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Denker und Dichter

Schlagwort: Evolutionsbiologie

Verblendete an der Macht

Verblendete an der Macht

Überall in der feministischen Gesellschaft sind Verblendete an der Macht, auch im traurigen Häuflein vermeintlicher ‚Männerrechtler’, die feministischen Grundlagen auf den Leim gegangen sind.

Christian von ALLES EVOLUTION, der leider von moderner Evolutionsbiologie wenig verstanden hat, viele Fakten sammelt, aber nicht zusammensetzen kann, zitiert die von Feministinnen seit 10 Jahren massiv unterwanderte Wikipedia:

«In rechten Kreisen hört man immer wieder diverse Verdrängungstheorien. Aus der Wikipedia: Infolgedessen käme es in absehbarer Zeit zu einem „Untergang Europas” oder einem „Genozid”.

Gerne wird es auch kombiniert mit „Die Ausländer nehmen uns die Frauen weg” oder anderen Äußerungen dieser Art. … Zum einen wird ja gerade nicht „Ersetzt”. Es wird allenfalls „ergänzt”. Denn die Leute, die jetzt schon da sind, bleiben ja auch da. Sie bekommen nach wie vor Kinder und leben ihr vollkommen normales Leben. Zudem ist die Zuwanderung ja immer noch relativ gering.»1 (Allesevolution)

Leider ist Christian von Verblendung geschlagen. Neulich zitierte ich einen wissenschaftlichen Artikel, in dem stand, der Genabschnitt, welcher es fast allen autochthonen Europäern erlaubt, auch als Erwachsener Milchzucker zu verdauen, unterliege der stärksten positiven Selektion im ganzen Genom, mit einem bescheidenen Vorteil von 1,06 Kinder mit Laktasetoleranzgen zu 1 Kind mit einem Laktaseintoleranzgen. Die Geburtenrate autochthoner Bevölkerung zu migrantischer beträgt 1 : 2. Die Wirkung einer solchen Zweierpotenz binnen weniger Generationen, in denen sich voraussichtlich wenig an diesem Verhältnis ändern wird, liegt auf der Hand für jeden, der rechnen kann und will.

In derzeitiger Hysterie gelten mangelnde Denkbereitschaft, Unwillen Nachzurechnen und Abneigung, Sachverhalte und Zusammenhänge zu erkennen, die der eigenen Gesinnung im Umfeld des ‚Kampfes gegen rechts’ widersprechen, als Tugenden. Man stimmt nicht dem zu, der scharfe Schlüsse zieht, neue und klare Argumente vorträgt, sondern dem, der mit schwammigen Äußerungen bestehende Überzeugungen und Gefühle bestätigt.

Angesichts dieser Zahlen und des Zerfalls etlicher Länder in Problemviertel, in denen Clans und wachsende Minderheiten die schwindenden Ureinwohner nicht nur verdrängen, sondern bereits bedrängen, ist sein Reden von „vollkommen normalem Leben” naive Dummschwätzerei.

Zum Nachrechnen ist er zu voreingenommen. Denn er hält es für ein rechtes Vorurteil, Fremde würden unsren Männern Frauen wegnehmen, was offenbar auf mich bezogen ist, weil so etwas sonst kaum jemand offen zu äußern wagt. Das Geschlechterverhältnis Mädchen : Jungen in jungen Jahrgängen ist bereits katastrophal. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß auch ohne Zuzug bereits ältere und jüngere Männer um Frauen und Mädchen fruchtbaren Alters konkurrieren, außerdem weibliche sexuelle Selektion einen wachsenden Anteil Jungen und Männer aussortiert, und zwar nach ziemlich albernen Kriterien, meist nämlich Körpersignalen, die recht vorhersagbar entscheiden, wer eine Chance erhält und wer nicht.

Vor einigen Jahren betrug dieses Verhältnis bereits 1,25 : 1 für Jungen : Mädchen. Durch weiteren Zuzug ist es schlimmer geworden. Polygamie auf Seiten der Zuzügler, nicht aber bei autochthonen Bürgern, verschärft dies allein aus numerischen Gründen weiter.

Das Ergebnis ist in allen Städten des Landes augenfällig zu sehen. Christian erweist sich damit als typisch empathiegeschädigt, denn für verdrängte Jungen und Männer, die Richtung Incel, Kuckold oder kinderlosem Mann abgedrängt werden, ist das die biologisch schlimmste Katastrophe, die ihnen angetan werden kann.

Damit das männliche Filter funktioniert, dürfen männliche Verlierer kein Mitgefühl erhalten; Frauen jedoch werden wie Kinder und Mütter in der Wahrnehmung bevorzugt, erhalten bei Geschrei oder Protest sofort Hilfe – das ist der Grund, weshalb Feministen in allen Wellen rasch siegreich waren. Dieser Reflex bedeutet, daß das Leiden verdrängter Jungen und Männer übersehen, geleugnet, relativiert oder sonstwie abgetan wird: nicht nur von Feministen, sondern auch von tragischen Figuren wie Christian, die Männern letztlich mehr schaden als Feministen. Denn bei Feministen sieht jeder, der nicht verblendet ist, daß sie Männern schaden. Wenn nun vermeintliche Männerrechtler wie Christian dasselbe tun und Männern damit schaden, ist das noch viel schlimmer, ja geradezu pervers, weil Männer dann von ihren eigenen Interessensvertretern kaputtgemacht werden.

Diese Szene von Pseudomännerrechtler hat jahrelang den Durchbruch meiner Bücher und der in ihnen enthaltenen Argumente hintertrieben. Sie verstehen wenig, lesen vielleicht viel Faktenwissen an, ohne aber die entscheidenden Zusammenhänge zu erkennen, haben meinen Blog ebenso abgehängt wie meine Bücher, die fast nirgendwo in der Blogroll oder sonst erwähnt sind. Meinen Büchern hat das angesichts der ohnehin bestehenden Blockade offizieller und feministischer sowie linker Kanäle jede Chance genommen.

Dann behauptet er, es werde nicht ‚ersetzt’, sondern ‚ergänzt’. Darin ist er der typische Regimeling, der in falschen Kategorien denkt und daher nicht verstehen kann, ja nicht einmal sieht, was vor seiner Nase geschieht.

Es wird auch in vielen Jahrhunderten noch die schwarzen Völker Schwarzafrikas geben. Es wird Chinesen und Japaner geben. Aber Völker, die uns gleichen, und das nicht nur äußerlich, wird es aufgrund dieser Masseneinwanderung nicht mehr geben. Wie Feministinnen und andere Regimelinge klebt Christian da an vorgefaßten Sichtweisen, die es kaum zulassen, aus ihnen herauszudenken.

In anderen Büchern erwähnte ich Studien, wie es sowohl bei ethnischen Ostasiaten, als auch bei ethnischen Europäern, unabhängig von Geburtsland und sozialer Schicht unterschiedliches Verhalten von Neugeborenen gibt. Auch der schwarzafrikanische Raum zeigt typische Eigenschaften bei Neugeborenen. Das ist offenbar nicht erlernt oder kulturell überliefert; Kultur wächst eher auf Grundlage der jeweilig verbreiteten Neigungen. Ostasiaten und Europäer hatten nicht nur verschiedene Reaktionen von Neugeborenen, sondern auch bei Müttern, und zwar passend zu den Neigungen und Bedürfnissen der Säuglinge, die mit den Müttern ein Mutter-Säuglingspaar bildeten.

Übrigens waren bei Römern wie bei etlichen anderen Südländern Kinder schon in der Antike mit zwölf geschlechtsreif, Germanen mit achtzehn. Noch in der Barockzeit konnten 17jährige mit entsprechend mehr Übung und Durchblick Sopran singen. Heute haben wir ein zunehmendes Problem mit verfrühter Pubertät.

Denksportaufgabe: Was bedeutet das für Masseneinwanderung, und die jeweilige einst ansässige Kultur? Aufgrund der üblichen Voreingenommenheit wird von Personen, die in heute offiziellen Denkkategorien verankert sind, keine gescheite Antwort kommen, weshalb alle Fragen verrissen werden, die sie nicht beantworten können.

„Zudem ist die Zuwanderung ja immer noch relativ gering.”

Oh Christian, wenn 1,06 : 1 die stärkste positive Selektion im menschlichen Genom ist, die unsre Anlagen in Punkte Laktase binnen 3000 Jahren umgekrempelt hat, wird ein sehr viel krasseres Verhältnis von 2 : 1 wohl sehr viel rascher zuschlagen, wie sich leicht nachrechnen ließe.

