Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Silvester

An­teil­nah­me gibt’s nur für „po­li­ti­sch kor­rek­te” Min­der­hei­ten

An­teil­nah­me gibt’s nur für „po­li­ti­sch kor­rek­te” Min­der­hei­ten

Als ich vor mehr als 30 Jah­ren bei staat­lich be­trie­be­nen und ge­för­der­ten In­sti­tu­ti­o­nen wie Pro Fa­mi­lia Rat such­te, weil ich von Mäd­chen aus­ge­schlos­sen wur­de, we­der Freun­din, noch er­ste Er­fah­run­gen fand, hin­gen dort in den Gän­gen fe­mi­ni­sti­sche Pla­ka­te, dar­un­ter Wer­bung für das von ra­di­ka­len Fe­mi­ni­stin­nen be­trie­be­ne Frau­en­haus. Die­se Aus­hän­ge ver­kün­de­ten schril­le Gei­stes­hal­tung, eben­so wie die Aus­kunft der Frau­en dort, sich mit „Frau­en­pro­ble­men” zu be­schäf­ti­gen, wo­bei sie Frau­en und ih­re An­ge­le­gen­hei­ten un­be­fugt ih­rer fe­mi­ni­sti­schen Agen­da ein­ver­leib­ten. Sie schick­ten mich fort.

Es gibt kei­ne Em­pa­thie für „rang­nie­der” ein­ge­stuf­te Män­ner. Fe­mi­nis­mus hat auch weib­li­che Ge­füh­le zer­stört oder ver­dreht. Kul­tu­rel­le Aus­gleichs­me­cha­nis­men hat die Fe­man­zi­pa­ti­on rest­los aus­ge­löscht.

Jahr­zehn­te­lang woll­te nie­mand zu­hö­ren oder et­was än­dern hel­fen. Ein nor­ma­ler Mann kann jahr­zehn­te­lang un­ter­ge­hen, sei­ne Ju­gend und Ent­wick­lung zer­stört wer­den. Das schert die Ge­sell­schaft ei­nen feuch­ten Keh­richt. Ein männ­li­cher Ver­lie­rer wird wie Dreck be­han­delt.

Wie zum Hohn durf­te ich mir da­mals in den Me­di­en die Es­ka­pa­den der se­xu­el­len Re­vo­lu­ti­on an­se­hen, die ge­ra­de aus­schwei­fen­des Le­ben ze­le­brier­ten, das für al­le Frau­en und Mäd­chen zu­gäng­lich war, für männ­li­che Ge­win­ner weib­li­cher Wahl be­dingt, ab­so­lut un­er­reich­bar da­ge­gen für Ver­lie­rer se­xu­el­ler Se­lek­ti­on, für von Frau­en dis­kri­mi­nier­te Män­ner.

Was für ei­ne un­ge­heu­re Ver­let­zung es sein muß, in Me­di­en täg­lich das aus­schwei­fend­ste Lust- und Lot­ter­leben von Frau­en vor­ge­führt zu be­kom­men, an­ge­prie­sen in höch­sten Tö­nen, selbst aber to­tal und voll­stän­dig aus­ge­schlos­sen zu sein, kann sich wohl kein Mensch die­ser ver­dreh­ten Epo­che und mi­san­drie­kran­ken Ge­sell­schaft vor­stel­len.

Geht es je­doch um ei­ne Min­der­heit, die vom po­li­ti­schen Kor­rekt­heits­wahn ge­stützt wird, dann wird die­se mas­siv be­vor­zugt. Ein neu­er­li­cher Hohn ist es für Ver­lie­rer weib­li­cher Wahl, wenn nun an­ge­sichts der Flücht­lings­kri­se Mel­dun­gen wie die­se durch die Pres­se ge­hen:

«„Se­xu­el­le Be­dürf­nis­se stil­len” Pfar­rer for­dert Gra­tis-Pro­sti­tu­ier­te für Asyl­be­wer­ber

Frei­tag, 06.03.2015, 20:21

Asyl­be­wer­bern be­kä­men et­was zu es­sen und zu trin­ken und da­mit wä­re das Pro­blem dann be­en­det. Nicht so für ei­nen evan­ge­li­schen Pfar­rer. Für ihn ist klar: Die se­xu­el­len Be­dürf­nis­se blei­ben auf der Strecke. Mit sei­ner Lö­sung sorgt er je­doch für reich­lich Zünd­stoff.

„Freie Lie­be für freie Men­schen”

Bor­dell­be­sit­zer wür­den da­mit ein „gu­tes Werk” tun

Durch ein „Un­ter­stüt­zer­mo­dell” soll der Vor­schlag fi­nan­ziert wer­den

„Freie Lie­be für freie Men­schen” ‒ Ei­nen er­sten Na­men hat der evan­ge­li­sche Pfar­rer Ul­rich Wag­ner für sei­ne dis­kus­si­ons­wür­di­ge Idee be­reits ge­fun­den. Wäh­rend ei­ner Asyl­de­bat­te in der Nä­he von Mün­chen schlug er vor, Asyl­be­wer­bern die Dien­ste von Pro­sti­tu­ier­ten zur Ver­fü­gung stel­len.»1 (Fo­cus.de)

Die Für­sor­ge für Im­mi­gran­ten ist um­fas­send; man­che wol­len Schü­ler gar zwin­gen, Ara­bisch zu ler­nen, um ih­re Men­ta­li­tät bes­ser zu ver­ste­hen. Nie­mand über­legt sich, Mäd­chen so zu er­zie­hen, daß sie Jun­gen und Män­ner ver­ste­hen und Ach­tung und An­teil­nah­me für sie emp­fin­den; ganz im Ge­gen­teil: Jahr­zehn­te­lang häm­mer­te Fe­mi­nis­mus Män­ner­feind­lich­keit und ne­ga­ti­ve Män­ner­bil­der in jun­ge, leicht ma­ni­pu­lier­ba­re Köp­fe ein. Das ging bis zum Män­ner­mord­pam­phlet SCUM2 als schwe­di­sches Schul­the­ater­stück, mit dem Ge­schlech­ter­haß auf Män­ner in ju­gend­li­che Ge­mü­ter ein­ge­brannt wird. Auch in Deutsch­land über­schüt­ten uns Me­di­en täg­lich mit ne­ga­ti­ven, ver­ächt­li­chen Män­ner­dar­stel­lun­gen, wie die Buch­rei­he „Die bei­den Ge­schlech­ter” be­legt.

«von Oli­ver Lane und Chris Tom­lin­son, 4 Feb. 2016

Ein ein­fluß­rei­cher deut­scher Leh­rer hat da­zu auf­ge­ru­fen, al­le Schü­ler des Lan­des zu zwin­gen, Ara­bisch zu ler­nen, be­vor sie ei­nen Ab­schluß er­hal­ten, im In­ter­es­se des mul­ti­kul­tu­rel­len Staa­tes.»3

Die An­ge­le­gen­hei­ten männ­li­cher Ein­wan­de­rer wer­den, auch im Lich­te der se­xu­el­len Über­grif­fe in der Sil­ve­ster­nacht 2015, sehr viel ern­ster ge­nom­men als Pro­ble­me ei­ge­ner Ju­gend­li­cher und Männer seit Jahr­zehn­ten. Wer zwan­zig oder drei­ßig Jah­re lang mit dem Pro­blem se­xu­el­ler Dis­kri­mi­nie­rung durch Frau­en al­lein­ge­las­sen und al­len­falls ver­höhnt wur­de, muß sich aber­mals be­tro­gen vor­kom­men. Denn ob ein deutsch­stäm­mi­ger Mann von Lie­be aus­ge­schlos­sen wird, in­ter­es­siert nie­man­den; das wird eher als pro­ba­tes Mit­tel im Ge­schlech­ter­krieg ge­gen den (wohl eher „wei­ßen”) Mann an­ge­se­hen.

