Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Bildung

Seelische Grausamkeit gegen die Begründer des Fortschritts

Seelische Grausamkeit gegen die Begründer des Fortschritts

1968 schrillte – nicht zum ersten Male – eine Welle aus Wut, Haß und radikalen Ideen seit vielen Jahrhunderten erprobte und ausgereifte Lebensformen hinweg, ersetzte sie durch zorngeborene Experimente. Was schon die erste Welle um 1900 betrieb, Leben und Beziehungen der Menschen aus dem Gleichgewicht warf, darf nicht noch einmal undokumentiert aus dem Gedächtnis verloren gehen. Zu lange schon sind Haßkräfte gewohnt, mit allem davonzukommen, ihre eigene Geschichte selbst umschreiben zu dürfen in ihnen genehme Propaganda.

Für Kinder aus guten Häusern an der Schwelle zum Erwachsenwerden, erzogen und ausgebildet, die geistige tragende Elite zu werden, ob als forschender Wissenschaftler, die tiefen Gründe der Kultur erschließende Künstler, oder als waltende Steuermänner, die Gesellschaft und Staatsschiff lenken, bedeutete es eine Katastrophe. Wo einfühlende, achtungsvolle Mädchen seelischer Grund waren einer Kultur, die für das Leben und die Natur schlechthin genommen wurde, verwüstete eine seelische Atomwaffe blitzschnell Beziehungen und Gefühle. Alles brach auseinander.

Bereits angeboren gilt Mitgefühl vor allem Kindern, Müttern und allgemein Frauen, wogegen Männern verpönt ist, dergleichen zu beanspruchen. Am heftigsten wird es männlichen Verlierern versagt. Doch Kultur bot hohes Ansehen, was das Zuschnappen diese Falle erschwerte. Nun wurde alles gehaßt, was für Männer und Männlichkeit stand.

In meinem Elternhaus arbeiteten und wohnten ursprünglich Kindermädchen oder Haushilfen, Mädchen aus einfachen Familien auf dem Lande, die aber gut erzogen, achtungsvoll und natürlich waren. Noch nach ihrer Heirat, wofür sie die Stelle aufgaben und aus dem Haus wegzogen, schickten sie meiner Mutter lange Jahre kleine Geschenke zu Weihnachten. Wenn sie auch als schlicht und ‚wenig gebildet’ galten, waren sie ein menschlich gesunder, anständiger und respektvoller Hintergrund. Damals gab es noch aufwachsende Mädchen, die im Chor Händelsche Arien sangen, auch beim Tuscheln und Plaudern zuweilen eine passende Stelle singend erwiderten.

Nach dem 1968er Einschlag des ‚geistigen Nuklearschlags’ war das sehr plötzlich radikal zerstört. Aggressive, schrille, wütende, patzige, egoistische Laute grellten überall. Junge Mädchen, die Moden schnell aufgreifen, veränderten sich zur Unkenntlichkeit. Im Grunde hat sich daran bis heute nichts wesentliches geändert. Achtung und Mitfühlen sind ausradiert. Der seelische Hintergrund ist wie verseucht von radioaktiven Elementen des Geistes, die alles kaputtstrahlen, was hier lebt. Statt einer allmählichen Besserung oder gar Heilung trieben Feminismus und Kulturmarxismus regelmäßig neue Zerstörungskräfte und Wellen durchs Land, so daß sich alles noch weiter verschlimmerte.

Als wohlbehütetes Kind wußte ich nichts davon, sich durchzusetzen, durchzukämpfen, wie es in einer zivilisierten Umgebung unnötig und verpönt war, was aber lebensnotwendig ist in dem Chaos der Kulturrevolution.

Allein schon seelisch ist der Verlust unermeßlich. Statt liebevoller, gut erzogener Wesen, die mit der romantischen Innerlichkeit unsrer alten Kultur erreicht wurden, saufende, rüpelnde, beleidigende, aggressive, zotende, in jeder erdenklichen und vielen der schlimmsten Phantasie nicht erfindbarer Weise unangenehme Erscheinungen: die seelisch verkrüppelten Nachfahren eines geistigen Nuklearkriegs.

Männer sind Ausnutzsklave, werden ausgewählt, abgewimmelt, ausgenutzt und abgezockt. Familien und Leben gingen zu Millionen in die Brüche. Je nach Fall sind die Geschichten verschieden, doch das Prinzip bleibt sich gleich: Männer werden fertiggemacht und bezahlen noch dafür. Bekannter sind die Fälle geschiedener oder getrennter Zahlsklaven, die selbst geknechtet zum Geldverdienen gerichtlich gezwungen ihrer Ausbeuterin ein feines Leben finanzieren müssen, von dem sie ausgeschlossen sind. Besonders lukrativ ist Entzug des Sorgerechts, womit die Rabenmutter sich ‚goldene Kloschüsseln’ verdienen kann, der entsorgte Nichtmehrvater zum Unglück finanzielle Knechtschaft stemmen muß.

Dergleichen haben Medien und Künstler fast nie dargestellt, denn es will niemand wissen. Wer die Wahrheit sagt oder dichtet, wird ignoriert, oder ausgelacht und gemieden, vergessen werden und verhungern. Wer Erfolg haben will, schreibt politisch korrekte Lügengeschichten, die so untypisch sind, daß sie die wahren Verhältnisse auf den Kopf stellen.

Niemand will es verlegen; niemand will es wissen, und schon gar nicht lesen, was mühsam wäre und unbequem. Am allerwenigsten will jemand für ein unbequemes Buch, das ärgerlich am falschen schönen Schein kratzt, auch noch Geld ausgeben. Eher wird man ihm ‚die Fresse polieren’, weil jemand schreibt, was so ziemlich das Gegenteil der machthabenden Ideologie ist und der Weltsicht, an die sich zu männlichen Verlierern empathieunfähige, zeitgenössische Egos klammern. Denn wer das Ausmaß der Tragödie wahrnähme, wäre im innersten erschüttert, sähe alle seine vermeintlichen Gewißheiten zerfallen: Daher muß unter allen Umständen vermieden werden, in Kontakt mit solchen Büchern zu kommen.

Männlichen Verlierern versaute das Desaster der in voller Kraft ausgebrochenen sexuellen Selektion, einer weiblichen Wahlmacht bei Tier und Mensch, Leben und Existenz. Schon von Natur sind es – entgegen der schiefen Intuition und zeitgenössischer Ideologie, Jungen und Männer, die benachteiligt sind, weil das dominierende Geschlecht biologisch das weibliche ist, wogegen über das männliche für gut oder schlecht gehaltene Anlagen gefiltert werden. Das bedeutet: Alle fruchtbaren Frauen dürfen sich fortpflanzen, doch von Männern nur jene, die gewählt werden, weil sie sich bewähren und die Hürde weiblicher Wahl nehmen konnten. In den letzten 60.000 Jahren hinterließ auf vier bis fünf Mütter nur ein Vater seine Erbanlagen im menschlichen Genpool. Ähnliches sagen Feministinnen: Bei gänzlich freier Wahl nehmen alle Frauen dieselben (höchstens) 20 Prozent Männer, wogegen mindestens 80 Prozent leer ausgehen.

Die Folge ist ein mächtiger, existentieller Konkurrenzdruck, der allein auf Jungen und Männern lastet, denn bei Frauen gibt es das nicht. Frauen schaffen sich höchstens durch übertriebene Wählerischkeit sekundäre Konkurrenz, weil in heutiger Monogamie nicht jede Frau einen der 20 Prozent gewünschten Männer bekommen kann.

