Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Schlagwort: Abwimmeln (Seite 1 von 2)

Zeitzeuge

Zeitzeuge

Ein Zeitzeuge schwieg wieder mal wochenlang in seinem Blog. Verdächtig, verdächtig? Was war nur los? Nun, dieser Verfasser hat wieder einmal ein Buch verfaßt, das elfte dieses Jahr. „Zeitzeuge: Reise nach Süden” mit für manche kryptischen drei römischen Zahlen. Wer liest und entschlüsselt die Botschaft? Nur zu!

Die tolerantesten Verlage des deutschen Sprachraums

Die tolerantesten Verlage des deutschen Sprachraums

Die Überschrift hast du richtig gelesen, besonders wenn Ironiealarm klingelt. Hier geht es um Verlage, die sich besonders hervorgetan haben beim Vorhaben, ‚Vielfalt’ und ‚Toleranz’ dem Rest der Welt aufzuzwingen, indem Andersdenkende ausgeblendet, ignoriert, angefeindet oder beschimpft werden. Denn wahrlich sind doch die Vielfalt und Toleranz am größten, wenn jeder angeprangert und erledigt wird, der nicht wie vorgeschrieben denken will. Das Vorgehen wäre Zensur, liefe es in umgekehrte Richtung, würden ihre eigenen Möglichkeiten der Veröffentlichung eingeschränkt. Doch wenn es aussätzige Andersdenkende trifft, die es wagen, im Hirn nicht politisch korrigiert zu sein, ist ja alles bestens und in Ordnung und ganz gewiß keine Zensur. So hat man mir es zu erklären versucht, und dann muß es ja stimmen.

Folgende Verlage verbieten inzwischen pauschal jegliche Manuskripteinsendung seitens eines gewissen Jan Deichmohle, dessen Bücher sie allein aus dem Grund, daß sie von Jan Deichmohle stammen, weder verlegen noch überhaupt ansehen wollen; außerdem verbieten sie dem Herrn Zusendung einer Email. Kontaktsperre sozusagen. Einige von ihnen drohen sogar für den Fall einer Zuwiderhandlung. Mit anderen Worten, manche Verlage treiben es richtig bunt im Geschäft mit Toleranz und Vielfalt.

Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Nicht genannt sind einige preiswürdige Verlage, die zwar kein Emailverbot und Manuskripteinreichungsverbot gegen den Dissidenten Deichmohle verhängten, ihn aber mit öffentlichen Diffamierungen unveröffentlichter Manuskripte zu erledigen versuchten. Einige der ‚buntesten’, intolerantesten und betonköpfigsten Vielfaltsverhinderer fehlen also leider in dieser Liste. Diese werden dafür an anderer Stelle zu gegebener Zeit entsprechend für ihre Verdienste um die Unfreiheit des Wortes gewürdigt werden. Bei besonderen Leistungen werden sie in meinen Büchern ausgezeichnet.

Zusendung verbieten u.a. diese Verlage (und wenige Rezensenten)

███@merve.██ # will keine Zuschriften mehr

███@homunculus-verlag.██ # will keine Zuschriften mehr, regte sich über Verlagszitate auf

███@mabase-verlag.██ # will keine Zuschriften mehr

██@outbird.██ # will keine Email mehr, auch nicht an: 1emilia@███, ███@gleichmass-ev.██

███@jacobystuart.██ # will keine Einsendungen oder Mails von mir

buecher@██vonnah.██ # will pauschal keine Bücher von mir

███@dichtfest.██ # ignoriert Einsendungen von mir

███@haitel.██ # will weder Thema noch Rechtschreibung

███@eisenhutverlag.██ # will keine Zusendungen mehr

lektor██@waldgut.██ # will keine Zusendungen mehr

verlag@kulturmaschinen.██ # Feministin & Flüchtlingshelferin, will keine Zusendungen

███@eryn-verlag.██ # will keine Zusendungen von mir. Ablehnung aus Meinungsgründen

███@verlagdreiwege.██ # will keine Zusendungen mehr

███@brendle-verlag.██ # will keine Zusendungen mehr

███@umschau-buchverlag.██ # will keine Zusendungen mehr

lektor██@bookspot.██ # will keine Zusendungen mehr

███@verlag-kettler.██ # will keine Zusendungen mehr

███@neufeld-verlag.██ # will keine Zusendungen mehr # Glaube und Behinderungen

███@verlag-monikafuchs.██ # will keine Zusendungen mehr

███@milena-verlag.██ # will keine Zusendungen mehr AUTORIN statt AUTOREN

███@verlag-epv.██ # will keine Zusendung mehr

███@wiebers-verlag.██ # will Thematik nicht, löscht ungelesen

███@edition-azur.██ # beleidigt, will keine Zusendung mehr

███@lehmanns.██ # will keine Einsendungen mehr, beleidigt

███@lectorbooks.██ # will keine Zusendungen mehr

worthandel@███ # will keine Email mehr

███@liesmich-verlag.██ # will keine Zuschriften mehr

███@noack-block.██ # will keine Zusendungen mehr

███@adeo-verlag.██ # will keine Zusendungen mehr

███@spv-verlage.██#beleidigt und will keine Zusendungen mehr

███@luftschacht.██ # will keine Zusendungen mehr

███@verlaghjmaurer.██ # will keine Zusendungen mehr

███@satzwerk.██ # will keine Einsendungen von mir

███@prosodia.██ # will keine Zuschrift mehr, beleidigt

███@satyr-verlag.██ # Beleidigung, will keine Zuschriften mehr

███@baerenfelser.██ # will keine Zusendungen, wird gehässig

███@carow-verlag.██ # bisher aggressivste Drohung bei Absage. Will keine Zusendungen mehr

███.hager@aon.██ # will keine Zuschriften mehr

███@kellnerverlag.██ #will keine Emails mehr von mir

http://woll.meinbestseller.██ # will meine Bücher nicht verlegen, lehnt sie grundsätzlich ab

███@meinkopfkino.██ # will keine Zusendungen mehr

███@stieglitz-verlag.██ # will keine Einsendungen mehr

literatur@meerauge.██ # will keine Einsendungen mehr

███@wellhoefer-verlag.██ # verbietet Zusendungen

███@blauwerke-berlin.██ # beleidigt und verbietet Zusendungen

███@folioverlag.██ # will keine Zuschriften mehr

███@pendragon.██ # will keine Zusendung mehr

███@findling-verlag.██ # will keine Zuschriften mehr

verlag@woerterseh. # will keine Zusendungen mehr

edition@buecherlese. # will keine Zusendungen mehr

███@seismoverlag. # Diffamierung bei Absage, will keine Schriften mehr von mir

███@literaturschock. * # will keine Emails mehr

███@pressegroup. # will keine Zuschriften mehr

███@kremayr-scheriau. # will keine Zusendungen von mir

███@axiomy-verlag. # will keine Zusendungen mehr

Geest-Verlag@██ # will keine Einsendungen mehr

███@amrun-verlag. # will keine Zusendungen mehr

███@eckhaus-verlag. # fiese Antworten, will keine Zusendungen mehr

███@guc-online. # will keine Email mehr

██@hanser. # will keine Bücher mehr von mir, nimmt überhaupt keine Manu per Email mehr an

███@mandelbaum.██ # Verlag nennt sich feministisch & ‚antirassistisch’, will keine Zusendung

███@uhrwerk-verlag. # will keine Zusendungen mehr

███@ventil-verlag. # will keine Zusendungen von mir

███@akaziaverlag.█ # will keine Zusendungen von mir

███@morisken-verlag. # will keine Zusendungen mehr, meine Bücher passen pauschal nicht

███@lehmstedt. # will keine Zusendungen von mir

███@verlag-kern. # will keine Zusendungen von mir

███@verlag@hjsv. # will keine Zusendungen von mir

Auch die Inquisition hat nicht alle Werke eines Verfassers verdammt, schon gar nicht im voraus, sondern ‚nur’ Einzelwerke. Ausgelassen sind Fälle, wo eine plausible Begründung genannt wurde, wie z.B. regionale Ausrichtung des Verlages.

Hier geht’s zu meinen Büchern.

Dieses Buch stellt die Buchherstellung auf den Kopf: Bü­cher, die aus Ab­sa­gen ent­ste­hen

Dieses Buch stellt die Buchherstellung auf den Kopf:

Bü­cher, die aus Ab­sa­gen ent­ste­hen

Seit es die Schrift gibt, ent­ste­hen Bü­cher. An­fangs wur­den münd­lich über­lie­fer­te Sa­gen eben­so auf­ge­zeich­net wie Wis­sen, Re­chen­ver­fah­ren und Sach­wis­sen. Spä­ter gin­gen Schrift­stel­ler da­zu über, selbst Ge­schich­ten zu er­fin­den, wo­bei Ho­mer den Über­gang bil­det vom Wie­der­er­zäh­len über Ge­ne­ra­ti­o­nen wei­ter­ge­ge­be­ner Ver­se und In­hal­te zur be­wuß­ten ei­ge­nen Ge­stal­tung und schließ­lich Er­fin­dung. Wis­sen­schaft­ler aber be­gan­nen, ge­zielt und lo­gisch Wis­sen zu er­ar­bei­ten und nie­der­zu­schrei­ben. Der ein­sti­ge zu­sam­men­hän­gen­de Strom der Über­lie­fe­rung, der al­les um­faß­te, dünn­te sich aus, wurde zu Aber­glau­ben, My­thos, Ein­hör­nern und Bräu­chen.