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«Ei­ne neue Netz­sei­te des Deut­schen Bun­des­zen­trums für Ge­sund­heits­er­zie­hung (BZgA) mit ein­deu­ti­gen Dar­stel­lun­gen zielt auf Mi­gran­ten mit Sex­rat­schlä­gen, ein­schließ­lich ver­schie­de­nen Po­si­ti­o­nen, Pro­sti­tu­ti­on, und wie ge­le­gent­li­cher Sex ein­zu­ge­hen ist.

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Ge­star­ted En­de Fe­bru­ar als Mit­tel, bei der In­te­gra­ti­on zu hel­fen, hat die Web­sei­te im Aus­land er­heb­li­che Auf­merk­sam­keit er­regt we­gen der gra­phi­schen Car­toon-Dar­stel­lun­gen se­xu­el­ler Ak­te. Die Bil­der, die oft dun­kel­häu­ti­ge Män­ner da­bei zei­gen, Sex mit wei­ßen Frau­en zu ha­ben, wur­den vom Schwei­zer „Blick” als ei­ne bild­li­che Dar­stel­lung von Deutsch­lands „Will­kom­mens­kul­tur” ge­gen­über Mi­gran­ten be­zeich­net, wo­ge­gen Ez­ra Le­vant sie in Ka­na­da läs­sig als „farb­lich ko­diert” be­schrieb.»4 (http://www.breit­bart.com/london/2016/03/11/go­vern­ment-fun­ded-web­site-teaches-mi­grants-how-to-have-sex/)

Sol­che Re­ak­ti­on auf Über­grif­fe nicht nur in Köln zeigt deut­lich, wie stark männ­li­che Im­mi­gran­ten be­vor­zugt wer­den ge­gen­über den Op­fern und Ziel­schei­ben jahr­zehn­te­lan­ger fe­mi­ni­sti­scher Kam­pag­nen, mas­si­ver Dis­kri­mi­nie­rung durch Frau­en, die sich ein schö­nes Le­ben mit teil­wei­se zwie­lich­ti­gen Ty­pen ma­chen, wäh­rend sie an­stän­di­ge und flei­ßi­ge Män­ner als „lang­wei­lig” von Le­ben und Freu­den aus­schlie­ßen.

Mein Le­ben wur­de von dis­kri­mi­nie­ren­den Frau­en zer­stört; mir wur­den die be­sten Jahr­zehn­te ge­raubt. Was für see­li­sche Aus­wir­kun­gen das – be­son­ders in jun­gen Jah­ren – ha­ben muß, in­ter­es­siert nie­man­den. Sprach ich Frau­en dar­auf an, wur­de ich mit fe­mi­ni­sti­schen Phra­sen be­lehrt. Zy­nisch müs­sen da­her „Macht Lie­be” ‒ Sprü­che und Pla­ka­te wir­ken.

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«22.03.2016 06:12

Deutsch­land: 150.000 Kon­do­me für Flücht­lin­ge …

„Bit­te spen­den Sie Kon­do­me für Flücht­lin­ge”, lau­te­te der Auf­ruf, den die Deut­sche Aids- Hil­fe (DAH) En­de 2015 an deut­sche Kon­dom­her­stel­ler ge­rich­tet hat­te, da ihr selbst die nö­ti­gen fi­nan­zi­el­len Mit­tel feh­len. Nun sind er­ste Zah­len zur Spen­den­ak­ti­on ver­öf­fent­licht wor­den: Ins­ge­samt vier Her­stel­ler ha­ben bis Mit­te März 150.000 Kon­do­me zur Ver­fü­gung ge­stellt, die groß­teils auch schon in Flücht­lings­un­ter­künf­ten ver­teilt wur­den. „Zu ei­ner Will­kom­mens­kul­tur ge­hört, den Men­schen zu ge­ben, was sie am drin­gend­sten brau­chen”, er­klär­te Ma­nu­el Iz­debs­ki, Vor­stand der Aids- Hil­fe.

„Es gibt im­mer wel­che, die schüch­tern sind”

Ei­ne wei­te­re Ini­ti­a­ti­ve ist die Grün­dung des On­li­ne-Por­tals „Zan­zu”, das sich auf Deutsch und zwölf wei­te­ren Spra­chen an Flücht­lin­ge rich­tet und in Wort und Bild über Se­xu­a­li­tät und Kör­per auf­klärt. „Vor al­lem zu uns ge­flüch­te­te Men­schen, die noch nicht lan­ge in Deutsch­land le­ben, er­hal­ten hier ei­nen dis­kre­ten und di­rek­ten Zu­gang zu Wis­sen in die­sem Be­reich”, sagt El­ke Fer­ner vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­ri­um.»5 (Kro­ne, Öster­reich)

Daß dies auch als Auf­for­de­rung der un­er­wünsch­ten Art be­grif­fen wer­den könn­te, kommt den Ver­ant­wort­li­chen gar nicht in den Sinn. Wer so emp­fan­gen wird, könn­te sich als „dumm” vor­kom­men, sol­che Ver­hei­ßun­gen nicht zu er­le­ben. Schon gar nicht ver­ste­hen sie, wie sich Män­ner, die jahr­zehn­te­lang un­ter Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­schluß von Lie­bes­le­ben lit­ten, da­für noch ver­spot­tet füh­len müs­sen, nach­dem sie über all die ver­lo­re­nen Jah­re ih­res Le­bens hin­weg ig­no­riert, ver­spot­tet, und von Or­ga­ni­sa­ti­o­nen wie Pro Fa­mi­lia nach Hau­se ge­schickt wor­den sind. „Da­von ver­ste­hen wir gar nichts. Wir sind hier Frau­en und be­ra­ten Frau­en.” (Pro Fa­mi­lia, als ich dort Hil­fe und Rat er­frag­te we­gen mei­ner Dis­kri­mi­nie­rung durch Frau­en) In der „Willkommenskultur” sind die eigenen Männer unwillkommen.

«Wie löst man ein Pro­blem wie die Wel­le von Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Mi­gran­ten? Dä­ne­mark ver­sucht Se­xu­al­un­ter­richt

von Oli­ver JJ Lane, 29. Okt. 2015

Dä­ne­mark ist da­bei, Se­xu­al­er­zie­hungs­un­ter­richt zur ver­pflich­ten­den Vor­aus­set­zung für Mi­gran­ten zu ma­chen, be­vor sie staat­li­che För­de­rung er­hal­ten kön­nen, als Teil ei­ner Ver­än­de­rung der Im­mi­gra­ti­ons­ge­set­ze im Lan­de, und um Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Mi­gran­ten ein­zu­schrän­ken.»6

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Dar­aus läßt sich die Leh­re zie­hen: Wer sich vom Fe­mi­nis­mus be­ein­flus­sen, ent­männ­li­chen, gen­dern und un­ter­drücken läßt, er­hält kei­ner­lei Hil­fe, nur Spott und Hohn, wird mit sei­nen Pro­ble­men fort­ge­schickt, auch von staat­li­chen Fa­mi­li­en­be­ra­tungs­un­ter­neh­men wie Pro Fa­mi­lia. Wer da­ge­gen als star­ker, oh­ne Ge­schlech­ter­ver­wir­rung und Gen­de­rung auf­ge­wach­se­ner Ju­gend­li­cher kommt, mit Gangs und Ban­den gan­ze Vor­städ­te über­nimmt, mas­sen­haf­te Über­grif­fe nicht nur in der Sil­ve­ster­nacht ver­ur­sacht, der wird mit staat­li­cher Für­sor­ge ge­för­dert. (Dies rich­tet sich nicht ge­gen Aus­län­der, son­dern ge­gen die schänd­li­che Be­hand­lung ei­ge­ner Män­ner durch fe­mi­ni­stisch ge­sinn­te Ge­sell­schaft und Frau­en.)

