getrieben.

Unsere glorreiche Vaginarauten-Angela dekretiert also, die Wahl müsse rückgängig gemacht werden. Interessant. Welche Wahl meint die gute denn? Ihre eigene? Das wäre mal löblich. Dürfen wir hoffen? Wäre es nicht einfacher, sie verkündet kraft ihres Amtes vorher, wie wir Wähler denn zu wählen haben, um die Grundüberzeugung der Kanzlerin und Kanzlerpartei zu wahren, und um zu erreichen, daß die Regierung uns als Volk nicht ganz abwählt? Unverzeihlich diese Wahl! Kein Wunder, wenn die ANTIFA nun sogar die FDP bedroht, die Familie des gewählten Ministerpräsidenten bedroht wurde, weshalb er unter dem Druck zusammenfiel und gleich wieder zurücktrat. Muß man verstehen!

Fußnoten

1 https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-spricht-nach-ministerpraesidentenwahl-in-thueringen-von-unverzeihlichen-vorgang-a-937015fb-6deb-4217-bd0a-c5aad333b58b

2 https://www.n-tv.de/der_tag/Kemmerichs-Familie-benoetigt-Schutz-vom-LKA-article21559243.html

Wie man die Demokratie zerstört

Wie man die Demokratie zerstört

Eine Demokratie beruht auf der Freiheit, seine Meinung frei vertreten, begründen, und in ihrem Sinne wählen zu können. Am besten funktioniert dabei direkte Demokratie, in der die Mehrheit der Wähler entscheidet. Sind es Repräsentanten, die gewählt werden, können diese nach ihrer Wahl die Wünsche ihrer Wähler ignorieren, was inzwischen zum Normalfall geworden ist. Wähler, die anderer Ansicht sind als regierende Politiker, werden von diesen als ‚unreif’ verleumdet, ignoriert und umerzogen, was die Idee der Demokratie bereits auf den Kopf stellt.

„Alle Macht geht vom Volke aus” ist Grundprinzip der Demokratie. Satirische Aphoristiker wußten bereits in den 1970er Jahren: „… und kehrt nie wieder zum Volk zurück”.

Es entstand eine politische Kaste, die Entscheidungen trifft, die sie für ‚alternativlos’ und einzig richtig hält, um dann alle, die anderer Ansicht sind, als ‚zurückgeblieben’ zu verhöhnen. Viele Grundlagenentscheidungen sind gegen den Willen damaliger Mehrheiten getroffen worden. Das begann schon 1956 bei der Einführung der Bundeswehr, einer damals unpopulären Entscheidung in der kriegsmüden Nachkriegsgesellschaft. Doch Kanzler Adenauer wollte die Westeinbindung.

Ab 1969 verdichtete sich diese Tendenz, den Willen der Wählermehrheit zu ignorieren. Man glaubte, ‚fortschrittlich’ zu sein, wenn bestimmte Ideen durchgesetzt werden. Das betraf das Aufkommen des Feminismus, damals von einer breiten schweigenden Mehrheit der Frauen und der Männer abgelehnt, das neue Familien- und Scheidungsrecht, das übrigens zu einer bis heute lähmenden Katastrophe wurde, die viele Familien zerbrach und Kinder um das Aufwachsen in intakten Familien brachte, aber auch die Preisgabe der Vertreibungsgebiete, was in der Weimarer Republik undenkbar gewesen wäre. („Ethnische Vertreibungen sind verboten – es sei denn, es handelt sich um Deutsche. Dann ist verboten und ‚revanchistisch’, darüber nur zu reden.”) Dies alles sind Dinge, an die sich frühere Generationen gewöhnt haben, so daß heute meist sogar die Erinnerung daran fehlt.

