Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Genderismus

Töchter, Söhne und Entfremdung der Geschlechter

Töchter, Söhne und Entfremdung der Geschlechter

Menschen, die in einer künstlichen Welt ohne natürliche Ergänzung der Geschlechter, stattdessen mit Genderideologie aufgewachsen sind, die von Unterricht über Unterhaltung bis Pseudowissenschaft Begriffsbildung, Wahrnehmung und Denken verdreht, werden kaum in der Lage sein, das nötige zu begreifen und entwickeln: Eine konsistente Theoriebildung, die erklärt, wie die zerstörte Kultur funktioniert hat, die eine menschliche Universalië aller Kulturen, Epochen aller Ethniën und Kontinente war. Diese Universalität habe ich in Sachbüchern nachgewiesen und konnte sogar von feministischer ‚Ethnologie’ nicht widerlegt werden. Heute fehlt solche Kultur, die ein wesentlicher Antrieb der Menschwerdung gewesen ist bei der Abspaltung von unsren tierischen Verwandten.

«06.07.2019 Leutnant Dino …

Und ich bekam voll und ganz geliefert, was ich mir wünschte. Mädchen, Mädchen, Mädchen. Lauter süße Töchter, goldene Engel, Lieblinge der Umgebung. Und sie waren gleichzeitig Strafe und Heilung von meinem Wunsch, Vater von Töchtern zu sein. …

Mittlerweile habe ich genügend rote Pillen geschluckt, um die letzten Illusionen bezüglich Töchtern ausgetrieben zu bekommen. Die erste Erkenntnis: Leider werden sie auch zu Frauen und leider geraten sie unausweichlich in die Verhaltensweisen, die Freie Männer bei Frauen so sehr ermüden. Andere Erziehung? Klar habe ich das probiert und gelernt: Die ist ebenfalls eine Illusion. …

Und es ist tatsächlich sehr interessant, die eigenen Kinder zu beobachten und zu sehen, wie sich das Frausein entwickelt. Das tut es, unabänderlich, jenseits aller erzieherischen Einflußnahmen und Tricks, mit einer Urgewalt, die ihresgleichen sucht.

Sachen, die nach meiner Jungs-Herkunftsfamilie völlig neu für mich waren: Die unglaubliche Zickigkeit, mit der sich kleine und große Weiber produzieren. Was die Zicke im Moment nicht will, das macht sie auch nicht, sie bockt und keift und erfindet die krummsten und dünnsten Ausreden, versucht ihre Umgebung permanent für dumm zu verkaufen und zu verarschen. Eine Sache einfach mal durchziehen, erledigen, abhaken, ein Ziel erreichen – mit Mädchen ein Ding der Unmöglichkeit. Sie zicken und spielen mit der Umgebung, produzieren ständig Shit-Tests, ob man sie dann trotzdem noch mag. Ganz klar eine Übung für später. Jungs rennen auch mit dem Kopf kräftig gegen eine Wand, aber sie nehmen Enttäuschungen mit weniger Drama hin und suchen sich selber schneller andere Wege um die Wand herum, statt davor sitzen zu bleiben und pausenlos die Umgebung vollzuplärren.

Schon sehr früh beginnt auch eine totale Fixierung auf den eigenen Körper, auf Selbstbestätigung und Vergleiche. Während der Knabe abkotzt und Terror macht, damit er sofort wieder zu irgendeinem Spielgerät kann, bewegt sich meine Jüngste mit weiblicher Anmut und träumendem Blick stundenlang durch Kleiderläden, probiert hingerissen verschiedenes aus, holt die Meinung ihrer gesamten Umgebung ein. Ihr Lieblingsheft ist „Top Model”. Sie weiß, welche Farben zueinander passen, entwirft Kleider und Accessoires, malt Mode für Mädchen, holt sich Kosmetiktipps, obwohl sie noch nicht im Alter dafür ist. …

Was der Papa sagt und macht, ist durchaus wichtig, sie beobachtet das mit fast schon erschreckender Genauigkeit und macht sich das zunutze. In diesem Spiel gewinnt sie Bestätigung und Selbstsicherheit, das ist auch eine meiner wenigen Ebenen, auf der ich etwas Prägung durch Erziehung leisten kann. Bei meinem Trennungskind, natürlich auch eine Tochter, fand das nicht statt und ich spüre an ihr ganz stark die Auswirkungen. Auch aus der beobachteten Interaktion zwischen den Eltern wird unheimlich viel gelernt. Oder nicht, wenn nie beide Eltern gleichzeitig da sind. Die Leerstelle füllt sich oft nicht mit Ersatzvorbildern, sondern mit Unsicherheit und Fehlern, die ein Leben lang anhalten. …

Nicht nur nach innen, sondern auch von der Reaktion der Umgebung sind Mädchen eine Überraschung gewesen. Plötzlich sind wir in der Mitte der Gesellschaft, die sich voll und ganz auf Mädchen zentriert hat. Das habe ich erst mit den Mädchen so intensiv erlebt. Schüleraustausch? Mädchen besonders willkommen, Jungs werden bei so etwas immer weniger. Förderung in der Schule? Ein Weiberverein fördert wenig überraschend vor allem weitere Weiber. Girls’Day, Lehrpläne, Lehrkörper? Überall Frauen im Zentrum. …

Sie wird gerne mitgenommen und eingeladen, man organisiert für sie. Jungs? Sollen selber sehen, wo sie bleiben. Misstrauisch beäugt, ständig in die Grenzen gewiesen, noch nichts wert in der Gesellschaft, fallen nur mit Verhaltensweisen zwischen Kasper spielen und kriminell sein auf, so werden Jungen plaziert. Mädchen sind dekorierte Debütantinnen, schon nahe ihrer Prime Time, beschützt und gefördert auf allen Ebenen. Große Geburtstage feiern, ständig sozialisieren, sich vergleichen, viele Freundinnen, das tun nur Mädchen. Als Mädchenpapa komme ich ständig mit anderen Mädcheneltern in Kontakt, als Jungspapa eher mit dem Schulsozialarbeiter. …

Im Alter meiner Ältesten habe ich Software mitentwickelt und verkauft, selbstentworfene Wanzen zusammengelötet und fleißig ausprobiert, war Luftgewehrkönig, habe nützliche Kenntnisse der Chemie erlangt, was in Sprengung eines Gewächshauses und eindrucksvollen Raketenstarts (eigentlich eher Explosionen nach oben) umgesetzt wurde, Einserschüler in Mathe und Totalversager in Latein, dann die ersten Ferienjobs auf dem Bau gehabt, viel allein durchgezogen, zu reisen begonnen und das keineswegs in der betreuten Kirchen-Jugendgruppe. Das tun Mädchen einfach nicht. Sie tun, was die Freundinnen tun oder die gerade angesagten Instagram-Models. Sie laufen in der großen Hühnerherde und ihre Motivation ist es, inmitten der Herde auf einer der oberen Stangen zu sitzen, egal wie. Am liebsten mit ständigem Picken und Zicken. …

Irgendein Depp findet sich immer, der dem armen Mädchen hilft. Diese Männerdeppen, die ‚weißen Ritter’, bringen die negativen Seiten weiblicher Verhaltensmuster erst so richtig zum Wachsen, bis sie wie ein metastasierender Tumor das ganze Weib durchziehen. … Von selbst wollen sie nichts lernen. Sie wollen lieber lernen, wie man andere manipuliert, daß die den Job machen.

Die Töchter werden wie alle Frauen auf hohen Pferden reiten, bis sie spätestens mit Mitte 30 herunterfallen. Bis dahin wird sie ein unübersehbarer Strom von willigen Drohnenmännern oben halten. …

Begehrte Jugend hat ein enges und zwingendes Verfallsdatum, andere Fähigkeiten nicht. …

Sie wollen das einfach nicht. Sie wollen Hühner in der Herde sein, viel gackern, mal hier und da scharren und sich später mal kurz von einem groß-gefährlichen Alphahahn fangen lassen. Sind die Federn dann mal bei ihm und ihr abgewetzt, wollen sie Opfer sein. Frauen halt.