Männern obliegt der Druck, erfolgreich zu sein, oder seine Anlagen untergehen zu sehen, die aussterben, weil sie sich nicht in Kindern fortpflanzen. Das ist höchste seelische Grausamkeit, fehlende Liebe, Mangel an Fortpflanzung. Alles Leben strebt unbewußt danach, dies zu vermeiden, weil Leben eine endlose Kette der Fortpflanzung ist, die niemals zerreißen darf, nicht ein einziges Mal – sonst ist alles vorbei, die Linie als Sackgasse der Evolution auf immer verschwunden. Nichts im Leben ist so bedeutend wie diese Frage; und es ist die höchste seelische Grausamkeit, das zu verweigern.

Genau das passierte. Schon die erste feministische Welle träumte von ‚Zuchtwahl’ am Manne, natürlich nicht der Frau, was die Ungleichheit und das Ungleichgewicht der Geschlecht rasant verstärkte. Alles, was Männer tun – und tun müssen –, um Frauen zu gefallen, wurde von der zweiten Welle zum Haßobjekt gemacht, beschimpft, angefeindet, moralisch vermiest und ihnen weggenommen. Alles, was gute Erziehung an Innerlichkeit, Befähigung und Fleiß aufgebaut hatte, traf statt auf mädchenhafte Einfühlung und reifer weiblicher Liebe plötzlich auf schrillen Hohn, Anfeindung, Bekämpfung, ja Haß und systematisches Ausmerzen durch Staat und Gesellschaft, die von der Ideologie befallen waren und sie zu ihrem vorrangigen Ziel erhoben: wie ein Virus, der die Zellen des Körpers dazu anstiftet, den Virus zu reproduzieren, statt ihre eigentlichen Aufgaben zu erfüllen.

Die besten ihrer Generation wurden behandelt wie Aussätzige, Bösewichter, wie ‚moralische Verbrecher’, weil sie das zu verkörpern gelernt hatten, was Haßobjekt der Kulturrevolution war. Seitdem hat sich das bis heute verschärft. Aussprechen solcher Wahrheit führt zur Stigmatisierung, läßt indoktrinierte, hirngewaschene Kleingeister durchknallen, auf Wut und Empörung schalten, nichts begreifen. Sie nennen dann alles ‚falsch’ und ‚Fehlschluß’, was sie aufgrund des Grades ihrer Ideologisierung nicht begreifen können.

Niemand vermag sich vorzustellen, was es für ein junge, hochsensible, sowohl künstlerisch besonders empfindliche, als auch forschende und grübelnde Seele bedeutet, von Mädchen verspottet, geschnitten, ignoriert und ausgekichert zu werden. Es ist zum Wahnsinnigwerden. Zu der Verrohung traten noch weitere, die seelische Grausamkeit verschärfende zusätzliche Gemeinheiten.

Das Zusammenspiel der Geschlechter zerbrach. Was Mädchen oder Jungen Identität gab, sie in Bezug setzte, weil es es letztlich füreinander taten, zerfiel mit den systematisch bekämpften ‚Geschlechterrollen’. Einerseits entstand dadurch eine egoistische Gesellschaft: Jeder für sich und gegen andere. Dazu tritt eine Verrohung, weil niemand lernt, auf andere Rücksicht zu nehmen, am wenigsten Mädchen und Frauen, denn Jungen und Männer unterlagen ja massivem feministischen Druck, der Egoismus oft zum Selbsthaß kippte.

Das Verschwinden von allem, was für einander ist, also Bezug herstellt auf das andere Geschlecht, ließ reife Gefühle dauerhaft aus der Welt verschwinden. Den reifes Gefühl bedeutet Mitfühlen, das sich im Handeln ausdrückt. Genau das schafft kultureller Tausch. Feminismus tut das genaue Gegenteil: Jegliche Rücksichtnahme auf den Mann wurde zerschlagen, weil sie beim Erreichen utopischer Ziele hinderlich war. Die Fähigkeit zum Mitfühlen, wie es dem angefeindeten Objekt Männlichkeit oder dem bekämpften Mann ergeht, sank nicht auf Null, sondern tief in den negativen Bereich.

Das allein war eine unbeschreibliche Katastrophe, die auch der Dichter nach Jahren kaum zu beschreiben vermag und nur mit der groben Metapher einer geistigen Atombombe ausdrücken kann, die Geschlechter – bislang eng verbunden in Familie, Liebe und kulturellem Tausch – spaltet, was eine höchst zerstörerische Kettenreaktion auslöste, bei der mit größter Wutenergie geladene Atomtrümmer entstehen, die ihrerseits noch intakte Atome, in denen beide Geschlechter harmonisch verbunden waren, spaltet. Eine solche ideologische Kettenreaktion geht schnell; nach kurzer Zeit ist alles verstrahlt und kaputt.

Da die psychischen Folgen auch nach langer Zeit schwer beschreibbar sind, weil Gefühle etwas fließendes und persönliches sind, das wenig geeignet erscheint, allgemeingültige Abläufe zu beschreiben, wollen wir uns um logisch leichter erfaßbare Folgeschäden kümmern.

Zahlreiche Frauen verließen Mann und Familie, um der haßgeborenen Agenda feministischer Sekte zu folgen. In den 1970ern spukte eine solche frischgeschiedene Frau, die ihren Mann verlassen hatte, um ‚sich selbst zu finden’ und ‚eine künstlerische Karriere zu machen’, durch eine studentische WG, die ich kannte. Wie die meisten, waren sie von westdeutschen Neokommunisten geprägt. Der Mann, Mitglied und Funktionär des KB, gehörte mit seiner Politszene zu den frühen Unterstützern des damals noch zu Recht als grell und verrückt empfundenen Feminismus. Doch auch er konnte nur lästern über diese Frau, die nichts tat und konnte, als von fremden Geldern zu leben – ihr verlassener Gatte mußte sicherlich fürstlich zahlen –, sich kariertes Papier aus Matheheften besorgte, um die Karolinien teilweise krackelig nachzuziehen, was sie für Kunst hielt.

Millionen Frauen wurden Mann und Mutterschaft geistig abspenstig gemacht. Wer eine liebesfähige Frau und taugliche künftige Mutter suchte, ging meist leer aus. Männer wurden so gezwungen, sich umzuorientieren, die Bedeutung von Liebe und Frauen in ihrem Leben zu verringern. Die zweite Welle brachte feministische Strömungen hervor, die so weit gingen, das Lesbentum für die vermeintlich ‚normale weibliche Sexualität’ zu halten, und demgemäß möglichst viele Frauen zu verführen und umzupolen.

Für jede Frau, die zum Feminismus überlief oder von ihm innerlich angesteckt wurde, ob nun geistig oder auch sexuell umgepolt, fehlte eine Frau für unverpaarte Männer. Sogar wenn auf einen alleinstehenden Mann eine alleinstehende Frau fruchtbaren Alters käme, wäre es aufgrund weiblicher Wahl für Männer ein schwieriger, höchst belastender Zustand. Doch nun fehlten riesige Anzahlen Frauen. Dabei sind die seelischen und kulturellen Verluste noch gar nicht berücksichtigt, die auch bestehende Beziehungen verarmen ließen.