Mit Kanzler Kohl und seiner versprochenen, aber unterbliebenen „geistig-moralischen Wende” beschleunigte diese Entwicklung sich abermals. Statt schädliche Ergebnisse der sozial-liberalen Koalition, die er in der Opposition heftig bekämpft hatte, zurückzunehmen, wurden diese beim Regierungswechsel 1982 in einer Vereinbarung bestätigt, es nicht anzutasten. Umgekehrt wurde die Entwicklung rasant beschleunigt. Mit der CDU als Kanzlerpartei stieg der Feminismus zur Staatsdoktrin auf. Auch der Bürokratismus der Europäischen Union war bereits – nach quasireligiöser Europasehnsucht zuvor, mit der die Vergangenheit überwunden werden sollte – in den 1970ern zum allgemeinen Gespött geworden. Man erzählte sich skurrile Geschichten, was alles EU-Vorschriften erzwangen. Alles wurde genormt, geregelt, auf Linie gebracht, was nicht nur die Freiheit Einzelner aus den Angeln hob, sondern auch gewachsene Lebensformen. Manch einer lästerte damals, nicht einmal „Bardamen” dürften noch in Stellenanzeigen gesucht werden, weil nunmehr alles ‚geschlechtsneutral’ sein müsse. Bereits in den 1970ern lief auf breiter Front das an, was später als ‚Genderideologie’ bezeichnet werden sollte.

Der nächste Anschlag des Parlamentarismus auf die Grundidee der Demokratie, die Herrschaft des Wählervolkes, waren die EU, deren ungewählte Bürokratie und Gremien in Verträgen eingeführt wurden, die gegen damalige Mehrheiten in vielen Ländern beschlossen wurden. Wer solche undemokratische Bürokratie ablehnte, wurde als ‚uneinsichtig’ und ‚rückschrittlich’, ‚gestrig’ oder ‚Träumer vom Nationalstaat’ verhöhnt von der machthabenden politischen Kaste, die parteiübergreifend die EU-Bürokratie aufbaute.

Damit wurden bereits weitere Prinzipien der Demokratie zerstört: Es muß eine Wahl, eine Alternative geben. Doch es gab keine Alternative. Denn alle im Parlament vertretenen Parteien trugen die Fehlentwicklung mit. Außerdem muß jede Machtinstanz demokratisch gewählt und legitimiert sein. Die EU-Bürokratie ist es niemals gewesen. Die entscheidenden Kommissare werden von Regierungen, d.h. der politisch machthabenden Kaste von Berufspolitikern bestimmt, die sich parteiübergreifend gegen die Mehrheit ihrer eigenen Wähler stellten, wohl wissend, daß sie nichts zu befürchten hatten dabei: weil es keine Alternative gab. Ganz egal, wo Wähler ihr Kreuz machten bei der nächsten Wahl, würden die im Parlament vertretenen vermeintlichen ‚Volksvertreter’ das genaue Gegenteil dessen tun, was das Volk wollte, nämlich den Bürokratismus und die undemokratische Gewalt der EU weiter ausbauen. Das EU-Parlament ist ein zahnloser, teurer Papiertiger, der den Wählervölkern keine Wahl und Kontrolle der mächtigen Gremien und Instanzen ermöglicht.

Die parlamentarische Demokratie war spätestens in der Frage der Europäischen Union und seiner Machtbürokratien dabei, sich selbst ad absurdum zu führen. Auch die Einführung des Euro, wie wir wissen ein für das deutsche Steuerzahlervolk enorm teurer Fehler, wurde von der Mehrheit der Bundesbürger abgelehnt, ebenso in anderen Ländern, die vorhersehbar für diese Fehlentscheidung enorme Mengen Geldes verlieren, das schwer erarbeitet wurde von Bürgern, die zwar formal wählen durften, auf deren Sicht und Interessen aber nicht gehört wurde.

Dieses Prinzip des kollektiven Ignorierens des Wählerwillens durch eine etablierte, sich ständig weiter festsetzende und festfahrende politische Kaste dehnte sich immer weiter aus, wurde zu einem systematischen Fehlprinzip. Unter anderem betraf es auch die zu Anfang von einer breiten Mehrheit abgelehnte Rechtschreibreform, die von Experten als dümmlich und unlogisch angesehen wurde. Am Ende wurde sie nur deshalb trotz Scheiterns nicht zurückgenommen, weil das ein Eingeständnis des Irrtums und Versagens gewesen wäre. Die Entscheidung wurde ausgesessen, bis sich alle, einschließlich vieler Kritiker, an die neue Schreibung gewöhnt hatten, die schlechter war als die vorherige. Damals schrieb die FAZ, das Vorgehen der Regierung sei wie ein Menetekel: Wenn eine schlechte Reform so durchgezogen werden und so schlecht regiert werde in dieser Frage, dann sei zu befürchten, daß wir auch in anderen Fragen genauso schlecht regiert würden wie in Sachen Rechtschreibreform. Dies war ein geradezu prophetischer Satz. Genau so kam es.

