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Denker und Dichter

Schlagwort: politisch inkorrektes Buch

Eisiges Ignorieren nicht nur durch Massenmedien seit den 1980ern, sondern auch MRM

Eisiges Ignorieren nicht nur durch Massenmedien seit den 1980ern, sondern auch MRM

Dies ist eine schmutzige Geschichte bislang ohne glückliches Ende. Wie in meinen Büchern nachgewiesen, gibt es Gesinnungszensur gegen nichtfeministische Sichten seit es feministische Wellen gibt, deren erste bereits 1913 beschrieben wurde, wie ihre ‚Apostel’ – männlich wie weiblich – Druck auf Herausgeber ausübten, damit ungenehme Sichten gar nicht erst öffentlich verbreitet wurden. Das gilt bis heute, wurde 1968 sehr viel krasser, wie meine Bücher mit vielen Fällen dokumentieren. So wurde ich seit den 1980ern auch zum ersten Aktivisten gegen Meinungszensur, neben anderen Themen, und jedes meiner über 30 Bücher dokumentiert die eigene Ablehnung aus Gesinnungsgründen. Das perverse daran ist, daß die Tatsache der Zensur unbekannt bleibt, weil die Bücher gar nicht erst gelesen werden, versteckt von einer sanften Zensur, die nicht wie die klassische erst darauf wartet, daß ein ungenehmes Buch von einem Verlag veröffentlicht oder eingereicht wird, sondern schon im Vorfeld jeden, der sich aus dem Kanon erlaubter Sichten denkt, schon im Vorfeld abschreckt, unterschwellig kaltstellt, ihm die Aufmerksamkeit entzieht. Wie in einer schalldichten Gummizelle dürfen sie herausschreien, was sie wollen, doch es hört einfach keiner, oder es hört niemand hin. Es interessiert keinen. Das ist die zynische Form moderner Meinungszensur. Eine digitale Variante davon ist das Einsperren in Filterblasen sozialer Medien, indem die Sichtbarkeit regierungskritischer ungenehmer Sichten so stark eingeschränkt wird, daß fast nur jene sie sehen, die ohnehin gleicher Meinung sind. Dann toben nicht Einzelne, sondern ganze Grüppchen gemeinsam in ihrer Filterblase, abgehängt vom Rest der Gesellschaft.

Man könnte meinen, literarische Qualität bei Unterhaltung, oder geistige Neuerungen bei Sachbüchern würden sich durchsetzen. Beides ist falsch, das Gegenteil richtig. Wenn ich bei Lesungen, auf Festivals, oder privat jungen Leuten, die meist ‚politisch korrekt’ erzogen und von ihrem Umfeld geprägt sind, aus literarischen Büchern vorlese, glänzen meist ihre Augen, loben sie sowohl Geschichte als auch Vortrag und sind überzeugt vom Talent und daß ich selbstverständlich meinen Weg finden werde; später stolpern sie im gekauften Buch über einen ‚politisch inkorrekten’ Satz und steigen aus. Dann heißt es: „Den Anfang fand ich am besten. Zum Ende bin ich noch nicht gekommen.” Dieselben Bücher wurden von allen deutschsprachigen Verlagen abgelehnt, die es gibt, bis auf eine Handvoll, die von ihnen überzeugt waren, aber eine Veröffentlichung mangels Finanzmitteln nicht stemmen konnten, oder selbst von Medien abgeschnitten und ignoriert werden, weil sie ‚politisch inkorrekte’ Bücher veröffentlichten, daher fast so abgeschottet werden wie ich selbst. Für eines der Bücher fand ich vier interessierte Verlage noch im Entstehungsjahr! Einer unterzeichnete einen Vertrag mit mir, nur um zwei Tage später mitzuteilen, er müsse den Vertrag kündigen und auflösen, weil sein Dienstleister sich geweigert habe, „an einem Deichmohle mitzuwirken”; da er keinen anderen Dienstleister habe, sei es ihm zu seinem Bedauern daher nicht möglich, ein Buch von mir herauszubringen. Der zweite Verlag redete sich mit einem Vorwand heraus: Ein Dienstleister hatte mein Profil mit sämtlichen Büchern ohne Vorwarnung gelöscht und auf Anfragen auch keinen Grund genannt. Einzige Antwort: „Laut Geschäftsbedingungen können wir ohne Begründung Bücher und Profile löschen.” Das war, als dort gerade Verkäufe anzuziehen begannen. Vielleicht hat dort jemand Alarm gegeben: „Politisch inkorrekt. Wollt ihr das wirklich verlegen? Ihr Antifant im Geiste.” Daraufhin war die ISB-Nummer für das Buch neu vorgeben worden, woraus der zweite Verlag nun ein imaginäres Rechtsproblem konstruierte, obwohl er selbst seine eigene ISBN verwendet hätte. Der Verlag drohte mir einen gerichtlichen Prozeß an, weshalb ich keinen Namen nennen darf. Ein dritter Verlag war zwar angetan, hatte jedoch keine Kapazitäten frei; später verschob sich die Veröffentlichungsmöglichkeit auf „frühestens in ein bis zwei Jahren”, bis dann der Verlag aufgegeben wurde, weil sich das Verlegen für Kleinverlage nicht mehr lohne. Der vierte Verlag machte einen Einbandsentwurf, der noch viel schlechter war als mein eigener, was etwas heißen will, weil ich erfahrener Autor, aber nicht Einbandgestalter bin. Außerdem wollte er das Zensurkapitel nicht drucken, in dem die Abweisung aus Gesinnungsgründen für eben dieses Buch nachgewiesen wurde, was ich als inhaltlichen Eingriff in das, was ich zu sagen habe, ablehnte. Daraufhin antwortete der Verlag nicht einmal mehr.

