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Denker und Dichter

Schlagwort: falsche Annahmen

Schiefe Ansätze – schiefe Ergebnisse

Schiefe Ansätze – schiefe Ergebnisse

Bereits 1968 grellte schrille Einseitigkeit und Ideologie auf, als Studentenrevolution, feministische Welle und Generationskonflikt einen geistigen Umsturz begannen, dessen Radikalität damals deutlich empfunden wurde, heute aber unsichtbar geworden ist, weil diese Radikalität zum neuen ‚Normalzustand’ wurde, in dessen Geiste seitdem Kinder erzogen, an Schulen, Universitäten, in Medien und Unterhaltung geprägt werden.

Seit 1968 war sichtbar, daß mit falscher, an der Wirklichkeit vorbeigehender Wahrnehmung falsche Behauptungen aufgestellt, diese als feste Annahmen sämtliche debattierte Themen prägten. Bereits die gewählten Themen sind weltfremd und bedeutungslos, wogegen wichtige Grundfragen des Lebens – wie etwa männliche Verlierer weiblicher Wahl und sexueller Selektion – mit Häme, Verachtung, Spott oder sogar Haß ausgeblendet wurden. Es sind also bereits irreführende Themen und Fragestellungen, mit denen sich Medien, Öffentlichkeit und die von ihnen beeinflußten Zeitgenossen beschäftigen. Darüber hinaus werden alle diese Themen mit falschen Grundannahmen behandelt, so daß nichts hilfreiches oder auch nur richtiges dabei herauskommen kann. Sowohl Feminismus wie auch Kommunismus oder Linke ignorieren dabei menschliche Natur, weshalb sie auf den ersten Blick betörend wirkende Utopien fabrizieren, die jedoch wie Seifenblasen platzen und dabei gewaltige Schäden verursachen. Die hysterische Naivität war ähnlich beim Gleichmachen der Geschlechter und beim grenzenlosen Vermischen alle Menschen. Bei den Geschlechtern wurden evolutionäre Tatsachen völlig ignoriert; bei den Völkern die Tatsache, daß erstens das Zahlenverhältnis Männer zu Frauen kurzfristig gewaltig gestört wird, langfristig aber einige Ethnien aussterben, für immer aus der Welt verschwinden aufgrund Verdrängung und Verdrängungskreuzung, und zwar unsere eigenen. Hysterie und schiefe Annahmen weisen meine Bücher seit der ersten feministischen Welle auf, die sie massiv verbreitet und etabliert hat.

Statt einer Erfolgsgeschichte ist dieser Vorgang der letzten 120 Jahre, insbesondere seit der starken kulturrevolutionären Beschleunigung 1968, eine Geschichte der Selbstzerstörung abendländischer Kultur, Zivilisation, Völker, Ethnien, Wirtschaftskraft und Erfindungsgabe. Unsre Fähigkeit zu Fortschritt und rascher Entwicklung hat stark abgenommen; längst werden wir von sich nunmehr schneller entwickelnden Ländern – besonders in Asien, aber auch andernorts – abgehängt. Sowohl unsre einstige Kultur als auch ihre Trägervölker sind dabei, binnen Generationen von der Erde zu verschwinden. Blonde könnten bald ein Märchen von gestern sein.

In der genannten Zeitspanne ist die Grundlage unsrer Zivilisation, die Wissenschaftlichkeit, zerstört worden. Geschaffen von den Hellenen, den Altgriechen, und nach einer mittelalterlichen Pause, in der religiöser Eifer das Schaffen von Wissen verdrängt hatte, dem Abendland der Neuzeit, sind die wissenschaftlichen Prinzipien durch ihr radikales Gegenteil ersetzt worden, wie in den ‚wissenschaftstheoretischen’ Postulaten des Feminismus bei Maria Mies formuliert, erkennbar konsequent verwirklicht.