Der abend­län­di­sche, um An­se­hen, Res­pekt und Au­to­ri­tät ge­brach­te Be­ta­mann wird to­tal ver­ar…. Er wird stän­dig be­schuldigt, mit Ge­set­zes­ver­schär­fun­gen wei­ter ent­rech­tet. Je­der beid­sei­ti­ge Flirt kann noch nach­träg­lich zur „Be­lä­sti­gung” oder „Ver­ge­wal­ti­gung” um­ge­deutet oder ein sol­cher Vor­wurf frei er­fun­den wer­den. Der west­li­che Mann ist der Will­kür von Frau­en aus­ge­lie­fert. Für je­des Weh­weh­chen, daß sich fe­mi­ni­sti­sche Frau­en durch tö­rich­tes Ver­hal­ten selbst zu­le­gen, wird ein my­thi­sches „Pa­tri­ar­chat” und der „wei­ße Mann” ver­ant­wort­lich ge­macht, auch da­für, wenn Frau­en sich un­si­cher füh­len we­gen Vor­fäl­len, an de­nen kei­ner von ih­nen be­tei­ligt war. Doch die von fe­mi­ni­sti­scher Ent­man­nung ver­schon­ten Ein­ge­la­de­nen wer­den nicht nur mit ei­ner Em­pa­thie be­trach­tet, die den ei­ge­nen Män­nern gründ­lich ent­zo­gen wur­de, sie wer­den be­vor­zugt und zu­neh­mend hie­si­gen vor­ge­zo­gen. Man­che sa­gen, der west­li­che Mann sei vom Fe­mi­nis­mus zum Hahn­rei ge­macht wor­den; sei­ne Ver­spot­tung wer­de nun durch ag­gres­si­ve­re, von au­ßen ein­ge­la­de­ne „Al­pha­män­ner” fort­ge­setzt, die un­se­re Frau­en und zu­sam­men­bre­chen­de Ge­sell­schaft über­neh­men, und un­se­re un­ter­ge­gan­ge­ne Zi­vi­li­sa­ti­on und Kul­tur durch ih­re noch halb­wegs funk­ti­o­nie­ren­de er­set­zen wer­den. Zi­tat­en­de.

Dies war ein Kapitel, das kürzlich in dem noch unverlegten Buch „Anmache” eingefügt wurde, dessen Kern seit 30 Jahren auf einen Verlag wartet. Die Aussichten, einen Verlag zu finden, bessern sich mit der Nachfrage nach meinen erhältlichen Büchern.

Fußnoten

1 (http://www.focus.de/panorama/welt/sexuelle-beduerfnisse-stillen-pfarrer-fordert-gratis-prostituierte-fuer-asylbewerber_id_4527239.html)

2 SCUM „Society For Cutting Up Men” von Valerie Solanas

3 «by Oliver Lane and Chris Tomlinson 4 Feb 2016

A senior German educator has called for all pupils in the country to be forced to study Arabic until they graduate in the interests of the multicultural state.» (http://www.breit­bart.com/lon­don/2016/­02/­04/ger­man-stu­dents-should-take-compulsory-arabic-lessons-says-leading-professor/)

4 «An explicitly illustrated new website from the German Federal Centre for Health Education (BZgA) targeting migrants gives life lessons in sex, including different positions, prostitution, and how to engage in causal sex.

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Launched in late February as a means to aid integration, the website is gathering significant attention abroad for its graphic cartoon depictions of sexual acts. The pictures, which often show dark-skinned men having sex with white women have been referred to as an illustration of Germany’s “welcoming culture” towards migrants by Swiss newspaper Blick, while Canada’s Ezra Levant called them conveniently “colour coded”.» (http://www.breitbart.com/london/2016/03/11/government-funded-website-teaches-migrants-how-to-have-sex/)

5 http://www.krone.at/Welt/Deutschland_150.000_Kondome_fuer_Fluechtlinge-Zur_Praevention-Story-501823

6 «How To Solve a Problem Like The Migrant Rape Epidemic? Denmark Tries Sex-Ed Classes

by Oliver JJ Lane29 Oct 2015

Denmark is to make mandatory sex education classes a pre-requisite for migrants before they can receive state benefits, as part of an ongoing shake-up of immigration law in the country, and to curb migrant rape activity.» (http://www.breitbart.com/london/2015/10/29/solve-problem-like-migrant-rape-epi­de­mic-denmark-tries-sex-ed-classes/)

Silv­e­ster­nacht und Sen­sa­ti­ons­ma­che: Sex, Ge­walt und Sen­sa­ti­on: Wie Wahr­neh­mung und Me­di­en ge­wal­tig schief deu­ten

Silv­e­ster­nacht und Sen­sa­ti­ons­ma­che
Sex, Ge­walt und Sen­sa­ti­on: Wie Wahr­neh­mung und Me­di­en ge­wal­tig schief deu­ten

 Ge­sell­schaft und Staat be­fin­den sich auf ei­ner der­art schie­fen Ebe­ne, daß sie, ganz egal was pas­siert, im­mer in glei­cher Rich­tung wei­ter­rut­schen: der fe­mi­ni­sti­schen. Dies zei­gen auch die be­kann­ten Re­fle­xe nach der Sil­ve­ster­nacht.

Po­li­ti­sche Kor­rekt­heit ent­stand aus an­ge­bo­re­ner Frau­en­be­vor­zu­gung und ne­ga­ti­ven Sicht auf nie­der­ran­gi­ge Män­ner, die erst zi­vi­li­sa­to­risch und spä­ter fe­mi­ni­stisch ge­stei­gert und zu ei­nem mo­ra­lisch vor­ge­schrie­be­nen Wel­tbild aus­ge­baut wur­den. Von dort aus strah­lten „Kor­rekt­heits­zwän­ge”; al­so Ta­bus und Ge­sin­nungs­zwän­ge, in an­de­re Be­rei­che aus, zum Bei­spiel auf Mi­gran­ten.

Als in Istam­bul er­sten Mel­dun­gen zu­fol­ge neun von zehn To­des­op­fern Deut­sche wa­ren (in­zwi­schen ist von allen zehn die Re­de), ran­gen sich Po­li­ti­ker, die in sol­chen Fra­gen re­gel­mä­ßig ver­sa­gen und sich statt­des­sen mit mo­ra­li­schen Mei­nungs­ge­bo­ten zu pro­fi­lie­ren su­chen, schwer zu dem po­li­tisch nicht ganz kor­rek­ten Ein­ge­ständ­nis durch, „un­ter den Op­fern wa­ren auch Deut­sche”. Die­se For­mu­lie­rung ist so lä­cher­lich wie viel­sa­gend. Denn das Welt­bild der Re­pu­blik grün­det auf ei­nem Ver­bot, Deut­sche als Op­fer zu se­hen, sonst könn­ten ei­ni­ge par­tei­über­grei­fen­de und fol­gen­rei­che Fehl­ent­schei­dun­gen der Ver­gan­gen­heit schwer­lich be­grün­det wer­den.