Zu machen ist also nicht viel, aber mehr als nichts. Die Prägung durch eine Million Jahre Evolution des Menschen kann man nicht einfach so ummodeln. Jeder Mann, der Töchter hat, spürt das täglich und intensiv.»1 (Das Männermagazin)

Heute erleben wir den Zustand angeborener Geschlechterstrategiën, die ohne kulturelle Formung wild und desoriëntiert durchbrechen, zusätzlich noch von feministischer Ideologie verformt werden – soweit sie sich verformen lassen. Sogar feminismuskritische Männer versuchen, gegen die Natur anzuerziehen, den Mädchen etwas beizubringen, was sie selbst als Mann erlernten und einst männliche Aufgabe war. Damit ziehen Feministen und ihre Kritiker an einem Strang. Richtig ist die Beobachtung, daß Mädchen und Frauen einiges nicht selbst tun wollen, lieber andere dazu manipulieren, es für sie zu tun. Doch ist Erziehung gegen angeborene Natur der richtige Weg, oder auch nur ein erstrebenswertes Ziel? In diesem Punkt versagt zeitgenössisches Denken vollständig. Es geht ihnen nicht auf, daß bereits ihr Ansatz beim Denken und Wahrnehmen falsch ist. Der feministische Fehler setzt ganz tief ein, in der Empfindung, Wahrnehmung und Begriffsbildung. Wenn wir diesen Fehler nicht loswerden, bleiben wir nicht nur verblendet, sondern schlimmer noch: geistig verdreht.

Hier setzt nun die in meinen Büchern entwickelte Philosophie ein und gibt einen unverdorbenen, von Feminismus nicht verdrehten natürlichen Ansatz. Das ist der Schlüsselpunkt. Ohne das geht gar nichts, bleiben wir in der Verirrung stecken.

Was können wir der sehr interessanten und offenbar zutreffenden Beschreibung eines Vaters, stellvertretend für viele Väter, die das bezeugen können, entnehmen? Mädchen sind in der Erziehung schwieriger und eigensinniger als Jungen. Sie manipulieren andere stärker. Das gilt auch für Frauen, die aus den Mädchen werden. Nicht ein Patriarchat, wie verschwörungstheoretisch von Feministen unterstellt wurde, sondern weibliche Gruppen haben die traditionellen Formen von Kultur einst gehütet. Es waren viel stärker Frauen als Männer, die Geschlechterrollen ausprägten und verlangten. Für schwangere Frauen oder Mütter mit Kindern waren die Rollen lebenswichtig. Es gab keinen Staat, der verwöhnte, feministische Biester umsorgt, und Männer ließen sich nicht so leicht nach Trennung in Abwesenheit abzocken. Frauen und Mädchen achteten sehr darauf, was „comme il faut” war, gesellschaftlichen Normen entsprach, und tun das auch noch heute. Nur eine Feministin, die eben kein Mann ist, und daher nie am eigenen Leib erlebt hat, wie es ist, als Mann von Mädchen ausgekichert und distanziert zu werden, weil er irgend einer unbegreiflichen neuen weiblichen Mode nicht entspricht, kann den Druck weiblicher Normen und Selektion leugnen. Sexuelle Diskriminierung ist etwa 750 Millionen Jahre alt, und geht seit Entstehung der Zweigeschlechtlichkeit bei fast allen Arten einschließlich des Menschen von Frauen aus.

Nachdem wir erkannt haben, daß alles falsch ist, was eine feministisch geprägte Epoche an Denk- und Erklärungsmustern bereit hielt, müssen wir nun Sinn und Aufgabe geschlechtlicher Ergänzung verstehen, die Kern jeder Kultur ist. Die angeboren sehr verschiedenen Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen, die wichtig und daher weitgehend unveränderlich sind, von Erziehung nicht beseitigt werden können, müssen in sinnvolle Bahnen geleitet werden. Dann entstehen durch die Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern Strukturen, so wie sprachliche Strukturen: Phoneme, Wörter und Sätze gebildet werden. Beides dient der Verständigung. Das Zerbrechen der Geschlechterrollen hat Kultur und damit die Verständigung zwischen den Geschlechtern zerstört. Eine Entfremdung war die Folge.

In dem Bericht des Vaters („Leutnant Dino”) stellt sich das Verhalten der Töchter als schwierig und Problem dar, weil es ichbezogen bleibt und davon abhält, selbst Problemlösungen zu suchen. Doch das liegt daran, daß kulturelle Bezüge fehlen.

Wie funktionierte Kultur? Beide Geschlechter(gruppen) hatten wie in Dörfern Asiëns oder der Regenwälder verschiedene Aufgaben, auch die Mädchen und Frauen. Damit hat ihr weiblicher Ehrgeiz ein sinnvolles Ziel. Sie saßen also nicht ständig herum, um sich zu schminken, aufzutakeln, oder untereinander zu zicken, sondern hatten weibliche Verrichtungen. Wasser wurde geholt vom Brunnen oder der Wasserstelle; Früchte wurden gesammelt; je nach Stammeskultur Haushaltsgegenstände angefertigt, vielleicht Körbe geflochten oder Geschirr getöpfert. Auch wurde gekocht und Kinder betreut. Je nach Kultur mochten sich Frauen wie Männer innerhalb ihrer Geschlechtergruppe weiter arbeitsteilig spezialisieren.

Doch dabei ging es nicht um Erwerbsarbeit, denn das geschah nicht für Geld, sondern war Teil des Gemeinschaftslebens, in doppelter Hinsicht: Freundinnen waren meist zusammen tätig, plauderten dabei. Das ist dann kein leeres Gezicke mehr, kein Intrigenspiel, denn in einer solchen Kultur bemißt sich der Wert eines Mädchens daran, fleißig und anstellig zu sein, etwas brauchbares beizutragen. Das Äußere steht deshalb ebenfalls nicht im Vordergrund, was ihrem Selbstbewußtsein gut tut. Dort, wo geschlechtliche Ergänzung noch halbwegs intakt ist, bemißt sich der Wert eines Mädchens nicht so sehr am Äußeren. Vor allem ist der von Frauen ausgeübte Selektionsdruck auf den Mann geringer. Deshalb leiden nicht nur Männer weniger, sondern auch Frauen. Denn die scharfe Selektion der Frau am Mann wirkt wie ein Bumerang: Wenn alle Frauen dieselben 20 Prozent der Männer haben wollen, werden nicht nur 80 Prozent der Männer diskriminiert, sondern auch Frauen haben ein Problem: Es sind gar nicht genug der gewünschten Männer da, als daß jede Frau einen von diesen haben könnte. Daher bleibt nur die Wahl zwischen Polygamie – ein Mann müßte dann im Durchschnitt fünf Frauen haben – oder es entsteht eine sekundäre Wahl für die wenigen Männer, die von Frauen gewollt werden. Dies aber führt dazu, daß Mädchen mit anderen Mädchen um die Aufmerksamkeit jener wenigen begehrten Jungen wetteifern, was sie typischerweise mit ihrem Äußeren tun, indem sie sich schmücken, frisieren, schminken und sexuell stimulierend gestalten. Mädchen sind dann mit ihrem natürlichen Körper leicht unzufrieden, was zu Eßstörungen und anderen typischen Problemen führt, die in traditionellen Kulturen fast unbekannt sind, weil dort erstens der Selektionsdruck auf Männer geringer ist und daher kaum ein Bumerangeffekt auf die Frauen zurückfällt, und zweitens gutes Verhalten, Fleiß und Geschick wichtiger sind, nicht nur körperliches Aussehen Mädchen begehrt macht.

Das heißt so ziemlich alles, was Feministinnen glauben, durch Emanzipation zu erreichen, wird tatsächlich von traditioneller kultureller Geschlechterergänzung erreicht, wogegen Feminismus das Gegenteil dessen bewirkt, was sie ihren irregeführten AnhängerInnen versprechen. Weil Feministinnen die Natur des Menschen nicht begriffen haben, erreichen sie das Gegenteil von dem, was sie wollen, und der ganze feministische und genderistische Pladderschiß, der heutzutage auf Kosten der Steuerzahler als Pseudowissenschaft in den Geisteswissenschaften produziert wird, ist ideologischer Giftmüll, der noch verdrehter sein dürfte als die Rassenforschung im Nationalsozialismus oder marxistisch-leninistische Imperialismusforschung im untergegangenen kommunistischen Ostblock.