„Genozid” – Christian hat offenbar auch nicht gelesen, wofür China in Tibet verurteilt wurde. Bei Tibetern ist es Genozid, bei Deutschen nicht. Er hat wohl auch nicht berücksichtigt, wie evolutionäre Kräfte bei biologischer Kriegsführung ähnlich wirken wie bei der jetzigen Masseneinwanderung. Männer und Jungen sind überall Kräften ausgesetzt, die ihnen schaden: Feministen. Von feministischer Gesellschaft verzogene Mädchen, die egoistisch und empathiearm gegenüber ihnen sind, überhöhte Ansprüche stellen, viele abwimmeln, andere ausnützen. Medien und Politik, die seit Jahrzehnten radikalen Feminismus bei uns und im Rest der Welt aufzwingen, wie mein Buch „Die Genderung der Welt” aus Originalquellen bewiesen hat. Zum Schluß gibt es noch vermeintliche Männerrechtler, die selbst in gleichheitsfeministischen oder linken Kategorien denken. Arne Hoffmann verweigert seit 20 Jahren einen Link auf Blog oder Bücher. Andere verstehen Evolution nicht und zeigen Empathieversagen gegenüber Männer.

Christian hat nicht überlegt, wie das gesamte einst christliche Nordafrika überrannt wurde. Noch vor wenigen Jahrhunderten war Ägypten mehrheitlich koptisch-christlich, ebenso war der Libanon christlich. Die Zuwanderung war erfolgreich: der libanesische Bürgerkrieg ist berüchtigt. Die Türkei war einst ein christliches Siedlungsgebiet, vor allem ionische Griechen und Armenier, außerdem assyrische Christen. Nach Zuwanderung, Jahrhunderten der Benachteiligung und Pogrome ist es islamistische Türkei; die Armenier werden vom „vollkommen friedlichen Weiterleben” kaum zu überzeugen sein.

Wenn unsere Vorfahren mit einer Zeitmaschine ins Mittelalter gelangt wären, hätten sie ihre Nachkommen wohlauf und ihnen selbst ähnlich vorgefunden, wären zufrieden gewesen, sich erfolgreich fortgepflanzt zu haben, weil ihnen ähnliche Nachkommen noch im Lande leben. Genetiker fanden anläßlich ihrer Untersuchung gar Übereinstimmung der broncezeitlichen Bevölkerung mit Alteingesessenen von heute. Im 19. Jahrhundert hätten die Vorfahren mit der Zeitmaschine sich schon etwas schwerer getan, ihre Nachkommen zu entdecken, aber noch etliche gefunden. Sollten sie in 500 Jahren hier vorbeischauen, werden sie erschrecken und glauben, auf dem falschen Kontinent gelandet zu sein. Bestürzt werden sie das Scheitern ihrer Nachfahren beklagen, denen sie mit viel Fleiß aufgebaut und hinterlassen haben, was diese unwürdig verschleuderten.

«Zudem würde sich „das deutsche Volk” bei dem gegenwärtigen Stand ebenso verringern, wenn alle Ausländer nicht da wären. Denn auch ohne Ausländer würden sie nicht mehr Kinder bekommen.» (a.a.O.)

Christian spekuliert ein wenig dumm. Auch Japan überaltert und schrumpft vermutlich. Doch das ist nicht tragisch. Japaner wird es wohl auch in tausend Jahren noch geben. Sie haben eine Insellage und lassen nur sehr wenige hinein. Die Kriminalität scheint so gering zu sein, daß eine verlorene Geldbörse meist zurückgebracht wird, ohne daß etwas fehlt. Der Zusammenhalt einer monoethnischen Kultur ist besser. Wenn in einigen Generationen die japanische Gesellschaft wieder Lust auf mehr Kinder hat, können sie sich vermehren. Langfristig ist dann nichts geschehen. Selbst nach einem Rückgang auf 100.000 Einwohner bei einer Katastrophe könnte sich ein isoliertes Land im Laufe der Zeit wieder erholen, aber nicht, wenn es von anderen überrannt wurde.

Bei uns aber haben wir uns selbst abgeschafft. Es wird keine uns gleichenden Nachkommen mehr geben dann. Jede Kinderförderung wie Kindergeld arbeitet jetzt gegen uns, wird nämlich von Zuzüglern abgegriffen, die im Durchschnitt doppelt so geburtenfreudig sind, und lockt aus aller Welt noch mehr in unser großzügiges Sozialsystem. Eine Hilfe, die wirklich die eigenen Kinder vermehrt, nicht die Vermehrung fremder anheizt, ist mit rechtsstaatlichen Mitteln kaum noch möglich, so schlecht funktioniert ein multikultureller Staat im Ungleichgewicht.

Wer so naiv räsonniert, beschleunigt den Niedergang, den er nicht sieht und als rechtes Hirngespenst abtut. Sein Vorstellungsvermögen ist entweder schlecht, oder er ist so voreingenommen, daß er aus Widerwillen keine logischen Schlüsse ziehen kann, die seine gefühlige Überzeugung drastisch widerlegen würden. Auch darin gleichen viele heutige, in der feministischen Gesellschaft gefühlig verzogenen Männer den Feministen, bis in die Männerszene.

«Wenn er für Frauen nicht interessant ist, dann wird das seine Gründe haben und eine Verminderung intrasexueller Konkurrenz zu fordern» (a.a.O.)

Hier fällt Christian nicht nur allen Inceln, sondern einer ganzen Generation Männern in den Arm, die unter der schon aus numerischen Gründen – nebst weiteren, ebenfalls wichtigen Gründen – real existierenden Verdrängung leiden. Das gleiche Argument, nur etwas gehässiger formuliert, ist die übliche Standardantwort von Feministen (männlich wie weiblich) gegen jeden Incel oder Unterstützer von Inceln, der sich zu Wort meldet.

Christian besitzt damit die Frechheit, den Betroffenen die Schuld zu geben. So etwas ist Arschlochverhalten. Bereits numerisch kann es nicht aufgehen. Die Ansprüche von Mädchen werden immer überzogener. Wie meine Recherche über Pick-Up und Flirtlehre ebenso bestätigte wie Evolutionsbiologie, sind die Auswahlkriterien von Mädchen heute, bei vom Feminismus entfesselter sexueller Selektion, extrem oberflächlich, auf Körpersignale und sich in diesen unbewußt spiegelnden sozialen Rang ausgelegt. Auch die erfolgreichen PuA wissen, daß sich 90% der Männer, die keine feste Partnerin haben, heute sehr schwer tun. Nur Christian weiß es nicht und tritt nach. Pfui.

«Noch schlimmer, wenn derjenige einen derart passiven Weg wählen muß und nicht anderweitig verdeutlichen kann, daß er die bessere Wahl ist.» (a.a.O.)

Das ist die Arroganz der Erfolgreichen sowie derer, die sich für erfolgreich halten, und oft gar nicht wissen, wie das Leben wirklich Erfolgreicher aussieht.

So sehen es Incel, die merken, als ‚langweilig’ und ‚häßlich’ eingestuft zu werden von Mädchen, was aber lediglich heißt, daß ihre Körpersignale nicht die des brutalen Siegers, sondern des wohlerzogenen, netten Betamannes sind. Die Graphen hier beziehen sich auf die USA; in Westeuropa dürfte die Entwicklung noch schlimmer sein als in den USA, wo Einwanderung einen sehr viel geringeren Anteil an der Bevölkerung ausmacht als bei uns.

Weiterhin preist Christian, wie es heute ‚politisch korrekter’ Denke entspricht, die Vermischung. Andere sagen, fremde Gene seien gut. Schäuble warnte vor ‚Inzucht’. Das ist ein unterschwelliger Masochismus, der weit verbreitet ist und die Instinkte vieler Zeitgenossen verbiegt.

Die tieferen Unterschiede zwischen Kulturkreisen werden nicht sofort sichtbar; es bleiben tiefsitzende Quellen möglichen Mißverständnisses. Aufgabe des Lebens ist es, sich leiblich fortzupflanzen in Nachkommen, die ähnlich sind. Bei ständigem massiven Zustrom von außen verdünnen sich die eigenen Anlagen rasch. Bei einer Potenz von 2 : 1 braucht es nur wenige Generationen für irreparablen Totalschaden. Leute wie Christian, die das übliche Denken aufgesogen haben, können das mit ihren die Wirklichkeit nicht fassenden Kategorien nicht sehen. Wir gehen gerade den Weg des griechisch-orthodoxen Kaiserreichs von Byzanz zur islamistischen Türkei, nicht nur religiös und kulturell, sondern auch was die reale Verdrängung angeht.