Doch dies ist ein viel klei­ne­res Ta­bu als Män­ner als Op­fer zu se­hen. Fe­mi­ni­stin­nen se­hen sich nicht zu dem Ein­ge­ständ­nis ge­nö­tigt, un­ter Ge­walt­op­fern sei­en auch Män­ner, auch wenn neue Un­ter­su­chun­gen ei­nen im­mer hö­he­ren Mehr­heits­an­teil weib­li­cher Tä­te­rin­nen et­wa bei häus­li­cher Ge­walt nach­wei­sen. Ge­gen­über Män­nern sind Ta­bus sehr viel schär­fer als ge­gen­über je­der an­de­ren Grup­pe, so­gar den seit der Na­zi­zeit un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht ste­hen­den Deut­schen.

Auch das The­ma se­xu­el­le Ge­walt wur­de nur des­we­gen seit mehr als ei­ner Ge­ne­ra­ti­on aus dem Zu­sam­men­hang ent­ris­sen über­zo­gen und zu ei­ner Art „Welt­er­klä­rung” er­ho­ben, weil ver­meint­lich per de­fi­ni­ti­o­nem Frau­en Op­fer und Män­ner Tä­ter sei­en. Doch was sich in sol­cher Sicht aus­drückt, ist le­dig­lich un­se­re Un­fä­hig­keit, weib­li­che Do­mi­nanz zu er­ken­nen, in Män­nern Op­fer oder in Frau­en Tä­te­rin­nen zu se­hen. Die fe­mi­ni­sti­schen Kam­pag­nen spie­gel­ten nicht die Wirk­lich­keit, son­dern un­se­re ra­di­kal und gro­tesk schie­fe Wahr­neh­mung wi­der. Heu­te prägt die einst ra­di­kal­fe­mi­ni­sti­sche Sicht so­gar Erz­kon­ser­va­ti­ve, die ein­sti­ges Un­be­ha­gen da­mit ver­ges­sen ha­ben.

Se­xu­a­li­tät ist bi­o­lo­gisch ein Do­mi­nanz- und Macht­feld des weib­li­chen Ge­schlechts, bei Mensch wie al­len nä­her ver­wand­ten Tie­ren. Män­ner sind es, die nach­weis­lich zu ei­nem Groß­teil von der Fort­pflan­zung aus­ge­schlos­sen wur­den (sie­he Buch­rei­he „Die bei­den Ge­schlech­ter”), sich um Zu­gang zu Lie­bes­le­ben, Fort­pflan­zung und Fa­mi­lie mü­hen müs­sen.

Nie­mand hat Mit­leid mit män­nl­ichen Ver­lie­rern, die kom­plett un­sicht­bar sind, ve­he­ment ge­leug­net wer­den – im Ge­gen­teil, beim Ver­such, zu Wort zu kom­men, wer­den sie ver­spot­tet, ver­höhnt, ent­rü­stet ab­ge­tan; ih­re Wort­mel­dun­gen über Dis­kri­mi­nie­rung an Män­nern wur­den Ge­ne­ra­ti­o­nen und das gan­ze Le­ben be­trof­fe­ner Män­ner lang un­ter­drückt. Ge­ra­de Me­di­en und Ver­la­ge, die von „Dis­kri­mi­nie­rung” be­rich­ten wol­len, er­wäh­nen nur über­wie­gend er­fun­de­ne fe­mi­ni­sti­sche „Dis­kri­mi­nie­rungs­be­haup­tun­gen”, die erst durch ei­ne schie­fe Wahr­neh­mung und Miß­ver­ste­hen bi­o­lo­gi­scher Tat­sa­chen zu­stan­de ka­men. Tat­säch­li­che mas­si­ve Dis­kri­mi­nie­rung von Män­nern seit Mi­lli­o­nen Jah­ren, die nach­weis­bar ist, ist da­ge­gen voll­stän­dig un­sicht­bar.

Des­halb kippt die Ge­set­zes­la­ge im­mer mehr um, bis al­les er­laubt ist, was ty­pi­scher­we­ise Frau­en tun, und wenn es an­de­ren das Le­ben ko­stet, und al­les kr­imi­na­li­siert ist, was Männ­ern tun könn­ten: Die Ge­sell­schaft kippt in fre­iem Fall bis zur to­ta­len Un­ter­drückung des männ­li­chen Ge­schlechts, weil nur weib­li­che Pro­ble­me wahr­ge­nom­men wer­den, und dann ein ide­o­lo­gi­scher, ver­fehl­ter Ak­ti­o­nis­mus aus­ge­löst wird, der zu den fal­schen Mit­teln greift.

Für mei­ne li­te­ra­ri­schen Be­schrei­bun­gen mas­si­ver se­xu­el­ler Dis­kri­mi­nie­rung wur­de ich in­zwi­schen über 30 Jah­re lang ver­spot­tet, ver­höhnt, als „lä­cher­li­cher Ver­lie­rer” mies­ge­macht. Ge­häs­si­ges Nach­tre­ten statt ei­nes Min­dest­ma­ßes an Mit­füh­len wa­ren die Fol­ge. Es ist ein Un­the­ma, un­denk­bar – doch bi­o­lo­gi­sche Tat­sa­che: Män­ner wer­den dis­kr­im­iniert, et­wa durch se­xu­el­le Se­lek­ti­on oder Zah­lungs­pflich­ten für ih­ren ei­ge­nen Raus­wurf aus Fa­mi­li­en in ei­nem staat­lich ge­för­der­ten Ego­trip. Fe­mi­nis­mus ver­dreht al­le Tat­sa­chen in ihr Ge­gen­teil und stellt Män­ner als se­xu­el­le Macht­ha­ber dar. Das glat­te Ge­gen­teil ist wahr: Un­ser Mit­ge­fühl gilt al­lein Frau­en; wann im­mer Frau­en ein Pro­blem ha­ben, gibt es ei­nen gro­ßen Auf­schrei. Män­ner, de­nen Frau­en Pro­ble­me be­rei­ten, ob durch Ab­zocke nach Tren­nung oder Dis­kr­im­inie­rung der Se­lek­ti­on, wer­den da­ge­gen voll­stän­dig ig­no­riert, Hin­wei­se auf sie em­pört zum Schwei­gen ge­bracht. Der Ge­gen­satz der Be­hand­lung, die Frau­en und Män­nern zu­teil wird, ist ra­di­kal und ex­trem, wird aus der Wahr­neh­mung hef­tig ver­drängt.

Täg­lich wim­meln Me­di­en Män­ner ab, die ei­nen Grund zur Kla­ge ha­ben. Ich mei­ne da­mit fe­mi­nis­mus­ge­schä­dig­te und eman­zi­pa­ti­ons­ge­schä­dig­te Män­ner west­li­cher Zi­vi­li­sa­ti­on, bei uns bei­spiels­wei­se deutsch­stäm­mi­ge Män­ner. Sie sind die wirk­li­chen Ver­lie­rer oh­ne je­den Bo­nus, die kei­ner­lei Mel­dun­gen, Auf­merk­sam­keit oder Mög­lich­keit er­hal­ten, sich zu äu­ßern.

In der Sil­ve­ster­nacht kam es zu Über­grif­fen, von de­nen die Me­di­en um­fang­reich be­rich­te­ten. An­fangs wur­de ver­sucht, die Her­kunft der weit­aus mei­sten Ver­däch­ti­gen zu ver­stecken, weil die­se ei­ner von „po­li­ti­scher Kor­rekt­heit” in der Flücht­lings­kri­se ge­ra­de mas­siv un­ter­stütz­ten Grup­pe an­ge­hö­ren. Auch in ra­di­kal­fe­mi­ni­st­ischen Län­dern wie Schwe­den wur­de ge­nau­so re­a­giert, als ei­ne be­denk­li­che An­zahl se­xu­el­ler Über­grif­fe von Tä­tern aus dem Kreis der Flücht­lin­ge und Mi­gran­ten ver­übt wur­de.