Eine Fehlentscheidung folgte auf die andere. Unter der früheren Frauenministerin – ein feministisch geprägtes Ministerium – Angela Merkel nahm das deutlich beschleunigte Fahrt auf. „Ab jetzt wird durchregiert” soll einem Artikel zufolge von ihr einmal gesagt worden sein. Ich kann das auf die schnelle nicht nachprüfen; doch selbst, wenn sie das nicht gesagt haben sollte, trifft es die Lage. Wir leisten uns nun teuren Sonnenstrom, bei dessen Herstellung anfangs mehr Energieaufwand oder Umweltbelastung anfiel, als sie später wieder einbrachten. Die meisten einst hoffnungsvollen Firmen der deutschen Solarindustrie sind längst pleite und verschwunden; profitiert hat China mit seinen Solarherstellern an den vom Steuer- und Gebührenzahler getragenen Subventionskosten. Als in Japan nach schwerem Erdbeben Kernschmelzen auftraten, beschloß Angela Merkel selbstherrlich die Energiewende, wobei alle früheren Positionen der CDU, die jahrzehntelang gegen sozialliberale oder rotgrüne Koalitionen und raschen Ausstieg gekämpft hatte, über den Haufen geworfen und ins Gegenteil verdreht wurde. Die Kosten werden enorm sein, ein Nutzen ungewiß; wir kaufen Atomstrom im Ausland, das direkt an unsere Grenzen Atomkraftwerke mit zuweilen umstrittenen Sicherheitsstandards baut. Unter Angelas CDU tat diese, was nicht einmal SPD-Regierungen gegen den Widerstand der CDU/CSU geschafft hatten. Angela war linker als SPD oder Grüne, verwirklichte, was jene vielleicht wollten, aber nie geschafft hatten.

Hinzu kommen folgenschwere Fehler und eigenmächtige Entscheidungen, die uns jeweils Billionen kosten, viel mehr, als die in Weltkriegen verlorenen Gebiete einstiger Heimat wert sind: die Schäden solcher Politik sind größer. Die Transferunion EU belohnt andere, über eigene Verhältnisse zu leben, wofür wir bürgen mit unseren Anleihen, dem Ankauf ungesicherter Staatsanleihen durch die europäische Zentralbank, sowie durch Banken, die sich auf Staatsgarantien verlassen, für die wir alle bezahlen werden. Der Staat ist zum größten Spekulanten der Welt geworden, ein Riesenhedgefond, der auf die Währung Euro und die Zahlungsfähigkeit südlicher Länder wie Griechenland wettet. Diese Wette wird der Staat vorhersehbar verlieren. Die Verschuldung Griechenlands steigt trotz mehrmaligen Schuldenschnitts auf unsere Kosten weiter. Wir werden enorme Summen verlieren. Mit höherer und weiter steigender Lebensarbeitszeit als in Griechenland finanzieren wir relativ großzügigere und frühere Renten in Griechenland, das sich diese selbst nicht leisten kann. Die Jugendarbeitslosigkeit ist dort auch enorm. Es wird krachen – aber erst nach der Wahl.

SPD und Grüne links zu überholen, um ihnen Wählerstimmen wegzunehmen, wurde zu einem Prinzip der Angela-CDU. Prinzipien und Ehrlichkeit sind abgeschafft; Machterhalt ist alles, dem jegliche Moral geopfert wird. Die CDU/CSU hat sämtliche Grundlinien ihrer Parteiprogramme über Jahrzehnte sich von Angela in ihr genaues Gegenteil verkehren lassen. Das reicht bis zur Familienpolitik, dem Kern bürgerlichen Lebens, als Angela aus wahltaktischen Gründen die „Ehe für alle” durchzog, das genaue Gegenteil des Wahlprogramms und Wahlversprechens ihrer eigenen Partei. Eine so entkernte Partei ist unglaubwürdig. Was immer sie in ihr Programm hineinschreibt, wird bei der ersten wahltaktischem Gelegenheit in das genaue Gegenteil verdreht werden. Das ist Betrug am Wähler, der wegen des Parteiprogramms in der Vergangenheit eine Partei gewählt hatte.