Vie­le flei­ßi­ge Dich­ter ver­dich­te­ten Er­le­ben, Er­fah­rung und Wis­sen. Seit je­her war ihr Fleiß so groß, daß aus­ge­wählt wer­den muß­te, wem Hö­rer lau­schen in der Kacko­pho­nie selbst­über­zeug­ter Bän­kel­sän­ger, die al­le ihr Lied in ih­rer Ton­art da­zu­ga­ben. Was be­wegt uns, da­mit wir es auf­schrei­ben und er­hal­ten? Da­mals moch­ten wir erst le­sen, dann ent­schei­den, ob es der Mü­he wert ist, ab­ge­schrie­ben zu wer­den und so in un­se­ren Be­sitz über­zu­ge­hen, oder wie die Er­in­ne­rung ver­welkt. Doch dann wur­de der Buch­druck er­fun­den, der Mas­sen­her­stel­lung er­mög­lich­te. Nun war es un­mög­lich ge­wor­den, al­les erst zu le­sen; ei­ne Aus­wahl muß­te ge­trof­fen wer­den. Für wel­ches Buch setzt ein Buch­drucker sein Geld ein, sein teu­res Pa­pier, fügt von Hand die Let­tern zu ei­nem Block, auf den Sei­ten ge­preßt wer­den? Hat er dann ein Buch am En­de, oder Ma­ku­la­tur?

Spä­te­stens seit es den Buch­druck gibt, gibt es ge­druck­te Bü­cher und ab­ge­lehn­te Schrif­ten, die nicht in Druck ge­hen. Ab­ge­lehn­te Skrip­ten, die nicht zu Bü­chern wer­den, sind rech­ne­risch der Nor­mal­fall seit Jo­han­nes Gu­ten­berg, der un­se­ren Buch­druck mit ver­schie­den brei­ten Buch­sta­ben und Lücken zwi­schen Wor­ten er­fand, denn es gibt sehr viel mehr Nicht­bü­cher, de­ren Druck ab­ge­lehnt wird, als Wer­ke, die ver­legt wer­den.

Was könn­te sich an die­sem Prin­zip än­dern? Manch ei­ner ver­mu­tet, ko­sten­lo­se oder bil­li­ge Be­reit­stel­lung im In­ter­net könn­te die Er­fin­dung des buch­drucken­den Ver­la­ges rück­gän­gig ma­chen, in­dem nun al­les Buch sein kann, was je­der von uns tippt, ja, so­gar der Lauf ei­ner Kat­ze über die Ta­sten. Da­her sei nichts mehr Buch; denn wo al­les Buch ist, hat Buch kei­ne Be­deu­tung mehr. Das ist ge­nau­so wie bei der Ehe: ei­ne Ehe für al­le ist gleich­be­deu­tend mit Ab­schaf­fung der Ehe, die dann nichts mehr be­deu­tet, be­wirkt, in die Ton­ne ge­tre­ten wer­den kann, da­mit sich ein neu­er Bund zwi­schen Mann und Frau bil­det, die Kin­der zeu­gen und groß­zie­hen.

Wir se­hen, daß we­gen drin­gen­den Be­darfs we­der Ehe noch Ver­la­ge als Idee und Prin­zip un­ter­ge­hen wer­den, weil sie zu be­deut­sam sind. Wohl aber kann das Wort und die In­sti­tu­ti­on ‚Ehe’ un­ter­ge­hen, wor­auf sich ei­ne neuë bil­det, die an­ders be­nannt, aber auf ähn­li­ches hin­aus­lau­fen wird wie die Ehe klas­si­scher Zeit. Ähn­li­ches gilt für Ver­la­ge. Selbst wenn klas­si­sche Ver­la­ge ver­schwin­den soll­ten, wür­de sich et­was funk­ti­o­nal gleich­wer­ti­ges auf an­de­re Wei­se neu bil­den, weil die Mas­se der Buch­sta­ben im Welt­netz und di­gi­ta­len Raum so ge­wal­tig ist, daß je­der Sinn un­ter­geht, ver­steckt in Un­men­gen sinn­ar­mer Buch­sta­ben­fol­gen. Ver­deutscht: Es gibt zu viel Schwach­sinn, den zu le­sen die Zeit fehlt, als daß die Per­len im Müll ge­fun­den wür­den oh­ne Ver­la­ge, die für Qua­li­tät ste­hen, de­ren Na­me si­gna­li­siert: „Dies lohnt zu le­sen. Un­ser Ver­lag steht für le­sens­wer­te Bü­cher.”

Es wird al­so in al­len Zei­ten das Schick­sal von Schrift­stel­lern und Bü­chern sein, daß ver­lags­ähn­li­che Ge­bil­de die mei­sten Mach­wer­ke ab­leh­nen.

Der stau­nen­den Li­te­ra­tur­welt prä­sen­tie­re ich nun das Ge­gen­teil: Nicht Bü­cher, die je­ne Aus­wahl be­stan­den, auch kei­ne Skrip­ten, die ab­ge­lehnt wur­den, son­dern Bü­cher, die aus der Ab­leh­nung ent­stan­den! Ich stel­le das Prin­zip des Buch­markts auf den Kopf. Das macht mei­ne Bü­cher re­vo­lu­ti­o­när. Sie sind von An­fang an das ge­nauë Ge­gen­teil des­sen, was Le­ser le­sen wol­len, Ver­la­ge ver­le­gen, sie sind der Schreck der Zeit­ge­nos­sen. Ihr The­ma ist Ab­leh­nung.

Mei­ne Bü­cher han­deln von Ab­leh­nung, auch ih­rer ei­ge­nen. Sie ent­stan­den durch Ver­lags­ab­sa­gen und wur­den durch je­de Ab­sa­ge bes­ser. Ja, ich kann sa­gen, oh­ne Ab­sa­gen wä­re kei­nes mei­ner Bü­cher je ge­schrie­ben wor­den! Doch die­ses Prin­zip per­fek­ti­o­nier­te ich auf al­len Ebe­nen. Es wä­re ja lang­wei­lig, nur von Ver­la­gen ab­ge­lehnt zu wer­den! Nein, ich samm­le Ab­sa­gen in al­len Le­bens­la­gen.

Was ist Le­ben? Le­ben ist, was neu­ës Le­ben schaf­fen, was zeu­gen, sich ver­viel­fäl­ti­gen kann. Le­ben ist, was sich fort­pflanzt. Le­ben ist ei­ne seit Ent­ste­hung vor ver­mut­lich min­de­stens 4 Mil­li­ar­den Jah­ren end­lo­se Fol­ge von Zeu­gun­gen. Was sich nicht er­folg­reich fort­pflanzt, stirbt aus, ver­schwin­det als Sack­gas­se der Evo­lu­ti­on für im­mer. Ähn­li­ches gilt für Bü­cher: Die Wer­ke Ho­mers und sei­ner gei­sti­gen Nach­fah­ren wur­den erst von Mensch zu Mensch wie­der­holt, aus­wen­dig ge­lernt und wei­ter­ge­lehrt, dann auf­ge­schrie­ben und ab­ge­schrie­ben, be­vor das Ori­gi­nal zer­fiel, ob Ton­ta­fel, Pa­py­rus, Per­ga­ment oder Pa­pier. Was nur ein­mal ver­säumt wur­de zu ko­pie­ren, be­vor es ver­schwand, ist zu un­se­rem Be­dau­ërn für im­mer ver­lo­ren. So ken­nen wir vie­le an­ti­ke und spä­te­re Wer­ke nur dem Na­men nach, gä­ben viel, sie le­sen zu kön­nen, doch weil ein­mal die Ver­viel­fäl­ti­gung ver­säumt wur­de, gin­gen die Wer­ke für im­mer ver­lo­ren.

Glei­ches gilt für uns selbst: Wenn wir nur ein­mal ver­säu­men, uns fort­zu­pflan­zen, stirbt un­se­re Li­nië aus, was Fe­mi­nis­mus und Mas­sen­mi­gra­ti­on ge­ra­de­zu mas­sen­haft be­wir­ken. Ei­ne durch­ge­dreh­te Ge­ne­ra­ti­on kann al­le Mü­hen al­ler Vor­fah­ren für im­mer zu­nich­te ma­chen; dann wa­ren nach­träg­lich al­le An­stren­gun­gen ver­ge­bens.

Da wir selbst Le­ben sind, ein Le­be­we­sen, ein We­sen, das lebt, ist Le­ben Sinn und In­halt des Le­bens, die Wei­ter­ga­be un­se­res Le­bens Auf­ga­be und Teil die­ses Sinns. Dar­aus folgt al­les wei­te­re; nichts sonst im Le­ben hat auch nur ent­fernt ver­gleich­ba­re Be­deu­tung.

Nun gibt es ein lo­gi­sches Pro­blem beim Stre­ben, sinn­voll zu le­ben, weil es seit ei­ner Drei­vier­tel­mil­li­ar­de Jah­ren Zwei­ge­schlecht­lich­keit gibt, die ei­ne stark be­schleu­nig­te Evo­lu­ti­on er­mög­licht: In je­der Ge­ne­ra­ti­on wird nicht der ge­nau glei­che Bau­plan wie­der­holt, was nur sehr lang­sam Än­de­run­gen durch Schä­den im Gen­ma­te­ri­al er­gä­be, die äu­ßerst sel­ten von Vor­teil, son­dern meist im Wort­sin­ne schäd­lich sind, son­dern es wird ei­ne Viel­zahl von Chro­mo­so­men an­ders kom­bi­niert. Der Mensch hat 23 Paa­re da­von; bei je­dem wird zu­fäl­lig ent­we­der das ei­ne oder das an­dere beim Hal­bie­ren aus­ge­wählt, um Ei- oder Sa­men­zel­le zu bil­den. Die Zahl der Mög­lich­kei­ten ist astro­no­misch. Das al­lein ver­grö­ßert die Aus­wahl und er­leich­tert, er­folg­rei­che Ge­ne zu ver­brei­ten, gün­sti­ge Ver­än­de­run­gen zu för­dern, nach­tei­li­ge aus­zu­sor­tie­ren.