«„Es gibt Po­li­zei­mit­ar­bei­ter, die auf­grund der ak­tu­el­len Flücht­lings­de­bat­te Sor­gen da­vor ha­ben, über die­se Din­ge zu spre­chen.”» (http://www.gmx.net/ma­ga­zine/panorama/schwedens-polizei-vertuschte-sexuelle-uebergriffe-31268806)

Nach­dem wie ge­habt Per­so­nen, die sich nicht an das Ta­bu hiel­ten, mit der üb­li­chen Dif­fa­ma­ti­ons­keu­le wahl­wei­se als „Na­zi”, „Rechts­po­pu­list” oder „Chau­vi­nist” be­zeich­net wor­den wa­ren, brach das Ta­bu vor­her­seh­bar schnell, weil der Bo­nus ih­rer eth­ni­schen Grup­pe mit ei­nem weit­aus mäch­ti­ge­ren Bo­nus kol­li­dier­te: der an­ge­bo­re­nen, zi­vi­li­sa­to­ri­schen und oben­drein fe­mi­ni­stisch über­stei­ger­ten Frau­en­be­vor­zu­gung. Wenn es um Frau­en geht, gibt es ei­nen Auf­schrei, der al­les und je­den an­de­ren über­tönt. Auch die Ver­nunft.

Rasch wur­de be­haup­tet, es lie­ge wie­der ein­mal an „pa­tr­iar­cha­li­schen Tra­di­ti­o­nen”, „is­la­mi­schen Ma­chos” und so wei­ter. Wer noch ver­nünf­tig und ra­ti­o­nal den­ken kann, se­he sich die Tat­sa­chen an: (die fe­mi­ni­stisch ge­färb­ten Ide­o­lo­gie­sät­ze las­se ich be­wußt aus)

«Vor 40 Jah­ren trug kaum ei­ne Frau in Kai­ro ein Kopf­tuch. Öf­fent­li­che se­xu­el­le Be­lä­sti­gung gab es da­mals so gut wie nie. … Von die­ser Du­a­li­tät sind auch vie­le jun­ge Mus­li­me be­trof­fen, die in ge­schlos­se­nen Com­mu­ni­ties in Eu­ro­pa le­ben und den­noch den Ver­füh­run­gen ei­ner of­fe­nen Ge­sell­schaft aus­ge­setzt sind. … Wir er­le­ben seit Jah­ren Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen in der ara­bi­schen Welt. Das führt zu mehr In­di­vi­du­al­isie­rung. Durch Auf­lö­sungs- und In­di­vi­du­ali­sie­rungs­pro­zes­se wur­den vier Phä­no­me­ne be­schleu­nigt: der Ter­ro­ris­mus, die Pro­test­be­we­gung, die Aus­wan­de­rung und die se­xu­el­le Be­lä­sti­gung. … Da ih­nen im We­sten dann plötz­lich die Ge­mein­schaft fehlt, die ihr mo­ra­li­sches Ver­hal­ten über­wa­chen kann, flip­pen sie aus» (http://www.cicero.de/berliner- republik/zu-den-ereignissen-koeln-religion-ist-mitverantwortlich/60341)

Das hört sich schon ganz an­ders an, so­gar ge­nau kon­trär zu den üb­li­chen Be­haup­tun­gen. Die tra­di­ti­o­nel­len Zu­stän­de brach­ten sol­che Pro­ble­me nicht her­vor, son­dern ver­hin­der­ten sie weit­ge­hend. Erst nach an­dert­halb Ge­ne­ra­ti­o­nen Eman­zi­pa­ti­on und Fe­mi­nis­mus gibt es von Af­gha­ni­stan1 über Nord­af­ri­ka bis zu Ein­wan­de­rern von dort Pro­ble­me. Lo­gi­scher­wei­se müs­sen die Pro­ble­me al­so et­was mit den Ver­än­de­run­gen zu tun ha­ben, mit de­nen je­ne ide­o­lo­gi­schen Strö­mun­gen die Welt „be­glücken” woll­ten, nicht mit den vor­he­ri­gen (zu­vor in­tak­ten) Tra­di­ti­o­nen.

Auf den bei uns er­reich­ten Un­ter­drückungs­grad von Män­nern brau­chen wir auch nicht stolz sein. Wer nicht in­for­miert ist, le­se den Buch­zy­klus „Die Wahl­macht der Frau”, der so mas­siv ver­höhnt und un­ter­drückt wird wie je­der männ­li­che Ver­lie­rer bei uns ‒ so daß ein gan­zes Ge­schlecht nicht ein­mal mehr zu Wort kommt. Da­ge­gen sind The­men, von de­nen Me­di­en groß be­rich­ten, Kin­ker­litz­chen.

Schon ein­mal et­was von weib­li­cher Do­mi­nanz und in­ter­se­xu­el­ler Se­lek­ti­on ge­hört und das auch wirk­lich ver­stan­den? Nein, dann emp­feh­le ich den Buch­zy­klus „Die bei­den Ge­schlech­ter”. Denn tat­säch­lich ist die un­ter­schwel­li­ge und un­sicht­ba­re weib­li­che Do­mi­nanz mäch­ti­ger und fol­ge­nrei­cher als au­gen­fäl­li­ge männ­li­che Stär­ke. Un­se­re Wahr­neh­mung ver­dreht da­her die wirk­li­chen Ver­hält­nis­se bis ins Ge­gen­teil.

«Die Ur­sa­chen für sol­che Ex­zes­se se­xu­eller Ge­walt sind viel­fäl­tig. Im Vor­der­grund ste­hen so­zi­a­le Grün­de wie „Ar­mut, Ar­beits­lo­sig­keit und Man­gel an Le­bens­chan­cen”, er­läu­tert Said Sa­dek, Pro­fes­sor für So­zi­o­lo­gie an der Ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tät in Kai­ro. … Vie­le Tä­ter sei­en jun­ge Ar­beits­lo­se, die die ho­hen Ko­sten für ei­ne Hoch­zeit nicht auf­brin­gen könn­ten. „Sie se­hen in die­sen Über­grif­fen für sich die ein­zi­ge Mög­lich­keit, ih­re Se­xu­a­li­tät aus­zu­le­ben.”» (http://www.cicero.de/weltbuehne/das-frauenbild-der-arabischen-welt-wo-maenner-ganz-selbstverstaendlich-ueber-frauen)

Das Über­maß fe­mi­ni­sti­scher Pro­pa­gan­da in der Sicht auf is­la­mi­sche Län­der folgt dem al­ten abend­län­di­schen Mu­ster, Män­ner­feind­lich­keit und den Vor­wurf an­ders­wo an­geb­lich un­terd­rück­ter Frau­en als schwar­ze Pro­pa­gan­da ein­zu­set­zen, die weit ver­brei­tet war, als es galt, Ko­lo­ni­a­lis­mus zu recht­fer­ti­gen, oder spä­ter den Griff des mo­der­nen Staa­tes nach der Macht, das Le­ben der Men­schen in im­mer in­ti­me­ren, pri­va­te­ren und sub­ti­le­ren Ein­zel­hei­ten ge­setz­lich zu kon­troll­ie­ren.