Zurück zu den Mädchen, die in traditioneller Kultur weniger Druck auf Jungen ausüben, weshalb sie sich selbst auch weniger Druck und Unzufriedenheit mit ihrem Körper schaffen, und daher auch kaum an Eßstörungen leiden. Wohl schmücken sich alle Mädchen gerne ein wenig; aber in einer Kultur bleibt das in einem Rahmen, der nicht narzistisch wird. Für die Anerkennung gegenüber Jungen war nicht nur das Äußere, sondern auch Geschick und Fleiß bei weiblichen Tätigkeiten wichtig. Somit konnte eine Reifung stattfinden, die völlig verloren ging, als die Geschlechterrollen entfielen, die es einst auch bei uns gab, besonders im dörflichen Leben. Denn wenn man etwas füreinander tut, entsteht ein sozialer Bezug, hier zwischen Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Der Tausch verbindet, schafft soziale Kontakte, aber auch Anteilnahme. Wer wichtigen Bedarf des täglichen Lebens als Mädchen von Jungen, als Junge von Mädchen, oder als Mann von Frauen, als Frau von Männern erhält, wird die Gebenden schätzen, ihnen eher Achtung entgegenbringen. Wer selbst etwas einbringt, lernt, Verantwortung für das andere Geschlecht zu übernehmen. Somit reifen Gefühle aus, bleiben nicht selbstbezogen, sondern werden anteilnehmend. In der feministischen oder emanzipierten Welt findet ein solcher Reifungsprozeß ebensowenig statt wie eine Milderung des Selektionsdrucks. Das haben euch Feministen in 150 Jahren der Propaganda aber nicht gesagt; sie haben es selbst nicht begriffen, weil sie Evolution nicht verstanden und menschliche Natur von Anfang an falsch gedeutet haben. Feminismus ist so falsch, daß von dem ganzen Blabla, das heute als ‚Wissenschaft’ produziert wird, nichts übrig bleiben kann, weil alles auf falschen Annahmen, unwissenschaftlicher Methodik, und schiefer Wahrnehmung beruht. Es ist genauso vollständig zu entsorgen wie faschistische Rassenstudiëngänge nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wie fand in westlichen Ländern der Verlust geschlechtlicher Kultur statt? Die ersten, die zentrale Geschlechterrollen verloren hatten, waren Adelige mit ihren verwöhnten Prinzessinnen, die nichts taugten, nichts schufen, aber hochnäsig waren und voller Standesdünkel. Bereits im Barock begannen Frauen hohen Adels sich zuweilen ein wenig wie heutige, emanzipiert durchgedrehte Frauen aufzuführen. Das war durchaus ein Grund für die Französische Revolution und den Aufstieg des Bürgertums – nicht nur französische Staatsverschuldung nach Kolonialkriegen mit England und aufgeklärter Absolutismus. Was barocke Opern an Frauen vorführen, so sind diese, soweit sie Königinnen sind, schon ziemlich durchgeknallt, was nur dadurch begrenzt wurde, daß man noch einer Liebesideologie huldigte, der romantischen Vorstellung, die große Liebe werde schon alles richten. Hochadelige Damen waren sich oft zu fein, ihre eigenen Säuglinge die Brust zu geben – dafür gab es Ammen. Schlichte bürgerliche Frauen waren damals oft noch ziemlich normal und übernahmen die weiblichen Aufgaben, für die sich verwöhnte und geschlechtlich entwurzelte Frauen des Adels zu fein vorkamen. Deswegen war die Adelsgesellschaft von innen morsch und zum Untergang verurteilt.

Heute sind fast alle Mädchen verwöhnte Prinzessinnen. Die ganze Gesellschaft ist morsch und dem Untergang geweiht; die törichterweise in Massen eingelassenen Migranten werden unser kaputtes Chaos durch ihre archaischen Formen ersetzen. So wie die Verlotterung des Hochadels in die französische Revolution mündete, verwöhnte Prinzessinnen aufpassen mußten, nicht mitsamt den adligen Männern unter der Guillotine zu enden, Bürgerliche die Gesellschaft mit einer anfangs strengen Moral zu festigen – die wir dann heute wieder als ‚unterdrückerisch’ empfinden, dürfte es auch heute zugehen. Nur gibt es im Land keine Schicht mehr, der nicht vom Zerfall der kulturtragenden Geschlechterergänzung betroffen wäre. Die Rolle, die in der französischen Revolution der dritte Stand spielte, kann heute nur von äußeren Kräften wahrgenommen werden, insbesondere den massenhaft eingelassenen Migranten aus sehr archaïschen Herkunftsgebieten, oder Anhängern der strengsten heutigen Religion, dem Islam. Ironischerweise sehnen sich Feministen nach sexueller Unterwerfung. Wie ich u.a. im Buch „Untergang durch Feminismus” aus feministischen Quellen nachgewiesen habe, haben dieselben Kräfte, die wütend die Sexualität des ‚weißen heterosexuellen Mannes’ gekämpften, nett gemeinte Flirtversuche als Belästigung kriminalisierten und dem abgewiesenen Flirter noch seine Karriëre versauten, sich aggressiven Siegern um den Hals geworfen, wie es steinzeitlichem weiblichen Instinkt besitzt. Sie hatten die Liebe auslösenden Faktoren gegenüber einheimischen Männern in sich unterdrückt und ihnen alles strengstens empört verboten, was weibliche Liebe auslösen könnte, um sie dann fremden Eroberern nachzuwerfen, die sie zur Verdrängung einheimischer Männer ins Land gelockt hatten. Das ganze war eine Haßliebe, die in schädlichst möglicher Weise eingesetzt wurde.

Satirisch überspritzt: Dieselben FeministInnen, für die ein nettes Kompliment sexuelle Belästigung durch das Patriarchat war, üben schon lustvolle Unterwerfung im feministischen Selbsterfahrungsworkshop Haremsdame. Statt des dritten Standes werden Islamisten und afrikanische Archaiker eine Revolution gegen die Kulturrevolution machen, wenn es uns nicht gelingt, beides zu überwinden: Feminismus und unpassende Migration.

Zurück zur zerstörten Kultur, in der bei Jungen eine ähnliche Reifung stattfand wie bei Mädchen. Doch weil Jungen sich selbst einen Weg suchen, sich in der Welt zu beweisen, werden sie vom Zerfall der Geschlechterrollen nicht ganz so drastisch kaputtgemacht und narzistisch wie Mädchen. Wenn Mädchen erwarten, daß andere etwas für sie erledigen, so haben sie nicht ganz unrecht damit, denn in einer Kultur wäre das so. Der große Unterschied ist freilich, daß die Mädchen in einer Kultur damit beschäftigt sind, selbst etwas für Jungen und Männer zu erarbeiten, so daß keine faule Ausbeutung daraus wird, sondern ein echter Tausch, und sie nicht selbstverliebte Narzisten werden, sondern Anteilnahme für andere, insbesondere die Gruppe der Jungen entwickeln. Das Problem der Jungen ist weniger ihr Verhalten, denn das ist weltbezogener und sachlicher als das der Mädchen, leidet also weniger unter dem Kulturverlust, sondern die männliche Bürde der Selektion. Weil Jungen und Männer weiblicher Wahl genügen müssen, die vom Feminismus zu einem Desaster aufgebläht wurde, stehen sie unter Druck, wird ihnen viel Kraft und Zeit geraubt, um sich erfolgreich zu machen.

So ziemlich sämtliche weiblichen Eigenschaften, die heute als zickig nerven, könnten in einem Tauschsystem geschlechtlicher Ergänzung liebenswert und liebevoll sein. Das ist der Charme von Kulturen, über den Ethnologen früher schrieben, die von Feldstudiën zurückkehrten, die den Charme des Urwalds zu Hause vermißten. Aus Tausch entsteht eine Vertrautheit. Ganz nebenbei wird dadurch auch die männliche Selektionsbürde erleichtert, weil es auch bei Jungen weniger auf verrückte weibliche Moden ankommt, sondern mehr auf fleißigen, geschickten oder klugen männlichen Beitrag. Beide Geschlechter profitieren von dem Tausch, der durch verschiedene Geschlechterrollen erst entstehen kann. Aus heute nervendem Verhalten wird in einer solchen Kultur ein beglückendes, das als schön, anziehend, ja magisch strahlend, als wohltuend empfunden wird, weil es durch die gegenseitige Verpflichtung reift. Ebenso reifen Gefühle, wenn man Verantwortung füreinander übernimmt, wie es zu einem Tausch gehört.