«1. Das Postulat der Wertfreiheit, der Neutralität und Indifferenz gegenüber den Forschungsobjekten – bisher wichtigster Maßstab für Objektivität – wird ersetzt durch bewußte Parteilichkeit» (beiträge zur feministischen theorie und praxis, 11, 1984, S. 12)

«3. Die kontemplative, uninvolvierte ‚Zuschauerforschung’ wird ersetzt durch aktive Teilnahme an emanzipatorischen Aktionen und die Integration von Forschung in diese Aktionen» (beiträge zur feministischen theorie und praxis, 11, 1984, S. 13)

Weiterhin wurde das Vorgehen mit Mao Tse Tung verglichen, der sinngemäß zitiert wurde mit „Um den Geschmack einer Birne zu erkennen, mußt du hineinbeißen, also die Birne verändern.” Die Veränderung der Wirklichkeit im feministischen Sinne wurde demgemäß Aufgabe von sogenannter ‚Wissenschaft’ aufgrund vorgegebener Annahmen und Aufträge, zu denen nicht länger wertfreie Erforschung gehört.

Das war deutlich der Sündenfall, mit dem die von (übrigens männlichen) Wissenschaftlern gegründete Wissenschaftlichkeit zerstört und in gefühlsgesteuerte, propagandistische, die Wirklichkeit manipulierende und feminin-feministisch geprägte Tendenz‚forschung’ ersetzt wurde, die laut den feministischen Schriften selbst Teil des politischen Kampfes der Frauenbewegung sei. Seitdem sind die Geisteswissenschaften als solche tot, zu Mitteln der Propaganda verkommen. Das war kein Fortschritt, sondern radikale Zerstörung auch auf dem Gebiet der Wissenschaftlichkeit. Ähnliches geschah in der Politik und in den Künsten. Seitdem schaffen wir uns ab. Zeitgleich brach die Geburtenrate ein, wogegen die Verdrängung einheimischer Männer durch Massen aus der Fremde angelockter Männer zunahm, was ebenfalls einem sexuellen Andozid an ‚weißen heterosexuellem Männern’ gleichkommt.

In diesem Zusammenhang war es vielsagend, zufällig auf eine Studie von 2019 zu stoßen, in der eine ‚europäische’ Institution an ‚Haßsprache’ forschte. Diese krankte in bekannter Manier an den oben erwähnten Prinzipien:

1.) Das Verfahren, Äußerungen im Netz systematisch zu kontrollieren und automatisch zu durchkämmen ist bedenkliche Schnüffelei, die potentiell totalitär wirkt, nämlich ein weiterer Schritt zu staatlicher Kontrolle des Denkens und Degradierung des Bürgers zum Untertan sein kann.

2.) Schlüsselbegriffe linken, feministischen, grünen, globalistischen und migrantischen Hasses fehlen. Deshalb wird fast ausschließlich gegen eine Seite recherchiert: Einheimische, Männer, Heterosexuelle, Weiße, Rechte, Konservative.

Hier wurde durch schiefe Ansätze erreicht, was Esther Vilar in den 1970er Jahren bei Feministinnen als „Methode der halbierten Statistik” kritisierte, die einfach männliche Opfer systematisch wegließ, indem Männer am besten gar nicht erst befragt wurden. Diese feministische Methode wird heute von allen sich ‚progressiv’ nennenden utopistischen Ideologien benutzt: CO2-Bekämpfer, Migrationsförderer, Haßbekämpfer und andere benutzen solche Methoden.

Bei dieser Studie wurden offenbar nach keinem der Begriffe gesucht, die für linken Haß typisch sind, von mir und anderen Aktivisten dokumentiert werden. Wer selbst häufig mit solchem Haß konfrontiert wird, kann nur staunen, wie es möglich ist, diese dominierende Seite zu verstecken, indem einfach nicht danach gesucht wird, um daraus dann eine falsche Statistik zu fabrizieren.

Von Linken, Feministen und Migranten benutzte Haßbegriffe fehlen vollständig; da es sie wöchentlich gibt, wie aus meinen Unterlagen ersichtlich, wurde offenbar nicht einmal danach gesucht. Von Konservativen oder Rechten gerne benutzte Begriffe wurden dagegen systematisch gesucht und daher auch gefunden, was die gesamte Datenbasis solcher Pseudowissenschaft zur Propaganda und Lachnummer macht.