Männer bezahlten das alles: ihre eigene Entrechtung, die seelische Grausamkeit, die an ihnen verübt wurde, den Verlust an Liebe, Lebensinhalt, Ansehen, von allem, was wichtig ist im Leben. Sie bezahlten es in harter Arbeit, über Steuern, die der Staat benutzt, möglichst feministische, gegenderte und männerfeindliche Mädchen heranzuziehen, oder direkt an ihre Ausbeuterinnen als ‚Alimente’ oder ‚Unterhalt’.

Was für ein verheerendes Unglück es ist, immer übersehen, geschnitten, abgewimmelt zu werden, ist jenseits allen Beschreibbaren. Gerade grüblerische, forschende Bücherwürmer, Denker und Dichter, die empfindsam und schwermütig wie ein klassischer Deutscher romantisch träumten, wurden wie der letzte Dreck behandelt, seelisch mißhandelt, ausgelacht, ausgeschlossen, während rüde, entgleiste und aggressive Wilde sich austobten.

Weibliche Wahl nahm genau die Falschen: Jeder lustige Säufer, jeder Halbstarke mit kriminellem Ghettogehabe, jeder rücksichtslose Blender oder Revoluzzer wurde mir vorgezogen. Im ersten Semester kam ich in einem linken Haus unter; die Studentenschaft war bereits ideologisch massiv durchdrungen. Einer der Rädelsführer, der natürlich mühelos eine der Töchter des Ortes zur Freundin gewann, war beim Zündeln und Feuerlegen dabei, wie es noch heute ‚schwarzer Block’ und ANTIFA gern tun. Ein anderer fabulierte von schweren Stiefeln, um ‚Bullen in die Eier treten’ zu können, und hinterher dann zu lamentieren, ‚die Schweine hätten geknüppelt, diese Faschisten’, obwohl sie das nur taten, um nicht wie ihre Kollegen in die Eier getreten zu werden. Alle diese begeisterten Mädchen, fanden Freundinnen. Nur ich nicht.

Der Rädelsführer kehrte dann irgendwann von einer Brandstiftung zurück, kam sich riesig und toll vor, was ihn dazu verleitete, über ein halbes Dutzend Autodächer zu laufen. Das war unklug. Die Polizei nahm die Fußabdrücke auf, konnte ihn ermitteln und festnehmen. Seiner Freundin ging es richtig schlecht; die Beziehung lief wohl mies, und nun saß ihr Freund auch noch ein. Ich brachte sie zu ihren Eltern nach Hause. Jahre später erzählte sie mir, wenn ich sie damals nicht heimbegleitet hätte, dann hätte sie sich an jenem Tag selbst umgebracht vor Verzweiflung. Doch das änderte nichts daran, mich zu schneiden, nicht das geringste Interesse an mir zu haben, ließ sie auch nicht von ihrer politischen Linie runterkommen. Sie wurde später eine ruppige, kaputte Aktivistin.

So wie einsitzende Mörder und Vergewaltiger oft körbeweise Fanpost von Frauen erhalten, oder gar hinter Gittern geheiratet werden und sich fortpflanzen, wurden auch in der Szene die negativsten Kräfte vorgezogen, die also ihre Anlagen fortpflanzen können, was den Genpool der Zukunft offenkundig versaut.

Jungen wie mich wollten sie nicht. Für verzweifelte Versuche wurden wir angefeindet. Denn es blieb nicht am totalen, absoluten Verlust jeglichen Mitgefühls für Jungen und Männern, sämtlichen Einfühlungsvermögens in männliche Bedürfnisse. Es blieb nicht bei der seelischen Grausamkeit, die schon zur Hippiezeit „sanfter Terror” genannt wurde, der seelische und sexuelle Terror weiblicher Wahl, die manche oder viele Männer einfach nicht wollen und in menschliches Elend stürzen. Das alles war bereits schlimmer als ich in Worte zu fassen vermag. Doch dann ging es erst richtig los. Die feministische Welle nahm an Zerstörungskraft ständig zu, brachte immer neue Haßkampagnen hervor. Eine der frühen Kampagnen war die gegen ‚Anmache’, womit die ‚sexuelle Revolution’ in radikale Unterdrückung alles Männlichen gekippt wurde.

Feministinnen versprühten Buttersäure an Orten, wo nur vermutet wurde, daß unbeweibte Studenten Studentinnen angesprochen hätten – unter uns, gibt es irgend einen Grund auf der Welt, abends in langweilige Treffpunkte auszugehen, wenn nicht, um jemanden kennenzulernen? Die Zeit ließe sich wirklich besser nutzen. Plakate gegen ‚Anmacher’ überall, um es Männern, die sowieso biologisch große Mühe haben, es noch viel schwerer zu machen, sie völlig weiblicher Willkür zu unterwerfen.

Die Hatz gegen Anmacher steigerte sich zur Paranoia, wurde dann gesteigert zu noch radikalerer Hatz gegen ‚Belästigung’ und ‚Vergewaltigung’. Ein Einheimischer durfte kein Kompliment mehr machen, ohne auf monatelange Treibjagd in Medien gefaßt zu sein. Die bevorzugte, dominante Gruppe betrieb revolutionären Terror gegen die benachteiligte und ausgenutzte Gruppe. Dabei wurde, wie üblich, alles ins Gegenteil der Fakten umgedreht: Sie wähnten sich unterdrückt, obwohl sie dominant sind, und die finanziell Ausgebeuteten als ‚Täter’.

Wie sollen in solch unmenschlichen Zuständen Männer höhere geistige Leistungen erbringen? Das Niveau sank beständig. Jungen lernten von klein auf, daß denken und fleißig sein nichts bringt, bei Mädchen nur unbeliebt macht. Also orientierten sie sich lieber an zwielichtigen Ghettotypen, die viel modischer geworden waren. Feminismus zerbrach das Prinzip der Objektivität und Wissenschaft durch subjektive, kämpferisch, frauenbezogene Ideologie. Logik wurde durch revolutionäre Unlogik ersetzt, die simultan Gleichheit und Bevorzugung verlangt. Ständig wurde das Restniveau der zu Ideologiefächern gestürzten Kurse gesenkt, weil sogar Quoten nicht genug Leute dazu zwangen, so zu wählen, wie es ihre Utopie verlangt.

Die Träger europäischen Geistes gab es nicht mehr. Sie, die seit dem Entstehen unsrer Zivilisation und der Anfänge logischer Wissenschaft vor 2500 Jahren Fortschritt und Freiheit hart erarbeitet hatten, waren kaputtgemacht. So kann es keine geistigen Durchbrüche mehr geben, wie sie Mathematik, Philosophie und Zivilisation der alten Hellenen gewesen sind, Renaissance, Aufbau objektiver Wissenschaft und Technik.

Nicht nur Menschen und ein Geschlecht wurden fertiggemacht, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Menschheit. Die gebildeten Grübler von einst verschwanden. Radikale und absolute Empathieunfähigkeit gegenüber männlichen Verlierern wurde ständig weiter mit Haß und Gleichgültigkeit fortgesetzt. Niemand wollte von dem Thema hören, keiner meine Berichte, Argumente, oder Bücher darüber lesen. Denn ihre Macht und ihr Selbstbewußtsein hängt davon ab, Kritik an sich zu unterdrücken, unbequeme Wahrheiten zu übersehen. Schon in den 1980er Jahren erntete ich nur Häme damit, das Erlebte zu beschreiben, was gleich mehrfach tragisch ist: Denn wären die Bücher gelesen worden, hätte sich das Verhalten mancher geändert, wäre mein Leid abgestellt worden, das von anderen Männern ebenso, hätten die Probleme der Gesellschaft gelöst werden können. Doch das Ignorieren oder Verreißen meiner Bücher verlängerte das Leiden um Jahrzehnte. Indem sie nichts wissen wollten, setzten sie ihre seelische Grausamkeit mir gegenüber fort, ebenso die Fehlentwicklung der Gesellschaft.