So­weit so gut – Zwei­ge­schlecht­lich­keit war ein er­heb­li­cher Fort­schritt, der ei­ne ra­san­te Be­schleu­ni­gung bei der Evo­lu­ti­on hö­he­rer Ar­ten aus­lö­ste. Doch ein Pro­blem da­bei: Ein Ge­schlecht stellt den Nach­wuchs her – wir nen­nen es das weib­li­che –, das an­de­re lie­fert sei­ne Ge­ne. Das ist ins­be­son­de­re der Fall, wenn Weib­chen der Art schwan­ger wer­den und Nach­wuchs ge­bä­ren; bei Fi­schen, die nur Ei­ër le­gen, mag der Un­ter­schied zu­wei­len we­ni­ger gra­vie­rend sein. Die­se Asym­me­trie hat Fol­gen. Denn ei­ne Le­bens­art, bei der sich nicht al­le oder die mei­sten ge­bär­fä­hi­gen An­ge­hö­ri­gen fort­pflan­zen, stirbt ent­we­der aus, oder wird von tüch­ti­ge­ren Ar­ten ver­drängt. Dar­aus folgt, daß die Bür­de der Aus­wahl gu­ter und schlech­ter Ge­ne nicht dem weib­li­chen Ge­schlecht auf­er­legt wird, son­dern dem männ­li­chen. Es ist das Schick­sal des Man­nes, viel lei­sten zu müs­sen, vie­le An­stren­gung oder so­gar Ge­fah­ren auf sich zu neh­men, um viel­leicht so glück­lich zu sein, zu den Er­wähl­ten zu wer­den, die sich fort­pflan­zen kön­nen und so den Sinn des Le­bens er­fül­len.

Vie­le an­de­re, oft ei­ne Mehr­heit, sind Ge­lack­mei­ër­te, die sich um­sonst mü­hen. Männ­li­ches Le­ben ist be­nach­tei­ligt. Un­se­re Wahr­nehmung ist falsch. Auch wenn Männ­chen grö­ßer und stär­ker sind, so sind sie es des­halb, weil das von Da­men­wahl ver­langt und an­ge­züch­tet wur­de. Männ­li­che Macht ist nur ein Ver­such, mit viel Mü­he und An­stren­gung Hür­den zu neh­men, die es für Frau­ën gar nicht gibt. Die bio­lo­gi­sche Do­mi­nanz des weib­li­chen Ge­schlechts ist uns un­sicht­bar. Auf die­sem Grund­irr­tum be­ruht je­ne zer­stö­re­ri­sche Kraft, die auf Dau­ër je­de Zi­vi­li­sa­ti­on zer­stört. Fe­mi­nis­mus ist die kras­se, mi­li­tan­te Über­trei­bung der zer­stö­re­ri­schen Kraft und des Irr­tums, der auf Miß­ver­ste­hen bio­lo­gi­scher Grund­la­gen be­ruht.

Was hat das al­les mit mei­nen Bü­chern zu tun? Nun, mei­ne li­te­ra­ri­sche Buch­rei­he han­delt von ge­nau die­sen Grund­kräf­ten des Le­bens! Die­se Grund­kraft zeigt sich als Da­men­wahl, se­xu­el­le Se­lek­ti­on, als Ab­leh­nung der mei­sten Män­ner. Da­mit wir es nicht durch Er­ken­nen und Be­wußt­ma­chen aus­he­beln kön­nen, un­ter­lie­gen die­se Din­ge ei­ner mäch­ti­gen – trotz­dem nicht un­über­wind­li­chen – psy­chi­schen Ver­drän­gungs­kraft: sie sind ta­bu. Wer dar­an rührt, wird emp­ört ab­ge­lehnt und ver­spot­tet – aus evo­lu­ti­o­nä­rem Schutz­me­cha­nis­mus.

Ge­nau da­von han­deln mei­ne Bü­cher! Ge­nau des­halb sind mei­ne Bü­cher so bri­sant, re­vo­lu­ti­o­när. Dar­um wer­den sie so emp­ört ab­ge­lehnt. Denn ich schrei­be über Ab­leh­nung, Ab­leh­nung von Män­nern durch Frau­ën. Ich schrei­be über den Ver­drän­gungs­me­cha­nis­mus, der sich ge­gen das Er­ken­nen sol­cher Ab­leh­nung und der weib­li­chen Do­mi­nanz wehrt, folg­lich auch mei­ne Sich­ten und die sie ver­mit­teln­den Bü­cher ver­drängt.

Mei­ne Bü­cher be­gin­nen al­so mit Ab­leh­nung: der Ab­leh­nung durch Frau­ën. Das ist Frau­ën und Ge­sell­schaft un­be­quem; folg­lich wer­den die Bü­cher auch aus die­sem Grun­de aber­mals ab­ge­lehnt. Au­ßer­dem rüh­re ich an dem evo­lu­ti­o­när ta­bu­isier­ten Prin­zip, daß Män­ner nicht über Ab­leh­nung kla­gen dür­fen, denn das männ­li­che Ge­schlecht soll als Fil­ter für Ge­ne die­nen, und wer im Fil­ter hän­gen­bleibt, soll halt aus­ster­ben und die Klap­pe hal­ten, sich aber auf kei­nen Fall!, un­ter kei­nen Um­stän­den! durch Er­re­gen von Mit­ge­fühl da­ge­gen weh­ren kön­nen. Ganz ei­sern un­ter­drücken evo­lu­ti­o­nä­re Schutz­re­fle­xe je­den Ver­such ei­nes männ­li­chen Ver­lie­rers, die­ses Fil­ter­sy­stem zu un­ter­lau­fen. Dar­aus er­klärt sich die er­bit­ter­te Hä­me, mit der ich als Mensch be­legt wur­de, wenn ich dar­über spre­chen woll­te, eben­so die Ge­häs­sig­keit, mit der mei­ne Bü­cher als an­geb­lich ‚mi­se­ra­bel’ seit den 1980ern ver­ris­sen, ver­lacht, ver­höhnt und dif­fa­miert wur­den – wäh­rend gleich­zei­tig fe­mi­ni­sti­sche Weh­weh­chen der lä­cher­lich­sten Art, die tat­säch­lich mi­se­ra­bel ge­schrie­ben wa­ren, als Welt­sen­sa­ti­on zum Kas­sen­knül­ler wur­den, weil bei Frau­ën das Ge­gen­teil pas­siert wie bei Män­nern: Wenn Frau­ën kla­gen, wird ein eben­falls evo­lu­ti­o­när an­ge­bo­re­ner Schutz­re­flex oder Ka­va­liers­in­stinkt aus­ge­löst, der Kin­der, Müt­ter und Frau­en be­vor­zugt.

So­mit ent­stan­den mei­ne frü­hen li­te­ra­ri­schen Bü­cher we­gen Ab­leh­nung, aus der Er­fah­rung und dem Er­lei­den von Ab­leh­nung, ha­ben die­se zum The­ma, und be­han­deln die ab­leh­nen­den Re­fle­xe, mit de­nen Män­ner dis­kri­mi­niert wer­den. Fe­mi­nis­mus hat al­les ge­nau falsch her­um ver­stan­den. Män­ner sind es, die von Frau­en dis­kri­mi­niert wer­den, was ein­fach ei­ne bio­lo­gi­sche Tat­sa­che ist, und Fe­mi­nis­mus hat die­se Dis­kri­mi­nie­rung ra­di­kal, mi­li­tant und ge­häs­sig ins Ex­tre­me über­stei­gert. Fe­mi­nis­mus war Un­ter­drückung, die Macht­er­grei­fung ei­ner be­reits be­vor­zug­ten Grup­pe, die se­xu­el­le Do­mi­nanz aus­übt, die Ver­skla­vung von Män­nern, die nun über Fa­mi­li­ën­recht, Un­ter­halt, Ali­men­te, Quo­ten und an­de­re spe­zi­fisch männ­li­che La­sten als Fi­nanz­skla­ven aus­ge­preßt wer­den von ei­ner fe­mi­ni­sti­schen Skla­ven­hal­te­rin­nen­ge­sell­schaft.

Die­se Ab­leh­nung auf vie­len Ebe­nen ist An­laß und Ge­gen­stand mei­ner frü­hen bel­le­tri­sti­schen Bü­cher, wird mit Ab­leh­nung durch Ver­la­ge aus Ge­sin­nungs­grün­den noch auf ei­ne wei­te­re Stu­fe fort­ge­setzt. Denn The­men und In­hal­te sind ta­bu, wi­der­spre­chen dem evo­lu­ti­o­nä­ren Ge­schlech­ter­re­gi­me, das Frau­en wahl­do­mi­nant macht und Män­ner da­mit be­droht, je­der­zeit zu aus­ge­fil­ter­ten, dis­kri­mi­nier­ten Ver­lie­rern wer­den zu kön­nen. Über­dies wi­der­spre­chen sie der zur Staats­dok­trin er­ho­be­nen fe­mi­ni­sti­schen Ide­o­lo­gie. The­ma und In­halt sind un­be­quem; nie­mand möch­te sich mit dem Ver­lie­rer­sein iden­ti­fi­zie­ren, denn je­der ver­sucht zu punk­ten, sich als Ge­win­ner und Er­folg­rei­chen auf­zu­bau­ën.

So macht sich je­der lie­ber et­was vor, legt sich Selbst­be­wußt­sein zu, hält sich für gut und sei­ne La­ge für bes­ser als sie wirk­lich ist. Dann kom­me ich mit der un­be­schö­nig­ten, dü­ste­ren Wahr­heit, wer­de als Stö­rer gleich aus­sor­tiert. Doch da­mit wird nicht ein ‚schlech­tes’ Buch, son­dern ein gu­tes und die Wahr­heit selbst aus­sor­tiert. Hier stim­men die Wahl­kri­te­ri­ën nicht. Auch wenn es ge­ra­de kein leich­tes Ge­schäft ver­spricht – die­se Bü­cher stel­len ei­ne Wahr­heit vor, die je­der wis­sen muß, um das Le­ben zu ver­ste­hen, um zu be­grei­fen, was Fe­mi­nis­mus und Mi­gra­ti­on ge­ra­de an­rich­ten. Hier geht es um eu­ër Le­ben! Es geht um die Wahr­heit! Wer da nur auf sein Bauch­ge­fühl oder das Ge­schäft schaut, han­delt kurz­sich­tig.