Damit kommen wir zu einem weiteren Problem, in das sich die parlamentarische Demokratie der BRD verrannt hat: Wahlversprechen werden gebrochen. Das gehört inzwischem zum guten Ton. Alle tun es. Als Kanzler Schröder knapp wiedergewählt wurde, nachdem er eine hauchdünne Unionsmehrheit wenige Tage vor der Wahl kippte, weil er den ‚glücklichen Zufall’ einer Elbflut nutzte, sofort hinzureisen und sich als vermeintlich ‚volksnah’ zu präsentieren, während der CDU-Kandidat gerade Urlaub im Ausland machte, wurde er für das Brechen von Wahlversprechen wenige Tage nach der Wahl kritisiert. Aber es war zu spät. Gewählt ist gewählt. Weil das so praktisch ist, wurde es zu einem weiteren Grundsatz unsrer politischen Kaste, die zum Scheitern auf großer Linie wurde. Genauso wie rot-grün handelte die schwarz-gelbe Koalition. Die einst bereits hart mit dem Einzug ins Parlament kämpfende FDP hatte sich Richtung Zweistelligkeit vorgearbeitet, weil so viele Wähler enttäuscht waren von den etablierten größeren Parteien, ihrem Wahlbetrug, ihrem abgekarteten Spiel, in dem sie tun, was sie wollen, ohne Rücksicht auf den Willen ihrer eigenen Wähler, genauso wenig auf den der Wählermehrheit zu nehmen. Doch auch die FDP schaffte es, nach der Wahl durch Umfallen und Wahllügen binnen wenigen Tagen einen Sturzflug hinzulegen, der sie in Umfragen abkrachen ließ. Doch es war – wie immer – zu spät. Gewählt ist gewählt. Vier Jahre lang würden sie die Politik bestimmen, obwohl Wähler wenige Tage nach ihrer Wahl es bereuten, ihnen ihre Stimme gegeben zu haben, weil der Wahlbetrug offensichtlich wurde. Gleiches galt für die CDU.

Zu den Grünen brauchen wir nicht viel sagen. Begonnen hat sie als Antikriegspartei, um uns unnötige Verstrickungen in Kriege beschert, ein Novum. Zuvor hatte es dergleichen nie gegeben. Noch heute sterben deutsche Soldaten sinnlos in Afghanistan, während afghanische Taliban in die BRD einwandern, auch im Falle von Gewalt, Mord oder Vergewaltigung nicht abgeschoben werden können. Ein Außenminister, der in seiner Jugend Steine auf Polizisten warf, als linksradikaler Gewalttäter auch mit einer gefundenen Pistole in Verbindung gebracht wurde, die in die Hände eines späteren Terroristen kam, das alles übertrifft den stets überall gewitterten ‚braunen Sumpf’ um einiges. Seit der Entstehungszeit geprägt von Kadern kommunistischer K-Gruppen, z.B. dem KB (Kommunistischer Bund), waren die Grünen tief in Päderastie verstrickt.1

Bleibt noch die CSU. Dazu haben Karikaturisten eigentlich alles gesagt: Seehofer als Bettvorleger Angela Merkels, oder als Kettenhund, der wütend bellt, „aber nichts tut”, wie Angela den hereingewunkenen Migrantenheeren versichert. Im Wahlkampf wird viel gegen Merkel gefordert, um wenige Wochen später mit schöner Regelmäßigkeit einzuknicken und das genaue Gegenteil der CSU-Forderungen mitzutragen.

Diese fatale, undemokratische Lage wirkt sich noch übler aus bei der demographischen Invasion, die unsere Zivilisation und Volk gerade für immer wegspült und auslöschen wird, wenn es nicht gelingt, sie zurückzudrängen.