Eine einzige Generation, die bei der Fortgabe des Lebens versagt, kann eine Gemeinschaft untergehen lassen, ob wir das auf der Ebene eines Menschen, einer Familie, eines Stammes, Volkes oder von Ethnien betrachten. Die heutige Generation besteht zu großen Teilen aus solchen Versagern, weil sie von der feministischen Gesellschaft instinktverwirrt wurde, was auch etliche jener betrifft, die sich eigentlich gegen Feminismus wehren wollen.

Lest die Bücher, brecht die Blockade. Ich habe wirklich fast alle gegen meine Bücher: Feministen, die politisch Korrekten, bis hin zu vermeintlichen Männerrechtlern, die in feministischer und PC-Denke feststecken, und Rechten, die mit einem rechten Feminismus oder der islamisierungskritisch gewordenen Alice Schwarzer liebäugeln.

Fußnote

1 https://allesevolution.wordpress.com/2020/10/03/aussterben-der-weisen-rasse-der-grose-austausch-und-ahnliche-verdrangungstheorien/

Raben und Männerhaß

Raben und Männerhaß

Normalerweise schreibe ich über Sachverhalte, die ich beweisen kann. Heute laßt uns ein wenig spekulieren, weil die Gedanken bedenkenswert und einer Überprüfung wert sind.

Alle menschlichen Instinkte haben ihren Sinn, sonst gäbe es sie nicht: sie sind überlebenswichtig. Unser Verstand hat – bis auf absichtlich schiefe Wahrnehmung von Geschlechterfragen – weitgehend freie Bahn erhalten im Laufe der Evolution. Wo es noch Instinkte gibt, sind diese wichtig. Das gilt für alle Instinkte, auch solche, die moralisch verdammt werden.

Schon im Mittelalter galten mehrere instinktive Haltungen als Laster und wurden moralisch verdammt. In den letzten Generation, besonders kraß seit 1968, wurde das Moralisieren verstärkt. Dagegen halte ich provokativ: Gäbe es Neid und Eifersucht nicht, die seit dem Mittelalter als Laster gelten, so wären wir zufriedene Kuckolde, deren Frauen von andern geschwängert werden, weshalb unsere Gene in der nächsten Generation ausgestorben und durch die sich weniger dumm verhaltener Männer ersetzt worden wären. Mag sein, daß Feministen, Grüne und Linke mit ihrem ideologischen Moralisieren genau das gerade verursachen. Doch für solche Fälle gibt es Instinkte, die nicht böse sind, sondern überlebenswichtig, falls sie benötigt werden. Besser ist natürlich, es entsteht gar nicht erst eine Zwangslage, die solche Instinkte weckt, die moralisch nicht ganz grundlos in zivilisierten Verhältnissen als ‚nieder’ gelten. Doch in zivilisierten Verhältnissen darf auch niemand betrogen und zum Aussterben verdrängt werden.

Überall ereifern sich Moralisten gegen sogenannte ‚Haßreden’. Zunächst fällt auf, daß die Moralisten selbst die Hasser sind. Die AA-Stiftung, die über ‚Haß’ wachte, hatte Personal, das Bomben auf Dresden wünschte, den Feuersturm feierte, der vermutlich Hunderttausende deutsche Vertriebene oder echte Flüchtlinge aus Breslau in so feine Asche zerstäubte, daß ihre Leichen nicht mehr vorhanden waren und daher auch nicht gezählt werden konnten. „Mach’s noch einmal, Harry” wünschte die ‚Haßwächterin’ Julia Schramm, oder Deutschland zum Ackerboden zurückzubomben. So extremer Haß gehört normalerweise als Straftat und Volksverhetzung vor Gericht. Doch unser krankes Unrechtssystem entschied, daß sich Haß nicht gegen Deutsche, sondern nur gegen vermeintliche ‚Minderheiten’ richten könne. Solcher Haß ist wirklich von übel.

Stattdessen wurden Kritiker, die sachliche Argumente brachten, fälschlich des Hasses bezichtigt, weil sie einige rote Linien linksgrünfeministischer Denktabus überschritten hatten – Linien, die ständig weiter nach links außen verschoben werden, so daß bald alles außer linksradikal als ‚Haß’ und ‚rechts’ gilt, worauf immer noch keine Einheitsmeinung hergestellt wäre, sondern sich die Linksextremisten gegenseitig zerfleischen würden. Es läuft also genau verkehrt herum: Die AA-Stiftung müßte wegen Haß belangt werden, nicht Oppositionelle.

Doch was ich bisher beschrieb, ist Mißbrauch des Hasses. Seit Generationen wird eine weltfremde Utopie „Liebe, Friede, Eierkuchen” gepredigt. Bewegungen, die voll darauf abfuhren und damit scheiterten, waren die Hippies, später Linke, Grüne und Feministen, die jedoch zu jeder Zeit selbst große Hasser aller Andersdenkender waren, die Idee also nur demagogisch mißbrauchten.

Die Ideologie „Frieden, Liebe” ging in die Gesamtgesellschaft und den Alltag ein. Natürlich will jeder gesunde Mensch Frieden und Liebe, doch die Ideologie ist eine dysfunktionale Utopie. Wer von feindlich gesinnten Kräften angegriffen, mit Krieg überzogen oder wie jetzt demographisch überrannt wird, ist nicht überlebensfähig, wenn er sich nicht wehren kann. Ohne Erkennen eines Feindes als Feind ist Gegenwehr und damit Überleben unmöglich. Im bewaffneten Krieg braucht es sogar mehr als nur ein Erkennen der Feinde, also ein Feindbild: ohne Haß ist es unmöglich, zum Töten entschlossene Horden zu besiegen und so das eigene Leben sowie das der Familie, Kinder und der seinen zu retten. Sogar der nicht ohne Grund in guten Zeiten schlecht angesehene Haß kann also ein lebenswichtiger Instinkt sein, ohne den nicht nur das Individuum, sondern auch seine Kinder und Familien sterben.

Nach diesem Caveat „Hütet euch zu moralisieren” und „Legt keine überlebenswichtigen Instinkte lahm” kommen wir nun zum Thema Raben und Männerhaß. Ausnahmsweise habe ich bislang keine Beweise aus der Evolutionsbiologie, doch scheint mir die Idee triftig genug, um sie zu beschreiben und eine Untersuchung anzuregen.

Bei Konrad Lorenz las ich als Jugendlicher, wie Rabenvögel, zu denen auch Krähen gehören, instinktiv reagieren, um verletzte Artgenossen zu retten, tote aber zu rächen, um so ein Tier, das Rabenvögel tötet, davon abzuhalten, es wieder zu tun. (Das weist auch auf den Sinn der ebenfalls verfemten Rache hin: Sie dient der Abschreckung, ein Verbrechen nicht zu wiederholen.)

Rabenvögel sind intelligente Tiere. Konrad Lorenz hatte einige selbst aufgezogen, galt für sie also als Vater und Freund. Er beobachtete nun, daß die Tiere kollektiv krächzten, wenn sie jemanden mit etwas schwarzem sahen. Rabenvögel sind selbst schwarz und unterstellen instinktiv, das schwarze Ding sei ein verletzter Artgenosse, den es zu retten, oder ein toter Artgenosse, den es zu rächen gelte. Dabei kommt es nicht auf die Form an. Es mag ein schwarzer Hut, eine schwarze Badehose oder ein schwarzer Regenschirm sein – der Instinkt wird in allen Fällen gleichermaßen ausgelöst. Obwohl Rabenvögel intelligent genug sind, zu bemerken, daß jenes schwarze Objekt gar kein Tier, Vogel, und schon gar kein Artgenosse ist, wird ihr Instinkt zuverlässig angesprochen, und kann von ihrem Erkennen der Person und des schwarzen Objekts nicht ausgeschaltet werden.

Das brachte auch Konrad Lorenz in schwierige Lagen. Denn sogar Vögel, die er selbst großgezogen hatte, die ihm als Freund vertrauten, haßten ihn an, wenn er vor ihren Augen einen schwarzen Regenschirm trug oder ein schwarzes Ding in der Hand hatte. Wenn einige Vögel mit dem krächzenden Anhassen beginnen, fallen alle anderen instinktiv ein. Der evolutionäre Sinn dürfte sein, daß die Schar der Rabenvögel den vermeintlichen Freßfeind erschreckt und vertreibt. Geschieht das einer Person mehrmals bei denselben Vögeln, findet bei diesen ein Lernprozeß statt, der das Anhassen mit dieser Person fest verknüpft. Künftig wird diese Person immer angehaßt werden, auch wenn sie nichts schwarzes trägt. Ihre Züge haben sich für alle Zeit als vermeintlicher Feind in ihr Gedächtnis eingebrannt.