Das ist die Lehre, die wir aus solchen Beschreibungen des spezifisch weiblichen und männlichen Verhaltens ziehen müssen. Es war dümmstmöglich, die soziale Sprache der Geschlechterergänzung abzuschaffen. Damit hat sich Feminismus schwer an Lebensglück und seelischer Gesundheit ganzer Generationen versündigt; unsre Beziehungen und Selbstfindung wurde schwer gestört. Daraus folgt auch, das alle Bemühungen der Moderne, die aufgrund feministischen Drucks darauf abzielen, Geschlechterunterschiede bei den Tätigkeiten zu verwischen, das schlimmstmögliche sind, was ein Staat tun kann. Denn Kultur und Ergänzung können nur entstehen und bestehen, wenn beide Geschlechter einander verschiedenes geben. Wo das fehlt, fallen Bezüge und Reifungsprozeß flach, stürzen wir in eine Anarchie der Zicken einerseits und der Rabauken andererseits. Die Eigenschaften beider Geschlechter werden von anmutig, liebenswert und nützlich zu etwas nervigem. Das ist ein grundlegender Fehler aller feministischen Wellen; wenn wir diesen nicht erkennen und beheben, können wir nichts mehr retten und werden von fremden Völkern ersetzt. Jede Zivilisation oder Ethnië, die Feminismus oder Gleichmachung auf den Leim geht, verschwindet aus dieser Welt, weil sie nicht mehr lebensfähig ist. Daß obendrein noch zu wenig Kinder geboren werden zur Selbsterhaltung, beschleunigt unser Verschwinden noch, ist aber nicht der primäre Grund, sondern ein Folgefehler.

Nun stellt sich die Frage: Wollt ihr dem feministischen Unsinn weiter freien Lauf und die Hochschulen überlassen, so daß diese bis zum Verschwinden westlicher Zivilisation weiter blühenden Unsinn fabrizieren, oder wollt ihr wenigstens mal lesen, was ich als bessere Erklärung erarbeitet habe, und der Alternative zum Genderquatsch wenigstens eine Chance geben, Gehör zu finden?

Fußnote

1 https://das-maennermagazin.com/blog/vaeter-und-ihre-toechter

Ignorierte Wahrheit

Ignorierte Wahrheit

Nachweislich wird seit mindestens 1968 Feministinnen unbequeme Wahrheit massiv im Ansatz abgewürgt, oder durch Ignorieren versteckt. Dies weisen meine Bücher seit über 3 Jahrzehnten nach; viele meist männliche Autoren waren davon betroffen, angefangen bei einem Professor Goldberg, der 1968 den interkulturellen Nachweis menschlich universaler Geschlechterrollen fast nicht veröffentlicht bekam; andere Bücher zum Thema verschwanden kurz nach Veröffentlichung, waren dann nicht mehr lieferbar, oder wurden systematisch von Feministen geklaut, damit sie ihr Lesepublikum nicht erreichen.

Meine eigenen Bücher und Zensurnachweise waren über drei Jahrzehnte lang von eben solchen Methoden des Ignorierens, Versteckens und Nichtveröffentlichens betroffen. Doch der zensierte Aktivist gegen Zensur wird heute weiter ignoriert, und zwar von seinen vermeintlich ‚eigenen Kreisen’.

Da tiefer bohrende grundsätzliche Argumente gegen Feminismus keine Chance hatten, ein Publikum zu finden, soweit sie nicht im Vorfeld bereits verhindert wurden, weil ganze Generationen indoktriniert aufwuchsen, unbequeme Gedanken schon im Ansatz aberzogen wurden, entstand eine im Vergleich zum Feminismus lächerlich kleine Szene von Männern, die sich zwar mit männlichen Problemen auseinandersetzen, die Feminismus geschaffen oder verschärft hat, dabei aber letztlich auf feministische Prinzipien berufen: sie sind meist ‚Gleichheitsfeministen’, die fordern, ‚Gleichheit’ auch für Männer zu schaffen. Das kollidiert aber mit Tatsachen der Natur wie Fortpflanzung, sexuelle Selektion und Schwangerschaft, sowie angeborener instinktiver Wahrnehmung, die aufgrund biologisch weiblicher Dominanz schief ist.

Ihre Schwäche als logischer Seitenzweig des Feminismus versucht die kleine Männerszene seit Jahrzehnten wie folgt auszugleichen: Erstens scheut sie tieferes Nachbohren zu Kernfragen, weil sie das sofort mit der logischen und inneren Schwäche ihrer eigenen Sicht und Ansätze konfrontieren würde. Aus gleichem Grunde reagieren sie ähnlich ablehnend wie Feministinnen auf wirkliche, echte und tiefbohrende Kritik und ihre Vertreter wie mich. Zweitens vertuschen sie ihre Schwäche als männerrechtliche Benutzer feministischer Grundsätze durch Verbalradikalität. Dann darf es gern mal ein derber Spruch sein, der von Feministen, aber auch Durchschnittsbevölkerung, leicht als abwertend für Frauen dargestellt werden kann.

Außerdem will in Sachen Frauen jeder als Experte gelten, weil das den Regeln der Balz und des Selbstverständnisses entspricht, ohne die ein Mann weder bei Frauen noch in der Gesellschaft ein gutes Ansehen erhielte. Es ist Teil des evolutionären Spiels, unbequeme Wahrheiten lieber auszublenden, um selbst erfolgreich zu sein. Daher besteht die Männerszene vielfach aus Platzhirschen, die zwar wenig Ahnung haben, weil sie auf letztlich feministischem Grund stehen, sich selbst aber für superklug und unbequeme, tieferbohrende Kritiker für überflüssig, außerdem eine Gefährdung ihres eigenen Platzhirschstatus sehen.

Mein erstes auch von einem Verlag veröffentlichtes Buch war noch sehr vorsichtig, wurde deshalb in der winzigen Männerszene einigermaßen freundlich aufgenommen. Doch je tiefer und stärker Argumente gingen, und umso mehr Erfahrung beim Bücherschreiben hinzutrat, desto heftiger war die Ablehnung: Der feministische Boden, auf dem auch Männerrechtler standen, wurde ihnen unter den Füßen weggezogen, was sie verschreckte; außerdem geriet auch noch ihr Platzhirschstatus ins Wanken.

Zuerst flog ich bei einem Magazin raus, das sich selbst das erste nichtfeministische Magazin nannte. Inzwischen scheint es sich aufzulösen. Als zweites flog ich bei einer Wissensseite raus, die eine Alternative zur feministisch kontrollierten Wikipedia bilden wollte. Beide löschten einen früheren Blog von mir. Doch auch sonst fielen Besprechungen, Artikelerwähnung und Erwähnung überhaupt asymptotisch gegen Null. Die Szene schmort im eigenen Saft; nicht einmal in die Blogroll werden meine Aktivitäten, Argumente und Bücher aufgenommen. Debatten dort bleiben meist fruchtlos.

Eine Nachrichtenseite hatte ursprünglich gerne Artikel von mir veröffentlicht. Später wurde dort ein selbsternannter Maskulist eingestellt und zum Chefredakteur, der inhaltlich wenig beweist, logische Fehler machte und peinlich ausfällige Sprüche abließ, also nach dem üblichen Muster agierte, die Schwäche eigener Logik und Argumente durch Verbalradikalität zu kaschieren.

Solche Ablehnung der einzigen wirklich systematischen und tiefbohrenden Feminismuskritik und Alternative zur Ideologie setzte sich breitflächig fort. Erstmals seit 1968, also seit 50 Jahren, begannen feminismuskritische Töne Mode zu werden. Im Internet mehrten sich von YouTube bis zu Artikeln kritische Stimmen. Doch dort erhalten jene das Wort, die der Generation ‚Schneeflocke’ angehören. Auch jene, die nicht feministisch sein wollen, sind von ähnlichen Prinzipien, Subjektivität und der Neigung geprägt, mehr auf Mode als auf tiefbohrende Analyse zu setzen.

Auch die rechtspopuläre Szene hat zwar anfangs teilweise vorsichtige Sympathien gehabt mit Kritik an traditionell links geprägtem Feminismus, sich inzwischen aber mehrheitlich einem rechts geprägten Feminismus verschrieben. „Ja La: Feminismus und Identitäre Bewegung1” Echte Feminismuskritik(er) werden auf Dauer überall abserviert und daher faktisch unterdrückt.