Wer sich beschwerte, wurde damals mit Kampfbegriffen wie ‚Frauenfeind’ mundtot gemacht. So war es unmöglich, auf die von Frauen begangenen Grausamkeiten hinzuweisen. Diese Methode sollte sich später vielfach mit anderen ‚privilegierten Gruppen’ wiederholen. Doch wer glaubt, damit sei das Thema erschöpft, das höchstmögliche Maß menschlicher Grausamkeit erreicht, dem fehlt es an schlechter Vorstellungskraft. Das geschilderte war nur die erste Stufe einer Kaskade seelischer Grausamkeiten gegenüber Männern, und des Abzockens und Ausnutzens von Männern, die ihre eigene Bekämpfung und Verdrängung bezahlen müssen.

Die 1968er begann auch zunehmend, Grenzen zu öffnen und Einwanderer aus aller Welt anzulocken. Glücksritter sind meist Männer. Diese lassen Frauen und Mädchen daheim auf fernen Kontinenten zurück, wodurch dort ein Frauenüberschuß entsteht, so der Natur nicht ins Handwerk gepfuscht wurde. Männer fremder Kontinente genießen die Überzahl junger Frauen, haben weniger Konkurrenzdruck, oder heiraten in Afrika und muslimischen Länder gar mehrere Frauen. Der weiße Mann bezahlt es mit seinen Steuergeldern. In Europa entsteht dadurch ein ständig zunehmender Frauenmangel. Nachdem schon zu Lesben, Feminismus oder einem Karriereleben ohne Kinder bekehrte Frauen ausgefallen waren und ein großer Mangel an erreichbaren Frauen entstanden war, wurde dieser männerfeindliche Zustand mit jedem Migranten schlimmer.

Feministinnen forderten offene Grenzen für alle und setzten sich maßgeblich für den jetzigen Zustand ein. So wurde das Abzocken und Verdrängen des gehaßten und bekämpften ‚weißen heterosexuellen Mannes’ auf eine weitere Spitze getrieben. Nunmehr wurde jeder, der die Wahrheit erkannt und aussprach, als ‚Rassist’ diffamiert und mundtot gemacht.

Außerdem stieg durch Genderung und Kulturverlust die Verwirrung der Menschen ständig. Immer mehr turteln auf Festivals Mädchen untereinander, weil ihnen beigebracht wurde, das sei etwas gutes. Außerdem sind auf jedem Festival mehr Orientalen und Afrikaner mit deutscher Freundin zu sehen. Schon Ende der 1970er wurden mir Lateinamerikaner, die Feuer zeigten und gut im Tanzen waren, vorgezogen. Salsakünstler verführten eine nach der anderen. Ich wurde immer von deutschen Mädchen ausgegrenzt.

Gestern sah ich ein bunt herausgeputztes Mädchen vor einem Stand auf und ab tanzen, um dann immer wieder zu ihrem Afromuslim zu gehen, ihn zu tätscheln, aufzumuntern und zuzuflirten, wie ich es keine Frau mit einem Deutschen tun sehe und es selbst mein Leben lang niemals erleben durfte. Vergnügt und selbstzufrieden strahlte der Asylgeldnehmer vor sich hin. Ich, der Steuerzahler, habe niemals auch nur einen Bruchteil solcher Zuwendung erhalten. Alle Solidarität, die seit Generationen, mindestens seit 1968, Männern und mir vorenthalten wurden, wird an den uns abzockenden, ins Land gerufenen und gelassenen Männerüberschuß verschwendet.

Der beispiellosen seelischen Grausamkeit, sein Leben lang ausgeschlossen gewesen zu sein, wird so in ständiger Steigerung noch die Verhöhnung hinzugefügt. Denn während einheimische Männer gar nichts dürfen, jeder Flirtversuch als ‚belästigend’ abgetan werden kann – sogar ein Bild von mir auf dem Festival zu machen lehnte eine junge Frau mit „ungern” ab – dürfen Asylgeldforderer, was uns verboten ist. Echte Zudringlichkeit bis hin zur echten Gewalt gilt bei ihnen als ‚kulturell bedingt’, wird hingenommen, oder gar als schmeichelhaft empfunden. Wir kämen leicht ins Gefängnis dafür.

Die Fremden, die so frech und gemein sind, herzukommen, unser Geld zu verlangen und zu nehmen, mit diesem Geld dann die sowieso zu wenigen Frauen und Mädchen zu verführen, so daß noch mehr hiesige Männer leer ausgehen, lösen in den Frauen weibliche Urinstinkte aus, die anzurühren uns bei strengster feministischer Wut verboten wurde. Alle jene männlichen Handlungen, die bei Einwanderern nicht nur durchgehen, sondern als lockend empfunden werden, waren uns seit Jahrzehnten mit strengen Strafandrohungen verboten und wirksam kollektiv geächtet worden. So sind wir gar nicht mehr in der Lage, die vom Feminismus unterdrückten weiblichen Instinkte selbst auszulösen. Uns bleibt nur übrig, Fremde zu bezahlen, die uns verdrängen sollen. Das ist nach lebenslanger seelischer Grausamkeit ein abermals gesteigerter grausamer Hohn.

Wären meine Bücher gelesen worden, so hätte eine dermaßen radikale Fehlentwicklung nicht stattfinden können, wäre ein Rest weiblichen Mitfühlens für die eigenen Männer gerettet worden. Doch die Unterdrückung aller Kritiker wie mich hat eine zynische Gemeinheit nach der anderen ermöglicht. Ein Ende der Kaskade seelischer Grausamkeiten ist nicht abzusehen.

Ja, es dürfen diese fremden, uns abzockenden Eindringlinge, die uns zum Dank noch die Frauen wegnehmen, sogar etwas, das Feminismus von Anfang an erbittert und wütend europäischen Männern verboten hatte: Frauen den verlorenen Respekt gegenüber Männern und die verlorene Beachtung männlicher Interessen beizubringen. Hätte ein ‚Weißer’ das getan, wäre er von sämtlichen Medien als Bösewicht fürchterlich verrissen worden. Doch unsere Verdränger dürfen das.

Solch virulenter Haß auf ‚weiße heterosexuelle Männer’ verleumdet jede Kritik als ‚rassistisch’, so wie jede Kritik am männerverachtenden und zerstörenden Feminismus als ‚frauenfeindlich’ diffamiert wurde.

Jeder Tag ist eine Qual. Das Leben ist für Männer zur Hölle gemacht worden.

 

Über die Entstehung politischer Umerziehung und der Misandrie

Über die Entstehung politischer Umerziehung und der Misandrie

Der Hochbarock ist eine Epochenscheide, in der eine alte, gewachsene Kultur bröckelt, die vor allem in Adel und Kirche Rückhalt findet, während eine neue Philosophie und Kunst aufkommt, die moralisch und politisch belehrende Inhalte verbreitet.