Absurd ist auch, was alles als „offense”, also Verstoß oder gar mögliche Straftat bewertet wurde.

«Ja Kinder .. der Anteil geht da in der Promillebereich.. Frauen und Kinder kannste rausrechnen.. Ich sage nur Männer 15-30.. und jetzt sei still OFFENSE ABUSE
2 von 3 Migranten arbeitslos OFFENSE ABUSE
sehr gut … Neuwahlen… ihr Schlauköpfe OTHER OTHER
Im Kampf gegen Rrrrechts… Alter ich kanns nicht mehr hören OFFENSE PROFANITY
MUT ???? Das ist der Gratis-Mut des Mainstreams. OFFENSE INSULT
Furchtbar! Die SPD setzt sich an die Spitze der Hetzer und Diffamierer! Sehen ihre Super-Repräsentanten die Parallelen, zu ihrem angeblich bekämpften historischen Feind, nicht? OFFENSE INSULT
Es ist unbegreiflich, mit welchen Gestalten sich die SPD umgibt! Trotzend vor Geschichtsunwissenheit und Dummheit!! – Aber kompetente, intelligente Persönlichkeiten wie Sarrazin ausschließen!! – am besten auch gleich H. Schmidt post mortem, wegen seiner islamkritischen Aussagen! OFFENSE INSULT
Beide christlichen Kirchen – so uneins sie sonst sind – darin sind sie sich einig: Mainstream-Politik-Unterstützung, peinliche Anbiederung an den Islam, unverantwortliche Kurzsichtigkeit! Das schlimmste: Keine Autorität mehr! OFFENSE INSULT»

Es ist lehrreich zu lesen und zeigt, wie sehr wertneutrale objektive Wissenschaft durch gefühls- und gesinnungsgetriebene Propaganda ersetzt worden ist, die Beteiligten vermutlich selbst gar nicht mehr auffällt. Das System von Wissenschaft, Forschung und Lehre ist damit zusammengebrochen in einen totalitären Gesinnungsstaat.

«Das ist in Deutschland nicht strafbar… nur wenn deutsche Diebstähle begehen dann ist das anders… OTHER OTHER

Wir haben keine Meinungsfreiheit, von wem soll die auch kommen wenn man eine in der DDR ausgebildete Bundeskanzlerin hat. Mielke hätte sich totgelacht. Ich glaube am Grab hört man in OFFENSE ABUSE

Das ist einfach so… aber noch lange kein Grund, Deutschland mit fremden Männern zu fluten… OFFENSE ABUSE

Von mir aus gibt es dieses intersexuell aber die eigentlichen Geschlechter sind Männlein und Weiblein OFFENSE ABUSE

#Islamisierung „Zusammenstöße zw GLÄUBIGEN (Richtig: #Islamisten) & Sicherheitskräften – #Tagesschau sendet bereits im Scharia-Modus OFFENSE ABUSE

Die Staatsanwaltschaft / Richter führen nur Anordnungen von oben aus! Die Politiker aus dem BMI sinds OFFENSE ABUSE

Die EU dient der Aushebelung der Selbstbestimmung der europ. Völker |LBR| Die Migranten sollen eine Wählermehrheit für die EU Wahl schaffen |LBR| Dann wird alles als freier Wille der Nationalstaaten dargestellt. |LBR| Ziel: Zentralregierung in Brüssel OFFENSE ABUSE

Migrantenanteil in Großstädten |LBR| München 36% |LBR| Frankfurt 43% |LBR| Stuttgart 38% |LBR| Nürnberg 37% |LBR| Köln 31% |LBR| Hamburg 27% |LBR| Berlin 25% |LBR| Der Westen so gut wie verloren wenn sich nix ändert OFFENSE ABUSE

@RegSprecher So sieht Meinungsfreiheit in Deutschland aus, dank dieser Volksverräterin Merkel!! |LBR| Herzlich willkommen in der DDR 2.0! Es wird Zeit OFFENSE ABUSE

Seit Jahren werden wir von dieser Regierung belogen und jetzt sollen wir glauben daß es nur ein Fake ist! Ich glaube daß es echt ist!! OFFENSE ABUSE