Der Haß der Rabenvögel legt also ihren Verstand lahm und schafft dauerhafte Feindbilder, die auf falscher Deutung beruhen können. Selbst wenn die Rabenvögel wissen, daß es irgendein menschliches Objekt, aber kein Rabenvogel ist, was da schwarz glänzt, wird der Instinkt des Hasses ausgelöst und bei Wiederholungen unauflösbar mit der Person verknüpft. Kommen weitere Rabenvögel hinzu und hören das Anhassen einiger Artgenossen, die jenes Anhassen früher einmal erlernten, so werden sie angesteckt, krächzen mit, und lernen die Person ebenso für alle Zeiten als Feind einzustufen.

Was wir sehen ist der Amoklauf eines Instinktes, der im Kern sinnvoll und überlebensfördernd war, allerdings wider die tierische Vernunft an falsche Objekte des Hasses verknüpft wurde.

Bis hierhin ist meine Darstellung wasserdicht. Nun folgt meine Spekulation, die ich auf eigene Beobachtung wütender Frauen in der zweiten (und späteren) feministischen Welle gründe. Ich postuliere, daß es bei Frauen einen Instinkt gibt, mit dem sie unter natürlichen Bedingungen ihre Kleinkinder vor bedrohlicher Gewalt schützen, die es normalerweise – in gesunden Verhältnissen – überhaupt nicht gibt. Deswegen tritt der Instinkt normalerweise auch nicht in Erscheinung. Gedacht hat ihn die Evolution für Extremsituationen wie Krieg, wenn marodierende Sieger sich nicht an Grundlagen menschlichen Anstands halten, den es in allen Kulturen gibt, bei uns in der Haager Kriegsrechtskonvention niedergeschlagen ist. Außer brutalen, entgleisten Kriegsgegnern wären extreme Psychopathen, die so rücksichtslos sind, daß sie sich an Säuglingen vergreifen, Ziel des Instinkts. In einer solch ungewöhnlichen Lage würden Mütter den Psychopathen oder Kriegsmörder forthassen. Ähnlich wie beim Hassen der Rabenvögel könnte sich dieses Forthassen mit der Person (beim Menschen aber auch mit einer ganzen Gruppe oder gar dem männlichen Geschlecht) verknüpfen, und das Erleben dieses Instinktausbruchs bei anderen Frauen jene anstecken, die es beobachten. Genau so tun es auch die Rabenvögel. Wer also einige Male angehaßt wird, gerät zur Zielscheibe des Forthassens bei immer mehr Frauen.

Ursprünglich war der Sinn des Instinkts, analog zu den Rabenvögeln, einen bösartigen feindlichen Krieger oder gefährlichen Psychopathen zu verscheuchen, damit er ihren Kindern nichts antun kann. Jedoch sind solche Instinkte animalisch und dumm, wie auch bei den Raben und Krähen.

Wenn es nun Feministen gelingt, ein solches Anhassen oder Forthassen von Männern auszulösen, kommt eine destruktive Eigendynamik ingang. Zunächst gab es keinen rationalen Grund für das Anhassen; ihre subjektive Betroffenheit lag an schiefer Wahrnehmung und falscher Deutung menschlicher Natur. Ist jedoch ein solcher starker und feindlicher Instinkt einmal ausgelöst, so läuft er wie ein Feuersturm von einer Frau zu nächsten weiter. So wie die Rabenvögel das Anhassen von anderen lernen – auch wenn längst kein schwarzer Gegenstand mehr bei der Person ist –, so lernen auch Frauen voneinander, Männer (möglicherweise auch als kollektive Gruppe von Kriegsfeinden) anzuhassen oder fortzuhassen, weil das in Urzeiten einmal evolutionär vorteilhaft war, nämlich Kinder schützte.

Nun ist es zwecklos, wenn du versuchst, mit Vernunft dagegen zu argumentieren. „He, halt mal. Das stimmt doch gar nicht! Ihr macht falsche Unterstellungen. Es ist widersprüchlich, was ihr sagt. Frauen tun das öfter Männern an als umgekehrt.” Solche Reden mögen die Wahrheit sein, sind aber vergeblich, wie alle wissen, die seit 1900 versucht haben, mit Feministen zu debattieren, ihren Anfeindungen, Utopien oder Kampagnen zu widersprechen. Besonders heftig ist es seit 1968, als die zweite Welle übrigens mit hörbarem Wutkreischen emotional kulminierte, was gut zu einem ausgelösten – fehlgeleiteten – Instinkt passen würde. Der Rabe ist außerstande, das Anhassen gegen seinen Freund und sozialen Vater Konrad Lorenz einzustellen, der ihn vom Küken an großgezogen hat; fast genauso unmöglich ist, eine wütende Feministin mit Argumenten zu überzeugen, daß sie sich irrt, ihre Anfeindung ungerecht ist.

Im Gegenteil, ein emotionaler Feuersturm forthassenden Instinkts fegte alle Männer fort, die mit kritischen Argumenten gegenzuhalten versuchten. Das haben wir bei allen feministischen Wellen erneut erlebt. Auch Frauen, die eigentlich keine Klagen hatten, wurden vom Vorbild ihrer streitsüchtigen Schwestern leicht angesteckt. Denn der Instinkt ist ansteckend, sollte ja kollektives Verscheuchen auslösen – freilich unter völlig anderen Bedingungen. Einem solchen Instinktmißbrauch durch Feministen ist kaum beizukommen.

Auch wenn ich bislang keine Beweise habe, erscheint mir die Deutung so viele Übereinstimmung mit unserer Erfahrung der letzten 50 Jahre zu bieten, daß wir sie überdenken und prüfen sollten. Alternativ könnte dieses Anhassen noch einen anderen evolutionären Sinn haben außer dem Schutz von Kleinkindern; vielleicht ist es ein Selbstschutz, was zwar zu Egozentrismus und Frauenfixiertheit des Feminismus paßt, andererseits aus evolutionärer Sicht etwas weniger stark wäre als ein Schutz von Kleinkindern.

Die Empathielücke

Die Empathielücke

Aus der grund­le­gend ver­schie­de­nen Fort­pflan­zungs­stra­te­gie von Män­nern und Frau­en, die für das Wei­ter­le­ben ih­rer Ge­ne ent­schei­dend ist, er­ge­ben sich star­ke Un­ter­schie­de be­reits in der Wahr­neh­mung, die von mo­der­ner Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie be­grün­det und er­klärt, von sta­ti­sti­schen Un­ter­su­chun­gen un­ab­hän­gig da­von ex­pe­ri­men­tell be­stä­tigt wur­den.

In der Evo­lu­ti­on ist Ziel von Frau­en, für ih­re Kin­der die an­schei­nend ‚best­mög­li­chen’ Ge­ne zu er­hal­ten, denn wenn ih­re Kin­der er­folg­reich sind, sind sie eher in der La­ge, selbst ge­sun­de Nach­kom­men in die Welt zu set­zen, ih­re An­la­gen da­mit fort­le­ben zu las­sen. Dar­um geht es im Le­ben, be­schrie­ben durch die Wis­sen­schaft vom Le­ben, der Bio­lo­gie: die ei­ge­nen An­la­gen zu er­hal­ten und ver­brei­ten. Wer das nicht tut, stirbt als Sack­gas­se des Le­bens und der Evo­lu­ti­on aus. Wer statt ei­ge­nen frem­de Kin­der hin­ter­läßt, ver­schwin­det. Des­halb ist der Kuckuck ab­schrecken­des Bei­spiel. Sol­ches Schick­sal droht aber Män­nern, nicht Frau­en, weil Mut­ter­schaft in der Na­tur si­cher ist, Va­ter­schaft aber nicht. Wor­aus folgt, daß Män­ner sich um ih­re Grup­pe küm­mern müs­sen. Soll­ten sie kei­ne ei­ge­nen Kin­der ha­ben, so sind die ge­bo­re­nen Kin­der ih­nen we­nig­stens ähn­lich, tra­gen et­li­che der ei­ge­nen Ge­ne wei­ter. Für männ­li­che Ver­lie­rer ist ein Ver­rat an der ei­ge­nen Grup­pe da­her schlimm, nimmt ih­nen das Fort­le­ben in Kin­dern noch stär­ker als die Kin­der­lo­sig­keit an sich. Frau­en da­ge­gen pro­fi­tie­ren von ‚gu­ten Ge­nen’, bei de­nen sich die Auf­zucht der Kin­der be­son­ders lohnt.