«Diese Schichten wollten sich nicht mehr mit dem bisherigen Ariengetriller und einer noch so spektakulären Ausstattungspracht begnügen, sondern Werke mit moralischen Inhalten auf der Bühne sehen, aus denen der von ihnen ins Auge gefaßte „Bürgersmann” auch für sein alltägliches Leben nützliche Lehren ziehen konnte. Sie wandten sich daher zusehends von der Oper ab und der „moralischen Anstalt” des Sprechtheaters zu.
Der Hauptsprecher dieser Richtung war der Leipziger Professor und Kunstrichter Johann Christoph Gottsched, der in seinem Versuch einer kritischen Dichtung für die Deutschen von 1730 – unter Berufung auf französische Aufklärer wie Charles de Saint Évremond und Nicolas Boileau – das gesamte Opernwesen als unsinnigen Mischmasch aus Musik und Poesie abkanzelte. …
Die anspruchsvolleren Werke des Sprechtheaters übernahmen die Funktion des Moralisch-Erzieherischen, während die musikalischen Bühnenwerke mehr und mehr auf die Ebene des harmlosen Singspiels oder der italienischen Opera buffa absanken. Und das führte zwischen 1730 und 1740 … allgemein zum Rückgang der deutschsprachigen Oper, ja letztendlich zur Schließung der dortigen Opernhäuser.» (Jost Hermand, Glanz und Elend der deutschen Oper, S. 48, 49, Bostel und Keiser)

Wir stellen fest, wie bereits während des Hochbarocks die alte Kultur durch moralische Belehrung und Erziehung ersetzt wurde, was die erste Form ideologischer Erziehung des Volkes darstellt, die dann die französische Revolution und andere Ideologien hervorbringen wird. Auch heutige Gesinnungspresse, die zur Zeit der neuen Völkerwanderung ab 2015 Andersdenkende moralisch niederkeult, das Volk nicht neutral informieren, sondern moralisch belehren will, ist letztlich eine Fortsetzung diese Tendenz, einer Schattenseite der Philosophie der Aufklärung, die nicht nur Misandrie verankerte, natürliche Kultur anfeindete, sondern auch bewußt die Gesinnung von Menschen umerziehen und kontrollieren will. Dies ist der Keim aller späteren Diktaturen, ob von links oder rechts oder feministisch.

«Statt ins Antikische, Übermenschliche oder Phantastische auszuschweifen, solle auch die ernsthafte Oper, wie er schrieb, eine bessere „Verbindung mit dem Nationalinteresse eines ganzen Volkes” anstreben, das heißt … sich mit aufklärerischer Absicht „unter das ganze Volk” begeben. Und als Beispiel für ein solchen Zwecken dienendes Libretto wies er auf Friedrich Gottlieb Klopstocks Bardiet Hermanns Schlacht (1769) hin, das sicher auch als Oper auf ein großes Interesse stoßen würde.»1 (a.a.O.)

Mit gleicher Arroganz „belehrten” später andere Ideologien ihre jeweilige Zielgruppe. Wir brauchen nur „Nationalinteresse” durch „Arbeiterklasse” oder „Frauen” ersetzen, dann erhalten wir eine Vorlage für das, was auch jene Ideologien betrieben. Freilich nahmen die technischen Möglichkeiten bei der Indoktrination ständig zu; konnte anfangs noch von einer „klassischen Bildung” gesprochen werden, die innerhalb ihres Gesinnungsrahmens durchaus eine angeregte geistige Debatte ermöglichte und verkraften konnte, so nahm mit Massenmedien die Manipulationsmacht dermaßen zu, daß die Netze der entstehenden Gesinnungsdiktatur immer enger werden. Feminismus hat klassische Bildung weitgehend abgeschafft, zieht an Schulen einen gegenderten Schülertyp heran, der, laut jüngsten Berichten, nicht einmal weiß, in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht, oder wo sie im Winter steht – was den Ägyptern schon vor 4000 Jahren bekannt war.

«1.253 Schüler der Klassen 6. und 9. An Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium haben Rainer Brämer, Hubert Koll und Hans-Joachim Schild im Rahmen des Jugendreport-Natur von November 2015 bis Februar 2016 im Hinblick auf rudimentäres Wissen über die Natur, die die Schüler umgibt, befragt. Die Ergebnisse sind vernichtend:
north-south-east-west 24% der Schüler haben keine Ahnung, in welcher Himmelrichtung die Sonne aufgeht.
18% der Schüler sind der Ansicht, die Sonne gehe im Norden auf, 12% tippen auf den Süden und 11% sind der Ansicht, im Westen gehe die Sonne auf.
Ganze 35% tippen auf den Osten, als die Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht. … Das offene Stellen der Frage hat zur Konsequenz, daß ein Tipp bei völliger Unkenntnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% richtig ist. 35% liegen 10% darüber, so daß man bei 10% der Schüler sicher davon ausgehen kann, daß Sie wissen, in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht.
Die Frage nach dem längsten Tag, sie macht alles noch schlimmer:

june-solstice-illustration32% haben keine Ahnung, 25% tippen auf Juli, 12% auf August, 6% gar auf Dezember, ganze 16% und damit 9% weniger als man bei zufälliger Antwort erwarten würde, geben den Juni als Monat mit dem längsten Tag an. …
Es scheint, Grüne/Bündnis 90 mit ihrer Verklärung von Natur und ihrer Technologiefeindlichkeit haben hier ganz Arbeit geleistet.
affektive Verbindungen zwischen Begriffen und Bewertungen sehr gut eintrainiert hat.
Die Verbindung geht dann wohl wie folgt:
Natur: gut;
Kerntechnik: schlecht;
Gentechnik: schlecht;
Windräder: gut;
Gleichstellung: gut;
Leistung: schlecht;
Sexuelle Orientierung: gut;
Rechte Orientierung: schlecht;
Und so weiter…
Wenn man die Ergebnisse des 7. Jugendreport Natur 2016 als Indikator für den Stand der Verdummung von Schülern, wie sie in Schulen betrieben wird, betrachtet, dann muß man konzedieren, daß die Verdummung schon weit vorangeschritten ist. Betrachtet man die Ergebnisse zudem als Indikator dafür an, wie gut es gelungen ist, die Bedeutung von Begriffen durch deren Bewertung zu ersetzen, dann sind die Ergebnisse abermals bemerkenswert. Es wächst eine Generation der affektiv gesteuerten Dummen heran, die von nichts etwas wissen, aber von allem wissen, wie man es bewerten muß.»2 (sciencefiles)

Unbeleckt von Wissen oder Fähigkeit zu selbständigem, kritischen Denken wissen sie dafür umso besser, wie Dinge moralisch zu bewerten sind: Ganze Themenbereiche sind „rechtspopulistisch” und „pfui”, was Wahrnehmung von Fakten und eigenes Nachdenken über solche Fakten von vornherein ausschließt. Solche Gesinnungskunst bringt immer wieder militantes hervor, das bei größerem zeitlichen Abstand befremden kann. Der Komponist Gluck war ein früher Klassiker, kurz nach der französischen Revolution in Paris, deren Geist er offenbar mehr oder weniger teilte. Martialischer Nationalismus in seinen Operplänen ist die Folge; allerdings erlitt er Schlaganfälle und starb, bevor er die Oper niederschreiben konnte:

«So vertonte etwa Christoph Willibald Gluck bereits in den späten sechtiger und frühen siebziger Jahren [des 18. Jahrhunderts] einige Oden Klopstocks, darunter dessen Vaterlandslied, Der Jüngling, Schlachtgesang und Die frühen Gräber, in denen es in relativ unverhüllter Form um den Kampf zwischen den „Freien” und den „Tyrannenknechten” geht. … Zu gleicher Zeit faßte Gluck den Plan, Klopstocks Hermanns Schlacht als deutsche Nationaloper zu vertonen… Wir wissen nur soviel, daß er dabei den Klang vieler Hörner und die Rufe der Fechtenden als dramatische Mittel einsetzen wollte.» (Jost Hermand, Glanz und Elend der deutschen Oper, S. 53 – 54)

Die moralische Belehrungshaltung der Aufklärung hat uns zwar ein paar Jahrhunderte „klassischer Bildung” geschenkt, die freilich von Anfang an belastet war mit moralischer Indoktrination durch wechselnde Ideologien, bei tiefverwurzeltem Männerhaß und Verachtung natürlicher Kultur, was sich im Laufe der Zeit zunehmend radikalisierte. Doch am Ende hat diese Entwicklung jene „klassische” – und keineswegs unproblematische, weil tendenziöse – Bildung wieder abgeschafft, den Gebildeten durch ein gegendertes, geschlechtsneutrales Fühlwesen ohne intellektuelle Kapazität ersetzt, eine leichte Beute manipulativer Obrigkeiten.

Das Versprechen einer „vernünftigeren Einrichtung der Welt” hat die Natur des Menschen zerstört, ebenso die in langen Zeiträumen natürlich gewachsene Kultur, ebenso eine menschliche Universalie und evolutionär angelegtes Lebensbedürfnis wie Sprache. Höchst unvernünftig und schädlich ist das Ergebnis in wichtigen zentralen Lebensbereichen, so nützlich und wirkungsvoll es ökonomisch und technisch gewesen ist.

Wir müssen die zerstörte Natur und Kultur des Menschen wiederaufbauen und eine diesmal wirklich vernünftige, respektvoll mit unserer eigenen Natur und Kultur umgehenden Aufklärung ohne Misandrie verbinden.

Bei dieser Wiederherstellung menschlicher Kultur und Natur, vor allem eines Gleichgewichts und guten Verhältnisses der Geschlechter, können wir leider nicht auf das Barockzeitalter als „heiler Welt” zurückgreifen. Negative Männersichten (Misandrie) ist bereits vor dieser Epoche nachgewiesen als prägende Stereotype philosophischer und geistiger Werke. Die Dekadenz des Adels war bereits fortgeschritten, nimmt eine Reihe unserer Probleme vorweg. Eine Nachahmung könnte uns daher wenig helfen. Zwei Umbrüche müssen wir weiter zurückverfolgen.

Der zweite Umbruch ist der Übergang vom Mittelalter zur Renaissance. Im Hochmittelalter hat teilweise ein Geldsystem der Münzverrufungen anstelle von Steuern den Staat finanziert; später wurde es zugunsten neu eingeführter Steuern abgeschafft.

«Dagegen wurde darauf verzichtet, durch regelmäßige Abwertungen des Geldes eine indirekte Steuer zu erheben. Dies bedeutete eine radikale Abkehr von der noch im 13. Jahrhundert allgemein üblichen Finanzierungsweise der Herrschaft. Erste Anzeichen von einer solchen Wandlung der Einstellung zur Geldpolitik zeigt 1252 die für Köln getroffene Vereinbarung, daß ein neuer Münztyp nur bei Amtsantritt eines neuen Erzbischoffs geprägt werde durfte (quando novus archiepiscopus electus fuerti et confirmatus). Der Westen des Reiches war von den schärfsten Konflikten zwischen Stadtherren und Städten um die Münze betroffen; erst später folgten Auseinandersetzungen auch in Mitteldeutschland, wie eine Erfurter Urkunde aus dem Jahr 1341 deutlich macht. In ihr wurde festgesetzt, daß der Erzbischof von Mainz ohne Zustimmung des Rates der Stadt Erfurt zu seinen Lebzeiten die Münze nicht ändern durfte (die muncze […] sullin unvorandert blibin als lange als unsir vorgenanter herre lebit, iz inwere danne mit unserem willin). Stattdessen wurde dem Erzbischoff eine Getreidesteuer eingeräumt. Ebenso verzichtete 1359 auch Herzog Rudolf von Österreich gegen die Erhebung einer Getränkesteuer auf die Münzerneuerung3 (Scripta Mercaturae, Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 37. Jahrg., Heft 1, 2003, S. 56 – 94)

Die Anhänger einer – von den manchen Historikern abgelehnten und daher zweifelhaften – Theorie begründen mit den Münzverrufungen den relativen Wohlstand besonders beim einfachen Volk. Da in Abständen alte Münzen für ungültig erklärt und gegen eine geringere Zahl neuer Münzen umgetauscht werden mußten, habe es sich nicht gelohnt, Geld zu behalten. Im Gegenteil, um einem Verlust durch Münzentwertung zu entgehen, sei Geld so schnell wie möglich ausgegeben worden, was den Umlauf beschleunigt und Absatz gefördert habe. So hätten sich die Staaten Europas in kurzer Zeit erstaunlich viele Kathedralen und ähnlich teure Gebäude leisten können, die in jener Zeit errichtet worden seien. Als dann neue Steuern das System der Münzverrufungen ersetzten, habe es sich gelohnt, Geld anzuhäufen, zu horten, sogar es gegen Zins auszuleihen. In der Folge habe zwar eine Schicht der Besitzenden profitiert, eine Mehrheit einfacher Leute sei aber relativ verarmt.

Viele Historiker lehnen die eben genannte Theorie anscheinend ab: Regelmäßige Münzverrufungen habe es nur in manchen Gegenden und nicht lange genug gegeben, um die zugeschriebenen Folgen zu zeitigen, ein Zusammenhang zwischen Verrufungen und Wirtschaftsentwicklung sei nicht aufgezeigt worden.

Wir können die Theorie jetzt vergessen, aber die von Historikern unbestrittenen Fakten betrachten: Im Mittelalter entstanden viele teure Kathedralen: Europa konnte sie sich leisten. Armut des einfachen Volkes nahm nach den Umbrüchen zu – aus welchen Ursachen jeweils auch immer. Dies gilt auch, wenn die erwähnte Theorie falsch ist. Ähnliche Wirkung ist bei der industriellen Revolution erwiesen: Manche Bürgerliche wurden wohlhabend, andere sanken aus sicheren Diensten bei adeligen Familien in ein Proletariat ab, dem es im 19. Jahrhundert sehr schlecht ging, bevor der Sozialstaat entstand.