Nun könnte man meinen, aktivistische Sachbücher mit neuen Argumenten müßten doch gelesen werden. Weit gefehlt: noch viel weniger. Jugendliche, die Katzengeschichten oder Phantastik aus einem erfundenen Mittelalter schreiben, Hunderttausende Möchtegernschriftsteller finden, wenigstens in ihrem Bekanntenkreis, ein gewisses Publikum. Aber bei Tabuthemen, wie es Feminismus war, heute Migration, Islamisierung und ‚Rassismus’ geworden ist, gilt das nicht. Das Schweigen ist total, absolut. Neue Argumente, geistige Durchbrüche, die von der etablierten Sicht abweichen, sind genauso tot, ignoriert und unbekannt, als wenn es sie nicht gäbe; sie sind wie lebendig begraben. Es können die überraschendsten Nachweise sein, sie werden so vollständig ausgeblendet, als wären sie nie erdacht und geschrieben worden. Das gehört zum Unterschied zur klassischen Buchzensur: Ein zensiertes Buch existierte, war bekannt, wurde nur eben nicht verkauft. Doch was feministische Wellen aufbrachten, ist sehr viel heimtückischer: Solche Bücher entstehen meist gar nicht erst, weil Menschen von Kindheit an indoktriniert und abgeschreckt werden, ‚falsch’, also abweichend, zu denken, und wenn in seltensten Fällen der Unfall geschieht, daß sie geschrieben werden, so hört niemand hin. Verachtung und Desinteresse sitzen so tief, daß Buch und Autor wie lebendig begraben sind, wie ein Untoter, der in einer Grabkammer zeitlebens eingesperrt schmachtet.

‚Nun halt!’, höre ich den Aufwand: Es gibt aber doch Gleichgesinnte. Wir kennen doch Bücher, die verrufen sind, weil sie ‚inkorrekte’ Sichten enthalten. Da gibt es doch berühmte Vertreter wie Sarrazin und Pirinçci. Dr. Thilo Sarrazin war Mitglied des Vorstands der Bundesbank; als Etablierter war es ihm möglich, ein beachtetes Buch zu verfassen, das auch gelesen wird, ihm Verdammnis, mediale Degradierung und schließlich Parteiausschluß einbrachte. Ein ehemals Etablierter, der einen öffentlich bekannten Namen hat, kann dissidente Bücher verkaufen, wird dann aber nachträglich bestraft. Akif Pirinçci war für Katzenkriminalromane bekannt, ein etablierter Buchautor mit Publikum, der deshalb auch ein dissidentes Buch erfolgreich verkaufen konnte, was ihm nachträglich Ärger bescherte, bis hin zu Boykott durch Gruppen, die Andersdenkende mundtot machen wollen, was übrigens schon 1913 als feministische Methode beschrieben und später von anderen übernommen wurde, und Rauswurf aus seinem ehemaligen Verlag. Sogar Buchläden weigern sich, Bücher der beiden zu verkaufen, doch auch das galt Jahrzehnte früher für feminismuskritische Bücher, sie ich seit den 1980ern dokumentiere.

Das gilt allerdings nur für jene, die schon etabliert waren, daher Zugang haben, den sie sich durch ungenehme Meinung versauen. Viel tiefer, unsichtbarer und zynischer ist jedoch die Unterdrückung jener, die niemals etabliert waren, deshalb völlig ignoriert oder verspottet werden: „Hahaha, ein Möchtegernschriftsteller ohne Erfolg! Wie lächerlich!” Denn hier treffen zwei Umstände aufeinander, ein zeitloser und ein heutiger ideologischer. Seit jeher gibt es Tausende, Zehntausende, inzwischen wohl eher Hunderttausende oder gar Millionen Möchtegernschriftsteller. Ich kenne bald mehr Möchtegernschriftsteller als Leser. Wenn ich einem Mädchen erzähle, ich schreibe Bücher, erhalte ich oft die Antwort: „Ja, das wollte ich auch immer. Ich möchte auch ein Buch scheiben!” oder sogar „Ich habe auch Bücher geschrieben!” Unter Millionen, die es gerne wären, obwohl kaum jemand etwas originelles zu sagen hat, und niemand solch einen heute provozierenden Umbruch im Denken hingelegt hat, geht der Einzelne unter – nicht ein bißchen unter, sondern völlig, total. Wenn dann noch politische Inkorrektheit, moralische Empörung, Verdammnis und systematische Gesinnungsunterdrückung hinzutreten, wird die Unterdrückung des nicht etablierten Autoren, der einer unter Millionen ist, die alle strampeln und sich mühen, so total, als wäre er tot und beerdigt.

‚Halt ein!’, ruft nun wieder der prototypische Skeptiker. ‚Es gibt doch andere, die ähnlich denken.’ Nein, gibt es nicht. Denn gäbe es andere, die gleiches denken, wäre es nicht neu. Das ist ja das perverse an Originalität und Neuerungen: Es muß notwendigerweise etwas sein, was noch niemand auf der Welt gedacht hat oder denkt. Wer eine echte Neuerung macht und nicht nur hohle Floskeln eingebildeter Neuerung schwafelt, steht notwendig ganz allein. Das ist eine Frage der Logik. Es sollte jedem, der mit elementarer Logik nicht überfordert ist, klar sein, daß jemand, der einen wirklich neuen Gedanken hat, unmöglich auch nur einen einzigen Gleichgesinnten haben kann, denn hätte er einen, wäre ja die Behauptung widerlegt, sein Gedanke sei neu.