Die Wahr­heit wird sich ir­gend­wann durch­set­zen. Dann wer­den die Ab­wimm­ler die Bla­mier­ten sein.

«Ge­sen­det: Mitt­woch, 06. Sep­tem­ber 2017 um 12:00 Uhr
Von: „Gabi ███“ <███@punk­tum-bue­cher.██>

ja, Hil­fe, igitt»

Frau Ab­wimm­le­rin fühlt sich bei ih­rem Tun er­tappt und schreit um Hil­fe. Es geht ja nicht an, daß ab­ge­wim­mel­te Män­ner Tä­te­rin­nen in ein schlech­tes Licht rücken – ‚igitt!’.

«Von: ███ <███@well­hoe­fer-ver­lag.██>
Ge­sen­det: Frei­tag, 8. Sep­tem­ber 2017 08:18
An: Jan Deich­moh­le

könn­ten Sie uns mal aus dem VEr­tei­ler strei­chen, bit­te

Von: Jan Deich­moh­le
Ge­sen­det: Frei­tag, 8. Sep­tem­ber 2017 08:28
An: <███@well­hoe­fer-ver­lag.██>

Ih­re Freund­lich­keit ist be­mer­kens­wert. Die­se Ant­wort kann Spu­ren von Iro­nie ent­hal­ten.»

Zum Ab­schluß noch ei­ne Er­gän­zung für die Be­sten­li­ste an­stän­di­ger Ver­le­ger.

«Ge­sen­det: Frei­tag, 08. Sep­tem­ber 2017 um 10:41 Uhr
Von: „An­ci­ent Mail Ver­lag“
Be­treff: AW: Ro­man über zen­tra­le Le­bens­fra­gen uns­rer Epo­che

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

vie­len Dank für Ihr Ma­nu­skript­an­ge­bot! Ich ha­be es wirk­lich sorg­fäl­tig ge­prüft und kann nur be­stä­ti­gen, daß es zwar von gro­ßer Bri­sanz, aber sehr deut­lich und gut ver­ständ­lich ge­schrie­ben ist, al­so auch für je­den nach­voll­zieh­bar sein müß­te. Al­ler­dings ha­ben wir bis­her kei­ne Bü­cher die­ser The­ma­tik im Pro­gramm, und es ist schwie­rig, neue Le­ser­krei­se zu er­schlie­ßen. Es ist aber mit Si­cher­heit auch nicht in Ih­rem In­ter­es­se, denn das Buch soll ja auch ver­kauft wer­den. Wir wol­len uns da­her wei­ter­hin auf die Be­rei­che … kon­zen­trie­ren.

Wir wün­schen Ih­nen je­doch, daß Sie bald ei­nen Ver­lag fin­den wer­den und daß Ihr Buch die Auf­merk­sam­keit be­kommt, die es ver­dient!

Be­ste Grü­ße»

Lei­der wird Ori­gi­na­li­tät be­straft; die mei­sten wol­len le­sen, was sie ge­wöhnt sind, zu wis­sen glau­ben, al­so des No­tie­rens nicht wert ist. Gei­sti­ge Lei­stun­gen und Durch­brü­che wer­den be­straft; das Wie­der­käu­en fe­mi­ni­sti­scher Vor- und Fehl­ur­tei­le wird be­lohnt.

Es gibt bis­lang kei­ne Bü­cher zu die­ser The­ma­tik, denn ich ha­be sie ge­fun­den und schrei­be seit Jahr­zehn­ten ver­geb­lich dar­über, weil der­glei­chen in kein Pro­gramm ei­nes Pu­bli­kum­ver­la­ges paßt, der es auch be­wer­ben kann – denn lo­gi­scher­wei­se kann ein er­stes Buch ei­nes neu­ën The­mas nie­mals ei­nen Ver­lag fin­den, der be­reits Bücher zu die­sem neu­ge­fun­de­nen The­ma hat. Da­mit läßt sich je­der gei­sti­ge Fort­schritt ver­hin­dern. Nur ei­ne mäch­ti­ge Be­we­gung im Hin­ter­grund kann den Durch­bruch brin­gen, doch die­se gibt es nicht – mei­ne Ide­ën wer­den von al­len, Män­nern wie Frau­ën, pein­lich ig­no­riert. Fe­mi­ni­sten konn­ten da­ge­gen kras­se Lü­gen, Un­sinn und Fehl­wahr­neh­mun­gen durch­drücken, weil sie Un­ter­stüt­zer und Sym­pa­thi­san­ten fan­den, die ih­re Ver­ir­rung teil­ten.

«Ge­sen­det: Frei­tag, 08. Sep­tem­ber 2017 um 12:42 Uhr
Von: „Fo­lio Ver­lag“
Be­treff: AW: Kern­fra­gen des Le­bens in All­tag und Evo­lu­ti­on dar­ge­stellt

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

vie­len Dank für Ih­re Nach­richt. Dies ist be­reits die drit­te Ma­nu­skript­ein­rei­chung ih­rer­seits. Ich muß Ih­nen lei­der mit­tei­len, daß wir für Ih­re Ti­tel nicht der rich­ti­ge Ver­lag sind, ich bit­te Sie das zur Kennt­nis zu neh­men.»

Fe­mi­nis­mus hat seit 1968 mas­sen­wei­se Un­sinn pu­bli­ziert be­kom­men; mei­ne Bü­cher wer­den ka­te­go­risch in ‚Sip­pen­haft’ im vor­aus ab­ge­lehnt.

Die Dame be­findet sich in ei­nem klei­nen, aber ent­schei­den­den Irr­tum: Bei der seit 1968 wäh­ren­den to­ta­len Un­ter­drückung der Sicht vom Fe­mi­nis­mus un­ter­drück­ter und um ihr Le­ben be­tro­ge­ner Män­ner han­delt es sich um ein Ver­bre­chen, das auf­ge­deckt und be­en­det wer­den muß. Die­ses Ver­bre­chen täg­lich fort­zu­set­zen, in­dem Be­rich­te dar­über ab­ge­wim­melt wer­den, ist kei­ne Lö­sung, son­dern Teil und Fort­füh­rung die­ses Ver­bre­chens auf pu­bli­zi­sti­scher Ebe­ne. Sie, mei­ne Da­me, ma­chen sich ge­ra­de zur Mit­schul­di­gen bei ei­nem Ver­bre­chen.

Es ist nicht die Sicht ab­wim­meln­der Me­di­ën, die hier be­deut­sam ist. Nicht Me­di­ën ha­ben ein Recht dar­auf, daß ihr Ge­dulds­fa­den reißt, wenn sich je­mand nicht le­bens­lang ab­wim­meln las­sen will. Um­ge­kehrt wird ein Schuh dar­aus, die seit 1968 Ab­ge­wim­mel­ten, de­ren ab­ge­wim­mel­tes Le­ben fast vor­bei ist, hät­ten schon vor 40 Jah­ren auf­ste­hen sol­len: „Es reicht! Der Ge­dulds­fa­den ist ge­ris­sen! Wir neh­men die­se Ab­wim­me­lei nicht län­ger hin!” Sie sind Teil des Pro­blems, mei­ne Da­me!

Dieser Artikel wurde heute in „Krönender Abschluß” des „Fulminanten Finales”, Band 3, ergänzt.

Fulminante Verlagsabsagen für Fulminantes Finale

Fulminante Verlagsabsagen für Fulminantes Finale

Folgende Absage nebst Kommentar hatte ich heute das Vergnügen, in den ersten Band des Buches einzufügen:

«Von: ███tina ███ <██verlag.██>
Gesendet: Donnerstag, 17. August 2017 19:23
An: Jan Deichmohle
Betreff: Re: hochaktuelles Buch über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Sehr geehrter Herr Deichmohle,
das wird Sie vermutlich frustrieren: Ich bin Feministin. Und ich Arbeitgeberin von Migranten.
Beides stark inspiriert durch selbstmitleidigem1 Blödsinn aus den Tasten und Federn weißer Männer in verquaster Tradition.
Bleiben Sie dran. Sie helfen mir.

Ihre Nicht-Verlegerin

Von: Jan Deichmohle
Gesendet: Donnerstag, 17. August 2017 19:19
An: ██verlag.██
Betreff: hochaktuelles Buch über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration»

Madame Blitzbla­ma­ge gelang es, in weniger als vier Minuten (mein Buch hingeschickt: 19:19, ihre gehässige Antwort zurückgesendet: 19:23 selbigen Tages und Zeitzone) die Grund­re­gel des Fe­mi­nis­mus zu be­stä­ti­gen, daß im­mer das ge­naue Ge­gen­teil der Wahr­heit be­haup­tet, und al­len An­ders­den­ken­den vor­ge­wor­fen wird, was Fe­mi­ni­sten al­lein selbst tun.

In we­ni­ger als zwei Mi­nu­ten für das Buch war es ihr un­mög­lich, den Pro­blem­kreis sorg­fäl­tig zu durch­den­ken, selbst wenn sie es, ent­ge­gen „verquaster” fe­mi­ni­sti­scher „Tradition” be­ab­sich­tigt hät­te. Da­nn blie­ben ihr höch­stens zwei Mi­nu­ten, in ih­rer Wut, daß es Men­schen mit an­de­ren Mei­nun­gen gibt, „Blödsinn” ein­zu­tip­pen und über­eilt weg­zu­schicken, wo­durch uns ih­re ver­qua­sten Er­güs­se dan­kens­wer­ter Wei­se do­ku­men­tier­bar wur­den. In diesen insgesamt vier Minuten (wenn Sie denn sofort nach meinem Abschicken der Email zu lesen begonnen hätte, was unwahrscheinlich ist) ver­blieb ihr ge­ra­de ge­nug Zeit, so hochgeistige Argumente zu formulieren und einzutippen wie:

„Ich bin Feministin”

Gratuliere. Gäbe es den Feminismus nicht, so hätte der Spruch gute Aussichten beim Tunier der dümmsten Nichtbegründungen. Ihre ideologische Überzeugung ist weder ein sachliches Argument, noch ein Urteil über mein Buch oder dessen Inhalt. Was sie schreibt, ist reine Selbstbespiegelung. Sie do­ku­men­tiert ih­re Selbst- und Frauenbezogenheit, als es ih­re Auf­ga­be war, Ar­gu­men­te und ein Buch jen­seits des Kä­figs fe­mi­ni­sti­scher Haß­ide­o­lo­gie zu ver­ste­hen, ein Min­dest­maß mensch­li­cher Emp­a­thie zu ent­wickeln, zu der sie sich un­fä­hig er­weist.