Die Erwähnung geschah nur, um die übliche, teilweise auch zutreffende Sicht eines großen geistigen Fortschritts durch die Renaissance ein wenig zu ergänzen. Bei allem Aufblühen von Wissenschaft, Handel und Kunst in dieser Epoche des Wandels sollten wir die Schattenseiten nicht übersehen, zu denen auch zunehmende Verankerung männerfeindlicher Sichten zählt, die bereits damals funktionale Bedeutung hatten: In der Renaissance lief die Entdeckung fremder Kontinente, entstand der Kolonialismus. Negative Sicht auf Männlichkeit wurde instrumentalisiert, um eine Rechtfertigung für koloniale Eroberungen zu liefern: Den Wilden wurde zugeschrieben, „Tyrannen” zu sein, die ihre Frauen „unterdrücken” und „brutal” behandeln würden. Eroberung durch die „christliche Zivilisation” wurde damals bereits durch eine Art „Befreiung” der „Frauen” anderer Völker von „ihrem Los” gerechtfertigt, Jahrhunderte vor ähnlichen feministischen Sichten. Wie das Buch „Das unmoralische Geschlecht” von Kucklick zitiert, wurde solche Unterdrückung pauschal allen „Wilden” unterstellt, was den Widerspruch nicht ausschloß, dem Urzustand eine „Gleichheit” zu unterstellen, was ebenfalls moderner Ideologie vorgreift. Lektüre von Büchern wie denen Kucklicks setzt eine sichere, kritische Sicht voraus, denn Kucklick betont selbst, fest in den (feministischen) Prinzipien von (unwissenschaftlichen) Fächern wie Frauen- und Genderforschung verankert zu sein. Sein gesamtes Umfeld der „Männerforschung” fußt auf feministischen Ansätzen und Methodik, ist daher nur ein Anhängsel jener Ideologie.

Der erste Umbruch war die Christianisierung, bei der die gesamte alteuropäische Kultur hinweggefegt wurde, mitsamt des zweiten, geistlichen Standes der Druiden, Gebildeten und ihrer Überlieferungen. Dieser Stand wurde durch christliche Priester ersetzt. Es war ein jähes Ende einer über lange Zeiten gewachsenen Kultur. Bei diesem Prozeß spielte negative Sicht auf Männlichkeit anscheinend bereits eine ähnliche Rolle wie später bei der Kolonialisierung, die offenbar auf eine bereits bestehende unterschwellige Strömung zurückgriff.

Druiden und heidnische Männer wurden als gefährlich hingestellt, als blutrünstige Gestalten, die christliche Priester ermorden und so zum Märtyrer machen. Die Legenden des neuen Glaubens übergingen dabei, was die Priester oder Mönche vorher getan hatten: etwa eine heilige Odinseiche gefällt, um den Glauben an Odin zu erschüttern: ‚Seht, ich fälle eure heilige Eiche, doch kein Odin straft mich. Mein Gott ist mächtiger als eurer.’ Solche Handlungen gälten heute noch als Sakrileg. Es käme nicht gut an, wenn jemand den Petersdom oder die Kaaba in Mekka sprengen würde. Am nächsten Tag gäbe es vielleicht einen großen Krieg deswegen. Manche schrieben, christliche Mönche und heidnische Germanen hätten sich über Jahrhunderte recht gut vertragen, mit wenig Zwischenfällen, bis das Christentum sich verbreitete und begann, Andersgläubige zu bedrängen, den alten Glauben abzuschaffen. Doch auch in diesem Punkt wollen wir uns zurückhalten und neutral bleiben, nur zeigen, daß die Dinge auch anders gesehen werden können.

Was übrig bleibt ist die funktionale Benutzung von Misandrie in der Auseinandersetzung: Im Streit zweier Religionen wurden Heiden als blutrünstige Männer hingestellt. Im Kolonialkrieg wurden Männer als „frauenunterdrückende Tyrannen” hingestellt. Die Aufklärung arbeitete mit ähnlichen Mitteln: Wer sich dem neuen (vermeintlichen) „Vernunft”regime nicht unterwarf, galt als böser, tyrannischer und roher Mann. Nur wer sich zur neuen Religion oder Staatsform bekannte, galt als „zivilisiert”, dessen gehorsame Männlichkeit wurde anerkannt.

Der Staat betrieb dies seit Jahrhunderten. Denn die Schattenseite der Aufklärung ist eine Machtergreifung des modernen Staates, der in immer größere Bereiche des Privatlebens mit immer neuen Gesetzen, Vorschriften und ideologischer Moral eindringt. Jedesmal gilt: Wer der Entmachtung natürlich gewachsener Kultur und des Mannes nicht zustimmt, gilt als „rückständig”, „tyrannisch” und „böse”. Nur wer sich den neuen Machthabern unterwirft, dem Staat erlaubt, immer größere Teile des Intimlebens staatlichen Gesetzen zu unterwerfen, wird als „zivilisiert” geduldet.

Dabei schwingt immer die entrüstete Moralkeule mit, die in heutigen Gesinnungsmedien und Öffentlichkeit deutlich zu spüren ist. Wer unbotmäßig denkt, wird derzeit des „Rechtspopulismus” und „Rassismus” verdächtigt (Massenmigrationskritiker seit etwa 2015), oder gilt als „Frauenfeind” (Feminismuskritiker seit etwa 1968). Massiv wird Andersdenken unterdrückt, wobei die Unterdrücker sich als bessere Menschen vorkommen. Solche Wut, ihre Ideologie anderen aufzuzwingen, können wir historisch zurückverfolgen. Massiv und militant verbreitet wurde diese Wutideologie und Befindlichkeit von drei feministischen Wellen. Geistig vorbereitet wurde dies jedoch von der „Aufklärung” im 18. Jahrhundert, zuvor von der Kolonialisierung, erste Ansätze vermutlich bereits von der Christianisierung.

Indem wir erkennen, was in der abendländischen Zivilisation schiefgelaufen ist, lernen wir, es besser zu machen. Manche wie der Ethnologe Unwin sagen, zunehmende Frauenbevorzugung (die aus angeboren schiefer Wahrnehmung entsteht) habe jede Zivilisation zugrundegerichtet. Bislang ist es keiner Zivilisation gelungen, diesem Untergang zu entgehen, oder gar, die Fehlentwicklung zurückzudrehen. Ich kann um unserer Zukunft willen nur hoffen, daß nun genug Beweise und Wissen vorliegen, damit es uns gelingen kann, zum ersten Male eine Zivilisation aus dem Abgleiten in überhandnehmende Frauenbevorzugung zu retten. Sollte es fehlschlagen, wird der Westen untergehen, Europa islamisch werden.

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Lest meine Bücher.

Fußnoten

1 Jost Hermand, Glanz und Elend der deutschen Oper, S. 52

2 https://sciencefiles.org/2016/10/03/erziehung-zum-ahnungslosen-menschenmaterial-schueler-in-nrw/

3 http://www.hendrik.maekeler.eu/oresme-biel.pdf

Schäden durch die erste feministische Welle

Schäden durch die erste feministische Welle

Es wird zuwenig gelesen. Wie im Artikel über „Verdummung” ausgeführt, ist das Niveau von Ausbildung, öffentlichen Debatten und Politik seit etwa 1968 gefährlich gesunken.

Auch beim Lesen geht Qualität vor Quantität. Gehaltvolle Bücher finden immer geringere Nachfrage. Wie im Skandalfernsehen ist Unterhaltung Trumpf, wobei platte, obszöne und inhaltsfreie Produkte wie Böhmermanns „Schmähgedicht” viel eher zur Schlagzeile werden als eine vernünftige Aussage.