‚Ja, aber es gibt doch z.B. Feminismuskritiker, Männerrechtler, die es lieben werden, wenn jemand ihnen neue Argumente gibt.’ Tja, das kann man wirklich glauben, dachte ich auch einmal. Aber dann kam es ganz anders. Ich war um 1980 der erste, der von Anfang an feministische Dogmatik und Sichten als vollkommen falsch zurückwies. Bereits damals wollte ich jeden einzelnen Satz von Feministinnen widerlegen, hätte dies können, doch die Zeit reichte einfach nicht, wenn täglich Millionen Feministinnen viel Unsinn erzählen, den ein Einzelner niemals mit seiner knappen Tages- und Lebenszeit bearbeiten und widerlegen kann, und wenn es ihm noch so flott von der Hand ginge. Ich sah die ersten Abtrünnigen des Feminismus aufkommen wie Warren Farrell, der Mitgründer und Unterstützer der zweiten feministischen Welle gewesen war, sich in den 1970er Jahren mit Radikalfeministin Gloria Steinem abbilden ließ, von der genügend Männerhaßzitate überliefert sind, die auch in meinen Büchern dokumentiert sind. Die männerfeindliche Steinem und Farrell geradezu als Paarbild – geändert hat sich daran nichts. Noch im vorigen US-Wahlkampf unterstützte Warren Farrell, der sich treu blieb, die „Frauen sind Hauptopfer von Kriegen: Die Männer, Söhne und Brüder von Frauen sterben” – Hillary Clinton. Doch er gilt als ‚Gründungsvater’ der US-amerikanischen Männerbewegung. Es sagt einiges über die ‚Männerrechtsbewegung’ (MRM) oder ‚Männerrechtler’ (MRA) aus, wenn sie von solch einem Oberfeministen gegründet wurden. Das war genau das, was ich verhindern wollte: daß die vom Feminismus geschaffenen Mißstände auch noch profeministisch verramscht werden. Ich wollte das exakte Gegenteil: Eine echte Widerlegung allen Feminismus, aller Annahmen, Behauptungen und Kampagnen, damit eben nicht solche Weicheier Männer mit feministischen Methoden und Inhalten ködern. Wir sind uns inhaltlich also, trotz vieler Überschneidungen der Methodik und dem Eintreten für benachteiligte Männer, also in geistiger Hinsicht spinnefeind. Ich war da, bevor sich Farrell vom Feministen zum trojanischen Pferd unter Männern wandelte, der eine letztlich feministische Männerbewegung gründete. Inhaltlich wollte ich genau das Gegenteil.

Nun stand Farrell auf der offiziellen Seite, wurde also von Medien und Öffentlichkeit hofiert, konnte eine Bewegung begründen, wogegen ich ein nichts war, ein lächerlicher Bub, der irgendwie nicht so denkt wie er soll, den niemand ernst nimmt, der ausgelacht, verhöhnt und ignoriert wird wie ein Dorftrottel, der irgendwie seltsam wirkt und mit dem niemand etwas zu tun haben will. So kraß ist der Druck, der auf Männern lastet. Männer müssen erfolgreich sein, sonst werden sie lächerlich und ignoriert. Erfolg verlangt aber Anpassung an bestehende Hierarchien, die jedoch feministisch unterwandert und geprägt waren, was ich entschieden ablehnte. So gab es gar keine Möglichkeit, in den Hierarchien der Öffentlichkeit aufzusteigen. Jeder Verlag, der Bücher auch bewerben kann, gab mir gleich „einen auf die Glocke”, indem entweder auf Knopfdruck eine Formabsage verschickt oder Hohn und Spott zurückgeschickt wurde, was ich dann im Zensurkapitel des jeweiligen Buches dokumentieren konnte.

Nun kommen wir zur deutschsprachigen Männerbewegung. In den 1990er Jahren war ich wieder ein wenig Pionier, als ich das internationale Forum „Patriarchy” leitete. Dann zog ich mich 13 Jahre lang ins Berufsleben zurück, in welcher Zeit sich eine hiesige Szene entwickelt und etabliert hatte. Als ich es dann 2014 schaffte, ein erstes Buch in einem gerade neu gegründeten Verlag unterzubringen, der zwar von den neuartigen Argumenten überrascht und angetan war, aber keine Ahnung von den Schwierigkeiten hatte, solch ein brisantes Buch zu verkaufen, war ich immer noch weiter als die in der Zwischenzeit entstandene winzige ‚Männerszene’, die in Anlehnung an Warren Farrell und andere Linke auf letztlich gleichheitsfeministischen Vorstellungen fußte. Wir haben also einen fundamentalen geistigen Gegensatz: Sie waren genau das, was ich hatte verhindern wollen, um etwas besseres zu bieten, nämlich Funktion und Bedeutung natürlicher kultureller Bezüge der Geschlechter. Dies ist wichtig, um zu verstehen, was folgte.