Des­halb sind Frau­en wäh­le­risch, dis­kri­mi­nie­ren ger­ne vie­le Män­ner, um von der ver­meint­lich be­sten Wahl ge­schwän­gert zu wer­den. Män­ner da­ge­gen freu­en sich ten­den­zi­ëll über die Ge­le­gen­heit – so sie nichts ko­stet –, Kin­der zu zeu­gen. Nur wenn sich meh­re­re Frau­en für sie in­ter­es­sie­ren, ha­ben Män­ner ei­ne se­kun­dä­re so­zi­a­le Wahl, und wäh­len dann ger­ne die ‚schö­ne­re’, ver­mut­lich frucht­ba­re­re Frau im frucht­bar­sten Al­ter (jung ge­nug, leicht schwan­ger zu wer­den, aber alt ge­nug für Mut­ter­schaft), die ih­nen mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit Kin­der ge­bä­ren wird – da die Na­tur nichts von Ver­hü­tung weiß.

Män­ner ver­su­chen, die Kri­te­ri­ën von Frau­en zu er­fül­len, um nicht dis­kri­mi­niert zu wer­den. Da­her stel­len sie sich mög­lichst vor­teil­haft dar. Im In­ter­es­se der Frau­en ist da­her, ‚Schum­me­lei­en’ beim Rang zu er­ken­nen.

«Die­ses männ­lich-po­la­ri­sier­te / weib­lich-zen­trier­te Mu­ster ist ein Grund, wes­halb Män­ner als be­vor­zugt und Frau­en als be­nach­tei­ligt be­trach­tet wer­den… Ei­ne durch­drin­gen­de Fehl­wahr­neh­mung zum Nach­teil von Män­nern kann er­war­tet wer­den, die der Not­wen­dig­keit ent­springt, Män­ner zu ‚re­gu­lie­ren’, um si­cher­zu­stel­len, daß sie nicht ver­su­chen, den se­xu­el­len Zu­gang zu über­schrei­ten, der ih­nen auf­grund ih­res Ran­ges er­laubt ist.»2 (Vom Ur­sprung der ge­schlecht­li­chen Kluft bei der ge­ne­ti­schen Fil­ter­funk­ti­on: Männ­li­che Be­nach­tei­li­gung, und wes­halb sie nicht wahr­ge­nom­men wird, Ste­ve Mo­xon, NEW MA­LE STU­DIES: AN IN­TER­NA­TI­O­NAL JOUR­NAL ~ ISSN 1839-7816 ~ VOL. 1, ISSUE 3, 2012, PP. 96-124, © 2012 AU­STRA­LI­AN IN­STI­TU­TE OF MA­LE HEALTH AND STU­DIES.)

Der Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­ge Steve Mo­xon hat­te dar­aus ge­fol­gert, daß Män­ner ‚re­gu­liert’ wer­den, da­mit sie sich nicht mehr Er­folg bei Frau­en an­ma­ßen, als ih­nen nach ih­rem ‚Rang’ oder ‚Er­folg’ – wie im­mer die­ser von Frau­en ge­ra­de de­fi­niert wird – zu­steht. Da­her ent­steht ei­ne Be­nach­tei­li­gung der mei­sten Män­ner be­reits in der Wahr­neh­mung.

Bei völ­lig frei­er Wahl sind es nach An­ga­ben von Ge­ne­ti­kern und Fe­mi­ni­sten höch­stens 20 Pro­zent Män­ner, die von Frau­en ge­wählt wür­den. Die an­de­ren 80 Pro­zent will kei­ne. Das paßt zu ei­nem Ver­hält­nis von Müt­tern zu Vä­tern, das laut ei­ner ge­ne­ti­schen Un­ter­su­chung in den letz­ten 60.000 bei et­wa 4,5 : 1 lag, nach äl­te­ren und wohl un­ge­nau­e­ren im­mer noch bei 3 : 1 oder 2 : 1. Die Aus­sa­ge der Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie ist da­mit durch meß­ba­re Zah­len be­stä­tigt.

Da­mit sol­che Un­ge­rech­tig­keit ge­gen­über Män­nern mög­lich wird, die nö­tig ist, da­mit gu­te von schlech­ten Ge­nen über Män­ner ge­siebt wer­den kön­nen, muß es al­so Me­cha­nis­men ge­ben, die je­ne Män­ner, die sich nicht fort­pflan­zen sol­len, in ein schlech­tes Licht rücken, ih­nen Mit­ge­fühl und Emp­a­thie ent­zie­hen. In ‚frei­er Wild­bahn’ oh­ne kul­tu­rel­len Aus­gleich wä­ren es min­de­stens 80 Pro­zent der Män­ner, die in un­se­rer Wahr­neh­mung un­gün­stig und ne­ga­tiv er­schei­nen, da­mit wir ih­nen Mit­ge­fühl und Emp­a­thie ent­zie­hen. Hät­te die Evo­lu­ti­on kei­nen sol­chen Me­cha­nis­mus ent­wickelt, könn­ten die ten­den­zi­ëll 80 Pro­zent Män­ner, die mehr oder we­ni­ger zu Ver­lie­rern der Se­lek­ti­on wer­den, sich über ihr un­ge­rech­tes Los be­kla­gen, auf die­se Wei­se Lie­be und Fort­pflan­zung er­schlei­chen.

Des­halb schiebt die Evo­lu­ti­on dem ei­nen Rie­gel vor, in­dem die al­ler­mei­sten Män­ner ne­ga­tiv und nach­tei­lig wahr­ge­nom­men wer­den. Der Be­griff ‚männ­li­cher Ver­lie­rer’ hat heu­te ei­nen ne­ga­ti­ven Klang, löst emo­ti­o­na­le Re­ak­ti­o­nen aus, läßt man­che Le­ser zu­rück­schrecken. Ge­nau das ist die Wir­kung des Me­cha­nis­mus, den ich ge­ra­de be­schrei­be. Ei­ne emo­ti­o­na­le Re­ak­ti­on von Le­sern wä­re Be­stä­ti­gung für die hef­ti­ge Wir­kung, die so­gar De­bat­ten über den Me­cha­nis­mus noch be­ein­träch­tigt.

Frau­en da­ge­gen sind frucht­bar und sol­len sich im Sin­ne der Evo­lu­ti­on fort­pflan­zen, denn da­von hängt Über­le­ben und Wohl­er­ge­hen der gan­zen Art, des Vol­kes, Stam­mes und der Ge­mein­schaft ab. Da­her be­vor­zugt un­se­re Wahr­neh­mung so­wohl klei­ne Kin­der, die noch un­selb­stän­dig sind, der Hil­fe und be­son­de­ren Rück­sicht be­dür­fen, da­mit sie ge­sund groß­wer­den kön­nen, als auch Müt­ter. Frau­en er­hal­ten ge­wis­ser­ma­ßen ähn­li­che Vor­tei­le wie Kin­der. Das ist der Grund, wes­halb wir seit Jahr­hun­der­ten Frau­en als ‚hilfs­be­dürf­tig’ und als ‚Op­fer’ wahr­neh­men. Es ist auch der Grund, wes­halb Fe­mi­nis­mus ent­stand: Ge­nau aus die­ser an­ge­bo­re­nen Wahr­neh­mungs­stö­rung her­aus, die ei­nen evo­lu­ti­o­nä­ren Sinn hat­te, so­lan­ge Men­schen in ‚wil­dem Zu­stand’ leb­ten.

Doch in ei­ner Kul­tur oder gar Zi­vi­li­sa­ti­on gilt das nicht mehr. Dort wer­den Frau­en und Kin­der zu­sätz­lich kul­tu­rell ver­sorgt und be­vor­zugt, wo­durch das Gleich­ge­wicht zu kip­pen be­ginnt. Weil al­le Zi­vi­li­sa­ti­o­nen al­ler Zei­ten – be­reits in der An­ti­ke – von die­ser an­ge­bo­re­nen Wahr­neh­mungs­ver­zer­rung be­trof­fen sind, wächst in je­der Zi­vi­li­sa­ti­on stän­dig die Frau­en­be­vor­zu­gung, bis das Un­gleich­ge­wicht so groß ist, daß die Ge­sell­schaft zu­sam­men­bricht, oder ei­ne bar­ba­ri­sche Epi­so­de die Ge­sell­schaft in ei­ne fer­ne Ver­gan­gen­heit zu­rück­wirft.