Daß sie mich als „weißen Mann” ablehnt, ist nach feministischen Kriterien sowohl ‚sexistisch’ als auch ‚rassistisch’. Denn hätte ein Verlag ein Buch abgelehnt, weil es „Tasten und Federn” einer Frau entstammte, würden sämtliche Feministinnen weltweit einen riesigen Aufschrei und Aufstand lostreten. Würde ein Verlag es wagen, ein Buch abzulehnen, weil es „Tasten und Feder” eines schwarzen Migranten” entstammt, gäbe es einen Riesenaufschrei in sämtlichen Medien und Grundsatzklagen bis zu den Gerichtshöfen der EU und der UN.

Geht es aber gegen einen ‚weißen Mann’, ist alles bestens, und Feministinnen dürfen sich seit jeher erlauben, was sie anderen strengstens verbieten. Danke für die Klärung Ihrer feministischen Doppelmoral, für ihren unverschämten feministischen Machtmißbrauch, indem Sie Ihre Machtposition dazu mißbrauchen, diskriminierte Männer abermals zu diskriminieren, wenn diese über ihr Leiden an Diskriminierung berichten. Das ist absolut zynisch!

Sie sind die Täterin. Sie sind die Unterdrückerin. Begriffen haben Sie gar nichts. Wahrscheinlich sind Sie mitschuldig daran, daß wir von einem millionenfachen Männerüberschuß überflutet und verdrängt werden – Ihnen ist das egal, denn leiden tun darunter ja vor al­lem Männer, so wie unter Generationen feministischer Gesinnungsdiktatur, Kulturrevolution und feministischem Haß, den ich in meinen Büchern ebenso dokumentiere wie Ihre totale Unfähigkeit zu Empathie mit Männern.

Ihre absolute Unfähigkeit zu Mitgefühl und Empathie für die von Ihnen seit Generationen diskreditierten eigenen Männer (Schimpfbezeichnung ‚weiße Männer’) haben Sie deutlich zum Ausdruck gebracht, obendrein noch Hohn und Spott draufgesetzt.

Hier ein paar Bilder von Ihren Gesinnungsgenossen:

 

 

 

Fußnote

1 sic (-m statt -n)

Andreas Lange: Rezension von „Anmache“

Andreas Lange: Rezension von „Anmache

Wie kann ein aus gutem Bürgertum stammender, humanistisch gebildeter und intelligenter Mann, sich selbstbewusst als Verlierer bezeichnen? Wieso versteckt er diesen Makel nicht?

In seinem neuen Buch „Anmache“ beschreibt Jan Deichmohle sein Scheitern am anderen Geschlecht. Das Muster, nach dem Frauen und andere Randgruppen ihr Leid beklagen, funktioniert bei Jan Deichmohle nicht, denn er ist ein weißer Mann. Seine Klage könnte als Fußnote in unserem Bewusstsein verschwinden, wäre da nicht sein Optimismus, dass sein Bekenntnis ein Auftakt zu einem Umbruch sei.

Ein Auftakt zur Revolution? Wie kann Klagen revolutionär sein? Dient es nicht dazu, mehr Rechte, Rücksichten und Vorteile zu bekommen? Das Klagen des Feminismus ist nach Meinung des Autors nicht revolutionär, sondern ein alter Hut. Das Klagen von Männern sei jedoch ein Bruch mit einem Paradigma. Jan Deichmohle geht so weit, zu sagen, dass die Position der männlichen Verlierer die neue, moderne und wissenschaftlich gefestigte Argumentation begründet, die in Zukunft das Leiden der Männer und damit auch das von Frauen verringern kann.

Es scheint, der Autor mutet dem männlichen Leser zu, sich als Verlierer zu sehen oder, wenn der Leser eine Frau ist, als männliches Leiden verursachende Täterin. Wie kann Jan Deichmohle erwarten, dass jemand das Buch liest, wenn ihm als Ergebnis nur die Rolle als Verlierer oder Täter zugewiesen wird? Diese Frage ist aus der Perspektive Deichmohles falsch gestellt. Er formuliert sie anders: warum, so fragt er, verschließen die Menschen ihre Augen vor Grundtatsachen menschlichen Lebens, wenn das Verstehen dieser Tatsachen, uns von der Täter- und Opferrolle befreien kann?

Mit dieser Fragestellung im Rücken muss das Buch „Anmache“ und auch alle anderen schon erschienenen Bücher von Jan Deichmohle gelesen werden. Ein Leser kann bei der Lektüre an sich selbst erproben, wie schwer ihm die Akzeptanz der vom Autor vermittelten Fakten fällt. Mit Unbehagen wird er die Gefühlslage eines vom weiblichen Geschlecht gemiedenen Mannes nachempfinden, wenn dieser Mann die Stirn besitzt, den Grund seiner Abweisung nicht in sich selbst zu suchen. Was gibt ihm das Recht dazu? Gib es Ursachen für das „Abwimmeln“ durch das andere Geschlecht, die ganz woanders liegen?

Jan Deichmohle erprobt eine Vielzahl von Stilmitteln und Themen, mit deren Hilfe er den Leser dazu bringen will, den feministischen Standpunkt aufzugeben. Essays zum Kontrapunkt barocker Musik, avantgardistisch anmutende Texte aus den 80ern. Analysen uralter Religionen, Massenmigration oder sehr intime Äußerungen zu seiner Person sind einige Beispiele seiner Methode.

Wer Jan Deichmohle auf seiner Reise durch die Geschichte des Feminismus und der männlichen Verlierer begleitet, erhält als Gegenleistung eine Perspektive, die weit über dem Themenkreis des Feminismus herausreicht. Diese Perspektive ist authentisch, denn sie ist durch eigenes Erleben verbürgt. Sie ist nach Ansicht des Autors aber auch richtig, weil sie den Tatsachen entspricht und wissenschaftlich beweisbar ist.

Dieses neuartige Buch gibt es hier. Heute sieht die zweite Auflage so aus:

Gespräch von Jan Deichmohle mit Andreas Lange über Massenmigration, Feminismus und „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln“

Gespräch von Jan Deichmohle mit Andreas Lange über Massenmigration, Feminismus und „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln

Hier geht’s zum Buch: Lesen lohnt, eine gute Überraschung. 🙂

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Farbe im Buch: gut gelungen, danke

Farbe im Buch: gut gelungen, danke

Eine freudige Überraschung hatte ich beim Auspacken der Autorenexemplare: Auch im Buch sind farbige Bilder und Tabellen farbig gedruckt; sogar wo der Text mit Farbe spielt, ist dies beibehalten.

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Der Drucker gibt das Buch nicht so klar wieder, wie es ist, zumal das Buch beim scannen in der Mitte etwas hochsteht. Ohne Beschädigung lassen sich aufgeklappte Bücher selten glatt auflegen. Doch ist zu sehen, wie gelungen und hochwertig es ausgefallen ist. Ähnliches gilt auch für den vorherigen Band „Die Unterdrückung der Männer“, der allerdings auf Farbe im Innenteil verzichtet.

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Es lohnt sich, mal hineinzulesen. Einige Auszüge stehen in meinem Blog; die Hauptstränge sind neu und nirgends sonst zu finden. Hier gehts zum Buch:

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Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln – Buch über Massenimigration, Feminismus und diskriminierte Männer

Anmache

Vom Anmachen und Abwimmeln

„Anmache” ist in mehrfacher Hinsicht eine literarische Neuerung, die Auswirkungen von Feminismus, Massenmigration und unserer Epoche auf das Leben beschreibt. Bislang unbekannten Verlierern wird eine Stimme gegeben, die uns verblüffendes zu sagen hat. Welche Blüten Bevorzugung von Migranten vor einheimischen Männern treibt, die Anfeindung statt einseitiger Solidarität erleben, wird Sie überraschen. Zugleich wird geschildert, wie feministische Wellen männliche Verlierer bereits seit Jahrzehnten diskriminierten. Das Buch ist eine dichterische Beschreibung von Zusammenhängen, die wir zu übersehen gewohnt sind.

anmache-umschlag

Dieses Buch wird nicht unberührt lassen: Empörung, Spott und Häme sind ebenso zu erwarten wie Zustimmung und Freude, bislang unsagbares zu vernehmen. Die Grenzen des Denkbaren und Empfundenen zu verschieben ist eine Aufgabe von Verfasser und Buch, ein sich von Kapitel zu Kapitel steigerndes Leseabenteuer. Von unbewußten Kräften verdrängte Grundkräfte des Lebens treten in unser Bewußtsein und zeigen Neuland.

Jan Deichmohle, Gabriele Schäfer Verlag, Oktober 2016, erhältlich voraussichtlich ab 18.10.2016.

Ergänzungen

Ergänzungen

Folgende Passage habe ich in „Nein!” ergänzt, das jetzt im Romowe Verlag erscheint. 😉 Ich füttere euch mit einer absichtlichen Entgleisung an:

In sol­cher Stra­ßen­wer­bung für Aus­wan­de­rung ist Deutsch­land ge­nau­ge­nom­men so­gar ein in­ver­ser Puff, der Asyl­su­chen­de über So­zi­al­hil­fe fürst­lich da­für be­lohnt, blon­de Eu­ro­pä­erin­nen flach­zu­le­gen, was ei­ne gi­gan­ti­sche Sog­wir­kung auf ent­spre­che­nde Ge­mü­ter aus­übt. Qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te ma­chen meist ei­nen Bo­gen um un­ser Land.