Interne Debatten der Szenen gehen an den Kernfragen vorbei, weil sie nicht über die Grundlagen ihres Denkens nachdenken, die nämlich selbst noch der feministischen Ära entspringen. Meine Bücher leisten den Ausbruch aus dem feministischen Denksystem und zeigen auch, wie eine bessere Alternative aufgebaut werden könnte. Doch das ist den bewegten Männern unbequem und egal. Es wäre falsch, das Hintertreiben meiner neuen Ansätze, Feminismuskritik, Zensurbeweise u.s.w. nur in feministischen Kreisen zu sehen, deren Gesinnungsdiktatur, die 50 Jahre uneingeschränkte Macht ausübte, täglich weiter bröckelt. Inzwischen sind es vor allem sich selbst für kritisch haltende, tatsächlich aber ohne ihr eigenes Wissen konform denkende Männer – gerade in ihrem zuweilen verbalradikalen Eifer konform mit feministischen Ansätzen –, die meine Arbeit ignorieren, abschotten, und damit einen Durchbruch zur Öffentlichkeit verhindern. Eine solche Szene hilft nicht, sondern schadet, verhindert das Aufkommen echter Gegenansätze und Opposition.

Kürzlich erhielt ich von einem Magazin des deutschsprachigen Auslands die Bitte, Material für einen Artikel zu liefern, der Gender-, vielleicht auch Feminismus kritisch beleuchten wolle. Gerne schickte ich Material und Auszüge aus meinen Büchern, die auch gut ankamen. Doch weder erhielt ich den Zuschlag, den Artikel zu schreiben, noch wurde, wie anfänglich in Aussicht gestellt, mein Material verwendet. Das Ergebnis war dann ein Artikel, der zwar grelle und aussagekräftige Beispiele zitierte, doch schlecht durchdacht war, logische Fehler enthielt. So wurde einerseits richtig festgestellt, daß es Feminismus gar nicht um ‚Gleichheit’ ginge, wie immer behauptet würde, andererseits ebenso löblich vermerkt, natürliche Geschlechterrollen würden zerstört. Nur paßt beides nicht in eine Argumentationslinie und einen Artikel, sondern bildet einen logischen Widerspruch, genau wie im Feminismus. Was wollen sie denn nun fordern, ‚Gleichheit’ oder (naturgemäß ungleiche) natürliche Geschlechterrollen?

Meine Bücher argumentieren logisch, was aber mehr Nachdenken erfordert. Zeitgenossen der Schneeflockengeneration sind bequem und mögen das Nachdenken nicht. Da loben dann Bequeme (oder Dumme) ebenso bequeme Schreiber mit dummen Ergüssen. Das kommt an, wird geteilt, gelobt, ein Erfolg. Was qualitativ gut ist, landet verachtet und ignoriert in der Ecke. Das ist nicht nur ein Gesinnungsproblem, sondern geht tiefer. Auch wenn die Gesinnung eigentlich aufgeschlossen sein sollte wegen gleicher kritischer Grundrichtung, wird genauso heftig ignoriert, wenn unbequem tief gebohrt wird – genau das ist aber nötig, um logische Fehler zu vermeiden.

Außerdem verrührte der Artikel auch noch munter Feminismus, Gender und Judith Butler, als seien sie austauschbar, was ebenfalls so nicht richtig und eine populäre Vereinfachung ist.

Doch so ging es auch bei früheren Gelegenheiten. Als ich bei der ‚Wissensseite’ rausflog und mein Blog dort gelöscht wurde, hieß es, wir bräuchten keine neuen Bücher, alles wichtige sei schon vor über hundert Jahren geschrieben worden (1900+-). Möbius, ick hör dir tappsen. Vor dem Rauswurf aus dem ‚nichtfeministischen’ Magazin hatte ich mit einem anderen Platzhirsch debattiert, selbst Buchautor und stolz auf seine Fähigkeit, in öffentlichen Debatten aufzutreten. (Als ob ich das nicht könne – ich wurde nur nie eingeladen oder zugelassen.) Der hatte vor Jahren mal einen Artikel zu Hypergamie auf Englisch gelesen, und glaubte nun, die Welt verstanden zu haben. Stolz übersetzte er den Artikel ins Deutsche und brachte nun als Argument gegen Feminismus auf, die Frau sei nun einmal hypergam, weshalb Feminismus nicht funktionieren können. Basta. Oh du heilige Einfalt. Sowas gilt als charismatisch, wird verlegt und zur Stimme der Männer, die bessere Vertreter verdient haben. Tatsächlich gibt es ethnologisch drei theoretische Modelle: Frauen heiraten nach oben, unten, oder auf gleicher Ebene. Zwar ist evolutionär das Modell angelegt, größtmöglichen Nutzen zu ziehen, also so weit wie möglich nach oben zu heiraten, doch es geht auch anders. Man denke an standesgemäße Heiraten in Königsfamilien. (Isogamie) „Bella gerant alii, tu felix Austria nube.” Österreich-Ungarn wurde mehr durch Heiraten als durch Kriege zum einst größten Staat Mittel- und Westeuropas. Sehr selten aber möglich ist auch das nach unten heiraten. (Hypogamie)

Doch es gibt noch ein größeres Problem mit dem Argument des sich selbst überschätzenden Platzhirsches, der sich übrigens weigerte, mir bei der Verlagssuche zu helfen, um sich nicht selbst Konkurrenz zu machen: Feminismus hat das Ausmaß an Hypergamie seit den 1960er Jahren deutlich gesenkt. Als Frauen westlicher, nichtkommunistischer Länder vermehrt in Berufarbeit und Karriëre drängten, fanden sie über sich um so weniger nicht vergebene Männer, je weiter sie aufgestiegen waren. Somit war für die erfolgsreiche Berufsfrau Hypergamie unerreichbar, auch wenn sie gerne einen erfolgreichen, unvergebenen Mann gefunden hätte. Für Männer aber wurde es zum finanziëllen Selbstmordrisiko, ein armes Mädchen zu heiraten, das ihn später gemäß feministischen Gesetzen bei Trennung ausplündern könnte. Daher ist es unsinnig, zu argumentieren, wegen Hypergamie sei Feminismus unmöglich.

Doch das ficht manche Platzhirsche der ‚Männerszene’ nicht an, deren Dünkel und Überheblichkeit genauso schädlich für den Fortschritt echter Feminismuskritik sind wie früher der Feminismus selbst. Sie servieren mich ab, unterdrücken so die echte Feminismuskritik, damit sie ihre wirre Pseudokritik als echte verkaufen können, denn gegen die Konkurrenz meiner echten Feminismuskritik könnten sie nicht bestehen. Der Typ verhöhnte mich noch, hielt mich mit unfairen Mitteln davon ab, in die Debatte einzugreifen und seinen Fehler richtigzustellen.

Übrigens hat bereits mein erstes Buch das richtige Argument gegen Feminismus zum Thema Hypergamie geliefert: Wären Männer wieder in gleichem Maße wie in den 1960ern bereit, auch ein nettes armes Mädchen zu heiraten, wäre die Anzahl Ehen zwischen Superreichen und Armen so groß wie in jener Zeit vor der 2. und folgenden feministischen Wellen, würden die sozialen Gegensätze, die unsere Gesellschaft zu zerreißen drohen, auf einen Schlag abgemildert zum Stand der 1960er.

Doch das richtige Argument gilt in dieser oberflächlichen Zeit nicht als ‚sexy’; lieber jubeln Zeitgenossen Unfug zu, als vernünftige Bücher zu lesen und vernünftige Kritik anzuerkennen.

Fußnote

Grundfalsch auf vielen Ebenen

Grundfalsch auf vielen Ebenen

Seit einigen Jahren beginnt auch an die Öffentlichkeit durchzusickern, was Kritiker oder die einstige schweigende Mehrheit vergangener Generationen bereits wußte: Feminismus ist auf vielen krassen Widersprüchen zu den selbst behaupteten Prinzipien.

Feminismus ist ein Kampf gegen die menschliche Natur: es wird behauptet, beide Geschlechter seien gleich – oder es gäbe statt zweier Geschlechter eine stufenlose Spanne endlos vieler. Um ihre Utopie zu verwirklichen, werden alle massiv unter Druck gesetzt. Sie versuchen, Frauen zu überreden und zu zwingen, ihrer Ideologie gemäße Lebensentscheidungen zu treffen, darunter bei der Berufswahl.