Zunächst ging mein Wiedereinstieg zwar nicht gut, aber leidlich. Ein erstes Internetmagazin deutschsprachiger MRA brachte gerne meine Artikel, die offenkundig tiefer gingen, mehr und unbekannte Quellenbeweise brachten, als sie es sonst kannten. Freilich verstanden sie diese wohl kaum, wenn wir haben ja gegensätzliche Ansätze. Noch dieses Jahr war es so, daß ein Buch mit allen neuen Argumenten völlig ignoriert wurde, um dann zu schreiben, „im Band der Flaschenpost habe ich ein Zitat gefunden, daß ich noch nicht kannte”. Eine albernere Antwort habe ich selten erhalten. Ich stelle eine neue Sicht und Begründung vor, die er nicht kannte, aber offenbar auch nicht teilen wollte, weshalb sie vollständig ignoriert wurden, und damit der Inhalt, um den es geht. Nur Quellen, die er nicht kannte, fallen auf. Das ist typisch für hirnlose Besserwisser, die eigentlich nichts wissen außer reiner Faktenkenntnis. Sie sind wie ein digitaler Massenspeicher, eine Festplatte, auf der reine Daten, Quellenzitate, gespeichert werden. Doch meine Argumentation begreifen sie so vollständig nicht, daß sie noch nicht einmal anerkennen, daß es eine solche Argumentation gibt, die das Buch ausmacht. Das ist etwa so, als würde jemand einen mathematischen Beweis vortragen, und jemand im Publikum antwortet, da sei ein grüner Fleck auf dem Papier. Das Buch hatte er auch nicht gekauft; ich hatte kostenlos an MANNdat eine PDF geschickt in der Hoffnung, sie würden rezensieren. Doch nach solcher Antwort wollte ich keine Rezension mehr. Wer so vernagelt ist, das gesamte Buch zu ignorieren, nur ein verwendetes Quellenzitat zu beachten, wird niemals eine faire Rezension schreiben können.

Zurück zu meinem Wiedereinstieg. Anfangs versuchte einer, einen ‚Hype’ mit meinen ungewohnten Büchern auszulösen. Stattdessen traf ich Neider. Denn Platzhirsche auf dem Feld wollten weder ihre Stellung, noch ihre Position im Verlag auf dem hart umkämpften Buchmarkt aufgeben, und schon gar nicht sich Denkfehler nachweisen lassen. Ein Buchautor, der ein Exemplar von mir kostenlos abgriff ohne zu rezensieren, weigerte sich, mit seinem Verleger zu sprechen, weil es für das Thema keinen weiteren Platz gäbe und er sich daher keine Konkurrenz machen wolle: Wenn er mich in den Verlag hineinbrächte, flöge er selbst hinaus. Selbiger Herr war stolz auf sein Charisma und seine Fähigkeit, in „Talk Shows” zu plaudern. Irgendwann hatte er mal einen Artikel über „Hypergamie” gelesen und glaubte nun, anhand dieses oberflächlichen Artikels die Welt verstanden zu haben. Wie in einem früheren Artikel erläutert, versuchte ich ihm seinen Denkfehler klarzumachen: Ethnologisch gibt es Hypergamie, Hypogamie und Isogamie – letztere zwar selten, aber theoretisch möglich. Außerdem wies mein erstes Buch nach, daß Feminismus den Grad der Hypergamie bei Status und Einkommen verringert hatte, weil berufstätige Karrierefrauen über sich kaum noch unvergebene Männer finden konnten. Wenn also der geistig schlichte Oberschlaumeier wähnte, die ganze Welt mit seinem simplen Modell der „Hypergamie” erklären zu können, wegen der Feminismus scheitern müsse, hat er Pech beim Denken. Wie auch Pick-Up-Lehrmeister schreiben, zeichnet sich der charismatische Alpha dadurch aus, beeindruckend nichtssagend reden zu können. Das sind Blender, die weibliche Wahl bevorzugt und auch unsre Demokratie versauen. Nötig ist der klare Verstand, wie er klassische Wissenschaftler kennzeichnete. Wie peinlich, wenn ein eingebildeter Dampfplauderer behauptet, Feminismus werde scheitern, weil Frauen weiter hypergam seien, wenn tatsächlich Feminismus die weibliche Hypergamie verringert hat – jedenfalls was Einkommen und Status angeht –, und genau diese Verringerung der Hypergamie unser Problem ist. Denn wir leben heute in einer Zeit, wo reiche Männer sich kaum trauen, arme Frauen zu heiraten, weil aufgrund feministischer Scheidungsgesetze sie bei einer Trennung dann meist ihr Vermögen verlieren. Reiche Frauen haben noch weniger Motivation, einen armen Mann zu ehelichen. Also verbinden sich Männer und Frauen zunehmend von gleich zu gleich, wodurch krasse soziale Gegensätze entstehen: Superreiche einerseits, Arme andererseits. Eine US-Studie besagt, daß diese Gegensätze auf das ausgeglichenere Maß der 1960er zurückgingen, wenn es gleich oft Ehen zwischen Reichen und Armen gäbe wie damals.

So, daß ist ein gutes, nämlich intelligentes und richtiges Argument gegen Feminismus. Unser Platzhirsch hat schwammig gedacht; natürlich hat er nicht ganz unrecht, denn sexuelle Selektion ist tatsächlich Grundkraft des Lebens und kann mit Neigung zu Hypergamie assoziiert werden. Trotzdem ist falsch, was er behauptet, denn die Grundkraft ist eben sexuelle Selektion, nicht Hypergamie, die nur eine häufige, aber nicht notwendige, Folge dieser Grundkraft ist. Wer zu schwammig denkt, verirrt sich in Widersprüche und begeht Fehler beim Denken, wie sie typisch sind für charismatische Alphamänner.

