Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Verlag

Verlagskorrespondenz

Verlagskorrespondenz

Sehr wenige Verlage antworten offen und ehrlich; die meisten verstecken sich hinter Formbriefen oder Floskeln. Von daher ist trotz des inhaltlichen Streits dieses Beispiel ein begrüßenswerter Einzelfall. Weil so viele weit verbreitete Vorbehalte geäußert wurden, die sonst nur nicht ausgesprochen werden, sondern im verborgenen wirken, möchte ich die Korrespondenz mit der gebotenen Anonymisierung veröffentlichen.

Sehr geehrter Herr ███,

>Die Angst, dabei zu kurz zu kommen, die mag persönlich berechtigt und bitter sein, aber ist Teil der evolutionären Geschichte.

was Sie anführen, ist feministisch und menschenverachtend: Es gab Zeiten mit einem Verhältnis Mütter zu Väter von 17 : 1. Das ist extrem, bedeutet für die Betroffenen einen genetischen Androzid, kommt einem genetischen Aussterben gleich. Sie wissen nicht, wovon sie reden. Das ist kein „persönliches Zukurzkommen” sondern systematische, radikale Benachteiligung von Männern, die zum Aussterben ganzer Linien führt. Es ist grausam, unmenschlich, und wer das relativiert, kann genauso schlecht den Holocaust relativieren als etwas, was „persönlich berechtigt und bitter” sei, „aber Teil der evolutionären Geschichte”. Genau so haben Nazis argumentiert. Die hofften, ihre Grausamkeit würde von der Geschichte vergessen, wenn sie siegreich sind. Nun ist es Feminismus, der siegen und Grausamkeit übersehen lassen will.

> einen vor Krieg Flüchtenden als Deserteur zu bezeichnen

Eine der üblichen Finten der Migrationsbefürworter. Es ist in vielfacher Weise grotesk unsinnig. Die allermeisten stammen nicht aus Kriegsgebieten, sondern sind ‚falsche Syrer’. Die aus den Kriegsgebieten stammen, sind desertiert aus dem Land, das in einigen Gebieten sicher ist, in dem Asylforderer sogar Urlaub machen. Sie kämpfen dort nicht für ihr Land (oder haben für Islamisten gekämpft und bringen Terrorsympathie zu uns mit). Sie haben ihre Frauen und Kinder meist schutzlos zurückgelassen – das ist desertieren vor Verantwortung. Keiner geht ins Nachbarland Saudi Arabien, kein einziger! Saudi Arabien ist viel reicher als die BRD. Es hat denselben Glauben, dieselbe Kultur. Es liegt direkt daneben. Es hat eine völlig leere Zeltstadt in der Wüste, die für Notfälle gedacht ist, und sofort Hunderttausende Menschen aufnehmen könnte. Doch Saudi Arabien nimmt keine an. 0! Wieso? Wir sind die Dummen, die gar nicht merken, was mit unserer Naivität und Gutmütigkeit gespielt wird. Es ist eine Invasion, die als Waffe gegen uns benutzt wird. Arabische Zeitungen diskutieren gar nicht mehr darüber, ob Europa binnen 100 Jahren zum islamischen Staat werden soll, sondern längst darüber, wie dieser denn aussehen soll.

Die meisten kommen aus sicheren Urlaubsländern wie Tunesien, oder Schwarzafrika. Ihnen geht es nur um unser Geld – und teilweise unsere Frauen. Asylpropaganda mit angeblich leicht verfügbaren nordischen Frauen kann ich belegen. Es ist ein Goldrausch von heute. Weil für dortige Verhältnisse so verrückt viel Geld geboten wird, laufen sie in Scharen zum Ort, wo es – früher Gold – heute Sozialgeld auf der Straße gibt. Zugleich fördern und belohnen wir damit den Geburtenüberschuß dort, so daß es auf Generation hinweg immer schlimmer werden wird. Naive wie Sie begreifen überhaupt nicht, daß sie gar nicht helfen, sondern alles extrem verschlimmern. Naive Menschen, die solche Zusammenhänge nicht verstehen, sind zu dumm, politische Verantwortung zu übernehmen. Dummheit kann gemeingefährlich sein.

Und so weiter … Es gibt genug Frauen in Afrika und Arabien, da hälftig Mädchen und Jungen geboren werden, solange Menschen der Natur nicht ins Handwerk pfuschen. Dort entsteht Frauenüberschuß aufgrund der Abwanderung von Millionen junger Männer. Die polygamen Muslime oder Afrikaner dort genießen den Vorteil, weil ihre männliche Konkurrenz nach Europa verschwindet, wo sie nicht nur unser hart erarbeitetes Geld wegnimmt, sondern auch junge Frauen, mit denen sie sich paaren und die sie schwängern – was dann zum Aussterben der eigenen männlichen Linien führt.

Viele weitere Probleme mit solchem [auch genetischen] Bevölkerungsaustausch werden Sie aufgrund Ihrer ideologischen Voreingenommenheit wohl nicht verstehen (wollen).

> Wenn Ihr Buch von so schlagender Güte ist, dann sollten Sie auch keinerlei Problem haben, das MS unterzubringen. Stattdessen verschwenden Sie unserer beider Zeit.

Eben nicht! Im Gesinnungsstaat BRD regiert seit etwa 1968 eine radikalfeministische Diktatur, in der Medien, Verlage und ideologisch beeinflußte Menschen wie Sie zusammenarbeiten, jede kritische Sicht ablehnen – subjektiv, weil Sie sagen, Sie seien nicht überzeugt. Das ergibt aber in der Summe einen totale, absolute Unterdrückung anderer Sichten, die einer geistigen Vernichtung, ja einer geistigen Ausrottung gleichgekommen ist. Ich bin vielleicht der einzige und letzte Vertreter einer einstigen, schweigenden Mehrheit, die von Medien der BRD und feministischer Umerziehung zum Verschwinden verschwiegen worden ist.

Ihre Haltung ist ja nicht nur die von Ihnen – dann wäre es persönlich und ein Einzelfall, bräuchte ich „unsere Zeit nicht zu verschwenden”. Genauso reagieren so ziemlich alle. In der Summe kommt das dann einer totalen Unterdrückung überlegener Argumente gleich, die niemand an die Öffentlichkeit bringt und die daher untergehen, obwohl sie den feministischen hoch überlegen sind.

> Arisierungen, am Ende vielleicht die wenigen Frauen zu Gebärmaschinen

Da haben Sie mal tief in die Klischeekiste gegriffen: hochgradig unsachlich, der übliche Weg, Andersdenkenden mit Griffen in die Nazikiste oder die Kiste feministischer Phrasen zu diskreditieren.

Tatsache ist: Jede Frau kann sich fortpflanzen, wenn sie will. Für Männer gilt das nicht. Männer werden massiv unterdrückt von der feministisch übersteigerten weiblichen Dominanz. Die Massenimmigration radikalisiert das noch weiter und ist daher höchst ungerecht. Im übrigen wird Ihre Naivität einen Bürgerkrieg hervorbringen, der jetzt bereits in vielen Städten Schwedens und Frankreichs zu entstehen beginnt: Die aggressiveren Neusiedler werden sich nicht wie wir gegenderten und indoktrinierten, nachgiebigen Europäer die Butter vom Brot nehmen lassen, sondern zu Gewalt greifen. Aufgrund des Mißverhältnisses der Geschlechter ist das fast unvermeidlich. Sie und Ihre Verblendung werden uns blutigen Bürgerkrieg bescheren, schlimmstenfalls eine islamistische Machtübernahme, wenn Sie nicht aus Ihrer Verblendung aufwachen.

50 Jahre Feminismus haben enorm viel angerichtet, was meine Bücher belegen – wofür sie unterdrückt werden. Mich können Sie ablehnen und unterdrücken, weil ich friedlich, gewaltlos und freiheitlich bin. Doch die islamistischen Neigungen vieler Neusiedler werden Sie nicht unterdrücken können. Die werden, anders als wir Weicheier, ihre Interessen notfalls mit brutaler Gewalt durchsetzen. Sie können meine Bücher ablehnen, doch damit verlieren Sie die letzte Chance auf friedlichen, freiheitlichen Wandel und liefern Europa Bürgerkrieg und Untergang aus.

Das müssen Sie mit Ihrem Gewissen ausmachen. Mein Ton ist dem Ernst der Lage genau angemessen. Ich lehne Ihren Ton der unsachlichen Unterstellungen mit Nazi- und feministischer Keule ab.

Der Skandal ist ja, daß Qualität überhaupt keine Rolle spielt.

