Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Vorwürfe

‚Einzelfälle’ mit ‚psychischen Problemen’ und realem Terrornetzwerk

‚Einzelfälle’ mit ‚psychischen Problemen’ und realem Terrornetzwerk

Einzelfälle! Alles Einzelfälle! Wer was anderes behauptet, ist ein populistischer Panikmacher und wird vom ‚Wahrheitsministerium’ wegen ‚Falschmeldung’ abgestraft, gesperrt und mit Bußgeld belegt! Es geht ja nicht an, daß jemand für Wahrheit hält und vermeldet, was der Regierungspolitik unannehmbar erscheint. Schließlich ist die Linie der Regierung alternativlos. Wer anders denkt, ist moralisch verwerflich, dem fehlen ‚humanitäre Beweggründe’, die laut jüngsten Meldungen von der Regierung allerdings auch nur nachträglich fälschlich vorgeschoben wurden. Ironie ein.

«Berlin – Die türkische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt drei Verdächtige am Istanbuler Flughafen Atatürk festgenommen. Sie würden verdächtigt, in Verbindung zum Attentäter Anis Amri gestanden zu haben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.

Die Festnahmen seien schon vergangene Woche erfolgt. Die drei Verdächtigen seien deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln. Bereits früher hatten die türkischen Behörden in der Küstenstadt Izmir einen Mann wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Amri festgenommen.
(dpa)»1 (Berliner Kurier)

Wie gut, daß Täter und Mittäter von italienischer und türkischer Polizei festgenommen wurden. Die deutsche Polizei hätte sie wohl entweder nicht geschnappt, oder wegen ‚positiver Resozialisierungsprognose’ gleich wieder laufen lassen müssen. (Ironiemodus ist weiterhin eingeschaltet.)

Vier Mittäter des erklärten ‚Einzelfalles’ sind inzwischen festgenommen worden. So viel zu unseren ‚Qualitätsmedien’, die nicht „Lügenpresse” genannt werden dürfen, und auch keine Bestrafung nach dem neuen Geset gegen ‚Falschnachrichten’, denglisch: ‚Fake News’, zu befürchten haben, weil solche Lügen von der Regierung zur Wahrheit erklärt und bestellt sind. Wie im Internet sofort höhnisch kommentiert wurde, wird erwartet, daß auch alle Mittäter ‚psychische Probleme’ haben. Solcher Spott ist keineswegs weit hergeholt. In unserer Zeit überbietet die Realität jede Satire, was Satiriker fast arbeitslos macht.

«Demnach gehen die Forscher bei begleiteten und unbegleiteten Minderjährigen in Deutschland von Prävalenzen (Rate der Erkrankten, Anm. d. Red.) für posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) maximal bis zu 60 Prozent und für Depressionen bis 33,5 Prozent aus. Für Erwachsene seien es bis zu 76 Prozent. …

So hatte Dr. Dietrich Munz von der Bundespsychotherapeutenkammer gegenüber der FAZ bereits Ende 2015 behauptet, daß nach Einschätzungen der Kammer mindestens die Hälfte der eingereisten Menschen psychisch krank sei.2 (Sputnik News)

Während sogar Terroristen damit entschuldigt werden, ‚Einzelfälle’ mit ‚psychischen Problemen’ zu sein, und brutale Vergewaltiger häufig auf Bewährung freikommen, läuft immer noch die seit Jahrzehnten laufende feministische Schlammschlacht, die abendländische Männer wegen jedem Flirtversuch, Witz oder eingebildeten Vorteilen unter Generalverdacht stell, verunglimpft, bekämpft und oft zu Unrecht vor Gericht zerrt und dort hart bestraft. Falsche Anzeigen gegen Männer, die deren Leben ruinieren können, waren jahrzehntelang gefahrlos für die Anklägerinnen. Nur selten ging es schief wie in diesem Falle:

«James, die mit bürgerlichem Namen Giselle Edona Buszyk heißt, stand wegen Ausübung von verbotener Prostitution, Körperverletzung und falscher Verdächtigung vor Gericht. Die Trash-TV-Teilnehmerin, die unter anderem bei „Adam sucht Eva”, „Promi Big Brother” und zuletzt bei „DSDS” zu sehen war, arbeitete in München in einem Bordell. Dort soll sie einen Mann kennengelernt und anschließend ihre Dienste in dessen Wohnung verrichtet haben. ….