Das wollte dieser Platzhirsch aber nicht hören. Er hat mich unterbrochen, wenn ich ihn in der Debatte unter MRA, die sich in einem Berliner Café trafen, auf seinen Logikfehler hinweisen wollte. Dabei verspottete er mich geradezu, überzeugte seine vom Charisma hingerissenen Lauscher mit Witzchen. Auch das ist typisch für oberflächliche Gemüter: Sie glauben tatsächlich, eine wissenschaftliche oder sachliche Debatte gewinnen zu können, indem sie Kritikern Maulkorb erteilen, dann Witze erzählen, um mit ihrem Charisma zu glänzen, damit keiner merkt, das sie sachlich gerade einen Fehler gemacht, einen kapitalen Bock geschossen haben. Am Ende beleidigte er mich noch, indem er mich mit der Feministin Anne Wizorek verglich. Wenige Tage später flog ich aus dem Magazin heimlich raus, ohne daß mir es jemand mitteilte. Es erschienen einfach keine Artikel mehr von mir; auf Rückfrage kam eine Ausflucht nach der anderen, worauf ich überarbeitete, umformatierte, um mit der nächsten Ausflucht abgespeist zu werden. Auch fiel ich aus dem Emailverteiler. Dann wurde mein englischsprachiger Blog gekündigt und gelöscht.

Anfeindungen gab es von vielen. Gerade für das Thema ‚männliche Verlierer’ wurde ich wütend angefeindet, im Kommentarbereich von Trollen angegriffen. Ganz offenbar ging es dabei auch darum, wer etwas zu sagen hat. Platzhirsche wollten sich Einfluß und Stellung erhalten, keine neue Stimme, auf die andere etwa hören könnten. Dort rausgeflogen, wurde ich von deren Konkurrenz, einer freien Enzyklopädie, verstärkt umworben, obwohl mich einer von dort zuvor schon heftig und persönlich im Kommentarbereich angegriffen hatte. Auch dabei ging es offenbar um Einfluß. Es ist wirklich lächerlich, wie sich die Männerrechtsszene selbst um jede Erfolgsmöglichkeit brachte. Feministinnen waren mit ihrem blühenden Unfug solidarisch; wenn eine etwas aufbrachte, konnte es noch so schräg sein, doch es wurden von ihnen zum Medienhype aufgebaut. Wie das Buch „Abrechnung” dokumentiert, waren einige der führenden Gründerinnen schizophren oder anderweitig auffällig, doch das hinderte die feministische Szene nicht daran, deren schizophrene Werke zur Sensation und zum prägenden Ideengeber ihrer Bewegung zu erheben. Das radikale Gegenteil geschah unter Männern, die aus evolutionären Gründen in einem ständigen Wettkampf untereinander um Rang und Einfluß stehen, weil Gesellschaft und vor allem Mädchen dann die Ranghöchsten wählen. Dieser biologische Wettkampf gegeneinander fand auch bei meinem Versuch statt, als Aktivist mit Jahrzehnten Erfahrung und einer neuen Denkweise Fuß zu fassen. Ich wurde von den etablierten Platzhirschen zerlegt und rausgehalten. Auch das ist ein Grund, weshalb Feministinnen mit blühendem Unsinn 150 Jahre lang immer wieder erfolgreich waren, wogegen Männer sich gegenseitig fertigmachen.

Bei der freien Enzyklopädie erzählte mir einer, wir bräuchten keine neuen Bücher, alles wichtige sei schon geschrieben worden, sogar vor über hundert Jahren. Dort flog ich auch raus, wurde mir mein damaliger Hauptblog gekündigt und gelöscht. Später flog ich aus einem aufsteigenden alternativen Nachrichtenmagazin, als dort ein ‚Maskulist’ zum Chefredakteur wurde, der verbal gern drauflosdrischt und das toll findet. Solide Argumente mag er nicht so. Mir ist peinlich, was er dort verzapft, weil er Feministen der Zukunft unfreiwillig Material für Proteste liefert.

Ein Aktivist, der an einer Universität Professor war, also voll integriert in eine tendenziöse Gesellschaft, hat seit den 1990er Jahren verweigert, meine Bücher zu erwähnen, oder auch nur meinen Blog, Bücher oder Namen zu verlinken. Er will eine ‚linke Männerbewegung’, hatte zwar den Anspruch, zentrale Figur zu sein, die alle vernetzt, doch eben nur, was ihm gefällt, und mich also ausdrücklich nicht. So geht das weiter. Ein Aktivist nach dem andern ignoriert vollständig, ob in Blog, Blogroll oder auf Twitter. Man teilt sich gegenseitig, aber niemals Deichmohle. Die Ausgrenzung ist genauso heftig und total wie durch Feministen. Da ist kein Unterschied zu spüren. Einer, dessen Name sich auf Evolution bezieht, die er aber nicht versteht, und meine Bücher, die moderne Evolutionsbiologen wie Moxon zitieren und erläutern, schon gar nicht, schrieb mir gar, er sei genervt von meiner Kritik und froh, daß sie meine Bücher nicht verkauften. Natürlich liest er sie nicht und würde sie auch nicht verstehen. Er gehört zu denen, die viele Fakten sammeln und auswendig wissen, aber mein Gebäude, das ich daraus errichte, nicht verstehen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich im Studium lernte: Nichts auswendig lernen! Die Vorstellung allein empörte unsre klassischen Professoren, für die das unterbelichtet war. Ein Mathematiker muß denken können und wissen, wo die Fakten stehen. Alles, was er wissen muß, schlägt er in Büchern oder wissenschaftlichen Magazinen nach. Nichts wird auswendig gewußt. Dafür ist das Hirn viel zu schade: Es ist dazu da, aus den Fakten logisch und einfallsreich etwas zu errichten. Das genaue Gegenteil ist heute üblich. Man sieht es an Leuten, die sich Quellenzitate aus meinen Büchern ziehen, ohne irgend etwas am Buch selbst zu begreifen. Oder an Leuten, die sich einbilden, alles zu wissen, weil sie viele Fachpublikationen gelesen und im Blog vorgestellt haben, ohne je daraus einen neuen geistigen Bau errichtet zu haben.