Feministisch: wird gedruckt und zur Sensation, dann kann es miserabel geschrieben, läppisch dahingeschrieben sein. Das Gegenteil von Feminismus: Geht überhaupt nicht, wird diffamiert, beschimpft, als „nicht gut” oder „schlecht” hingestellt, ganz egal, wie gut es inhaltlich und stilistisch ist.

Qualität setzt sich eben nicht durch, wenn es um Probleme von Männern oder Feminismuskritik geht. Das kann ich beweisen. Das Problem bestand in der Alt-BRD (Westen) seit den 1970ern Jahren.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Deichmohle

Von: <███@███>
Gesendet: Dienstag, 4. April 2017 09:32
An: Jan Deichmohle
Betreff: RE: AW: AW: hochaktueller Roman über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Sehr geehrter Herr Deichmohle,

einen vor Krieg Flüchtenden als Deserteur zu bezeichnen, widerspricht meiner Haltung. So ein Ton und auch der Stil widersprechen meinem literarischen Geschmack – über den müssen wir uns gar nicht erst die Mühe machen zu streiten.

Evolutionär ist die genetische Vielfalt die beste. Mit großem Abstand besehen sind solche Wanderungen, Migrationen aus welchem Grund auch immer, das beste, was der Fruchtbarkeit dienlich ist. Und ja, die gesunden Gene sind evolutionär sinnvoll. Wie nun dieser Eindruck entsteht, gesund zu sein, der hängt sehr von Größe, Kraft usw. ab. Andere Optionen sind ebenso viabel. Und schaut man sich um, sieht man eine große Varianz von Paarkonstellationen. Die Angst, dabei zu kurz zu kommen, die mag persönlich berechtigt und bitter sein, aber ist Teil der evolutionären Geschichte. Eingriffe bspw. durch Grenzziehungen, Arisierungen, am Ende vielleicht die wenigen Frauen zu Gebärmaschinen der vielen Männer zu machen usw. lehne ich ab.

Sie können mir auch wieder schreiben, Sie werden mich nicht überzeugen – vor allem nicht von Ihrem Ton und Stil (die die Musik machen und Frauen ebenso begeistern können wie abstoßen).

Und systematisch mag es Aufgabe von Verlagen sein, gute und interessante, ja auch umstrittene Bücher herauszubringen. Welcher individuelle Verlag dann aber welches Buch bringt, das wird er ja wohl noch selbst entscheiden dürfen – wenn es ihm am Ende auch nur ums Geld geht.

Wenn Ihr Buch von so schlagender Güte ist, dann sollten Sie auch keinerlei Problem haben, das MS unterzubringen. Stattdessen verschwenden Sie unserer beider Zeit.

Ich teile – wie gesagt – Ihre Ansichten, Stil und Ton nicht. Deshalb lehne ich ab und darüber müssen wir nicht weiter streiten. Dennoch wünsche ich Ihnen persönlich wie literarisch viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
███

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: „Jan Deichmohle“
Gesendet: Monday, April 3, 2017 16:56
An: <███@███>
Betreff: AW: AW: hochaktueller Roman über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Sehr geehrter Herr ███,

> ich mache mir nicht die Mühe, Ihre ganze Mail zu lesen, weil ich mich nicht gerne beschimpfen lasse.

Ein weit verbreiteter Fehler: Nicht einmal die Argumente lesen, aber in Unkenntnis verreißen wollen. Dann auch Sachkritik, die auf allgemeine Strukturen und Verhältnisse zielt, als „beschimpfen” abtun.

> Ich habe lange überlegt, überhaupt in Ansätzen zu begründen, weshalb ich ablehne. Offenbar war es ein Fehler.

Der Fehler ist umgekehrt: nicht lange zu überlegen, um Argumente und Sachverhalte zu verstehen, sondern darüber, wie die Ablehnung unverstandener Sachverhalte begründet werden kann.

> Ich hatte erwähnt, daß mir der Ton nicht gefällt

Kritische Sichten ecken immer an. Das macht ihre Qualität aus.

>sie macht vielleicht blind für dieser Verworrenheit. Das ist vielen recht, weil es so schön einfach ist: die da oben und die Lügenpresse Punkt)

Verworren sind Ihre Sätze. Weder meine Bücher, noch die Argumentation. Wie schief Medien berichten, kann ich detailliert nachweisen.

> Umgekehrt hat sich das Patriarchat durchaus „schuldig” gemacht

Damit zeigen Sie, von feministischer Ideologie geprägt zu sein. Ein ‚Patriarchat’ im feministischen Sinne hat es niemals gegeben. Frauen wurden zu allen Zeiten bevorzugt. Das beweise ich in der Sachbuchreihe. Ich schrieb: Feministische Annahmen sind in allen Punkten Gegenteil der Wahrheit. Die Bedeutung solcher Sätze haben Sie offenkundig ebenso wenig verstanden wie die Bedeutung der sexuellen Selektion. Ihr Fehler, für den Sie den Boten und Schriftsteller verurteilen. In dieser Frage habe ich die Kompetenz, ihr Verständnis – genauer Unverständnis – zu beurteilen, nicht aber Sie, meine Bücher und Argumente zu beurteilen.

Das ‚Patriarchat’ ist eine genauso irrationale Verschwörungstheorie wie die antisemitische Mär vom ‚Rat der Weisen von Zion’ und ihrer ‚internationalen Weltverschwörung’. Punktum. Wenn Sie also schreiben, eine Verschwörungstheorie ‚Patriarchat’ habe sich „schuldig gemacht”, ist das vom gleichen Kaliber, als wenn Antisemiten behaupten, die ‚Juden’ hätten sich „schuldig gemacht”. Es ist falsch. Völlig falsch. Das ist keine Meinungssache, sondern Tatsache.

In der literarischen Reihe geht es um belletristische Dokumentation und Verarbeitung der Folgen biologischer weiblicher Dominanz im Alltag von Männern. Das wird genau so herausgearbeitet, wie es sich aus den Verhältnissen ergibt. Es ist auch literarisch ein Durchbruch, den noch niemand geschafft oder zuvor betrieben hat: Alleinstellungsmerkmal meiner Bücher.

Das lehnen Sie ab, weil Ihre Wahrnehmung, wie unschwer an Ihren feministisch geprägten Behauptungen und Denkweisen erkenntlich, voreingenommen ist. Wie schon einmal geschrieben, kommt es aber nicht auf Meinungen von Verlegern oder Journalisten an, sondern es geht um Argumente, neu bewiesene und bis vor kurzem unbekannte Tatsachen, und vor allem ein Buch.

Je kontroverser es ist, desto besser für einen Verlag. Fast jede neue Stil- und Denkrichtung stieß anfangs auf scharfe Ablehnung. Zu Zeiten Galileis und Keplers war es lebensgefährlich zu behaupten, die Erde umrunde die Sonne, und nicht umgekehrt. Heute stößt auf genauso schroffes Unverständnis, die feministische Mär des ‚Patriarchats’ und des ‚dominanten Mannes’ umzustoßen. Ob Moden der Literatur, Musik oder Malerei, begann fast jede später arrivierte Stilrichtung mit Spott und Verachtung. Noch auf dem Umschlag der ersten Beatles-Platte fand ich einen Journalisten zitiert, der den Klang dieser Musikgruppe mit Luftschutzsirenen verglich.

Es ist die Aufgabe von Verlagen, gute und interessante Bücher herauszubringen, unabhängig davon, was sie selbst glauben, denken oder nicht glauben. Das unterscheidet eine rege geistige Debatte von einem Gesinnungsstaat.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Deichmohle

Von: <███@███>
Gesendet: Montag, 3. April 2017 16:26
An: Jan Deichmohle
Betreff: RE: AW: hochaktueller Roman über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Sehr geehrter Herr Deichmohle,

ich mache mir nicht die Mühe, Ihre ganze Mail zu lesen, weil ich mich nicht gerne beschimpfen lasse.

Ich habe lange überlegt, überhaupt in Ansätzen zu begründen, weshalb ich ablehne. Offenbar war es ein Fehler.

Ich hatte erwähnt, daß mir der Ton nicht gefällt (bspw. Staatsdoktrin – Diskurse kann, wenn man das denn kann, nachzeichnen, an einen allumfassend gesteuerten Staat glaube ich nicht. Ich bin in der DDR geboren worden und promoviere dazu, sie war definitiv anders aufgebaut und strukturiert, bot aber dafür die Möglichkeiten. Die Bundesrepublik mögen manchen nicht besser finden [Bewertung], aber die Dinge laufen verworrener, an eine solche Doktrin glaube ich nicht – umgekehrt sogar, sie macht vielleicht blind für dieser Verworrenheit. Das ist vielen recht, weil es so schön einfach ist: die da oben und die Lügenpresse Punkt), die pauschale Entgegensetzung von Männern und Frauen. Ich stimme überein, daß der Feminismus durchaus Schwierigkeiten für Männer mit sich bringt, gebracht hat. Umgekehrt hat sich das Patriarchat durchaus „schuldig” gemacht, was nicht heißt, kritisieren zu dürfen, aber mit Augenmaß und sachlich statt vorwurfsvoll – sonst schiebt man sich den schwarzen Peter oder die schwarze Petra nur immer wieder zu.