Kommt her, ihr Zitatverdreher, aus-dem-Zusammenhang-Reißer, hier ist Futter für euch! Greift zu, der Zusammenhang ist schon weitgehend weg, jetzt könnt ihr toben, schimpfen, jemanden an den Pranger stellen und als Buhmann ausbuhen. Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Wie es den ver­dräng­ten ein­hei­mi­schen Män­nern er­geht, ist der Ge­sell­schaft sch*egal; sie wer­den zu­sätz­lich noch ver­höhnt, wie in fol­gen­der Ver­lags­ab­sa­ge:

«Von: Kat­ja ■■■, Eck­haus Ver­lag <■■■@rog­ge-wei­mar.■■■>
Ge­sen­det: Sonn­tag, 18. Sep­tem­ber 2016 13:37
An: Jan Deich­moh­le
Be­treff: Re: Bri­san­tes, hoch­ak­tu­el­les Buch
Herr Deich­moh­le,
da Sie es ge­wohnt zu sein schei­nen, von Frau­en ab­ge­wim­melt zu wer­den, schlie­ßen wir uns – er­neut – an und be­stä­ti­gen gern Ih­re fest­ge­fah­re­nen Kli­schees: Ihr Buch und Ih­re frau­en­feind­li­chen Ein­stel­lun­gen in­ter­es­sie­ren den Eck­haus Ver­lag nicht.
Mit Grü­ßen,
Kat­ja ■■■»

Ein­hei­mi­sche Män­ner: der Ge­sell­schaft wurscht, so­lan­ge sie zah­len. Fe­mi­ni­stin­nen und pri­vi­le­gier­te Geld-und-Sex-Kas­sie­rer wer­den rund­um­ver­sorgt. Aus­ge­schlos­se­ne ein­hei­mi­sche Män­ner wer­den als „frau­en­feind­lich” be­schimpft, wenn sie über den er­lit­te­nen Aus­schluß nur spre­chen, den Frau­en ih­nen an­tun. Ih­nen zu hel­fen, was die ein­zi­ge ge­sun­de Re­ak­ti­on wä­re, fie­le Frau­en wie Kat­ja nicht im Trau­me ein. Au­ßer­dem müs­sen diskriminierte einheimische Män­ner, deren Leben verpfuscht wird, Be­rufs­fe­mi­ni­stin­nen und Be­rufs­asy­lan­ten über Steu­ern auf ih­re har­te Ar­beit be­zah­len.

Hat noch jemand die sadistische Lust, nachzutreten? Nur zu, ich bin es gewohnt, vergesse nichts und präsentiere es der Nachwelt zur Aufklärung und Abschreckung.

Kauft meine Bücher, damit neue erscheinen können.

Absagen & der rote Faden des Buches „Anmache” ‒ 2. Teil

Absagen & der rote Faden des Buches „Anmache” ‒ 2. Teil

Heu­te, da die De­fi­ni­ti­ons­ho­heit fe­mi­ni­sti­scher Ide­o­lo­gie erst­mals schwä­chelt, ist es wie­der mög­lich, ei­ne Ver­öf­fent­li­chung mei­ner Do­ku­men­ta­ti­on fe­mi­ni­sti­scher Em­pa­thie­un­fä­hig­keit zu ver­su­chen, die 30 Jah­re lang un­mög­lich war, wäh­rend täg­lich Mas­sen fe­mi­ni­sti­scher Pro­pa­gan­da in al­ler Form auf uns ein­pras­sel­te: Bü­cher, Fil­me, Ra­dio- und Fern­seh­pa­la­ver, pseu­do­wis­sen­schaft­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, Schrif­ten und De­bat­ten an Uni­ver­si­tä­ten, in Po­li­tik, Or­ga­ni­sa­ti­o­nen al­ler Art bis hin zu „Ent­wick­lungs­hil­fe”, bei der nicht Hil­fe im Vor­der­grund steht, son­dern fe­mi­ni­sti­sche Gen­de­rung al­ler Län­der welt­weit, was sämt­li­che Kul­tu­ren zer­stört, und da­mit das Er­be der Mensch­heit. (Be­wei­se sie­he: „Die Gen­de­rung der Welt”).

In Öf­fent­lich­keit und Ver­la­gen gibt es nun auch gu­te Rück­mel­dun­gen.

«Von: ■■■ <gabi@■■■>
An: deichmohle@yahoo.com
Gesendet: 10:13 Dien­stag, 12.Juli 2016
Betreff: Ihr Ma­nu­skript

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

ich ha­be mir Ihr Ma­nu­skript in der Zwi­schen­zeit an­ge­se­hen, an vie­len Stel­len zu­stim­mend ge­nickt oder ge­staunt (ge­ra­de bei man­chen Ent­hül­lun­gen, die Mi­gran­ten be­tref­fend). Lei­der muß ich Ih­nen den­noch mit­tei­len, daß wir es über un­se­ren Ver­lag nicht ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Das hat aber we­der mit dem bri­san­ten, kon­tro­ver­sen In­halt noch mit der au­ßer­ge­wöhn­li­chen Mach­art zu tun – wie ich schon sag­te ist das The­ma in­ter­es­sant, das Buch gut durch­ge­ar­bei­tet. Ich woll­te, al­le Au­to­ren wür­den so ar­bei­ten.

Un­ser Ver­lag ver­legt und ver­treibt aus­schließ­lich die Gen­res, die Sie auf der Web­sei­te se­hen. Ihr Werk paßt in kei­ne die­ser „Schub­la­den”, die uns vom Buch­han­del über Pro­dukt­co­des lei­der so vor­ge­ge­ben sind. So­mit könn­ten wir ihm auch nicht in an­ge­mes­se­ner Wei­se die Platt­form auf dem Markt bie­ten, die es be­nö­tigt. Wie Sie be­reits an­merk­ten, es ge­nügt ja nicht, ein Buch her­aus­zu­brin­gen. Es möch­te auch be­wor­ben und ver­kauft wer­den. … Un­ser Ver­lag ist recht klein, da­her sind die Ka­pa­zi­tä­ten be­reits aus­ge­schöpft. Neu­es fin­det da zu mei­nem Be­dau­ern kaum Platz.»

Meh­re­re Ver­la­ge ha­ben mei­ne Skrip­ten mit ähn­li­chen Wen­dun­gen ge­lobt und be­tont, sie hät­ten sehr viel we­ni­ger Ar­beit mit Bü­chern, wenn al­le Au­to­ren sprach­lich so gu­te Qua­li­tät lie­fern wür­den, die – nach ih­ren Be­kun­dun­gen – mei­ne Zu­sen­dun­gen von als Buch ver­öf­fent­lich­ten Skrip­ten an­de­rer her­vor­hob.

Meh­re­re mei­ner Bü­cher, dar­un­ter die­ses, wur­den von Ver­le­gern für un­ge­wöhn­li­che Sprach­qua­li­tät (oder Durch­ar­bei­tung) ge­lobt, die viel Ar­beit spa­re und sel­ten sei. Geht es je­doch um The­men, die an­ge­bo­re­ne und ide­o­lo­gisch über­zo­ge­ne Frau­en­be­vor­zu­gung und das weib­li­che Mo­no­pol bre­chen, sich über (im fe­mi­ni­sti­schen Fal­le nur ver­meint­li­ches) Un­recht zu be­kla­gen, dann wird der Mann hä­misch, emo­ti­o­nal und ver­nich­tend un­ter­drückt.

Wie rea­giert ei­ne fe­mi­ni­stisch be­ein­fluß­te Frau, wenn sie ein Buch liest, in dem ein Mann über grau­sa­men jahr­zehn­te­lan­gen Aus­schluß durch Frau­en be­rich­tet, be­gin­nend im zar­ten Al­ter von 12 Jah­ren? Ein Selbst­ver­ständ­lich­keit für ge­sun­de Men­schen wä­re, Mit­ge­fühl zu ent­wickeln, mit­zu­lei­den, das Un­glück zu be­dau­ern und be­stürzt dar­über zu sein, daß so et­was mög­lich ist. Ein ge­sun­der Mensch müß­te dar­auf rea­gie­ren, et­was an dem Un­glück än­dern wol­len und sich be­trof­fen fra­gen, wie­so nie­mand rea­giert.

Bei ei­nem ge­sun­den Men­schen wä­re das selbst­ver­ständ­lich. In un­se­rer Epo­che han­delt bis­lang nie­mand so. Zeit­ge­nos­sen sind an­ge­steckt durch grund­le­gen­de Em­pa­thie­un­fä­hig­keit von Fe­mi­ni­sten und ih­rer Ide­o­lo­gie, die al­les ver­biegt und nur ver­bo­gen wahr­neh­men läßt.

Ganz im Ge­gen­teil, fol­gen­de Lek­to­rin ist nicht be­trübt und mit­füh­lend, son­dern re­agiert mit ge­wohn­ter fe­mi­ni­sti­scher Ar­ro­ganz, die im Op­fer ei­nen „bö­sen” An­ders­den­ken­den sieht, der zu kri­ti­sie­ren ist da­für, et­was an­de­res zu den­ken als er­laubt. Denn wür­de er wie sie den­ken, könn­te er nicht kla­gen. Au­ßer­dem schließt sie aus der Tat­sa­che, daß ihr Op­fer an­ders denkt als Fe­mi­ni­stin­nen er­lau­ben, das Op­fer ha­be ih­re The­o­ri­ën nicht ver­stan­den. Über­dies ist in der üb­li­chen fe­mi­ni­sti­schen Tä­ter-Op­fer-Um­keh­rung de­fi­ni­ti­ons­ge­mäß die Frau das „Op­fer”, wo­ge­gen dem Mann die Rol­le von „Tä­ter” und „Un­ter­drücker” zu­ge­schrie­ben ist, auf­grund von fe­mi­ni­sti­schen An­nah­men, die al­le­samt falsch sind.

«Sehr ge­ehr­te Frau ■■■, …
> zeigt leider, dass Sie we­der Gen­der- noch Fe­mi­nis­mus­the­o­rien
> ver­stan­den oder sich da­mit be­schäf­tigt ha­ben.