Ich flog aus allen Veröffentlichungsmöglichkeiten, die ich in der Szene hatte, bin fast nirgendwo in Blogrolls. Meine Bücher sind in den letzten Jahren mehr von MRA-MRM verhindert worden als von Feministinnen. Von letzteren ist bekannt, daß sie nicht lesen wollen, was ihnen widerspricht. Entscheidend für eine Initialzündung, wie sie feministischer Solidarität immer wieder glückte, wäre Kauf der Bücher durch Unterstützer einer eigenen Szene gewesen. Doch wenn diese fest mauert, kann daraus nichts werden.

Zuletzt hatte ich also jemandem kostenlos PDF geschickt in Hoffnung auf Rezension. Da auch das ein Quellenzitatzieher war, der das Buch um dieses Zitat herum gar nicht wahrnahm, zerschlug sich das auch.

Mir wurde erklärt, stummgeschaltet zu werden. Mir zu kommentieren zu erlauben, erscheint nicht mehr vorteilhaft. Solidarität gibt es nicht in der Szene. Die Hoffnung auf Rezension für eines meiner 32 derzeitigen Bücher hat sich damit zerschlagen.

Da die MRM sich derzeit etabliert, werden jene, die dabei störend erscheinen, ignoriert, ausgeblendet, faktisch zensiert. Doch auch vorher wurde ich von Platzhirschen bereits kaltgestellt, rausgeworfen und durch mangelnde Solidarität Erfolg verhindert.

Schon ärgerlich, wenn sich jemand ‚alleEvolution’ nennt aber ausgerechnet Evolution nicht wirklich versteht. Meine Bücher zeigen neue Erkenntnisse, die der Herr nicht wissen will, weil es nicht seine sind, nicht seiner Sicht entsprechen, und er nicht von anderen lernen, sondern selbst Platzhirsch sein will. Auch er gehört dem Typ Datensammler an, der viele Publikationen liest, aber keine Zusammenhänge selbst aufbaut, und andere ignoriert oder nicht versteht, wenn die solche Zusammenhänge aufbauen. Genau das ist aber kreative Arbeit, ist der Knackpunkt geistigen Fortschritts.

Nun beweihräuchert man sich gegenseitig im Kreis, ignoriert aber Deichmohle, dem Mißerfolg seiner Bücher gewünscht wird, während Feministinnen deshalb erfolgreich sind, weil sie ihre Vertreterinnen gemeinsam aufbauen. Solche chaotische Männergruppen können nur verlieren von ihrer Fehlkonstruktion her.

Beachtenswert ist, daß als ‚Bonus’ die MRM (‚MännerRechtsBewegung’) als eine Art „Feminismus 2.0” definiert wird, was durchaus logisch ist, zum gleichheitsfeministischen Bekenntnis der meisten und zu den eigenen Ursprüngen aus feministischen Männergruppen und den Anstoß Warren Farrells paßt, der die zweite feministische Welle mitbegründet hatte und trotz Einsatzes für Männer immer noch feministischen Prinzipien verhaftet blieb sowie die feministisch angehauchte Hillary Clinton unterstützte.

Indem MRA sich jetzt in dem zusammenbrechenden Kartenhaus derzeit regierender Politik integrieren, tun sie ihrer Sache keinen Gefallen, sondern stellen sich auf die Seite künftiger Verlierer. Die Verlierer von heute werden die Gewinner von morgen sein, die Gewinner von heute die Verlierer von morgen.

Entscheidend ist, den Büchern endlich zum Durchbruch zu verhelfen und damit einer grundsätzlichen Feminismuswiderlegung, was modernen Hysterien den Boden unter den Füßen wegzieht. Mit den vielen Feministen werden auch ein paar gleichheitsfeministische Männerrechtler ausrutschen, wenn der ideologische Boden unter ihren Füßen plötzlich verschwindet und es gilt, auf neuen Erkenntnissen geistig Fuß zu fassen.

Der Gesinnungszensurstaat

Der Gesinnungszensurstaat

Einige Wochen war mein Blog inaktiv, weil ich lieber Bücher von bleibendem Wert hinterlasse als schnellvergängliche Artikel zu Tagesthemen. Gerne wäre ich täglich dabei gewesen, denn die Entwicklung überschlägt sich von Tag zu Tag.

Was ist geschehen? Ich habe einen Verlag gefunden und vorgestern einen Vertrag unterzeichnet, der heute schon wieder gekündigt wurde. Das ist ein Zensurrekord. Lest selbst!

Meh­re­re Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen platz­ten nach Ver­trags­un­ter­zeich­nung. Nach jah­re­lan­ger Su­che hat­te ich 1992 ei­nen Ver­trag für das heu­te „NEIN!” ge­nann­te Buch mit dem in­zwi­schen ein­ge­stell­ten Bet­zel Ver­lag un­ter­zeich­net, für das die­ser be­reits ei­ne ISBN-Num­mer mit Ti­tel­nen­nung „Abgelehnt” ein­ge­rich­tet hat­te. Letz­tes Le­bens­zei­chen war dann der Ein­trag im Ver­zeich­nis lie­fer­ba­rer Bü­cher: „Die­ses Buch er­scheint nicht.” Mein er­ster Ver­lag, der wirk­lich druck­te, hat­te für fünf Bü­cher un­ter­schrie­ben, doch nach dem er­sten wur­de die Spar­te auf­ge­ge­ben. Der eben­falls auf­ge­lö­ste Ju­we­len Ver­lag hat­te ver­trag­lich zu­ge­si­chert, im glei­chen Jah­re drei mei­ner Bü­cher zu ver­öf­fent­li­chen, was be­kannt­lich nicht ge­schah. Mehr­mals wur­de mündl­ich oder per Email In­ter­es­se be­kun­det, dann aber vor Un­ter­zeich­nung mit teils gro­tes­ken Be­grün­dun­gen ein Rück­zie­her ge­macht. Wer ‚Deich­moh­le’ heißt, wird sy­ste­ma­tisch schi­ka­niert.