Außerdem zweifle ich an der „Nachweisbarkeit”, von der Sie reden. Vielleicht haben Sie sich viel Wissen dazu angeeignet. Aber entweder Sie schreiben einen Roman, in dem Figuren sein können, wie Sie wollen, betroffen oder auch nicht, oder Sie schreiben ein Sach-/Fachbuch, das wissenschaftlichen Standards genügt, d.h. in Duktus und Ton angemessen ist, wenn es überhaupt wertet, dann als Schlußfolgerung am Ende, und ernsthafte Quellen anführt anstatt sich im sehr überschaubaren Literaturverzeichnis vor allem selbst zu belegen.

In beiden Fällen könnte ich eine ausführlichere Auseinandersetzung wagen. So aber bleibt mir persönlich Ihre Intention fraglich. Und da ich das Programm selber mache (und bisher nur Belletristik!), meine Edition kein Managementbetrieb ist, bleibe ich dabei. Auch wenn Absagen immer ärgerlich sind oder kränken (was wiederum von Betroffenheit/Involvement zeugt), sollten sie akzeptiert werden.

Mit freundlichen Grüßen
███

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: „Jan Deichmohle“
Gesendet: Monday, April 3, 2017 13:29
An: <███@███>
Betreff: AW: hochaktueller Roman über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Hallo Herr ███,

Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, daß Sie Buch und Argumentation nicht verstanden haben, dann aber – wie es Zeitgenossen gerne tun – vieles zu wissen glauben und andere belehren wollen, statt sich eine neue Sicht und Argumentationsweise zu erschließen. Daran krankt die feministische Epoche.

In meinen Büchern begründe ich den von Ihnen angesprochenen evolutionsbiologischen Hintergrund, den Sie freilich in Unkenntnis falsch deuten.

Seit 150 Jahren wird das Betroffenheitsgefühl von sich irrtümlich benachteiligt wähnenden Feministinnen zur Sensation hochgejubelt, deren Anliegen zur Staatsdoktrin, die von Kindheit an beigebracht wird. …

Hier geht es [dar]um … tatsächliche Benachteiligung von Männern, die wir nur nicht sehen (wollen), vorzustellen und zu beschreiben. Es gibt massive evolutionäre Blockaden, die uns das nicht wahrnehmen lassen wollen. Auch das beweise ich in meiner Sachbuchreihe.

> Ich vermute, die Chancen für Nerds, Schöngeister, Künstler u.ä. waren noch nie so gut wie heute.

Ihre Deutung ist nachweisbar falsch. Noch nie standen Männer, besonders Denker und Dichter, so unter Druck wie heute. Das Schulversagen von Jungen in der feministischen Gesellschaft hat damit zu tun, daß aggressive Straßenjungen bei Mädchen angesehener sind. Das können Sie nicht wissen, wenn Sie sich nicht mit meinen Sachbüchern und der Materie beschäftigt haben. Doch es ist ein Riesenproblem der Gesellschaft, daß diese Dinge radikal falsch und verzerrt wahrgenommen und nicht verstanden werden. Dieses Mißverständnis und diese Verachtung schlägt mir seit über 30 Jahren entgegen.

> ist es mir zu sehr aus Betroffenheit geschrieben

Wenn Frauen, besonders Feministinnen etwas tun (die sich dabei radikal irren), wird es bejubelt, zur literarischen Sensation, zum Bestseller, zur Grundlage des Denkens in Medien und Politik. [Ihr persönliches Engagement und ihre Anteilnahme werden gelobt werden.]

Wenn Männer ähnliches tun (dabei die Richtigkeit wissenschaftlich beweisen können), dann wird ihnen vorgeworfen „zu sehr aus Betroffenheit geschrieben” zu haben.

Diese himmelschreiende Gegensätzlichkeit der Bewertung ist ungerecht und Grund dafür, daß seit 1968 alles schiefgeht, verkehrt herum getan wird und sich gesellschaftliche Probleme radikal verschärfen, was letztlich im vollständigen Zusammenbruch des Abendlandes enden wird.

Die Tatsache biologischer Dominanz des Weiblichen durch sexuelle Selektion haben Sie nicht begriffen, wie es das Abendland trotz Darwin bis heute nicht in seinen kulturellen Folgen begriffen hat. Feminismus ist in allen Annahmen und vom Ansatz her nicht nur falsch, sondern genaues Gegenteil der Wahrheit. Weil Sie … teilweise dem Denken der feministischen Epoche verfallen sind, begreifen Sie meine Analyse der Lage und des Feminismus ebenso wenig wie die Bedeutung. Aus gleichem Grunde können Sie auch nicht begreifen, wie aus der Beschreibung sich eine rationale Beschreibung des Wesens und der Bedeutung von Kultur herausbildet, die vom Feminismus zerstört wurde. Das ist ein philosophischer und erkenntnistheoretischer Durchbruch zu neuen Ansätzen und Sichten, den ich auf den verschiedensten Ebenen vom wissenschaftlichen Sachbuch, aktivistischen Fachbuch über literarische Dokumentationen und neuerdings bis zur Lyrik vorzustellen versuche. Es bedarf eines gründlichen Durchdenkens, um das richtig zu verstehen, weil wir von klein auf mit Unsinn gefüttert wurden, der mehreren feministischen Generationen und Wellen entstammt.

>eine Frau mit einem Dichter und Denker nichts anfangen konnte, der unfähig oder unwillig war, auf dem Feld, auf der Jagd dafür zu sorgen, daß die Familie ernährt wird.

Sie spekulieren sich da was zusammen, leider ohne Kenntnis der Einzelheiten. Eine Familie ernähren hat nicht unbedingt mit Jagd zu tun …, sondern mit einem männlichen Beruf, der schon seit Jahrtausenden auch geistiger Art sein konnte. Erfindungsgeist wurde erst freigesetzt, als fleißiges Streben nach Erkenntnis, viele Jahre währendes Studium von Büchern, Schrifttafeln, Papyri oder dergleichen sich lohnte: Bezahlt wurde, von treuen Frauen belohnt, mit denen diejenigen Kinder zeugen konnten, wenn sie Wissenschaft und Technik entwickelten. In einem Chaos wilder sexueller Selektion gingen solche Geistesarbeiter zu allen Zeiten unter, hat sich Wissenschaft und Technik auch nicht entwickelt.

Im Zustand chaotischer sexueller Selektion werden Frauen der „Wissenschaftler” von anderen, nicht über Büchern hockenden Männern geschwängert, die sich mit ihnen vergnügen. Deshalb gibt es in solchen Verhältnissen wenig Forscherdrang…

Was meinen Sie, was los ist in der Gesellschaft? Es gibt einen Riesenmarkt für Flirtlehrer und Pick-Up-Artisten, weil es für viele Männer so schwer ist. Der Druck ist ungeheuer. Zugleich gibt es wütenden Protest von Feministinnen. Neulich hat ein PuA auf massiven Druck Einreiseverbot in GB erhalten; eine geplante Veranstaltung in Berlin wurde abgesagt…

> Ich teile nicht die Jeder-ist-seines-eigenen-Glückes-Schmied-Mentalität voll und ganz, kritisiere …

>Dabei habe ich durchaus selbst gewisse Vorbehalte gegenüber manchen Phänomenen und Ausprägungen von Feminismus.

Ihre weltanschaulichen Einstellungen oder Vorbehalte sind für die Beurteilung von Büchern völlig irrelevant. Ich beschreibe Tatsachen, beweisbare Tatsachen… Die Probleme betreffen viele Menschen – wir haben in jungen Jahrgängen einen Millionenüberschuß von Männern wegen Masseneinwanderung! Das sind strukturelle Probleme, ist strukturelle Gewalt gegen junge Männer. Aus logischen Gründen müssen viele von ihnen auf der Strecke bleiben. Sie haben Ihre Position nicht logisch konsequent durchdacht.

Die Versuche von Verlegern, Bücher anhand von Einstellungen zu beurteilen, ähneln dem Kardinalfehler des heutigen ‚Journalismus’: Nicht mehr Nachrichten werden wertfrei berichtet, sondern es wird Meinung und Gesinnung verbreitet. Ähnlich beim Buch: Die Gesinnung und Vorbehalte eines Verlegers sollten völlig unerheblich sein. Denn wir sprechen nicht über den Verlag, sondern ein Buch. Ob das etwas taugt, kann nicht aus Gesinnung oder Vorbehalten beurteilt werden.