Beim Zu­sam­men­bruch pas­siert fol­gen­des: Weil die Be­vor­zu­gung der als ‚hilfs­be­dürf­ti­ge Op­fer’ wahr­ge­nom­me­nen Frau­en im­mer wei­ter steigt, sinkt im Ver­gleich da­zu das An­se­hen der Män­ner, bis die­se un­ter die Schwel­le ge­ra­ten, un­ter­halb de­rer die evo­lu­ti­o­nä­re Fal­le zu­schlägt: Die von pro­to­fe­mi­ni­sti­schen Be­stre­bun­gen im An­se­hen re­du­zier­ten Män­ner wer­den als ‚Ver­lie­rer’ an­ge­se­hen, ge­hö­ren nicht mehr zu den bei frei­er Wahl höch­stens 20 Pro­zent Ge­win­nern. Die­se An­tei­le sind je­doch nicht fest. Ei­ne Kul­tur kann al­len tüch­ti­gen Män­nern Ge­win­ner­sta­tus ge­ben, der ih­nen dann von Fe­mi­ni­stin­nen ge­nei­det wird. Bricht die Kul­tur an über­mä­ßi­ger Frau­en­be­vor­zu­gung zu­sam­men, dann kön­nen fast al­le Män­ner wie Ver­sa­ger be­han­delt, al­so sämt­li­cher Emp­a­thie und al­len Mit­ge­fühls von Frau­en be­raubt werden. Ge­nau das ha­ben fe­mi­ni­sti­sche Wel­len ge­tan.

Fe­mi­ni­stin­nen hat­ten kei­ne Ah­nung von mensch­li­cher Na­tur und sol­chen Me­cha­nis­men der Evo­lu­ti­on, gin­gen auf­grund an­ge­bo­re­ner Wahr­neh­mungs­ver­zer­rung von völ­lig ir­ri­gen An­nah­men aus, ha­ben mit ih­ren Zie­len und Kam­pag­nen den Zu­sam­men­bruch evo­lu­ti­o­nä­rer und kul­tu­rel­ler Gleich­ge­wichts­me­cha­nis­men be­wirkt. Sie ha­ben an et­was her­um­ge­pfuscht, das sie nicht ver­stan­den, hy­ste­risch falsch deu­te­ten.

Der Scha­den nach der er­sten fe­mi­ni­sti­schen Wel­le wur­de mit links- und rechts­ex­tre­mi­sti­schen Ide­o­lo­gi­ën not­ge­flickt, die be­nutzt wur­den, Män­nern wie­der ein hö­he­res An­se­hen zu ver­schaf­fen. Das läßt sich hi­sto­risch be­stä­ti­gen. Kö­ni­gen wur­de in al­ter Zeit ge­hul­digt, d.h. zu­ge­ju­belt. Nach dem Zu­sam­men­bruch der al­ten Ge­sell­schaft fehl­te Män­nern sol­ches An­se­hen. Be­reits in den 1920­er Jah­ren hat­ten so­wohl Ju­gend­li­che Pro­ble­me mit Mäd­chen, als auch er­wach­se­ne Män­ner und Fa­mi­liën­vä­ter, die von Frau­en be­reits da­mals ge­winn­brin­gend ent­sorgt wur­den, wie in „Ide­o­lo­gie­kri­tik am Fe­mi­nis­mus” do­ku­men­tiert. Da­mals ent­stand aus die­sem Grun­de die er­ste „Li­ga für Män­ner­rech­te”, die sich um ab­ge­zock­te Män­ner sorg­te. Nach­dem Män­ner nun ein oft Nichts wa­ren, Ver­lie­rer, die Hä­me und Spott eher er­hal­ten als Lie­be und Fort­pflan­zung, wa­ren es so­wohl Kom­mu­nis­mus als auch Fa­schis­mus, die wie­der ei­nen Zu­stand schu­fen, in dem Mäd­chen und Frau­en be­gei­stert kreisch­ten. In ir­ra­ti­o­na­ler Wei­se ent­fes­sel­te sich ein In­stinkt: Frau­en wol­len star­ke Män­ner. Wenn Fe­mi­nis­mus Män­ner schwächt und ka­putt­macht, su­chen Frau­en sich ei­nen Er­satz, oft ei­nen sehr schlech­ten. Das kann dann im be­sten Fal­le ein Künst­ler sein wie die Beat­les oder Rol­ling Stones, bei de­nen ge­kreischt und ge­ju­belt wur­de, im schlech­te­sten ein fa­schi­sti­scher oder kom­mu­ni­sti­scher Füh­rer wie Hit­ler, Sta­lin oder Che Gue­va­ra.

Das nach dem Un­ter­gang der al­ten abend­län­di­schen Kul­tur schwin­gen­de Pen­del ziel­lo­ser Emo­ti­o­nen kann be­ob­ach­tet wer­den:

• Kö­ni­ge und Kai­ser – ge­mä­ßig­ter, kul­ti­vier­ter Ju­bel
♦ Ers­te fe­mi­ni­sti­sche Wel­le und Welt­krieg. Zu­sam­men­bruch, lä­cher­li­che Män­ner, die Hil­fe brau­chen, von Flap­pern und Frau­en der er­sten fe­mi­ni­sti­schen Wel­le aus­ge­nutzt und her­un­ter­ge­zo­gen wur­den.
• Dik­ta­to­ren – ent­glei­stes, po­li­tisch miß­brauch­tes Krei­schen, Fa­na­tis­mus
♦ Zu­sam­men­bruch, lä­cher­li­che Män­ner
• Pop­grup­pen – eben­falls ent­glei­ste Beat­le­ma­nia, Mäd­chen durch­bra­chen Po­li­zei­sper­ren, um ih­ren Ido­len na­he zu sein, fie­len krei­schend in Ohn­macht
♦ Zu­sam­men­bruch: Zwei­te fe­mi­ni­sti­sche Wel­le, die Män­ner wer­den an­ge­fein­det und mit Wut­krei­schen be­dacht statt vor­her seh­nen­dem Krei­schen der Beat­les­fans. Die zwei­te fe­mi­ni­sti­sche Wel­le hat To­tal­scha­den an­ge­rich­tet, das Pen­del um­ge­wor­fen, so daß wir seit­dem in die­sem Zu­stand fest­stecken.

Dies­mal sind es nicht Kai­ser und Kö­ni­ge, auch nicht Dik­ta­to­ren oder Pop­stars, de­nen Frau­en je­ne Emp­a­thie, Lie­be und Fort­pflan­zungs­er­laub­nis schen­ken, die sie den zu ‚Ver­lie­rern’ ab­ge­stürz­ten ein­hei­mi­schen Män­nern ent­zo­gen ha­ben, son­dern ‚po­li­tisch kor­rek­te’ Min­der­hei­ten und ins­be­son­de­re Mi­gran­ten. Der Mi­gra­ti­ons­wahn hat mit der fe­mi­ni­sti­schen Per­ver­si­on zu tun, die neue star­ke Män­ner braucht, die sie an­him­meln und im Ex­trem­fall be­ju­beln kön­nen, nach­dem die ei­ge­nen vom Fe­mi­nis­mus ka­putt­ge­macht wur­den.

Das al­les folgt aus der Wahr­neh­mungs­ver­zer­rung, die beim Men­schen an­ge­bo­ren ist. Fe­mi­nis­mus ist Fol­ge die­ser Wahr­neh­mungs­stö­rung. Fe­mi­nis­mus hat von An­fang an Un­recht, das ge­naue Ge­gen­teil des nö­ti­gen ge­tan. Fe­mi­nis­mus ist ein Irr­tum und der Un­ter­gang je­der Zi­vi­li­sa­ti­on.

Üb­ri­gens gibt es Be­wei­se für das, was die Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie als all­ge­mei­nes Prin­zip na­he­legt und er­klärt. Mas­si­ve Be­vor­zu­gung von Frau­en und Be­nach­tei­li­gung von Män­nern wur­de ex­pe­ri­men­tell nach­ge­wie­sen, ist ei­ne vor­führ­ba­re Tat­sa­che. In ei­nem Ex­pe­ri­ment wur­den ein Jun­ge, ein Mäd­chen, ein Hund und ei­ne Kat­ze in ei­ner Not­la­ge ge­zeigt. Als er­stes hielt je­mand an, dem Mäd­chen zu hel­fen, als zwei­tes dem Hund, der drit­te half der Kat­ze. Nur der Jun­ge blieb üb­rig. Nie­mand hielt an, ihm zu hel­fen. So­gar Haus­tie­re er­hal­ten mehr Emp­a­thie als Jun­gen oder Män­ner.

Auch laut die­ser Stu­dië zählt das Lei­den von Frau­en mehr als das von Män­nern, wird stär­ker be­ach­tet, löst mehr Hil­fe aus.

Nicht nur evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gisch kann art­über­grei­fend bei Mensch und Tier1 fest­ge­stellt wer­den, daß Frau­en Män­ner dis­kri­mi­nie­ren, nicht um­ge­kehrt. Das wur­de eben­falls im wis­sen­schaft­li­chen Ex­pe­ri­ment un­ab­hän­gig be­ob­ach­tet.