Da­mit be­wei­sen Sie zwei­er­lei: Er­stens die üb­li­che to­ta­le Un­fä­hig­keit zu Em­pa­thie und Mit­ge­fühl ge­gen­über Män­nern, die so­wohl Ur­sa­che der see­li­schen Krank­heit Fe­mi­nis­mus bei ei­ner klei­nen Min­der­heit war, als auch de­ren Fol­ge, weil näm­lich gan­ze Ge­ne­ra­ti­o­nen mit die­ser Un­fä­hig­keit zu ele­men­ta­rem mensch­li­chem Ge­fühl an­ge­steckt wur­de.

Zwei­tens be­wei­sen Sie au­ßer­or­dent­li­che Ar­ro­ganz, in­dem Sie An­ders­den­ken als „Nicht­ver­ste­hen” der herr­schen­den Ge­sin­nung und Ide­o­lo­gie deu­ten. Wer Ih­rer Ide­o­lo­gie nicht folgt, dem wird so­gar ab­ge­spro­chen, sich mit ihr „be­schäf­tigt” zu ha­ben. Nun ist ei­ne sol­che, von den Grund­an­nah­men an fal­sche Ide­o­lo­gie kei­ner Be­schäf­ti­gung wert. Wenn Sie je­doch Bü­cher su­chen, die die­se Ide­o­lo­gie ge­nau ana­ly­sie­ren und sämt­li­che An­nah­men wi­der­le­gen, so wer­den sie – mei­ne Sach­buch­rei­he fin­den. Lä­cher­li­cher geht es al­so gar nicht als mit Ih­rem Vor­wurf.

Daß Ih­re männ­li­chen Kol­le­gen ähn­li­cher Mei­nung sein mö­gen, ist we­nig er­staun­lich, denn al­le fe­mi­ni­sti­schen Wel­len ha­ben mit ih­rer Ide­o­lo­gie schnell die ge­sam­te Ge­sell­schaft ein­schließ­lich Män­nern über­rollt und an­ge­steckt – wie Bü­cher von mir do­ku­men­tie­ren und ana­ly­sie­ren.

> Ihr Text geht an der ak­tu­el­len De­bat­te weit vor­bei

Ge­nau das ist ja das ori­gi­nel­le und gu­te an mei­nen Bü­chern. Denn die ak­tu­el­len De­bat­ten sind be­reits vom An­satz her falsch, be­ru­hen auf wi­der­leg­ten, ein­sti­gem män­ner­has­sen­den Ra­di­kal­fe­mi­nis­mus ent­sprin­gen­den Kon­zep­ten. Die ak­tu­el­le De­bat­te ist ei­ne von The­ma­tik und Sicht her fe­mi­ni­sti­sche De­bat­te, die un­mensch­lich, män­ner­has­send und ge­schlechts­ras­si­stisch-frau­en­be­zo­gen ist. Au­ßer­dem grün­det die De­bat­te auf ei­ner to­ta­len Un­fä­hig­keit, nor­ma­le An­teils­nah­me für Män­ner und ih­re Be­lan­ge so­wie Männ­lich­keit zu emp­fin­den. Die­se ge­fühls­mä­ßi­ge Krank­heit, die ähn­lich funk­ti­o­niert wie der Man­gel an Mit­ge­fühl für Ju­den und an­de­re eth­ni­sche Min­der­hei­ten zu Zei­ten des Hit­ler­fa­schis­mus, ver­hin­dert ei­ne sinn­vol­le De­bat­te.

Mei­ne Bü­cher zei­gen die krank­haf­te Un­fä­hig­keit zu Em­pa­thie ge­gen­über Män­nern, ein­schließ­lich mir ge­gen­über, ent­lar­ven die schie­fen De­bat­ten fe­mi­ni­sti­scher Ära, und schaf­fen da­mit erst die Grund­la­ge, sinn­voll de­bat­tie­ren zu kön­nen. Zu­gleich wer­den neue De­bat­ten zu ob­jek­tiv nach­weis­bar wich­ti­gen und wirk­li­chen The­men be­gon­nen.

Rich­tig muß es hei­ßen: Ih­re ide­o­lo­gi­schen, to­ta­li­tär ge­präg­ten De­bat­ten ge­hen an der Wirk­lich­keit und am Le­ben vor­bei, und es wird Zeit, end­lich Bü­cher zu de­bat­tie­ren, die ei­ne wirk­li­che De­bat­te er­öff­nen und den Men­schen vor Au­gen füh­ren, was in ide­o­lo­gi­scher Ver­blen­dung für Leid und Un­heil an­ge­rich­tet wur­de.

Of­fen­sicht­lich ist die Ver­blen­dung bei Ih­nen samt Kol­le­gen noch nicht über­wun­den.

> i.e. so­wohl sub­jek­tiv ge­fällt als auch ob­jek­ti­ve­ren Qua­li­täts­kri­te­ri­en

Als von der fe­mi­ni­sti­schen Epo­che im Den­ken ge­präg­te Per­son – auch wenn das wi­der Wil­len oder oh­ne Ihr Wis­sen statt­ge­fun­den ha­ben soll­te – wä­re es klü­ger, wenn Sie das Wort „ob­jek­tiv” nicht in den Mund näh­men. Fe­mi­nis­mus und sämt­li­che re­sul­tie­ren­den De­bat­ten sind vom ra­di­ka­len Ge­gen­teil ge­prägt. Fe­mi­ni­sti­sche The­o­rie hat Ob­jek­ti­vi­tät als „männ­lich” be­zeich­net und durch be­wußt par­tei­ïsche, sub­jek­ti­ve Me­tho­dik er­setzt, die aus dem fe­mi­ni­sti­schen po­li­ti­schen Kampf ent­stan­den. Dies ha­be ich an­hand fe­mi­ni­sti­scher Quel­len in ei­nem Buch be­wie­sen, das mit 20­jäh­ri­ger Ver­spä­tung dem­nächst als Sach­buch „Fe­mi­nis­mus­kri­tik” er­schei­nen wird. (Was noch­mals die Ab­sur­di­tät Ih­rer obi­gen Vor­wür­fe be­weist, die nur den Grad Ih­rer ei­ge­nen In­dok­tri­nie­rung zei­gen.)

Glei­ches gilt für Qua­li­tät. Fe­mi­ni­sti­sche Li­te­ra­tur hat noch nie ob­jek­ti­ven Qua­li­täts­kri­te­ri­en ge­nügt, sich mit to­ta­li­tä­rem Ge­sin­nungs­druck durch­ge­setzt. Es ist ei­ne bil­li­ge Re­tour­kut­sche ge­gen die Un­ter­drück­ten, mit dem Be­griff „Qua­li­tät” zu hau­sie­ren. Ich kann Ih­nen nach­wei­sen, daß stüm­per­haf­tes Ge­schrei­be von Frau­en be­ju­belt wur­de und bis heu­te be­ju­belt wird, wenn es dem fe­mi­ni­sti­schen Zeit­geist ent­spricht. Mei­ne Meß­lat­te liegt we­sent­lich hö­her; ich schrei­be we­sent­lich sach­li­cher, li­te­ra­ri­scher, ori­gi­nel­ler, doch in der üb­li­chen Um­keh­rung al­ler Tat­sa­chen sieht der zeit­ge­nös­si­sche „po­li­tisch kor­rek­te” Blick den Feh­ler bei sei­nen Kri­ti­kern, mag ihr Ni­veau noch so viel hö­her sein als das ei­ge­ne. Dies wei­se ich im Buch „NEIN!” nach, in dem ex­pli­zit zum Best­sel­ler hoch­ge­ju­bel­te Frau­en­bü­cher zi­tiert wer­den, so daß je­der se­hen kann, wie viel nied­ri­ger ihr Ni­veau ist, wo plump ero­tisch über Weh­weh­chen mit Ent­jung­fe­rung oder Sex la­men­tiert wird. Nicht nur li­te­ra­risch, auch in­halt­lich steckt nicht viel drin, doch es wur­de in Me­di­en breit aus­ge­walzt, weil es für Frau­en In­ter­es­se und Mit­ge­fühl gibt.

Ein Mann kann noch so an­spruchs­voll schrei­ben: Weil es kein Mit­ge­fühl für Män­ner gibt, wird er mit per­sön­li­chen An­grif­fen fer­tig­ge­macht.

>The­men, durch­aus kri­tisch, und un­ser Ziel ist es, in ei­ner Welt zu
> le­ben, in der Men­schen, egal wel­chen Ge­schlechts und wel­cher Her­kunft,
> gleich und gut be­han­delt wer­den – und an­de­re gleich und gut be­han­deln.
> Auch da, fürch­ten wir, sind Sie und wir nicht auf ei­ner Hö­he.

Noch ei­ne Un­ver­schämt­heit von Ih­nen. Sie füh­len sich mo­ra­lisch auf der Hö­he, weil Sie ei­ner be­stimm­ten Ide­o­lo­gie fol­gen, und spre­chen mir ab, „gleich gu­te Be­hand­lung” zu ver­tre­ten. Das ist ei­ne Be­lei­di­gung, un­wahr und ein­fach un­ver­schämt, zeigt Ih­re Ver­bohrt­heit, mit der Sie An­ders­den­ken­de gei­stig nie­der­ma­chen, schlecht wahr­neh­men. Sie zei­gen da­mit, daß Sie – und Ih­re Kol­le­gen – Teil des Pro­blems sind. Nicht nur sind Sie un­fä­hig, die nö­ti­ge Em­pa­thie für be­nach­tei­lig­te Män­ner zu emp­fin­den, son­dern sie wer­ten sie mo­ra­lisch ab. Es ist un­ver­schämt zu be­haup­ten, Sie sei­en mo­ra­lisch oder gei­stig auf ei­ner grö­ße­ren Hö­he, weil ich an­ders den­ke als Sie. Mer­ken Sie denn gar nicht, daß Sie ge­fühl­los rea­gie­ren, kein biß­chen Be­stür­zung be­zei­gen we­gen der schlech­ten Be­hand­lung, die ich mein Le­ben lang er­fuhr? Wer wird denn schlech­ter be­han­delt? Eben, Män­ner, männ­li­che Ver­lie­rer, Men­schen wie ich!