In ihren Pamphleten war seit Generationen fast ausschließlich von Frauen die Rede. Wird einmal halbherzig das Eingeständnis gemacht, „auch Männer könnten benachteiligt sein”, so wird dieses unwirksam eingerahmt durch eine Ideologie, derzufolge Frauen ‚strukturell benachteiligt’ seien, alles andere lediglich eine ‚Folge’ und ein ‚Nebenwiderspruch’. Dem ist nicht so, im Gegenteil. Frauen sind biologisch das dominante Geschlecht, weil sie Kinder gebären, was der ihre Zukunft entscheidende Vorgang des Lebens ist. Daraus entsteht eine sexuelle Selektion, die von Frauen ausgeht und auf Männern lastet, bis in das soziale Leben ausstrahlt.

Derzeitige Kritik am Feminismus beschränkt sich üblicherweise darauf, die vielen Selbstwidersprüche, Unlogik und Absurdität feministischer Behauptungen zu zeigen. Das ist zwar richtig – alle Behauptungen sind falsch – doch greift es zu kurz.

Feminismus redet von Gleichheit, schafft massive Frauenbevorzugung. Feminismus schafft oder vergrößert Ungleichheit. Feminismus ist auf Wut, Haß und Vernachlässigung von Männern und ihren Belangen gebaut. Systematische Einseitigkeit prägt ihre Texte, wie zuletzt die Broschüre „‚Gender raus!’ Zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik”.

Doch das sind nicht einmal die Hauptprobleme; Einbeziehung der Männer würde die Lage weiter verschlimmern, die Ideologie weiter verschärfen. Denn was betrieben wird, zerschlägt die Beziehungen beider Geschlechter. Was Männer in allen Kulturen aller Zeiten an männlichen Aufgaben übernahmen, war zunächst einmal eine Last, Pflicht und Anforderung ihrer eigenen Familie, Gesellschaft und Frauen. Ohne solche spezifisch männlichen Beiträge werden sie von Frauen ignoriert, können also die Hürde sexueller und sozialer Selektion nicht passieren. Frauen sind biologisch jene, die wählen, solche Hürde nicht kennen. Die feministische Annahme war falsch: Genau umgekehrt hatte und hat männliches Leben einen Nachteil, der nun radikal verschlimmert wurde. Denn zusätzlich wurde Männern alles genommen, was ihnen ermöglichen könnte, ihre Nachteile zu überwinden. Der Ausgleich der Geschlechter wurde gekippt.

Um Kinder und Frauen zu schützen, läßt uns eine evolutionär entwickelte und angeborene unbewußte Kraft Frauen als hilfsbedürftig ansehen, was wir leicht fälschlich als ‚benachteiligt’ fehldeuten; Feminismus ist auf diese schiefe, falsche Wahrnehmung hereingefallen, hat sie massiv noch schiefer und verkehrter gemacht. Gleiches gilt für die Mehrheit ‚niederrangiger’ Männer, die im Filter für Gene, als die das männliche Geschlecht dient, hängenbleiben sollen und daher von unserer Anteilnahme und unserem Mitgefühl ausgeschlossen werden, damit sie sich Fortpflanzung nicht erschleichen können, denn die Evolution will ihnen Sex und damit Fortpflanzung nach Möglichkeit verweigern. Alle solche Lasten benachteiligen Männer, nicht aber Frauen. Auch kulturell gilt ähnliches. Feminismus hat all das genau falsch herum fehlgedeutet, die Schieflage vergrößert und Totalschaden angerichtet.

Doch auch das ist noch lange nicht alles oder der Kernpunkt. Denn durch spezifische Gaben entsteht ein Tausch, zunächst zwischen Mann und Frau, sodann allgemein in arbeitsteiliger Gesellschaft. Entfällt dieser Tausch, weil es nichts mehr zu tauschen gibt, zerbricht ein wichtiger Bezug zwischen den Geschlechtern. Sie brauchen sich dann nicht mehr außer allenfalls sexuell. Das ist eine Verarmung und funktioniert schlecht.

Wenn sie nicht mehr verantwortlich etwas füreinander tun, sondern jede selbstbezogen an sich selbst denkt, erlischt nicht nur ein Tausch von Gaben, der Bezug stiftet und Identität, sondern es reifen auch Gefühle und Anteilnahme nicht mehr. Denn wenn wir etwas für andere tun und mit ihnen tauschen, fühlen wir uns ihnen verbunden, nehmen Anteil an ihnen. Dadurch reifen Gefühle für andere, Mitfühlen und zugleich Vertrauen, weil die andere Seite etwas für uns tut, uns beschenkt. Sobald alle für sich selbst umorientiert werden, entfällt logischerweise dieser Reifungsprozeß der Gefühle, die zu selbstbezogenen Anforderungen mutieren statt Anteilnahme.

Daher ist Feminismus auch eine Perversion, die Liebe zum Mann, letztlich die Liebe zwischen den Geschlechtern, besonders Anteilnahme und Mitfühlen zerstört. Dies läßt sich beobachten. Niemand ist tauber gegenüber männlichen Belangen und Bedürfnissen als Feministen. Das habe ich in meinen Büchern dokumentiert, mit Studien, Alltag und in den Verlagsantworten. Die Ursache ihrer Lieblosigkeit gegenüber dem männlichen Geschlecht verbreitern sie eifernd und schreiben sie mit staatlichen Zwängen allen vor, nachdem sie die politische und geistige Macht über Hochschulen und Parteiprogramme erobert haben. Somit schädigt ihre Perversion nachfolgende Generationen, die sie mit voller Kraft in ihre Richtung schieben.

Schiefe Wahrnehmung … und … Was Kultur ausmacht

Schiefe Wahrnehmung

und

Was Kultur ausmacht

In unserer Zeit ist sich fast niemand bewußt, daß unsere Wahrnehmung äußerst schief ist. Das Vorurteil in der Wahrnehmung ist teilweise angeboren, ebenso der Verdrängungsprozeß, der es vor Bewußtwerden schützt, so daß es große Mühe kostet, es zu erkennen und dadurch unschädlich zu machen. Systematisch übersteigert wurde die schiefe Wahrnehmung durch den Feminismus.

Nur so sind groteske Auswüchse erklärbar, die weithin sichtbar sind, aber trotzdem übersehen werden.

«SCUM als Schultheaterstück in Schweden» (femokratieblog, https://zeiger.wordpress.com/2011/11/12/scum-als-schultheaterstuck-in-schweden/)

Im besonders feministischen Schweden der Gegenwart wurde sogar das „Manifest zur Ausrottung der Männer” von Valerie Solanas und ihrer „Society for Cutting Up Men (SCUM)” zu einem Schultheaterstück, das von heranwachsenden Mädchen gespielt, vorgeführt und verfilmt wurde.

«Eine schwedische Journalistin war sogar der Meinung, dieses Manifest gehöre statt der Bibel in jedes Hotelzimmer gelegt.» (http://femokratie.com/manifest-vernichtung-maenner/01-2012/)

Sogar als „pädagogisch wertvoll” galt im feministischen Staat Schweden das zum Theaterstück gemachten Ausrottungspamphlet. Jubeln und Freude löste es aus.

«Schülerinnen um die 15 Jahre derartig indoktriniert sind, daß sie regel­rech­te Freude beim abknallen eines Mannes demon­strieren» (http://femokratie.com/manifest-vernichtung-maenner/01-2012/)

Man stelle sich vor, in Deutschland würde ein „Manifest zur Ausrottung der Juden” als angeblich „pädagogisch wertvolles Theaterstück” von Schülern aufgeführt und gar noch als „pädagogisch wertvoll” bezeichnet, wobei das Ausrottungsstück mit Jubel und Freude begrüßt würde – undenkbar natürlich! Vermutlich würden die Großmächte sofort einmarschieren und dem Spuk ein Ende bereiten, wenn die Regierung dabei versagte, so einen Irrsinn in deutschen Schulen zu verhindern.