Doch die Sache wird noch schlimmer. Denn Meinungsfreiheit bedeutet, seine eigene Meinung zu vertreten. Aber im Gefolge feministischer Wellen hat sich eine „subjektive Befindlichkeit” verbreitet, die es nicht ertragen kann, wenn Andersdenkende zu Wort kommen. Es ist eine Psychopathologie, die mit der ersten feministischen Welle um 1900 begann. Einerseits sind die Befallenen von pseudoreligiösem Missionierungseifer befallen, wähnen eine Heilsbotschaft zu verkünden, sehen sich selbst als den Fortschritt und das Gute der Welt. Im Umkehrschluß werden Andersdenkende – politische Gegner – als das personifizierte Böse, vermeintlich ‚Rückschrittliche’ und in jeder Hinsicht ‚Negative’ hingestellt und subjektiv empfunden.

Aus dieser subjektiven Empfindung – einst weibliches Fühlen empörter streitbarer Schwestern, die sich ‚unterdrückt’ und vermeintlich ‚benachteiligt’ fühlten und wutkreischend gegen die ‚kalte männliche Logik’ rebellierten – folgern sie nun, daß Andersdenkende zu bekämpfen sind und nicht toleriert werden dürfen. Das beklagte Bax bereits 1913 in seinem Klassiker der Feminismuskritik.

An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts geändert, außer daß es über streitbare feministische Schwestern hinaus in der Gesamtgesellschaft etabliert wurde. In angelsächsischen Ländern wird es „Schneeflocke” genannt („snowflake”). Es ist ein Typus gestörter Person, dem es unerträglich ist, wenn es Menschen gibt, die nicht seiner Meinung sind. Das sind jene, die seit Jahrzehnten mit Trillerpfeifen jede Rede stören, die sie als ‚antifeministisch’ einstufen. Wer immer mit ihnen nicht übereinstimmt, muß zum Verstummen gebracht werden, wird boykottiert, bedroht, mit Geschrei, Getriller oder durch Betätigen des Feuermelders zum Verstummen gebracht.

«Hochschulstudentin wurde wegen antifeministischer Bluse bedroht
von Ryan Girdusky | 26. März 2017

Kerby Martin, eine Studienanfängerin aus Cypress in Texas, hatte an einem Aufsatz über verschiedene feministische Mythen von Geschlechterungleichheit gearbeitet, mit Schwerpunkt darauf, wie dritte-Welle-Feminismus die Gesellschaft spaltet. Deshalb verschickte sie auf Twitter ein Bild von sich in einer antifeministischen Bluse mit Beschriftung „#Meninist”, um zu zeigen, daß dritte-Welle-Feministinnen nur gegenüber Linken tolerant sind. Binnen Stunden wurde sie bestätigt. …

Innerhalb von Minuten erhielt sie über 200 negative Antworten. Martin berichtete Red Alert Politics, daß Linke begannen, sie damit zu bedrohen, ihren Wagen mit Eiern zu bewerfen, wünschten ihr, durch Vergewaltigung belehrt zu werden, oder sagten ihr, sie solle sterben.»2 (redalertpolitics)

Es sind Leute, für die jeder politische Gegner ein ‚Nazi’ ist, ‚leibhaftig Hitler’, weshalb sie sich berufen fühlen, zum Mord an Präsident Trump aufzurufen, ihn oder die AfD täglich zu verunglimpfen, unflätig zu beschimpfen, und am Gebrauch ihrer Freiheitsrechte zu hindern, die Grundrechte der Demokratie sind.

Es sind Leute, die innerlich fast zusammenbrechen, wenn ein Kandidat Wahlen gewinnt, den sie nicht ausstehen können, weil er ihrer Ideologie widerspricht. Dann brauchen sie psychologische Betreuung, heulen sich in „Safe Spaces” aus, in sicheren Rückzugsräumen, weil sie psychisch so labil sind, daß sie die Kränkung nicht ertragen können, andere Meinungen als die eigene könnten irgend einen Wert haben oder gar Wahlen gewinnen.

Es ist auch die Psychopathologie der ANTIFA, doch weit darüber hinaus einer ganzen Gesellschaft, die vom Feminismus geprägt und umerzogen diese einst feministische Empfindlichkeit und Besserwisserei verinnerlicht hat.