So wie in Ihrem Verlag ergeht es mir in fast allen Verlagen, die Autoren nicht abkassieren wollen und fähig wären, das Buch auch an ein Publikum zu bringen. Die anderen schätzen die Bücher, bedauern aber, nicht die Mittel für angemessene Vermarktung zu haben, oder bis 2018 verplant zu sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Deichmohle

Von: <███@███>
Gesendet: Montag, 3. April 2017 10:40
An: Jan Deichmohle
Betreff: RE: hochaktueller Roman über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Hallo Herr Deichmohle,

leider muß ich Ihnen mitteilen, dass das Buch nicht in mein Programm paßt.

Darüber hinaus – Sie schreiben ja selber von einem Verlierer, der zu Wort kommt – ist es mir zu sehr aus Betroffenheit geschrieben, damit kein sachliches Buch (worüber man hätte reden können) und für einen Roman (der Betroffene als literarische Figur) nicht fiktional genug (was wohl auch nicht Ihr Anliegen war).

Sachlich stoßen mir (neben der grundsätzlichen Haltung) Dinge auf, die ich nicht teile, die vielleicht sogar falsch sind: Die höhere Attraktivität von Männlichkeitsbildern gegenüber der von „Nerds” bspw. ist vermutlich deutlich älter als der Feminismus, von dem Sie schreiben, was u.a. gute, und zwar biologisch-evolutionäre Gründe hat. Es ist gar nicht so lange her, daß – wenn man so will – eine Frau mit einem Dichter und Denker nichts anfangen konnte, der unfähig oder unwillig war, auf dem Feld, auf der Jagd dafür zu sorgen, daß die Familie ernährt wird. Überhaupt macht diese Bipolarität – evolutionär gedacht – Sinn und gilt nach wie vor. Eine Gesellschaft wie die unsere ermöglicht aber zudem andere viable Wege: Eine Familie kann aufgrund ganz anderer Wertschöpfungen anders ernährt werden, befördert Feminismus ganz neu/anders, aber/und Phänomene wie Sapiosexualität. Ich vermute, die Chancen für Nerds, Schöngeister, Künstler u.ä. waren noch nie so gut wie heute. Mir behagt der Verweis auf andere und moderne Phänomene, die Schuld an der eigenen Betroffenheit sind nicht – jedenfalls nicht in dem Ton. Ich teile nicht die Jeder-ist-seines-eigenen-Glückes-Schmied-Mentalität voll und ganz, kritisiere strukturelle Probleme (bspw. im Sinne Bourdieus), die verantwortlich sind für Chancenungleichheiten in Abhängigkeit von sozialer Herkunft, die betroffene Schuldsuche bei anderen hingegen finde ich fraglich. Dabei habe ich durchaus selbst gewisse Vorbehalte gegenüber manchen Phänomenen und Ausprägungen von Feminismus.

Dennoch: Für mein Programm kommt Ihr Buch nicht in Frage. In einem anderen haben Sie vielleicht mehr Glück/Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
███

Nachtrag:

> Mit großem Abstand besehen sind solche Wanderungen, Migrationen aus welchem Grund auch immer, das beste, was der Fruchtbarkeit dienlich ist.

Das ist hochkarätiger antieuropäischer Rassismus, der im übrigen auch noch den Tatsachen widerspricht. Wissenschaftliche Studien belegen massiven Qualitätsverlust. Qualifizierte Fachkräfte machen einen Bogen um unser Land.

> Und ja, die gesunden Gene sind evolutionär sinnvoll.

Männerfeindlicher Biologismus. Über Frauen werden Gene nicht gefiltert, nur über Männer. Frauen pflanzen sich mit allen Genen fort, Männer werden häufig diskriminiert und ausgeschlossen: empörend ungerecht, biologistisch, unhaltbarer Zustand. Radikales Gegenteil von ‚Geschlechtergleichheit’ oder ‚Chancengleichheit’.

> Eingriffe bspw. durch Grenzziehungen

Das ist weltfremde grüne Ideologie. Ohne Grenzen gibt es keinen Staat. Wo es keinen Staaten gab, bestanden Stämme, bei denen die Zugehörigkeit über Verwandtschaft geregelt wurde. Noch niemals gab es einen Zustand ohne ‚Grenzziehung’ (entweder über Staatsgrenzen, oder Stammeszugehörigkeit), was genauso wie Geschlechterergänzung eine menschliche Universalie ist, die heute von verbohrten Ideologen geschliffen werden soll, was fatale Folgen nach sich zieht.

Neue Bücher: Heute Beziehungsentzug

Neue Bücher

Nach Jahrzehnten ohne Veröffentlichungsmöglichkeit in richtigen Verlagen hat sich das Blatt gewendet, was ich zur derzeitigen Salve neuer Bücher nutze, mit denen die Zitadelle des feministischen Lügengebäudes aufgerieben wird.

Vor einigen Tagen erschien „Beziehungsentzug: Die weibliche Macht der Partnerwahl” im De Behr Verlag. Es ist ein untypisches „Deichmohle”-Buch auch von der Aufmachung her. Eine Lektüre könnte sich lohnen. Nicht jedes als Ratgeber angebotene Buch bietet literarische Unterhaltung.

Frei nach Wilhelm Buch:

Dieses war der neu’ste Streich,
doch der nächste folgt sogleich!”

einband-beziehungsentzug

Beachtliches Buch

Beachtliches Buch

Seit 30 Jahren wurde der Kern dieses Manuskripts mitsamt Thema und Sicht abgelehnt. Jetzt mehren sich neben den üblichen Bosheiten aus Gesinnungsgründen lobende Rückmeldungen.

«Von: ■■■ <■■■@univer■■■.com>
An: Jan Deichmohle <deichmohle@■■■.com>
Gesendet: 10:33 Mittwoch, 14.September 2016
Betreff: Re: Brisantes, hochaktuelles Buch

Sehr geehrter Herr Deichmohle

Es ist wirklich sehr bedauerlich, daß es mir leider nicht mehr möglich ist, Ihr beachtliches Buch zu veröffentlichen.
Ich bin 8■ Jahre und seit einiger Zeit nur noch allein in der ■■■ tätig.
Jetzt zwingt mich ein unerwartetes Gesundheitsproblem, meine geliebte Verlagstätigkeit aufzugeben.
… daß Sie andere Verleger finden werden, die Sie für eine Veröffentlichung Ihres neuen Werkes sehr interessieren können.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
■■■»

Auch mit 30jähriger Verspätung gilt: Feminismus darf alles, Ideologiekritik nichts. Feministische Lügen erhalten alle Aufmerksamkeit von Medien und Öffentlichkeit, ihre Widerlegung keine.

Waren Verlage aber überzeugt von der Qualität, dann paßt ein philosophisch tiefgreifend feminismuswidriges Buch nicht ins Programm, aus mehreren Gründen:

* Feministische Ideen passen, werden massenhaft verbreitet. Für sie gibt es zahlreiche Sondersparten. Widerlegung und feminismusfreie Ideen fallen aus dem Raster.

* Schon vor Jahrhunderten wurden frühfeministische, männerfeindliche oder männerlose – also extrem geschlechtsrassistische Sichten – veröffentlicht. Der klassische Buchmarkt war bereits gegenüber Frauen viel toleranter als gegenüber Männern. Auch als es noch passende Schubladen für Bücher von Männern gab, wurden weibliche Sichten bevorzugt.

* Feminismus hat eine Diktatur „politischer Korrektheit” etabliert, die heftige Empörung auslöst, wenn etwas geäußert wird, das diese Diktatur widerlegt oder in Frage stellt.

* Angeborene Frauenbevorzugung läßt uns bösartigen feministischen Männerhaß tolerieren, wogegen Männer nicht einmal aus Liebe zu Frauen dagegenhalten dürfen.

Wenn trotzdem Qualität erkannt wird, fehlt aus oben genannten Gründen eine passende Rubrik. Sogar die wenigen Verlage, die bereit wären, ein Buch ohne passende Verlagsreihe zu veröffentlichen, oder eine so allgemeine Reihe haben, daß es inhaltlich paßt, scheitern an folgenden Umständen:

* Seit den 1970ern haben radikalfeministische Kräfte Journalismus und größere Verlage infiltriert und übernommen. Wie Erin Pizzey bemerkte, gab es deshalb seit den 1970er Jahren eine massive Unterdrückung und Zensur nichtfeministischer Sichten. Diese bemerken wir deshalb nicht, weil wir emotional tendenziös empfinden und die Zensur überdies nicht durch Verbote, sondern durch Verschweigen funktioniert, das sich nur schwer nachweisen läßt. Um dieses Problem zu überwinden, enthalten alle meine Sachbücher mindestens ein Buchkapitel mit Nachweisen für feministische Unterdrückung Andersdenkender und moderne Zensurformen, die wirksamer und raffinierter sind als die klassische Verbotszensur.