Sie sind es, die mir kei­ne „gleich gu­te” Be­hand­lung zu­ge­steht, und sich zu­gleich noch mo­ra­lisch auf grö­ße­rer „Hö­he” fühlt. Das ist krank, sehr krank, und das Ge­gen­teil der Wahr­heit. Sie ver­wei­gern mir ei­ne an­stän­di­ge Be­hand­lung und sind da­mit selbst mo­ra­lisch in nie­der­sten Tie­fen, aber auf kei­ner­lei Hö­he.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,
Jan Deich­moh­le

«> Date: Fri, 1 Jul 2016 16:11:29 +0200
> From: ■■■@culturbooks.de
> To: deichmohle@hotmail.com
> Subject: Fwd: WG: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

> Lieber Herr Deich­moh­le,

wir sind ein li­te­ra­ri­scher Ver­lag. Wir ach­ten auf Qua­li­tät bei Stil und
> In­hal­ten und ver­öf­fent­li­chen aus­schließ­lich, was uns zu 100% zu­sagt,
> i.e. so­wohl sub­jek­tiv ge­fällt als auch ob­jek­ti­ve­ren Qua­li­täts­kri­te­ri­en
> stand­hält.

Nichts da­von trifft nun auf Ihr An­ge­bot zu, was im Üb­ri­gen, wenn ich das
> hin­zu­fü­gen darf, auch voll­um­fäng­lich die Mei­nung mei­ner männ­li­chen
> Kol­le­gen ist. Ihr Text geht an der ak­tu­el­len De­bat­te weit vor­bei und
> zeigt lei­der, dass Sie we­der Gen­der- noch Fe­mi­nis­mus­the­o­ri­en ver­stan­den
> oder sich da­mit be­schäf­tigt ha­ben. Wir be­schäf­ti­gen uns mit die­sen
> The­men, durch­aus kri­tisch, und un­ser Ziel ist es, in ei­ner Welt zu
> le­ben, in der Men­schen, egal wel­chen Ge­schlechts und wel­cher Her­kunft,
> gleich und gut be­han­delt wer­den – und an­de­re gleich und gut be­han­deln.
> Auch da, fürch­ten wir, sind Sie und wir nicht auf ei­ner Hö­he.

Bit­te schau­en Sie sich in Zu­kunft die Pro­gram­me der Ver­la­ge, die Sie
> kon­tak­tie­ren, an, um Miss­ver­ständ­nis­se wie die­ses zu ver­mei­den.

Um nicht noch mehr Ih­rer Zeit zu ver­schwen­den, ver­blei­be ich:
> Zoë ■■■
>

> —– Forwarded message —–

Von: „Jan Deichmohle“ <deichmohle@hotmail.com>
> An: <■■■@culturbooks.de>
> Betreff: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
> Datum: Do., Juni 30, 2016 22:08
> Ei­nen wun­der­schö­nen Tag»

»

Aus glei­chem Grun­de schei­tert auch ei­ne be­kann­te Ver­le­ger­per­sön­lich­keit der Re­pu­blik, die be­rühm­te li­te­ra­ri­sche Rei­hen ver­öf­fent­licht und ver­schie­de­ne Ver­la­ge ge­lei­tet hat, ob­wohl er mei­nen Stil lobt, an ei­ner emo­ti­o­na­len (und teil­wei­se wohl un­ter­be­wuß­ten) Ver­dam­mung mei­ner „po­li­tisch in­kor­rek­ten” In­hal­te. Wer kei­ne sach­li­chen Ar­gu­men­te hat, macht per­sön­lich run­ter oder glaubt, mit ei­nem „Kä­se” ei­ne in­halt­li­che Aus­sa­ge zu tref­fen.

«From: ■■■@vitolibro.de
To: deichmohle@hotmail.com
Subject: AW: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
Date: Sun, 3 Jul 2016 13:28:50 +0200

Kä­se

Von: Jan Deichmohle
Ge­sen­det: Sonn­tag, 3. Juli 2016 13:10
An: <■■■@vitolibro.de>
Betreff: RE: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

Mon­sieur,

das Pro­blem bei emo­ti­o­nal ge­präg­ter Be­ur­tei­lung ist man­gel­nde Selbst­re­fle­xi­on. Die Bü­cher be­schrei­ben un­ter an­de­rem ei­ne neue Er­kennt­nis mo­der­ner Evo­lu­ti­ons­bi­o­lo­gie: ei­ne mensch­lich schie­fe Wahr­neh­mung. Be­klagt ei­ne Frau et­was, wird mit Sym­pa­thie und Hilfs­be­reit­schaft zu­ge­hört. Bei Män­nern wird ent­rü­stet weg­ge­hört, weil die Evo­lu­ti­on nicht will, daß wir Sym­pa­thie für männ­li­che Ver­lie­rer emp­fin­den, weil sie sonst den Aus­schluß aus Se­xu­a­li­tät und Fort­pflan­zung un­ter­lau­fen könn­ten.

Wie kann es sein, daß ein in­tel­li­gen­ter Ver­le­ger nicht die Lo­gik des Ar­gu­ments be­merkt und der üb­li­chen zeit­ge­nös­si­schen Wahr­neh­mungs­stö­rung ver­fällt, um die es in die­sem Buch geht? Das ist ei­ne Fehl­lei­stung Ih­rer­seits.

Üb­ri­gens sind wir uns vor mehr als 20 Jah­ren be­reits be­geg­net. Da­mals ha­ben Sie mei­ne Bü­cher mit dem Ver­weis auf das von Ih­nen über­setz­te Buch „The KOOL Aid Acid Test” zu­rück­ge­wie­sen, das Sie aus ir­gend­ei­nem Grund für wich­ti­ger und ähn­lich hiel­ten. Sie er­zähl­ten mir auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se, für die­se Über­set­zung1 das im Deut­schen feh­len­de Wort „gro­ken” er­fun­den zu ha­ben, was nie­man­dem auf­ge­fal­len war. (Das Wort ent­stammt ei­nem in den 1960er viel­ge­le­se­nen Buch „Frem­der in ei­ner frem­den Welt” von Hein­lein.)

Al­so: Es ist kein Stuß, son­dern sind in­zwi­schen wis­sen­schaft­lich er­wie­se­ne Tat­sa­chen. In­for­mie­ren Sie sich. Ich kann da­zu auf Wer­ke der Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie und mei­ne Sach­bü­cher ver­wei­sen.

Zwei­tens: Es ist nicht „selbst­ge­recht”, son­dern ei­ne ab­so­lut not­wen­di­ge und seit Jahr­zehn­ten über­fäl­li­ge Kri­tik an Fe­mi­nis­mus und Ge­sell­schaft. To­ta­le Ein­sei­tig­keit der Wahr­neh­mung hat da­für ge­sorgt, daß Frau­en al­les durch­geht, Män­nern nichts. Wä­re ich ei­ne Frau, wür­de ich in höch­sten Tö­nen von Fe­mi­ni­stin­nen, Ge­sell­schaft und Ver­le­gern ge­lobt für die Lei­stung. Man wür­de mei­ne per­sön­li­che In­te­gri­tät lo­ben. Doch da ich das fal­sche Ge­schlecht ha­be, wird al­les als „selbst­ge­recht” ab­ge­tan. Das kann ich be­wei­sen. Es ist ge­nau die Wahr­neh­mungs­stö­rung, die The­ma das Bu­ches und Haupt­pro­blem un­se­rer Ge­sell­schaft ist.

Das wol­len na­tür­lich die von die­ser Wahr­neh­mungs­stö­rung Be­trof­fe­nen nicht ger­ne hö­ren. Zur Zeit des Fa­schis­mus wur­de die Epo­che auch für „nor­mal” ge­hal­ten; erst nach dem Zu­sam­men­bruch der Dik­ta­tur be­gan­nen Men­schen – oft mit ei­ner Ge­ne­ra­ti­on Ver­spä­tung – die vo­ri­ge Ver­ir­rung zu be­mer­ken. Das wie­der­holt sich jetzt mit der fe­mi­ni­stisch ge­präg­ten Wahr­neh­mung.

Ein mu­ti­ger Ver­le­ger wird seit 30 Jah­ren drin­gend be­nö­tigt.

Mit freund­li­chen Grü­ßen,

Jan Deich­moh­le

From: ■■■@vito­li­bro.de
To: deich­mohle@hot­mail.com
Subject: AW: Bri­san­tes Buch: An­ma­che
Date: Sun, 3 Jul 2016 11:27:09 +0200

Tja, mon­sieur,

wie kann es sein, dass je­mand rich­tig gut schrei­ben kann, auch an­sonn­sten of­fen­sicht­lich nicht doof ist – und dann so ei­nen selbst­ge­rech­ten Stuss schreibt, der al­le an­de­ren zu Idi­o­ten er­klärt?

Auch ich ge­hö­re zu den Ig­no­ran­ten, die mit die­sem ver­quirl­ten Ko­ko­lo­res nix an­fan­gen kön­nen oder wol­len.

Gu­tes Ge­lin­gen!

Von: Jan Deich­moh­le
Gesendet: Sonn­tag, 3. Juli 2016 01:37
An: ■■■@vito­li­bro.de
Betreff: Bri­san­tes Buch: An­ma­che

Ei­nen wun­der­schö­nen Tag Herr von ■■■,

die­ses Buch setzt Maß­stä­be und er­öff­net eine neue De­bat­te»

Durchbrecht die Schweigemauer, indem Ihr meine Bücher lest.

Dies whttp://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohlear ein Abschnitt aus „Anmache”, Band 2 der Reihe „weibliche Wahlmacht”.

Fußnoten

1 Im Buch wur­de für den Na­men des Über­set­zers ein Pseu­do­nym ver­wen­det.

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