Aber wenn es um Männer geht, dann ist es nicht nur denkbar, sondern Tatsache, ja schulischer und universitärer Alltag in Schweden. Heimliche und weniger heimliche Freude gibt es auch in Deutschland, bei Alice Schwarzer und Emma, die für ihr Wirken gar mit Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet würde. (Deshalb würde ich den Preis ablehnen, nicht mit einer Kneifzange anfassen, doch ich würde wohl eher eingesperrt oder psychiatrisiert für meine Kritik als mit einem Orden geehrt.) Auch in anderen Ländern wurde das Vernichtungsmanifest gefeiert, oder zum titelgebenden Thema von Frauenkongressen wie in Australien. (siehe Band 1)

Wie ist das möglich? Sogar extreme klassische Diktaturen, ob die Nationalsozialisten oder die stalinistische Sowjetunion, bemühten sich, die Verfolgung von Minderheiten und Andersdenkenden zu verstecken. Ich behaupte nicht, „es hätte niemand gewußt”, wie es Zeitgenossen der Diktaturen als schlechte Entschuldigung für eigenes Nichtstun und Versagen gerne taten. Doch zumindest war den Propagandisten, und später den Tätern, klar, daß es sich um etwas schmutziges handelt, und ihrem Ansehen schaden könnte. Ohne Propagandisten hätte es keine Täter gegeben; zuerst geschah die Propaganda, danach folgen Taten.

Doch die feministische, einerseits subtile, andererseits noch gründlichere, Diktatur versteckt nichts, sondern findet nichts anstößiges daran. Versuche, das als „Humor” zu tarnen, erübrigen sich angesichts etlicher Aussagen und Schriften führender Feministinnen, bei denen es um „Reduzierung” der „Anzahl Männer” ging. Es ist ein vorhandenes, debattiertes Thema. Verbreiterinnen solcher Ideen werden gedruckt, genießen akademische Ehren. Allein die Verbreitung als akademischer Stoff spricht für sich.

«Daß Valerie Solanas Traktat SCUM seit langer Zeit zur Standardlektüre von Feminist Studies (oder heute: Gender Studies) auf den Universitäten gehört, ist bekannt, ebenso, daß Emma in der jüngeren Vergangenheit eine euphemistische Rezension darüber veröffentlicht hat.» (https://zeiger.wordpress.com/2011/11/19/goteborg-scum-girls/)

Widerstand ist nicht vorhanden. Wir vergessen und verdrängen es. Undenkbar wäre das bei jeder anderen Minderheit der Welt außer Männern. Beträfe es Juden, Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten, Weiße; Schwarze, Asiaten oder gar Frauen bei jeder anderen Menschengruppe außer Männern gäbe es international sofort heftige Reaktion, militärische und wirtschaftliche Bündnisse, die jedes Land, in dem solche ungeheuren Manifeste ungestraft verbreitet oder gar an Schulen aufgeführt werden, zu isolieren, mit wirtschaftlichen Sanktionen und militärischen Drohungen in die Knie zu zwingen. Selbstverständlich würde die internationale Gemeinschaft einen Regimewechsel verlangen und die Schuldigen vor ein internationales Gericht stellen.

Doch da es sich um Männer handelt, geschieht nichts. Wir nehmen es nicht wahr, und wenn sich die Meldung verbreitet, nehmen wir sie nicht ernst, vergessen sie ganz schnell wieder. Der Ausschluß aus unserem Bewußtsein funktioniert ziemlich zuverlässig und wirkungsvoll – das ist die Wirkung der biologisch schiefen Sicht, die Männer benachteiligt und Frauen bevorzugt.

Genauso wäre nie eine der von Anbeginn falschen feministischen Annahmen und Ideen ernstgenommen worden ohne eben diese angeborene schiefe Wahrnehmung, die bevorzugt, was von Frauen stammt und für Frauen ist.

Es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, ein Männerausrottungspamphlet, das an Schulen aufgeführt wird und Jubel über Mord auslöst, anders zu behandeln als ein entsprechendes Vernichtungsmanifest über Juden, Schwarze, oder wen auch immer. Moralisch besteht kein Unterschied. Verschieden ist allerdings unsere Wahrnehmung: Das ist die angeborene Schiefsicht, das Vorurteil, das die Menschheit überwinden muß.

Doch diese Schiefsicht besteht überall, bis in die subtilsten Bereiche. Ebenso besteht heute überall feministische Propaganda. Deftig sind noch Massenmedien, wo Männer inzwischen jahrzehntelang überwiegend lächerliche oder böse, jedenfalls feministisch zugeschriebene Rollen erhielten, Frauen gute, starke, faszinierende und ebenso feministisch zugeschriebene Rollen, die nur eins nicht sein durften: natürlich weiblich. (siehe Band 2 „Ideologiekritik”, und Les deux Sexes von 1998) Dies ist ebenfalls noch ziemlich deftig.

Feministische Indoktrination übersteigert angeborene Schiefsicht von frühester Kindheit an: Kindererziehung, Kindergarten, Schule, Universität sind zu Zentren der Gehirnwäsche geworden. Menschlicher Natur und Kultur wurden der Krieg erklärt, durch alle feministischen Wellen, und ihre Ausradierung ist erklärtes Ziel der Gender-Ideologie, die in den Rang einer Staatsdoktrin und Ersatzreligion erhoben wurde.

Deshalb grenzte ich mich schon 1980 von den Grünen ab: Diese damals neue Partei wollte zwar auf der eigentlich guten Philosophie des Naturschutzes bauen: Schutz des Ökosystems von Fauna und Flora, Schutz der äußeren Natur, die vor Beschädigung und Manipulation durch Menschen geschützt, im ursprünglichen natürlichen Gleichgewicht erhalten werden sollte. Je natürlicher desto besser war Devise. Jedes Tier wurde mit viel Liebe, Zuwendung und Hilfe bedacht, jeder Halm. Nur bei einer Art sollte es genau umgekehrt sein: Beim Menschen war die Natur zu unterdrücken, von Gender-Agenda auszulöschen, der menschlichen Natur wurde der Krieg erklärt, sie verteufelt, und zum Feld systematischer Manipulation gemacht.

Man umarmte Bäume, verhätschelte Tiere, die viele Frauen hinreißend finden und ständig mit Hunde- und Katzenbildern auf FB feiern. Nur für den Mann gibt es keine solche Liebe. Der Mann, und erst recht ein unbekannter Mann, der nicht einer mitleidsprivilegierten Minderheit (etwa Flüchtling) angehört, wird übersehen, verachtet, ausgegrenzt, mit ideologischem Haß verfolgt und kriminalisiert. Man könnte die Bevorzugung von Haustieren gegenüber Männern soziale Sodomie nennen, aber ehe ich jetzt auf andere von Genderisten bevorzugte Gruppen zu sprechen komme, muß ich mich leider selbst zensieren, um wenigstens die wichtigsten Argumente in diese manipulierte Epoche zu retten, in der jeder von den Hyänen der vierten Macht, den offiziellen Medien, verrissen wird, der sich zu weit in den Tabubereich wagt.

Das Gleichgewicht der äußeren Natur wollten die Grünen und ihr Umfeld unbedingt schützen; manche wie Greepeace griffen zu teils radikalen Mitteln. Doch die innere Natur, die menschliche Natur – und die gesamte menschliche Kultur – wurde gleichzeitig radikal angegriffen, gendernd deformiert, in ihrer natürlichen Form verunglimpft. Krasser konnte der Gegensatz nicht sein zwischen Schutz aller anderer Arten und Manipulation und Unterdrückung bei der eigenen.

So wie Pflanzen und Tiere ein Ökosystem bilden, dessen Gleichgewicht zu schützen die Grünen verschworen waren, so bilden auch die Menschen mit ihren sozialen und natürlichen Gruppen, und vor allem Männer und Frauen ein menschliches „Ökosystem” natürlicher Kultur. Doch anstatt zu schützen, was an kläglichen Resten die Ökonomisierung und Verstaatlichung vieler Lebensbereiche noch übriggelassen hatte, statt zu fordern, durch Industrialisierung und staatliche Einmischung verlorene Kultur und Natur wiederaufzubauen, so sorgsam zu schützen wie Regenwald und Naturschutzgebiete, wurde den Resten menschlicher Kultur und Natur der feministische Genderungskrieg erklärt.

Schon Ende der 1970er war die Atmosphäre an Universitäten erdrückend. Wer sich nicht an der Agitation ergötzte, wurde seines Lebens nicht froh. In Vorlesungspausen, gar der Cafeteria, überall war aggressiv ideologische Stimmung zu spüren, die jeden verdammte, der ihr in Worten oder Leben widersprach. Tonangebend waren Ideologen, die wenig später „Lehr”inhalte und „Forschung” prägen sollten.

Leider gab es niemanden, der menschliche Natur und Kultur schützte. Argumente wurden 35 Jahre lang ignoriert und dringen erst jetzt, 2015, langsam an eine immer noch winzige Öffentlichkeit.