Nach­ge­wie­sen wur­de, daß der re­pro­duk­ti­ve Er­folg von Män­nern sehr viel va­ri­ab­ler ist als bei Frau­en. Das be­stä­tigt ex­pe­ri­men­tell die the­o­re­ti­schen Aus­sa­gen der Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie. Es paßt auch zah­len­mä­ßig ge­nau zur wäh­le­ri­schen Ten­denz von Frau­en. Wenn auf 4,5 Müt­ter nur 1 Va­ter kommt, der sich im Gen­pool der Mensch­heit heu­te nach­wei­sen läßt, so be­deu­tet das: Wenn sich fast je­de Frau frü­her fort­pflanz­te, et­wa gleich vie­le Jun­gen und Mäd­chen ge­bo­ren wer­den, so ha­ben sich et­wa 22 Pro­zent der Män­ner fort­ge­pflanzt. Gab es bei den Frau­en Aus­fäl­le durch Un­frucht­bar­keit oder Tod vor der Ge­burt, so ha­ben sich so­gar im Durch­schnitt we­ni­ger als 22 Pro­zent der Män­ner fort­pflan­zen kön­nen oder dür­fen. Die zah­len­mä­ßi­gen Aus­sa­gen über die Prä­fe­ren­zen von Frau­en („al­le wün­schen die glei­chen höch­stens 20 Pro­zent Män­ner”) pas­sen al­so gut zur tat­säch­li­chen An­zahl der Vä­ter, die ge­ne­ti­sche Spu­ren in un­se­rem Erb­gut hin­ter­lie­ßen.

Da­mit ha­ben wir für al­le grund­sätz­li­chen Aus­sa­gen mo­der­ner Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie ex­pe­ri­men­tel­le Be­stä­ti­gung.

Die Emp­a­thie­lücke ist rea­l und zen­tra­les Pro­blem ei­ner Ge­sell­schaft. Fe­mi­nis­mus ist die zer­stö­re­ri­sche Kraft, die solc­he Pro­ble­me bis zum Zu­sam­men­bruch ver­stärkt. Heu­ti­ger Ra­di­kal­fe­mi­nis­mus hat uns in ei­nen Selbst­haß ge­trie­ben, der im Un­ter­gang des Abend­lan­des und Selbst­aus­lö­schung kau­ka­si­scher Völ­ker zu en­den droht.

Dies war ein Auszug aus dem Buch „Die Unterdrückung der Männer”, der gestern ergänzt wurde. Holt euch das Buch, es lohnt sich!

Fußnote

1 bei den meisten Tierarten, aber allen uns näher verwandten

2 «This male-polarised/female-centring pattern is behind why males are regarded as advantaged and females disadvantaged… A pervasive misperception to the detriment of males would be expected to stem from the need to ‘police’ (to use the term as employed in biology) males to ensure they do not try to subvert the extent of sexual access they have by virtue of their ranking» (The Origin of the Sexual Divide in the Genetic Filter Function: Male Disadvantage and Why It Is not Perceived, Steve Moxon, NEW MALE STUDIES: AN INTERNATIONAL JOURNAL ~ ISSN 1839-7816 ~ VOL. 1, ISSUE 3, 2012, PP. 96-124, © 2012 AUSTRA­LI­AN INSTITUTE OF MALE HEALTH AND STUDIES.)

Suffrage für Männer!

Suffrage für Männer!

Wer die Idee vertritt, daß alle Menschen gleiches Wahlrecht im Leben genießen sollten, muß als erstes die grundlegende Wahl des Lebens, die neue Arten entstehen läßt und ihre Entwicklungsrichtung vorgibt, die darüber entscheidet, wer diskriminiert wird, von Liebe und Fortpflanzung ausgeschlossen seine Gene aussterben sieht oder in Kindern fortlebt, in gleichem Maße an Männer geben wie sie das weibliche Geschlecht seit der Entstehung der Zweigeschlechtlichkeit vor 750 Millionen Jahren bei den Arten unseres Stammbaumes genießt.

Denn die grundlegende Diskriminierung, die es gibt, ist die, von Sex und Fortpflanzung ausgeschlossen zu werden durch Frauen, die biologisch sexuelle Selektion ausüben. Männer haben höchstens dann eine sekundäre, nicht biologisch gegebene Wahl, wenn Frauen es in ihrer Männerdiskriminierung so übertrieben haben, daß es mehr suchende Frauen gibt als von ihnen selektierte Männer.

Männer sind das sexuell und bei Fortpflanzung diskriminierte Geschlecht. Weibliche Wahlmacht hat alle Geschlechtsunterschiede hervorgebracht. Die strukturelle Macht ist aus evolutionären Gründen weiblich. Der Hirsch muß große Geweihe jedes Jahr ausbilden, mit ihnen einen hohen Rang erringen, um bei Hirschkühen oder Hindinnen eine Chance zu haben. Auch männliche Hierarchien und männlicher Wettbewerb sind Folge weiblicher Wahl, also so ziemlich alles, was Feminismus fälschlich einem ‚Patriarchat’ in die Schuhe geschoben hat, eine Verschwörungstheorie, die Sündenböcke schaffte, um eine bevorzugte und strukturell dominante Gruppe zur Revolution gegen von ihnen ausgenutzte, nützliche Männer aufzustacheln.

Gene werden über das männliche Geschlecht gefiltert. Bei Mensch und fast allen Tierarten müssen männliche Artgenossen sich Launen fruchtbarer Weibchen anpassen, weil sie sonst diskriminiert werden. Auch in Mittelalter und früher Neuzeit gelang es sozial vielen Handwerkern und Arbeitern nicht, in ihrem Beruf eine ausreichend hohe Position zu erreichen, um als ‚ehefähig’ zu gelten. Ein hoher Anteil der Werktätigen konnte daher nie eine Frau heiraten und Kinder zeugen. Solche Beschränkung gab es auch sozial nie für Frauen: Frauen brauchten nur fruchtbar sein, waren ehefähig aufgrund ihres Geschlechts und Alters; sie kannten nicht Hürden und Schwierigkeiten, wie sie Männern auferlegt wurden. Auch sozial waren Männer das diskriminierte Geschlecht, nicht Frauen. Feminismus hat von Anfang an, und bereits in der ersten Welle, alles falsch verstanden und falsch gemacht.

Was ist die Wahl von Abgeordneten gegen die zentrale Wahl des Lebens, die darüber entscheidet, ob wir Flirt, Kuß, Umarmung, Zuwendung, Sympathie, Liebe, Freundin, Familie und Fortpflanzung erhalten, oder aber davon ausgeschlossen, also diskriminiert werden? Nichts! So gut wie nichts!

Denn die politische Wahl entscheidet nicht viel; Volksvertreter kassieren Diäten, tun dann was sie wollen, drehen am Tag nach ihrer Wahl ihren Wählern eine lange Nase, erzählen ihnen, wie unreif sie seien, und lassen bis zur nächsten Wahl täglich Propaganda ab, um den Wählern einzutrichtern, wie sie richtig wählen sollen. Daher sind Wahlen zur Farce geworden, was sie tendenziell schon früher waren. Vor allem betrafen Wahlen nicht die grundlegenden Lebensfragen: Sie förderten eine Haltung von Neid und Umverteilung, indem der gewählt wird, der den Massen verspricht, sie mit Geld zu beschenken, das er gar nicht hat, also anderen wegnehmen muß. Mit anderen Worten: Parlamentarismus führt dazu, daß Fleißige, Einfallsreiche und Wohlhabende über Steuern und Abgaben geplündert werden, um damit Unverantwortliche zu mästen, die nichts tun, können, destruktiv sind, deren einzige Aufgabe darin besteht, bei Wahlen ihre Wohltäter zu wählen, damit diese noch mehr Geld anderen wegnehmen, die es erarbeitet haben, und an jene umverteilen, die zu faul, unfähig oder gerissen genug sind, von Wahlgeschenken zu leben. Das hat zur Folge, daß eine parlamentarische Demokratie in dem Augenblick zusammenbricht, in dem eine Mehrheit nicht mehr Steuern zahlt, sondern vom Staat, also den Nettosteuerzahlern lebt. Mit ihrer Mehrheit werden die Nichtarbeiter dann verhindern, daß jemals eine Regierung gewählt wird, die der Ausbeutung der Fleißigen durch die Faulen ein Ende bereitet; ja, diese Ausbeutung nimmt immer weiter zu bis zum Zusammenbruch der Staates und des Parlamentarismus.