Aufgrund solcher Verschweigetaktiken ist es Verlagen nur schwer möglich, ein ehrliches Buch publik zu machen und zu verkaufen.

* Neben dem feministischen Gesinnungsterror durch Verschweigen und neuen Zensurformen, sowie durch Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Kindergarten, Schulen und Universitäten, hat sich die Methode der Diffamierung als zentrale Unterdrückungsmethode etabliert. Seit der ersten Welle, verschärft ab 1968, wird jeder Andersdenkender als angeblich „schlechter Mensch”, „Bösewicht”, „Chauvi”, „Reaktionär” und „Dummkopf” verleumdet. Tatsächlich verhält es sich – wie immer – umgekehrt: Bösartig und unterdrückerisch ist die von Feministen betriebene Diffamierung. Ihre Ideologie ist plump, dumm und geistig gehaltlos. Der Vorwurf der Dummheit fällt auf sie selbst zurück. Was sie – am liebsten ungelesen und unverstanden – als „typische reaktionäre Dummheit” abtun, dürfte wesentlich gehaltvoller, fortschrittlicher und geistig nahrhafter sein als alles, was sie selbst zustande gebracht haben.

* Außerdem gibt es eine Tendenz entwurzelter Massen, den in Medien verbreiteten Ideologien zu folgen, was ihnen allzu heftig widerspricht, als „verrückt” wahrzunehmen, obwohl sie selbst es sind, die sich aus der Mitte, dem Gleichgewicht, von ihren eigenen Gefühlen und Interessen weg verrückt haben in ihnen unterschobene verirrte Extrempositionen.

* Menschen gehen oft nach ihrer Gewohnheit vor. Da sie feministische Ideologie gewohnt sind und gar nicht mehr als solche wahrnehmen, ist diese Teil ihres eigenen Denkens und ihrer Weltsicht geworden, wird etwa in der Massenmigrationsdebatte gegen die Flut und offene Grenzen benutzt. Feminismus ist bei den Konservativen angekommen. Daher wird paradoxerweise als „ungewohnt” abgelehnt, was feministischer Ideologie nicht auf den Leim gegangen ist, obwohl es jahrtausendealter Erfahrung entspricht, wogegen Feminismus ein gefährliches kulturrevolutionäres Experiment ist, das gerade fulminant scheitert und uns in den Abgrund mitzureißen droht.

Mutige Verlage werden gesucht, die ihrem Auftrag, den menschlichen Geist zu fördern, gerecht werden. Leser werden gesucht! Denn die meisten lehnen in Unkenntnis ab und lesen gar nicht erst, was ihr Weltbild erschüttern könnte. Jene wenigen, die ähnlicher Ansicht sind, glauben es nicht nötig zu haben, ein Buch zu lesen, weil sie schon alles zu wissen vermeinen. Oder sie haben ihre eigene, zwar ähnliche, aber abweichende Meinung und sehen in meinen Büchern eine überflüssige „Konkurrenz” zu ihrer Überzeugung.

Das entspricht dem Ergebnis evolutionspsychologischer Untersuchungen: Frauen haben die Tendenz, unerträglich zu finden, wenn Männer ihnen nicht genehme Ansichten äußern. Also schreien viele emanzipierte Frauen nach Verbot abweichender männlicher Meinungen und geben an, sich sonst nicht „frei” oder „wohl” zu fühlen. So geht Freiheit unter. (In traditionellen Kulturen wurde ein solcher Konflikt vermieden.)

Männer dagegen fühlen sich „frei” und „wohl”, wenn sie ihre eigene Ansicht frei äußern dürfen, kümmern sich laut den Untersuchungen weniger darum, was andere Männer äußern – von Ideologen abgesehen. Ideologen reagieren sozusagen ähnlich wie Feministinnen oder Frauen ihren Schlags. Doch Männer haben meist die Neigung, Andersdenkende nur dann zu unterstützen, wenn sie deren Meinung teilen. Somit stehen Männer, die ungenehme Wahrheiten verkünden, gegen entwurzelte Frauen und Feministen beiderlei Geschlechts, erhalten jedoch auch von toleranten Männern nur selten Unterstützung.

Ergebnis solcher Asymetrie ist ein rasantes Abrutschen der Gesellschaft in Unfreiheit und Selbstzerstörung.

Absagen & der rote Faden des Buches „Anmache” ‒ 2. Teil

Absagen & der rote Faden des Buches „Anmache” ‒ 2. Teil

Heu­te, da die De­fi­ni­ti­ons­ho­heit fe­mi­ni­sti­scher Ide­o­lo­gie erst­mals schwä­chelt, ist es wie­der mög­lich, ei­ne Ver­öf­fent­li­chung mei­ner Do­ku­men­ta­ti­on fe­mi­ni­sti­scher Em­pa­thie­un­fä­hig­keit zu ver­su­chen, die 30 Jah­re lang un­mög­lich war, wäh­rend täg­lich Mas­sen fe­mi­ni­sti­scher Pro­pa­gan­da in al­ler Form auf uns ein­pras­sel­te: Bü­cher, Fil­me, Ra­dio- und Fern­seh­pa­la­ver, pseu­do­wis­sen­schaft­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, Schrif­ten und De­bat­ten an Uni­ver­si­tä­ten, in Po­li­tik, Or­ga­ni­sa­ti­o­nen al­ler Art bis hin zu „Ent­wick­lungs­hil­fe”, bei der nicht Hil­fe im Vor­der­grund steht, son­dern fe­mi­ni­sti­sche Gen­de­rung al­ler Län­der welt­weit, was sämt­li­che Kul­tu­ren zer­stört, und da­mit das Er­be der Mensch­heit. (Be­wei­se sie­he: „Die Gen­de­rung der Welt”).

In Öf­fent­lich­keit und Ver­la­gen gibt es nun auch gu­te Rück­mel­dun­gen.

«Von: ■■■ <gabi@■■■>
An: deichmohle@yahoo.com
Gesendet: 10:13 Dien­stag, 12.Juli 2016
Betreff: Ihr Ma­nu­skript

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

ich ha­be mir Ihr Ma­nu­skript in der Zwi­schen­zeit an­ge­se­hen, an vie­len Stel­len zu­stim­mend ge­nickt oder ge­staunt (ge­ra­de bei man­chen Ent­hül­lun­gen, die Mi­gran­ten be­tref­fend). Lei­der muß ich Ih­nen den­noch mit­tei­len, daß wir es über un­se­ren Ver­lag nicht ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Das hat aber we­der mit dem bri­san­ten, kon­tro­ver­sen In­halt noch mit der au­ßer­ge­wöhn­li­chen Mach­art zu tun – wie ich schon sag­te ist das The­ma in­ter­es­sant, das Buch gut durch­ge­ar­bei­tet. Ich woll­te, al­le Au­to­ren wür­den so ar­bei­ten.

Un­ser Ver­lag ver­legt und ver­treibt aus­schließ­lich die Gen­res, die Sie auf der Web­sei­te se­hen. Ihr Werk paßt in kei­ne die­ser „Schub­la­den”, die uns vom Buch­han­del über Pro­dukt­co­des lei­der so vor­ge­ge­ben sind. So­mit könn­ten wir ihm auch nicht in an­ge­mes­se­ner Wei­se die Platt­form auf dem Markt bie­ten, die es be­nö­tigt. Wie Sie be­reits an­merk­ten, es ge­nügt ja nicht, ein Buch her­aus­zu­brin­gen. Es möch­te auch be­wor­ben und ver­kauft wer­den. … Un­ser Ver­lag ist recht klein, da­her sind die Ka­pa­zi­tä­ten be­reits aus­ge­schöpft. Neu­es fin­det da zu mei­nem Be­dau­ern kaum Platz.»

Meh­re­re Ver­la­ge ha­ben mei­ne Skrip­ten mit ähn­li­chen Wen­dun­gen ge­lobt und be­tont, sie hät­ten sehr viel we­ni­ger Ar­beit mit Bü­chern, wenn al­le Au­to­ren sprach­lich so gu­te Qua­li­tät lie­fern wür­den, die – nach ih­ren Be­kun­dun­gen – mei­ne Zu­sen­dun­gen von als Buch ver­öf­fent­lich­ten Skrip­ten an­de­rer her­vor­hob.