James behauptete, sie sei von dem Boxer Michael P.* vergewaltigt worden und zeigte ihn an. Der wiederum erstattete Anzeige gegen James wegen Erpressung. Sie soll gedroht haben, ihn wegen Vergewaltigung anzuzeigen, falls er ihr nicht 300 Euro zahle. …

Richterin Karin Jung konnte durch WhatsApp-Nachrichten beweisen, daß James versucht hatte, eine Zeugin zu beeinflussen. … Nach einer Verhandlungspause gestand James, gelogen zu haben»3 (Stern.de)

Fußnoten

1 http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/breitscheidplatz-anschlag-drei-mutmassliche-komplizen-von-amri-in-istanbul-festgenommen-26227052

2 https://de.sputniknews.com/panorama/20170317314935142-etwa-haelfte-aller-migranten-in-deutschland-psychisch-krank/

3 http://www.stern.de/lifestyle/leute/edona-james–so-kam-es-zur-spektakulaeren-prozess-wende-7315594.html

Justitia ist einseitig blind

Justitia ist einseitig blind

In früheren Blogartikeln hatten wir schiefe, Frauen bevorzugende, Männer negativ deutende Wahrnehmung besprochen. So wurden in der Silvesternacht Messerstechereien, oder ein am Boden liegender Mann, dem noch an den Kopf getreten wurde, generell kaum Gewaltvorfälle erwänt, bei denen Opfer männlich waren – die das ganze Jahr über keine oder weniger Aufmerksamkeit finden. Schiefe Sicht gibt es aber auch abhängig von weltanschaulichen Hintergründen.

Wie schief Staat und Justiz sind, zeigt die unterschiedliche Behandlung politischer Haßpropaganda je nach ideologischem Hintergrund.

«„Zum Haß gegen Flüchtlinge aufgestachelt” – Journalist für Bericht über angebliche Vergewaltigung angezeigt. ..

Während sein Bericht in den sozialen Netzwerken weiterhin geteilt und kommentiert wird, wurde der Journalist wegen Volksverhetzung angezeigt.

… berichtet Blagoy von einem 13-jährigen Mädchen …, die von mindestens drei ausländischen Männern … mehrmals mißbraucht worden sein soll. Das russische Staatsfernsehen kündigte am vergangenen Samstag den Bericht über die „neue Ordnung in Deutschland” damit an, daß es Indizien über Migranten in Deutschland gebe, die anfangen würden minderjährige Kinder zu vergewaltigen…

Behörde: 13-Jährige weder entführt noch vergewaltigt

Polizei löst Versammlung gegen angebliche Vergewaltigung auf

Tausendfach ist die Geschichte im Netz geteilt worden, auch rechte Hetzer und das russische Staatsfernsehen verbreiteten die Meldung, daß eine 13-Jährige in Berlin von südländisch aussehenden Männern vergewaltigt worden sei. Die Polizei wies dies als falsch zurück.

Trotzdem gingen am Montagabend 250 Menschen auf die Straße.

„Solche Beiträge animieren zu Gewalt”

Der deutsche Rechtsanwalt Martin Luithle aus Konstanz wirft … eine verfälschende Berichterstattung … vor, um Flüchtlinge zu verunglimpfen. Außerdem sei in Blagoys Beitrag eine NPD-Demo als ein Protest von Angehörigen des minderjährigen Mädchens ausgegeben worden.

Luithle hat den russischen TV-Journalisten deshalb wegen Volksverhetzung angezeigt… „Der Fernsehbeitrag erzeugt subtil den gleichen Haß”» (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/01/strafanzeige-nach-russischen-tv-bericht-ueber-13-jaehriges-maedchen-berlin-marzahn.html)

Nehmen wir an, die Darstellung des Artikels stimmt. Was folgt daraus? Auch bei der heutigen, feministisch geprägten Gesetzeslage der BRD wird es als Straftat und „Volksverhetzung” bezeichnet, wenn falsche Vergewaltigungsbehauptungen aufgebracht und politisch ausgeschlachtet werden.