Hier nun nimmt die Demokratie noch schwereren Schaden. Denn das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt nur für die Schneeflocken, nicht aber für andere. Schlimmer noch, sie sehen als ihr ‚Recht auf Meinungsfreiheit’ an, die Meinungsfreiheit anderer abzuschaffen, Andersdenkende systematisch zu behindern, ihnen unmöglich zu machen, Wahlkampf zu betreiben, sich zu äußern, oder auch nur den gesetzlich vorgeschriebenen Parteitag abzuhalten. Meinungsfreiheit bedeutet aber, wenn sie überhaupt etwas bedeutet und existiert, immer die Freiheit Andersdenkender. Dies verdreht die Generation Schneeflocke, von der ANTIFA bis zur Bundesregierung, ins genaue Gegenteil. Dieser feministisch gestörten Generation gilt es als moralisch geboten, Andersdenkenden die Meinungsfreiheit einzuschränken, damit sie keine Chance haben.

Dieser antidemokratische Denkfehler liegt nicht nur den Aktionen der ANTIFA zugrunde, der es nicht darum geht, selbst ihre eigene Meinung auf anständige Weise zu äußern, was legitim wäre, sondern diese Freiheit Andersdenkenden zu nehmen. Behinderung der Meinungsfreiheit ist Funktionsweise, Geschäftsmodell und Existenzgrund von ANTIFA und ihrem geistigen Umfeld, das sich bis in die Regierung hinein erstreckt. Denn obwohl vorgeblich gegen ‚Falschnachrichten’ und ‚Haßäußerungen’ Gesetze erlassen werden, sieht es faktisch anders aus. Ähnlich begründete sich übrigens das Reichspressegesetz von 1933; auch der Rauswurf von Juden aus Ämtern und Berufen erfolgte durch listig formulierte, scheinbar unverfängliche Gesetze wie „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums”.

Nachweisbar ist, daß Regierungspolitiker ungestraft lügen dürfen, wobei Wahlkampflügen besonders berüchtigt und verbreitet sind. Nachweisbar ist, daß die Medien in wichtigen Fragen gelogen haben, etwa als es um die Begründung des 2. Irakkrieges ging, der mit der Behauptung begonnen wurde, Saddam Hussein besitze Atomwaffen. Auch der bis heute währende Einsatz in Afghanistan kam mit einer zweifelhaften Behauptung der Verstrickung in Terroranschläge zustande. (Die schuldige al-Quaida war nicht an der Regierung beteiligt, sondern hatte ihr Gastrecht mißbraucht. Anders übrigens als 1914 – damals gab es Verstrickungen des Attentäters  von Sarajewo mit serbischen Behörden. Die USA hätten nicht anders reagiert als damals Österreich-Ungarn.) Niemand wendet das Gesetz gegen Regierungspolitiker oder etablierte Medien an; es dient faktisch dazu, alternative Internetmedien zu kontrollieren, die bislang einziger verbleibender Rückzugsort der Meinungsfreiheit waren.

Ähnliches gilt für das Thema ‚Haß’. Regierungspolitiker dürfen pöbeln, ausländische Diplomaten wie Präsident Trump mit undiplomatischen Haßreden bedenken, was internationale Peinlichkeiten auslöst. Etablierte Medien dürfen regelrechte Hetze mit Auslassungen, Verdrehungen, negativen Attributen und verdrehten Zitaten gegen echte Oppositionelle wie die AfD oder kritische Autoren betreiben. Gegen sie wird das Gesetz gegen ‚Haßäußerungen’ nicht angewendet werden. Doch Regierungskritik wird schnell gelöscht. Da diese Löschung listigerweise privatisiert wurde, durch Drohung mit bis zu 50 Millionen € Strafe erfolgt, gibt es weder Rechtsmittel noch Rechtsschutz. Es reicht, daß sich jemand ‚unwohl’ oder von einer Meinung ‚gestört’ fühlt.

Hier kommt nun wieder die feministische Schneeflocke ins Spiel. Diese Zensurmethoden sind Feminismuskritikern seit Jahrzehnten bekannt, sind ein abgekartetes Spiel, das so verläuft: Die sich als ‚ewiges Opfer’ wähnende Frau tut sich mit anderen geborenen Opfern zusammen, um in feministischen Aktionsgruppen Druck zu machen. Daraufhin bauen die meisten Betreiber sozialer Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter, aber auch Handelplätze wie Amazon regelrechte Petzknöpfe ein, die jeder mit einem leichten, schnelle Klick betätigen kann. Nie war es so wunderbar leicht und bequem zu Denunzieren wie heute! Facebook: „Beitrag melden”. Youtube: „Mehr – melden”. Amazon fragt auch noch auf der Seite jedes Buches: „Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel?”. Das ist ein Freibrief für alle Psychoten der Welt, ihnen ungenehmes zu unterdrücken.

