Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Self Publishing

Die beiden Geschlechter – Band 3 – Die Genderung der Welt

Die Genderung der Welt – Beispiele für Folgen

Nähern wir uns dem Thema „Genderung der Welt” mit Beispielen, damit wir eine Vorstellung davon haben, worum es geht, und nicht im Floskelsalat einer Ideologie ersticken. Unsere Beispiele: Sahelzone und Hirtenstämme in Ostafrika.

«Auch Liz McLaughlin, Mitarbeiterin von CARE USA, hat ihre Reise durch die Dürregebiete Ostafrikas mit ihrer Kamera aufgenommen. Besonders betroffen von der Dürre sind die Hirten, die große Anteile ihrer Herden verloren haben.
Neben Nothilfe unterstützt CARE seit Jahrzehnten Dorfgemeinschaften dabei, sich auf längere Dürrenzeiten vorzubereiten. Mit Spargruppen und neuen Geschäftsmöglichkeiten versuchen Frauen in Kenia der Dürre zu trotzen.» (http://www.care.de/informieren/katastrophen/aktuell/duerre-ostafrika/)

Auf die Dürre in Ostafrika reagieren westliche Organisationen also, indem sie Frauen helfen, Geschäftsfrauen zu werden. Grundsatzprogramme, politische Bestimmungen und Berichte verkünden deutlich, daß Frauenförderung Schwerpunkt ist.

Mehr zu verdurstenden Herden der Männer, Gender Mainstreaming und enormen Problemen in der neuen Fassung. Das Buch zeigt, wie zuweilen die Männer arbeitslos ihre Dörfer verlassen, weil unsere Entwicklungshilfe sich kulturzerstörend an Frauen richtet. Die Männer ziehen dann in die nächste Großstadt, oder ein Nachbarland, neuerdings nach Europa und Deutschland.

 

Literarischer Traum: Farben

Heute einmal etwas literarisches aus meinen frühen Büchern, als ich noch glaubte, Dichtung könne den Lauf der Welt ändern …

© Jan Deichmohle (aus den 1980er Jahren)
Vervielfältigung nicht gestattet

Alles Leben ist wegnivelliert, gegendert, gleichgeschaltet, geschlechtsneutral. Alles Glück ist verloren, das Leben verblaßt. Mein Traum schwingt sich zur Fabel auf:

Farben

Lange war ich umhergeirrt und dann in Schlaf gesunken. Ich fuhr auf, als über mir der Tag ergraute. Was war nur mit den Farben geschehen? Matt und müde waren sie geworden. Nur vor mir schimmerte am Himmel ein Segment klaren Blaus. Um mich flohen Tiere und Menschen vor Grauen. Einigen war die Färbung verblaßt, und von hinten schleppten sich graue Gestalten mühsam voran. Unheim-lich war die Stimmung; ich stürzte auf, schnellte über bleiernes Gras dem blumig bunten Streifen entgegen, der sich zum Horizont hin weitete. Doch wo immer ich hinkam, blaßten Blätter und Blumenkelche, zugewandt dem blauen Himmelsstrich, gerade aus.

Eine wilde Aufholjagd hetzten wir weiter, bis ein Bach meinen Lauf unterbrach; beide Seiten des Ufers strebten einer Welt fliehender Far-ben zu, schattiert in Grau, anfangs fein gestuft, dann immer gröber, bis sich hinten Himmel und Erde, Wesen und Dinge in einheitlichem, gestalt- und körperlosen Tiefgrau verloren, das keine Grenzen, kein Leben mehr kannte, wie ein Strudel, Schlund, der alle Materie ins Nichts verschlingt. Was tun? Sollte ich schwimmen? Doch vor dem düstern Wasser aus dem Schattenreich graute mir.

Ich tastete mich vor bis zur Spitze einer Landzunge, wo ich ein Ruderboot fand. Hurtig, auf und davon! Spute dich an den Riemen! Ich glitt hinein in sich färbendes Licht. Wo ist er, der schwindende blaue Himmelsfleck? Ja, das Boot strebt ihm zu, und eine flüchtende Horde, Gestalten in Panik, um mich herum Schwimmer; schneller kreise ich die Ruder, strampelt es im Wasser. Erdunkeltes Naß spritzt in mein Boot, frißt Flecken und graue Löcher in meine Tönung, die getroffene Haut vergraut unter Schmerzen oder Taubheit.

Tiere klammern sich fest am Bootsrand, ihren entfärbten Leib aus der trüben Brühe in mein Boot zu hieven; Rettung suchen Schatten-risse von Wasservögeln. Oh Schrecken, ihr steckt mich an! Eure Berührung, Nähe bleicht aus, entfärbt, eure Unfarbe infiziert. Ich neh-me die Ruder hoch und keule euch zurück. Fies? Egal! Einerlei! Dem will ich entkommen, dem Einerlei ohne Nuancen, und ich hiebe und verteidige mein Boot gegen die Rettungssuchenden. Geschafft – aber ach, die Strömung windet und mäandert sich durch Graubezirke; ergrauend, blaß und matt kehre ich ins Licht zurück.

Im Strom treiben Kadaver, ausgelöscht von gleichförmigem Grau, das sie mitsamt ihrer Umgebung verschlingt. Nur weg vom Fluß, der einen Irrweg fließt! Ich stoße an Land, erklimme das Ufer, zueilend dem sich schmälernden blauen Strich, doch Tiere fliehen mich, angstvoll tritt mich fern ein Pferd, das mich nicht als Reiter will, denn sie fürchten meine Blässe.

Einige meiner feminismuskritischen Bücher gibt es jetzt bei Amazon, teils gedruckt, teils digital. Neue Bände werden hinzukommen. Einfach mal schauen und nach „Deichmohle“ suchen!

Wären meine Texte weniger feminismuskritisch, wären sie wohl schon vor 30 Jahren gedruckt worden. So wurde eine literarische Laufbahn vom System im Keim erstickt.

© 2019 Jan Deichmohle

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