So sind sie halt… unwissend und unbelehrbar… je weniger Ahnung desto lauter ihr Geschrei ..!! OFFENSE INSULT»

Wenn in mit Wissenschaft verwechselten Gesinnungsstudien, die von offiziellen Kreisen verwendet werden, solch krasse einseitige Fehlentscheidungen betrieben werden, die normale bürgerliche Oppositionsarbeit als ‚Verstoß’, ‚Offense’, Beleidigung oder ‚Abuse’ einstufen, massiven echten Haß mit Gewaltdrohung durch ANTIFA und ihr geistiges Umfeld aber ignorieren, dann leben wir nicht mehr in einer freiheitlichen Ordnung und Demokratie, sondern einem Gesinnungsstaat, in dem oppositionelle Meinungen gebrandmarkt, geächtet und bestraft werden, wogegen dem Regime genehme Radikalismen weitgehende Narrenfreiheit besitzen.

Es ist also keine satirische Übertreibung mehr, zu bemerken, daß harmlose Regierungskritik als ‚Haßrede’ eingestuft wird, sobald sie klar erkennbar wird, wogegen echte Haßrede sowohl der Regierung als auch von etablierten extremistischen Ideologien fast vollständig unter dem Radar bleibt.

Linke dürfen zu ‚Krieg’ aufrufen, rhetorisch als ‚Krieg dem Krieg’ begründet; ihre gewaltbereiten Haßäußerungen werden weder gesperrt noch in halbierten Statistiken zu aggressiver Sprache berücksichtigt, fallen unter den Radar der gezinkten Methodik.

Auch ‚Schweingetier’ wurde nicht gesucht oder nicht als offensiv berücksichtigt. Wörter und Verhaltensweisen, die eher von Linken und privilegierten ‚Minderheiten’ benutzt werden, verschwinden bei statistischer Analyse oder Berichterstattung auf ‚magische’ Weise.

Die Vorwürfe sind meist falsch; als ich studierte, brüsteten sich Linke vor mir gar, bei der Demo dicke Wintermäntel und Stiefel anzuziehen, um mit den Stiefeln dann „den Schweinen in die Eier zu treten” – wenn die dann knüppelten, klagten sie vor der Presse „die Schweine haben geknüppelt”. Aber das gilt weder als Haß noch als Gewalt oder Haßsprache, weil die BRD längst radikal links geprägt ist, die Antifa als Regierungsschutz benutzt wird, und auch in gezinkten Studien linke Befindlichkeit für schon im Ansatz falsche ‚Ergebnisse’ und ‚Statistiken’ sorgt.

Wissenschaftlichkeit tot; Feminismus und in dessen Schatten aufkommende weitere dystopische Ideologien haben sie zerstört.

Mehrere Gründe, weshalb partielle Feminismuskritik immer wieder scheiterte und scheitern muß

Mehrere Gründe, weshalb partielle Feminismuskritik immer wieder scheiterte und scheitern muß

Wenn Sie glauben, zum Glück gäbe es nach 150 Jahren Radikalfeminismus ein Häuflein Männerrechtler, die ihnen aus der Patsche helfen, habt ihr euch zu früh gefreut: Was zu schön ist, um wahr zu sein, ist dem Sprichwort zufolge auch meist nicht wahr. Um das zu bemerken, reicht es, sich die Geschichte der Männerbewegung anzusehen. Bereits in den 1920er Jahren gab es ein versprengtes Häuflein betroffener Männer, die darüber klagten, aufgrund männerfeindlicher Gesetze und Justiz, die Frauen fast alles glaubt, aber Männern fast nichts, ausgeplündert zu werden. Es gab Frauen, die bereit waren, ihre Ehemänner ins Gefängnis oder in die Psychiatrie zu stecken, um an deren Vermögen zu gelangen. Scheidung war schon damals ein lohnendes Geschäft für Frauen, oft der Beginn finanzieller Knechtschaft von Männern. Nach einem Artikel einer britischen Zeitung in Übersee, die in den englischen Kolonien offenbar als einzige berichtete, verschwand dieses Organisatiönchen in der Versenkung.