Wegen dieser inhärenten Gefahr des Parlamentarismus hatten früher nicht alle Männer die Wahl, sondern nur jene, die Steuern zahlten, Wohlhabende, die letztlich die anderen mittrugen. Nur eine Minderheit von Männern durfte einst wählen, was für ihren ganzen Hausstand, ihre Familie gedacht war. Auch die ersten Frauenrechtlerinnen forderten Wahlrecht anfangs für wohlhabende Damen, die im Luxus zu Hause saßen und sein Geld ausgaben, während ihre Männer bei der Arbeit schufteten, um ihrer Dame solchen Wohlstand zu erarbeiten. Schon damals galt: Männer erarbeiten das Vermögen; ihre Frauen geben es gemütlich aus.

Die das Leben bestimmende Wahl ist die sexuelle und bei Menschen genauso soziale Wahl, welcher Mann Zugang findet zu Familie, Freundeskreis, Liebesleben und Fortpflanzung. Diese Wahl entscheidet über die Zukunft, künftige Generationen, ob diese uns Männern gleichen oder Fremden. Diese Wahl entscheidet darüber, ob Dichter und Denker fortleben in künftigen Generationen, oder stattdessen Straßendealer und Terroristen.

Sexuelle Selektion bestimmt darüber, ob sich Arten abspalten, ob Geweihe, ein gefiedertes Rad oder Hirne immer größer werden oder verschwinden. Sexuelle Selektion ist in geschlechtlichen Fragen mächtiger als natürliche Selektion. Wenn sich zwei Arten abspalten, dann meist nicht, weil sie sich nicht mehr kreuzen könnten, sondern weil die Weibchen der einen die Männchen der anderen ablehnen, diskriminieren.

Diese zentrale Diskriminierung wird von Frauen an Männern verübt; jegliche andere Wahl, die der Mensch erfand, ist dagegen ein Kinkerlitzchen. Wer also gleiches Wahlrecht für alle forderte, mußte als erstes, wichtigstes und entscheidendes Suffrage für Männer fordern, die Abschaffung durch Frauen vorgenommener einseitiger sexueller Selektion an Männern! Wer Suffrage fordert, mußte fordern, daß Gene künftig nicht mehr über das männliche Geschlecht gefiltert werden, sondern genauso stark über das weibliche Geschlecht, daß also genauso viele Frauen diskriminiert werden wie Männer. Wer Gleichheit und Gerechtigkeit fordert, mußte fordern, daß die Bevorzugung von Frauen endet. Wer Gleichheit und Gerechtigkeit verlangt, mußte verlangen, daß die angeborene Fehlwahrnehmung, die uns Frauen bevorzugen und als hilfsbedürftig ansehen läßt, ausgeschaltet und bekämpft wird, um die strukturelle Bevorzugung von Frauen zu beenden. Wer Gleichheit und Gerechtigkeit verlangt, muß dafür kämpfen, die nachteilige Sicht auf und Wahrnehmung menschlicher Verlierer abzuschaffen, mit staatlichen Mitteln zu bekämpfen, damit männliche Verlierer erstens nicht entstehen, und zweitens, wo es sie doch noch gibt, Empathie, Mitgefühl, Anteilnahme und Solidarität genießen. Männlichen Verlierern hätte eine Stimme gegeben werden müssen. Das hätte vordringliches Ziel aller anständigen Menschen sein müssen.

Doch das geschah nicht, sondern das Gegenteil. Schon die Suffragetten, die Feministinnen erster Welle, haben im Gegenteil gefordert und betrieben, die weibliche Wahl zu verstärken, jeglichen kulturellen Ausgleich zu zerschlagen. Frauen sollten freie Wahl haben, was bedeutet, daß es ungebremste sexuelle Selektion und Diskriminierung von Männern gab. Das ist keine graue Theorie. In meinen Büchern (z.B. Ideologiekritik) belegte ich Probleme, die männliche Jugendliche bereits in den 1920er Jahren als Folge damaligen Feminismus und Emanzipation hatten: viele Jungen waren den Mädchen plötzlich nicht mehr gut genug!

Die Suffragetten haben Männern jeden Ausgleich entzogen, der die Bürde männlicher Diskriminierung kulturell erleichtert hatte. Die Suffragetten haben traditionelle Ehen bekämpft, bei denen zwar auch einseitiger Auslesedruck auf Männer besteht, die viel leisten müssen, um ehefähig zu werden, doch bei weitem weniger und vor allem vorhersehbarer, als bei sexueller Selektion.

Sexuelle Selektion ist nicht nur einseitige Diskriminierung, so zeitigt auch schlechte Ergebnisse. Denn nicht der kluge, erfinderische, begabte Mann macht das Rennen – im Gegenteil, der wird als ‚Langweiler’ eingestuft zu Hause über Büchern brüten, während hohle Protze im Nachtleben die Frauen abräumen, weil sexuelle Selektion eitle Blender bevorzugt gegenüber geistigen Hochleistern.

Suffragetten haben offen uneingeschränkte weibliche Wahl gefordert, was logischerweise Männer uneingeschränkter Diskriminierung durch sexuelle Selektion aussetzt.

Kurzum, die Idee der Sufragetten war einseitig, ungerecht und töricht, ging an den Tatsachen des Lebens vorbei. Gerechterweise hätte bereits damals die Suffrage für Männer gefordert werden müssen! Doch das Gegenteil geschah; von Welle zu Welle schraubten Feministinnen hysterisch Frauenbevorzugung in immer größere Höhen, ohne jemals ihren grundlegenden Irrtum einzusehen: Niemals waren Frauen benachteiligt, sondern immer bevorzugt. Frauen sind strukturell das dominante Geschlecht. Ungerecht und zerstörerisch ist es, ein sowieso bereits biologisch dominierendes Geschlecht durch ideologische und staatliche Eingriffe immer dominanter zu machen.

Auch Väter und Ehemänner wurden entrechtet, zum profitabel entsorgbaren nützlichen Lastesel degradiert, zum Finanzsklaven einer feministischen Sklavenhalterinnengesellschaft, in der Kindesentzug und Unterhalt zahlende Männer zum Geschäftsmodell wurden für verantwortungslose Nutznießerinnen ebenso wie für eine mafiöse Industrie, die Anwälte, Jugendämter, Gutachter und Familiengerichte umfaßt, die alle von der Maximierung der Zahlungen lebt – gewöhnlich zahlt der Mann und kassiert die Frau.

Wer die Grundtatsachen des Lebens begreift – seit Charles Darwins bahnbrechender Erkenntnis von der Entstehung der Arten besitzen wir die Voraussetzungen für ein solches Verständnis –, muß also für mehr Gerechtigkeit kämpfen, indem er Männer von ihrer biologischen und strukturellen Benachteiligung befreit. Wer gerecht sein will, mußte damals und muß heute Suffrage für Männer fordern!

Dies ist die kopernikanische Wende des Denkens, die unausweichlich kommen wird, von niemandem dauerhaft unterdrückt werden kann, weil die Logik der Sache offenkundig ist und daher von der Nachwelt begriffen werden wird. Diese kopernikanische Wende betreibe ich in meinen Büchern, und das seit Jahrzehnten. (Nicht meine Bücher sind ‚schlecht’, weil unbekannt, sondern Nichtleser und Nichtversteher sind ‚schlecht’, nämlich unfähig, diese grundlegende Wende des Denkens zu begreifen. Doch die Zeit wird kommen, wo sie begriffen werden wird, wenn nicht von euch, dann von euren Nachkommen.)

Die einzige Alternative zur Suffrage für Männer wäre gewesen, die traditionelle Kultur beizubehalten und gerechter umzugestalten, das Ansehen der Männer zu steigern, damit sie Anteilnahme, Mitgefühl und Liebe leichter erringen können, die Bürden der Männer zu erleichtern, damit niemand mehr ausgeschlossen, – also diskriminiert – wird, der etwas taugt. Es hätte in Sachen Sex, Empathie und Fortpflanzung einen Wohlfahrtsstaat auch für Männer geben müssen, damit Gene nicht mehr einseitig über das männliche Geschlecht gefiltert werden.

Doch da dies nicht geschah, im Gegenteil, die traditionelle abendländische Kultur vom Feminismus zerstört oder feministisch verschlimmert und verdreht wurde, bleibt nur noch die Forderung männlicher Suffrage, die umso gewaltiger werden wird, je länger versucht wird, diese unvermeidbare Entwicklung zu unterdrücken. Wer sie hintertreibt, erhöht den Überdruck, dem fliegen Staat und Gesellschaft bald um die Ohren.

In diesem Sinne: Es wird Zeit für eine männliche Suffrage!

Um die Suffrage für Männer zu beginnen, lest meine Bücher, die sie herausarbeiten!

© 2020 Jan Deichmohle

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