Das wäre rechtlich in Ordnung, wenn auch regelmäßig so verfahren würde. Feministinnen jedoch betreiben seit vier Jahrzehnten eine Schlammschlacht gegen Männer, die sie allesamt als „potentielle Vergewaltiger” hingestellt haben. Feministinnen unterstellen Männern seit Jahrzehnten eine „Kultur der Vergewaltigung” – obwohl das weibliche Geschlecht dominant ist bei Fortpflanzung und Selektion, die weibliche Wahl ist. Doch unsere einseitige Wahrnehmung ist unfähig, männliche Opfer weiblicher Diskriminierung zu sehen und zu bedauern. Alles, was Männer tun können, um sich eine Identität aufzubauen und weibliche Liebe zu finden, wurde verächtlich gemacht, kriminalisiert. Jeder Blick, Witz, Flirtversuch kann als „Belästigung”, „Sexismus”, „Frauenbenachteiligung” ausgelegt werden, oder gar als „Vergewaltigung”, auch nachträglich. Julian Assange ist ein prominentes Opfer nachträglicher Umdeutungen von Geschlechtsverkehr und einer begeisternden Beziehung in „Vergewaltigung”, sobald der Frau etwas nicht paßt. (Julian hatte auch etwas mit einer anderen Frau. Eifersucht und Rachewunsch waren Grund für eine falsche, aber rechtlich erfolgreiche Beschuldigung.) Nicht prominente männliche Opfer sind unsichtbar und erhalten kein Mitgefühl, sondern Häme.

Männer sind in vielerlei Weise entrechtet, und ihre Sexualität ist kriminalisiert worden – alles mit einer männerverhetzenden, hanebüchenen Propaganda, die Männer als ständige Bedrohung und „potentielle” Vergewaltiger hinstellt. Noch vor wenigen Tagen hat sich ein Grünen-Politiker sich nicht entblödet, alle Männer, sich selbst inbegriffen, als „potentielle Vergewaltiger” zu verunglimpfen. An manchen US-Hochschulen kann jeder Kuß zwischen einem betrunkenen Mann und einer ebenso betrunkenen Frau eine klare Vergewaltigung sein (des Mannes an der Frau, nicht etwa umgekehrt); ja, noch geringfügigeres Turteln kann jederzeit dazu ausgelegt, zu grotesken Schauprozessen an feministisch-universitären Femegerichten führen, die keinerlei rechtstaatliche Verfahren kennen, Ruf und Karriere des Mannes aber ruinieren können.

Systematisch wurden Ängste vor Männern geschürt. Die weitaus meisten Vergewaltigungsvorwürfe sind falsch. Feministinnen erfinden immer höhere Ziffern, um gegen Männer zu wettern. (Wobei die weibliche Dominanz und das Schicksal männlicher Verlierer unsichtbar sind für unsere schiefe Wahrnehmung.)

Mit solcher „volksverhetzender” Haßpropaganda haben Feministinnen vier Jahrzehnte lang radikalfeministische Ideologie verbreitet und männerfeindliche Gesetze durchgebracht. Ist jemals eine Radikalfeministin wegen „Volksverhetzung” gegen Männer verurteilt worden? Nein, sogar wenn sie das Männerausrottungspamphlet SCUM bejubelt hat, oder eine Kastration öffentlich in ihrem Magazin bejubelte, erhält sie statt eines Strafverfahrens – zwei Bundesverdienstkreuze. (Alice Schwarzer)

Solch unrechtsmäßiges Vorgehen von Justiz und Politik sagt einiges über unseren Staat aus. Gäbe es eine Gerechtigkeit, so wäre nicht nur Alice Schwarzer, sondern ein Großteil der führenden Feministinnen vor Jahrzehnten wegen Volksverhetzung verurteilt und als haßerfüllte Extremisten von allen staatlichen Organen, Laufbahnen und allen anständigen Bürgern kategorisch ausgeschlossen worden.

Doch stattdessen ehrte der Staat sie und schloß alle Feminismuskritiker kategorisch aus, die auf solche Ungerechtigkeit hinwiesen.

Eine Haßideologie prägte Generationen, in denen letzte Reste einer auf Liebe gründenden Welt untergingen. Denn schriller Haß ist nur die kleine sichtbare Spitze eines Eisbergs. Alles, was gute Beziehungen, soziale und allgemeine Liebe, Achtung und Mitgefühl zwischen den Geschlechtern entstehen und reifen läßt, wurde restlos bekriegt und entsorgt. Doch die Manipulation der Zeitgenossen ist so groß, daß sie etwas anderes als die Geschichtsverdrehung der Siegerinnen gar nicht verstehen können. Die Zeit ist noch nicht reif, damit sie begreifen, worum und in welchem Ausmaß sie betrogen werden.

© 2019 Jan Deichmohle

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