Jahrzehntelang duldeten und unterstützten Männer Radikalfeminismus. Männliche Opfer blieben unsichtbar, wurden verdrängt und versteckt. Gegründet wurde die neue ‚Männerbewegung’ von einem Vorzeigefeministen, der sich als Unterstützer mit der Radikalfeministin Gloria Steinem ablichten ließ: Warren Farrell.

Diese hübsche Paar ist eine der radikalen Gründerfeministinnen zweiter Welle, Gloria Steinem, mit ihrem Unterstützer Warren Farrell, der eine Hilfsbewegung Männer ins Leben rufen wollte, dann aber bei der Beschäftigung mit Problemen von Männern feststellte, daß er Stück für Stück feministische Positionen revidieren mußte, bis er in Ungnade fiel und von der einst unterstützten Bewegung fallen gelassen wurde. Das ändert jedoch nichts daran, daß sein Denken – wie das der allermeisten ganzer Generationen von Männern, die sich selbst für ‚feminismuskritisch’ und ‚Männerrechtler’ halten, von feministischen Annahmen und Konzepten, wie etwa Gleichheit, geprägt bleibt. So etwas schüttelt sich nicht so leicht ab. Die meisten versuchen nur, die feministische Forderung nach ‚Gleichheit’ auch auf Männer anzuwenden, um ‚Gerechtigkeit’ herzustellen, weil Feminismus so offensichtlich einseitige weibliche Vorteile betreibt. Dabei landete eine ganze Bewegung jedoch in einer logischen Falle: Weil die Geschlechter biologisch ungleich sind, und das weibliche Geschlecht aus evolutionären Gründen dominant ist, kann ‚Gleichheit’ niemals funktionieren; wer das annimmt, steckt noch mitten im feministischen Sumpf von Denkfehlern fest.

Helfen würde nur grundlegende, die falschen Annahmen vollständig abräumende Kritik. Dazu sind aus einer unterschwellig feministischen Gesellschaft stammende Männer jedoch zu befangen. Außerdem hat Feminismus eine oberflächliche Gesellschaft geschaffen, in der es mehr auf Lippenstift und Oberfläche als tiefe Gedanken ankommt. Bereits methodisch sind ihnen daher meine ungewohnten Ansätze suspekt.

Wer nun meint, ich übertreibe oder spinne, sehe sich die Fakten an. Der gute Warren Farrell ist sich nämlich treu geblieben, unterstützte Hillary „Krieg hat vor allem weibliche Opfer: Frauen verlieren Söhne, Gatten und Brüder” Clinton. Ganz egal, wie ihr politisch steht im derzeitigen Riß der Gesellschaft: Parteinahme für Hillary Clinton, die bigotte Feministin, die Krieg und den Tod von Männern als Frauenproblem ausgibt, spricht für sich.

Eins muß man ihm lassen: Der Mann hat Talent, danebenzugreifen.

Genau solche Pseudokritik zu verhindern, mit denen das Thema Feminismuskritik verramscht wird und wirkungslos verpufft, schreibe ich seit 30 Jahren Bücher, die tiefer in die Materie eindringen und Feminismus komplett abräumen sollen auf den Misthaufen der Geschichte. Doch ausgerechnet eine selbsternannte ‚Männerbewegung’ im deutschsprachigen Raum hat das hintertrieben. Auch auf die Gefahr hin, mir noch mehr Leute zu verprellen, die mich ohnehin ignorieren, schaut euch doch mal folgendes an, was heute in einem Blog der Szene erschien:

«daß man gegen jede Form der Unterdrückung vorgehen muß, weil ein feministisches Anliegen sein muß, daß Unterdrückung nicht o. k. ist. Damit könnte man natürlich eine Vielzahl anderer Bürgerbewegungen problemlos in den Feminismus einbeziehen. Selbst den Maskulismus.»1 (allesevolution)