Meh­re­re mei­ner Bü­cher, dar­un­ter die­ses, wur­den von Ver­le­gern für un­ge­wöhn­li­che Sprach­qua­li­tät (oder Durch­ar­bei­tung) ge­lobt, die viel Ar­beit spa­re und sel­ten sei. Geht es je­doch um The­men, die an­ge­bo­re­ne und ide­o­lo­gisch über­zo­ge­ne Frau­en­be­vor­zu­gung und das weib­li­che Mo­no­pol bre­chen, sich über (im fe­mi­ni­sti­schen Fal­le nur ver­meint­li­ches) Un­recht zu be­kla­gen, dann wird der Mann hä­misch, emo­ti­o­nal und ver­nich­tend un­ter­drückt.

Wie rea­giert ei­ne fe­mi­ni­stisch be­ein­fluß­te Frau, wenn sie ein Buch liest, in dem ein Mann über grau­sa­men jahr­zehn­te­lan­gen Aus­schluß durch Frau­en be­rich­tet, be­gin­nend im zar­ten Al­ter von 12 Jah­ren? Ein Selbst­ver­ständ­lich­keit für ge­sun­de Men­schen wä­re, Mit­ge­fühl zu ent­wickeln, mit­zu­lei­den, das Un­glück zu be­dau­ern und be­stürzt dar­über zu sein, daß so et­was mög­lich ist. Ein ge­sun­der Mensch müß­te dar­auf rea­gie­ren, et­was an dem Un­glück än­dern wol­len und sich be­trof­fen fra­gen, wie­so nie­mand rea­giert.

Bei ei­nem ge­sun­den Men­schen wä­re das selbst­ver­ständ­lich. In un­se­rer Epo­che han­delt bis­lang nie­mand so. Zeit­ge­nos­sen sind an­ge­steckt durch grund­le­gen­de Em­pa­thie­un­fä­hig­keit von Fe­mi­ni­sten und ih­rer Ide­o­lo­gie, die al­les ver­biegt und nur ver­bo­gen wahr­neh­men läßt.

Ganz im Ge­gen­teil, fol­gen­de Lek­to­rin ist nicht be­trübt und mit­füh­lend, son­dern re­agiert mit ge­wohn­ter fe­mi­ni­sti­scher Ar­ro­ganz, die im Op­fer ei­nen „bö­sen” An­ders­den­ken­den sieht, der zu kri­ti­sie­ren ist da­für, et­was an­de­res zu den­ken als er­laubt. Denn wür­de er wie sie den­ken, könn­te er nicht kla­gen. Au­ßer­dem schließt sie aus der Tat­sa­che, daß ihr Op­fer an­ders denkt als Fe­mi­ni­stin­nen er­lau­ben, das Op­fer ha­be ih­re The­o­ri­ën nicht ver­stan­den. Über­dies ist in der üb­li­chen fe­mi­ni­sti­schen Tä­ter-Op­fer-Um­keh­rung de­fi­ni­ti­ons­ge­mäß die Frau das „Op­fer”, wo­ge­gen dem Mann die Rol­le von „Tä­ter” und „Un­ter­drücker” zu­ge­schrie­ben ist, auf­grund von fe­mi­ni­sti­schen An­nah­men, die al­le­samt falsch sind.

«Sehr ge­ehr­te Frau ■■■, …
> zeigt leider, dass Sie we­der Gen­der- noch Fe­mi­nis­mus­the­o­rien
> ver­stan­den oder sich da­mit be­schäf­tigt ha­ben.

Da­mit be­wei­sen Sie zwei­er­lei: Er­stens die üb­li­che to­ta­le Un­fä­hig­keit zu Em­pa­thie und Mit­ge­fühl ge­gen­über Män­nern, die so­wohl Ur­sa­che der see­li­schen Krank­heit Fe­mi­nis­mus bei ei­ner klei­nen Min­der­heit war, als auch de­ren Fol­ge, weil näm­lich gan­ze Ge­ne­ra­ti­o­nen mit die­ser Un­fä­hig­keit zu ele­men­ta­rem mensch­li­chem Ge­fühl an­ge­steckt wur­de.

Zwei­tens be­wei­sen Sie au­ßer­or­dent­li­che Ar­ro­ganz, in­dem Sie An­ders­den­ken als „Nicht­ver­ste­hen” der herr­schen­den Ge­sin­nung und Ide­o­lo­gie deu­ten. Wer Ih­rer Ide­o­lo­gie nicht folgt, dem wird so­gar ab­ge­spro­chen, sich mit ihr „be­schäf­tigt” zu ha­ben. Nun ist ei­ne sol­che, von den Grund­an­nah­men an fal­sche Ide­o­lo­gie kei­ner Be­schäf­ti­gung wert. Wenn Sie je­doch Bü­cher su­chen, die die­se Ide­o­lo­gie ge­nau ana­ly­sie­ren und sämt­li­che An­nah­men wi­der­le­gen, so wer­den sie – mei­ne Sach­buch­rei­he fin­den. Lä­cher­li­cher geht es al­so gar nicht als mit Ih­rem Vor­wurf.

Daß Ih­re männ­li­chen Kol­le­gen ähn­li­cher Mei­nung sein mö­gen, ist we­nig er­staun­lich, denn al­le fe­mi­ni­sti­schen Wel­len ha­ben mit ih­rer Ide­o­lo­gie schnell die ge­sam­te Ge­sell­schaft ein­schließ­lich Män­nern über­rollt und an­ge­steckt – wie Bü­cher von mir do­ku­men­tie­ren und ana­ly­sie­ren.

> Ihr Text geht an der ak­tu­el­len De­bat­te weit vor­bei

Ge­nau das ist ja das ori­gi­nel­le und gu­te an mei­nen Bü­chern. Denn die ak­tu­el­len De­bat­ten sind be­reits vom An­satz her falsch, be­ru­hen auf wi­der­leg­ten, ein­sti­gem män­ner­has­sen­den Ra­di­kal­fe­mi­nis­mus ent­sprin­gen­den Kon­zep­ten. Die ak­tu­el­le De­bat­te ist ei­ne von The­ma­tik und Sicht her fe­mi­ni­sti­sche De­bat­te, die un­mensch­lich, män­ner­has­send und ge­schlechts­ras­si­stisch-frau­en­be­zo­gen ist. Au­ßer­dem grün­det die De­bat­te auf ei­ner to­ta­len Un­fä­hig­keit, nor­ma­le An­teils­nah­me für Män­ner und ih­re Be­lan­ge so­wie Männ­lich­keit zu emp­fin­den. Die­se ge­fühls­mä­ßi­ge Krank­heit, die ähn­lich funk­ti­o­niert wie der Man­gel an Mit­ge­fühl für Ju­den und an­de­re eth­ni­sche Min­der­hei­ten zu Zei­ten des Hit­ler­fa­schis­mus, ver­hin­dert ei­ne sinn­vol­le De­bat­te.

Mei­ne Bü­cher zei­gen die krank­haf­te Un­fä­hig­keit zu Em­pa­thie ge­gen­über Män­nern, ein­schließ­lich mir ge­gen­über, ent­lar­ven die schie­fen De­bat­ten fe­mi­ni­sti­scher Ära, und schaf­fen da­mit erst die Grund­la­ge, sinn­voll de­bat­tie­ren zu kön­nen. Zu­gleich wer­den neue De­bat­ten zu ob­jek­tiv nach­weis­bar wich­ti­gen und wirk­li­chen The­men be­gon­nen.

Rich­tig muß es hei­ßen: Ih­re ide­o­lo­gi­schen, to­ta­li­tär ge­präg­ten De­bat­ten ge­hen an der Wirk­lich­keit und am Le­ben vor­bei, und es wird Zeit, end­lich Bü­cher zu de­bat­tie­ren, die ei­ne wirk­li­che De­bat­te er­öff­nen und den Men­schen vor Au­gen füh­ren, was in ide­o­lo­gi­scher Ver­blen­dung für Leid und Un­heil an­ge­rich­tet wur­de.

Of­fen­sicht­lich ist die Ver­blen­dung bei Ih­nen samt Kol­le­gen noch nicht über­wun­den.

> i.e. so­wohl sub­jek­tiv ge­fällt als auch ob­jek­ti­ve­ren Qua­li­täts­kri­te­ri­en

Als von der fe­mi­ni­sti­schen Epo­che im Den­ken ge­präg­te Per­son – auch wenn das wi­der Wil­len oder oh­ne Ihr Wis­sen statt­ge­fun­den ha­ben soll­te – wä­re es klü­ger, wenn Sie das Wort „ob­jek­tiv” nicht in den Mund näh­men. Fe­mi­nis­mus und sämt­li­che re­sul­tie­ren­den De­bat­ten sind vom ra­di­ka­len Ge­gen­teil ge­prägt. Fe­mi­ni­sti­sche The­o­rie hat Ob­jek­ti­vi­tät als „männ­lich” be­zeich­net und durch be­wußt par­tei­ïsche, sub­jek­ti­ve Me­tho­dik er­setzt, die aus dem fe­mi­ni­sti­schen po­li­ti­schen Kampf ent­stan­den. Dies ha­be ich an­hand fe­mi­ni­sti­scher Quel­len in ei­nem Buch be­wie­sen, das mit 20­jäh­ri­ger Ver­spä­tung dem­nächst als Sach­buch „Fe­mi­nis­mus­kri­tik” er­schei­nen wird. (Was noch­mals die Ab­sur­di­tät Ih­rer obi­gen Vor­wür­fe be­weist, die nur den Grad Ih­rer ei­ge­nen In­dok­tri­nie­rung zei­gen.)