Statt ei­ner auch wirk­lich ge­le­se­nen Ver­öf­fent­li­chung in ei­nem Pu­bli­kums­ver­lag schei­ne ich in­zwi­schen un­ge­le­sen ei­nen ‚schlech­ten Ruf’ ‚po­li­ti­scher In­kor­rekt­heit’ zu ha­ben, der Ver­öf­fent­li­chun­gen ver­hin­dert.

«Von: ███-Verlag ███
Ge­sen­det: Diens­tag, 11. De­zem­ber 2018 13:01
An: Jan Deich­moh­le
Be­treff: AW: Ver­trag, AW: Phi­lo­so­phi­sche Re­fle­xi­o­nen über Grup­pen­rei­sen und was sie uns zei­gen

Hal­lo Herr Deich­moh­le,

es gibt ein Pro­blem: Mei­ne Dienst­lei­ster sprin­gen mir ab. Mit dem Na­men ‚Deich­moh­le’ wol­len die nichts zu tun ha­ben, er­go feh­len mir die üb­li­chen We­ge für ei­ne Buch­ver­öf­fent­li­chung.

Ich kann da­her lei­der nicht bei der Ver­öf­fent­li­chung wei­ter­hel­fen, tut mir wirk­lich leid.

Mit freund­li­chen Grü­ßen»

„Sehr ge­ehr­ter Herr ███,

wir ha­ben ei­nen Ver­trag un­ter­zeich­net. Wel­cher Dienst­lei­ster soll­te ab­sprin­gen – das wä­re ein bei­spiel­los in­to­le­ran­ter Vor­fall? Es gibt Wahr­hei­ten, auf die der­zeit hy­ste­risch re­agiert wird. Ge­ra­de des­halb ist es be­son­ders wich­tig, die­se be­kannt zu ma­chen, an­son­sten en­den wir in ei­ner Ge­sin­nungs­dik­ta­tur, wenn wir uns nicht schon dar­in be­fin­den.”

«███t-Verlag ███>
Di 11.12.2018, 16:00
Hal­lo Herr Deich­moh­le,

ver­rückt, das hat­te ich auch noch nie. Ich fin­de kei­nen, der mir wei­ter­hel­fen kann… Ich lö­sche nun­mehr al­les, al­lein schon we­gen der DSGVO. Sie kön­nen die­se Email also „Kün­di­gung des Ver­tra­ges” an­se­hen. Scha­de.»

Dies ist das drit­te Ver­lags­an­ge­bot zu die­sem Buch, das aus ha­ne­bü­che­nen Grün­den ge­platzt ist. Of­fen­bar ha­be ich für Me­di­ën das fal­sche Ge­schlecht:

«Von: ███ <███@traum­zeit-ver­lag.██>
Ge­sen­det: Diens­tag, 23. Ja­nu­ar 2018 13:08
An: Jan Deich­mohle
Betreff: Re: Neu­see­land – Rei­se­füh­rer der an­de­ren Art – Ki­wi Ex­pe­ri­ence Bus
Lie­ber Jan,

dan­ke für dei­ne An­fra­ge.

Traum­zeit ist nur ein win­zi­ger Ver­lag und ich wer­de in ab­seh­ba­rer Zeit wohl kei­ne Bü­cher an­de­rer Au­to­rin­nen ver­öf­fent­li­chen, ab­ge­se­hen von Leu­ten, die wir schon im Ver­lag ha­ben.»

Tja, ei­ne Au­to­rin bin ich auch nicht wirk­lich.

«Von: ███ <███@ver­lags­haus.██>

Ge­sen­det: Mitt­woch, 24. Ja­nu­ar 2018 09:54
An: deich­moh­le@███Betreff: Ihr Pro­jekt­vor­schlag Neu­see­land – Rei­se­füh­rer der an­de­ren Art – Ki­wi Ex­pe­rien­ce Bus

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moeh­le,

… Lei­der kön­nen wir Ih­re Buch­idee nicht ver­öf­fent­li­chen, da die The­ma­tik nicht in un­se­re ak­tu­el­le Ver­öf­fent­li­chungs­stra­te­gie passt.»

In den mei­sten Fäl­len paßt die Thoe­ma­tik nicht in die Ver­öf­fent­li­chungs­stra­toe­gie – das ist der Foeh­ler.

Von: ███ <███@mun­do-mar­ke­ting.██>
An: Jan Deich­moh­le
Ge­sen­det: Don­ners­tag, 25. Ja­nu­ar 2018, 18:50:05 MEZ
Be­treff: AW: Neu­see­land – Rei­se­füh­rer der an­de­ren Art – Ki­wi Ex­pe­ri­ence Bus

Hal­lo Herr Deich­moh­le,

recht herz­li­chen Dank für Ih­re freund­li­che E-Mail. Wir ha­ben uns dar­über sehr ge­freut.