Das ist genau derselbe Fehler, den ich Warren Farrell ankreide, und weshalb ich nicht nur ‚politisch inkorrekte’, sondern auch in der sogenannten ‚Männerszene’ aneckende Bücher schreibe. Weil Feminismus in sämtlichen Annahmen, Prämissen, Methoden, Kampagnen falsch, schädlich und hochgradig toxisch ist. Es beginnt schon damit, daß seit jeher für ‚Unterdrückung’ erklärt wird, was eine menschliche Universalië ist, die im übrigen Frauen mehr nützte als Männern, und niemals, zu keiner Zeit, jemals Unterdrückung gewesen ist. Wer diesem Trugschluß aufsitzt, ist bereits rettungslos verloren, verstrickt sich in einem Wust utopistischer Forderungen, die in der Zerstörung menschlicher Natur und des Gleichgewichts der Geschlechter enden.

Das beweisen meine Bücher. Die selbsternannte ‚Männerbewegung’ begreift es nicht und boykottiert meine Bücher, die unbequemes Nachdenken erfordern würden. Doch die Platzhirsche dort haben sich ihre Meinungen bereits gebildet, wollen sich weder der Mühe unterziehen, diese vielleicht ändern zu müssen, noch ihren eigenen Platzhirschstatus aufgeben, indem sie zugeben, andere könnten bessere Argumente haben. So setzen sich schlechtere Argumente durch, die vorhersehbar langfristig genauso scheitern werden wie jene Wiener Männervereinigung der 1920er Jahre, die nicht gegen den Feminismus der ersten Welle ankam.

Doch auch taktisch ist die Männerszene überfordert. Sie hat nämlich keine. Sie fühlt sich genervt vom überbordenden Radikalfeminismus und versucht dagegenzuhalten, die schrägsten Auswüchse einzudämmen. Das ist eine Sisyphosarbeit, die nicht gelingen kann. Denn solange die falschen Annahmen im Raume stehen, werden ständig neue Radikalismen und Hysteriën nachwachsen, wie zuletzt TeddybärenwerferInnen und KlimahüpferInnen. Gelingen kann nur ein entschlossener Einsatz auf festem philosophischen Grund außerhalb des Feminismus. Daran arbeiten meine Bücher.

Doch auch emotional ist die Männerbewegung auf dem falschen Dampfer. Sie verteidigen sich gegen einzelne ungerechte, doppelmoralische und unlogische Zumutungen seitens Feministinnen. Das ist reaktives Verhalten und wird verlieren, aus biologischem Grund. Es gibt laut neuester Erkenntnis bei Tieren zwei Aggressionsformen: proaktiv und reaktiv. Erfolgreiche Männer früherer Zeiten handelten proaktiv. Siegreiche politische Strömungen handelten proaktiv. Feminismus handelt proaktiv. Die Männerbewegung hat aber keine Strategie, kein eigenes Gedankengebäude und greift nicht geplant an wie es Feminismus tut. Das ist reaktives Verhalten. Bei Schimpansen könnte es erfolgreich sein, jedoch nicht beim Menschen.

«Verglichen mit vielen Primaten haben Menschen eine hohe Neigung zu proaktiver Aggression, was sie mit Schimpansen teilen, aber nicht Bonobos. Im Gegensatz dazu haben Menschen eine niedrige Neigung zu reaktiver Gewalt verglichen mit Schimpansen, und in dieser Hinsicht sind Menschen den Bonobo ähnlicher. …

Bei den meisten [anderen] Arten ist proaktive Aggression seltener als reaktive …

Reaktive Aggression zeigt eine andere Verteilung. In diesem Falle zeigen sowohl Schimpansen als auch Bonobo mehr Aggression als Menschen… das heißt, [mindestens] zwei oder drei Größenordnungen weniger als bei Schimpansen und Bonobos (80).

Das unterstreicht, daß die ungewöhnlich niedrige menschliche Neigung zu reaktiver Aggression sich mindestens teilweise durch ein Herunterregeln entwickelt hat, das in der zweiten Hälfte des Pleistozäns stattfand.»2

Wer als Mensch also erfolgreich sein will in Konflikten, muß proaktiv und geplant vorgehen. Reaktives Verhalten wird zuverlässig verlieren. Hier stimmen biologische Instinktausstattung überein mit den geistigen Anforderungen einer Grundsatzdebatte: Wer gewinnen will, darf nicht an einzelnen Erscheinungen herummäkeln, sondern muß die Fundamente der geistigen Festung abreißen. Das ist zum Beispiel die Behauptung struktureller Benachteiligung oder Unterdrückung von Frauen wenigstens in früheren Zeiten – die es niemals gegeben hat, wohl aber Benachteiligung und Unterdrückung von Männern. Wer das nicht zu bieten hat, braucht gar nicht erst antreten, hat schon verloren.