Glei­ches gilt für Qua­li­tät. Fe­mi­ni­sti­sche Li­te­ra­tur hat noch nie ob­jek­ti­ven Qua­li­täts­kri­te­ri­en ge­nügt, sich mit to­ta­li­tä­rem Ge­sin­nungs­druck durch­ge­setzt. Es ist ei­ne bil­li­ge Re­tour­kut­sche ge­gen die Un­ter­drück­ten, mit dem Be­griff „Qua­li­tät” zu hau­sie­ren. Ich kann Ih­nen nach­wei­sen, daß stüm­per­haf­tes Ge­schrei­be von Frau­en be­ju­belt wur­de und bis heu­te be­ju­belt wird, wenn es dem fe­mi­ni­sti­schen Zeit­geist ent­spricht. Mei­ne Meß­lat­te liegt we­sent­lich hö­her; ich schrei­be we­sent­lich sach­li­cher, li­te­ra­ri­scher, ori­gi­nel­ler, doch in der üb­li­chen Um­keh­rung al­ler Tat­sa­chen sieht der zeit­ge­nös­si­sche „po­li­tisch kor­rek­te” Blick den Feh­ler bei sei­nen Kri­ti­kern, mag ihr Ni­veau noch so viel hö­her sein als das ei­ge­ne. Dies wei­se ich im Buch „NEIN!” nach, in dem ex­pli­zit zum Best­sel­ler hoch­ge­ju­bel­te Frau­en­bü­cher zi­tiert wer­den, so daß je­der se­hen kann, wie viel nied­ri­ger ihr Ni­veau ist, wo plump ero­tisch über Weh­weh­chen mit Ent­jung­fe­rung oder Sex la­men­tiert wird. Nicht nur li­te­ra­risch, auch in­halt­lich steckt nicht viel drin, doch es wur­de in Me­di­en breit aus­ge­walzt, weil es für Frau­en In­ter­es­se und Mit­ge­fühl gibt.

Ein Mann kann noch so an­spruchs­voll schrei­ben: Weil es kein Mit­ge­fühl für Män­ner gibt, wird er mit per­sön­li­chen An­grif­fen fer­tig­ge­macht.

>The­men, durch­aus kri­tisch, und un­ser Ziel ist es, in ei­ner Welt zu
> le­ben, in der Men­schen, egal wel­chen Ge­schlechts und wel­cher Her­kunft,
> gleich und gut be­han­delt wer­den – und an­de­re gleich und gut be­han­deln.
> Auch da, fürch­ten wir, sind Sie und wir nicht auf ei­ner Hö­he.

Noch ei­ne Un­ver­schämt­heit von Ih­nen. Sie füh­len sich mo­ra­lisch auf der Hö­he, weil Sie ei­ner be­stimm­ten Ide­o­lo­gie fol­gen, und spre­chen mir ab, „gleich gu­te Be­hand­lung” zu ver­tre­ten. Das ist ei­ne Be­lei­di­gung, un­wahr und ein­fach un­ver­schämt, zeigt Ih­re Ver­bohrt­heit, mit der Sie An­ders­den­ken­de gei­stig nie­der­ma­chen, schlecht wahr­neh­men. Sie zei­gen da­mit, daß Sie – und Ih­re Kol­le­gen – Teil des Pro­blems sind. Nicht nur sind Sie un­fä­hig, die nö­ti­ge Em­pa­thie für be­nach­tei­lig­te Män­ner zu emp­fin­den, son­dern sie wer­ten sie mo­ra­lisch ab. Es ist un­ver­schämt zu be­haup­ten, Sie sei­en mo­ra­lisch oder gei­stig auf ei­ner grö­ße­ren Hö­he, weil ich an­ders den­ke als Sie. Mer­ken Sie denn gar nicht, daß Sie ge­fühl­los rea­gie­ren, kein biß­chen Be­stür­zung be­zei­gen we­gen der schlech­ten Be­hand­lung, die ich mein Le­ben lang er­fuhr? Wer wird denn schlech­ter be­han­delt? Eben, Män­ner, männ­li­che Ver­lie­rer, Men­schen wie ich!

Sie sind es, die mir kei­ne „gleich gu­te” Be­hand­lung zu­ge­steht, und sich zu­gleich noch mo­ra­lisch auf grö­ße­rer „Hö­he” fühlt. Das ist krank, sehr krank, und das Ge­gen­teil der Wahr­heit. Sie ver­wei­gern mir ei­ne an­stän­di­ge Be­hand­lung und sind da­mit selbst mo­ra­lisch in nie­der­sten Tie­fen, aber auf kei­ner­lei Hö­he.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,
Jan Deich­moh­le

«> Date: Fri, 1 Jul 2016 16:11:29 +0200
> From: ■■■@culturbooks.de
> To: deichmohle@hotmail.com
> Subject: Fwd: WG: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

> Lieber Herr Deich­moh­le,

wir sind ein li­te­ra­ri­scher Ver­lag. Wir ach­ten auf Qua­li­tät bei Stil und
> In­hal­ten und ver­öf­fent­li­chen aus­schließ­lich, was uns zu 100% zu­sagt,
> i.e. so­wohl sub­jek­tiv ge­fällt als auch ob­jek­ti­ve­ren Qua­li­täts­kri­te­ri­en
> stand­hält.

Nichts da­von trifft nun auf Ihr An­ge­bot zu, was im Üb­ri­gen, wenn ich das
> hin­zu­fü­gen darf, auch voll­um­fäng­lich die Mei­nung mei­ner männ­li­chen
> Kol­le­gen ist. Ihr Text geht an der ak­tu­el­len De­bat­te weit vor­bei und
> zeigt lei­der, dass Sie we­der Gen­der- noch Fe­mi­nis­mus­the­o­ri­en ver­stan­den
> oder sich da­mit be­schäf­tigt ha­ben. Wir be­schäf­ti­gen uns mit die­sen
> The­men, durch­aus kri­tisch, und un­ser Ziel ist es, in ei­ner Welt zu
> le­ben, in der Men­schen, egal wel­chen Ge­schlechts und wel­cher Her­kunft,
> gleich und gut be­han­delt wer­den – und an­de­re gleich und gut be­han­deln.
> Auch da, fürch­ten wir, sind Sie und wir nicht auf ei­ner Hö­he.

Bit­te schau­en Sie sich in Zu­kunft die Pro­gram­me der Ver­la­ge, die Sie
> kon­tak­tie­ren, an, um Miss­ver­ständ­nis­se wie die­ses zu ver­mei­den.

Um nicht noch mehr Ih­rer Zeit zu ver­schwen­den, ver­blei­be ich:
> Zoë ■■■
>

> —– Forwarded message —–

Von: „Jan Deichmohle“ <deichmohle@hotmail.com>
> An: <■■■@culturbooks.de>
> Betreff: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
> Datum: Do., Juni 30, 2016 22:08
> Ei­nen wun­der­schö­nen Tag»

»

Aus glei­chem Grun­de schei­tert auch ei­ne be­kann­te Ver­le­ger­per­sön­lich­keit der Re­pu­blik, die be­rühm­te li­te­ra­ri­sche Rei­hen ver­öf­fent­licht und ver­schie­de­ne Ver­la­ge ge­lei­tet hat, ob­wohl er mei­nen Stil lobt, an ei­ner emo­ti­o­na­len (und teil­wei­se wohl un­ter­be­wuß­ten) Ver­dam­mung mei­ner „po­li­tisch in­kor­rek­ten” In­hal­te. Wer kei­ne sach­li­chen Ar­gu­men­te hat, macht per­sön­lich run­ter oder glaubt, mit ei­nem „Kä­se” ei­ne in­halt­li­che Aus­sa­ge zu tref­fen.