Ihr Rei­se­be­richt ist schön und leb­haft ge­schrie­ben. Lei­der paßt er nicht zu uns in das Pro­gramm, auf je­den Fall nicht so wie ich es in Zu­kunft wei­ter­ent­wickeln möch­te. Des­halb kann ich Ih­ren Ti­tel lei­der nicht ver­le­gen.

Das hat NICHTS mit Ihnen oder Ihrem Buch zu tun.»

Wie dem auch sei, fol­gen­des hat of­fen­kun­dig mit mir und den Buch­in­hal­ten zu tun:

«Am Montag, 29. Januar 2018, 10:34:01 MEZ hat Verlag Kern <███@verlag-kern.██> Folgendes geschrieben:

Gu­ten Tag Herr Deich­moh­le,

bit­te neh­men Sie un­se­re Mail­adres­se um­ge­hend aus Ih­rem Ver­tei­ler und ver­scho­nen Sie uns mit wei­te­ren Zu­sen­dun­gen, wir sind dar­an nicht in­ter­es­siert»

Die härtesten Abfuhren aus Gesinnungsgründen habe ich noch gar nicht im Blog veröffentlicht – sie sind jeweils im zugehörigen Buch dokumentiert.

Als ich meinen Versicherungsmakler anrief, wie er die Lage einschätze, meinte er nur, in den letzten Jahren habe er viele Fälle erlebt, bei denen jemand in Schwierigkeiten geriet, der etwas unbequemes gesagt habe, das nicht einmal ‚politisch inkorrekt’ zu sein brauchte; oft reiche schon ein falsches Wort, oder das Befragen einer Person, die etwas unerwünschtes sagt, um selbst als Journalist abserviert zu werden. Möglicherweise ist nackte Angst um die eigene wirtschaftliche Existenz eine Erklärung für die haarsträubende Einseitigkeit unsrer Mediën, Verlage, Hochschulen und Parteiën: Es traut sich niemand mehr. Mir hat eine Lektorin eines bekannten Publikumsverlags geschrieben, sie könne meine Argumente gut verstehen, aber das sei nicht in ihrem Verlag veröffentlichbar und sie werde sich auch nicht wieder bei mir melden. Aus Rücksichtnahme nenne ich keine Namen.

Inzwischen ist es nicht einmal mehr möglich, ein amüsant geschriebenes harmloses Reisebuch zu veröffentlichen, wenn man von irgendwem in einer privaten Firma als ‚politisch inkorrekt’ eingestuft wurde. Das ‚kauft nicht bei Juden’ des Dritten Reiches ist inzwischen perfektioniert worden zu systematischem Gesinnungsterror, bei dem sich Privatunternehmen berechtigt fühlen, Andersdenkende von Veröffentlichung auszuschließen. Sogar wenn sich Verlage finden, die das Buch begeistert, kann irgend jemand in der langen Kette von Dienstleistern: Buchgestalter, Druckerei, Werbefirma das Buch durch Boykott abschießen, den Autor vernichten, weil ihm seine Chancen auf einen Durchbruch jahrzehntelang geraubt wurden, was ihn ganz nebenbei auch wirtschaftlich brechen soll. Was aneckt, hat keine Chance. Wer einmal aneckt, ist generell erledigt, auch mit harmlosen Angeboten. Das übersteigt die Ketzerjagd des Mittelalters.

Sogar in der Liste zensierter Schriftsteller fehle ich. Denn dort hat ein bekanntes Magazin nur jene erwähnt, die berühmt sind, einmal etabliert waren und daher in Öffentlichkeit und Mediën einen Namen haben. Damit werden die kritischsten Stimmen verstummt, denn wer einst zum Establishment gehörte, wird nicht so tiefgreifende Kritik anbringen wie jene, die von Anfang an ausgeschlossen war. Doch wer von Anfang an ‚politisch inkorrekte’ Inhalte anbot, konnte im feministischen Gesinnungsstaat schon seit 1968 niemals einen Durchbruch schaffen. Nun bin ich seit Jahrzehnten ein Aktivist gegen politische Zensur, die ich ebenso lange dokumentiere. Ausgerechnet der langjährige Aktivist gegen politische Zensur wird sogar von denen ignoriert, die angeblich gegen politische Zensur kämpfen. Was für ein absurdes Theater! Sogar oppositionelle Mediën haben versagt, den ersten und systematischsten Kämpfer gegen Zensus durch Nichterwähnung und Übergehen abermals zensiert. Schande über euch!

Kauft endlich meine Bücher, damit die Masche des Systems, Andersdenkende totzuschweigen, auszugrenzen und durch Boykott einzelner Intoleranter stillheimlich im Hintergrund um jede Chance zu bringen, nicht aufgeht! Eure Behäbigkeit und Desinteresse ermöglicht erst das Funktionieren der Gesinnungsdiktatur! Wenn ihr euch entschließen würdet, die Bücher zu kaufen und zu lesen, könnte die Zensur in sich zusammenfallen. Doch das tut ihr nicht. Euer Nichthandeln wirkt wie Einverständnis und Unterstützung, auch wenn ihr es nicht so meint. Ich habe es satt, einem unwilligen Publikum hinterherlaufen zu müssen und um Käufer zu betteln. Ich habe besseres zu tun. Ihr zwingt mich mit eurem Ignorieren zu so einem unwürdigen Bemühenmüssen. Eure behäbige Bequemlichkeit macht die Mißstände erst möglich. Nicht nur der Gesinnungsstaat und seine Mediën, auch die Nichtleser eines Nichtpublikums verdienen Schelte.

Das schon gelöschte zensierte Buch habe ich neu hochgeladen:

© 2020 Jan Deichmohle

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