Of­fen­kun­dig ist ein mas­si­ves Pro­blem ent­stan­den durch Auf­lö­sung der al­ten Kul­tur und Zu­sam­men­bruch al­ter Aus­gleichs­me­cha­nis­muen. Wie üb­lich ver­dreht fe­mi­ni­sti­sche Sicht Tat­sa­chen in ihr Ge­gen­teil, wenn be­haup­tet wird, tra­di­ti­o­nel­le is­la­mi­sche Kul­tur tra­ge die Schuld an dem Pro­blem. In der tra­di­ti­o­nel­le­ren Welt von vor 40 und mehr Jah­ren war das Pro­blem laut den Ar­ti­keln weit­ge­hend un­be­kannt. So­mit ist das Ge­gen­teil wahr: Die Auf­lö­sung der Kul­tur, Eman­zi­pa­ti­on und Fe­mi­nis­mus, die star­ke Ver­än­de­run­gen und Stö­run­gen der Ge­schlech­ter­be­zie­hun­gen be­wirk­ten, ha­ben das Pro­blem ent­ste­hen las­sen.

Jetzt zer­ren zwei Pro­ble­me an ent­wur­zel­ten jun­gen Män­nern: ei­ner­seits hat die Auf­lö­sung der tra­di­ti­o­nel­len Kul­tur, was weib­li­che Do­mi­nanz­macht durch se­xu­el­le Se­lek­ti­on enorm zu­neh­men läßt. Fe­mi­ni­sti­sche Phra­sen, die so­gar die URL prägen, wie „ara­bi­schen Welt, wo Män­ner ganz selbst­ver­ständ­lich über Frau­en ver­fü­gen”, ver­dre­hen in fe­mi­ni­sti­scher Ma­nier die Tat­sa­chen in ihr Ge­gen­teil. Bi­o­lo­gisch liegt die Macht bei Frau­en, nicht bei Män­nern. Tra­di­ti­o­nel­le Kul­tu­ren för­der­ten Über­grif­fe eben nicht, son­dern lie­ßen sie sehr sel­ten sein. Auch ei­ne Ver­füg­bar­keit im fe­mi­ni­sti­schen Sin­ne gab es eben nicht; au­ßer­dem hän­gen die heu­ti­gen Über­grif­fe mit man­geln­der Ver­füg­bar­keit, dem glat­ten Ge­gen­teil des be­haup­te­ten Tat­be­stan­des, oder, in an­de­ren Worten, der zu­neh­men­den se­xu­el­len Se­lek­ti­on durch Frau­en zu­sam­men, de­ren An­for­de­run­gen ar­beits­lo­se Män­ner kaum noch er­fül­len kön­nen.

Die gan­ze wü­ten­de Re­vo­lu­ti­on fe­mi­ni­sti­scher Kräf­te war ein Krieg der Mach­tha­be­rin­nen ge­gen von weib­li­cher Se­lek­ti­on ab­hän­gi­ge Män­ner. Es sind pro­to­fe­mi­ni­sti­sche Kräf­te, die seit Ur­zei­ten Män­ner un­ter­drücken, und nicht um­ge­kehrt. Wohl­ge­merkt, ich ver­tei­di­ge kei­nes­falls Über­grif­fe, eben­so­we­nig ent­wur­zel­te Mus­li­me, die ih­re Gren­zen nicht ken­nen, und laut man­chen Be­rich­ten viel­fach po­li­zei­be­kann­te Kri­mi­nel­le sei­en. Ich stel­le nur die Ver­hält­nis­se klar. Mit­ge­fühl for­de­re ich aber sehr wohl für west­li­che und hie­si­ge männ­li­che Ver­lie­rer, die nicht über­grif­fig wer­den, kein Ge­hör fin­den, die nur ig­no­riert, ver­un­glimpft oder ver­spot­tet wer­den, die Ge­häs­sig­keit statt Lie­be er­fah­ren, wenn sie von ih­rer Dis­kr­imi­nie­rung be­rich­ten, wie in „Die Wahl­macht der Frau”. Die auf­ge­tre­te­nen Pro­ble­me sind durch an­de­re Mit­tel zu be­kämp­fen, näm­lich wirk­sa­me Be­stra­fung der ver­brei­te­ten Dieb­stahls­me­tho­de „An­tän­zeln”, nicht durch noch wei­ter­ge­hen­de Kri­mi­na­li­sie­rung von Män­nern, die be­reits seit Ge­ne­ra­ti­o­nen läuft und da­mals wie heu­te ver­häng­nis­voll war und ist, das Aus­maß ei­ner Hy­ste­rie an­ge­nom­men hat.

An­de­rer­seits (zwei­tes Pro­blem) pral­len grel­le Rei­ze ei­ner über­se­xu­a­li­sier­ten Welt auf die ara­bi­schen Män­ner ein, Ver­lockun­gen von frei­zü­gig le­ben­den Frau­en im We­sten, die sich frei aus­le­ben und imänn­li­chen Ver­lie­rern un­zu­gäng­li­che Ver­gnü­gen gön­nen, bis hin zur weit ver­brei­te­ten Por­no­gra­phie. Das muß Fru­stra­ti­o­nen aus­lö­sen. Bei uns sind Män­ner be­reits so un­ter­drückt, ist ihr Rück­grat so sy­ste­ma­tisch ge­bro­chen, daß sie gar nicht mehr spü­ren, was ih­nen ge­schieht. Die Ru­he bei uns ist kein „Fort­schritt der Zi­vi­li­sa­ti­on”, son­dern ei­ne Fried­hofs­ru­he, weil männ­li­che He­te­ro­se­xu­ali­tät to­tal un­ter­drückt ist.

E­ine vir­tu­el­le Be­kann­te hat mir mal in Hip­pie­ma­nier vor­ge­schwärmt, hier im or­di­nä­ren Or­igi­nal­ton („Fuck for Peace”) zi­tiert, sie habe schon „so viel für den Frie­den ge­fickt, daß ei­gent­lich auf der gan­zen Welt Frie­den herr­schen müs­se”. Die­ser Hip­pie­spruch ist na­tür­lich to­ta­ler Hohn, wenn vie­le männ­li­che Ver­lie­rer aus­ge­schlos­sen sind und sich als chan­cen­lo­se, vom Ver­gnü­gen aus­ge­schlos­se­ne Ver­lie­rer dann noch an­hö­ren müs­sen, wie toll sich be­wußte Frau­en ver­gnü­gen, von de­nen sie stän­dig dis­kri­mi­niert und aus­ge­schlos­sen wer­den, die da­bei gar glau­ben, auf die­se Wei­se die Welt zu „be­frie­den”. Im Ge­gen­teil, so wird dem Lei­den noch Ver­höh­nung hin­zu­ge­fügt.

West­li­che, vom Fe­mi­nis­mus ent­rech­te­te Män­ner sind voll­stän­dig un­ter­drückt. Von ih­nen be­rich­ten die Me­di­en nicht, weil sie als männ­li­che Ver­lie­rer ab­so­lut nicht zäh­len, statt Mit­ge­fühl nur Ver­ach­tung und Hohn er­hal­ten.

Ara­bi­sche Män­ner sind noch nicht so voll­stän­dig un­ter­drückt; ei­ni­ge von ih­nen wer­den über­grif­fig. Doch es wäre un­ge­recht, sie zu be­vor­zu­gen ge­gen­über den viel schlim­mer be­trof­fe­nen abend­län­di­schen Män­nern, von de­nen nie­mand re­det, und die jetzt mit Ge­set­zes­ver­schär­fun­gen noch stär­ker un­ter­drückt wer­den.