Leider fast nur wenigen Betroffenen und Eingeweihten bekannt ist die massive de-facto-Zensur feminismusfreier Argumente, Sichten und objektiver Fakten, soweit sie der feministischen Staatsdoktrin unbequem sind. Von KiTa und Kindergarten über Schule und Hochschule bis zur Unterhaltung in Fernsehen, Büchern und öffentlichen Medien sind wir täglich Darstellungen ausgesetzt, die auf vom Feminismus verbreiteten Sichten gründen. Noch während wir uns von der Arbeit bei Unterhaltung entspannen, saugen wir unfreiwillig und oft unbemerkt Ideologieklischees feministischer Provenienz auf.

Aus solchen Gründen mißtraue ich nicht nur dem Fernsehen und Radio, bei dem wir fremden Meinungen und Darstellungen zusehen und zuhören, ohne uns Informationen aussuchen zu können. Sowohl Bücher als auch Internet sind fortschrittlicher, denn sie ermöglichen, gezielt gewünschte Informationen aufzunehmen, statt sich berieseln zu lassen.

Doch auch im Buchladen von heute, vielfach gar einem Kettenbuchladen, finden sich außer verdienten Klassikern Neuerscheinungen, die meist von Verlagskonzernen produziert wurden, bei denen es um Geld statt Geist geht. Lieber werden erprobte Maschen im Ausland aufgekauft und übersetzt, als neue Ideen Unbekannter erprobt. In Verlagen und Medien sitzen seit spätestens den 1970er Jahren Feministen, die ungenehme Projekte verhindert haben. Dies hat Erin Pizzey in einem Interview bestätigt.

«Es gab so gut wie keine Frauen der Arbeiterklasse [in der feministischen Bewegung der 1960er / 1970er]. Tatsächlich waren es Akademikerinnen, Hochschuldozentinnen und junge Studentinnen, die am Anfang der Frauenbewegung standen. Der erfolgreichste Teil davon ist, daß zu einem Zeitpunkt der 1970er Jahre international die Mehrheit der Journalistinnen sehr entschiedene Radikalfeministinnen waren… Sehr schnell gab es eine drastische Art der Zensur, und jeder, der es wagte, zu argumentieren, steckte in sehr ernsthaften Schwierigkeiten.»1 (Erin Pizzey, Aktivistin gegen Gewalt und Feminismuskritikerin)

Schon Esther Vilars damaliger Klassiker wären fast niemals erschienen. Ihr berühmtestes Buch wurde erst 1971 gedruckt, als es von fast allen deutschsprachigen Verlagen bereits abgelehnt worden war. Im gleichen Jahrzehnt wurde sie von vier Feministinnen zusammengeschlagen, mit Mord bedroht und ins Exil gezwungen.

Kurzum, was an Büchern der letzten Jahrzehnte in Buchläden ausliegt, ist mir verdächtig, trieft oft von femanzigen Klischees oder Niveaulosigkeit.

Mehr zu lesen allein genügt nicht. Was lohnt sich zu lesen? Viele gute Bücher sind mitsamt ihrer Epoche vergessen. Ei­nes von vie­len gu­ten, lei­der ver­ges­se­nen Bü­chern frü­he­rer Epo­che ist Flucht vor Ur­su­la.

Lesen wir einmal, wie ähnlich unseren Problemen bereits die Sorgen in den 1920ern aufgrund der Folgewirkung der ersten feministischen Welle gewesen sind.

«Frau Ingwer dachte nach, schüttelte den Kopf, sah ihn mit guten Augen an. „Das ist furchtbar ernst. Mir tut das Herz weh, wenn ich es zu Ende denke. Nicht nur, daß Sie nicht mehr heiraten können, aber Sie sind ja hilflos den Launen dieser launischen Frau preisgegeben! Für alle Zeit!”» (Balder Olden, Flucht vor Ursula, 1928, S. 26)

Bücher wie „Feminismuskritik”2 und „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft” haben bereits mit Fakten belegt, daß damals schon Männer ungerecht benachteiligt, Frauen bevorzugt wurden, sowie kulturelle Verwerfungen auftraten, die Jugendlichen schwere Probleme bereiteten, die Liebe zwischen Mann und Frau beschädigte, und im Trennungs- oder Streitfalle Männer zu Zahlknechten oder Opfern weiblicher Launen machte. Auch Schriftsteller haben dies damals bemerkt und geschildert.

«Wegen einer niedlichen Kindsmörderin haben Sie sich doch mit Ihrem Ex, der als Anwalt groß geworden ist, wieder in Verbindung gesetzt, und die niedliche Kindsmörderin ist freigesprochen worden.» (Balder Olden, Flucht vor Ursula, 1928, S. 28-29)

Solche Bevorzugung von Frauen auch vor Gericht, weil sie als „niedlich” und „schützenswert” empfunden werden, hat Martin van Creveld über Jahrhunderte zurück nachgewiesen. Es handelt sich also keineswegs nur um eine „literarische Erfindung”.

«Als ich in Montevideo ankam, fand ich ein Schreiben von meinem Anwalt! Ich sollte mir die Sache überlegen, Ursel hätte gegen alle Abrede haarsträubende Alimente eingeklagt.» (Balder Olden, Flucht vor Ursula, 1928, S. 24)

Abzocke durch Trennung war bereits in den 1920er Jahren eine drückende Last, für die ich mehrere Schriftsteller, die erste „Liga für Männerrechte” von 1926 und die Gesetzeslage als Zeugen anführen kann.

«„Das hat einen tiefen Sinn, gnädige Frau. In legitimen Dingen bin ich für den Rest meines Lebens eine Art Kastrat, wenn Ursel es will. Ich bleibe ihr jedes Jahr eine Phantasiesumme schuldig, etwa das Doppelte meines Einkommens, falls ich nicht überfleißig bin. Wenn ich aber wie ein Kuli arbeite, bleib ich ihr nur so viel schuldig, wie ich verdiene. Angenommen nun, ich wollte es wieder einmal mit dem Bund des Lebens versuchen – schickt sie mir den Gerichtsvollzieher.”» (Balder Olden, Flucht vor Ursula, 1928, S. 25)

Nicht nur das Prinzip der Zwangsversorgung von Frauen, die Männer aus Familie und Leben ausschließen, sondern auch die absurde Höhe der Forderungen wurden immer wieder erlitten und geschildert.

Doch auch ein Gespür für weibliche Wahl war früher vorhanden. Leider wurde es nie im Lichte moderner Evolutionsbiologie betrachtet, was das glatte Gegenteil des feministischen Unsinns als Grundtatsache des Lebens ergeben hätte.

«Zeit der Arbeit vorbei, Zeit zum Freuen gekommen: der lange Abend, die heimliche Nacht. Mädchen … warfen das Arbeitskleid von ihren Seelen, blickten wie Damen – Damen, die verweigern, gewähren können.» (Balder Olden, Flucht vor Ursula, 1928, S. 16)

Die Welt der Pflichten und Erwerbsarbeit wird als Last auf der Seele empfunden, die am Abend freudig abgestreift wird. Kaum ist die Arbeitszeit vorüber, steigen sie auf zu Damen.

Fußnoten

1 «there weren’t any working class women. It was actually academics, university lecturers, young woman students, who were the beginning of the women’s movement. The most successful part of it is, that at that point in the 70s, if you think about it, the majority of women who were journalists internationally, were very heavy radical feminists… And very quickly there was a savage kind of censorship, and anybody who dared to argue was in very serious trouble.» (Erin Pizzey, http://www.youtube.com/watch?v=Ix5-jqQYU1M)

2 ursprünglicher Name des Buches war „Ideologiekritik am Feminismus”

© 2019 Jan Deichmohle

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