Feministische Männerrechtler haben heute noch nicht verstanden, daß Feminismus aller Wellen auf grundlegendem Irrtum beruht, das weibliche Geschlecht biologisch dominant ist und auch in allen Kulturen und Epochen zusätzlich bevorzugt wurde. Menschliche Natur und eine angeborene Veranlagung zur arbeitsteiliger Ergänzung als Unterdrückung einzustufen war von Anfang an radikaler Quatsch, mit dem gewaltige Schäden angerichtet wurden. Daran ist niemals etwas dran gewesen, zu keinem Zeitpunkt. Wer glaubt, innerhalb solch irriger Ideologie etwas gegen die reale und bereits biologisch nachweisbare, vom Feminismus verschärfte Unterdrückung und Diskriminierung vieler Männer tun zu können, irrt auf groteske Weise. Feminismus gründet auf Leugnung und Bekämpfung dessen, was zum Überwinden ihres eigenen Leids, unsrer kulturellen Entwurzelung und männlicher Nachteile und Unterdrückung nötig wäre. Feminismus gründet auf Männerhaß, kann daher den Empathiemangel gegenüber Männern grundsätzlich nicht beheben, wozu noch kommt, daß die biologischen Ursachen der Empathielücke vom Feminismus radikalisiert werden, wie meine Bücher nachweisen. Denn es gibt einen Ausschlußmechanismus gegenüber als Verlierer wahrgenommenen Männern; Feminismus sorgt dafür, daß eine sehr viel größere Zahl Männer von diesem evolutionären Ausschlußmechanismus betroffen wird, weil Ansehen und Status relativ zu Frauen sinken. Hinzu treten noch die Folgen von Anfeindungen, Umerziehung, Gesetzen u.s.w.

Abträglich ist auch die Ausgrenzung ganzer Kategoriën von Männern, die von Feminismus und ausufernder weiblicher Selektion unterdrückt und gleichzeitig verteufelt werden, weil ihnen gegenüber ein Totalausfall von Empathie eingetreten ist, ein zentraler, unsre Gesellschaft prägender Schaden, der alle Lebensbereiche und Debatte korrumpiert. Der Abwehrreflex, sich von InCel zu distanzieren, um sich gegen falsche Vorwürfe zu schützen, ist schädlich. Es gilt, die Empathieblockade gegenüber männlichen Verlierern, einschließlich InCel und anderen Gruppen Betroffener, zu knacken. Das ist der Schlüssel. Solange Empathie und Problembewußtsein fehlen, kann sich nichts bessern.

Daher gilt es, sämtliche feministischen Annahmen, Denkweisen und Begriffe zu überwinden, die zentrale Emapthielücke bewußt zu machen und einen gänzlich neuen Ansatz für gute Geschlechterbeziehungen vorzustellen.

Fußnoten

1 https://allesevolution.wordpress.com/2019/08/06/sechs-thesen-wie-der-feminismus-von-morgen-sein-muss/

2 «Compared with many primates, humans have a high propensity for proactive aggression, a trait shared with chimpanzees but not bonobos. By contrast, humans have a low propensity for reactive aggression compared with chimpanzees, and in this respect humans are more bonobo-like. …
In most species proactive aggression is rarer than reactive aggression …
Reactive aggression presents a different distribution. In this case chimpanzees and bonobos both show more aggression than humans. … that is, two to three orders of magnitude less than in chimpanzees and bonobos (80).
These points suggest that the unusually low human propensity for reactive aggression results at least partly from an evolved down-regulation that occurred in the second half of the Pleistocene.» (https://www.pnas.org/content/115/2/245)

© 2020 Jan Deichmohle

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