In der tra­di­ti­o­nel­len ara­bi­schen Welt gab es Mög­lich­kei­ten, zu hei­ra­ten, im schi­iti­schen Raum auch zeit­lich be­grenzt, und so se­xu­el­le Er­fül­lung zu fin­den. Ge­ra­de der Man­gel an Ver­füg­bar­keit heu­te ist das Pro­blem: Chan­cen­lo­se ar­beits­lo­se Män­ner, die gar nicht fä­hig sind, die ho­hen An­for­de­run­gen zu er­fül­len, die se­xu­el­le Se­lek­ti­on durch Frau­en, aber auch in­tra­se­xu­el­le Se­lek­ti­on des Wett­be­werbs un­ter Män­nern stel­len, oder tra­di­ti­o­nel­le Hei­rats­vor­aus­set­zun­gen für Män­ner, die ei­ne Fa­mi­lie er­näh­ren kön­nen müs­sen. Frau­en un­ter­lie­gen nicht solch ho­hen Hei­rats­vor­aus­set­zun­gen.

Der Druck se­xu­el­ler Se­lek­ti­on durch Frau­en nimmt zu.

«Sie wol­len ih­ren Ehe­mann selbst wäh­len und neh­men sich da­für Zeit.» (a.a.O.)

Um­ge­kehrt zur fe­mi­ni­sti­schen Pro­pa­gan­da wird das se­xu­el­le Pro­blem durch ei­nen Not­stand und den so­zi­a­len und kul­tu­rel­len Ab­stieg der Män­ner ver­ur­sacht. Was macht die fe­mi­ni­stisch in­dok­tri­nier­te, und auch an­ge­bo­ren frau­en­be­vor­zu­gen­de Wah­rneh­mung von Me­di­en, Po­li­tik und Öf­fent­lich­keit? Wie üblich ge­nau das fal­sche: sie ver­schärft das Pro­blem mit Ge­set­zen, die noch mehr als „Ver­ge­wal­ti­gung” um­deu­ten, da­mit auch we­ni­ger or­ga­ni­sier­te Kri­mi­nel­le und ara­bisch­stäm­mi­ge Ent­wur­zel­te tref­fen, die in der Sil­ve­ster­nacht Be­rich­ten zu­folg­e über­grif­fig wur­den, son­dern vor al­lem deut­sche Durch­schnitts­män­ner tref­fen, die oh­ne­hin be­reits un­ter­drückt, in al­lem was sie tun oder nicht tun kri­ti­siert, dif­fa­miert, und ten­den­zi­ell kr­im­ina­li­siert wer­den. Bald ist es nicht mehr mög­lich, sich ei­ner Frau zu nä­hern, zu flir­ten, sie zu ge­win­nen, ohne sich straf­bar oder zu ei­nem un­ter­wür­fi­gen Hund zu ma­chen. Fast je­de er­denk­li­che Hand­lung ei­nes Man­nes beim Flir­ten kann von ei­ner Frau kri­mi­na­li­siert wer­den. Ein Kuß un­ter Al­ko­hol­ein­fluß wur­de be­reits am Campus von US-Uni­ver­si­tä­ten als „Ver­ge­wal­ti­gung” ge­ahn­det, das Le­ben des Man­nes zer­stört, der un­ter Al­ko­hol ver­ant­wort­lich ist, wo­ge­gen die eben­so al­ko­ho­li­sier­te Frau kei­ner­lei Ver­ant­wor­tung für ihr Tun hat.

Vor 20 Jah­ren schrieb der Spie­gel vom „Char­me der Mos­kau­er Schau­pro­zes­se” über sol­che He­xer­jag­den ge­gen Män­ner. Heu­te sind die Me­di­en noch fe­mi­ni­sti­scher ge­wor­den als da­mals be­reits, gibt es kei­ne Kr­itik mehr dar­an.

Nie­mand kommt auf die Idee, Män­nern we­nig­stens so viel Wür­de und Männ­lich­keit zu las­sen, daß sie ein halb­wegs er­träg­li­ches Le­ben füh­ren kön­nen. Nie­mand hat die ge­ring­ste An­teil­nah­me für deut­sche oder west­li­che Män­ner ‒ eher noch für Mi­gran­ten mit Mi­tleids­bo­nus.

Der fe­mi­ni­sti­sche Re­flex folgt ver­läß­lich, so wie zu­ver­läs­sig al­le Tat­sa­chen in ihr Ge­gen­teil ver­dreht wer­den. Statt daß die Po­li­tik den Zu­zug auf ein ver­kraft­ba­res Maß ver­rin­gert, das sehr viel ge­rin­ger sein muß als auch in der Ver­gan­gen­heit, wo es be­reits nicht ge­lang, Men­schen zu in­te­grie­ren und das Ent­ste­hen von Pa­ral­le­lge­sell­schaf­ten zu ver­hin­dern, wird die fe­mi­ni­sti­sche Un­ter­drückung des Man­nes we­iter an­ge­heizt, die ein­sei­ti­ge weib­li­che Macht se­xu­el­ler Se­lek­ti­on ver­stärkt, und da­mit die Pro­ble­me ver­schärft.

Un­ter fe­mi­ni­sti­schem Ein­fluß ist die­ser Staat zu ei­nem Un­ter­drückungs­sy­stem ve­rkom­men, das die Fal­schen be­straft und im­mer wei­ter un­ter­drückt, die Un­ter­drücke­rin­nen da­ge­gen im­mer wei­ter er­mäch­tigt und be­vor­zugt. Män­ner sind oft le­bens­lan­ge Zahl­knech­te nach leich­ter und pro­fi­tab­ler Schei­dung. Statt daß Män­ner und Vä­ter ein Sor­ge­recht hät­ten, ha­ben Frau­en ein Ent­sor­gungs­recht – Män­ner nach Be­lie­ben zu ent­sor­gen und fi­nan­zi­ell zu plün­dern, sich oft le­bens­lang von den Ent­sorg­ten mä­sten zu las­sen.

Sol­che fe­man­zi­ge Dop­pel­mo­ral hat auch auf an­de­re Fel­der aus­ge­strahlt, wo­durch „po­li­ti­sche Kor­rekt­heit” ent­stan­den ist. Tä­ter –- und erst recht Tä­te­rin­nen – wer­den ge­schützt, nicht tat­säch­li­che Op­fer.

Zu­nächst hat das Pro­blem der Sil­ve­ster­nacht we­ni­ger mit Se­xu­a­li­tät zu tun als es scheint. Tat­säch­lich ist das viel­fach auf­ge­tre­te­ne „An­tän­zeln” laut ei­ni­gen we­ni­gen brauch­ba­ren Pres­se­be­rich­ten ei­ne täg­li­che Er­schei­nung, bei der es um Dieb­stahl oder Raub geht, wor­über Me­di­en so gut wie nie be­rich­ten. Denn die Op­fer sind ty­pi­scher­wei­se nicht weib­lich und Be­woh­ner von Pro­blem­vier­teln. Das deut­sche Rechts­sy­stem ver­sagt wie­der ein­mal voll­kom­men, weil „Kol­lek­tiv­stra­fen” ver­bo­ten sind, bei dem pas­si­ven Ein­krei­sen von Op­fern aber kaum nach­weis­bar ist, wer nur den Weg aus dem Kreis ver­sperr­te, und wer tat­säch­lich nach Geld­beu­tel, Be­sitz oder in die­sem Fal­le in­ti­men Zo­nen griff.