Seit Jahren dokumentiere ich feministische Treibjagden, die wie folgt funktionieren: Eine Feminist*In sieht etwas, daß ihrer Ideologie widerspricht und daher der Schneeflocke unerträglich ist. Sie meldet es einer Gruppe, der digitalen Form feministischer ANTIFA. Alle Beteiligten der Gruppe drücken nun auf den Meldeknopf, wobei geraten wird, verschiedene falsche Vorwürfe auszuwählen. So sei es wirksam, wegen ‚Pornographie’ zu melden, auch wenn gar keine vorhanden sei. Hauptsache es wird gemeldet. Die Betreiber haben weder Zeit noch Willen, die Meldungen zu prüfen. Sind genug Meldungen eingegangen, wird automatisch gesperrt oder gar das ganze Profil unwiederbringlich gelöscht. Hat die Gruppe genug Mitglieder, können sie diesen Automatismus auslösen. Manche brüsteten sich öffentlich damit, feminismuskritische Seiten in großer Zahl gesperrt zu haben. Ihr erklärtes Ziel war und ist es, sämtliche feminismuskritischen Seiten des angelsächsischen Sprachraums zu löschen. Bei uns sieht es kaum anders aus.

Meinungsfreiheit wird also dazu benutzt, diese abzuschaffen. Wehe, die ANTIFA darf ihre antidemokratische Freiheitsberaubung nicht ausführen, dann fühlen sie sich in ihrem ‚Grundrecht’ auf Meinungsfreiheit behindert. Diese Perversion macht Freiheitsberaubung anderer zu einem Grundrecht Gleichdenkender. Diese Psychopathologie, die Demokratie zur Farce macht und in ihr genaues Gegenteil kippt, nämlich systematische Unterdrückung, ist jedoch längst nicht mehr auf Feministinnen und ANTIFA beschränkt, sondern ein Machtmittel geworden, auf das inzwischen Regierung und öffentliche Medien zurückgreifen. Also wird die AfD nicht zu Debatten eingeladen, ausgeladen, ebenso andere Regierungskritiker, und wenn in seltenen Fällen einmal jemand in Debatten dabei sein darf, dann wird diese Person von einer starken Überzahl eingerahmt, so daß eine Person verloren ist gegen den Rest der Gruppe einschließlich Moderator. Das ganze erinnert an Hitlers Wahlzettel nach dem Anschluß Österreichs durch militärische Besetzung: „Bist du mit dem … einverstanden? JA nein”. Ähnlich betreutes Denken und wählen wird heute inszeniert.

Die Perversion, unter ‚Meinungsfreiheit’ die Behinderung der Meinungsfreiheit anderer mißzuverstehen, ist letzter Sargnagel einer sterbenden Demokratie.

Fußnoten

1 http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-32897/erste-ergebnisse-zu-paedophilie-studie-gruene-kaempften-jahrelang-fuer-liberalisierung-von-sex-mit-kindern_aid_1069856.html

2 «High school student threatened for using anti-feminist hashtag
By Ryan Girdusky | March 26, 2017
Kerby Martin, a high school junior from Cypress, Texas, had been working on a school essay about several myths pushed by feminists about gender inequality, specifically focusing on how third-wave feminism only divides people. So, she tweeted out a picture of herself in an anti-feminist shirt that read “#Meninist” to prove that third-wave feminists were only tolerant towards liberals. Within hours, she was proven right. …
Within minutes she received more than 200 negative responses. Martin told Red Alert Politics that liberals started threatening to egg her car, wishing she’d learn her lesson by getting raped, or telling her to die.» (http://redalertpolitics.com/2017/03/26/high-school-student-threatened-creating-anti-feminist-hashtag/#Zw02w7Mbz0eFAhgW.02)

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