Wie in vorigen Bänden von „Die beiden Geschlechter”, von Martin van Creveld in „Das bevorzugte Geschlecht” und von Evolutionsbiologen wie Steve Moxon und anderen bewiesen wurde, waren und sind Frauen bevorzugt. Feminismus beruht auf falschen Annahmen, die gegenteilig zu den Tatsachen sind. Außerdem bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gender-Agenda ist eine Ideologie ohne wissenschaftliche Grundlage, die durchgehen auf falschen Annahmen beruht, und damit als auf Lügen gebautes Kartenhaus restlos in sich zusammenbricht. Gleiches gilt für den Feminismus aller Wellen.

Doch von den biologisch nachweisbaren und folgenreichen Geschlechtsunterschieden abgesehen ist auch die auf geschlechtlicher Gegenseitigkeit gründende Kultur aller Menschen aller Epochen eine wichtige menschliche Universalie, ebenso bedeutsam wie Sprache. Das bedeutet: Selbst wenn es keinerlei geschlechtliche Unterschiede gäbe außer den Geschlechtsorganen selbst (was nicht stimmt), wäre auf geschlechtlicher Ergänzung fußende Kultur unabdingbar. (siehe „Kultur und Geschlecht”)

Sogar die Feministin, die als „führende Ikone des Genderismus” bezeichnet wird, weist auf die Bedeutung des Geschlechts als „kulturelles Zeichen” hin, ohne allerdings zu begreifen, was sich daraus als notwendige Schlußfolgerung ergibt.

«Judith Butler zufolge, bekennende Lesbierin, führende Ikone des Genderismus und mit dem Adorno-Preis 2013 geziert, ist das Geschlecht „die obligatorische Anweisung an den Körper, ein kulturelles Zeichen zu werden”» (Hans-Peter Raddatz, Gender Mainstreaming, http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO214-8.pdf)

So wie das Geschlecht ein kulturelles Zeichen ist, sind Laute sprachliche Zeichen. Könnten wir nicht zwischen Lauten unterscheiden, wäre es unmöglich, diese Laute zu Silben und Wörtern zusammenzusetzen, und aus diesen dann wiederum Sätze. Es gäbe keine menschliche Verständigung!

Würden Genderisten die „Diskriminierung” bekämpfen, die in der Unterscheidung von Lauten besteht, könnten sie das ganze System der Unterscheidungen ausrotten, auf denen das sprachliche System beruht. Gelänge ihnen das, wäre die Menschheit sprachlos, könnte weder sprechen noch lesen und schreiben. Wir wären in ein Quallendasein zurückgeworfen.

Analog der Unterscheidung von Lauten ist die Unterscheidung von Geschlechtern grundlegend für menschliche Kultur, denn nur durch diese Differenz ist Gegenseitigkeit, Ergänzung, Familie möglich. Aus dieser Differenz entstanden Arbeitsteilung und soziale Struktur. Riten, Tauschsysteme, Familie, Gesellschaft, alles fußt letztlich auf dieser gründenden Differenz der Geschlechter, so wie Sprache letztlich auf der gründenden Differenz zwischen Lauten beruht.

Dabei spielt es keine Rolle, daß jede Sprache eine etwas (aber nicht allzu sehr) verschiedene Grenze zwischen den Lauten zieht. Wer eine Fremdsprache lernt, hat daher oft einen „Akzent”, weil er intuitiv die vom Säugling aufgeschnappten Grenzen der eigenen Sprache verwendet. In genauso frühem Alter lernen Säuglinge soziale und kulturelle Differenzen. Doch unabhängig davon, ob ein Laut nun wie im Deutschen, Englischen, Arabischen oder Chinesischen ausgesprochen wird, ist das angeborene Prinzip gleich. Ähnlich verhält es sich bei den Geschlechtern: Je nach Kultur sind die Grenzen zwischen Frauen und Männern verschieden, doch das Prinzip der Unterscheidung ist gegeben, denn es ist eine unverzichtbare menschliche Universalie, ohne die Kultur so unmöglich wäre wie Sprache unmöglich ohne die Unterscheidung von „Buchstaben” oder sinntragenden Lauten.

Was Genderismus betreibt, ist die totale Selbstverstümmelung der Menschheit – sowohl der Natur, als auch der Kultur des Menschen.

Möglich ist der heutige hysterische Amoklauf des vom Feminismus betriebenen Genderismus nur wegen der schiefen menschlichen Wahrnehmung, die uns nicht bewußt ist. Solch ein Irrsinn wäre sonst nie akzeptiert worden von der Gesellschaft. Die 1968er sind ideologisch auf allen anderen Gebieten bereits durchschaut und überwunden. Nur der Feminismus sitzt fester denn je im Sattel, weil unsere Wahrnehmungsverzerrung ihn beflügelt.

Genderismus und alle feministischen Wellen zielen auch auf die weibliche Liebe zu Männern.

«Das hat Hedwig Dohm, die bedeutende Vordenkerin des Feminismus, in ihrem Buch Die Antifeministen schon im Jahre 1901 verraten. Als die „gefährlichsten“ Gegner des Feminismus – so sagt sie es selbst – sieht sie überraschenderweise nicht Männer, sondern Frauen an. Und zwar diejenigen, die mit einem Mann oder sogar mit eigenen Kindern glücklich werden wollen. Diese Lebensmodelle sind ihre Feindbilder. Diese Gegnerschaft sorgt für die eigentliche Antriebskraft des Feminismus, für die „Frauen-Power“.

Es zeigt sich überall. Welches Programm der Frauenpolitik man auch gegen das Licht hält – man erkennt immer dasselbe Wasserzeichen: die Feindschaft gegen Mann und Mutterschaft.» (Bernhard Lassahn, http://nicht-feminist.de/2015/10/bernhard-lassahn-feminismus-und-liebe/?fb_ref=Default&fb_source=message)

Wie schon in unverlegten Büchern der 1990er beschrieben, ist Feminismus auch eine Perversion, die genau die Liebe der Frauen zu Männer zerstört und alles, was solche Liebe auslöst oder benötigt. Kaum eine Kampagne feministischer Wellen, die nicht ein Stück Liebesfähigkeit beschädigt. Nachdem diese Beschädigung aber gelungen ist, habe ich dieses Argument zurückgestellt. Es wäre zur Abweisung feministischer Wellen wichtig gewesen, und wird zur Aufbereitung und zum Verständnis in Zukunft wieder Bedeutung erlangen. Derzeit wird das Argument nicht viel bewirken; doch sollten wir begreifen, daß nicht „Homosexuellenrechte” ein Problem der Gesellschaft sind, oder andere Lieblingsthemen der Genderisten, sondern die Zerstörung von Kultur, Natur, Familie und den grundlegenden menschlichen Banden, zu denen die Liebe zwischen den Geschlechtern zählt, aber auch Ergänzungsstrukturen, Gegenseitigkeit und Tausch.

Wer mit „Liebe” argumentiert, sollte wissen und sich bewußt sein, daß unsere Vorstellung von Liebe nur 200 bis 250 Jahre alt und ein spezifisches Charakteristikum der westlichen Moderne ist; schlimmer noch, unsere Vorstellung von Liebe entstand in just jener Epoche, die Kucklick „Sattelzeit” nennt, in der sich männerfeindliche Vorstellungen als Kanon der Weltsicht festsetzten. Was wir unter Liebe verstehen, könnte daher bereits von dem Problem geprägt sein, das den Feminismus geschaffen hat. Allein aufgrund der geringen zeitlichen Reichweite unserer Vorstellung von Liebe, und ihrer isolierten Stellung anderen traditionellen Kulturen gegenüber, ist diese kein solides Fundament für das Bekämpfen einer radikalen Ideologie. Populismus ist wenig hilfreich, führt in die Irre. Wo Populismus der Analyse vorgezogen wird, geht es vorhersehbar schief.

Helfen kann nur eine strukturelle Analyse, die zu beginnen in „Kultur und Geschlecht” versucht wurde.

Dies war ein Auszug aus dem noch unveröffentlichten Band 4 der Reihe „Die beiden Geschlechter mit dem Arbeitstitel „Zensiert. Derzeit ist neu erschienen Band 3 „Die Genderung der Welt.

Wichtig zum Verständnis ist auch die wissenschaftliche Grundlage, die in Band 1: „Kultur und Geschlecht” herausgearbeitet wird. Kapitel 3 und 4 besprechen die Universalität und den Sinn kultureller Strukturen.

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© 2019 Jan Deichmohle

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