Statt aber­mals das Se­xu­al­recht zu noch to­ta­le­rer Un­ter­drückung al­ler Män­ner, auch der brei­ten Mehr­heit an­stän­di­ger Bür­ger, wei­ter zu ver­schär­fen, was die Pro­ble­me ent­rech­te­ter und aus­ge­grenz­ter Män­ner nur ver­schlim­mert, und da­mit die Pro­ble­me der Ge­sell­schaft, hät­te das ei­gent­li­che Pro­blem an­ge­gan­gen wer­den müs­sen: Ein kom­pli­zier­tes, aber un­fä­hig kon­stru­ier­tes und ver­sa­gen­des Rechts­sy­stem. Na­tür­lich darf nicht, wie bei der be­rüch­tig­ten „Sip­pen­haft”, ein Un­schul­di­ger kol­lek­tiv mit­be­straft wer­den. Hier aber han­delt es sich um Tat­be­tei­lig­te, die bei ei­nem Dieb­stahl und Raub ge­zielt den Weg ver­sper­ren, da­mit das Op­fer nicht weg­lau­fen kann. Hin­ter­her wird dann ein ab­ge­ka­per­tes Spiel mit un­se­rem über­for­der­ten Ju­stiz­sy­stem ge­spielt. „Ich war es nicht! Ich stand nur da!” „Ich war es auch nicht. Weist mir mal das Ge­gen­teil nach.” Am En­de wer­den meist al­le frei­ge­las­sen und kei­ner be­straft. Des­halb ist das An­tän­zeln zum er­folg­rei­chen Ge­schäfts­mo­dell ge­wor­den, eben­so wie das Ab­mahn­un­we­sen und Ab­zock­fal­len im In­ter­net oder bei der Te­le­pho­nie – al­les auf­grund un­sin­ni­ger Ge­set­ze, bei de­nen un­se­re fe­man­zi­ge Po­lit­ka­ste ver­sagt hat.

Ab­mah­nun­gen dürf­te es ge­setz­lich nicht ge­ben, wie in den mei­sten an­de­ren Län­dern. Punkt aus. Ein dum­mer Ein­fall, der nie re­vi­diert wird. Wir zah­len heu­te noch die Sekt­steu­er für Kai­sers Flot­te, die Eng­land zum Bünd­nis mit Frank­reich und Ruß­land trieb, das un­ser Ver­häng­nis wur­de, oh­ne das es kei­nen Welt­krieg ge­ge­ben hät­te. Ab­ge­schafft wer­den Steu­ern oder schlech­te Ge­set­ze so gut wie nie. Ab­zock­fal­len wä­ren auch ver­meid­bar, wenn die Re­geln für Ver­trags­ab­schlüs­se bes­ser durch­dacht wä­ren. Wer beim An­tän­zeln mit­macht, den Weg nicht frei­gibt, müß­te sich we­gen kri­mi­nel­ler Ban­den­bil­dung straf­bar ma­chen. Die Ge­set­zes­lü­cke hat­te nichts mit Se­xu­a­li­tät zu tun. Trotz Sex­spick­zet­tel und all­ge­mei­nem Be­säuf­nis wä­re es kaum zu sol­chen Vor­fäl­len ge­kom­men, wenn sie nicht ge­fahr­lo­se Pra­xis für Die­be wä­ren, wo­bei Be­hör­den un­tä­tig und ohn­mäch­tig zu­se­hen.

Das Ge­schäfts­mo­dell „An­tän­zeln” funk­ti­o­niert eben­so gut wie zwar un­er­wünsch­te, aber nicht wirk­sam ver­bo­te­ne ban­den­mä­ßi­ge Bet­te­lei. Täg­lich ler­nen Ent­wur­zel­te, daß sich An­tän­zeln lohnt, oh­ne wirk­li­ches Ri­si­ko straf­frei bleibt, und leich­tes Geld ver­spricht. Das Ge­schäfts­mo­dell ver­brei­tet sich auf­grund der Un­fä­hig­keit des Staa­tes. Ir­gend­wann kom­men Ent­wur­zel­te auf die Idee, die­ses oft er­prob­te fi­nan­zi­el­le Ge­schäfts­mo­dell auf se­xu­el­le Aben­teu­er aus­zu­wei­ten. Das hat nichts mit ei­nem „Pa­tri­ar­chat” zu tun, wie fe­mi­ni­sti­scher Zeit­geist un­ter­stellt. Im Ge­gen­teil. In ei­ner tra­di­ti­o­nel­len Kul­tur (nicht Pa­tr­iar­chat in fe­mi­ni­sti­scher Wor­tbe­deu­tung, denn ein sol­ches gab es nie) wä­ren die­se Leu­te er­stens nicht ent­wur­zelt, wä­ren zwei­tens kei­ner se­xu­el­len Se­lek­ti­on dis­kri­mi­nie­ren­den Aus­ma­ßes aus­ge­setzt, drit­tens nicht von por­no­gra­phi­schem Vor­le­ben fast rein weib­li­cher Frei­hei­ten se­xu­ell auf­ge­sta­chelt, und wür­den vier­tens durch Stra­fen ab­ge­schreckt, der­glei­chen zu ver­su­chen. In tra­di­ti­o­nel­len Ge­sell­schaf­ten sind sol­che Pro­ble­me eher sel­ten.

Daß die Me­di­en über­haupt be­rich­te­ten, die Öf­fent­lich­keit auf das The­ma an­sprang, hat vor al­lem ei­nen Grund: Weil aus­nahms­wei­se die Op­fer weib­lich und die Hand­lun­gen se­xu­ell wa­ren. Das wi­der­spricht an­ge­bo­re­ner und fe­mi­ni­sti­scher Frau­en­be­vor­zu­gung in der Wahr­neh­mung. Hät­ten sie nur Geld ge­klaut wie im­mer, oder die Op­fer viel­fach ein an­de­res Ge­schlecht, so wä­re nicht ein­mal be­rich­tet wor­den. Der Me­di­en­rum­mel zeigt wie­de­rum das Ge­gen­teil der fe­mi­ni­stisch in­spi­rier­ten Un­ter­stel­lun­gen.

Wo bleibt der Me­di­en­rum­mel we­gen weib­li­cher Dis­kr­imi­nie­rung von Män­nern? Un­denk­bar? Eben: das ist Teil des Pro­blems und schie­fe Wahr­neh­mung. Ich woll­te be­reits in den 1980ern ei­nen Film „Ein Mann zieht durch die Stadt” dre­hen, um zu do­ku­men­tie­ren, wie jun­ge Män­ner von Frau­en dis­kri­mi­niert und ab­ge­wim­melt wer­den ‒ das Ge­gen­teil der fe­mi­ni­sti­schen Sa­ga, die vor kur­zem ver­wirk­licht wur­de. Mei­ne Dar­stel­lung hät­te den bi­o­lo­gi­schen Tat­sa­chen ent­spro­chen und ich hat­te die Idee 30 Jah­re vor den Fe­mi­ni­stin­nen. Doch auf­grund der schie­fen Wahr­neh­mung wur­den Film und Re­por­ta­ge nie ver­wirk­licht, statt­des­sen ei­ne Ge­ne­ra­ti­on spä­ter die fe­mi­ni­sti­sche Um­keh­rung.

Hier­in liegt das wah­re Pro­blem: uns­re schie­fe Wahr­neh­mung. Wir ge­ben be­dau­er­li­chen, aber un­ty­pi­schen Vor­fäl­len mehr Auf­merk­sam­keit, als ih­nen ge­bührt, wo­ge­gen wir die an­de­re Sei­te mit ins­ge­samt viel wei­ter ver­brei­te­ten und fol­gen­rei­che­ren Pro­ble­men kom­plett un­ter­drücken, oh­ne uns des­sen auch nur be­wußt zu sein.

Die­ser Ar­ti­kel ent­stammt dem Duns­tkreis von „Zen­siert”; Band 4 der Rei­he „Die bei­den Ge­schlech­ter”, so­wie der Buch­rei­he „Die Wahl­macht der Frau”.

1 Einst waren Hippiemädchen begeistert von Afghanistan und der freundlichen Behandlung dort, siehe „Die Karawane der Blumenkinder”

© 2018 Jan Deichmohle

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