«From: ■■■@vitolibro.de
To: deichmohle@hotmail.com
Subject: AW: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
Date: Sun, 3 Jul 2016 13:28:50 +0200

Kä­se

Von: Jan Deichmohle
Ge­sen­det: Sonn­tag, 3. Juli 2016 13:10
An: <■■■@vitolibro.de>
Betreff: RE: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

Mon­sieur,

das Pro­blem bei emo­ti­o­nal ge­präg­ter Be­ur­tei­lung ist man­gel­nde Selbst­re­fle­xi­on. Die Bü­cher be­schrei­ben un­ter an­de­rem ei­ne neue Er­kennt­nis mo­der­ner Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie: ei­ne mensch­lich schie­fe Wahr­neh­mung. Be­klagt ei­ne Frau et­was, wird mit Sym­pa­thie und Hilfs­be­reit­schaft zu­ge­hört. Bei Män­nern wird ent­rü­stet weg­ge­hört, weil die Evo­lu­ti­on nicht will, daß wir Sym­pa­thie für männ­li­che Ver­lie­rer emp­fin­den, weil sie sonst den Aus­schluß aus Se­xu­a­li­tät und Fort­pflan­zung un­ter­lau­fen könn­ten.

Wie kann es sein, daß ein in­tel­li­gen­ter Ver­le­ger nicht die Lo­gik des Ar­gu­ments be­merkt und der üb­li­chen zeit­ge­nös­si­schen Wahr­neh­mungs­stö­rung ver­fällt, um die es in die­sem Buch geht? Das ist ei­ne Fehl­lei­stung Ih­rer­seits.

Üb­ri­gens sind wir uns vor mehr als 20 Jah­ren be­reits be­geg­net. Da­mals ha­ben Sie mei­ne Bü­cher mit dem Ver­weis auf das von Ih­nen über­setz­te Buch „The KOOL Aid Acid Test” zu­rück­ge­wie­sen, das Sie aus ir­gend­ei­nem Grund für wich­ti­ger und ähn­lich hiel­ten. Sie er­zähl­ten mir auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se, für die­se Über­set­zung1 das im Deut­schen feh­len­de Wort „gro­ken” er­fun­den zu ha­ben, was nie­man­dem auf­ge­fal­len war. (Das Wort ent­stammt ei­nem in den 1960er viel­ge­le­se­nen Buch „Frem­der in ei­ner frem­den Welt” von Hein­lein.)

Al­so: Es ist kein Stuß, son­dern sind in­zwi­schen wis­sen­schaft­lich er­wie­se­ne Tat­sa­chen. In­for­mie­ren Sie sich. Ich kann da­zu auf Wer­ke der Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie und mei­ne Sach­bü­cher ver­wei­sen.

Zwei­tens: Es ist nicht „selbst­ge­recht”, son­dern ei­ne ab­so­lut not­wen­di­ge und seit Jahr­zehn­ten über­fäl­li­ge Kri­tik an Fe­mi­nis­mus und Ge­sell­schaft. To­ta­le Ein­sei­tig­keit der Wahr­neh­mung hat da­für ge­sorgt, daß Frau­en al­les durch­geht, Män­nern nichts. Wä­re ich ei­ne Frau, wür­de ich in höch­sten Tö­nen von Fe­mi­ni­stin­nen, Ge­sell­schaft und Ver­le­gern ge­lobt für die Lei­stung. Man wür­de mei­ne per­sön­li­che In­te­gri­tät lo­ben. Doch da ich das fal­sche Ge­schlecht ha­be, wird al­les als „selbst­ge­recht” ab­ge­tan. Das kann ich be­wei­sen. Es ist ge­nau die Wahr­neh­mungs­stö­rung, die The­ma das Bu­ches und Haupt­pro­blem un­se­rer Ge­sell­schaft ist.

Das wol­len na­tür­lich die von die­ser Wahr­neh­mungs­stö­rung Be­trof­fe­nen nicht ger­ne hö­ren. Zur Zeit des Fa­schis­mus wur­de die Epo­che auch für „nor­mal” ge­hal­ten; erst nach dem Zu­sam­men­bruch der Dik­ta­tur be­gan­nen Men­schen – oft mit ei­ner Ge­ne­ra­ti­on Ver­spä­tung – die vo­ri­ge Ver­ir­rung zu be­mer­ken. Das wie­der­holt sich jetzt mit der fe­mi­ni­stisch ge­präg­ten Wahr­neh­mung.

Ein mu­ti­ger Ver­le­ger wird seit 30 Jah­ren drin­gend be­nö­tigt.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Jan Deich­moh­le

From: ■■■@vito­li­bro.de
To: deich­mohle@hot­mail.com
Subject: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
Date: Sun, 3 Jul 2016 11:27:09 +0200

Tja, mon­sieur,

wie kann es sein, dass je­mand rich­tig gut schrei­ben kann, auch an­sonn­sten of­fen­sicht­lich nicht doof ist – und dann so ei­nen selbst­ge­rech­ten Stuss schreibt, der al­le an­de­ren zu Idi­o­ten er­klärt?

Auch ich ge­hö­re zu den Ig­no­ran­ten, die mit die­sem ver­quirl­ten Ko­ko­lo­res nix an­fan­gen kön­nen oder wol­len.

Gu­tes Ge­lin­gen!

Von: Jan Deich­moh­le
Gesendet: Sonn­tag, 3. Juli 2016 01:37
An: ■■■@vito­li­bro.de
Betreff: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

Ei­nen wun­der­schö­nen Tag Herr von ■■■,

die­ses Buch setzt Maß­stä­be und er­öff­net eine neue De­bat­te»

Durchbrecht die Schweigemauer, indem Ihr meine Bücher lest.

Dies whttp://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohlear ein Abschnitt aus „Anmache”, Band 2 der Reihe „weibliche Wahlmacht”.

Fußnoten

1 Im Buch wur­de für den Na­men des Über­set­zers ein Pseu­do­nym ver­wen­det.

An den Iden des März erschienen: Die Unterdrückung der Männer

Die Iden des März – anno 2016

Geh in den Buchladen ab den Iden des März! Denn an den Iden des März ist „Die Unterdrückung der Männer” erschienen.

Die Unterdrückung der Männer – Pures Dynamit – Ab sofort erhältlich!” wirbt der Verlag. Stellen Sie sich dem „lohnenden Abenteuer im Geiste”, nehmen Sie teil an der „kopernikanischen Wende” des Denkens, die der Verlag im Buchrückentext verheißt!

Erkunden Sie neue Fakten, Folgerungen und Argumente. Blogleser haben eine Vorstellung vom Inhalt, denn die besten neueren Artikel waren Vorstufen, aus denen sich einige Buchkapitel entwickelten. Hinzu treten neue Kapitel und Gesichtspunkte, außerdem – wie in jedem Buch der Reihe – Auszüge, Material und Ideen aus unverlegten Büchern der 1990er und 1980er.

Mit brisanten Nachweisen für „Die Unterdrückung der Männer” beginnt eine Folge von Büchern Deichmohles, die bald in Verlagen erscheinen werden. Jedes Buch bietet neue Überraschungen. Die geistige Reise kann beginnen. Schön gestaltete Fahrkarten gibt’s beim Verlag. Einsteigen, Platz suchen, Buch auspacken und lesen. Mal sehen, wohin die Gedankenreise uns bringen wird.

Bücher

Bücher

In Büchern ist mehr zu entdecken, winkt tieferes Verständnis als in Blogbeiträgen. Artikel zeigen einzelne Gesichtspunkte; oft reicht der Platz nicht für wissenschaftliche Beweise.

Bücher zeigen Zusammenhänge, gehen in die Tiefe, können systematisch aufbauen und beweisen. In Büchern ist viel zu entdecken. Der Geist lebt im Buch, in der Tiefe, nicht an der glänzenden, bequemen Oberfläche der Medienwelt. Neuland will erarbeitet werden, wozu Bücher das klassische und beste Medium sind.

Alle derzeit erhältlichen Bücher der Sachbuchreihe „Die beiden Geschlechter” und der literarischen Reihe „Die Wahlmacht der Frau”, sofern sie nicht bei einem Verlag erscheinen, habe ich inhaltlich überarbeitet, korrekturgelesen und neu formatiert.

Jetzt gibt es Bücher beider Reihen günstig zum Selbstverlegerpreis. Sobald ein Verlag die Finger im Spiel hat, wird es mehrmals so viel kosten, dafür aber schön gedruckt und gebunden mit Händen greifbar sein. Wer günstig als eBook lesen will, möge jetzt zugreifen.

„Die Genderung der Welt” wird bald in einem Verlag erscheinen. Mehrere lesefreundliche Formate stehen zur Auswahl. Laßt euch überraschen.

Die eBooks werden jetzt mit jeder Reader- und Bildschirmbreite flüssig lesbar sein. Viel Mühe und Handarbeit steckt in der Formatierung. Doch die Mühe war es wert. Jetzt ist es glatt und rund – und wartet auf Leser.

© 2019 Jan Deichmohle

Theme von Anders NorénHoch ↑

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com
Zur Werkzeugleiste springen